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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Thermik im Flachland erfliegen



Osiris
09.08.2012, 15:17
Hi,

wie dem Titel zu entnehmen würde ich hier gerne Vorschläge zum Thema Thermik im Flachland sammeln. Insbesondere würde mich die Herangehensweise von anderen Piloten an den Thermikeinstieg aus der Winde interessieren. Es gab dazu wohl auch einen älteren Thread, aber der war nicht besonders umfassend.

Also ich habe einiges gelesen, besitze auch das Thermikflugbuch etc.. Nichtsdestotrotz fällt es mir sehr schwer den Thermikanschluss aus der Winde zu finden, gerade wegen der geringen Arbeitshöhe und vergleichsweise geringen Leistung unserer Fluggeräte.

Um einen optimalen Anschluss an die Thermik zu bekommen hat sich bewährt,

dass man startet, wenn jemand anders gerade in geringer Höhe in erreichbarer Nähe Anschluss gefunden hat
dass man startet, wenn ein Wolkenschatten vorbeizieht
dass man startet, wenn man aus Windsack oder ähnlichen Windanzeigern schließen kann, dass eine Thermik an einer erreichbaren Stelle steht, etc
dass ein begünstigtes Fluggebiet genutzt wird, beispielsweise an einem Prallhang / Acker / Waldrand / Kiesgrube/ Parkplatz oder sonstige Thermikauslöser

Das wären jetzt so die allgemeinen Dinge, die ich erfahren konnte. Wir wissen aber alle, dass es eben nicht möglich ist zu starten wann wir wollen, ob nun vereinstechnisch oder vom Wind her oder sonstiges. Daher interessiert mich am meisten eine praxisorientierte Herangehensweise: Beispielsweise wenn man in ausreichender Höhe im Windenschlepp eine Ablösung bemerkt, ausklinken und diese direkt nutzen. Ist man nun oben, kann man gut auf Kollegen oder Vögel achten, welche weniger Sinken als man selbst. Ansonsten habe ich schon gehört, dass manche behaupten, ihr Schirm würde von selbst in die Thermik hereinziehen. Ich konnte das leider nicht beobachten.
Soweit ich weiß scheiden sich die Geister, ob es besser ist im besten Sinken oder besten Gleiten zu fliegen. Ich denke, solange die Luftmasse nicht zu stark sinkt ist bestes Sinken zu bevorzugen, jedoch in Thermiknähe sollte man das beste Gleiten wählen oder sogar leicht beschleunigen.

So dann schildert doch mal eure Erfahrungen!

Greetz Osiris

soundglider
09.08.2012, 21:51
Wenn eine Ablösung in der Nähe ist, spürst du ein leichtes böiges Pulsieren des Windes. Dann ist ein guter Zeitpunkt zum Starten.

tommi
10.08.2012, 07:23
Wenn Du die Ablösung spürst, oder sie an einem Windsack 500 Meter entfernt erkennst,ist es an der Winde meist zu spät für den Start, denn wenn Du oben bist, ist sie vorbei.
Den Himmel beobachten, was kommt, schauen, wie die Pausen zwischen den Ablösungen sind und ein paar Minuten vor der nächsten Ablösung starten.
Vor allem NICHT auf gute Startbedingungen warten, diese erleichtern zwar den Start, verkürzen aber meist den Flug.

Die Strategie beim Thermikdrehen hängt sehr stark von den Windverhältnissen ab. Letzten Samstag bei vorhergesagtem Wind von 10-15 kmH in 1000 Meter Höhe, der sich bereits in 500 Metern aber als guter 30er zeigte, hab ich es nicht geschafft, recht schwache Thermik einzudrehen, der Versatz war zu groß. Bei stärkerer Thermik hätte es evtl. geklappt... Jeder Tag ist anders. Das einzige, was mir als Regel einfällt ist, dass man am Besten Luvseitig einsteigt und auf Linie bleibt, da die Thermiken sich meist in Reihen anordnen.

