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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Es gibt sicher auch Gleitschirmunfälle, die eigentlich Suizide sind



Balou
25.08.2011, 14:37
Unfall oder Selbstmord? Jährlich 200 getarnte Suizide

Fast jeder zwanzigste Verkehrstote ist ein Selbstmörder. Wissenschaftler schätzen, dass sich jedes Jahr knapp 200 Menschen absichtlich mit dem Auto zu Tode fahren. Die meisten steuern gegen ein festes Hindernis.

Psychologen unterscheiden verschiedene Typen von Autofahrer-Suizidenten: Manche handeln aus einer Kurzschluss-Reaktion, andere planen lange im Voraus. Ein dritter Typus spielt Russisch Roulette und lässt es drauf ankommen: Schaffe ich die Kurve mit überhöhter Geschwindigkeit - oder nicht?

"Sogar erfahrene Polizeipraktiker haben in aller Regel Schwierigkeiten, zwischen einem 'natürlichen' Verkehrsunfall und einem Autofahrer-Suizid zu unterscheiden", so der Kriminalist Stephan Harbort. Typische Indizien für eine kalkulierte Todesfahrt seien das Fahren ohne Gurt, das Fehlen von Bremsspuren oder eine vollkommen gerade Strecke als Unfallort. In den meisten Fällen kommt eine polizeiliche Untersuchung jedoch nicht zu einem eindeutigen Ergebnis, Abschiedsbriefe sind selten. Wissenschaftler können die Zahl der Autofahrerselbstmorde nur schätzen. Die meisten Studien der vergangenen Jahre gehen von einem Anteil zwischen einem und acht Prozent an den Unfalltoten aus, am häufigsten werden etwa fünf Prozent genannt. Holger Holzer/mid

(http://de.cars.yahoo.com/051117/292/4rph4.html)

Cacao
25.08.2011, 15:14
Bei uns sind ständig Selbstmörder unterwegs, schließlich hört man fast an jedem Startplatz „das was Der macht, ist glatter Selbstmord“.
Aber mal im Ernst, bei uns ist die Bewegungsenergie, die einen Selbstmörder töten könnte eher gering.
Denn bei uns gilt auch m· ½· v² , und das v ist geradezu lächerlich. Da müsste man sich schon aus dem Gurtzeug losschnallen und fallen lassen, um auf ein wirksame Geschwindigkeit zu kommen.
Von solchen „absichtlichen“ Unfällen habe ich noch nicht gehört.
Für Selbstmord ist das GS-Fliegen höchst ungeeignet. Aber die Zahl der unwissentlichen missglückten Selbstmorde scheint nicht gerade gering zu sein, wenn man das Forum ernst nimmt…

Balou
25.08.2011, 15:23
Cacao
Ich denke an unerklärliches Spiralen bis an den Boden, eine todsichere Sache.

sani38
25.08.2011, 15:23
Ich arbeite im Rettungsdienst....bei manchen Unfallmeldungen gingen meine Gedanken genau in diese Richtung :(

Gruß martin

nullschieber
25.08.2011, 15:38
Siehe Möllemann, ok, das war kein Gleitschirm...

Einfache Rechnung: wie viele Todespiralen gibt es im Jahr? 5-10 Weltweit ???(Schätzung aus dem hohlen Bauch). Davon 1-8%..., 0,25 im Jahr, einer in 4 Jahren Weltweit....Könnte hinkommen. Aber bei dieser Grössenordnung braucht es dazu keinen thread, oder?

JörgE
25.08.2011, 15:40
... ganz wilde These, diese Überschrift.

Wo ist der Bezug zum Gleitschirmfliegen?

