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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stau am Mont-Blanc



Meyer Michel
20.08.2012, 09:07
Bei den aktuellen Wetterbedingungen sind gestern nach den letzten Zahlen ca. 50-60 Piloten am Mont-Blanc topgelandet und ca. 100 haben es überflogen.

Stimmung am Gipfel :


http://vimeo.com/47830229

gleitschirmroli
20.08.2012, 09:28
Bei den Bedingungen letzten Samstag und Sonntag überrascht mich das gar nicht. Wenig Wind in der Höhe und Thermik fast ohne Ende. War in Fiesch und genoss dort das Alpenpanorama

skyman
20.08.2012, 09:48
Traumhafte Aussicht!!

Waidlerin
20.08.2012, 10:19
Großer Bahnhof :) und Monsieur Sup'Air ist auch immer dabei!

magic_boomerang
20.08.2012, 11:32
der Mont Blanc ist die neue Marmolada ;)



Thomas

Markus Bernhardt
20.08.2012, 12:03
der Mont Blanc ist die neue Marmolada ;)



Thomas


Aber nur für "Berufspiloten" :D

Meyer Michel
20.08.2012, 16:35
Aus Segelflieger-Perspektive :


http://www.youtube.com/watch?v=tVR20Mg0b0s

schwachwindkomiker
20.08.2012, 18:08
wo sind die piloten gestartet?

dicker-moench
20.08.2012, 19:19
wie waren ihre Routen?

TranceAddicted
20.08.2012, 19:42
hammer :) gar episch :D

andsch
20.08.2012, 20:07
Muss ja echt hammer Steigen gewesen sein, Felix Rodriguez hat sich mitm 18,5m2 Acroschirm da hoch gekurbelt :eek:

magic_boomerang
20.08.2012, 20:55
Aus Segelflieger-Perspektive :


http://www.youtube.com/watch?v=tVR20Mg0b0s




jetzt ist mir klar, warum die uns als Teebeutel bezeichnen...

Thoms

mars
21.08.2012, 07:45
... und sogar ein XXLite von Ozone war dabei.


http://www.flyozone.com/paragliders/de/news/headlines/5077

Bidi
21.08.2012, 08:19
herr rodriguez hatt dann beim abflug mit seinem 18.5er trickster laut ozone auch noch nen neuen infinity rekord aufgestellt....:D

gerifly
21.08.2012, 08:45
Oje, nach dem Konfiberg muss jetzt auch noch der arme Mont Blanc dran glauben und diese fliegenden Horden über sich ergehen lassen......... ;)

Gruss Geri

Shorty66
21.08.2012, 15:07
... und sogar ein XXLite von Ozone war dabei.


http://www.flyozone.com/paragliders/de/news/headlines/5077

Da soll noch mal wer behaupten, der könne keine Kurven fliegen ;)

Meyer Michel
21.08.2012, 16:01
wo sind die piloten gestartet?

Prarion, Planpraz oder Champex (CH).

< 2.000 M war es zu stabil, aus Prarion haben es nur die wenigsten geschafft.



wie waren ihre Routen?

in Juli / August ist es im roten Gebiet hier verboten : http://goo.gl/sXAzH

Eine mögliche Route wäre das z.B. : http://parapente.ffvl.fr/cfd/liste/2011/vol/20120436


Achtung im ersten Link hier oben ist der Gipfel im roten Gebiet, man lese aber auch das : http://de.wikipedia.org/wiki/Grenzverlauf_auf_dem_Mont_Blanc

D.h. wichtig ist die rote Zone herum zu fliegen, dann Bionnassay -> Grat entlang -> "italienische Seite" (siehe 2. Link)


Ab Champex in der Schweiz sind andere auch entlang der Grenze FR / IT geflogen.



Sonst habe ich gerade gelesen dass gestern und heute andere Piloten auch den Gipfel überflogen haben.

Grimselschlange
21.08.2012, 17:23
Ab Champex konnte man am Sonntag den Knecht schicken.
Nein,.... im Ernst, ...........eigentlich bin ich nur dank meinem Astral 7, bis auf 5320 Meter gekommen :D:D:D:D:D

Was für ein Erlebnis.

cheeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeerio

piti
21.08.2012, 18:48
Ab Champex konnte man am Sonntag den Knecht schicken.
Nein,.... im Ernst, ...........eigentlich bin ich nur dank meinem Astral 7, bis auf 5320 Meter gekommen :D:D:D:D:D

Was für ein Erlebnis.

cheeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeerio

he du geilä siäch! gratulirä!! warum häsch mi nüd mitgno:D


ihl piti

Meyer Michel
21.08.2012, 21:30
Und noch eine.
Wirklich der Wahnsinn.


http://vimeo.com/47825373

UlrichPrinz
21.08.2012, 22:55
DIESER BEITRAG IST INKORREKT!
-> SIEHE POST #25
Die Aussenlinie des Gebiets (link unten) kann man trotzdem verwenden!

================================================== ======

Hi Michel,

> Achtung im ersten Link hier oben ist der Gipfel im roten Gebiet,

Das spielt keine Rolle, denn die Zone geht nur von 0 - FlightLevel 115

Quelle: Airspace-File France


** R 30 B MONT BLANC (09 MAR 2007) - Christophe COLARIS **
** H24 du 01/07 au 31/08 **
AC R
AN R30B interdit PUL
AH FL115
AL SFC

Hier als reduzierte Version: Die wichtigsten Airspaces für Annecy und Umgebung (http://ulrichprinz.com/air/annecy/airspace/Airspace-Annecy.txt)
für den Upload in C-Pilot und andere Varios.

Der DHV-XC rechnet das liebenswerterweise gleich um: 3504m
18885

Und so sieht es in Google-Earth aus:
18884

Sprich: Hat man erstmal die 3500m geschafft darf man sich überall
weiter hoch arbeiten. Je nachdem wo es am besten kurbelt oder soart!
Und wenn man auf die 5300m vom Sonntag hochgesoart ist, kann man
auch mit einem EN-A sorgenfrei in jede Richtung losfliegen.

Happy (Top-)Landings!
Ulli

einrad
22.08.2012, 08:44
Achtung im ersten Link hier oben ist der Gipfel im roten Gebiet,

Das spielt keine Rolle, denn die Zone geht nur von 0 - FlightLevel 115

Quelle: Airspace-File France

Happy (Top-)Landings!
Ulli

Was dann nichts anderes heißt, als dass die Zone im Gipfelbereich > 1000 m unter der Erdoberfläche liegt...

