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Thema: Eure ersten GS Flüge alleine...

  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    Eure ersten GS Flüge alleine...

    Hallo zusammen,

    da ich ein recht neuer A-Schein Pilot bin und noch wenig alleine geflogen bin wollte ich gerne von euch wissen wie eure ersten allein Flugerfahrungen so waren...
    hattet Ihr anfangs ein mulmiges Gefühl, angst oder wart Ihr nervös bei den ersten Flügen?

    Grüsse

    Flieger

  2. #2
    DHV-Mitglied Avatar von Willi Wombat
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    AW: Eure ersten GS Flüge alleine...

    Die meisten Piloten sind auch nach 10 Jahren noch vor jedem Start nervös und haben ein mulmiges Gefühl.
    Daran muss man sich wohl gewöhnen.

    Ich empfehle, wenn du in keinem Verein bist, in eines der bekannten Massenfluggebiete zu gehen und das zu tun was die meisten machen.
    Persönlich bin ich am Anfang mutterseelenalleine von Walk and Fly Startplätzen geflogen und das war nicht besonders schlau.

  3. #3
    Registrierter Benutzer
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    AW: Eure ersten GS Flüge alleine...

    Au ja. Aber eigentlich auch nur, weil ich unbedingt fliegen gehen wollte und das Wetter und die Auswahl der Startplätze nicht immer optimal waren. Ich denke, das erste Flugjahr ist sicherlich die schwierigste Zeit (statistisch gesehen vielleicht auch die gefährlichste) und man sollte immer zweimal überlegen, was man macht. Ist sicher auch ein Charaktertest.

  4. #4
    Registrierter Benutzer
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    393

    AW: Eure ersten GS Flüge alleine...

    Ich weiß noch, dass ich lieber bei Sonnenschein und starken thermischen Böen geflogen bin als bei bedecktem Himmel und stetigem Wind. Ein bedeckter Himmel war mir einfach unheimlich.
    Mit der Zeit legt sich das. Heute wünsche ich mir die alten Zeiten zurück. Es war einfach alles viel aufregender!

  5. #5
    DHV-Mitglied Avatar von Stefan S.
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    Lauf an der Pegnitz

    AW: Eure ersten GS Flüge alleine...

    Ich denke die Nervosität bleibt wirklich für immer.
    Ich hatte meinen ersten allein Flug am brauneck und muß sagen das daß die beste Entscheidung für mich war. Super nette Leute die auf Fragen ( es gibt keine blöde Fragen ) gute Antworten geben.

    Das schwirigste ist zu sagen, ok ich bin mir nicht sicher usw. Ich fliege heute nicht.

    Grüße
    Wenn die Zeit kommt in der man könnte,
    ist die Zeit vorüber in der man kann.

  6. #6
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    vorderer Odenwald

    AW: Eure ersten GS Flüge alleine...

    Ich habe mir ein Fluggebiet ausgesucht und mich dann mit der dortigen Flugschule in Verbindung gesetzt. Vor Ort dann eine Einweisung und den ersten Flug begleitet am Funk hat mir Sicherheit gegeben. Meistens war eh Höhenschulung, so dass ich mich für einen Flug einfach dranhängen durfte. Ich bin halt so erhlich zu mir selbst, dass mir klar ist, wo meine Grenzen sind - das fängt bei der Meterologie an...

    So habe ich einige Fluggebiete kennen gelernt, in denen ich mich heute "frei" bewege.

    Viel Spass, Michi

  7. #7
    Registrierter Benutzer
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    189

    AW: Eure ersten GS Flüge alleine...