Gruß
Jörg

Balou
25.08.2011, 16:03
Es ist ein Tabuthema. Vielleicht sollte man besser darüber schweigen?

gleitfree
25.08.2011, 16:14
Also - ich kenne alle gängige Formen des Suizids - auch exotische und bizarre bis hin zu autoerotischen Unfällen (als Kriminalbeamter).
Ich habe mich/musste mich auch mit den Hintergründen beschäftigen. Nicht jeder, der eine Enttäuschung erlebt, bringt sich gleich um. Dazu gehört mehr. In der Lehre gibt es das sog. präsuizidale Syndrom - das beschreibt Verhaltensmuster von Menschen kurz vor einem Suizid/Suizidversuch. Die Menschen sind verzweifelt, depressiv, antriebslos, ziehen sich zurück, senden teilweise noch Signale an ihre Umwelt. Das Gleitschirmfliegen passt da eigentlich überhaupt nicht dazu. Man verbindet mit der Sportart ja positive Gedanken, hat dort Freunde, ist am Startplatz auch selten allein - man braucht Energie für die Vorbereitung.. Berg rauf, Schirm auslegen, starten, wegfliegen...um sich dann auszuklinken und die hat man in dieser Situation nicht. Also ich denke, es ist zwar möglich aber doch sehr sehr selten. Ich fliege seit fast 20 Jahren und kenne nur einen Fall. Aber dieser Pilot hat sich jetzt nicht einfach ausgeklinkt sondern hat einfach bei seinen Flügen das Schicksal herausgefordert bis er dann eines Tages vermisst wurde.
Ich denke, es wird nur eine kleine Dunkelziffer geben.
Dass aber manche Flugmanöver von besonders waghalsigen Piloten als Suizidversuch angesehen werden können, kann ich verstehen.
Hubert

Balou
25.08.2011, 16:19
gleitfee
Ich kannte zwei Sportler, die immer aktiv waren, manchmal hyperaktiv! Beide machten Selbstmord.

gleitfree
25.08.2011, 16:42
gleitfee
Ich kannte zwei Sportler, die immer aktiv waren, manchmal hyperaktiv! Beide machten Selbstmord.

Ja aber bestimmt nicht mit einer hyperaktiven Methode -- als Bespiel: in ein Auto reinzusitzen und Vollgas geben - das kann man auch mit Depressionen, Tabletten nehmen, sich vor den Zug werfen, aus dem Fenster springen, das alles kann man machen, auch wenn man mut- und kraftlos ist - aber gleitschirmfliegen - das passt nicht zum Stimmungsbild -- aber das ist nur meine subjektive Meinung.

Balou
25.08.2011, 16:45
gleitfee
Deine Vermutung ist bezüglich der beiden falsch: Beide waren sehr gute Alpinisten und - verunfallten als Kletterer.

gleitfree
25.08.2011, 17:00
gleitfee
Deine Vermutung ist bezüglich der beiden falsch: Beide waren ehr gute Alpinisten und - verunfallten als Kletterer.

Um das zu beurteilen fehlt mit jegliches Hintergrundwissen. Bei jedem Suizid wird umfangreich ermittelt um jegliche Fremdeinwirkung ausschließen zu können. Die besten Hinweise bekommt man vom Abschiedsbrief - wenn es keinen gibt ist das schonmal sehr komisch. Es kommt aber immer wieder vor, dass man an den Ort geht, an dem es einem besonders gut gefällt oder an den man sehr schöne Erinnerungen hat - z.B. in die Berge. Ich hab die Suizidart ja nicht gänzlich ausgeschlossen sondern nur erklärt, dass sie erfahrungsgemäß sehr selten ist.

Maro
25.08.2011, 19:08
Hallo,
meine Meinung dazu – ich denke nicht das es oft ein direktes Suizids-verhalten gibt (zB. ich fliegen weit raus fliegen auf den Kanaren und raus aus dem Gurtzeug) sondern wie schon erwähnt eine „gestörtes“ Einschätzen der Bedingungen ( zB. Egal wie kritisch die Bedingungen sind – ich will jetzt fliegen)
In wie weit das schon Suizid-Verhalten ist sollten Psychologen klären. Mit der Gefahr das schnell jede der sich schneller als 100 über die Autobahn bewegt auch dazu zählt. ( eigentlich müsste ich die Geschwindigkeit auf 5 runter setzten)
Ich streite nicht ab das Gleitschirm fliegen potenziell gefährlicher ist als Autofahren, da man mehr Freiheiten hat und diese auch Gefahren in sich bergen – und das ist auch gut so ( ich meine nicht die Gefahren)
Aus meiner Sicht ergibt sich deshalb keine erhöhte Suizids-Quote sondern nur die Erkenntnis das GF auch gefährlich ist - eventuell liegt da auch ein Reiz aus -> Suizid-Verdacht ---- ich glaube nicht.
Martin

