PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tegelbergbahnkollision: Image aufpolieren



langhaarrocker
14.08.2011, 18:51
Irgendwie läuft die Berichterstattung über die Kollision des Tandemfliegers mit der Tegelbergbahn medial total aus dem Ruder. Erst wird der arme Wicht von Tandempilot unrichtigerweise der groben Fahrlässigkeit bezichtigt, mittlerweile heißt es er habe sich abgesetzt. Fatal.

Was können wir tun um diesem Mist entgegen zu wirken?
Nur mal so als Brainstorming, vielleicht auch totaler Quatsch:

- eine symbolische Sammelaktion für die Tegelbergbahn
- T-Shirts mit Design im Sinne von "Ich bremse auch für Seilbahnen"
- feierliche medienüberwachte Übergabe des Gesammelten, möglichst durch den Tandemflieger + Gefolge.

Den wirtschaftlichen Schaden der Bahn mit so einer Aktion zu kompensieren wäre natürlich utopisch. Das ist auch eher Aufgabe von Versicherungen. Aber man könnte damit eine Wertschätzung der Bahn zu symbolisieren und der Presse einen Aufhänger schmackhaft machen um eine Gegendarstellung zur Fahrlässigkeit zu publizieren. Man könnte versuchen das Image "Gleitschirmflieger" = "verantwortungslosen Draufgänger" ins Gegenteil zu verkehren:
Gleitschirmflieger sind verantwortungsbewußt.
Sie stehen zu dem was sie tun, auch wenn es ein Oooops ist.
Sie halten zusammen und wertschätzen Dienstleistungen, die sie in Anspruch nehmen.
Als Bahnbetreiber brauche ich keine Angst vor Fliegern zu haben, denn sie wissen was sie tun und halten sich an die Regeln.
Gleitschirmflieger sind sympathisch und toll, ich will auch einer sein.

Doofe Idee?

Phil

kaimartin
14.08.2011, 19:01
Irgendwie läuft die Berichterstattung über die Kollision des Tandemfliegers mit der Tegelbergbahn medial total aus dem Ruder. Erst wird der arme Wicht von Tandempilot unrichtigerweise der groben Fahrlässigkeit bezichtigt, mittlerweile heißt es er habe sich abgesetzt. Fatal.

Was können wir tun um diesem Mist entgegen zu wirken?

Zum Beispiel, indem den Thread, der hinter verschlossenen Türen im versteckten Teil des Forums diskutiert wird an die Öffentlichkeit holt. Er enthält einige besonnene Stimmen.

---<)kaimartin(>---

limeric
14.08.2011, 19:12
Hy,

praktisch ist aber die Angabe des ,, Ausfalles ,, der Bergbahn, wenn dem tatsächlich so ist - wird auch gerne übertrieben hoch angesetzt. Dann wissen wir ja, was da so ungefähr an Einnahmen abgeht. Manch einer legt sich da selber ein Ei mit solchen Gedönse. Kenn da eine Flugschule die sich in einen Rechtsstreit ebenso ein Eigentor geschossen hat. Durch die Umsatz / Schadensangabe weiß nun Jeder in welcher Höhe mann Geländenutzungsentgelte für diese aushandeln muss.

Im Fall der Bergbahnen, ob es Ihnen denn tatsächlich so schlecht geht.

Bei den Anteil der Einnahmen von den Fliegern wird sich Herr Bucher schnell wieder beruhigen. Es gibt auch noch genug andere Störungen, die den Betrieb unterbrechen und wo keiner zahlt.

Limeric

Robs.d
15.08.2011, 11:34
Ich finde man sollte da nichts für die Bergbahn machen, ganz im Gegenteil, ich finde die Betreiber und alle anderen "Sachverständigen" sollten sich die Videos einmal ansehen und von der "Grobfahlässigkeit" abweichen und endlich mal von einem Unfall reden, der Gott sei Dank glimpflich abging. Was wäre der Tegelberg ohne Gleitschirm und Drachenflieger??? ein einsamer Berg......

Da wäre ich eher für ein positive Aktion für den Piloten......

