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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : (Schwachwind-)Groundhandling



soundglider
12.08.2012, 16:19
Thema Groundhandling bei wenig Wind mit Böen bis 15-20 km/h: Was für Übungen würdet ihr vorschlagen?

Hier ein paar von mir:
- Rückwärts aufziehen, dann umdrehen, mit geschlossenen Augen Schirm über sich halten
- Bei einem kleinen Hügel/Hang: Schirm rückwärts aufziehen, Hügel rauflaufen, ausdrehen, runterlaufen/fliegen

Ich bin auf die Idee so einer Übungssammlung gekommen, da mir nach ein paar Stunden so langsam die Ideen (und die Puste) ausgingen. Worauf achtet ihr so, woran arbeitet ihr beim Groundhandeln?

Kranfahrer
12.08.2012, 21:11
Hallo,

wenn der Wind nur schwach, aber böig bläst:

Rückwärts:
- Versuchen der Schirm so ruhig wie möglich über Dir zu halten und verhindern, daß er in Schwachwindphasen runterfällt. Dazu Bremsgriffe loslassen und mit A-Gurten (rechts links getrennt) und gefühlvollen Bremsinputs durch direktes Ziehen an den Bremsleinen möglichst wenig Luftwiderstand erzeugen.

- Hinsetzen und das gleiche machen.

Vorwärts:

- Aufziehübungen mit dem Ziel die Kappe langsam hochsteigen zu lassen und dabei über die A-Gurte steuern, Kappe leicht unterlaufen und Körperdrehung gleichzeitig einsetzen.

- Aufziehübungen in flachen und steilem Gelände, dabei jeweils eine kurze und lange Aufzieh- und Kontrollphase anstreben, damit du für alle Arten von Starthängen trainiert bist.

Für mich (persönlich) ist beim Groundhandling das Trainieren von Vorwärts- und Rückwärtsstarts gleich wichtig! (mache es halt abhängig von der Windstärke)

Zusätzlich kurze Flüge machen und möglichst weiche Landungen üben, durch max. Fahrtaufbau kurz vor der Landung und gefühlvollem Ausflairen! (macht irre Spaß!)

Wenn es der Wind erlaubt:

Mit dem Schirm bestimmten Parkours ablaufen, gegen andere Schirm kämpfen, Geländepunkte mit der Schirmkappe antippen, raufhandlen durch unterstützendes Laufen (seitlich), usw.

Versuche immer möglichst viele Arten der Kappenkontrolle gleichzeitig und so sanft wie möglich einzusetzen, also Körperdrehung, Unterlaufen und Leinenzug sodaß jede für sich nur mit minimalem Input auskommt, dadurch bleibt die Kappe noch bei einem Hauch von Wind oben. z.B. lieber einen längeren Bremsinput über 3 Sekunden als einmal kurz.


Mfg

marcel1
12.08.2012, 22:46
Und mal zum Thema Windwahrnehmung und schwachwindig:

"Echte" (man überschätzt so etwas seehr leicht), mit einem vernünftigen Windmesser gemessene 20 km/h Böen auf ca. Kopfhöhe sind sicher rund 25 km/h auf Schirmhöhe. Ich denke nicht, daß jemand, der vielleicht im Groundhandeln eher unerfahren ist, das noch als Schwachwindig empfindet. Wenn es dann noch stark böig wird, dann sieht man Anfänger bei den Bedingungen schon Furchen in den Acker ziehen. 8-;

Vibe
13.08.2012, 08:13
Den Schirm nur soweit hochziehen, dass die Hinterkante so ca. 20cm über dem Boden ist. Dort erst einmal halten. Dann eine Seite hochziehen und wieder runter lassen. Dann die andere Seite. Immer schön fließend abwechselnd mit dem Schirm als "winken". Dabei darf der Schirm niemals den Boden berühren und niemals über den Kopf steigen.

Viel Spaß

Claus