    Hallo Flieger,
    ich bin mir nicht sicher, was Du mit 'alleine' meinst:

    - Ohne (Schul-)Funk im Ohr
    - Ohne Flugbuddy (aber andere Flieger) an einem bekannten Startplatz
    - Ganz alleine an einem bekannten Startplatz
    - Alleine und unbekannt

    In unserer Flugschule war Fliegen ohne Knopf im Ohr relativ schnell normal, insofern musste ich bei Prueflingen an der Pruefung schmunzeln bei der Aussage 'Mein erster Flug ohne Funk!'.
    Ohne Flugbuddy ist nach dem Schein schon etwas verschaerfter, meistens kann man aber andere Piloten am Start fragen.. hab noch nie schlechte Erfahrungen gemacht.
    Ganz alleine am (Normal-)Startplatz sollte man sich fragen: warum bin ich alleine? Bin ich der Einzige mit einem freien Wochentag oder ist es Sonntag und ich hab die Foehnwarnung verpasst?
    Und last but not least: komplett neu und alleine.. mein solcher Erstflug erzeugte tatsaechlich etwas Nervositaet, aber mehr im Vorfeld als am Startplatz. Ich denke Nervositaet hat immer einem Grund und wenn der Bauch sagt dass irgendwas nicht i.O. ist packe ich auch heute noch an einem bekannten Startplatz inmitten von Freunden wieder ein.

    Bottom Line: Hoere auf Deinen Bauch. Flieg soviel mit Freunden und Flugschule wie Du willst, wenn Du bereit fuer den naechsten Schritt bist wirst Du es merken.

    Gruss,
    G.

  8. #8
    DHV-Mitglied Avatar von seti1337
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    AW: Eure ersten GS Flüge alleine...

    Also ich bin einfach auf eigene Faust losgezogen ganz alleine. Wetter hab ich mir vorher angeschaut und für mich alleine entschieden ob gut oder schlecht, bzw. Vorort natürlich nochmal gecheckt aber alles ganz alleine ohne Hilfe.

    Bin auch direkt alleine in die Fliegerurlaube ohne Guide, Freunde etc. ich stehe aber grundsätzlich darauf alleine unterwegs zu sein und wenn dann nur mit 2 bestimmten Piloten.

    Was ich gar nciht mag sind Rudelbildungen am Startplatz und das teilweise rumgegrabbel/gelaber am/über den Schirm. Meißtens setze ich mich auch etwas abseits um einfach meine Ruhe zu haben und die Luft zu spüren und zu beobachten, um einen guten Startzeitpunkt zu wählen.

    Aber mein Vorgehen sollte man vielleicht nicht unbedingt als Vorbild nehmen, bzw. nur wenn Du eine ähnliche Einstellung hast
    ---
    Der Vorteil von Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schwieriger.

  9. #9
    DHV-Mitglied Avatar von soundglider
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    835

    AW: Eure ersten GS Flüge alleine...

    Seit meinem ersten Höhenflug war ich eigentlich nicht mehr nervös. Wichtig für mich war eine gute und kontrollierte Starttechnik, die ich durchs Groundhandeln gelernt habe. Seit ich sozusagen Vertrauen in meine Fähigkeiten habe, bin ich nicht mehr nervös. Einen leichten Anflug von Nervosität oder Aufgeregtheit hatte ich dann erst wieder, als ich das erste Mal aus dem Gleitwinkel zum Landeplatz rausgeflogen bin.

    Wenn ich alleine an einem neuen Startplatz bin, versuche ich mich natürlich im Vorfeld im Internet so gut wie möglich vorzubereiten. Wenn ich dann dort bin, laber ich einfach die Locals an, rede über potentielle Gefahren (Kabel, Winde usw.) und schau noch ein bisschen den anderen zu, dann gehts los!
    https://vimeo.com/soundglider
    πάντα ῥεῖ

  10. #10
    Registrierter Benutzer
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    12

    AW: Eure ersten GS Flüge alleine...

    Hallo Gossemann,

    Si, ich meinte ohne Funkunterstützung also einfach selbstständig an einen Berg gehen und anschließend losfliegen....Also ich muss schon zugeben, dass ich schon nervös bin wenn´s dann ab in die Luft geht....allerdings wenn ich dann mal am fliegen bin vergesse ich alles um mich herum Das einzige was mich "stutzig" macht sind die doch relativ häufigen tödlichen bzw. schweren Verletzungen. Da es ja nicht nur "Frischlinge" sondern auch alte Hasen trifft...

