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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gleitschirmfliegen ist als gefährlicher Extremsport....................



Bruno63
22.10.2012, 20:32
Jetzt haben wir es "amtlich". Darf die Polizei jeden noch so grossen Schwachsinn behaubten? Kann man die wegen Verleumdung anklagen?

"Gleitschirmfliegen ist als gefährlicher Extremsport jedes Jahr für aberdutzende Todesfälle verantwortlich"

siehe:

http://www.polizeibericht.ch/ger_details_43413/Grindelwald_BE_Zu_nahe_an_Felsen_+++_Gleitschirmun fall_+++_Extremsportler_ums_Leben_gekommen__Grinde lwald_BE__Un_parapentiste_perd_la_vie.html

Gruss Bruno

Clob
22.10.2012, 20:46
hm.. wieso darüber aufregen ?
das gleiche gilt für fahrrad fahren
bier trinken
auf die straße gehn
und das leben im allgemeinen.

brauchst dazu an polizeibericht ?

ich wart grad auf die ersten fußgänger mit helm, weil's so gfährlich is..

Micha0365
22.10.2012, 21:15
Dutzende sterben jedes Jahr bei der Extremsportart Arbeit oder auf dem Anfahrtsweg.
Das muss endlich aufhören. Schluss mit der Arbeit. Viel zu gefährlich !!!

HarryXX88
22.10.2012, 22:04
Lol klag se doch bitte an. Ich hol mir derweil bier und popkorn ....

Tino
22.10.2012, 22:18
In einem Schweizer Bericht wundert mich das um so mehr. Vielleicht können sie im Cern mal die Zahl Aberdutzend auf 1 Million Stellen nach dem Komma bestimmen.

Das die Polizei noch nie eine Referenz für Intelligenz war ist bekannt. Was ich aber total bescheuert finde ist dass im Bericht "..nur noch tot geborgen werden." Wörter wie tot und damit der Tod eines Piloten noch als Popuplink für eine saublöde Werbung für Autowäsche herhalten müssen.

Bruno63
22.10.2012, 22:20
Hey Leute,
etwas mehr Zuspruch hätte ich schon erwartet. :o

Tino war schneller

Paratechrider
22.10.2012, 22:29
Ist doch spitze - vielleicht hält sowas die ganzen midlifecrisis geplagten Anfang 50er davon ab den ""GS-Schein"" zu machen und den Waku-Südhang voll zupflastern und bringt sie dazu doch lieber ne Harley oder nen Oldtimer zu kaufen.
GS-Fliegen richtig betrieben ist ja übrigens auch nicht ungefährlich...

paralu
23.10.2012, 06:28
Ist doch spitze - vielleicht hält sowas die ganzen midlifecrisis geplagten Anfang 50er davon ab den ""GS-Schein"" zu machen und den Waku-Südhang voll zupflastern und bringt sie dazu doch lieber ne Harley oder nen Oldtimer zu kaufen.
GS-Fliegen richtig betrieben ist ja übrigens auch nicht ungefährlich...

von der ch auf die rhön ok liegt gleich um die ecke :confused: holt bier und chips raus gleich gehts wieder los:rolleyes:

tommi
23.10.2012, 06:56
Gleitschirmfliegen ist gefährlich, da es uns die Möglichkeit gibt, uns in eimnem Element zu bewegen, für welches wir nicht konstruktiv gedacht sind.
Gleitschirmfliegen ist geil, da es uns die Möglichkeit gibt, uns in eimnem Element zu bewegen, für welches wir nicht konstruktiv gedacht sind.

Aber Extremsport? Im ServusTV Bericht zu Baumgartner hieß es: "Felix Baumgartner ist als Extremsportler natürlich extrem gut trainiert..."
Von daher würde ich behaupten, dass Gleitschirmfliegen kein Extremsport ist, zu viele Bierbäuche etc. dabei (me too)

Tommi

gerifly
23.10.2012, 07:31
Und sowieso.............. Polizeibericht.ch sieht für mich irgendwie aus wie die Tageszeitung "Blick" hier in der Schweiz, was bei euch in etwa wohl der "Bildzeitung" entsprechen dürfte und somit für die Tonne ist ............. ;)

Gruss Geri

creg
23.10.2012, 08:56
dutzende sterben jedes jahr bei der extremsportart arbeit oder auf dem anfahrtsweg.
Das muss endlich aufhören. Schluss mit der arbeit. Viel zu gefährlich !!!