Die wird wohl nicht sehr oft verletzt werden.
:-)

Andreas Wolkerstorfer
22.08.2012, 09:02
Hier gibts mehr vom Flug von Stéphane:
https://vimeo.com/47975978

Meyer Michel
22.08.2012, 10:40
Hi Michel,

> Achtung im ersten Link hier oben ist der Gipfel im roten Gebiet,

Das spielt keine Rolle, denn die Zone geht nur von 0 - FlightLevel 115


Hallo Ulli,

Danke dür die Zusatzinfo,


Warst Du dabei am Sonntag ?

UlrichPrinz
22.08.2012, 16:50
Hi Zusammen,

Ich habe die Info bekommen, dass die 3 offiziellen Quellen,
die ich gecheckt hatte, nur die Hälfte der Regel enthalten.

Hier: http://www.chamonix.com/pdf/vol_libre_en.pdf
steht auf Seite 8
18892

Sprich: Die 1000 AGL (Above Ground Level) Regel gilt *zusätzich*

Damit ist mein voriges Post obsolet...

Sorry, Ulli

Sokrates
22.08.2012, 18:53
Wahnsinn die Mont Blanc Fliegerei. Habe die Videos erst jetzt gesehen. Fehlt nur noch, dass die jetzt noch den Grill aus dem Gurtzeug zaubern und da oben ein BBQ veranstalten. Wüsste man's nicht besser, könnte es auch ein Clubtreffen sein. :-)

Bitte nicht falsch verstehen. Ich finde diesen Ausflug absolut grandios und würde das wahnsinnig gerne auch mal machen. :)

Meyer Michel
22.08.2012, 19:48
Hi Zusammen,

Ich habe die Info bekommen, dass die 3 offiziellen Quellen,
die ich gecheckt hatte, nur die Hälfte der Regel enthalten.


Wie Du via mp mitbekommen hast ;) hab ich inzwischen das auch wieder gecheckt.

Mehr offiziell als das gibts nicht (die PGHM Bergrettung Gendarmerie Chamonix hat am Sonntag dran erinnert) : http://goo.gl/PP5Dz

wo es heisst : vom Grund bis zum höchsten Wert von ( FL115 oder 1.000 M. ASFC)

was auch Sinn macht weil es in Juli / August um den Verkehr von Rettunshelikoptern geht.

Grafisch : http://www.parapente.alpes74.org/lcdv/MontBlanc.svg


Heisst also dass der Gipfel in der roten Zone wäre, wobei es da eine Toleranz gibt solange der Rest des Fluges ausserhalb der Zone war und die Bergrettung nicht gestört wurde.

Leider sind einige beim Rückflug völlig durch diese Zone geflogen, sollte das in der Zukunft öfters vorkommen und zu Zwischenfällen führen würde es sicher Aerger geben. :(

Kalman
22.08.2012, 23:30
1. Wahnsinn, würde ich gerne mal das Glück haben... Ich bin am Sonntag den 19.8. auch über den Mt Blanc Gipfel hinweg geflogen, allerdings im Airbus. Und ich dachte mir noch... was ein Wahnsinnstag. Basis über 5000m und fast 0 Höhenwind. Habe mich echt geärgert, dass ich arbeiten musste :(

2. Die Jungs haben auch sicher alle brav während des Fluges am Sauerstoff geschnüffelt und ihn dann geschickt versteckt als die Kamera kam? :p

andsch
23.08.2012, 07:08
Und ich hab am gleichen Tag in sackstabiler Schichtung <2000m den ganzen Tag Abgleiter gemacht :(

Cowboy
23.08.2012, 08:07
Und ich hab am gleichen Tag in sackstabiler Schichtung <2000m den ganzen Tag Abgleiter gemacht :(

Ich auch.
Start vom Höfatsblick war um 2000 m gedeckelt.
Die vom Nebelhorn-Gipfel gestartet sind, konnten sich mühelos hochschrauben

Meyer Michel
23.08.2012, 08:12
sollte das in der Zukunft öfters vorkommen und zu Zwischenfällen führen würde es sicher Aerger geben. :(

Es gibt schon Aerger, vom Bürgermeister von Chamonix. Das nächste Mal wird sicher eskaliert...

http://www.ledauphine.com/haute-savoie/2012/08/22/des-parapentes-se-posent-sur-le-mont-blanc-un-exploit-salue-par-tous-mais-interdit

Waidlerin
23.08.2012, 08:53
@ Michel

J'adore vraiment le style de cet article: on dit des choses désagréables dans une langue tellement distinguée que cela pourrait être aussi bien une pub de l'office de tourisme :) Ce n'est pas possible de faire la même chose en allemand qui est vraiment une langue un peu barbare.

winDfried
23.08.2012, 10:49
@Waidlerin, Deutsch ist keine barbarische Sprache

J'adore vraiment le style de cet article: on dit des choses désagréables dans une langue tellement distinguée que cela pourrait être aussi bien une pub de l'office de tourisme :) Ce n'est pas possible de faire la même chose en allemand qui est vraiment une langue un peu barbare.
Außer, wenn man französische Texte automatisch ins Deutsche übersetzt -
Hier der Artikel (http://www.ledauphine.com/haute-savo...-mais-interdit):
Auf einer rein technischen Ebene, verdient das Kunststück all das Lob. In vergangenen Sonntag genießen die heißen Temperaturen und warmen Strömungen, die sie geschaffen, nahm Dutzende von Gleitschirmen (zwischen 50 und 100 je nach Quelle) off von Chamonix nach Planpraz Bereich, befindet sich etwa 2000 Meter .

Dank der außergewöhnlichen Witterungsverhältnisse, dass sie schnell dafür gesorgt, die Höhe bis zu dem Punkt, dass fast alle in der Lage, über den Mont Blanc zu fliegen, stolz thront auf seinen 4810 Metern waren! Viele von ihnen haben es sogar geschafft, auf der berühmten "Dach Europas" zu landen.

Die Übersicht durch ministeriellen Erlass geregelt
Ja, aber hier in Chamonix, einige nicht wirklich diese Bemühungen angeschlossen haben. Erstens, die Gendarmen PGHM, die nach wie vor gelobt Gleitschirmflieger waren schnell, um sie daran zu erinnern, dass "vom 1. Juli bis 31. August, der Überblick über den Mont-Blanc geregelt wird." Ein ministerieller Erlass vom 13. Oktober 2008 verbietet den Zugriff auf ultra-light Segler aller Art auf der Nordwand des Mont Blanc, um nicht mit möglichen Entlastung stören.

