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Flight_Noob
13.07.2011, 17:51
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wolfgang4712
13.07.2011, 18:38
sehr guter Vorschlag. Ich wäre auch bereit, einen ordentlichen Preis dafür zu bezahlen.

Gruß

Wolfgang

Shorty66
13.07.2011, 18:52
Ich finde den Vorschlag ebenfalls sehr unterstützenswert. Es wäre allgemein gut sich bei anderen Risikosport-Vereinen was abzugucken.
Gerade der DAV Sicherheitskreis hat in den letzten jahren hervorragende arbeit geleistet.

SebastianB
13.07.2011, 19:07
Das Ganze sollte aus den Händen des DHV kommen.
Damit ist vor allem sichergestellt, dass das Thema wieder politisch und interessenbehaftet behandelt wird. Der DHV tut, was er kann....mehr geht bei der aktuellen Struktur und Organisation nicht!
Viel wichtiger ist, dass du eine möglichst heterogene Gruppe findest, wo du garantieren kannst, dass keine persönlichen, existentiellen Interessen verfolgt werden. Und es müssen Leute sein, die ein gutes technisch-physikalisches Verständnis haben. Erst dann hast du eine Chance, dass die Sache objektiv behandelt wird.
Die Herausforderung ist, diese Gruppe zu finden.

Micha0365
13.07.2011, 19:36
...eine möglichst heterogene Gruppe...
...keine persönlichen, existentiellen Interessen...
...gutes technisch-physikalisches Verständnis...


Aus persönlicher Erfahrung: In der DHV-Geschäftsstelle wirst Du das alles vergeblich suchen. :rolleyes:

Tino
13.07.2011, 21:52
Das Produkt dieses Sicherheitskreises ist eine Bücherreihe "Sicherheit und Risiko in Fels und Eis" mit mehreren Bänden. Die unter Euch, die auch gerne in Fels, Schnee oder Eis unterwegs sind, werden die Bücher kennen. ... Ich würde mich freuen, ein solches Buch 2013 in den Händen halten zu können.

Klasse Buch. Ich habe es vor drei Jahren gelesen. Kurioserweise verdanke ich dem Buch das Fliegen. An einer Stelle schreibt Pit daß sich das Seil (noch) nicht in einen Fallschirm verwandeln kann. Ein paar Zuckungen mit den Denkmuskeln später habe ich dann nach Gleitschirm gegoogelt.:)

Aber zurück zum Thema. Gibt es nicht irgendwie die Möglichkeit, daß mehrere Autoren ein öffentliches Buch im Internet gemeinsam schreiben? Gibt es da vielleicht irgendwelche Plattformen? So wie Wikipedia, nur als Buch? Dort könnten die Autoren anonym Unfallberichte einstellen und wie der Fehler zu vermeiden gewesen wäre.

SVK
13.07.2011, 22:18
"Sicherheit und Risiko in Fels und Eis" sind wirklich eine hervorragende Lektüre. Gut aufbereitet, mit vielen Beispielen und Geschichten hinterlegt
und teilweise sehr sehr drastisch. Besonders Band 1. Zumindest im letzten ist man von dieser Schiene deutlich abgewichen. Ich hab seinerzeit jeden einzelnen Band verschlungen.
Hervorragende Lektüre, die mich viel hat nachdenken lassen und die mit Sicherheit den einen oder anderen Fehler verhindert hat.

So ein Kompendium fürs fliegen wär von der Idee her eine feine Sache. Aber ich fürchte, das wird am Aufwand und am "anders sein" der Materie scheitern. Allein schon wenn man bedenkt, wieviele Alpinisten bzw. DAV-Mitglieder es im Vergleich zu Fliegern und DHV-Mitgliedern gibt.
Die Bücher bieten Infos für alle Spielarten der Bergsteigerei, vom Wanderer und Hallenkletterer bis zum Profialpinisten. Das sind verdammt viele potenzielle Leser.
Ausserdem sind individuelle Situationen im Gebirge viel leichter und anschaulicher darzustellen als im Fliegermilieu.

Aber evtl. ist so etwas ja als weniger aufwändiges Werk denkbar, z.B. als Online-Kompendium, das nach und nach ergänzt wird.
Auch lebt o.g. Buch natürlich von Schilderungen betroffener. Ob es davon in der weit kleineren Fliegerszene genug verwertbares und nachhaltig zu betrachtendes Material geben würde, weis ich nicht.