Dafür!!! :D

dobo
23.10.2012, 09:24
Hier ein Unfallbericht für die Schweiz. 500 Gleitschirmunfälle im Jahr davon 5 tödlich.
Ich hab mal gehört, dass die Zahlen in der Schweiz bezogen auf die Gesamtgleitschirmflieger im Vergleich zu Deutschland und Österreich relativ hoch sind?

http://www.bfu.ch/German/lexikon/Seiten/Gleitschirmfliegen.aspx
http://www.bfu.ch/German/statistik/Documents/2012_toedliche_Sportunfaelle.pdf

creg
23.10.2012, 09:53
..."Gleitschirmfliegen ist als gefährlicher Extremsport jedes Jahr für aberdutzende Todesfälle verantwortlich"...

Hier ein Unfallbericht für die Schweiz. 500 Gleitschirmunfälle im Jahr davon 5 tödlich. ...


:rolleyes:

Basti G.
23.10.2012, 10:15
Weiß gar nicht über was ihr euch hier aufregt? Nirgendwo steht in dem Bericht, dass sich die Zahlen auf die Schweiz beschränken. Weltweit gibt es jährlich sicher einige Dutzend Todesfälle jedes Jahr. Und dieses Gerede von "beim Brötchenkauf kann man auch vom Auto überfahren werden" usw. ist absoluter Käse. Meiner Ansicht nach ist Gleitschirmfliegen ein Extremsport. Da braucht man nicht drum herum reden. Denke beinahe jeder von uns hat selbst schon Erfahrungen gemacht, bei denen man sehr knapp an einem potentiell gefährlichen Unfall vorbeigeschlittert ist und kennt aus dem näheren Umfeld einen Piloten der bereits verunglückt ist. Das habe ich so bei noch keiner meiner anderen betriebenen Sportarten, auch wenn einige unter die Definition "Extremsport" fallen, so erlebt. Auch wenn ihr es euch nicht gerne eingesteht, ist unsere Sportart potentiell sehr gefährlich. Wer denkt dass man richtig betrieben unseren Sport ohne unkalkulierbares Restriskiko betreiben kann, macht sich was vor.

Definitionsgemäß passen wir da ganz gut rein oder?
http://de.wikipedia.org/wiki/Extremsport

Ist aber auch wirklich schlechtes Wetter zur Zeit...

wolfgang4712
23.10.2012, 10:36
Weiß gar nicht über was ihr euch hier aufregt? Nirgendwo steht in dem Bericht, dass sich die Zahlen auf die Schweiz beschränken. Weltweit gibt es jährlich sicher einige Dutzend Todesfälle jedes Jahr. Und dieses Gerede von "beim Brötchenkauf kann man auch vom Auto überfahren werden" usw. ist absoluter Käse. Meiner Ansicht nach ist Gleitschirmfliegen ein Extremsport. Da braucht man nicht drum herum reden. Denke beinahe jeder von uns hat selbst schon Erfahrungen gemacht, bei denen man sehr knapp an einem potentiell gefährlichen Unfall vorbeigeschlittert ist und kennt aus dem näheren Umfeld einen Piloten der bereits verunglückt ist. Das habe ich so bei noch keiner meiner anderen betriebenen Sportarten, auch wenn einige unter die Definition "Extremsport" fallen, so erlebt. Auch wenn ihr es euch nicht gerne eingesteht, ist unsere Sportart potentiell sehr gefährlich. Wer denkt dass man richtig betrieben unseren Sport ohne unkalkulierbares Restriskiko betreiben kann, macht sich was vor.

Definitionsgemäß passen wir da ganz gut rein oder?
http://de.wikipedia.org/wiki/Extremsport

Ist aber auch wirklich schlechtes Wetter zur Zeit...

Ist leider Wort für Wort auch meine Erfahrung.

Gruß
Wolfgang

ludewig
23.10.2012, 10:44
...... Meiner Ansicht nach ist Gleitschirmfliegen ein Extremsport.
Da braucht man nicht drum herum reden. .......