Tommi

Milli-Fly
10.08.2012, 09:51
Welches Thermikpotential hat euer Gelände? In den Anfangsjahren meiner Fliegerei vor 20 Jahren waren wir auf einem Platz, da haben wir gefeiert, wenn einer mal am Tag irgendwie den Anschluß bekam. Seit dem wir das Schleppgelände gewechselt haben, bleiben die frischen A-Scheinbesitzer nach spätestens dem 3. Start oben. Die schon länger fliegenden brauchen an normalen Tagen eigentlich nur 1 bis 2 Starts. Klar, wir sind die absoluten Könner, aber dem Gelände schreibe ich da auch "ein wenig" zu... An anderen Tagen bleibt aber fast keiner oben, obwohl es richtig gut aussah.(letzten Samstag) Ansonsten haben wir so unsere Abrisskanten, je nach Windrichtung an denen wir uns orientieren. 6 Windsäcke entlang der Schleppstrecke zeigen die Thermik schon mal ganz gut von unten an. Schwalben, Mauersegler in geringeren Höhen; Milane und Schmetterlinge in 600 m Höhe sind z.B. so unsere Marker für Thermik.

Uwe

hangglider
10.08.2012, 11:33
Bei uns gilt an der Winde als erstes die ungeschriebene Regel: Durchschleppen lassen.
Es hat sich gezeigt, dass es besser ist die gesamte Höhe eines Schlepps auszunutzen um Thermik zu finden. Es ist am Seil sehr schwer einzuschätzen ob man einen starken Bart oder nur eine Böe erwischt hat.

Die Zweite Regel: Nie einem Bart hinterher fliegen! Wird man auf der Schleppstrecke durch einen vermeintlichen Bart geschleppt, ist der sicher weg bis man umgedreht hat.

Man muss erreichen, das man so startet, das an der Winde ein Bart ablöst, wenn man kurz vor dem Ausklinken ist. Das klingt jetzt ein wenig nach Hellseherei, ist aber möglich.
Jedes Gelände zeigt seine eigene Thermikcharakteristik.
Meistens löst eine Thermik ab und kommt mit dem Wind, ist die Ablösung mit schönem Startwind am Startplatz angekommen, dann ist sie Durch. Dann zu Starten ist sinnlos, was ja in Grenzen auch im Gebirge so gilt.
Jetzt muss man nach Anzeichen suchen, die anzeigen, das sich gerade in der Nähe der Winde eine Thermikblase bildet und bald ablöst. Hier ist eine Ansage aller Ablösungen durch den Windenfahrer hilfreich.
Man muss sich die Muße gönnen, die Thermik zu beobachten und alle Zeichen miteinander zu korrelieren. Ich sage immer, man muss das Gelände lernen, das dauert aber seine Zeit.

Bei uns im Gelände zeigt sich das z.B. durch das Einschlafen des Windes und ein leichtes Rückenwindzucken des Windsacks, die Sicherheit wird weinen, aber das ist dann der Zeitpunkt zum Start. (mit "Null Wind" Ansage und viel Schmackes von der Winde) Meistens erwischt man dann eine Ablösung direkt beim Ausklinken, das gilt allerdings nur bei leichtem-mittlerem SO Wind (unsere Thermiklage).

HG

Osiris
10.08.2012, 16:56
Klasse,

da sind doch schon einige interessante neue Aspekte dazugekommen!

Nic
10.08.2012, 19:58
Hi!
Als Alpenflieger habe ich nur sehr wenige ( ca. 8) Schlepps gemacht seit der Windenprüfung. Davon waren zwei (von 4 erfolgreichen bzgl. Thermikeinstieg), bei denen ich in einer deutlich spürbaren Thermik ausgeklinkt und dann sofort eingedreht habe mit Höhengewinn jeweils über 1500 m.
Einmal habe ich in einem Bart nicht geklinkt - und stand dann am Boden.
Also, @hangglider, eisernes Durchschleppen lassen bis zum Ende ist vielleicht nicht immer sinnvoll ...
Nic

uweneesen
10.08.2012, 22:23
will ja nicht unken (oder doch?), aber acht schlepps sind vielleicht nicht dazu geeignet die flachland-profitipps des jahrhunderts aufzutun. der erfolg im flachland liegt meines erachtens im tun tun tun! starte noch mal, wenns nicht geklappt hat, pack nicht ein nach drei versuchen. ausserdem liegt ein weiteres in der schirmwahl: ein schirm, der alle luftbewegungen deutlich anzeigt mag in der alpen-lee-hammerthermik unangenehm sein, im flachland zeig er dir wohin die reise gehen sollte. er hilft dir feinfühlig die kleinsten heber zu fühlen und evtl aus 50m über grund wieder aufzudrehen. da ich fast nur im flachland fliegen, glaube ich das wenigstens etwas einschätzen zu können ( sicherlich mehr als 1500 windenstarts!).