Jean-Louis Verdier, stellvertretender Bürgermeister verantwortlich für die Berg-und Sicherheit nicht Blatt vor den Mund anderer Stelle: "Es ist völlig unverantwortlich! Was ärgert mich am meisten dort, ist, dass sie Profis, die die Regeln kennen. Wenn es eine große "glitch" an diesem Tag, wie Erleichterung zu intervenieren waren?


Was der Bürgermeister da behauptet zeugt von Ignoranz und kindischen Machtspielchen eines Kommunalpolitikers.
Dem dürfte auch geläufig sein, dass die Freiflieger eben von allen Sporttouristen am allerwenigsten Geld in der Region lassen, und daher auch die geringste Priorität eingeräumt bekommen.

Hätter er sich richtig informiert, wüsste er, dass es durchaus möglich ist unter Einhaltung der geltenden in typisch französischer Art weit überzogenen Vorschriften am Mt. Blanc aufzusoaren:
Nämlich am Westgrat auf der italienischen Seite, wo eh die Thermik ist.
Ein paar Flüge ansehen auf xcontest oder xc.dhv.de zeigt, dass es die Piloten, die diese Herausforderung angenommen haben, genau so angegangen sind.
Damit wird die sportliche Leistung da rauf zu fliegen in meinen Augen nur noch größer !

Der Artikel und das Geschwallere vom Bürgermeister ist substanzlos und falsch.

Mir zeigt es außerdem, dass es im vielgelobten Frankreich das sogenannte "vol libre" gar nicht gibt.
Vielmehr wird die Gleitschirmfliegerei als Spielerei und Modeerscheinung angesehen, die nicht ernst genommen werden bräuchte, und die man nur tolerieren muss, bis sie wieder vergeht.
Oder die man ohne viel Verlust einfach verbieten kann.
W.

shoulders
23.08.2012, 12:04
Machen wir das mit der Übersetzung doch erst mal nicht maschinell oder aufs einzeln übersetzte Wort heruntergebrochen, sondern frei - schon klingt's nicht mehr "barbarisch" :)

Gleitschirmflieger auf dem Mont Blanc - allseits bewundert, aber verboten

Technisch gesehen verdient die Spitzenleistung alles Lob. Im Verlauf des letzten Sonntags sind dank glutheißer Temperaturen und der dadurch erzeugten Thermik mehrere Dutzend Gleitschirme (je nach Quelle zwischen 50 und 100) in Planpraz/Chamonix auf einer Höhe von ca. 2000 Metern gestartet.

Dank der außergewöhnlichen Wetterbedingungen wurden schnell Höhen erflogen, die fast allen einen Überflug des stolze 4810 Meter hohen Mont Blanc ermöglichten. Mehreren ist sogar die Heldentat gelungen, auf dem berühmten "Dach Europas" topzulanden.

Überflug ministeriell geregelt

Allerdings haben nicht alle in Chamonix diesen Versuch vorbehaltlos bewundert. Trotz Gratulationen an die Piloten haben sich vor allem die Polizisten der PGHM beeilt, an die vom 1.Juli bis zum 31.August geltende Überflugregelung zu erinnern. Tatsächlich untersagt ein ministerieller Erlass vom 13. Oktober 2008 das Befliegen der Nordwand des Mont Blanc durch alle Arten von Luftsportgeräten, um dort eventuelle Rettungseinsätze nicht zu behindern.

Jean-Louis Verdier, stellvertretender Bürgermeister und zuständig für den Berg wie die Sicherheit, nimmt kein Blatt vor den Mund. "Das ist völlig unverantwortlich! Was mich dabei am meisten stört ist, dass es sich hier um Profis handelt, die die Regelungen bestens kennen. Wie hätte die Bergwacht an diesem Tag im Fall ernsthafter Schwierigkeiten eingreifen können?"

Das klingt weder im Original wie eine "Verlautbarung des Tourismusbüros", noch muss eine ordentliche Übersetzung in unsere Sprache teutonisch-kantig daher kommen. Vor allem jedoch ist das kein Stoff für aufgeregtes Losbollern gegen das vermeintlich "kleinliche und kindische Gehabe" des Bürgermeisters; schon die ersten Treffer im XContest beispielsweise zeigen, dass der Großteil der Flüge (häufiger die Abgleiter zurück als die Aufstiege, aber auch nicht ausschließlich - und die überflogenen Grate gehören nun mal dazu) tatsächlich deutlich durch die Verbotszone gegangen ist, die so aussieht

18900

Als Bergsteiger beispielsweise würde ich so einen Artikel auch anders lesen, wenn ich mir vorstelle, dass einen - völlig legal unterwegs - im Falle der Fälle womöglich kein Helikopter suchen kommen kann, während die Piloten ihren Spaß haben ;)

So hat eben jedes Ding mehrere Seiten, und bei aller ob des fliegerischen Könnens verdienten Bewunderung muss so ein Gendarm wenigstens mal an die Regeln erinnern (womit er sich freundlich zeigt, denn eigentlich könnte er sanktionieren) bzw. ein Bürgermeister schimpfen (denn er kriegt im Fall der Fälle den medialen Ärger als erster ab) dürfen. Ich finde daher nicht, dass die Franzosen da faktisch oder verbal irgendwelche Grenzen überschritten hätten.


CU
Shoulders

Thomas C
23.08.2012, 12:47
Als Bergsteiger beispielsweise würde ich so einen Artikel auch anders lesen, wenn ich mir vorstelle, dass einen - völlig legal unterwegs - im Falle der Fälle womöglich kein Helikopter suchen kommen kann, während die Piloten ihren Spaß haben ;)

sehr interessante Sichtweise - da müsste man vermutlich in Österreich viele Fluggebiete die gleichzeitig Kletterern und Wanderern dienen weitläufig sperren.

Oder man hofft auf genug Hirnmasse und Regelkenntnisse unter dem Schirm auf dass sich bei einem Helikoptereinsatz alle möglichst schnell "vertschüssen" und/oder landen gehen. Bis jetzt scheint es noch zu funktionieren bzw. sind die Helipiloten sicher auch einiges gewohnt... :eek:


-Thomas

shoulders
23.08.2012, 13:06
sehr interessante Sichtweise - da müsste man vermutlich in Österreich viele Fluggebiete die gleichzeitig Kletterern und Wanderern dienen weitläufig sperren.