Das "Extreme" beim GS-Fliegen ist, das der GS - darin unterscheidet er sich von
anderen Fluggeräten - durch äußere Umstände in einen Zustand kommen kann,
wo er nicht mehr weiter fliegt.

L.

DonQuijote
23.10.2012, 10:49
Das "Extreme" beim GS-Fliegen ist, das der GS - darin unterscheidet er sich von
anderen Fluggeräten - durch äußere Umstände in einen Zustand kommen kann, wo er nicht mehr weiter fliegt.
Das kann anderen Fluggeräten genauso passieren.

Gleitschirmfliegen ist EXTREM gefährlich und es gibt jedes Jahr dutzende Tote - daran ist nicht zu rütteln. Was ich darüber hinaus EXTREM finde ist, wie viele völlig untalentierte, unengagierte und zu sehr wenig persönlichem Einsatz bereite "Sportler" diese Art zu fliegen konsumieren wollen - und glauben sie könnten sich Sicherheit und Erfolg mit Material kaufen. Das ist EXTREM krass.

creg
23.10.2012, 11:09
Noch weit aussagekräftiger ist die Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes:

Unfallkategorie Tote Anteil
Häuslicher Unfall 4244 45,6 %
Verkehrsunfall 1452 15,5 %
Arbeitsunfall 24 0,3 %
Sport- oder Spielunfall 14 0,1 %
Sonstiger Unfall 3583 38,5 %
Quelle: Statistischen Bundesamtes
Statistik des Jahres 2000

Danach ereignen sich die mit Abstand meisten tödlichen Unfälle in der häuslichen Umgebung. Lediglich 14 Personen sind bei Sportunfällen tödlich verunglückt. Fünf davon allein beim Bergsteigen. Es lässt sich also bedenkenlos feststellen, dass Sport, abgesehen von wenigen Ausnahmen, alles andere als gefährlich und definitiv kein "Mord" ist. In diesem Sinne:

Die meisten Unfälle passieren zu Hause.
Besser man ist nicht da!

Quelle (http://floptop.net/sport/sportunfall/risikogruppe_sportler.htm)


Schon älter, aber auch sehr schön (Auszug):

Riskant oder nicht riskant? Wer riskante Hobbys betreibe, ließ Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) kürzlich wissen, solle in Zukunft eine private Unfallversicherung abschließen. Es sei eine berechtigte Forderung, dass dafür nicht mehr die gesetzliche Krankenversicherung aufkomme, erklärte die Sozialdemokratin. Was ihrer Meinung nach ein riskantes Hobby ist, lieferte Schmidt gleich mit: Drachenfliegen oder Motorrad fahren. Jugendliche betroffen Ein Blick in die Unfallstatistik zeigt jedoch, dass der Vorschlag populistisch und ein hilfloser Versuch ist, die steigenden Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung in den Griff zu bekommen. Denn die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Danach gehen Millionen Deutsche mehrfach in der Woche riskanten Sportarten nach, aber nicht mit Fluggeräten in den Alpen: Beim Fußball, Radfahren oder Joggen passieren die meisten Sportunfälle. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin verfügt über vollständige Daten aus dem Jahr 2000. Danach ereigneten sich in Heim und Freizeit insgesamt fast 5,4 Millionen Unfälle. Rund 27 Prozent oder 1,5 Millionen davon waren Sportunfälle. Spitzenreiter bei der Unfallhäufigkeit in Deutschland ist der Fußball: Jeder dritte Sportunfall passiert beim Kicken. Es folgen Hand-, Volley- und Basketball, Radfahren, Inlineskaten, Skisport, Joggen, Tennis, Squash und Reiten. Drachenfliegen oder Fallschirmspringen liegen unter der Wahrnehmungsschwelle.


