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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sicherheitstraining am Lac d'Annency Bitte um TIPPS



Kara
13.08.2012, 19:47
Möchte am Lac d'Annency im September 2012 ein Sicherheitstraining absolvieren.
Drei Flugschulen bieten dann Kurse an. Kannst du eine empfehlen?
Hätte gern einen einfühlsamen Fluglehrer keinen Haudegen.
glidezeit.de aus Tübingen, gleitschirmschule.at aus Bregenzer Wald oder hotspot.de?
Wäre sehr dankbar für Tipps und Erfahrungsberichte, egal ob positiv oder negativ.
DANKE!

marcel1
13.08.2012, 22:35
Gleitzeit mit Stefan Hodek kann ich empfehlen und wäre dann auch von der Art her der Richtige für Dich, denn das ist sicher kein Haudegen. Wenn ich irgendwas an deren ansonsten perfekten Angebot (Service, Preis etc.) kritisieren wollte, dann daß der Stefan manchmal etwas mehr pushen dürfte - aber das suchst Du ja gerade nicht!

Die anderen kenne ich nicht. Du solltest Dich aber neben der ausrichtenden Flugschule vor allem auch darauf konzentrieren, daß das Training von einem anerkannt guten Trainer geleitet wird, mit dessen Art Du zurecht kommst. Damit steht und fällt das Training nämlich.

Kalman
14.08.2012, 07:56
Hatte im Juni mein erstes Sicherheitstraining bei Glidezeit in Annecy und ich fands gut :)
Jeder wurde am Anfang des Kurses gefragt ob er schonmal ein SiKu gemacht hat, was er davon erwartet und was er alles für Manöver machen will.
Dann wurde ganz sanft angefangen mit Rollen / Nicken und dann täglich gesteigert bis zum Full Stall. Hatte nicht den Eindruck, dass jemand überfordert wurde.
Die Stimmung in der Gruppe war gut, die Betreuung gut, ich würde nochmal dorthin gehen.
Das einzige was mich in Annecy gestört hat ist die doch recht geringe Arbeitshöhe überm See. Im Endeffekt hat man 400-500 Meter, wenn man mal Anflug und Landeeinteilung abzieht.
Das ist für ein erstes Sicherheitstraining sicher nicht verkehrt, schliesslich ist ja irgendwann die Luft raus, gerade am Anfang. Aber wenn man mal an steile Spiralen rangeht, dann ist die Höhe halt schnell weg.

Das Fluggebiet an sich ist sonst Klasse, gerade am späteren Nachmittag kann man ganz gemütlich in einer Mischung aus Abendthermik und Hangaufwind auf "Strecke" gehen :o

wfmaier
14.08.2012, 08:37
Ich war letztes Jahr bei glidezeit und sehr zufrieden. Ein Gefühl vermitttelt dir:

http://www.youtube.com/watch?v=ENNvl3GWcO8

Grüße und viel Spaß
Wolfgang

Arthur Dent
14.08.2012, 09:38
Nach den ganzen positiven Kommentaren zu Glidezeit möchte ich meine Meinung ergänzen. Ich habe letztes Jahr ein Training dort gemacht.
Stefan Hodek ist wirklich ein sehr guter Trainer. Sehr einfühlsam, sehr auf den Punkt, und er sieht und korrigiert Fehler schon bevor man sie gemacht hat. Die Location ist auch prima, wunderbares Fluggebiet, Camping am See, Landeplatz am Campingplatz, kurze Wege, alles prima. Der Startplatzt ist eine Wucht, auch wenn dort in der Regel hektischer Rudelstart mit 50 Piloten gleichzeitig angesagt ist, verteilt sich das ganz ok, ruhige Startvorbereitung ist allerdings was anderes.
Was mich bei Glidezeit aber gestört hat, ist das organisatorische Drumrum. Man kauft für 535 Euro eine Woche Sicherheitstraining. Effektiv zählt aber Tag 1 als Anreise, Tag 2 als Briefingtag (mit Einweisungsflug, kein Training). Los gehts dann erst ab Tag 3, und endet am letzten Tag mit dem Frühstück, was in Wirklichkeit die große Abrechnung mit Geldeinsammeln ist. Das macht Netto gerade mal 4 Tage Flugtraining, bei denen nur im Ausnahmefall von der Regel "2 Flüge am Tag" abgewichen wird. Ich habe Willi da wirklich sehr unflexibel erlebt. Wir hatten teilweise schlechtes Wetter, und nur mit ach und krach die 8 Flüge zusammenbekommen. Am letzten Tag wäre durchaus noch ein zusätzlicher Trainingsflug drin gewesen, er war aber trotz Bitten der Gruppe schlicht nicht bereit, nochmal zum Startplatz zu fahren, auch wenn ausreichend Zeit gewesen wäre. Wir sind dann nochmal mit der Navette hochgefahren und "frei" geflogen. Schade, so hat das einen unangenehmen Nachgeschmack hinterlassen. Ansonsten sollte man (wie bei anderen Trainingsangeboten auch) die Nebenkosten mal durchkalkulieren, da kommt sehr schnell was zusammen. Da das woanders aber auch so ist, will ich darauf nicht eingehen. Nur eins: eine DVD mit den zusammenkopierten Filmschnipseln des Videotrainings in nicht wirklich überzeugender Qualität für 35 Euro finde ich absurd teuer, insbesondere, da die Videoaufzeichnung eh Bestandteil des Trainingsprogramms ist.

Mein Fazit nach meinem Training dort war zwiespältig: Stefan ist wie gesagt als Trainer eine Wucht, da kann man nichts anderes sagen. Gegen Kosten bei einer solchen Veranstaltung habe ich auch nichts, gute Sachen kosten gutes Geld. Aber was mich doch zu sehr gestört hat, war, dass man bei Willi das Gefühl hatte, die Flugschüler sind eher Störenfriede im durchorganisierten Tagesablauf. Nach einer Woche Training hatte ich das Gefühl, dass ich einfach zu viel Rumgesessen und zuwenig geflogen habe. Deswegen war für mich nach dem Sicherheitstraining bei Glidezeit klar, dass mein nächstes Sicherheitstraining woanders stattfinden wird.

Ulluluflieger
14.08.2012, 12:03
Hi!

Es gibt noch eine Schule, die dort mehrere Wochen SiTras anbietet: http://www.fs-hirondelle.de
Kursleiter ist Kai Ehrenfried. Ein ruhiger, sehr erfahrener Fluglehrer.
Der Kurs geht über eine Woche und beginnt mit einer K-Prüfung (ob der Retter zur Not auch auslöst). Dann die Vorstellung der verschiedenen Flugfiguren. Du kannst Dir, die für Dich passenden Manöver raussuchen. Es gibt ein gemeinsames Küchenzelt, in dem zusammen gekocht und gegessen wird (und gefeiert ;-)). Abends sitzt man gemütlich am Feuer zusammen. Der Kurs läuft sehr entspannt und ruhig ab. Auch am Startplatz wird -trotz viel Betrieb, wegen anderer Schulen und Freiflieger- sehr schön auf entspannte Atmosphäre und Ruhe geachtet. Der Fluglehrer am Start ist auch sehr erfahren. Kai führt den Piloten nach dem Start von einem Sicherungsboot aus. Außerdem stehen modernste Rettungswesten zur Verfügung, also es wird auch sehr auf Sicherheit geachtet. Kai veranstaltet dort auch Sitras für andere Flugschulen.

Die Flugschule Hotsport kannst hier im Forum mal suchen und ein paar Einträge durchlesen.
Willi mit der FS Glidezeit ist auch sehr symphatisch.

Grüße!

michi_e
14.08.2012, 13:39
Ich habe mein erstes SiTra im Mai mit Kai Ehrenfried in Annecy gemacht und kann Ulluluflieger nur zustimmen. Hätte mein Chef nicht nächstes Jahr den Mai für seinen Urlaub blockiert, wäre ich sicher wieder dabei gewesen...

Herzliche Grüsse, Michi

Glyder
14.08.2012, 18:15
Kann nur bestätigen was Arthur sagt, Stefan hui, der Rest eher pfui.