Oder man hofft auf genug Hirnmasse und Regelkenntnisse unter dem Schirm auf dass sich bei einem Helikoptereinsatz alle möglichst schnell "vertschüssen" und/oder landen gehen. Bis jetzt scheint es noch zu funktionieren bzw. sind die Helipiloten sicher auch einiges gewohnt... :eek:Na ja: http://www.gleitschirmdrachenforum.de/archive/index.php/t-17834.html

Abgesehen davon geht's bei dieser Sichtweise ja nicht drum, was man wo und wofür sperren müsste, sondern lediglich darum, wie unterschiedlich Leute die Verletzung einer Sperre bewerten könnten, die bereits existiert und auf deren Einhaltung sie sich bei der Planung einer eventuell doch über eine Wallbergwanderung hinaus gehenden Tour verlassen haben.


CU
Shoulders

einrad
23.08.2012, 13:21
sehr interessante Sichtweise - da müsste man vermutlich in Österreich viele Fluggebiete die gleichzeitig Kletterern und Wanderern dienen weitläufig sperren.

Oder man hofft auf genug Hirnmasse und Regelkenntnisse unter dem Schirm auf dass sich bei einem Helikoptereinsatz alle möglichst schnell "vertschüssen" und/oder landen gehen. Bis jetzt scheint es noch zu funktionieren bzw. sind die Helipiloten sicher auch einiges gewohnt... :eek:


-Thomas

Meines Wissens geht es im Gebiet nicht nur um die Flugrettung, sondern auch um die Versorgung der Hütten.
Ich bin deswegen im 2007er Jahr erst im September raufgegangen, wenn das Thema bereits wieder ruhiger wird.

Wenn aber an so einem Tag z.B. im Gipfelbereich eine kompliziertere Spaltenbergung notwendig gewesen wäre, die dann ggf. ein paar Stunden braucht?
Ich möcht ich nicht wissen wie lange es braucht, bis alle wieder gestartet oder zu Fuß runtergegangen sind. Möglichst schnell wird dann wohl mind. 1/2 h Verzögerung sein, wenn alles perfekt funktioniert?

Schaut Euch mal in den Videos die verschneiten Spalten an. Die offenen Bereiche der Spalten sind zu erkennen, die Fortsetzung der Spalten im noch verschneiten Bereich kann tlw. ganz brauchbar aus der Luft erraten werden. Es bleibt aber ein Restrisiko, auch für Personen, die die Gefahr kennen und im Voraus mit bedenken.

Wie viele unserer Kollegen dies getan haben, kann man schlecht spekulieren also glauben wir mal dran dass uns schon nichts passieren wird.

----------------

und wenn wir schon bei den Risiken sind:

> 5000 m ohne Sauerstoff bei mangelnder Akklimatisation:
Unter meinen Segelfliegerfreunden hieß es oft: Ich glaub Dir, dass Du den Sauerstoff noch nicht brauchst - es ist ja das Gehirn, das unter Sauerstoffmangel als erstes leidet... Das Schwierige an diesem Thema ist meiner Meinung nach, dass man die eigenen Ausfälle nicht bemerkt, weil wirklich das Gehirn als erstes beeinträchtigt ist. Dazu habe ich ein Mal unter Laborbedingungen an einem Versuch teilgenommen, der mir ein wenig die Augen geöffnet hat.
Auch hier gilt wieder, dass sicher alle Kollegen das Thema kennen, ausreichend akklimatisiert waren oder wir dies zumindest annehmen wollen.

----------------

Trotz allem ein großartiger Tag und ich wäre gerne dabei gewesen!

Harald

"Willio"
23.08.2012, 13:43
Ich war gestern auch auf dem Mont Blanc, aber nur mit der Seilbahn:-)
Das mit dem Sauerstoff denke ich ist ein wichtiger Faktor!
Gut ich bin kein durchtrainierter Bergsportler.....aber nach ein paar Schritten Treppen steigen, merkt man sofort die dünne Höhenluft!
Wenn man dann noch in einem Hammerbart angespannt ist und eventuell nicht richtig atmet, denke ich, kann das schnell zu einem Blackout...etc. führen!
Und wenn die Startbedingungen nicht optimal sind und ich einige male einen Startabbruch habe, wird's schwierig mit der körperlichen Belastung!
Und ich denke es sind nicht alle Piloten, die dort fliegen super Bergsportler!
......nichts desto trotz, ich wäre da auch gern dabei gewesen:-)http://img.tapatalk.com/50bb6a36-173a-91c4.jpghttp://img.tapatalk.com/50bb6a36-1761-a06b.jpg
http://img.tapatalk.com/50bb6a36-18ff-458a.jpghttp://img.tapatalk.com/50bb6a36-191c-869a.jpg

Thomas C
23.08.2012, 13:53
Na ja: http://www.gleitschirmdrachenforum.de/archive/index.php/t-17834.html


genau. die hoffnung lebt, aber sie wird auch immer wieder enttäuscht :(

interessant finde ich wie viele details nun auftauchen die "man" vorher hätte planen können/müssen/sollen. super solange es sachlich bleibt fürs nächste mal. mich persönlich hat gewundert wieviele piloten dort auf diesem grat herumgekasperlt sind ohne dass einer links oder rechts runterfällt (bin kein bergsteiger).

bei der nächsten passenden wetterlage können wir jedenfalls aufgrund dieses hypes mit 100+ piloten rechnen die sich aus allen richtungen bereit machen :D:D:D

El Zorro
23.08.2012, 15:54
Hätte nie gedacht, dass mich das mit dem Sauerstoff jemals betreffen würde.
Am 19.August, an jenem Hammertag ( überragende Sicht, Basishöhe > 5000 m, angenehmen Temperaturen auch in der Höhe ) war ich vom Kühboden bei Fiesch gestartet und ein bisschen über dem Aletsch rumgegurkt. Auf dem Weg Richtung Gampel gings dann auch mal richtig kernig rauf ( mit etwa 5,8 m/s innerhalb kürzester Zeit von ca. 3300 m auf 4200 m ) und wäre problemlos weiter hoch gegangen.

Es fühlte sich irgendwie seltsam an, die Wahrnehmung wurde schwammig und ich merkte beim Atmen deutlich die kühle, dünne Luft.
Bei dem Gedanken, dass es sich verschlimmern könnte und bei der Vorstellung über dem zerklüfteten Gelände wegen eintrübendem Bewusstsein den Retter werfen zu müssen, kam schliesslich Angst auf. Also stieg ich schweren Herzens aus diesem Prachtstück von Bart aus und reduzierte die Höhe. Erst bei etwa 3500 m fühlte ich mich wieder in Ordnung.