Stefan_Schumacher
25.08.2011, 19:18
Hallo Balou,

offene Frage, hast Du nur einen Account hier im Forum?

Danke
Stefan

Shorty66
25.08.2011, 20:00
Das ist eine mittelmäßig interessante und nicht widerlegbare these. Worüber soll man nun diskutieren?

Die wahrscheinlichkeit ist nicht so gering, dass sich nicht irgendwann schonmal jemand beim fliegen mit dem gleitschirm absichtlich umgebracht hat aber solange du die These nicht weiterführst (z.B.: deshalb ist fliegen viel weniger gefährlich als man denkt oder ähnliches) hat sie nur wenig geistigen nährwert.

tigerente
25.08.2011, 20:06
hallo carmina...

Balou
26.08.2011, 06:06
Sorty
Viele Menschen fragen sich immer warum. Deswegen gibt es auch Kirchen.
Viele Piloten glauben immer mit einer Unfallanalyse, die nichts erklärt, sie seien dann gescheiter.

Aber es gibt eben manche Dinge, die vielen verborgen sind und bleiben.

Stefan_Schumacher
26.08.2011, 10:45
Viele Piloten glauben immer mit einer Unfallanalyse, die nichts erklärt, sie seien dann gescheiter.
Aber es gibt eben manche Dinge, die vielen verborgen sind und bleiben.

Bisher finde ich die Unfallanalysen, die ich von Seiten DHV und DAeC gelesen habe, doch immer recht schlüssig. Natürlich bleiben auch manchmal Fragen offen. Kannst Du erläutern, welche bestimmten Unfallanalysen Du meinst?

Die Frage ist, wenn man jedesmal hinter Dingen etwas Verborgenes sieht, obwohl das nur in wenigen Fällen so ist, ob man nicht eventuell einmal eine Selbstüberprüfung starten sollte.

Es bleibt Dir aber offen, auf den nächsten Versammlungen der DHV- und der DAeC-Sicherheitsabteilungen vorzuschlagen ein: "oder es war Selbstmord" ans Ende der Unfallanalysen zu setzen.

Over and Out
Stefan

Balou
26.08.2011, 11:42
Stefan
Fazit eines jeden Unfalles: Pilotenfehler. Braucht es dazu eine Untersuchung? Die könnte ich auch liefern und erst noch billiger.
Im Ernst: Es sind naturgemäss Pilotenfehler, aber das erkärt ja gar nichts. Die interessanten Fragen wären doch, weshalb diese Fehler passierten und passieren. Nur das würde verunsicherten Piloten helfen.

chpw
26.08.2011, 11:57
Stefan
Fazit eines jeden Unfalles: Pilotenfehler. Braucht es dazu eine Untersuchung? Die könnte ich auch liefern und erst noch billiger.
Im Ernst: Es sind naturgemäss Pilotenfehler, aber das erkärt ja gar nichts. Die interessanten Fragen wären doch, weshalb diese Fehler passierten und passieren. Nur das würde verunsicherten Piloten helfen.

Das sehe ich anders. In den Unfallberichten steht ja nicht einfach nur "Pilotenfehler", sondern die Ursachen werden technisch analysiert und soweit möglich beschrieben. Und ich kann aus den Berichten durchaus eine Menge darüber erfahren, warum der Unfall passierte. Alles weitere (Suizid, mentale Zustände des Piloten etc) wäre meiner Meinung nach reine Spekulation, auf die ich gern verzichten kann. Etwas anderes ist es, wenn sich solche Ursachen eindeutig zeigen. Ich glaube aber nicht, Dass das in den Berichten dann ignoriert werden würde. Warum denn?