HumanFly
14.08.2012, 20:53
Ich hab auch ein Sicherheitstraining bei Kai Ehrenfried gemacht und muss sagen, dass ich bei Kai auch eher das Gefühl hatte als Teilnehmer das störende Element zu sein.
Mein Wunsch einen Fullstall zu fliegen hat er abgelehnt, weil ihm das zu gefährlich war. Wir haben uns dann auf einen einseitigen Strömungsabriß einigen können. Will man also mehr als Ohrenanlegen, Klapper und Spirale machen würde ich Kais Sicherheitstraining nicht empfehlen.
Das Coaching bestand bei einem Flug (zugegeben der letzte an diesem Tag) aus: "Fliegsch halt raus übern See und machsch grad was du wilsch". Ein Feedback gabs zu diesem Trainingsflug auch auf Nachfrage nicht.
Kai ist eigentlich ein sehr sympathischer Kerl - er scheint nur keinen Bock (mehr) auf seine Flugschüler zu haben und ab und zu wird einem einfach zu deutlich, dass Kai in erster Linie Geschäftsmann ist.

zucki
14.08.2012, 22:50
Hi!

Es gibt noch eine Schule, die dort mehrere Wochen SiTras anbietet: http://www.fs-hirondelle.de
Kursleiter ist Kai Ehrenfried. Ein ruhiger, sehr erfahrener Fluglehrer.
Der Kurs geht über eine Woche und beginnt mit einer K-Prüfung (ob der Retter zur Not auch auslöst). Dann die Vorstellung der verschiedenen Flugfiguren. Du kannst Dir, die für Dich passenden Manöver raussuchen. Es gibt ein gemeinsames Küchenzelt, in dem zusammen gekocht und gegessen wird (und gefeiert ;-)). Abends sitzt man gemütlich am Feuer zusammen. Der Kurs läuft sehr entspannt und ruhig ab. Auch am Startplatz wird -trotz viel Betrieb, wegen anderer Schulen und Freiflieger- sehr schön auf entspannte Atmosphäre und Ruhe geachtet. Der Fluglehrer am Start ist auch sehr erfahren. Kai führt den Piloten nach dem Start von einem Sicherungsboot aus. Außerdem stehen modernste Rettungswesten zur Verfügung, also es wird auch sehr auf Sicherheit geachtet. Kai veranstaltet dort auch Sitras für andere Flugschulen.

Die Flugschule Hotsport kannst hier im Forum mal suchen und ein paar Einträge durchlesen.
Willi mit der FS Glidezeit ist auch sehr symphatisch.

Grüße!

Also von Kai hab ich einen komplett gegensaetzlichen(negativen) Eindruck gewonnen-auf Details will ich lieber nicht eingehen und ich will auch keinen schlechtmachen-aber ich schaffs einfach nicht das so ganz unkommentiert stehen zu lassen!:eek:

thunder1986
15.08.2012, 08:24
hört sich ja echt übel an, was manche als Sicherheitstraining verkaufen...
kein Fullstall im SIV? wofür geh ich dann über Wasser? Klapper und Ohren waren bei mir Bestandteil der A-Schein Ausbildung und Spiralen hab ich da auch (zumindest Ansatzweise) gelernt.

Ulluluflieger
15.08.2012, 12:57
Also ich hab dort Fullstalls geübt. Auch in diesem Frühjahr noch.
Allerdings macht Kai das nicht sehr gerne, das stimmt. Aber er lässt es fliegen. Auch absichliche Retterwürfe können gemacht werden.
Sämtliche Manöver (Klapper, Frontstall) werden auch beschleunigt geflogen. Natürlich nur, wer das möchte!

"als Teilnehmer ein störendes Element" zu sein ist völligst absurd, gerade bei Kai. Ihm geht es auch während der A-, B-, Windenausbildung immer ums Fliegenlernen und das Geld kommt zum Schluß. Natürlich muß er auch Geld verdienen, aber das kommt echt am Ende. Er achtet z.B. auch sehr auf die Gruppengröße und den reibungslosen, regelmäßigen Transport zum Startplatz. Und wer Pause machen möchte, lässt die Touren einfach aus und geht in Annecy schwimmen oder macht sonstwas. Da kann jeder sein persönliches Tempo gehen, wie sie/er mag.