Von der Idee her aber jedenfalls ein interessanter Gedanke.

Nic
13.07.2011, 23:03
Meines Erachtens eine grundsätzlich sehr gute Idee - bitte unbedingt weiter voran treiben!

Zum Einwand Ökonomie/zu geringe Leserschaft: Da ist die Anregung, es günstig oder gar kostenfrei als Online-Kompendium bzw. in einer Art Wikipedia aufzuziehen m.E. sinnvoll. Nicht weil Flieger so geizig sind (mir wäre es durchaus eineiges an Geld wert), sondern weil es so wirklich ohne Eigeninteresse und ganz unabhängig gemacht werden könnte - allenfalls Aufwandsentschädigung für die Gestalter, auch als Spende von Seiten des DHV.
Und: In unserem Forum gibt es schon eine Menge Material, das genutzt werden könnte. Posts könnten zu einzelnen Themen überarbeitet verwendet werden mit verscheidenen Einstufungen wie "allgemein anerkannt" oder "umstritten/Einzelmeinung".

Grüße!
Nicolas

SebastianB
14.07.2011, 06:29
Meines Erachtens eine grundsätzlich sehr gute Idee - bitte unbedingt weiter voran treiben!
Sehe ich auch so.


Zum Einwand Ökonomie/zu geringe Leserschaft:
Da ist die Anregung, es günstig oder gar kostenfrei als Online-Kompendium bzw. in einer Art Wikipedia aufzuziehen m.E. sinnvoll.
Genau. Erstens - sowas schreibt man, nicht weil man Geld verdienen will, sondern aus anderen Gründen: bspw. Idealismus, Veränderungswille, Ehrgeiz,….
Man kann mit Fachbüchern - trotz wenn es sich um ein Standardwerk handeln sollte - kein Geld verdienen.


Nicht weil Flieger so geizig sind (mir wäre es durchaus eineiges an Geld wert), sondern weil es so wirklich ohne Eigeninteresse und ganz unabhängig gemacht werden könnte - allenfalls Aufwandsentschädigung für die Gestalter, auch als Spende von Seiten des DHV.
Und: In unserem Forum gibt es schon eine Menge Material, das genutzt werden könnte. Posts könnten zu einzelnen Themen überarbeitet verwendet werden mit verscheidenen Einstufungen wie "allgemein anerkannt" oder "umstritten/Einzelmeinung".

Zumindest gibt es hier inzwischen mehr, viel mehr, als in anderen Sicherheitsbüchern. Es ist nur schade, dass viele gute Posts verschwinden oder in der Menge eines Threats untergehen. Für den Fußgänger, der 2012 seine Ausbildung beginnt, damit verloren. Das zu konservieren wäre wirklich sinnvoll. Hier im Forum sind sowieso wenige Poster, die zum Thema Sicherheit wirklich was zu sagen haben….sollte eigentlich nicht so schwer sein, dass zu extrahieren.

magic_boomerang
14.07.2011, 07:12
Das wäre eine sehr gute Sache. Es muß aber sichergestellt sein, daß das Ganze frei von Herstellerinteressen bleibt. Da gibt es Hersteller, die lassen noch vom DHV prüfen, andere sind zu abgewandert zu EAPR oder Air Turquoise. Karl Slezak ist sicherlich sehr kompetent.
Bei der Gelegenheit wäre zu hinterfragen, ob es beim DHV nicht auch gleich ein paar Reformen bräuchte.

Thomas

Tino
14.07.2011, 07:27
Gut wäre es wenn es eine Webseite gäbe wo alle Produkt- und Sicherheitsverbesserungen vorschlagen können. Dann könnten alle Hersteller darauf zugreifen und es würde nicht eine Firma das Ganze patentieren können.

kirtap
14.07.2011, 07:39
Nur so mal in die Runde, es gibt ein Buch auch im Gleitschirmbereich:
http://www.amazon.de/Gleitschirmfliegen-Sicherheit-Unfallvermeidung-Klaus-Irschik/dp/3613032228

Gruss Patrik

setup
14.07.2011, 07:59
Hallo,

generell eine gute Idee. Ich würde es jedoch anders angehn:
Teilweise gibt es bereits dokumentierte Videos, wo Situationen auf Fehler hin analysiert werden.
Dies hat für mich persönlich den größeren Lehreffekt.

