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Thema: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

  1. #46
    DHV-Mitglied Avatar von UdoH
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Gestern an der Rampe erzählte mir ein bis dato unbekannter Pilot, dass er ja auch mal einen neuen Drachen haben wöllte, sein alter Impuls ic sei doch rigendwie etwas zu zäh und auch sonst nimmer ganz so toll. Auf die Frage, was er sich denn vorstelle, viel ihm ein das ein Twister doch ein schöner Vogel für ihn sein könnte. Jetzt nix gegen den Twister, aber der ist eine Konstrukion aus den 90ern und schon lange nur noch gebraucht zu haben, das allerdings mittlerweie doch sehr günstig. Mein Vorschlag, dass es doch vom gleichen Hersteller, ein tolles neues Model geben würde, war ihm zu teuer. Es ist ziemlich schwierig gegen so etwas zu argumentieren, weil so unfliegbar ist der Twister nicht und der Preisunterschied ist doch frappierend, auch wenn neue Modelle viel schöner fliegen. Vermutlich funktioniert das auf Dauer nur, wenn man neue Drachen als Statussymbol etablieren könnte.

    Udo, gestern gelandet als es donnerte

  2. #47
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    533

    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Meine Antwort auf die Ausgangsfrage:

    Neue Hardware könnte ein Schlüssel für einen Aufschwung sein. Bisher gab es bei den Luftsportgeräten zwei Konzepte, die sich erfolgreich neben den klassischen Flexis etablieren konnten: Gleitschirme und Starflügler. Gleitschirme sind rein mengenmäßig ohne Zweifel ein Erfolgsmodell. Im Vergleich sind Starrflügler eine exotische Spezies. Das zeigt, dass im großen Bild eine niedrigere Einstiegshürde ein stärkeres Argument als eine überragende Gleitleistung ist. Und da haben klassische Drachen mit ihrer Sperrigkeit ein Killer-Anti-Argument. Das Schleppen am Übungshügel, oder das Gewicht auf der Startrampe scheint mir nicht wirklich das Kernproblem. Entscheidender ist die Notwendigkeit eine sechs Meter langes Paket trocken lagern zu können. Und natürlich ganz stumpf der Transport zum Fluggebiet, zum Startplatz und nach der Landung. Klassische Drachen sind ein Sportgerät, das viele Fluglinien nur gegen hohe Bestechungsgelder mitnehmen, mit dem Bahnreisen nahezu unmöglich sind und bei dem Seilbahnbetreiber mit den Augen rollen. Das schließt viele Urlaubsoptionen strategisch aus. (Ja, ich sehe das mit dem Blickwinkel aus der norddeutschen Tiefebene, für den "Hausberg" eine Erhebung in ein paar hundert Kilometer Entfernung ist...)

    Die zweite erhebliche Einstiegshürde beim Drachen ist das Landen. Es macht viel aus, wenn man als Noch-Nicht-Drachenpilot sieht, dass selbst nach der Ausbildung nicht selten noch Steuerbügel in Gefahr sind. Natürlich kann man sich auf den Standpunkt stellen, dass ein guter Pilot unter (fast) allen Bedingungen eine gute Landung hinbekommt. Die Ursache sind aber letztlich nicht kollektiv schlechte Piloten, sondern die Tatsache, dass eine gute Drachenlandung objektiv schwierig ist. Allein die Mammut-Diskussionen über die richtige Landetechnik im Archiv dieses Forums sprechen Bände. Das das nicht naturgesetzlich so sein muss, zeigt der Blick zu den Gleitschirmen. Sicher, ganz ohne Piloten-Input geht es bei denen auch nicht. Dass ihnen eine "gute" Landung leichter fällt ist aber unübersehbar. Auch bei den Segelfliegern ist die eigentliche Landtechnik weniger ein Problem.