Die Kritik verstehe ich echt nicht...

michi_e
15.08.2012, 18:16
Ich habe bei Kai zwar nicht die Extremflugzustände erflogen und nicht den Retter geworfen (weil ich es nicht wollte), ansonsten aber alle Manöver (auch beschleunigt) gemacht, die vom DHV im Rahmen des Sicherheitstrainings ( http://www.dhv.de/web/piloteninfos/ausbildung/ausbildung-gleitschirm/fortbildung/dhv-sicherheitstraining/ ) empfohlen werden. Ich hatte volles Vertrauen zu ihm und fühlte mich am Funk bestens betreut.

Wenn ich Wert auf extreme Manöver lege, gehe ich zu Dani Loritz oder Chris Geist.

Ich kenne Kai seit vielen Jahren und habe schon einige Geschäfte mit ihm gemacht: Es war immer fair und sowohl die Preise als auch die Leistung hielten jedem! Vergleich stand, im Gegenteil er hat mich immer wieder positiv überrascht durch seine Grosszügigkeit. Man kann Kai sicher (wie jedem anderen Menschen auch) Schwächen vorwerfen, aber sicher nicht, dass bei ihm die "Kohle im Vordergrund" steht.

Michi

amstef
15.08.2012, 18:56
Mein Sicherheitstrainer war auch Kai.
Das Problem war, dass die Gruppe recht inhomogen war und jeder das gleiche Trainingsprogramm geflogen hat. Für manche Leute war Ohren anlegen schon ne echte Herausforderung während andere sich dabei eher gelangweilt haben. Wenn Du Ohren, B-Stall und Spirale schon kannst und oft fliegst würde ich Dir abraten. Wenn Du Notabstiegshilfen und kleinere Klapper im Detail lernen möchtest ist Kai bestimmt nicht verkehrt. Für extreme Sachen würde ich zu nem anderen Trainer gehen.

PS: wegen Wetterpech durften wir alle noch mal zum Nachschulen kommen, fand ich gut.

Grüße, Nadine

Ulluluflieger
15.08.2012, 20:35
@Nadine:

Wie will man eine Gruppe unter einen Hut bringen? Vom Stärksten ausgehen, den seinen Spaß haben lassen und 10 andere in den See bomben lassen, weil die überfordert waren?
Oder besser am Schwächsten orientieren, alle Manöver vorstellen und jeden seinen Mix zusammenstellen lassen? Wenn sich jemand bei "Kläpperchen" langweilt, sag ihm das und erklärt dir, wie's heftiger wird....
Wenn jemand nicht in der Lage ist, zu sagen was er will, liegt das nicht an der Flugschule. Gedankenlesen ist halt selten erfolgreich.... ;)

Und wir reden immernoch über ein SiTra.... für Performance oder Acro geh zur französischen Nachbarschule (liegt auch am Platz, direkt neben an) :)

Grüße,
Thorte

thunder1986
15.08.2012, 20:41
@Nadine:

Wie will man eine Gruppe unter einen Hut bringen? Vom Stärksten ausgehen, den seinen Spaß haben lassen und 10 andere in den See bomben lassen, weil die überfordert waren?
Oder besser am Schwächsten orientieren, alle Manöver vorstellen und jeden seinen Mix zusammenstellen lassen? Wenn sich jemand bei "Kläpperchen" langweilt, sag ihm das und erklärt dir, wie's heftiger wird....
Wenn jemand nicht in der Lage ist, zu sagen was er will, liegt das nicht an der Flugschule. Gedankenlesen ist halt selten erfolgreich.... ;)

Und wir reden immernoch über ein SiTra.... für Performance oder Acro geh zur französischen Nachbarschule (liegt auch am Platz, direkt neben an) :)