Ich beneidete die Jungs und Mädels, die teils über der Jungfrau rumflogen, es reizte mich natürlich auch, weil es recht mühelos gegangen wäre. Wann passt das sonst schon mal so dermassen?

Die Mont Blanc-Nummer ist natürlich der absolute Traum. Offensichtlich haben viele andere das Problem nicht ( können ja nicht alles Bergbewohner mit Heimathöhe > 2000m sein !? )

Auf Höhe Raron kehrte ich wg. TMA übrigens um und durfte inzwischen erfahren, dass Sion an dem Tag inaktiv war. Mist. Nächstes Mal werd ich mich besser informieren vorher!

Meine Frage: Wie geht man das Thema mit der Höhe und dem O2-Mangel an? Tatsächlich auch noch O2 mitnehmen ( mir graust ) ? Wenn ich jemals wieder so einen Hammertag erleben darf, habe ich wahrscheinlich davor keine Zeit für Akklimatisation...
Gibt es irgendwas was man machen kann, schneller, tiefer atmen oder bringt das nichts wg. zu wenig Blutkörperchen?
Langsamer Steigen vielleicht? ( Grimselschlange ? )

Gruß
Bernd

DonP
23.08.2012, 17:02
Gibt es irgendwas was man machen kann, schneller, tiefer atmen oder bringt das nichts wg. zu wenig Blutkörperchen?
Langsamer Steigen vielleicht? ( Grimselschlange ? )

Gruß
Bernd

Vor allem sehr bewusst und tief atmen, luft länger als üblich in der lunge behalten und vor allem langsam und mit halbgeschlossenen lippen gegen den druck der lunge ausatmen, damit erreichst du eine recht gute O2 sättigung ohne wilde tricks (man kann im notfall (kurzzeitiger leistungsbedarf beim bergsteigen) noch diverse tricks der apnoe taucher anwenden um die sättigung zu pushen, das ist aber beim paragleiten ehr nicht notwendig da die physische belastung ja eher gering ist ( im vergleich zu bergsteigen / klettern)

hauptfehler (genause wie bei seilbahntouristen die es in der seilbahn stehend tlw. auf der midi auf 3800 schon umhaut) ist einfach viel zu wenig zu atmen da man ja (in unserem fall sitzend im PG gz) scheinbar in einer ruhesituation ist, aber in 4000++ halt trotzdem um 30 - 40 % zu wenig sauerstoff bekommt - also einfach ganz bewusst und tief einatmen und beim ausatmen durch die fast geschlossenen lippen die luft rauspressen (längere verweildauer, minimal mehr druck der die diffussion begünstigt) das solte reichen.

wenn du prinzipiell zu höhenkrankheit neigst (manche menschen haben bereits ab relativ niedrigen 3500 massive probleme) dann solltest du sauerstoff und ein dosiergerät mitnehmen

Kalman
23.08.2012, 18:18
wenn du prinzipiell zu höhenkrankheit neigst (manche menschen haben bereits ab relativ niedrigen 3500 massive probleme) dann solltest du sauerstoff und ein dosiergerät mitnehmen

Ich weiss nicht ob das aus meinem vorigen Post so aufgenommen wurde, aber er sollte ihn nicht nur mitnehmen wenn er damit Probleme hat, sonder immer wenn er 30 Minuten über 10000 Fuss fliegt, oder 13000 Fuss übersteigt (ca 3000 bzw 4000m).
Das ist international im Motor- und Segelflug so geregelt. Ich gebe zu, dass ich mir nicht sicher bin ob das auch gesetzlich für Gleitschirme zutrifft, schaden kann es auf jedenfall nicht.

Was mich aber immer wieder erschreckt ist, mit welcher Selbstverständlichkeit Videos veröffentlich werden, in denen offensichtlich und mit vollem Wissen gegen gesetze verstossen wird.
Sei es jetzt beim Mt Blanc mit der Sperrzone, dem Sauerstoff, oder dem Kollegen der mal eben auf 5000 Meter aufdreht in einem Gebiet wo 3300m Max erlaubt sind. Noch dazu in eine Wolke reinfliegt....

Bei Sauerstoff schadet man sich höchstens selbst. Aber in den oberen Luftraum C einzufliegen ist echt nicht mehr zu verantworten... Sollte es zum Crash mit dem Airliner kommen sind 200+ Leute tot, nicht nur man selbst.

Aber back to topic...
Tolle Leistung. Trotzdem wahnsinnig dämlich Videos vom Verstoss online zu stellen in denen auch noch die Gesichter zu sehen und die Namen zu hören sind :mad:

einrad
23.08.2012, 19:08
Wenn man's nicht mal probiert hat, ist es auch schwer zu glauben, dass man die Lage kaum selbst kontrollieren kann.
Die Kontrolle erfolgt im Hirn, genau dieses ist aber als erstes vom Ausfall betroffen.

Ich habe beim Versuch mit Atemmaske das erste Mal nicht kapiert, dass ich einfach geistig umgekippt bin.
Ich habe die Aufgabe (Schreiben) nicht mehr geschafft, habe Blödsinn geschrieben, dann ist der Stift zitternd am Blatt Papier stehengeblieben und ich bin erst nach 2 Atemzügen mit einer Sauerstoffmaske im Gesicht wieder aufgewacht.

Segelfliegergespräch zwischen fliegendem Schüler und Lehrer im Doppelsitzer:
L: Wie hoch sind wir jetzt?
S: xxxx m
L: Wie viel ist das über Grund?
S: Wie hoch ist der Platz?
L: 700 m
S: Was wolltest Du eigentlich wissen?
Das war's dann, Ausstieg aus der Welle und wieder zurück runter in tiefere Schichten.
(Dieser Schüler war nicht ich, bin im Segler bisher nur Passagier gewesen.)

Fliegertobi
23.08.2012, 21:25
Toller Blick und alles Drumherum hin oder her, ich bin ehrlich gesagt froh dass ich am Sonntag NICHT am MtBlanc war. Das erinnert verdammt an rushhour in koessen (nur 3500m höher) oder dem Wahnsinn am col rodella jedes Jahr.
Und dass die Jungs und Mädels alle wieder gesund runter sind grenzt an ein Wunder bei der Menge an Hochalpin-Touristen da oben (Soaren , ueberfliegen , auf Nasenhhoehe ueberfliegen , einbomben oder auch gekonnt toplanden , und dann wieder heil starten, trotz o2 Mangel, Schnee und gletscherspalten)
Wie viele von denen hatten seil und steigeisen dabei? Viele gs -Profis dabei wenn ich die berichte richtig verfolgt hab. Wieviele von denen kommen zu fuss den berg wieder heil runter?
Deshalb: ich bin froh nicht dabei gewesen zu sein. Das musste jetzt mal raus nach all den lobliedern auf unsere Helden.
Und jetzt Feuer frei:-)

Gruss
Tobi


Gesendet von meinem GT-P5100 mit Tapatalk 2

FleiingStiel
23.08.2012, 22:17
Und jetzt Feuer frei:-)

Wenn es Probleme gibt - ich stehe Dir bei! ;-)

Meinen Drachen würde ich lieber wieder abbauen und herunter tragen, als da in die Luft zu gehen...
Mir wäre das nix.