Quelle (http://www.berliner-zeitung.de/archiv/der-vorschlag--sportunfaelle-privat-abzusichern--ist-nicht-durchdacht-extremsportart-fussball,10810590,10060334.html)

Ghost Glider
23.10.2012, 11:36
Extrem is da nix.
Ich wundere mich nur über so viele gleitschirmunfälle obwohl doch sooo viele schulen hier ausbilden.:o
Woran mag es wohl liegen:confused:
Ist es die art der ausbildung oder weiterbildung:confused: Werden die schirme einfach zu gut:confused:
Fakt ist, unsere tüten haben (egal ob A,B,C,D,) eins gemeinsam.
Sie haben K E I N E eigenstabilität und können sich zu jeder zeit zu einen nichttragendem zustand verformen:eek:
Das ist extrem.
Genau dies, so scheint es mir wird zu oft vergessen. Mir wird dies immer wieder voll bewußt, sobald ich in mein UL steige.
Wir alle können uns bei den herstellern und testpiloten bedanken für ihre super arbeit. Jedes jahr werden unseretüten besser
in der leistung und passiven Sicherheit-
Fly Safe,
Ghost Glider:)

Paratechrider
23.10.2012, 11:37
Quelle (http://floptop.net/sport/sportunfall/risikogruppe_sportler.htm)


Schon älter, aber auch sehr schön (Auszug):



Quelle (http://www.berliner-zeitung.de/archiv/der-vorschlag--sportunfaelle-privat-abzusichern--ist-nicht-durchdacht-extremsportart-fussball,10810590,10060334.html)

Überlege mal selber wieviel Zeit du zu Hause und wieviel du in Luft verbringst. Wenn man hier die Häufigkeit der Ausübung mit einrechnen würde sähe das anders aus.

Wie du schon selber gesagt hast ist der Artikel alt (24.01.2003). Die Zahl der GS-Flieger hat sich (gefühlt) verhundertfacht.

ludewig
23.10.2012, 12:49
Das kann anderen Fluggeräten genauso passieren.

.....

Dann erkläre, welches andere Fluggerät seine aerodynamische Form
ebenso verlieren kann wie der GS.

L.

Segelohr
23.10.2012, 12:58
Definitionsgemäß passen wir da ganz gut rein oder?
http://de.wikipedia.org/wiki/Extremsport



Naja, wie mans lesen will. Mir springt da eher folgendes ins Auge:

"Die Beurteilung eines Sportes als „Extremsport“ ist vielfach subjektiv bzw. der Übergang ist diffus. So können viele gängige Sportarten exzessiv oder mit erhöhtem Risiko als „Extremsport“ betrieben werden."

Pikachu
23.10.2012, 13:06
Überlege mal selber wieviel Zeit du zu Hause und wieviel du in Luft verbringst. Wenn man hier die Häufigkeit der Ausübung mit einrechnen würde sähe das anders aus.

Das spielt keine Rolle. Die Zahlen sind absolut.
Es kommt nur auf die Fragestellung an.

Es ist natürlich etwas anderes, wenn man fragt: "Wie gefährlich an sich ist Tätigkeit XYZ?", als wenn man fragt: "Wie häufig passieren Unfälle bei welchen Tätigkeiten?".

Und es kommt auf die Erkenntnisabsicht an, die man erzielen will: Will ich z.B. als Gesundheitsminister das Risiko von GS-Sportlern insgesamt einschätzen, dann ist die absolute Zahl von (sagen wir mal) 500 Unfällen mit 14 Toten in Relation zu setzen mit (vielleicht) 250.000 Unfällen mit 4200 Toten im Haushalt...

Pikachu
23.10.2012, 13:07
Dann erkläre, welches andere Fluggerät seine aerodynamische Form
ebenso verlieren kann wie der GS.L.

Jedes, z.B. bei einem Zuammenstoß. Oder bei Überlastung (Materialproblem...).

Kranfahrer
23.10.2012, 13:16
Dann erkläre, welches andere Fluggerät seine aerodynamische Form
ebenso verlieren kann wie der GS.

L.

Hallo,

das ist doch Haarspalterei hier Unterschiede in den Risikobewertungen der Luftsportarten finden zu wollen. Klar kann ein Gleitschirm klappen und ein starres Fluggerät bleibt davon verschont, der Gleitschirm geht aber auch meistens wieder von selbst auf, das kann auch kein anderes Fluggerät.
Dafür hat dann das Segelflugzeug oder die 2-Tonnen-Chessna ein ernsthaftes Problem bei der ungewollten Außenlandung, was dem GSler völlig kalt lässt. usw. usw.