    Wenn das alles Aussicht auf langfristigen Erfolg haben soll, müsste der Unterschied zu etablierten Geräten schon für Halblaien auf den ersten Blick deutlich erkennbar und erfahrbar sein. In etwa so, wie sich ein ATOS von einem Flexi unterscheidet. Ein einfacher Remake der legendär kurzpackbaren Finsterwalder "Fexe" erfüllt damit die Zielvorstellung nicht. Auch eine "gute Landbarkeit", die von erfahrenen Piloten attestiert wird, Anfänger aber trotzdem überfordert, ist deutlich zu wenig. Der Unterschied zu aktuellen Drachen müsste schon deutlich sein, um den erhofften Einsteiger-Effekt zu bewirken.

    Aber vielleicht ist das alles noch viel zu konservativ. Eine neue Gerätegeneration müsste etwas können, was mit traditionellen Konstruktionen nicht, oder nur in Ansätzen möglich ist. So etwas wie die unglaublich hohen und weiten Sprünge, die die Kite-Boarder sogar auf Ostsee-Wellen hinbekommen. Ein Windsurfer hat bei gleichen Bedingungen schon Schwierigkeiten, sein Brett überhaupt aus dem Wasser zu bekommen. Etwas ähnliches könnte beim Luftsport radikale Manöver sein. Wenn man ehrlich ist, sind Drachen reichlich träge Gesellen mit eher geringen Möglichkeiten. An Flugfiguren gibt es nicht viel mehr als Wingover, Looping und Spin. Wobei schon die letzten beiden nicht mit allen Geräten funktionieren. Jetzt vergleiche man das mit dem Programm, das Segelkunstflieger im Wettbewerb vorführen. Natürlich wird ein erheblich leichteres Gerät ohne volle aerodynamische Steuerung um alle drei Achsen niemals an diesen Stand heran kommen. Aber es macht deutlich, wie viel Luft in dieser Richtung noch ist.

    Ich denke, zwischen Flexi und Gleitschirm ist noch Platz für ein Gerät, das Vorteile beider Klassen aufweist. Eins, das vielleicht nicht ganz so unkompliziert in einen Sack gestopft werden kann, wie ein Gleitschirm. Aber wenn man es ohne spezielle Rücksichten im Flugzeug, oder im Nahverkehrszug transportieren kann, dann wäre schon viel gewonnen. Wendiger wird ein Flügel durch entsprechend starke Verformung, oder große Klappen. Wenn der Pilot fest mit dem Flügel verbunden ist, statt darunter zu hängen, dann sind auch negative Lasten "erlaubt". Und es eröffnen sich ganz andere Aerobatik-Möglichkeiten.

    Der (Haupt-) Grund für die Schwierigkeit bei der Drachenlandung liegt in der Kombination von Schränkung und Pfeilung des Flügels. Im letzten Teil der Landung ist zwischendurch die Strömung an der Nase schon abgerissen ist, während sie an den Flügelenden noch anliegt und dort Auftrieb erzeugt. Wegen der Pfeilung ergibt sich daraus ein starkes Drehmoment nach vorn. Der Flügel kippt auf die Nase -- mit den bekannten unerwünschten Folgen. Bei einer guten Drachenlandung schafft es der Pilot schnell genug durch dieses Phase hindurch zu kommen. Gleitschirme können dagegen ihren ganzen Flügel auf einmal in den Stall ziehen. Segelflieger befinden sich im Moment des Stalls schon am Boden (und brauchen dafür die große, glatte Landefläche des Flugplatz). Diese Problematik ist untrennbar mit dem aerodynamischen Konzept eines Drachen verbunden. Wenn man sie ernsthaft loswerden will, müsste irgendetwas grundsätzlich anders sein.