tricktrack
11.08.2012, 08:29
Mh interessante Ansichten....:D Da ich auch nur im Flachland fliege, kann ich sagen dass die ganzen Theorien mal stimmen mal auch nicht. Ich behaupte von mir das ich so ne Treffenquote von 98 % im ersten Schlepp an der Winde habe und dann auch richtig gute Flüge mache. Bei diesen Schlepps klinke ich teilweise in Höhen unter 200 Metern weil einfach da jetzt der Bart steht. Kommt auch vor das ich mich durchschleppen lasse und dann einfach wieder zurück fliege ;) Da ist der Einstieg aber deutlich schwerer als direkt im Bart zu klinken.
Was ich damit sagen will ist, dass es einfach keine allgemein Verbindliche Regel gibt um aus der Winde einen erfolgreichen Flug zu machen. Es kommt einfach auch auf die anderen Faktoren an. Pilot/Schirm/Gurtzeug/Motorik/Flachdrehen/usw.

CU
Patrick

theosch
11.08.2012, 13:02
Bei uns im Gelände zeigt sich das z.B. durch das Einschlafen des Windes und ein leichtes Rückenwindzucken des Windsacks, die Sicherheit wird weinen, aber das ist dann der Zeitpunkt zum Start. (mit "Null Wind" Ansage und viel Schmackes von der Winde) Meistens erwischt man dann eine Ablösung direkt beim Ausklinken, das gilt allerdings nur bei leichtem-mittlerem SO Wind (unsere Thermiklage).

HG

Wenn der Bart am Startplatz ist, erreichst du ihn sicher nicht beim Klinken. Der Windenfahrer muss dir sagen, wenn es geht!

Theo

Ghost Glider
12.08.2012, 21:43
Hallo,
ich denke mal "glück" ist immer mit einer riesen portion dabei.
Meiner meinung nach gilt: ziehen... ziehen... und weite ziehen.... !
Gehts schnell wieder runter, zurück ans seil und ab, wieder hoch, solange
bis es greift. Einer wird schon passen und genug sog haben um den lumpen oben zu halten.
Der spass fliegt doch immer mit:)

Keep the blue side up and cheers,
GG

Manuel
13.08.2012, 15:49
Jeder hat so seine eigene Technik.

Wir schleppen mit einer Abrollwinde und sehr wenig Zug (Uns kommt es nicht auf max. Ausklinkhöhe an), da merkt man sofort ob das eine Böe oder Thermik ist und dann wird SOFORT geklinkt und eingedreht! Klappt meistens beim ersten Schlepp und auch sehr niedrig.
Auf Wolkenschatten etc. zu achten, kann man machen, aber solang Sonne im Gelände ist probieren wir es auch so. Sich da die großen Pläne zurechtzulegen und auf die eine Chance am Tag zu warten wo das alles zusammen passt hat wenig Sinn. Lieber, wie Uwe sagt, einfach immer wieder probieren und wieder und wieder.

Durchschleppen und zurückfliegen führt bei mir selten zum Erfolg, aber das kann von Gelände zu Gelände und Windenart sicher anders sein. Aber solang es klappt, warum nicht.

Als ich mich aus den Bergen zurückgezogen habe und nur noch Flachland geflogen bin, hat das mind. eine Saison gedauert bis ich einigermaßen den Dreh raushatte. Jetzt flieg ich Thermik an jedem Tag und oft nach dem ersten bis zweiten Schlepp!

Ansonsten: Full ack Patrick (Morgen Lust und Zeit?) ;)

Ghost Glider
13.08.2012, 21:26
Jeder hat so seine eigene Technik.