Grüße,
Thorte
Das sehe ich anders:
Ein vernünftiges Training hat doch mindestens einen Startleiter und einen Lehrer unten am Funk.
Jeder Teilnehmer fliegt einzeln raus: Da kann es ja nicht zuviel verlangt sein, dass der Startleiter den Schüler fragt welche Manöver er fliegen will und die Info dann an den Trainer funkt.
Muss doch nicht die ganze Gruppe das selbe Programm fliegen?!

andsch
15.08.2012, 20:55
Also ich war schon auf einigen SiKus und dort waren unterschiedliche Leistungsstände nie ein Problem. Vom A-Schein Neuling der grad den "Lappen" Frisch in der Hand hat bis zum ambitionierten Acrobatikflieger der ab dem ersten Flug Heli-Connections trainieren will.
Warum sollte man alle unter einen Hut bringen?

Trainings so alle am ersten Tag alle Klapper rechts, und am zweiten Tag alle Klapper links fliegen müssen sind mir absolut fremd, zum Glück!

Einzig der unterschiedliche Höhenverlust ist ab und an nervig, gerade bei Trainings die aufgrund geringer Arbeitshöhe eine hohe Anzahl von Flügen fordern. Da kommts z.B. beim WO-Training schon mal vor das man mehrere Minuten nach jemandem, der nur mehrfach den Stallpunkt erfliegen will, startet und trotzdem vor ihm landet ;)

Ulluluflieger
15.08.2012, 21:16
Das sehe ich anders:
Ein vernünftiges Training hat doch mindestens einen Startleiter und einen Lehrer unten am Funk.
Jeder Teilnehmer fliegt einzeln raus: Da kann es ja nicht zuviel verlangt sein, dass der Startleiter den Schüler fragt welche Manöver er fliegen will und die Info dann an den Trainer funkt.
Muss doch nicht die ganze Gruppe das selbe Programm fliegen?!

Ja, eben so läuft es doch auch! Hab mich vielleicht missverständlich ausgedrückt.
Jeder kann sich die Flugmanöver selbst zusammenstellen. Es werden die Standartmanöver besprochen und wem das zu langweilig ist, muß halt was sagen.
Ich meinte mit meinem Post, dass nicht gleich am ersten Tag nur schwere Manöver besprochen und zur Auswahl liegen. Sondern vom Kleinen zum Großen hin. Am ersten Tag werden Klapper, Frontstalls erklärt, am 2. gehaltene Klapper mit Gegensteuern, usw. bis hin zur Steilspirale oder Fullstall. Jeder sagt dem Fluglehrer am Start, was er fliegen möchte. Vom "Babyklapper" bis hin zum Fullstall....

Helen
15.08.2012, 21:17
Mein Sicherheitstrainer war auch Kai.
Das Problem war, dass die Gruppe recht inhomogen war und jeder das gleiche Trainingsprogramm geflogen hat. Für manche Leute war Ohren anlegen schon ne echte Herausforderung während andere sich dabei eher gelangweilt haben. Wenn Du Ohren, B-Stall und Spirale schon kannst und oft fliegst würde ich Dir abraten. Wenn Du Notabstiegshilfen und kleinere Klapper im Detail lernen möchtest ist Kai bestimmt nicht verkehrt. Für extreme Sachen würde ich zu nem anderen Trainer gehen.

PS: wegen Wetterpech durften wir alle noch mal zum Nachschulen kommen, fand ich gut.

Grüße, Nadine

Hi Nadine,

da ich im gleichen Training war, kann ich das so nicht stehen lassen. Jeder von uns konnte vorher notieren, was er fliegen wollte und Kai hat das berücksichtigt. Du hättest sogar einen Full Stall geflogen, wenn das Wetter beim letzten Flug mitgespielt hätte. Was einen SAT angeht, weiß ich nicht, ob Kai das anbietet, aber Full Stall, negativ Drehen, Klapper in allen Größen mit und ohne Speed sowie alle Abstiegshilfen waren möglich.