    Ich habe natürlich auch kein fertiges Konzept für ein Fluggerät, das die oben angedeuteten Wünsche erfüllt. Aber das heißt nicht, dass es nicht möglich wäre. Auf alten, verwackelten Filmen aus den 70er Jahren sieht man erstaunlich viele, erstaunlich unterschiedliche Konstruktionen. Das zeigt mindestens, dass noch viel mehr flugfähig ist, als Flexi, Starrer mit D-Holm und Gleitschirm. Vielleicht kann mit den in der Zwischenzeit gewachsenem Wissen und erweiterten Materialfundus ein weiteres Konstruktionsprinzip konkurrenzfähig gemacht werden.

    ---<)kaimartin(>---

  3. #48
    Registrierter Benutzer Avatar von mcshiti
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    @ kaimartin:
    Leider haben wir auch nach Suche keinen getroffen, der sich in dieser Szene so auskennt, dass er uns sicher sagen kann:
    IHR WERDET AUCH BEI EINEN UNFALL NICHT HAFTEN. Zuschauer sind nicht gefährdet. Da muss man in der Planung schon einiges falsch machen. Ein Anwalt, der bei der Freeride World Tour Organisation tätig ist konnte mir ebenfalls nicht helfen.

    Wenn jemand sich so sicher ist und den Veranstalter (der ist ja nur Zeitnehmer und Wirt für die Gäste) aus der Schusslinie der Versicherung zu nehmen, dann wär das super.

    Doch wir haben auch nach längern Suchen keine klare Linie gefunden und deshalb auch einen sehr inoffiziellen Bewerb gestartet. Danach aber einfach eingesehen, dass wir Glück hatten das nix passiert ist.

    Edit: nach den RedBull Speedruns in Kitzbühel war ja bereits eine Worldtour geplant mit Strecken und allem... doch da die Versicherungen abgesprungen sind hat sich das alles verlaufen...

    (nicht weils gefährlich ist, aber wie sagt man: Der Teufel schläft nicht...)

    (Tiefflugtor war bei uns auch mit 10m Maximalhöhe... dann gab es einen Wingloadfaktor, damit keiner auf die Idee kommt sich zu überladen.... usw...
    Im nachhinein würde ich nur die Ziellinie etwas vor dem Landeplatz legen, um eine noch sichere Landeeinteilung fliegen zu können (an diesem Tag stellte sich kein richtiger Wind am Landeplatz ein, wenn man eine vorgegebene Windrichtung hat kann mit dem OVERSHOOT eigentlich sicher landen...)
    Geändert von mcshiti (09.06.2013 um 18:48 Uhr)
    http://matzeski.blogspot.co.at/

  4. #49
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    @kaimartin: volle zustimmung ! eine ganz neue konstruktion muss her - kleiner / kürzer, leichter, einfacher, spektakulärer.


    ---
    hier übrigens ein video, welches in mir persönlich den wunsch weckt, drachenfliegen zu lernen:




  5. #50
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Seht euch das mal aus der Sicht der Besucher an die sich solche Events ansehen.( und ja potenzielle Schüler werden könnten )
    Da meine ich nicht die Speed Run´s usw. sondern ganz normale Meisterschaften die auch in der Presse angekündigt werden.

    Die Besucher kommen also vorbei und wollen sich so was mal anschaun.
    Steigen aus dem Auto aus und suchen das "Ereignis Drachenfliegerwettbewerb"

    Und was finden sie:

    -----Nichts-------

    Da ist kein Drachen zu sehen , die sind ja alle am Berg und warten oder wenn der Besucher später kommt sind sie in der Luft und Fliegen.

    Mit Glück sehen sie dann Landungen von Drachenfliegern.

    Möglich das eine Leinwand aufgebaut ist mit Glück wird der Wettbewerb mittels Live Tracking kommentiert. ( immer seltener )
    Wie lange wird der Besucher dort verweilen ? Wie lange wird er sich dafür interessieren ?
    Wird der Besucher den Wettbewerb verstehen, sich fesseln lassen, das ganze Miterleben ?
    Wird es auch für Besucher zu einem Erlebniss von dem er am nächsten Tag erzählt?