Gruß,
Chris

erni
26.08.2011, 12:27
Sorty

Viele Menschen fragen sich immer warum. Deswegen gibt es auch Kirchen.
Viele Piloten glauben immer mit einer Unfallanalyse, die nichts erklärt, sie seien dann gescheiter.

Aber es gibt eben manche Dinge, die vielen verborgen sind und bleiben.

Genau...aber es gibt immer wieder Leute die versuchen trotzdem alles zu erklären, obwohl es nicht geht....Beispiel: erklär mal was LEBEN ist? .... oder ENERGIE? ....oder...oder
Der Wahnsinn der meisten Menschen ist das krankhafte einsortieren, be- und verurteilen müssen, Schubladen denken und ab damit... so isses.
Aber erst wenn du das letzte mal den Hintern zukneifst, wirst du begreifen, das es alles witzlos war, jegliches Bemühen um Erklärungen etc.

Aber ganz im Ernst, natürlich glaube ich auch nicht das sich jemand die Mühe mit einem Drachen oder Gleitschirm zu starten um sich über den Jordan zu bringen. Dafür gibts etliche effektivere Wege.

Und schließlich, was für ein bescheuertes Thema (sorry, was anderes fällt mir nicht ein), hat hier jemand das Forum verwechselt?

Balou
26.08.2011, 12:30
chpw
du glaubst wohl alles, was in den Berichten steht? Papier schluckt alles.

Und wenn du an Berichten und Analysen so interessiert bist, weshalb gehst du nicht öfters an ein Sicherheitstraining und schaust zu, was andere falsch machen? Da gibts sogar Videoanalysen! Da lernst mehr und effizienter als hier - von Unfallanalysen des DHV und anderen Vergangenheitsbewältigungen..proust.

Balou
26.08.2011, 12:36
erni
Du möchtest doch, dass ich ehrlich bin?
Es ist mehr als voyeuristisch, wie viele Klicks auf einen nichtssagenden Unfallhinweis "anfallen" - ob mit oder ohne Unfallanalyse. Es ist ein Gemisch aus Angstlichkeit und Morbidität. Und ausgerechnet dieses "Gemisch" und Gebräu will dann fliegen..lach.

erni
26.08.2011, 13:19
erni
Du möchtest doch, das ich ehrlich bin?
Es ist mehr als voyeuristisch, wie viele Klicks auf einen nichtssagenden Unfallhinweis "anfallen" - ob mit oder ohne Unfallanalyse. Es ist ein Gemisch aus Angstlichkeit und Morbidität. Und ausgerechnet dieses "Gemisch" und Gebräu will dann fliegen..lach.

Ob du ehrlich bist oder nicht ist mir egal...die Klicks hier deuten darauf hin, das in JEDES Thema geklickt wird, weil die meisten Forumsteilnehmer, wie auch hier, versuchen einen ersthaften Beitrag zu schreiben und wenn das Thema noch so abwegig ist. Aber das hier geht mir zu weit. Wer sowas vermutet ist sicher selbst noch nie geflogen.

Fliegen ist ein (vielleicht der letzte) Ausdruck von Freiheit und soll Spaß machen, dieses Forum ist sicher keine geeignete Plattform für Suizidgefährdete oder Leute die sich darüber Gedanken machen ob der nächste der startet evtl. ein Selbstmörder ist? Generalverdacht wie überall? Sollte vielleicht jeder vorher darauf angesprochen und nach seinen "Wirklichen" Absichten befragt werden? So einen Fred muß ich mir nicht antun, sorry, ich sehe keine Veranlassung hier weiter zu lesen und es tut mir schon leid, überhaupt reagiert zu haben und meine Zeit..... ach lass es.

Balou
26.08.2011, 13:23
Erni
Du reagiertst nur deswegen so empfindlich, weil ich recht habe, aber das weiss ich, das brauchst du mir nicht noch zu bestätigen.