Mein Vorschlag: Im Bereich Sicherheit des DHV oder auch im Forum analysieren fachlich geignete Piloten Unfälle und Störungen.
(Keine Diskussionsgruppe, posten dürfen nur ausgewählte, qualifizierte Piloten - lesen alle registrierten Benutzer)
Diese werden in Kategorien eingeteilt von "Fehler beim Start" über ... bis hin zur falschen Landeeinteilung.
Ich denke, Youtube und Co gibt genügend Beispiele her.
Vielleicht haben ja einige geeignete Piloten Lust, ein solches "Sicherheits-Kompendium" aufzubauen.

Grüße,
Michael

ForumAdmin
14.07.2011, 08:39
Hallo zusammen,

wir sind zur Zeit am überlegen, wie im Zuge des Relaunch der DHV-Website (dieses Jahr) für alle Piloten und Interessierten einen besserer Zugang zu den Sicherheits- und Unfallanalysen geschaffen werden kann. Zur Zeit sind diese ja vor allem im Bereich Sicherheit und Technik als reine Auflistung ohne echtes System zu finden.
Ein Vorschlag ist es, aus einer festen Struktur heraus (wie etwa dem Lehrplan) auf die zu den einzelnen Lehrinhalten vorhandenen Infos zu verlinken.
Dazu passt es auch, dass es bald eine E-Learning Version der Prüfungsfragen erstmal zu den A-Schein Fragen geben wird. Eine "Wiki-Funktion" liefert hier eine kurze Erklärung zur Frage und zur richtigen Antwort. Gibt es zum Thema der Frage veröffentlichte Fachartikel/Informationen des DHV, so sind diese, direkt aus der Wiki-Erläuterung, verlinkt. Interessierte können sich damit eingehend zum Thema informieren. Bei etwa der Hälfte der Fragen gibt es aktuell "Wiki-Erläuterungen", wir werden das aber weiter ausbauen.

magic_boomerang
14.07.2011, 08:43
Hallo Richard!

Gute Idee!
Wird denn auch einmal daran gedacht, sich mit anderen Verbänden (SHV u.a. ) europaweit zu verlinken. Um Analysen und Erkenntnisse auf eine breitere Basis zu stellen?
Thomas

kirtap
14.07.2011, 08:51
Wiso soll man erst bei den Unfällen ansetzten?
Man könnte auch bereits bei den beinahe Zwischenfälle ansetzten. Von diesen dürfte es wesentlich mehr geben und der Lern-Effekt ist sicher auch gegeben.

Gruss Patrik

ForumAdmin
14.07.2011, 09:03
@Thomas

Selbstverständlich werden Erkenntnisse mit anderen Verbänden ausgetauscht. Allerdings wirst du auf den Seiten anderer Verbände oft lange suchen müssen, bis du so detaillierte Unfallanalysen oder aufbereitete Sicherheitsthemen findest wie auf der DHV-Website. Deshalb werden DHV-Inhalte auch oft verlinkt oder zitiert, somit kommen diese Infos allen Piloten in Europa zugute.

pipo
14.07.2011, 10:00
Hi,

ich kenne den DAV kaum, bin aber sehr begeistert von der Arbeit des OEAV. Für mich ist das ziemlich nahe an meinem Idealbild einer guten Verbandsarbeit. Auch, was die Auseinandersetzung mit den Themen "Sicherheit & Risiko" angeht.

Im aktuellen OEAV Heft, namens "Bergauf" sind gleich zwei Artikel diesen Themen gewidmet. Ich hoffe, es nervt nicht, wenn ich einfach ein paar (etwas aus dem Zusammenhang gerissene) Absätze daraus zitiere, um euch einen Eindruck des dortigen Zuganges zu dieser Thematik zu geben:


Der dem Thema Sicherheit und Risiko innenwohnende Widerspruch findet auch in der aktuellen Alpenvereinsarbeit einen interessanten Ausdruck: So arbeitet der Verein inzwischen nicht nur mehr gegen das Risiko - gegen Absturz, Lawinenunfall, Erschöpfung, und für die Sicherheit. Er kämpft heute auch für das "Recht auf Risiko" - so das Motto eines Symposiums der Alpenvereine AVS, DAV, und OeAV letztes Jahr in Brixen. Mehr denn je sehen sich die Alpenvereine in die Rolle gezwungen, der einseitigen, unreflektierten Vernaderung des Risikos, drohenden Verboten, gesetzlichen Vorschriften und überzogenen juristischen Maßnahmen entgegenzutreten.