Wir schleppen mit einer Abrollwinde und sehr wenig Zug (Uns kommt es nicht auf max. Ausklinkhöhe an), da merkt man sofort ob das eine Böe oder Thermik ist und dann wird SOFORT geklinkt und eingedreht! Klappt meistens beim ersten Schlepp und auch sehr niedrig.
Auf Wolkenschatten etc. zu achten, kann man machen, aber solang Sonne im Gelände ist probieren wir es auch so. Sich da die großen Pläne zurechtzulegen und auf die eine Chance am Tag zu warten wo das alles zusammen passt hat wenig Sinn. Lieber, wie Uwe sagt, einfach immer wieder probieren und wieder und wieder.

Durchschleppen und zurückfliegen führt bei mir selten zum Erfolg, aber das kann von Gelände zu Gelände und Windenart sicher anders sein. Aber solang es klappt, warum nicht.

Als ich mich aus den Bergen zurückgezogen habe und nur noch Flachland geflogen bin, hat das mind. eine Saison gedauert bis ich einigermaßen den Dreh raushatte. Jetzt flieg ich Thermik an jedem Tag und oft nach dem ersten bis zweiten Schlepp!

Ansonsten: Full ack Patrick (Morgen Lust und Zeit?) ;)

Hallo Manuel,
genau so ist es. Geht mit abroll super gut. Mit einer statik nicht so doll.
Anyway....
Viel spass beim ziehen.
Gruesse,
GG

Osiris
14.08.2012, 16:47
Problem an den letzten Antworten ist: Sie lassen sich schlecht realisieren:

Sicher wird kein Verein eine Abrollwinde statt einer Statikwinde anschaffen, nur weil man dann die Thermik besser spürt, abgesehen davon dass es Geländeabhängig selten möglich ist.

Auch der Verweis auf die Geländekenntnis bringt nur wenig, um sich da auszukennen braucht es wie ja schon gesagt jahrelange Kenntnis.

Glück braucht man, keine Frage, aber man kann Glück nicht erlernen oder kaufen.

Dass es keine verbindliche Regel gäbe ist klar, es gibt aber, wie bereits erwähnt den ein oder anderen Anhaltspunkt/ die ein oder andere Taktik, welche zum erfolgreichen Thermikanschluss führen könnte.

Wer dazu noch Ideen hat, immer her damit ;)

Osiris

cooly
15.08.2012, 09:25
...lassen sich schlecht realisieren:
Sicher wird kein Verein eine Abrollwinde statt einer Statikwinde anschaffen, nur weil man dann die Thermik besser spürt, ..

Aber Winden kommen in die Jahre und Vereine schaffen auch mal eine neue an. Da gilt es dann die Optionen auszuloten.



Auch der Verweis auf die Geländekenntnis bringt nur wenig, um sich da auszukennen braucht es wie ja schon gesagt jahrelange Kenntnis.

das Gelände mal im Motorschirm oder Trike abfliegen, andere die dort schon lange fliegen nach den üblichen Stellen für die jeweilige Windrichtung fragen



Glück braucht man, keine Frage, aber man kann Glück nicht erlernen oder kaufen.

Man kann die Wahrscheinlichkeit für Glück erkaufen, durch eine hohe Schleppfreuqenz. Einfache viele Starts machen, den Schleppbetrieb optimieren, damit es nicht ewig dauert zwischen den Schlepps.

Und: Schlepplänge vergrößern -> Ausklinkhöhe vergrößern -> mehr Zeit in der Luft -> mehr Chancen was zu erwischen.
Mit kleiner 1km Schlepplänge und Null Wind sind die Chancen schon sehr bescheiden. Da müßte schon ein Hausbart in der Schleppstrecke stehen. Lieber einmal in 400m GND klinken als zweimal in 200m (Ausnahme: Schlepp durch einen Bart)

Manuel
15.08.2012, 11:50
Problem an den letzten Antworten ist: Sie lassen sich schlecht realisieren:

Sicher wird kein Verein eine Abrollwinde statt einer Statikwinde anschaffen, nur weil man dann die Thermik besser spürt, abgesehen davon dass es Geländeabhängig selten möglich ist.

Wer dazu noch Ideen hat, immer her damit ;)

Osiris

Nur noch so zur Info:
Wir sind 7 Leute die sich regelmäßig, auch unter der Woche, zum schleppen treffen.
Aus drei verschiedenen Vereinen und auf einem Gelände eines anderen Vereins und die
Abrollwinde hab ich mir vor Jahren einmal selbst gekauft! (Die beste Investition die ich
in der Fliegerei überhaupt gemacht habe!)