Cacao
26.08.2011, 14:50
Zitat von Balou
du glaubst wohl alles, was in den Berichten steht? Papier schluckt alles.

Und wenn du an Berichten und Analysen so interessiert bist, weshalb gehst du nicht öfters an ein Sicherheitstraining und schaust zu, was andere falsch machen? Da gibts sogar Videoanalysen! Da lernst mehr und effizienter als hier - von Unfallanalysen des DHV und anderen Vergangenheitsbewältigungen..proust.


Aus Sicht der Medizin ist der Suizid in vielen Fällen das Symptom einer behandlungsdürftigen psychischen Störung.
Deshalb ist die Wortwahl „Suizid“ schon ganz gut, weil bei der „Selbsttötung“ das Wort die Frage nach Vorsatz oder Fahrlässigkeit offen lässt.
Jedenfalls wird eine Beurteilung der Tat, wie sie in „Selbstmord“ mitschwingt, von den Fliegern eher abgelehnt.
Man könnte bei dem Zitat von Balou schon eher auf „Freitod“ tippen, wobei man den Begriff von Friedrich Nietzsches ableitet, der in „Also sprach Zarathustra“ das Kapitel (32) „Vom freien Tod“ geschrieben hat.
Zitate:
Meinen Tod lobe ich euch, den freien Tod, der mir kommt, weil ich will.
….
Saure Äpfel giebt es freilich, deren Loos will, dass sie bis auf den letzten Tag des Herbstes warten: und zugleich werden sie reif, gelb und runzelig.
Andern altert das Herz zuerst und Andern der Geist. Und Einige sind greis in der Jugend: aber spät jung erhält lang jung.
…..
In eurem Sterben soll noch euer Geist und eure Tugend glühn, gleich einem Abendroth um die Erde der aber das Sterben ist euch schlecht gerathen.
….
Lieber als Alles sehe ich euch, meine Freunde, den goldenen Ball werfen! Und so verziehe ich noch ein Wenig auf Erden: verzeiht es mir!
Also sprach Zarathustra.

Das sind Gedankensplitter aus dem stoischen Denken des Altertums. Nun war Friedrich Nietzsche Philologie-Professor für Alte Sprachen, die stoische Philosophie gehört als Schwerpunkt dazu.

Im Geiste der Stoa waren der Tod und auch die Selbsttötung eine sittlich gleichgültige Sache.
2000 Jahren sind seit dieser Epoche vergangen, heutzutage dürften nur noch wenige die dazugehörige Konsequenz und „Härte“aufbringen.
Die Zeit ist darüber hinweggegangen, aber in Gesprächen und Texten auch unter GS-Fliegern werden unbewusst oft viele Zitate von Nietzsche benutzt.
Deshalb ist es auch nicht ganz abwegig, sich mit dem Thema zu befassen.
Aber wie schon Hubert (gleitfee) richtig bemerkte, GS-Fliegen ist für diese „Sache“ zu „umständlich“.

gerifly
26.08.2011, 15:09
Erni
Du reagiertst nur deswegen so empfindlich, weil ich recht habe, aber das weiss ich, das brauchst du mir nicht noch zu bestätigen.

Also bei gewissen Leuten frage ich mich manchmal, ob so ein Sprung aus dem Gurtzeug 1000 Meter über Grund nicht doch die bessere Variante wäre........ ;):D

Sorry, musste sein........ :rolleyes:

Geri

Águila Austriaca
26.08.2011, 15:17
In den Augen vieler Nicht-Gleitschirmflieger, sind wir so alles potentielle Selbstmörder;). Natürlich ist es möglich, daß sich der eine oder andere mit Absicht runterhaut:(. Sagen wir mal bei 20 Tödlich (die Zahl ist jetzt nur mal als Beispiel) verunglückten Gleitschirmfliegern jährlich und 1% Selbstmörder, ergibt das 2 Selbstmörder alle 10 Jahre.
Bitte an alle Gleitschirmfliegenden Selbstmörder. Schreibt doch bitte einen Abschiedsbrief, damit unsere Unfallstatistik nicht verfälscht wird. Noch besser, wenn ihr euch schon ins jenseits befördern müßt, lasst doch den Schim im Sack und haut euch von einem Hochhaus runter;).