Es ist der Ernstcharakter, der den Bergsport von den allermeisten Sportarten fundamental unterscheidet: [...] Stolpern, sonst ein banales Ereignis, bedeutet auf vielen alpinen Steigen nicht nur Sturz, sondern sehr rasch Absturz. Ein Sicherungsfehler [beim Klettern, Anm.] aufgrund von Unachtsamkeit - eine unserer verlässlichsten Begleiterinnen überhaupt - und aus einem an sich harmlosen Sturz in einen genormten Sicherheitshaken wird zuerst ein "Grounder" - ein Sturz auf den Boden -, später ein "Querschnitt".
Unser Leben und damit auch der Alpinismus ohne jedes Risiko ist somit eine Illusion und kein Bereich im Bergsport ist ohne Risiko vorstellbar. Die alpine Unfallstatistik des Kuratoriums für alpine Sicherheit und der Alpinpolizei zeigt mit den rund 306 Alpintoten und 6540 Verletzten im Schnitt der letzten drei Jahre deutlich, auf welch Wagnis wir uns freiwillig einlassen. Beim Interpretieren dieser Statistiken wäre es natürlich wichtig, die Basisraten - die absolute Zahl der jeweiligen Bergsportausübenden - zu kennen.
Nun reden wir seit Jahren über die hohen und geringen Risiken im Bergsport und jonglieren mit den jährlich neu erhobenen Unfallzahlen und sind uns einig, dass wir aufgrund fehlender Basisraten u.Ä. meist keine wirklich haltbaren Aussagen zum tatsächlch vorhandenen Risiko treffen können - eher handelt es sich dabei um vage Schätzungen und Vermutungen.aus einem zweiten Artikel:
In diesem Zusammenhjang ist jedoch hervorzuheben, dass "das Risiko" immer etwas Individuelles ist und nicht für eine ganze Sportart bestimmt werden kann. Der 60-jährige, übergewichtige und rauchende Diabetiker mit Bluthochdruck hat bei einer ehrgeizigen Wanderung ein viel höhreres Risiko als die gut trainierte Kletterin in einer alpinen Sportklettertour im 8. Schwierigkeitsgrad.
Insofern könnte man mit Recht behautpen, dass manche Free-Solo-Begehung eines optimal vorbereiteten Spitzenalpinisten für diesen das geringere Riskio birgt, als eine Standardhochtour für einen schlecht vorbereiteten Durchschnittsbergsteiger. Dass manche dieser Topleistungen für Ottonormalverbraucher nicht nachzuvollziehen sind, zeigt nur dass es so etwas wie einen allgemeinen Maßstab im Bergsport nicht gibt. Der Wochenendskitourengeher ist nun einmal schlecht beraten, wenn er seine Abfahrtsgeschwindigkeit mit der Elite der Freerider messen möchte.

Im selben Heft gibt es dann eine bunte Mischung an Berichten:
Auf der einen Seite werden sehr einfache Wanderungen ohne besondere Ansprüche an das Können beschrieben. Auf der anderen Seite findet in diesem Heft auch ein Bericht über einen Kletterer Platz, der sich nicht zuletzt durch Free-Solo-Begehungen (seilfreies Klettern) in den höchsten Schwierigkeitsgraden einen Namen gemacht hat. Es wird ganz wertfrei über all die verschiedenen Spielarten des Alpinismus berichtet, ohne irgendwelche Versuche das Risiko zu beschönigen oder zu übertreiben.

Ich denke, es ist der Sicherheit eines Sportes zuträglich, wenn man (wie ganz oben zitiert) klipp und klar sagt, dass eine Unaufmerksamkeit beim Sportklettern zu einem "Querschnitt" führen kann. Der Alpenverein traut sich das jedenfalls gleich auf der ersten Seite nach dem Editorial in ihr Magazin zu schreiben.
Klar könnte man sich irgendwelche Statistiken aus den Fingern saugen, um damit zu "belegen" dass Fahrradfahren 3-4mal gefährlicher ist, als Sportklettern. Der Alpenverein traut sich, auf derartige Methoden zu verzichten und schreibt statt dessen sogar (wie ganz oben zitiert), dass sie mangels bekannter Basisraten vielfach auf vage Schätzungen des tatsächlichen Risikos angewiesen sind.