    Online Bilder und Videoübertragung richtig am Landeplatz kommentiert könnten die Leute begeistern, alleine die Starts am Startplatz in kurzer Reihenfolge
    oder Racebeginn wenn alle auf einmal losfliegen, beim Führungspulk online dabei sein können und den Landeplatz/Zielanflug aus der Luft kommen zu sehen
    neben dem man als Besucher selbst gerade steht !

    Luftbilder sind meiner Meinung nach viel besser geeignet als durch ein Fernglas den Fliegengroßen Drachenflieger anzupeilen,
    wenn man ihn den überhaupt findet.

    Mir fällt als Vergleich z.B Segelregatten ein. Da fliegt daneben ein oder mehrere Hubschrauber her die das ganze ( evtl. sogar Live ) übertragen.
    Niemand würde sich längere Zeit an den Strand stellen und mit dem Fernglas aus ungünstiger Position sowas längere Zeit verfolgen.
    Wettbewerbe bei denen man vor Ort nichts sieht werden nur mit Medientechnik interessant.

    Ganz nebenbei fällt da auch massig Videomaterial für Werbefilme ab !

    Grüße

    Klaus

  6. #51
    Registrierter Benutzer Avatar von Warmluftblase
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Wenn Du mehr Drachenflieger haben willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Material beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben
    und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer ( und Frauen ) die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Himmel.

    vG, Jo



    Original von Antoine de Saint Exupery:

    Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Menschen zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben
    und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.



    Denn nichts ist wahrer oder weniger wahr, sondern nur mehr oder weniger wirksam.

  7. #52
    DHV-Mitglied Avatar von quaxbp
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    Thumbs up AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Zitat Zitat von herc Beitrag anzeigen
    @kaimartin: volle zustimmung ! eine ganz neue konstruktion muss her - kleiner / kürzer, leichter, einfacher, spektakulärer.


    ---
    hier übrigens ein video, welches in mir persönlich den wunsch weckt, drachenfliegen zu lernen:




    SUUUUUPER!!!!!!!

    Auch ne Variante der "Promotion", sau-cool, sau-hip, absolut geil!!!!

  8. #53
    DHV-Mitglied Avatar von UdoH
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Zitat Zitat von quaxbp Beitrag anzeigen
    SUUUUUPER!!!!!!!

    Auch ne Variante der "Promotion", sau-cool, sau-hip, absolut geil!!!!
    Und was hindert Euch? Geht an den Strand und macht es!
    So eine Düne findet sich in Holland oder Frankreich und die Drachen sind ganz einfache Anfängergeräte.

    Ich möchte Eure Videos dann sehen!
    Geändert von UdoH (09.06.2013 um 21:32 Uhr)

  9. #54
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    Was "behindert" die Drachenflugszene

    eine kleine Klagemauer

    >> Bei uns in der Schweiz gibts kein Schleppbetrieb - Motorisierung ist auch nicht erlaubt
    >> Mittlerweile gibt es wegen ausländischen Ferienhausbesitzern ein Fahrverbot für Hängegleiter zum Startplatz
    >> die hiesige Szene ist (deswegen auch?) ziemlich ausgetrocknet und Mitfahrgelegenheiten sind dürftig geworden (der "harte" Kern organisiert sich selbst)
    >> Um unsere Transportbahn zu erreichen braucht es das Motorfahrzeug (auf halben Weg nach oben) und dann wird die Laderei zudem umständlich (Seitenträger der Gondelbahn)
    >> Oft muss bei grösserem Touristenandrang gar lange gewartet werden weil die Bahn lieber Touristen transportiert (währendem oben die Thermik schon losgeht)
    >> Für den Drachentransport muss oft mehr bezahlt werden als für den Personentransport (Tarif mal zwei plus)
    >> Bei einer andern Bahn muss man zwei mal umladen - oben hat's wegen einem Neubau nur mehr Platz für 2-max.3 Drachen zum aufbauen
    >> An einer andern Location wird erst um 13:00h hochgefahren und man startet dann erst so gegen 15:00h (der Tag ist gelaufen)
    >> Die Fiescherbahn hat bis fast Mitte Juni den Betrieb eingestellt (währenddem ab Riederalp mit dem GS bereits 200er geflogen werden)
    >> als das Gschtürm um den Landeplatz in Fiesch war wurde ein merklicher Rückgang der Szene dort beobachtet (auch jetzt ist der Platz bekanntlich klein geworden - was für viele ein Problem ist)