UdoH
15.08.2011, 11:43
Bad news are good news.....

Vielleicht wirkt sich diese überproportionale Aufmerksamkeit auch positiv für die Bahn aus, die jetzt mit Sicherheit bekannter geworden ist, als sie es vorher war.
Im Übrigen spielt der Geschäftsführer der Bahn eine ziemlich unrühmliche Rolle bei der Vorverurteilung des Piloten und wie war das eigentlich mit dem Versuch die Bahn frei zu fahren?
Als Bahnbetreiber ist er dort auch auf die Flieger angewiesen, denn viele der Touristen kommen um die Flieger zu sehen.

Gruß
Udo, der eigentlich immer gern am Tegelberg startet.

Xysos
15.08.2011, 11:52
Nette Idee, aber was willst du versuchen aufzupolieren was nach der nächsten Schlagzeile sowieso schon wieder vergessen ist?

"Willio"
15.08.2011, 14:29
Bad news are good news.....

Vielleicht wirkt sich diese überproportionale Aufmerksamkeit auch positiv für die Bahn aus, die jetzt mit Sicherheit bekannter geworden ist, als sie es vorher war.
Im Übrigen spielt der Geschäftsführer der Bahn eine ziemlich unrühmliche Rolle bei der Vorverurteilung des Piloten und wie war das eigentlich mit dem Versuch die Bahn frei zu fahren?
Als Bahnbetreiber ist er dort auch auf die Flieger angewiesen, denn viele der Touristen kommen um die Flieger zu sehen.

Gruß
Udo, der eigentlich immer gern am Tegelberg startet.

..... Na aber für die tandemunternehmen dort wohl nicht:-((

Helium
15.08.2011, 15:21
Was dem Edelgasigen beim Durchsehen dieses - und des nächsten - threads aufgefallen ist : kein einziges Wort über das Befinden der Gondel-Passagiere ! - was ich damit sagen will ? - dass darf sich jeder selber ausdenken...

"Willio"
15.08.2011, 15:28
Was dem Edelgasigen beim Durchsehen dieses - und des nächsten - threads aufgefallen ist : kein einziges Wort über das Befinden der Gondel-Passagiere ! - was ich damit sagen will ? - dass darf sich jeder selber ausdenken...

Ja dachte ich mir auch schon....

zuppi
15.08.2011, 15:29
... kein einziges Wort über das Befinden der Gondel-Passagiere ! - was ich damit sagen will ? - dass darf sich jeder selber ausdenken...
Das dies ein Gleitschirmforum ist ? Und kein Gondel-Passagier Forum? :D

thmu
15.08.2011, 15:43
Die Passagiere waren verletzungsfrei, hatten gratis Buntstifte, Spielzeug, Decken, Notarzt, einen gratis Hubschrauberflug und ein fantastisches Abenteuer um die Enkel damit zu nerven. Es wird von der Presse immer wieder darauf hingewiesen, dass sie keine Panik bekommen hätten.

Klaus@skyfool
15.08.2011, 16:00
Die Passagiere waren verletzungsfrei, hatten gratis Buntstifte, Spielzeug, Decken, Notarzt, einen gratis Hubschrauberflug und ein fantastisches Abenteuer um die Enkel damit zu nerven. Es wird von der Presse immer wieder darauf hingewiesen, dass sie keine Panik bekommen hätten.

Na, so toll ist die Situation nicht für die Leute gewesen. Ist schon extrem nervig mit so vielen Leuten auf kleinem Raum lange eingesperrt zu sein. Jeder der schon mit der Bahn (ich meine Züge) im Sommer auf freier Strecke stundenlang stehen geblieben ist, kann mit den Leuten nachfühlen. Wobei die DB noch Klos mitführt, die dann aber nach einer Zeit auch kein Genuss mehr sind.