Vielleicht traut sich der Alpenverein all das, weil die dort vorhandene außerordentliche Kompetenz in verschiedensten Sicherheitsbereichen außer Zweifel steht, und weil nicht zu übersehen ist, was diesbezüglich an fundierter Arbeit geleistet wird.

Jedenfalls gefällt mir die dortige Auseinandersetzung mit dem Thema Sicherheit. Und noch mehr gefällt mir die selbstverständliche Koexistenz der verschiedensten Formen des Alpinismus. Die Berge und der Alpenverein sind genau so für den gemütlichen Hüttenwanderer da, wie für den Kletterer, der große Wände seilfrei klettert. Ich glaube, dass dieser offene Zugang des Alpenvereines auch das Bewusstsein der Bergsportler prägt.

Es erübrigt sich dann für die Ausübenden, ewig lang über "Selbst-Verantwortung" oder "Selbst-Bestimmung" zu diskutieren, weil beides als ganz selbstverständlich wahrgenommen wird. Dem entsprechend muss man die Bergsportler dann auch nicht mehr vor den potentiell gefährlicheren Spielarten des Bergsports durch Verbote beschützen.


Ich habe mich schon oft gefragt, was mit der Philosophie des Alpenvereins im Flugsport möglich wäre. Der Threadtitel hat mich grade wieder daran erinnert.

vG!

P.

JörgE
14.07.2011, 10:04
@ Pipo

Diese Diskussion - vor allem die Forderung nach dem Recht auf Risiko - habe ich auch verfolgt. Ich meine, wenn unsere Sportart eine so lange Geschichte, gar eine Tradition hätte wie das Bergsteigen, wären wir auch weiter.

Aber vielleicht hilft Dein guter Querverweis die Denkprozesse zu beschleunigen ...

Gruß
Jörg

ludewig
14.07.2011, 10:17
.......und schlicht und ergreifend der Physik des Gleitschirms. Mich wundert es, daß es Gleitschirmflieger gibt,
denen das Risiko nicht bewusst ist.
........

DAS ist es vor allen Dingen, dass die Leute die Physik nicht begreifen und es so ihnen nicht bewusst ist.
Und ähnlich ist es auch in anderen Lebensbereichen mit dem Bewusstsein fürs Risiko.

Ludewig

ForumAdmin
14.07.2011, 15:00
Ich hab gerade erfahren, dass es außerdem geplant ist, sicherheitstechnisch relevante Infoartikel in Buchform zu veröffentlichen. Dieses Buch soll dann unter anderem jedem frisch gebackenen A-Scheininhaber mit dem Schein mitgeschickt werden.

Shorty66
14.07.2011, 17:38
Die Alpenvereine (DAV, OeAV, SAC, AVS) geben gemeinsam vierteljährlich die "Bergundsteigen (http://www.bergundsteigen.at/)" heraus.
Dabei handelt es sich um ein Magazin welches die neusten Sicherheitserkenntnisse, Unfälle und Materialentwicklungen beleuchtet. Besonders interessant finde ich hier, dass es sich um eine Kooperation verschiedener Vereine handelt und es sich zudem auf sehr fundiertes technisches wissen stützt.
Der DHV hat das DHV Info Magazin welches sich jedoch nur am Rande mit Risiken und Unfällen befasst.
Es wäre sicher sehr interessant ein ähnliches Magazin wie die "Bergundsteigen" in zusammenarbeit mit anderen Gleitschirmvereinen zu produzieren.

martin2005
15.07.2011, 04:34
Die Alpenvereine (DAV, OeAV, SAC, AVS) geben gemeinsam vierteljährlich die "Bergundsteigen (http://www.bergundsteigen.at/)" heraus.