    Und dann: Schaut man mal die hiesige Verbandszeitschrift an, erscheint kaum mehr eine Abbildung eines Drachen im Layout geschweige den Bericht zum Thema, aber über irgendwelche coolen privaten Fernreisen (Pakistan, Indien usw) wird ausführlich und seitenweise geschrieben).

    Wenn man ausschliesslich "nur" Drachen fliegt kennt man nix anderes - verfällt man aber der Leichtigkeit des Seins der Tuchfliegerei läuft man Gefahr sich zwischen "zwei Lieben" zu verzetteln, oder aber man setzt andere Prioritäten

    Na, die Hoffnung stirbt zuletzt - und vielleicht wird es ja wieder mal besser. Zumindest betr. Verboten (Fahrverbot, Schleppverbot; Motorisierungsverbot, Überflugverbot USW-Verbot) könnte mehr unternommen werden.


    Förden statt Verbote
    Thematisieren statt vernachlässigen

    nur wen interessiert das schon es ist wie in der Natur - es braucht eine gewisse Menge an Population damit sich die Spezies vermehrt

  10. #55
    DHV-Mitglied Avatar von magic_boomerang
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Zitat Zitat von herc Beitrag anzeigen
    @kaimartin: volle zustimmung ! eine ganz neue konstruktion muss her - kleiner / kürzer, leichter, einfacher, spektakulärer.


    ---
    hier übrigens ein video, welches in mir persönlich den wunsch weckt, drachenfliegen zu lernen:



    ...gibt es schon - nennt sich Gleitschirm oder so ähnlich!

    Ich bin dem HG Sport auch irgendwann mal verloren gegangen.

    - keine Lust mehr den schweren Drachen zum Startplatz zu schleppen. Und dann nochmal runter das GZ holen
    - keine Lust mehr Familienkombis oder Bullis zu fahren. Der Gleitschirm passt auch locker vorn in einen 911er
    - keine Lust mehr vor den Tüten abzusaufen, wenn es schwächelt
    - keine Lust mehr auf diese Drachen, die (damals) kaum ums Eck zu bringen waren. Mein letzter HG war ein Moyes GT
    - keine Lust mehr auf die ständige Angst, bei XC Flügen einen geeigneten LP zu finden

    btw. das Video ist toll. Wenn ich in Stanwell Park leben würde, hätte ich sicher niemals mit diesem wunderschönen Sport aufgehört.

    nix für ungut

    Thomas

  11. #56
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    662

    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Zitat Zitat von mcshiti Beitrag anzeigen
    @ kaimartin:
    Leider haben wir auch nach Suche keinen getroffen, der sich in dieser Szene so auskennt, dass er uns sicher sagen kann:
    IHR WERDET AUCH BEI EINEN UNFALL NICHT HAFTEN. Zuschauer sind nicht gefährdet. Da muss man in der Planung schon einiges falsch machen. Ein Anwalt, der bei der Freeride World Tour Organisation tätig ist konnte mir ebenfalls nicht helfen.

    Wenn jemand sich so sicher ist und den Veranstalter (der ist ja nur Zeitnehmer und Wirt für die Gäste) aus der Schusslinie der Versicherung zu nehmen, dann wär das super.
    Hi,

    um welche Haftung soll es denn genau gehen?