-Klaus

H.M.Murdoch
15.08.2011, 16:13
Ist nur eine Frage der Zeit wann der erste "in der Gondel Übernachter" den Piloten auf Schadensatz wegen entgangener Urlaubsfreuden verklagt. ;-)


Obwohl die Stimmung wohl recht gut gewesen war:

http://www.stern.de/panorama/gondel-drama-im-allgaeu-die-haben-ihr-leben-fuer-uns-riskiert-1716928.html

Helium
15.08.2011, 16:31
und ein fantastisches Abenteuer um die Enkel damit zu nerven.

Also wer das so geil findet, der könnte ja das Selbst-Experiment machen, sich ein Wo-Ende in einer Liftkabine einsperren zu lassen - Kübel für die Notdurft, was zum Futtern und Trinken - von mir aus sogar einen I-Pod - inklusive...

batflyker
16.08.2011, 09:32
Nette Idee, aber was willst du versuchen aufzupolieren was nach der nächsten Schlagzeile sowieso schon wieder vergessen ist?

Da bin ich genau der gleichen Meinung, jetzt bloss nicht in Aktionismus verfallen. In 2 Wochen redet kein Mensch mehr über den Vorfall, die Medien ziehen weiter und unser Voieurismus richtet sich auf die nächste medienwirksame Schlagzeile. Der Mensch vegisst so schnell, als Beispiel: Redet oder intreressiert sich noch jemand in den Medien über Fukushima?
Na also, lässt einfach Gras darüber wachsen.

Beat

vulture
16.08.2011, 09:48
Kübel für die Notdurft?
Die Gondel hat doch dafür ne Luke im Boden, 80m Plumpsklo wer hat das schon:D

Gottseidank ist keiner ums Leben gekommen!!
Wünsche allen weiterhin schöne Flüge vom Tegelberg und den Beteiligten gutes verdauen des Vorfalls!

Gruß
Andy

seb
16.08.2011, 09:48
Das Image unseres Sports war schon mal weitaus schlechter, siehe z. B. diesen Spiegel-Artikel von 1989 (http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=13494161&aref=image036/2006/05/15/cq-sp198903301830184.pdf&thumb=false). Beim Tegelberg-Unglück gehen zudem die Anschuldigungen gegen den Piloten persönlich, nicht gegen Gleitschirmflieger als solche. Aktionismus ist m.E. weder hilfreich noch notwendig.

shoulders
16.08.2011, 10:54
Was können wir tun um diesem Mist entgegen zu wirken?
Kommunizieren, was Sache war: nicht der Überwurf an sich hat die Seilbahn letztlich derart massiv blockiert!

Das war erst der stümperhafte Versuch der Seilbahnbetreiber, die Seilbahn dadurch zu befreien, dass man mal langsam eine Gondel in das Hindernis fährt und so Schirm wie Leinen zu zerreißen versucht. So leicht reißt sowas aber nicht; vielmehr haben sich die Schirmreste um die Räder und beide Seile so zusammen gezogen, dass von Hand geschnibbelt und die zusammengespannten Bahnseile geprüft werden mussten - Ersteres hätte man auch gleich machen können/sollen, dann hätte das Ganze incl. Warten auf einen Seilkletterer vielleicht 1-2 Stunden gedauert.

Vermutlich fällt deshalb übrigens auch der Schadensanspruch nicht so dramatisch aus; der Seilbahnbetreiber hat nämlich seine Schadensminderungspflicht durch das "Fahr'n ma amoi eini" mindestens genauso fahrlässig verletzt, wie der Pilot vielleicht gestartet sein mag. Nur kriegt der halt gleich ein Forum vor laufenden Kameras, wo er dann empört über vermeintliche Regelverletzungen von Gleitschirmfliegern faseln darf, statt das eigene Verhalten hinterfragt zu bekommen...

Nicht nur wg. Sommerloch kriegen wir hier gerade ein treffliches Beispiel vorgeführt, wie Medien (Vor-)Veruteilungen im Sinne uninformierter Mehrheiten vornehmen und befeuern :mad:


CU
Shoulders

setup
16.08.2011, 13:13
Das Image unseres Sports war schon mal weitaus schlechter, siehe z. B. diesen Spiegel-Artikel von 1989 (http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=13494161&aref=image036/2006/05/15/cq-sp198903301830184.pdf&thumb=false). Beim Tegelberg-Unglück gehen zudem die Anschuldigungen gegen den Piloten persönlich, nicht gegen Gleitschirmflieger als solche. Aktionismus ist m.E. weder hilfreich noch notwendig.