El Zorro
23.08.2012, 23:24
Vor allem sehr bewusst und tief atmen, luft länger als üblich in der lunge behalten und vor allem langsam und mit halbgeschlossenen lippen gegen den druck der lunge ausatmen, damit erreichst du eine recht gute O2 sättigung ohne wilde tricks

Danke!
Das mit dem tiefen Atmen hatte ich automatisch schon probiert und dadurch auch verstärkt gemerkt, wie dünn sich die Luft anfühlt ), aber das mit dem langsam gegen die Lippen ausatmen wusste ich nicht.
Drum hat's vielleicht auch meinen Zustand nicht wirklich verbessert.

Eine lehrreiche Erfahrung war's jedenfalls.
Sauerstoff werde ich ernsthaft in Erwägung ziehen, wenn ich wieder mal die seltene Aussicht auf so einen Flug haben sollte. Nochmal möchte ich mir das nicht vermasseln.

Für die eigene Einschätzung würde mich noch interessieren ob andere ähnliche Symptome hatten oder ob ich damit allein auf weiter Flur bin...

Gruß
Bernd

magic_boomerang
23.08.2012, 23:25
Vor allem sehr bewusst und tief atmen, luft länger als üblich in der lunge behalten und vor allem langsam und mit halbgeschlossenen lippen gegen den druck der lunge ausatmen, damit erreichst du eine recht gute O2 sättigung ohne wilde tricks (man kann im notfall (kurzzeitiger leistungsbedarf beim bergsteigen) noch diverse tricks der apnoe taucher anwenden um die sättigung zu pushen, das ist aber beim paragleiten ehr nicht notwendig da die physische belastung ja eher gering ist ( im vergleich zu bergsteigen / klettern)

hauptfehler (genause wie bei seilbahntouristen die es in der seilbahn stehend tlw. auf der midi auf 3800 schon umhaut) ist einfach viel zu wenig zu atmen da man ja (in unserem fall sitzend im PG gz) scheinbar in einer ruhesituation ist, aber in 4000++ halt trotzdem um 30 - 40 % zu wenig sauerstoff bekommt - also einfach ganz bewusst und tief einatmen und beim ausatmen durch die fast geschlossenen lippen die luft rauspressen (längere verweildauer, minimal mehr druck der die diffussion begünstigt) das solte reichen.

wenn du prinzipiell zu Höhenkrankheit neigst (manche menschen haben bereits ab relativ niedrigen 3500 massive probleme) dann solltest du sauerstoff und ein dosiergerät mitnehmen

Hi,
das ist etwas zu sehr verallgemeinert. Ich hatte mal bei einem PWC Rennen in Spanien über mehrere Stunden Höhen von 5.180 m (max) . Das hatte mich an die Grenzen der körperlichen Leistungsfähigkeit gebracht, obwohl ich das Fliegen damals professionell betrieb.
Wenn man jung und durchtrainiert ist, kann man das ohne Sauerstoff schaffen. Ich konnte aber beobachten, dass andere Piloten vollkommen irrationale Flugentscheidungen getroffen hatten. Später darauf angesprochen, konnten sie sich die Routenwahl nicht mehr erklären.
Ich bin mir sicher sicher, dass Menschen auf die Höhe vollkommen unterschiedlich reagieren. Und ich stelle heute bei mir fest, dass mir gewisse Passagen am Berg (ausgesetzte Klettersteige) Probleme bereiten, wenn ich noch den GS Rucksack am Rücken habe - vornehmlich im Frühjahr. Im Laufe des Sommers tritt dann so etwas wie Gewöhnung ein.
Als Testpilot habe ich aberwitzig viele extreme Flugzustände erflogen. Heute muss ich mich bei einem Fullstall richtig überwinden - vor allem, wenn ich noch richtig hoch bin. Bei weniger Höhe, habe ich weniger Probleme, auch wenn das irrational ist. Dass die physische Belastung beim Paragleiten eher gering ist, ist nur die halbe Wahrheit. Ich habe mal an einer wissenschaftlichen Studie teilgenommen. Das Ergebnis war, dass bei GS Rennen die Belastung durch dauerhaft erhöhten Puls, vergleichbar ist mit Autorennen.
Das teilweise über Stunden. Ich kann mir vorstellen, dass so ein Aufstieg auf Mt Blanc Gipfelhöhe durchaus vergleichbar ist, mit der Belastung bei einem PWC Durchgang.

HL

Thomas

Free-Style
24.08.2012, 00:23
Also diese Aussicht ...

Ich habe mich schon auch gefragt weshalb der wohl so schwer atmet auf dem Video... auf knapp 5000 Meter ... und vor allen dingen wie lange er das wohl durchhält. Aber gut die Jungs sind ja Profi-Sportler.

Also die Gegend ist ja nun wirklich Hoch-Alpin, und da fragt sich der Laie schon wie die wohl zu Fuß da wieder runter gekommen wären, im Falle von unvorhergesehenen Ereignissen, Wetterveränderungen und so was alles.

Aber schon wirklich geil zum anschauen, die Technik heutzutage ist schon Großartig. Ich meine das muss ja unbedingt gefilmt werden, die Arbeitskollegen hätten das sonst am Montag sicher nie geglaubt und so auf Video ist es ja gut Beweisbar.

thunder1986
24.08.2012, 08:26
Also diese Aussicht ...

Ich habe mich schon auch gefragt weshalb der wohl so schwer atmet auf dem Video... auf knapp 5000 Meter ... und vor allen dingen wie lange er das wohl durchhält. Aber gut die Jungs sind ja Profi-Sportler.

Also die Gegend ist ja nun wirklich Hoch-Alpin, und da fragt sich der Laie schon wie die wohl zu Fuß da wieder runter gekommen wären, im Falle von unvorhergesehenen Ereignissen, Wetterveränderungen und so was alles.