Wenn man in einem Verein schleppt und da geht sich nur am Wochenende was zusammen
und dann stehen da 15 Piloten.. klaro, dann wird es schwierig! Vor allem wenn dann in der
besten Thermikzeit Kaffee und Kuchen ausgepackt werden! ;-) Alles schon gesehen.

Ideal (Meiner Meinung): Kleine motivierte Gruppe, Abrollwinde, gutes Gelände

Ghost Glider
15.08.2012, 12:08
Man kann die Wahrscheinlichkeit für Glück erkaufen, durch eine hohe Schleppfreuqenz. Einfache viele Starts machen, den Schleppbetrieb optimieren, damit es nicht ewig dauert zwischen den Schlepps.

Und: Schlepplänge vergrößern -> Ausklinkhöhe vergrößern -> mehr Zeit in der Luft -> mehr Chancen was zu erwischen.
Mit kleiner 1km Schlepplänge und Null Wind sind die Chancen schon sehr bescheiden. Da müßte schon ein Hausbart in der Schleppstrecke stehen. Lieber einmal in 400m GND klinken als zweimal in 200m (Ausnahme: Schlepp durch einen Bart)

Sauber. Genau so sieht's aus. Lieber einmal so hoch wie es geht als 3 mal tief-0-flug.
Aber wer klinkt sich schon freiwillig in 200' aus:confused: Bei Null-wind und ca.7 minuten Schleppfreuequenz sollten mind.
500m bis 600m GND machbar sein ohne grossen stress und kein langen wartezeiten. Mit einem 10 bis 15'er wind 11 minuten SFQ. 900m bis 1100m GND bei gleicher zuglänge und seilspannung. Bei 200m dauert das eiegntliche ziehen ja fast länger als der flug und das rote schirmchen ist schneller
unten als man selbst. Hatten wir auch schon bei mist wetter:o Aber Drachensteigen ist ja auch was nettes....;)
Aber spass mal bei seite, fliegen und oben bleiben im flaaaaachland ist nicht so einfach, als wie von einem 2km Berg zu hüpfen und ne stunde thermik suchen und and der sonnenseite die hangkanten abfliegen. Bergflieger sind super drauf und haben es mit ganz anderen problemen zu tun wovon wir im flachland keine ahnung (oder recht wenig) haben. Kennst du die "Berglandschaft" nicht, gehst du genau so schnell runter wie du im lift hochgefahren bist. Fachlanfliegerei kann man einfach nicht mit Alpine fliegerei vergleichen. Ich kenne leute die fliegen super gut in den Alpen,
kommen aber im Flachland nicht zu potte und Flachlandflieger (wie ich auch z.b.) die einfach nicht so gut in den Bergen rumkurven. Also ich z.b.
mag es garnicht and einer steilen Felswand vorbei zu kratzen oder in Bergregionen rumzueiern wo ich kaum Gelände erfahrung habe weil ich kaum mal dahin komme zum fliegen. Da schaue ich lieber den Pros. zu die sich da auskennen und wissen was sie da oben machen.
Flachland hat auch seine reize:D
Gruesse,
GG

tricktrack
15.08.2012, 19:15
Aber wer klinkt sich schon freiwillig in 200' aus:confused:
Alsso ich z.B. wenn ein guter Bart steht dann immer wieder gerne..... ;)



Nur noch so zur Info:
Wir sind 7 Leute die sich regelmäßig, auch unter der Woche, zum schleppen treffen.
Aus drei verschiedenen Vereinen und auf einem Gelände eines anderen Vereins und die
Abrollwinde hab ich mir vor Jahren einmal selbst gekauft! (Die beste Investition die ich
in der Fliegerei überhaupt gemacht habe!)

Wenn man in einem Verein schleppt und da geht sich nur am Wochenende was zusammen
und dann stehen da 15 Piloten.. klaro, dann wird es schwierig! Vor allem wenn dann in der
besten Thermikzeit Kaffee und Kuchen ausgepackt werden! ;-) Alles schon gesehen.