Das ist doch mal ein geiler Bericht. Von unseren örtlichen Segelfliegern werden wir schon mal "Tampons" genannt, "Ungeziefer der Lüfte" höre ich jedoch zum ersten mal :D

Grüße,
Michael

seb
16.08.2011, 13:17
Und was ist ein "Sackloch"? Sackflug?

Genußflieger
16.08.2011, 13:27
Ich hätte es gut gefunden, wenn unser Verein, der DHV auf seiner Hompage eine kurze Stellungsnahme geschrieben hätte. Irgendetwas in der Art: Normalerweise ist das Überfliegen der Seile untersagt/ Aus dem Unglücksvideo kann man erkennen, dass der Pilot Probleme beim Startvorgang hatte und trotz Gegenmaßnahmen in die Seile krachte. Genaueres können erst die Untersuchungen ergeben.

Ich bin mir sicher, dass bei dieser Medienpräsenz viele Journalisten beim googlen auf der Seite vom DHV gelandet sind. Vielleicht hätte man die Geschichte des durchgedrehten Kamikaze Piloten so etwas entschärfen können.

Jedoch seit 4 Tagen gibt es keine Reaktion vom DHV. Wahrscheinlich wird gerade an der nächsten Newsmeldung zur Vereinsmeisterschaft der oberen Schwarzwaldflieger geschrieben, oder dass Corinna S. mit einer neuen Adidas Brille fliegt…

shoulders
16.08.2011, 13:30
Das Image unseres Sports war schon mal weitaus schlechter, siehe z. B. diesen Spiegel-Artikel von 1989 (http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=13494161&aref=image036/2006/05/15/cq-sp198903301830184.pdf&thumb=false).
Nachdem lt. Artikel "nur Motorradfahrer und Besoffene" gefährlicher als Gleitschirmflieger leben, habe ich mich nach damaligen Maßstäben offenbar, besser spät als nie, verbessert :D

CU
Shoulders

hob
16.08.2011, 15:21
Und was ist ein "Sackloch"? Sackflug?

Ein Sackloch ist eine ausgeführte Bohrung oder eingegossene Vertiefung im Material, welche die Materialstruktur nicht durchbricht, also nur einseitig offen ist.

Vielleicht wollte der Spiegel ja nur ein Gewinde in die Luft schneiden, ...um daran Seile zum Einhängen zu befestigen.

Wenn die früher auch alle so zaudernd gewesen wären, gäbe es mangels Entdeckung die USA nicht und immer noch die Eselskarren.

Gruß hob

Helium
16.08.2011, 21:43
Einfach zum Nachdenken :
dieser Unfall schlug medial ziemliche Wellen und so wurde darüber auch in einer Salzburger Zeitung - Krone ? - berichtet - durchaus sachlich -
aber : "von seiten des GS-Piloten gab es keine Entschuldigung in Richtung der gefangenen Gondel-Passagiere - der ist nach seiner Rettung einfach abgehauen" (sinngemäß) - passt ! - die Gondel-Insassen - die ja eh "ihren Spass dabei" hatten - interessieren hier niemanden - und dazu "passt" auch ein obiges Posting, in dem - sinngemäß - den Betreibern der Gondelbahn die Haupt-Schuld für den langen Aufenthalt zugeschrieben wird - ja, nachher sind bekanntlich alle klüger - tutleid, aber wer sich so verhält, der sollte sich bitte nicht über eine - allfällige - "schlechte Nachred"
beschweren - selber schuld !

shoulders
16.08.2011, 22:57
...und dazu "passt" auch ein obiges Posting, in dem - sinngemäß - den Betreibern der Gondelbahn die Haupt-Schuld für den langen Aufenthalt zugeschrieben wird
Ich nehme an, Du meinst das hier (http://www.gleitschirmdrachenforum.de/showthread.php?26686-Tegelbergbahnkollision-Image-aufpolieren&p=322133&viewfull=1#post322133).