Ich halte Gleitschirm fliegen (vernünftig betrieben) für etwas gefährlicher als andere Sportarten, aber längst nicht so gefährlich wie die Allgemeinheit denkt. Die Wahrnehmung aus Urzeiten spielt dem Menschen einen Streich; wir sind gepolt auf Höhe => Absturz => gefährlich, die Risikowahrnehmung für andere Gefahren ist dagegen meistens völlig unterenwickelt (riskantes Autofahren, Rauchen, Übergewicht, Stromunfälle, Umweltgifte, Erbkrankheiten, usw.). Ich kenne jedenfalls einige, die nicht das Rentenalter erreicht haben aufgrund von letzterem.

Ich persönlich halte es, so daß ich meinen Sport immer wieder einer persönlichen Bewertung unterziehe. Sollte ich jemals zu dem Schluß kommen, daß das Risiko zu hoch wird, dann würde ich auch aufhören können. Bis jetzt bin ich da aber noch weit von weg.

Mfg KF

Ghost Glider
23.10.2012, 13:18
Jedes, z.B. bei einem Zuammenstoß. Oder bei Überlastung (Materialproblem...).

Dies ist nicht die frage. Es geht um den "normalen flugzustand" und nicht um Materialversagen oder zusammenstoßen im luftraum.
An einer alternative zwischen Drache ud GL wird ja schon seit jahren gebastelt. Leichter als ein HG zu transportieren und Fliegen im
sitzen wie beim GL.
Ist doch mal ein anfang.
Fly Safe.
G.G.


http://www.youtube.com/watch?v=dT8jAz176PU&feature=related

Basti G.
23.10.2012, 13:48
@Kranfahrer:
Falls dein Forumseintrittsdatum ungefähr mit deiner Flugerfahrung gleichzusetzen ist, kann ich deine Gedankengänge nachvollziehen.

So hätte ich das am Anfang meines Fliegerdaseins auch eingeschätzt. Erstens bekommt man das logischerweise in den meisten Flugschulen so eingetrichtert und zweitens ist man meistens ganz am Anfang noch in relativ ruhigen Bedingungen unterwegs. Man sucht sich gezielt einfache Start und Landplätze, leichte Wetterbedingungen, macht teilweise nur Abgleiter in Morgen- und Abendstunden, macht betreute Reisen...usw.

Mit wachsender Erfahrung ändert sich allerdings die Einstellung zum Fliegen relativ drastisch, da man einfach sehr schnell eigene negativ Erfahrungen macht und genug bei anderen Piloten miterlebt.
Innerhalb meiner ersten 5 Jahre erlebte ich 3 tödliche Unfälle als Ersthelfer mit, verunglückte ein Vereinskollege so schwer, dass er nur knapp überlebte, habe ich unmengen an Starts gesehen die entweder gestallt, im Baum, am Boden, am Felsen, mit Verhänger usw. endeten, unzählige Baumlandungen beobachtet, sah schon einen Piloten an einem Tragegurt nur am Beschleuniger hängend den Tegelberg abfliegen, wurde der halbe Verein durch einen unvorhergesagten sprunghaften extremen Windzuwachs komplett ins Lee hinter den Berg verblasen, habe selbst schon bodennahe starke Kappenstörungen gehabt, wilde Außenlandungen usw. Und fast bei jedem längeren Fliegertrip erlebt man gleich 1-2 neue Situationen dieser Art die einem im Gedächtnis bleiben.

Leider hat unser toller Sport auch seine Schattenseiten :o ...Trotzdem ist es das mehr als Wert.

Ghost Glider
23.10.2012, 14:00
@Kranfahrer:
Falls dein Forumseintrittsdatum ungefähr mit deiner Flugerfahrung gleichtzusetzen ist, kann ich deine Gedankengänge nachvollziehen.

So hätte ich das am Anfang meines Fliegerdaseins auch eingeschätzt. Erstens bekommt man das logischerweise in den meisten Flugschulen so eingetrichtert und zweitens ist man meistens ganz am Anfang noch in relativ ruhigen Bedingungen unterwegs. Man sucht sich gezielt einfach Start und Landplätze, leichte Wetterbedingungen, macht teilweise nur Abgleiter in Morgen und Abendstunden usw, macht betreute Reisen...