Dieses Magazin und die Idee dahinter kann ich auch sehr empfehlen, da könnte sich die Fliegerszene eine Scheibe davon abschneiden. Hier werden neue Entwicklungen diskutiert, Unfälle analysiert und auch das Recht auf Risiko gefordert (Thema Risikomanagement), wie Pipo auch oben für das OEAV Magazin beschreiben hat. Es ist weder Hetze noch Verharmlosung.

Es von Spezialisten (z.B. Bergfüher) geschrieben, und hat meines Erachtens eine hohe inhaltliche Qualität. Was mir besonders gefällt, ist, dass nicht nur auf die Physik (Technik) & Statistik eingegangen wird, sondern auch rechtliche Themen (Haftung, Gerichtsverfahren) und auf psychologisch/soziologische Phänomene (Gruppendruck, Entscheidungsfindungen, Stress, thrillseeker tec.).

lg
Martin

Falco tinnunculus
15.07.2011, 07:41
@pipo

mein volle Zustimmung


gute Flüge
Gruß
Manfred

KnuckleHead
15.07.2011, 08:17
Der DHV hat das DHV Info Magazin welches sich jedoch nur am Rande mit Risiken und Unfällen befasst.


An dieser Stelle, wäre der Vorschlag vielleicht auch angebracht, Unfallberichte auch schon früher in der DHV-Info zu sehen.

Momentan hat man am Ende einen Jahres('10) die Unfallberichte des Vorjahres('09).
Da ist eine riesige Zeitspanne dazwischen.
Vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit diese Lücke etwas kleiner zu gestalten??

VG
Max

dabbes72
15.07.2011, 20:10
Hallo zusammen.

Auch hier wieder ein tolles Thema, über das es sich zu reden lohnt:)


Ich hab gerade erfahren, dass es außerdem geplant ist, sicherheitstechnisch relevante Infoartikel in Buchform zu veröffentlichen. Dieses Buch soll dann unter anderem jedem frisch gebackenen A-Scheininhaber mit dem Schein mitgeschickt werden.

...und natürlich auch allen DHV-Mitgliedern;)

Ich bin absolut dafür. Eine tolle Idee. Ein weiteres Medium wären auch die Flugschulen und/oder Vereine selbst. Hier wäre auch gleich die Möglichkeit zur offenen Diskussion gegeben. Das finde ich sehr wichtig. Denn wenn ich ein Schriftstück lese, ziehe ich meine eigenen Schlüsse daraus. Auch die könnten, durch falsche Interpretation, fehlerhaft sein. Bei einer gemütlichen Runde kann jeder sagen, wie er einen Sachverhalt sieht. Pro und Kontra könnten sofort abgehandelt werden, eigene Erfahrungen einfließen, vom "alten Hasen" bis zum Grundkursler. Das stelle ich mir sehr produktiv vor. Man könnte das in Form von Themenabenden realisieren. Denn auch in anderen Breichen, z.B. Meteo, gibt es immer etwas zu erfahren. Ausserdem könnten die Flugschulen hier ihrem Schulungsauftrag gerecht werden, der m.E. nicht unbedingt mit der Scheinerteilung endet. Möglicherweise schließen sich auch benachbarte Flugschulen zu einem Freundeskreis zusammen (wenigstens auf diesem Gebiet), Gruppen der einen Schule nehmen am Themenabend der anderen Schule teil. Damit man auch andere Gesichter, Meinungen und Geschichten kennenlernt. Der DHV könnte den Flugschulen einheitliches Material zur Verfügung stellen, damit die Basis stimmt.

Mir würde das gefallen:)

Viele Grüße, Mario

Stefan_Schumacher
21.07.2011, 22:39
... Gibt es nicht irgendwie die Möglichkeit, daß mehrere Autoren ein öffentliches Buch im Internet gemeinsam schreiben? Gibt es da vielleicht irgendwelche Plattformen? So wie Wikipedia, nur als Buch? Dort könnten die Autoren anonym Unfallberichte einstellen und wie der Fehler zu vermeiden gewesen wäre.

Na zum Beispiel im Paragliding-Wiki wäre das möglich. Ein späterer Druck eines solchen Werkes könnte jeder über eine generierte PDF-Datei oder mit etwas Aufwand in einem DTP-Programm selbst in Auftrag geben. Es gibt doch inzwischen Druckereien, die Bücher einzeln drucken. Mit einer Sammelbestellung kann man dann auch vertretbare Preise erreichen.