Nun, das sind Fakten. Wenn man anfängt, die zu verschweigen, um ja bloß keine uninformierten Außenstehenden gegen sich aufzubringen, ist eine Grenze zwischen Diplomatie und Duckmäuserei überschritten. Und das "positive Image", welches man auf die Tour fördert, ist lediglich das des bemühten "everybodys darling" - was auch schon mal mit "everybody's Depp" übersetzt wird.


CU
Shoulders

conny-reith
17.08.2011, 05:26
Kommunizieren, was Sache war: nicht der Überwurf an sich hat die Seilbahn letztlich derart massiv blockiert!

Das war erst der stümperhafte Versuch der Seilbahnbetreiber, die Seilbahn dadurch zu befreien, dass man mal langsam eine Gondel in das Hindernis fährt und so Schirm wie Leinen zu zerreißen versucht. So leicht reißt sowas aber nicht; vielmehr haben sich die Schirmreste um die Räder und beide Seile so zusammen gezogen, dass von Hand geschnibbelt und die zusammengespannten Bahnseile geprüft werden mussten - Ersteres hätte man auch gleich machen können/sollen, dann hätte das Ganze incl. Warten auf einen Seilkletterer vielleicht 1-2 Stunden gedauert.

Vermutlich fällt deshalb übrigens auch der Schadensanspruch nicht so dramatisch aus; der Seilbahnbetreiber hat nämlich seine Schadensminderungspflicht durch das "Fahr'n ma amoi eini" mindestens genauso fahrlässig verletzt, wie der Pilot vielleicht gestartet sein mag. Nur kriegt der halt gleich ein Forum vor laufenden Kameras, wo er dann empört über vermeintliche Regelverletzungen von Gleitschirmfliegern faseln darf, statt das eigene Verhalten hinterfragt zu bekommen...

Nicht nur wg. Sommerloch kriegen wir hier gerade ein treffliches Beispiel vorgeführt, wie Medien (Vor-)Veruteilungen im Sinne uninformierter Mehrheiten vornehmen und befeuern :mad:


CU
Shoulders

.

Hallo Stefan,

Du sprichst mir mit dem Bericht aus der Seele. :)

Für die Depperten Seilbahnbetreiber: > Erst Denken dann Arbeiten !

Nun ist ja auch mit Karls Bericht das Rätsel gelößt und die Spekulationen sollten damit ein Ende haben.

Schönen Tag

Tino
17.08.2011, 11:27
Wenn hier jemand das Image aufpolieren muß dann ist es doch wohl die Tegelbergbahn. Ich frage mich warum nach der Rettung des Tandems die Bahnen nicht einfach in die passende Richtung weitergefahren sind, so daß sie nicht in den Schirm kommen. Das sind doch nach meinem Kenntnisstand nur zwei Gondeln. Daß man so tut als sei alles kaputt ist doch reine Schikane. Wenn eine Seilbahn die ein Hundertfaches des eingeflogenen Paragliders aushalten muß danach unsicher ist dann sind doch alle welche die Bahn benutzen reine Selbstmörder.

Es passiert ja auch ab und zu daß Paraglider in Seilbahnkabel einfliegen. Das ist ein Ereignis auf das man vorbereitet sein sollte wenn man eine Bahn an so einem Startplatz hat. Wenn es dann passiert sollte man sich von Seiten der Bahn professionell verhalten und nicht so einen Quatsch veranstalten. Etwas mehr Höflichkeit wäre auch angebracht geswesen. Schließlich sind Kunden der Bahn in das Seil geflogen und kein lybischer Kampfjet.

Man hat überhaupt nicht versucht den Schaden klein zu halten. Wie im Kindergarten erst einmal herumgebockt. Ein Riesenaufwand an Rettungsaktionen. Das ist doch viel gefährlicher gewesen als die Bahn zurückzufahren. Ich bin mir sicher in einem Drittweltland wäre die ganze Aktion nach zwei Stunden vergessen gewesen und man wäre zur Tagesordnung übergegangen. Nur hier in Deutschland wird aus jedem Fall gleich ein Riesentheater gemacht. Jedes Problem sinnfrei mit dem maximal möglichen Aufwand angegangen.