Mit wachsender Erfahrung ändert sich allerdings die Einstellung zum Fliegen relativ drastisch, da man einfach sehr schnell eigene negativ Erfahrungen macht und genug bei anderen Piloten miterlebt.
Innerhalb meiner ersten 5 Jahre erlebte ich 3 tödliche Unfälle als Ersthelfer mit, verunglückte ein Vereinskollege so schwer, dass er nur knapp überlebte, habe ich unmengen an Starts gesehen die entweder gestallt, im Baum, am Boden, am Felsen, mit Verhänger usw. endeten, unzählige Baumlandungen beobachtet, sah schon einen Piloten an einem Tragegurt nur am Beschleuniger hängend den Tegelberg abfliegen, wurde der halbe Verein durch einen unvorhergesagten sprunghaften extremen Windzuwachs komplett ins Lee verblasen, habe selbst schon bodennahe starke Kappenstörungen gehabt, wilde Außenlandungen usw. Und fast bei jedem längeren Fliegertrip erlebt man gleich 1-2 neue Situationen dieser Art die einem im Gedächtnis bleiben.

Leider hat unser toller Sport auch seine Schattenseiten :o ...Trotzdem ist es das mehr als Wert.

Hallo Basti,
endlich mal einer der (wie ich) schreibt so wie es auch ist.
D A N K E !!!!!!
Ich dachte schon so langsam das ich in einem 'Parallel Universe' fliege.
Grüße,
G.G.

Oberlender
23.10.2012, 14:09
Man muss doch einfach zwischen dem Begriff "Extrem" und "Risiko" unterscheiden können. Jede Sportart hat ein Risiko im Bezug auf ein mögliches Ereignis. Also müsste man zuerst mal die möglichen Risiken umschreiben und wo die Gefahrenherde lauern. Dann kann man ein Risikomanagement aufziehen.

"Extrem" könnte man "mit auf die Spitze getrieben" umschreiben, was allerdings nicht ein grösseres Risiko bedeuten muss. Ein Langstreckenschwimmer der 10 km im Hallenbad abspult, erbringt zwar eine extreme Leistung, aber kein erhöhtes Risiko. Macht dies einer im offenen Meer redet man von einem Extremsportler, wobei in erster Linie ein bisschen das Risiko steigt. Hingegen eine Fussballmannschaft die extrem offensiv spielt, hat ein erhöhtes Risiko in einen Konter zu laufen...

Gleitschirmfliegen erachte ich nicht zwingend als Extremsportart, aber es besteht durchaus ein erhöhtes Risiko bei einem Unfall schwere Schäden davonzutragen oder gar nicht mehr aufzustehen.

Segelohr
23.10.2012, 14:10
endlich mal einer der (wie ich) schreibt so wie es auch ist.


Markige Worte. Wohl eher einer, der deinen Geschmack mit seiner Darstellung
der Realität trifft.
Ich fliege seit 12 jahren wie viele andere unfallfrei und habe noch keine Unfälle
gesehen, die mich an der Kontrollierbarkeit des Risikos beim Gleitschirmfliegen
zweifeln lassen.

Basti G.
23.10.2012, 14:21
@ Oberländer:
In den meisten Fällen ist es aber genau das Risiko und die nötige Perfektion, dass aus einer Sportart eine Extremsportart macht. Eine blaue Piste beim Skifahren runterdingeln oder mit dem Hollandrad um einen See fahren ist Breitensport. Wenn man die Skier aber in Alaska zum Freeriden inkl cliffspringen und das Fahrrad in Form von Downhillmountainbiken benutzt, wird es zum Extremsport.