Ideal (Meiner Meinung): Kleine motivierte Gruppe, Abrollwinde, gutes Gelände



sehe ich genauso und deswegen bin ich auch gerne bei euch ;)

Bis die Tage

Bernd Makowski
16.08.2012, 15:02
Vor allem NICHT auf gute Startbedingungen warten, diese erleichtern zwar den Start, verkürzen aber meist den Flug.
Für mich in dieser Deutlichkeit neu, aber eigentlich logisch: Bei Gegenwind am Boden ist hinter einem die Thermik und vor einem auf der Schleppstrecke das Saufen.

Bernd

paralu
16.08.2012, 15:57
thermik kann man im flachland doch auch ohne winde erfliegen :confused: oderrr mache ich einen denkfehler :eek:

uweneesen
16.08.2012, 16:29
ja, das stimmt. aber nicht mit einem motorlosen gleitschirm!

seidenschwan
16.08.2012, 16:29
Mann kann es eigentlich nie sagen. Als ich mit der Schlepperei anfing dachte ich auch immer über die Ursachen der Ablösungen nach. So in etwa: " Aha, über den Wald hat jetzt ne Stunde die Sonne rein geschmettert da muss ich nach dem Klinken drüber... " Oder: " Wind weht heut aus Süd. Genau zu dem kleinen Hang da. Dort muss sich die ganze Wärme ansammeln und dann geht`s wenn ein Schatten drüberzieht..." Usw, usw. Wie oft lag ich da daneben...:(

Dann ist mir auch aufgefallen dass sich auch die "alten Hasen" oft getäuscht haben. Nur konnten sie damals die doch noch zufällig wo anders gefundene Thermik besser nutzen als ich.
Über falsche Prognosen wird selten gesprochen. Nur über Treffer...

Heute weis ich dass ( zumindest bei unserem Gelände ) der Tag gut ist wenn es ein paar Tage trocken war und am Boden Kaltluft einfließt. (Andere Tage gehen auch aber eben nicht so sicher.) Dann kann ich aber immer noch nicht sagen:" Dort oder hier drüben geht dann und dann der Bart weg. Sondern ich klinke und fliege links oder rechts mit dem Wind zurück. Mal über dem Wald oder mal über dem Dorf . Rein intuitiv! Das erste Steigen nehme ich mit wobei ich dass vorher schon am Hintern fühlen kann. Alles andere überschätzt man im Flachen glaube ich.

Ich habe mich nämlich bei uns im flachen mindestens schon so oft gewundert, warum gerade hier und jetzt so ne schöne Thermik abreißt, als ich geglaubt habe recht bekommen zu haben mit meiner Vermutung.

Und wie oft habe ich Freunde schon leise vor sich hin murmeln hören" Hmmm hmmmm warum gings denn dort überhaupt." oder " Also wirklich ich wäre überzeugt gewesen...":D:D;):rolleyes:

Das erste Steigen ( ist es noch so schwach ) musst du versuchen zu zentrieren. Säufts du ab musst du es nochmal versuchen..... So einfach ist das.

Allerdings finde ich stimmt es schon dass jedes Gelände seine "Eigenheiten" hat. Bei uns gehts komischerweise manches mal den ganzen Tag schlecht. Und dann Abends wenn es woanders schon lange ausbeißt erst richtig. Dann kann man aber auch nicht genau sagen wo....

Ein Wolkenschatten kann Thermik abreißen... wenn schon ein warmes Luftpaket am Boden davor lagert dann wird er es auch ziemlich sicher tun. Aber wer kann das mit Sicherheit sagen??? Latürnich muss man potentielle Abrisskanten überfliegen aber im Grunde ist das doch alles reine Intuition und probieren...

Im Gebirge ist dass ganz klar anders. Da steht oft den ganzen Tag von soundsoviel Uhr bis soundsoviel Uhr ein und der selbe Bart. In den kannst du immer hinein und wieder heraus fliegen wenn du willst. Ein Vereinsmitglied von uns fährt eigentlich nie ins Gebirge. Vor einiger Zeit war er dann doch mal dort. Seine Aussage: " Also wirklich im Gebirge oben zu bleiben ist ja gar keine Kunst. Wie können die dort überhaupt absauffen???":D:D

Johann

seidenschwan
16.08.2012, 16:31
ja, das stimmt. aber nicht mit einem motorlosen gleitschirm!