    Grüsse

    Flieger

  11. #11
    Registrierter Benutzer
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    AW: Eure ersten GS Flüge alleine...

    Hi Flieger
    Ich würde Dir empfehlen, Dich so lange an Startplätzen zu bewegen, an denen es noch andere Leute hat bis Du dort das Gefühl hast "ja, ich ich starte hier auch ohne fremde Hilfe" (weder mit dem Schirm noch was das Meteo angeht). Zuerst an Startplätzen die Du schon kennst, danach an "fremden" Orten. Wenn das überall sauber klappt wird der erste Start an einem normalen Startplatz -den Du idealerweise schon kennst- ohne Leute rundum (siehe auch die Fragen von Goosman nochmals zur Sicherheit) zum Erfolgserlebnis.

    Ich mag mich noch gut an meinen Erst-Alleinflug vom Weissenstein (Mittwochnachmittag, nur mit dem Postauto vernünftig erreichbar) erinnern. Ich stand dort oben und war sehr unsicher, warum ich denn alleine sei. Der Wind kam schön mit 7-10km/h in Ablösungen von vorne, hinter dem Grat über dem Startplatz gab es ein paar kleine Cumuli. Dennoch hab ich nochmals mit dem Handy alle Windstationen in der Gegend abgeklappert aus Respekt vor dem "bösen Startrotor". Als ich dann in der Luft und am Aufdrehen war: unbezahlbar...

    An unbekanntem oder gar komplett unbeflogenem Ort alleine zu starten (wo man's denn darf ) ist dann nochmals was anderes, aber in meinen Augen einer der schönsten Aspekte der Freifliegerei. Dort gibt es dann in der Regel keine Windsäcke, Rasen-Startplätze und es können sich böse Löcher, Kühe und Steine spontan auf den Starter stürzen. Auf solche Aktionen lasse ich mich nur ein, wenn ich das Meteo für überschaubar halte, einen Plan B habe (Ausweichstartplatz, letzte Bahn usw) und mich körperlich wie mental topfit fühle.

    Happy Landings (und auch Starts)
    Ueli

  12. #12
    Registrierter Benutzer
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    AW: Eure ersten GS Flüge alleine...

    Für mich war das erste Abheben am Übungshang (Wow, der Fetzen tragt ja!) das größere Aha-Erlebnis als der erste sowie dann die weiteren Höhenflüge.

    Ich erinnere mich noch gut an das Gesicht des Fluglehrers, als ich nach dem ersten Höhenflug die Frage "Wie war's?" mit "Wie erwartet." oder so ähnlich beantwortet habe. Das war dann bei den ersten Flügen ohne Lehrer auch so.
    (Nervosität oder ein gewisse Spannung am Start ist natürlich trotzdem da.)

    Immer genug Respekt und viel Spaß noch,

    Harald

  13. #13
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    RLP

    AW: Eure ersten GS Flüge alleine...

    Als mir während der A-Schein Ausbildung ein Fluglehrer sagte: "Mit dem A-Schein "darfst" Du fliegen, d.h. nicht dass Du es kannst" wusste ich erst nicht was er meinte.

    Als ich dann mit der Lizenz und neuer Ausrüstung (ratet mal wo ich gelernt habe ) zum ersten Mal an eines der Gelände meines neuen Vereins kam, fanden sich gleich zwei Piloten, die sich meiner annahmen. Wir fuhren gemeinsam nach Raumbach, einem Gelände, an dem man gut mit Vorwärtsstart starten kann. Ich sah meinem Vereinsmitglied zu und startete kurz hinter ihm. Am Ende der Soaringkante, an der mein Vereinskamerad leicht überhöht hatte, wunderte ich mich, dass die Ortschaft unter uns plötzlich zum Greifen nahe war. Nach der "gekonnten Wende mit nahezu kaum Höhenverlust" tauchte vor mir eine Hochspannungsleitung auf ... kurzum, der einzige Fluchtweg war der Dorfplatz oder die Bäume und Sträucher am Hang. Das Einzige, das ich während dieses Fluges richtig gemacht habe war, mich für die Bäume zu entscheiden. Danke Ralf und Micha für die 2-stündige Bergungsaktion.