    Möglichkeit 1: Veranstalterhaftpflicht
    Nehmen wir einen Flugtag der Segelflieger. Du hast vom RegPräs einen Katalog an Auflagen bekommen, die Dir nach Einreichung Deines Veranstaltungskonzepts mit der Genehmigung zugestellt wurden. Du richtest alle Vorgaben im Veranstaltungsgelände so ein, wie es dort steht und dokumentierst das Briefing minutiös. Jede Auflage muss jedem Teilnehmer ausgehändigt und erklärt werden. Das wird mit Unterschrift bestätigt. Keine Unterschrift, kein Start. Es gibt eine zuständige Person (hab ich selbst schon gemacht), der ständig vor Ort ist und jeden bei Verstoß ohne Verwarnung oder sonstige Diskussion sofort disqualifiziert. Gegen diese Entscheidung des Sicherheitsbeauftragten gibt es keine Einspruchsmöglichkeit, er ist der alleinige Boss und Exekutive des Veranstalters.
    Passiert nun trotzdem ein Unfall, obwohl sich alle an alle Auflagen gehalten haben (Pilot und Veranstalter), ist das ein Fall für die Veranstalterhaftpflicht. Wenn die nach Vorlage des Konzeptes aber gesagt hat - so nen Quatsch versichern wir nicht, gibt es den Weg zu einem anderen Versicherer, Änderung des Konzepts (Vergrößerung der Sicherheitshöhen o.ä.) oder Nichtdurchführung der Veranstaltung. Das ein Event, der von der zuständigen Behörde genehmigt wurde, vom Versicherer nicht versichert wird, dass kann ich fast nicht glauben.


    Möglichkeit 2: Pilot verunfallt und ist Pflegefall: nun ja, solange du alle Auflagen umgesetzt und gebrieft hast etc. für was will er Dich da haftbar machen?

    Möglichkeit 3: Pilot hält sich nicht an die Regel und schadet einem Zuschauer: seine Haftpflicht (sofern Veranstaltungen nicht ausgeschlossen sind - dann darf er aber eh nicht starten (unbedingt als Veranstalter kontrollieren bestätigen lassen und bei allen die Papiere kontrollieren!) regelt das. Da er ja gegen Auflagen verstoßen hat, wird sie eventuell bei ihm dann anklingeln und sich die kohle wieder zurückholen.....

    Welche Möglichkeit fehlt denn in Deinen Augen noch?

    Grüße,
    Steffen

  12. #57
    Registrierter Benutzer Avatar von peterz
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Für Zuschauer absolut ungeeignet die normalen Drachenflugwettbewerbe.
    Am start zig Drachen die starten und auf Strecke gehen und weg, wie will man da Zuschauer und ev. neue Drachenflieger animieren?
    In den USA gab ob es sie noch gibt kann ich nicht sagen. Punktlandewettbewerbe mit Kunstflugeinlagen. An der Landewiese Versorgung mit Getränken und Essen.
    Oldi Geräte wurden aufgebaut und geflogen Doppelsitzerflüge zu erschwinglichem Preis etc.
    So eine art Flieger Volksfest so bekommt man Zuschauer und die können dann auch mit den Piloten sprechen ev. eine Flugschule Vorort bei der man sich über Preise informieren kann Hersteller etc.
    Auch richtig große Landewiesen gehören dazu, wo auch mal 2-3 Drachen gleichzeitig runter können ohne das man Angst haben muss. Wie es derzeit in Deutschland aussieht kann ich nicht beurteilen. Hier in Brasilien sind die Landeplätze einfach alle auf die Bedürfnisse der Gleitschirmpiloten zusammengeschrumpft.
    Früher gab es bei fast allen Fluggeländen schöne große Landewiesen heute nur noch vereinzelt.
    Früher haben wir oft bei den Landewiesen oder in der nähe übernachtet (Zelt VW-Bus, etc.)zusammen ein paar Bierchen getrunken was gegrillt und übers fliegen oder sonst was gequatscht. Heute kommt die Polizei kein Feuer kein Zelten …. Heute am Start noch ein small talk am Landeplatz vielleicht noch ein Bierchen und dann ab, nach Hause.
    Heute ist Schnelllebigkeit Oberflächlichkeit Murks gefragt ob da das Drachenfliegen noch im großen Stiel reinpasst??????
    Ist nur meine eigene Meinung wem es gefällt gut wem nicht auch gut.
    Peter