Nöööö! 80m Hügel reichen ja auch. Und das ist noch "flach"

Johann

uweneesen
16.08.2012, 17:21
flachland ist flach und da gibts keine hügel mit 80m. schau mal nach cottbus z. b. :)

tricktrack
16.08.2012, 17:30
Für mich in dieser Deutlichkeit neu, aber eigentlich logisch: Bei Gegenwind am Boden ist hinter einem die Thermik und vor einem auf der Schleppstrecke das Saufen.

Bernd

Naja also wir starten immer gegen den Wind.... Oder mache ich jetzt einen Denkfehler?? Vielleicht sollten wir mal mit Rückwind starten. Dann tue ich mir auch einfacher...:D

Cu
Patrick

seidenschwan
16.08.2012, 17:39
flachland ist flach und da gibts keine hügel mit 80m. schau mal nach cottbus z. b. :)

Ohh, Oh- da gibts einige hier im Forum, die sagen sogar zum Bayerwald Flachland:rolleyes:

LG Johann

paralu
16.08.2012, 20:00
ja, das stimmt. aber nicht mit einem motorlosen gleitschirm!

ok.......... dann müssen wir flachland mal difinieren :D

z.b. ist der deister flachland oder ..............? :confused:

(deister liegt bei hameln/niedersachsen)

chpw
16.08.2012, 20:45
ok.......... dann müssen wir flachland mal difinieren :D

z.b. ist der deister flachland oder ..............? :confused:

(deister liegt bei hameln/niedersachsen)

Nein, da gibt es die Königszinne. Ein Ziel, das ich schon sehr lange vor mir her schiebe. Danke für´s dran erinnern! Wer geht da mal mit mir fliegen?

Greenling
16.08.2012, 21:59
Man erzählt sich das heute da gut ging. Einfach mal bei W-NW ne Mail schicken.

uweneesen
16.08.2012, 22:05
definition: flachland ist da, wo das land so flach ist, dass es zum starten nicht reicht!

Manuel
17.08.2012, 07:30
thermik kann man im flachland doch auch ohne winde erfliegen :confused: oderrr mache ich einen denkfehler :eek:

Naja, Osiris hat im Eingangspost halt explizit nach "Thermik an der Winde erfliegen" gefragt!
Klar fliegen wir im "NichtAlpenoderMittelgebirgsraum" auch an Hügeln Thermik.
Aber Osiris hat anscheinend nur die Möglichkeit Winde zu fliegen.

Osiris
17.08.2012, 07:50
@Unwensen: Gute Definition von Flachland!

@Paralu: ich sehe das ähnlich wie Unwenesen, würde aber auch beispielsweise die Moselhänge noch als Flachland gelten lassen

@ Manuel: ganz genau, ich habe nur die Möglichkeit Winde zu fliegen!

@Seidenschwan: Sehr schöner Erfahrungsbericht, deckt sich zu 100% mit meinen Erfahrungen. Dies ist der Grund für den Thread!

Viele Grüße
Osiris

paralu
17.08.2012, 14:09
Nein, da gibt es die Königszinne. Ein Ziel, das ich schon sehr lange vor mir her schiebe. Danke für´s dran erinnern! Wer geht da mal mit mir fliegen?
börry, und und und aber
dielmissen zb startest du vor dem wald an dem du dann fliegst, also fängst du bei -10m an :eek: ohne jetzt zu diskutieren warum das geht und das ohne winde
in bayern gibts ein gelände da hast du ca 2m höhenunterschied und es geht sind das dann keine flachlandgebiete :confused:


definition: flachland ist da, wo das land so flach ist, dass es zum starten nicht reicht!

ok verstanden

seidenschwan
20.08.2012, 15:37
in bayern gibts ein gelände da hast du ca 2m höhenunterschied und es geht


Sag mal, wo ist dieses Gelände??

Gruß Johann

seidenschwan
21.08.2012, 17:41
flachland ist flach und da gibts keine hügel mit 80m. schau mal nach cottbus z. b. :)

Aha jetzt wissen wir es genau:


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Höhenstufen
Alle
Flachland (unter 600 m)
Bergland (über 600 m)

Johann

paralu
21.08.2012, 19:29
...quasi sozusagen ein nahezu ideales walk&fly-Revier...

:D / Maxl
man ist halt schnell wieder oben :D:D