Aber schon wirklich geil zum anschauen, die Technik heutzutage ist schon Großartig. Ich meine das muss ja unbedingt gefilmt werden, die Arbeitskollegen hätten das sonst am Montag sicher nie geglaubt und so auf Video ist es ja gut Beweisbar.

Naja, das Risiko, dass sie zu Fuß hätten runter gehen müssen war glaube ich an dem Tag ziemlich gering oder? Sehr stabile Wetterlage und eine recht gute Aussicht in alle Richtungen.
Also selbst wenn sich da ein Gewitter oder eine Front gebildet/genähert hätte, würde man das dort oben sehr früh sehen und könnte vermutlich rechtzeitig runterfliegen.

Klar, wenn man wirklich runterlaufen muss, ist man ohne Steigeisen und Seil etc. schon ein bischen angesch... :)

Aber mal eherlich, ich seh da schon manchmal den ein oder anderen "Sportler" in den beliebten Fluggebieten, der mit den 1000hm auch seine liebe Not bei runterlaufen hätte. Denen sagt auch keiner, dass sie am Nachmittag nicht mehr hoch dürfen, weil sie, sobald die Gondel steht nicht mehr runter kommen würden.

Sauerstoff ist wohl, wie schon gesagt wurde, sehr individuell. Ich war nie höher als 4000m, aber das als 12jähriges Kind und komplett ohne Problem. Und ich denke das die körperliche Anstrengung beim Bergsteigen deutlich höher ist, als beim Paragliden. Mich strengt das fliegen jedenfalls in normalen Höhen nicht wirklich an, außer vielleicht die Arme nach mehreren Stunden :D

Also hätte ich die Möglichkeit gehabt, ich wäre wohl hochgeflogen (bzw. hätte es probiert, so leicht wirds nicht sein). Wobei ich wahrscheinlich in T-Shirt und kurzer Hose unterwegs gewesen wäre und mir ziemlich den Arsch abgefroren hätte :D:D

DonP
24.08.2012, 11:37
.....Klar, wenn man wirklich runterlaufen muss, ist man ohne Steigeisen und Seil etc. schon ein bischen angesch... :)


vom gipfel zur gouter hütte ist normalerweise ein harmloser schnee trampelpfad, also bis zur hütte kommt man als einigermassen bergerfahrener mesnch ganz locker bergab in ca 3h notfalls auch in turnschuhen mit profilsohle (da ist zb der grat von der midi seilbahn auf den gletscher runter im sommer wesentlich ärger / gefährlicher). seil braucht man bis zur gouter eigentlich keines solange man am weg bleibt.

nicht vergessen viele der piloten sind quasi dauerlocals und entsprechende bergfexen, ich weis aus zuverlässiger lokaler quelle das einige gut verpackte alusteigeisen und ein paar stöcke dabei hatten für den fall der fälle und sich sehr gut überlegt haben ob sie landen oder nicht.

also alles halb so wild, wie gesagt, war leider nicht dort, aber der SO dürfte echt easy und damit ein "jahrhunderttag" gewesen sein...nicht umsonst war da so ein massenandrang.

normalerweise steht der mt blanc ja oberhalb der basis und daher unabgeschirmt im höhenwind (deshalb kann man dort ja normalerweise nach dem aufstieg per pedes nur ganz frühmorgens starten wenn überhaupt)

durch die hohe basis war der gipfel quasi von einer "thermikmauer" gegen den wind abgeschirmt und entsprechend wenig wind war am gipfel ... right time right place und sicher ein unvergessliches und nicht so leicht wiederholbares erlebnis für alle die es rechtzeitig nach cham geschafft haben :-)



Tolle Leistung. Trotzdem wahnsinnig dämlich Videos vom Verstoss online zu stellen in denen auch noch die Gesichter zu sehen und die Namen zu hören sind :mad:

die anflüge erfolgten von der südseite über italien (denn nur dort gibts auch thermik) und sind damit sicher legal, die locals haben sich nach meinen infos größte mühe gegeben das ganze so legal wie möglich durchzuziehen, die landung selbst am gipfel ist im rahmen der 1000 agl regel illegal wird aber von den offiziellen stellen toleriert (sonst hätten sie zB die piloten schon 03 und 09 hops genommen, nach meinen infos wurde das sogar vorher "innoffiziell" mit der GHM bspr.).

also, trau dich, probiers einfach, tut auch garantiert nicht weh, lass das "verboten schild" zuhause und freu dich am geilen bildmaterial und an den positiven emotionen die da rüberkommen gemeinsam mit (!) den piloten.

apropos miterfreuen ... für alle die's interessiert: wir haben noch eine kleine sammelpage für videos und info online gestellt

http://www.schnellcraft.com/index.php/media/moving-pictures/124-mt-blanc-toplanding-2012

LG + keep smiling ;-)

PS: @ thomas wg. höhenkrankheit etc. ja klar ist das extrem verallgemeinert, nicht richtig atmen ist halt der häufigste fehler der gemacht wird, dass einen richtig atmen auch nicht vor höhenkrankheit und sauerstoffmangel zuverlässig schützt ist klar. bei mir kommts zb extrem auf die tagesverfassung an: bin ich übermüdet merke ich schon auf 3500m einen leistungsabfall und tlw. extreme "bleierne" muskelmüdigkeit, viel trinken ist auch noch ein thema, ned umsonst heissts: "a happy mountaineer pees clear" ,-)

kaimartin
25.08.2012, 20:56
Aus Segelflieger-Perspektive :
Das war ein Swift, also eine Art Zwitter zwischen Segelflugzeug und Starrflügler-HG. Der Pilot macht fliegt offenbar häufiger mal zum Mont Blanc. Hier ein Video, in dem der Aufstieg zum Gipfel von dramatischer Klassik untermalt ist:

http://www.youtube.com/watch?v=hHSdCFA9E2k

Konrad Lüders
25.08.2012, 22:19
Es handelt sich bei der Musik um die sinfonische Dichtung "Les preludes" von Franz Liszt. Die eignet sich natürlich vorzüglich als akustische Zugabe zu diesen wundervollen Flugaufnahmen. Ich habe diese Musik vor 9 Jahren ebenfalls für ein Video verwendet, das ich bei meinem zweiten Flug zum Grossglockner 2003 aufgenommen habe. Kann man noch anschauen, obwohl natürlich nur SD: "Hammerwetter" (http://www.imn.htwk-leipzig.de/%7Elueders/Hammerwetter.mpg) gab es ohne Abstriche an vielen Tagen im Juli 2003.
Als ich das erste Mal diese Musik selber im Gewandhaus in Leipzig spielte, waren die Gefühle noch zwiespältig. Die Fanfare wurde ja bei den Wehrmachtsberichten von der Ostfront verwendet. Inzwischen ist der zeitliche Abstand noch deutlich größer geworden, da ist es einzigartig schöne Musik, die ewig Bestand haben wird.
Schöne Flüge
Konrad