Schöne Grüße,

Helen

marcel1
15.08.2012, 21:51
Übrigens teilen manche Sicherheitstrainer sogar die Gruppe auf, wenn es deutlich unterschiedliche Wissensstände gibt. Hab ich beim Stefan Hodek z.B. so gesehen. Andere bieten gleich unterschiedliche Kurstermine für unterschiedliche Level an.
Dann müssen sich die fortgeschrittenen Leute nicht mehr an den Klapperbeschreibungen langweilen. Eigentlich ne sinnvolle Sache. Auch wenn es in der Luft dann eh kein Problem mehr ist, wenn der eine eben Tumblings und der andere Klapper üben will. Man fliegt ja nacheinander.

Ansonsten sollten mindestens die üblichen "Einstiegsacromaneuver" (also sicher auch Fullstall und SAT) heutzutage - geeignete Erfahrung beim Piloten vorausgesetzt - bei keinem Sicherheitstrainer ein Problem darstellen. Darum mein Hinweis, sich zu informieren, wer der Trainer ist. Langjährige Erfahrung in allen Maneuvern, die da so gefragt und geflogen werden, sollte der schon mitbringen.

thunder1986
15.08.2012, 22:44
Ja, eben so läuft es doch auch! Hab mich vielleicht missverständlich ausgedrückt.
Jeder kann sich die Flugmanöver selbst zusammenstellen. Es werden die Standartmanöver besprochen und wem das zu langweilig ist, muß halt was sagen.
Ich meinte mit meinem Post, dass nicht gleich am ersten Tag nur schwere Manöver besprochen und zur Auswahl liegen. Sondern vom Kleinen zum Großen hin. Am ersten Tag werden Klapper, Frontstalls erklärt, am 2. gehaltene Klapper mit Gegensteuern, usw. bis hin zur Steilspirale oder Fullstall. Jeder sagt dem Fluglehrer am Start, was er fliegen möchte. Vom "Babyklapper" bis hin zum Fullstall....

ja, dann war´s ein Missverständnis.
Bei der Theoretischen Besprechung ist es ja nicht schlimm, wenn man mal was hört, was man schon kennt oder umgekehrt ein Manöver anhört, dass man später garnicht fliegen will.
Aber bei einer beschränkten Anzahl von Trainingsflügen, die ja auch nen Haufen Geld kosten, würde ich nicht mit Klapper links und Klapper rechts anfangen wollen.
Da muss das dann schon individuell angepasst werden.

Aber es soll ja auch Leute geben die zum SIV kommen und sagen sie wollen Heli trainieren, haben aber noch nie nen Fullstall oder Negativ geflogen :D:D

piti
15.08.2012, 23:56
Einzig der unterschiedliche Höhenverlust ist ab und an nervig, gerade bei Trainings die aufgrund geringer Arbeitshöhe eine hohe Anzahl von Flügen fordern. Da kommts z.B. beim WO-Training schon mal vor das man mehrere Minuten nach jemandem, der nur mehrfach den Stallpunkt erfliegen will, startet und trotzdem vor ihm landet ;)

genau für dies brauchts halt ein guter startleiter, der das im griff hat.

ihl piti

bigben
16.08.2012, 00:03
Fahrt doch an den Gardasee, da habt ihr i.d.R > 1000m Arbeitshöhe überm See und es gibt dort excellente Anbieter, die stressfrei von kleinen Ohren bis Acro alles bieten. Ich war grad dort und fahre allein wg. der Arbeitshöhe und Umgebung nirgendwoanders hin. Viele Manöver hintereinander und das bei 3 Flügen pro Tag.

Meine pers. Empfehlung gibts nur als PN

wölkchen
16.08.2012, 00:10
Ich kann über das Sicherheitstraining bei glidezeit nur Positives berichten. Werde dort im September mein 4. Training absolvieren. Man ist dort wirklich sehr gut aufgehoben. Die Organisation - zwangsläufig teilweise durch das Wetter beeinflusst - passt auch.