  13. #58
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    72

    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Man sollte mal die aktiven Drachenpiloten fragen, ob es da einen gibt, der durch einen Drachenflugwettbewerb zum Drachenfliegen animiert wurde? Gibt es einen?
    Ich für meinen Teil habe beim Skifahren zufällig einen Drachen vom Rothorn in der Lenzerheide gleiten sehen. Das brachte mich zum Fliegen.
    Wie ist das bei den Segelfliegern, - jammern die auch über Nachwuchsprobleme? Die haben doch bei Wettbewerben das gleiche Problem: Starten - und weg sind sie! Für Zuschauer null interessant. Dabei handelt man sich auch ein paar Nachteile ein: Flugplatzzwang, teure Geräte, die meist Vereinen gehören, Arbeitsstunden, beim Starten auf andere angewiesen sein, Außenlandeproblematik… Da finde ich die weitgehende Unabhängigkeit beim Drachen schon Klasse. Trotzdem scheint es immer genug Segelflieger zu geben.
    Also Drachenwettbewerbe werden wohl eher sehr wenige zu unserem Sport bringen.

    Eher schon, wie Peterz vorschlägt: Drachenfeste mit einem breit gefächerten Programm für die ganze Familie, kleine überschaubare Wettbewerbe (die Art und Weise könnte man ja mal neu erfinden: Bestimmte Figuren fliegen, entsprechende Bewertung, Punktlandung. Oder irgendetwas anderes). Alles für die Zuschauer jederzeit einsehbar. Dann mit Rahmenprogramm: Drachenausstellung. Probeflüge, Flüge am Kran für jedermann… Drachenbau für Kinder…

    Irgendwie in diese Event-Richtung könnten vielleicht mehr Leute angelockt werden.

    Und wenn das alles nicht viel hilft? Finde ich nicht so dramatisch. Die Drachenflieger werden (glaube ich) nicht aussterben. Ich denke wir haben uns halt bis auf eine bestimmte Anzahl von aktiven Piloten „gesund“ geschrumpft. Das hat sich/oder wird sich noch auf ein bestimmtes Niveau hinsichtlich der Pilotenzahl einpendeln.

    Grüße

    KG

  14. #59
    DHV-Mitglied Avatar von UdoH
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Zitat Zitat von magic_boomerang Beitrag anzeigen
    nix für ungut
    Ja doch, weil es nur die übliche Konfrontation ist, das hilft niemandem weiter


    Zitat Zitat von Kg56 Beitrag anzeigen
    Und wenn das alles nicht viel hilft? Finde ich nicht so dramatisch. Die Drachenflieger werden (glaube ich) nicht aussterben. Ich denke wir haben uns halt bis auf eine bestimmte Anzahl von aktiven Piloten „gesund“ geschrumpft. Das hat sich/oder wird sich noch auf ein bestimmtes Niveau hinsichtlich der Pilotenzahl einpendeln.
    Ja, sehe ich auch so, nur wenn wir eine gewisse kritische Masse unterschreiten, dann gehen Hersteller Pleite und Fluggebiete verwaisen, die Infrastruktur wird langsam verschwinden. Deshalb brauchen auch die Alten Hasen Nachwuchs, aus rein egoistischen Gründen.

    Grüße
    Udo

  15. #60
    DHV-Mitglied
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Die US-Boys veranstalten solche Events, mit Live-Music, Demo-Days, Clinics (Seminare) z.B. für die Landetechnik, etc.

    http://www.youtube.com/watch?v=Q6bbacpk6T0

    Wo gibt es so was bei uns?

    Grüße

    KG

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