Dies ist ein großer Unterschied zum Fliegen, welches eigentlich keine wirkliche Breitensporttauglichkeit bietet. Selbst bei einem vermeindlich schönen Wetter bzw. einem Abgleiter mit A-Schirm können in gewissen Situationen ein sehr präzises Handeln und eine überdurchschnittliche Nervenstärke notwendig werden. Auch wenn das der Verband und einige Flugschulen gerne anders verkaufen. Manchmal habe ich das Gefühl dass dies bewusst verharmlost wird. Oder warum kann man nur als registrierter Nutzer den Sicherheitsbereich lesen. Das Problem ist, dass unser Fluggerät so trügerisch sicher zu sein scheint. Es ist erschwinglich, fast überall verwendbar, stabilisiert sich in weiten Teilen selbst, es fliegt langsam, startet kinderleicht usw. Scheinbar kann es jeder egal wie viel Talent, egal welche Fitness und egal welches Alter super sicher betreiben. Die Realität sieht leider oft anders aus. Auch wenn ich mir mit dem nächsten Satz sicher wieder Arroganz vorwerfen lassen muss, aber ich habe schon Leute den A-Schein machen sehen, die sich eher hätten überlegen sollen den Pkw-Führerschein abzugeben.

@ Segelohr: Würde gerne mit dir tauschen. :o Entweder ziehe ich Leute die verunfallen einfach magisch an, oder du hast bisher Glück gehabt.

Segelohr
23.10.2012, 14:27
@ Segelohr: Würde gerne mit dir tauschen. :o

Du hast es in der Hand, pass auf dich auf.

Ghost Glider
23.10.2012, 14:39
Markige Worte. Wohl eher einer, der deinen Geschmack mit seiner Darstellung
der Realität trifft.
Ich fliege seit 12 jahren wie viele andere unfallfrei und habe noch keine Unfälle
gesehen, die mich an der Kontrollierbarkeit des Risikos beim Gleitschirmfliegen
zweifeln lassen.

Freue mich sehr über dich und deine guten erfahrungen die du gemacht hast.
Ich fliege seit '87 mit GL (auch PPG), Powered Parachutes,UL und Gyro. Seit nun ca.15 jahren habe ich mich
ganz dem GLT (Paragilder Towing) gewidmet. Leider habe ich zu viel gute leute kommen und auch 'runterfallen' gesehen.
U.a mein guter freund Mr.Ken Brock:(
So bleibe ich bei meiner stellung zum sport.
Extrem wird er nur durch 2 situationen.
Pilotenfehler und oder Tüte macht einfach zu.
Plumbs uns schon ist die kake am dampfen.
Fly Safe,
G.G.

Ghost Glider
23.10.2012, 14:43
@ Oberländer:
In den meisten Fällen ist es aber genau das Risiko und die nötige Perfektion, dass aus einer Sportart eine Extremsportart macht. Eine blaue Piste beim Skifahren runterdingeln oder mit dem Hollandrad um einen See fahren ist Breitensport. Wenn man die Skier aber in Alaska zum Freeriden inkl cliffspringen und das Fahrrad in Form von Downhillmountainbiken benutzt, wird es zum Extremsport.

Dies ist ein großer Unterschied zum Fliegen, welches eigentlich keine wirkliche Breitensporttauglichkeit bietet. Selbst bei einem vermeindlich schönen Wetter bzw. einem Abgleiter mit A-Schirm können in gewissen Situationen ein sehr präzises Handeln und eine überdurchschnittliche Nervenstärke notwendig werden. Auch wenn das der Verband und einige Flugschulen gerne anders verkaufen. Manchmal habe ich das Gefühl dass dies bewusst verharmlost wird. Oder warum kann man nur als registrierter Nutzer den Sicherheitsbereich lesen. Das Problem ist, dass unser Fluggerät so trügerisch sicher zu sein scheint. Es ist erschwinglich, fast überall verwendbar, stabilisiert sich in weiten Teilen selbst, es fliegt langsam, startet kinderleicht usw. Scheinbar kann es jeder egal wie viel Talent, egal welche Fitness und egal welches Alter super sicher betreiben. Die Realität sieht leider oft anders aus. Auch wenn ich mir mit dem nächsten Satz sicher wieder Arroganz vorwerfen lassen muss, aber ich habe schon Leute den A-Schein machen sehen, die sich eher hätten überlegen sollen den Pkw-Führerschein abzugeben.

@ Segelohr: Würde gerne mit dir tauschen. :o Entweder ziehe ich Leute die verunfallen einfach magisch an, oder du hast bisher Glück gehabt.