MountainMan
17.08.2011, 12:09
Hi.
Hab mich jetzt auch mal durch die beiden Threads durchgearbeitet...
Folgende Überlegungen:

1. Pilot sollte sich erst mal gründlich Entschuldigen - also träfe die "Imange aufpolieren"-Aktion wohl eher auf ihn persönlich - "abtauchen" ist keine adäquate Reaktion (außer er hat keine Versicherung etc. und es war ne Kurzschlussreaktion)
2. Seilbahnbetreiber sollte auch klarstellen, dass der unüberlegte Versuch mit dem Anfahren die Sache nur noch schlimmer gemacht hat
3. DHV - insbes. Karl - sollten klarstellen, dass es keine "Regelverletzung" 50 m - Seilabstand war, sondern mangelnde Startvorbereitung, was i.Ü. vermutlich die häufigste Unfallursache sein dürfte

Das ganze hätte man schon während der "Aufmerksamkeitsphase" machen sollen - mittlerweile ist das schon wieder über den Berg...
Aber hinterher weiß man immer mehr (sollte man als Experte i.Ü. auch mal so zugeben: Im Moment können wir noch nix genaues sagen, wir müssen noch prüfen... hör ich leider zu selten - lieber mal drauflosplappern)

Gruß

MountainMan

rejakob
17.08.2011, 12:56
....
...Es passiert ja auch ab und zu daß Paraglider in Seilbahnkabel einfliegen. Das ist ein Ereignis auf das man vorbereitet sein sollte wenn man eine Bahn an so einem Startplatz hat. Wenn es dann passiert sollte man sich von Seiten der Bahn professionell verhalten und nicht so einen Quatsch veranstalten. Etwas mehr Höflichkeit wäre auch angebracht geswesen. Schließlich sind Kunden der Bahn in das Seil geflogen und kein lybischer Kampfjet.

Man hat überhaupt nicht versucht den Schaden klein zu halten. Wie im Kindergarten erst einmal herumgebockt. Ein Riesenaufwand an Rettungsaktionen. Das ist doch viel gefährlicher gewesen als die Bahn zurückzufahren. Ich bin mir sicher in einem Drittweltland wäre die ganze Aktion nach zwei Stunden vergessen gewesen und man wäre zur Tagesordnung übergegangen. Nur hier in Deutschland wird aus jedem Fall gleich ein Riesentheater gemacht. Jedes Problem sinnfrei mit dem maximal möglichen Aufwand angegangen.

Sorry, aber da hast Du die Realität etwas verkannt!
1. Die Bahn ist nicht zum Startplatz "gebaut" wurden, sondern der Startplatz wurde in der Nähe der Bahn eingerichtet!
2. Fand keine Berührung des Schirms mit der Gondel statt, sondern der Schirm wurde durch das Anfahren stärker in die Seile gezogen.

Für den Bahnbetrieber stand nach der erfolgreichen Rettung der GS-Flieger, die Sicherheit der Fahrgäste an erster Stelle. Das Anfahren der Bahn in die Richtung, dass die Gondeln wieder in die Stationen Kommen diente wohl diesem Bestreben. Hat aber leider nicht geklappt, genauso wie der missglückte Flug unseres Kollegen.

Vieleicht für alle die, welche sich mit den örtlichen Gegebenheiten nicht auskennen:
Die Startplätze befinden sich auf den Grundstücken der Tegelbergbahn.:confused:

Flynix
17.08.2011, 15:33
...
Ich frage mich warum nach der Rettung des Tandems die Bahnen nicht einfach in die passende Richtung weitergefahren sind, so daß sie nicht in den Schirm kommen. Das sind doch nach meinem Kenntnisstand nur zwei Gondeln.
...

So so, der typische Gleitschirmflieger ist Ingenieur?

:D:D:D:D