Die Kritik von arthur dent und flying oli ist für mich nicht nachvollziehbar. Dass am 1. Tag nach der Anreise nur ein "Briefing" stattfindet, ist völlig in Ordnung. Bis die Ausrüstungen - insbesondere die Rettungen - sorgfältig geprüft sind, die Rettungswesten ausgegeben sind und deren Funktionsweise erklärt ist (wie wir wissen, ist das besonders wichtig), die zwei Landeplätze sowie der Startplatz besichtigt sind, vergeht einfach sehr viel Zeit. Im Übrigen gibt es normalerweise einen Einweisungsflug mit anschließender Videoanalyse des Starts. Natürlich findet am Abreisetag das "Abkassieren" (Mobilhome, Essen, Fahrten usw.) statt. Wann sonst? Wenn das Wetter ok ist, gibt es auch mehr als 8 Flüge. Arthur dent scheint sich insoweit auch bei den "Netto-Tagen" verrechnet zu haben ;) ; ich komme jedenfalls auf 5 Tage (Sonntag = Einweisung, Montag bis Freitag = Training), was bei gutem Wetter mindestens 10 Flüge ergibt. 2 Flüge am Tag sind m. E. auch genug. Es soll ja schließlich auch noch Zeit für die Videoanalyse und für das Freifliegen bleiben. Dass manchmal das Wetter nicht mitspielt und daher viel gewartet werden muss und auch mal ein Tag ins Wasser fällt - was die Stimmung nicht gerade fördert -, kann man glidezeit sicherlich nicht anlasten. Da das Glidezeit-Team zwischen den Kursen auch mal kurz durchschnaufen muss, insoweit bleibt nur der Samstag, finde ich es auch nicht anstößig, dass nach dem Erreichen der zugesagten 8 Flüge kein weiterer Flug am Samstag stattgefunden hat. Als Störenfried habe ich mich bei Willi noch nie gefühlt. Abends sitz man gemütlich am Feuer und spricht über alles, was einem so gerade einfällt; ein Animationsprogramm rund um die Uhr kann man wohl kaum erwarten.

Basti G.
16.08.2012, 09:37
@Ulluluflieger:
Scheinbar hast du noch keine anderen Vergleichsmöglichkeiten, da du ja schreibst dass du A-Schein, B-Schein, Winde und Siku alles bei der gleichen Schule gemacht hast. Gegen Treue zu einer Flugschule ist ja nicht einzuwenden, aber gerade beim Sicherheitstraining gibt es ein paar Spezialisten, bei denen das Training eine ganz andere Qualität hat. Was du teilweise über das Training von Kai schreibst, finde ich ein bißchen wunderlich. Klingt für mich bestenfalls nach einem "Performancetraining" und auch die Orga klingt seltsam. Gerade deine Aufzählung "am 1. Tag dies, am 2. Tag das..." wundert mich etwas. Was du da aufzählst, macht man z.B. bei Dani Loritz, Chris Geist oder Ralf Reither beinahe alles innerhalb des ersten Flugs. Passt schon wenn du dich bei Kai wohlfühlst, aber mal das System einer anderen Flugschule kennenzulernen kann nichts schaden. Wenn er selbst schon beim Fullstall Bauchschmerzen hat, stimmt da irgendwas nicht, da fängts doch erst an Spaß zu machen. ;)

Kalman
16.08.2012, 12:29
Anscheinend gibt es sehr unterschiedliche Vorstellungen was alles in einem Sicherheitstraining trainiert werden sollte, und das führt dann dazu, dass die Leute mit falschen oder nicht erfüllten Erwartungen dort hin bzw weg gehen.

Ein Sicherheitstraining per se ist doch erstmal dafür da um zu lernen mit Störungen, die im Alltag auftreten können, umgehen zu lernen und Notabstiegshilfen sicher zu beherrschen.
Alle weiteren Manöver haben an sich erstmal nichts in einem SiKu verloren und sollten in einem Performance bzw Acrotraining trainiert werden, wofür gibts es sonst solche Kurse?