chpw
26.08.2011, 17:11
Sorry, OT und total doof. Ich kann einfach nicht widerstehen:


Es war einmal ein fieser Troll
Dem nichts zu taugen schien.
Er grämte sich, war voller Groll
Denn keiner mochte ihn.
Dann, eines Tages hatter er
Die zündende Idee:
"Ich hab´s, ich hab´s! Ist doch nicht schwer:
Ich flieg mal dort ins Lee
Und alle werden traurig sein,
Wenn ich erst nicht mehr bin!
Wer stellt dann blöde Themen ein?
Stellt Fragen ohne Sinn?
Wer weist Euch ohne Sachverstand
Auf seine Blödheit hin?


Ein schönes Wochenende wünscht
Chris

on air
26.08.2011, 20:33
es gab leute, die sind berechnend und mit klarem kopf freiwillig aus dem leben getreten. meist war eine unheilbare krankheit mit nicht aufzuhaltendem verfall (zb alzheimer) der grund. die hatten praktisch die wahl zwischen unwürdigem dahinsiechen und schnellem ende.

ich könnte mir vorstellen, wenn ein gleitschirmflieger vor so einer entscheidung steht, daß er dann beschließt, sein leben bei einer tätigkeit zu beenden, die ihn zeit seines lebens gefreut und bereichert hat.

ich glaube allerdings, daß die wenigsten tödlichen gleitschirmunfälle absichtlich passiert sind.

Águila Austriaca
26.08.2011, 21:42
es gab leute, die sind berechnend und mit klarem kopf freiwillig aus dem leben getreten. meist war eine unheilbare krankheit mit nicht aufzuhaltendem verfall (zb alzheimer) der grund. die hatten praktisch die wahl zwischen unwürdigem dahinsiechen und schnellem ende.

ich könnte mir vorstellen, wenn ein gleitschirmflieger vor so einer entscheidung steht, daß er dann beschließt, sein leben bei einer tätigkeit zu beenden, die ihn zeit seines lebens gefreut und bereichert hat.


Glaube nicht, daß so ein Mensch noch die Kraft oder den klaren Kopf (zb alzheimer) hat, einen Gleitschirm zu starten;).

Helium
27.08.2011, 01:28
Glaube nicht, daß so ein Mensch noch die Kraft oder den klaren Kopf (zb alzheimer) hat, einen Gleitschirm zu starten;).

Leider ja : bei uns in Salzburg gab´s vor ca. 1 - 2 Jahren so einen tragischen Fall, bei dem der Lebensmüde schlicht und einfach in ausreichender Höhe die Gurten geöffnet hat....und ein bei einem populärem deutschem Politiker war´s zwar ein Sprung-Schirm - aber sonst im Prinzip dasselbe...

Skade
27.08.2011, 09:37
ist doch absurd, wenn ich Selbstmord machen will, dann sicher nicht mit dem Gleitschirm.
Und wenn, dann fliege ich hoch, öffne das Gurtzeug und lass mich fallen und warte nicht darauf das der Schirm einklappt oder mache Faxen mit einer Steilspirale.

Was sicher der Fall ist, das manche arg leichtsinnig mit ihem Leben umgehen und bei Bedingungen fliegen wo man lieber nicht fliegt. Bzw. wo der entstandene Unfall sicher vermeidbar gewesen wäre.
Aber das ist eine andere Geschichte.

dicker-moench
27.08.2011, 11:25
kenne ebenso einen Fall von einem Piloten, der wegen beruflichen Mopping das Leben nehmen wollte durch seine liebste Sportart dem Gleitschirmfliegen. Er hatte alle Gurte schon offen und stand im Gurtzeug in wohl ausreichender Höhe. Hat es sich dann anders überlegt und ist doch nicht gesprungen. Ist dann eher frühzeitig in Rente.
Gruß Andi