tobidö
28.08.2012, 10:35
Wahrscheinlich etwas laienhaft erklärt (bin kein Mediziner), aber im Grunde sollte es trotzdem stimmen:
Ein großes Problem in solchen Höhen ist es, dass der menschliche Atemreiz prinzipiell von einem CO2-Überschuss im Blut ausgelöst wird, dieser in großen Höhen aber erst deutlich NACH Einsetzen eines Sauerstoffmangels auftritt (in tieferen Lagen ist es genau andersrum, hier hat man durch CO2-Überschuss im Blut schon einen sehr großen Atemreiz bevor irgend ein Sauerstoffmangel im Gehirn eintritt).
Deswegen ist in großen Höhen auf das körpereigene Meldesystem "wie schnell muss ich gerade atmen" nicht so wirklich verlass.
Was also hilft ist in großen Höhen nicht dem unterbewusstem Atemreflex zu vertrauen, sondern ganz bewusst etwas schneller und tiefer zu atmen, als man es automatisch machen würde.

Wie effektiv das sein kann habe ich vor einem Jahr in Südamerika gemerkt. Ich war mit drei Freunden mit eigentlich nicht wirklich ausreichender Akklimatisation auf 6000m. Wir habe uns gegenseitig alle paar Sekunden erinnert "Atmen nicht vergessen!" und hatten durch dauerhaftes leichtes Hyperventilieren so gut wie keine Probleme mit der Höhe. Viele andere um uns rum, die nur dem normalen Atemreflex vertraut hatten, hatten z.T. große Schwierigkeiten.

Aber Achtung: Sich allein darauf zu verlassen kann schnell saugefährlich werden, zumindst ich würde nur sehr ungern in hochalpinem Geläden unter meinem Schirm hängen und meinem Hirn nicht mehr vollständig vertrauen können..



Wie schwer ist eigentlich der Abstieg vom Mt Blanc, sollte man aus irgendeinem Grund doch nicht mehr starten können? Wäre das evtl. auch ohne Bergsteiegrausrüstung bis zu nächsten Hütte machbar, oder kann man da direkt die Bergrettung rufen?

JHG
28.08.2012, 11:13
oder so:



Kommt eine Blondine mit einem Walkman auf dem Kopf zum Friseur. Sagt sie zum Friseur: “Einmal waschen, schneiden und fönen”. Sagt der Friseur: “Gerne, aber nehmen Sie bitte den Kopfhörer vom Kopf!”. Die Blondine: “Nein, nein, bloß nicht, der ist lebensnotwendig für mich”. Also gut, denkt sich der Friseur, dann halt mit Kopfhörer. Während des Schneidens bemerkt der Friseur, dass die Blondine eingeschlafen ist. So, denkt er sich, jetzt kann ich ihr den Kopfhörer wegnehmen, ohne dass sie es merkt. Gesagt, getan, er legt den Kopfhörer auf den Frisiertisch, schaut in den Spiegel und erschreckt: Die Blondine läuft ganz blau an und verdreht die Augen. Na, was war denn so lebenswichtiges auf dem Bandgerät, fragt er sich und hält sich den Kopfhörer ans Ohr. Er hört: “Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen …”


Neue Blondine mit Kopfhoerer beim Friseur präsentiert von http://www.witze-blogger.de

DonP
28.08.2012, 12:10
"Wie schwer ist eigentlich der Abstieg vom Mt Blanc, sollte man aus irgendeinem Grund doch nicht mehr starten können? Wäre das evtl. auch ohne Bergsteiegrausrüstung bis zu nächsten Hütte machbar, oder kann man da direkt die Bergrettung rufen? "

bis zur gouter voll ok (für einen entsprechend bergerfahrenen menschen) das ist ein bestens ausgetretener schnee trampelpfad ohne besondere schwierigkeiten (ich tät mir ein paar teleskopstöcke und leichtsteigeisen die auf meine halbhohen trekking schuhe passen mitnehmen - so wie halt bei jeder tour wo man evtl. mit hartgefrorenen schneefeldern konfrontiert ist und mir bei dem setup möglichst nicht auf die eigenen zehen steigen ,-) ... die 1000hm bis zur gouter schafft man bergab easy in 3-4h.

lediglich das grand couloir nach der gouter is oasch, da treten hirnlose bergsteiger(gruppen) tonneweise steine ab und man kann nicht gscheit aus, aber ich würd sowiso eher in der gouter bis zum morgen warten und dann von der gouter rausstarten.

generell würds ich ja ganz anders machen: toplanden, PG wegpacken, speeder auspacken, runterheizen.

H.M.Murdoch
28.08.2012, 13:03
.....generell würds ich ja ganz anders machen: toplanden, PG wegpacken, speeder auspacken, runterheizen.


Hmmm
wie schnell ist so ein Speedy auf fast 5000m?
Kann man auf diesem Schnee so schnell rennen, oder musst Du nicht doch Ski (oder ähnliches Rutschzeug) mitnehmen?...

DonP
28.08.2012, 15:10
Hmmm
wie schnell ist so ein Speedy auf fast 5000m?
Kann man auf diesem Schnee so schnell rennen, oder musst Du nicht doch Ski (oder ähnliches Rutschzeug) mitnehmen?...

ca. 20% schneller als auf N.N. abhebespeed also 40-45 kph + 20% .... bei ein bissl gegenwind und im progressiv steiler werdenden gelände mit der richtigen technik easy zu erlaufen/starten, würde mir auch eher einen 14er oder 15er mit 50 bis 55 trimm auf 1000hm und keinen 8er mit +75 trimm auf 1000hm einpacken ,-)

UlrichPrinz
29.08.2012, 12:53
> Wie schwer ist eigentlich der Abstieg vom Mt Blanc, sollte man aus irgendeinem Grund doch nicht mehr starten können?
> Wäre das evtl. auch ohne Bergsteiegrausrüstung bis zu nächsten Hütte machbar,

Habe von locals hier gehört, dass 5 Piloten die an diesem Sonntag spät gelandet waren, den Start nicht mehr geschafft haben.
Sie sind dann wohl zur Hütte gelaufen und am nächsten Tag runter geflogen.
Scheint also machbar zu sein.

Beste Grüsse,
Ulli