Sicher kann man sich streiten was alles zu "Störungen im Alltag" zählt. Klapper in allen Variationen zählen mit Sicherheit dazu.
Bei einseitigem Abreissen oder Fullstall werden sich die Meinungen sicher schon spalten.
SAT oder Heli gehören an sich aber nicht in ein Siku, man sollte also nicht enttäuscht sein, wenn es dort nicht trainiert wird. Trotzdem finde ich sollte der Fluglehrer bei entsprechendem Pilotenkönnen auch fexibel auf solche Anfragen reagieren.

dicker-moench
16.08.2012, 13:13
Heli gehört in ein SHT. Geht er schief, schau wie du da wieder raus kommst. Ich habe mit meinen verpatzten Helis mehr gelernt, als mit provozierten Klappern. Sicherlich war ich durch die Klapperzieherei schon geimpft was passiert, was ich machen muss usw. Aber bis der Trainer mir auf dem Funk bei den Helis was sagte, habe ich das eh schon längst gemacht gehabt.

Basti G.
16.08.2012, 14:09
Ich bin auch der Meinung, dass im Siku immerhin die Möglichkeit bestehen sollte solche Manöver zu versuchen. Natürlich muss der Pilot dann nicht alles machen, aber das nötige Know How sollte beim Sicherheitstrainer schon vorhanden sein. Der Stall ist zwar ein Manöver das ungewollt selten als Störung auftritt, aber wenn man ihn sehr gut beherrscht ist er nur als Beispiel ein gutes Mittel um einen Verhänger (mit noch ausreichend Höhe) zu lösen. Also trägt er sehr wohl zu deiner Sicherheit bei. Zur Praxisrelevanz des einseitigen Abreisens hab ich noch gut die beiden Unfall-Videos im Kopf die neulich im Sicherheitsbereich eingestellt wurden.
Auch die anderen Manöver wie Wingover, SAT und irgendwann sicher auch der Heli tragen dazu bei, das Verhalten deines Schirms besser kennen bzw. beherrschen zu lernen und helfen dir indirekt sehr wohl auch in Gefahrensituationen. Ich finde ein Training gut, in dem ich mir eben nicht die Frage stellen muss, ob ich jetzt ein Performance-, Sicherheits- oder gar Acrotraining buchen will/muss, da der Trainer ohnehin sehr individuell auf meine Wünsche und Fähigkeiten eingeht und in jedem Flug für jeden Piloten das Programm individuell anpasst. Da kann es dann durchaus passieren dass der erste Pilot nur human spiralen lernen will, während der 2 Pilot gerade den Tumbling übt. So lernen Anfänger evtl. auch anhand der Videoanalyse der erfahreneren Piloten die Theorie direkt mit. Ein gezogener Bilderbuch-Klapper aus dem Geradeausflug mit Ansage ist ja schön und gut...aber praxisnaher ist z.B. die überraschende Reaktion auf einen Klapper nach zu wenig gestützem Wingover oder das Stabiliesieren eines schon in die Spirale abtauchenden gehaltenen Klappers.

dicker-moench
16.08.2012, 17:24
mein SHT sah so aus, dass man die ersten Tage einfach erst mal die Störungen durchgenommen hat und wie man diese behebt. Beherschte man Fullstall durfte man sich weitere Manöver aussuchen vom Heli, über den AssiSAT bis hin zum Loop. Der nannte sich Tag der Schweinereien. Wer bis dahin bestimmte Flugzustände nicht beherschte, durfte/musste diese noch üben. Wer keine Schweinereien wollte, sagte halt am Startplatz was er noch mal vertiefen möchte. Bei einigen war die Luft raus

Rollen, Nicken bis zum Frontklapper, Stallpunkt ertasten, Klapper in jeder Form, Abstiegsformen wie Ohren und BigEars mit Rollen, B-Stall, Spirale. Das war Pflichtprogramm. Pflicht hieß auch Pflicht und wurde man durchgeprügelt. Klapper, Nicken wurde erst akzeptiert wenn groß genug. Ist nicht für jeden geeignet fand ich aber gut so.
Mir bringt es wenig, wenn ich nur 50% Klapperle ziehen und damit nur per Gewichtsverlagerung den Schirm auf Kurs halten kann und noch doppelt so viel Steuerweg zur Verfügung habe bis zum Strömungsabriss gegenüber eines 75% Klappers. Ich weis jetzt was mich bei 75%Klapper erwartet und bin weniger überrascht, wie jemand der nur bis 50% gezogen hat und man gesagt bekommt das passt schon.