Einige Abschnitte im Bereich Sicherheit wurden auf Grund eines Threads schon von HeikoJ erzeugt, da ist Platz für mehr.
Allerdings lösen sich solche Buchvorhaben meistens in Luft auf, wenn es erst einmal an die Arbeit geht. Ich habe an zwei EDV-Büchern mitgearbeitet und da waren 12 - 16 Stundentage für 3 Monate nicht selten. Das ist für ein Freizeitprojekt nur möglich, wenn sich genug Dumme finden, die die Arbeit machen und nachher nur den Ruhm möchten. :eek:
Als jemand, der dafür bezahlt wurde, kann ich aber bestätigen, dass das Sozial- oder Arbeitsamt sicher besser in der Zeit bezahlt hätten, von daher sind manche bezahlte Autoren auch unter den Dummen zu suchen (meine Wenigkeit eingeschlossen :D ).

Einzelne Analysen eines selbsternannten Expertenkreises wären aber sicherlich machbare Vorhaben. Wenn ihr Karl mit ins Boot bekommt, findet sich vielleicht auch ein FORUMADMIN ;-), hallo Richard, der fix ein Sicherheits-Wiki beim DHV einrichtet.

Bis neulich im Lande
Stefan

Shorty66
23.07.2011, 19:44
Ich hab gerade erfahren, dass es außerdem geplant ist, sicherheitstechnisch relevante Infoartikel in Buchform zu veröffentlichen. Dieses Buch soll dann unter anderem jedem frisch gebackenen A-Scheininhaber mit dem Schein mitgeschickt werden.

Ich finde es grundsätzlich gut, so ein Buch herauszugeben. Ich würde aber den neuen Scheininhabern eher eine elektronische Variante (bspw. .pdf) zukommen lassen um die Scheinerteilungsgebühren nicht unnötig zu erhöhen.

Stefan_Schumacher
23.07.2011, 20:47
Ich finde es grundsätzlich gut, so ein Buch herauszugeben. Ich würde aber den neuen Scheininhabern eher eine elektronische Variante (bspw. .pdf) zukommen lassen um die Scheinerteilungsgebühren nicht unnötig zu erhöhen.

Wenn das Buch gut und sinnhaftig ist, dürft ihr meinen DHV-Beitrag um einen Euro erhöhen, soviel Geld hab ich für die Sicherheit übrig.

Stefan

blue Pilot
25.07.2011, 03:57
Hallo!

Ebenfalls meinerseits @ pipo: volle Zustimmung!

Vielleicht ein Grund warum der OEAV viel weiter ist als wir mag sein das die Bergsteigerei plus Bergwanderei einfach schon viel länger existieren und diese Sportarten von einer viel größeren Anzahl von Menschen ausgeübt werden als die Freifliegerei.

Was mich doch immer wieder wundert ist das es einige Leute gibt denen so was wie ein grundsätzliches Verständnis des Fliegens fehlt. Hab selbst einmal gesehen das ein Flugschüler 2 oder 3 m über dem Landeplatz den Schirm gestallt hat, natürlich unsanft am Rücken gelandet ist und (nachdem er einmal versorgt war) auf meine Frage warum er das denn gemacht habe geantwortet hat niemand habe ihm je gesagt das ein Schirm stallt wenn man ihn überbremst. Ich kann mich noch gut erinnern wie vorsichtig ich an den Steuerleinen zog bei meinen ersten Flügen um nur ja nicht zu langsam zu werden und wie ich mich dann nach und nach an die Möglichkeiten des Schirms herangetastet hab.

Ob das bei anderen Sportarten auch so ist (Bergsteien, Tauchen)? Hab damit leider keine Erfahrung.

Was aber schon sehr auffällt ist das Flugunfälle von der Öffentlichkeit ganz anders aufgenommen werden als Tauch/Bergsteiger/Reitunfälle (und Flugunfälle auch nur wenns Paragleiter oder Drachenflieger waren).

zum eigentlichen Thema: Es gibt tatsächlich sehr viele Möglichkeiten sich über Unfallvermeidung/Risikomanagement usw. zu informieren, ist aber ziemlich aufwendig, so gesehen wär ein zusammenfassendes Werk schonn toll, ich würds auch kaufen sofern es auch Nicht DHV Mitglieder erwerben könnten.


Wolfgang