    Nachdem der Wind etwas gedreht hatte fuhren wir an einen anderen Startplatz. Hier war das Starten ebenfalls recht easy, das Fliegen auch... wenn nur das Landen nicht gewesen wäre. Ich danke dem Baum vor dem Campingplatz dafür, dass er mich so herzlich empfangen hat. Der dritte Flug mit Landung auf einer Wiese verlief dann schon besser, allerdings lag mein Schirm komplett quer über einer Reihe von Weinreben . Der letzte Flug des Tages verlief dann erstaunlich unspektakuär. Jetzt wusste ich was der Fluglehrer (Lutz aus Dresden) meinte.

    Ich wünsche jedem Rookie ähnlich geduldige Vereinskameraden wie ich sie hatte oder fußballfeldgroße Landepläze oder mehr Talent

    Grüße,
    Michael
    Wird der Ton im Forum netter,
    liegt es wohl am Hochdruckwetter...

  14. #14
    GS-Liga Avatar von JN
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    AW: Eure ersten GS Flüge alleine...

    Zitat Zitat von setup Beitrag anzeigen
    A(ratet mal wo ich gelernt habe )
    Ich wünsche jedem Rookie ähnlich geduldige Vereinskameraden wie ich sie hatte oder fußballfeldgroße Landepläze oder mehr Talent
    und ich wünsche jedem Rookie eine Flugschule, in der er normales, selbstständiges Landen lernt, bevor er den A-Schein bekommt.
    Mit der Schwerkraft kann man nicht verhandeln.
    (Sonny Crockett in Miami Vice)

  15. #15
    DHV-Mitglied
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    AW: Eure ersten GS Flüge alleine...

    Auch nach über 1000 Flügen gibt es noch genügend Gründe, am Start ein leichtes Magengrummeln zu verspüren. Wer das nicht hat - um den mache ich mir Sorgen, weil der (oder die) anfällig für Routinefehler ist.

    Mein erster freier Flug war am Hausberg, Nord, 150m - aber im Gegensatz zu den Schulungshängen eine eher flach und seicht abfallende aber leicht buckelige Wiese mit viiiiiel Wald vor der ersten Landegelegenheit - d.h. die Gedanken ums Starten (kriege ich das Verlaufen) und ums Landen (komme ich da überhaupt hin, ohne vorher in den Bäumen zu kleben) - ums Obenbleiben habe ich mir damals noch keine Sekunde Gedanken gemacht, das war keine Option.

    Viele Flüge Später dann, als man einigermaßen sicher war, daß man heil raus- und runterkam, waren die Gedanken um den richtigen Startzeitpunkt - säufst Du als Einziger ab, findest DU als Einziger den Einstieg, oder kämpfst Du mit einem halben Dutzend Anderer um den schmalen Bart?

    Dann fing man auch mal irgendwann an, bei Bedingungen rauszugehen, bei denen man früher eingepackt geblieben wäre, und dann die nächsten unruhigen Gedanken: Ist die Wolke nicht ein klein bißchen zu schwarz (obwohl - von denen, die da oben kleben, sind mindestens zwei sehr vorsichtige und Erfahrene Flieger)? Was wenn es mich verbläst? Ist es die richtige Entscheidung, jetzt rauszugehen? Was, wenn der Wind in 20 Minuten prima zum Fliegen aber nicht mehr akzeptabel zum Starten ist (Silian Falle)? Also sollte ich Warten oder jetzt raus?

    Diese Dinge hören nie auf. Aber das ist auch Teil des Spaßes an der Freude...

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