Zu 100% K O R R E K T !
Liebe grüße an alle & Fly Safe,
G.G.:)

Oberlender
23.10.2012, 14:45
Also ich finde die Ansichten hier sehr interessant.

Gleitschirmfliegen ist eine Breitensportart. Wie auch Bergsteigen und Skitourenfahren. Diese Sportarten betreiben in der Schweiz Leute aller Herkunft, Alters und Geschlechts. Gleitschirmfliegen erfordert weder eine spezielle Kondition, noch Begabung. Viele meinen, weil man unter einem Tuch dahingleitet, man sei der "Siebesiech". Dabei fliegt das Teil quasi ohne unser zutun...
Jeder der mich fragt, ob er das auch kann sag ich: Ja klar, aber es durchaus gefährlich und man sollte häufig zum Fliegen kommen.

Breitensport schliesst ja nicht aus, dass man sich damit beschäftigt! Ein Schütze muss auch wissen, wie er mit einer Waffe hantiert. In der Schweiz eine weit verbreitete Freizeitbeschäftigung, die viele bis ins hohe Alter ausüben.

Demgegenüber steht Spitzensport. In jeder Breitensportart gibt es meistens auch Spitzensportler. Das sind die, die gezielt trainieren für Wettkämpfe und die Beste ihrer Sparte sind.

Basti G.
23.10.2012, 14:58
@ Maxl: Harte Jugend muss ich schon sagen:eek::D... sei froh dass du es überlebt hast.

Ich habe vor dem Fliegen Kampfsport, Aggressivskating, Skateboarden, DH Longboarden, DH Mountainbiken, Wellenreiten, Freestyle + Freeride Ski/Snowboard und noch einiges andere relativ exzessiv betrieben. Bei keinem dieser Sportarten hatte ich auch nur einen einzigen Todesfall in meinem näheren Umfeld. Und das Autofahren und Drogengeschäft scheint bei uns auch wesentlich harmloser abzulaufen :D

reinhard may
23.10.2012, 15:06
Gleitschirmfliegen ist gefährlich, da es uns die Möglichkeit gibt, uns in eimnem Element zu bewegen, für welches wir nicht konstruktiv gedacht sind.
Gleitschirmfliegen ist geil, da es uns die Möglichkeit gibt, uns in eimnem Element zu bewegen, für welches wir nicht konstruktiv gedacht sind.

Aber Extremsport? Im ServusTV Bericht zu Baumgartner hieß es: "Felix Baumgartner ist als Extremsportler natürlich extrem gut trainiert..."
Von daher würde ich behaupten, dass Gleitschirmfliegen kein Extremsport ist, zu viele Bierbäuche etc. dabei (me too)

Tommi

Hi Tommi
Du hast Recht,konstuktiv sind wir für´s Fliegen nicht geeignet. Die gute Nachricht ist aber,die Evolution schlägt schon zu. Bei mir unter den Armen gibts fast keine Haare mehr sondern es bildet ein zarter Federflaum. Und du deutest das offensichtlichste Zeichen der fliegerischen Evolution vollkommen falsch, das ist doch kein Bierbauch,das ist Speedmeat.:-)

Fliegen ist sicher nicht ungefährlich. Aber Hirn einschalten wenn man zu fluggeil ist hilft enorm die Sache sicherer zu machen. Man kann sich Flugwetter auch schön reden, da kommt ganz schnell der Moment,wo man lieber wieder unten und besser gar nicht gestartet wäre.

Gruß Mayer

peder
23.10.2012, 17:19
Interessant ist, dass in dem Editorial der aktuellen Men's Health auf eine Studie verwiesen wird, nach der etwa genau so viele Menschen weltweit an Bewegungsmangel sterben wie durch das Rauchen (ca. 5,3 Mio. Todesfälle pro Jahr).

Demnach ist auf dem Sofa sitzen und Fernsehen extrem gefährlich, und die Krankenkassenbeiträge der Nicht-Sportler müssten eigentlich erhöht werden :).

Gruß Patrick




Sent from my iPad using Tapatalk HD

Birdwing
23.10.2012, 17:35
Das kann anderen Fluggeräten genauso passieren.

Gleitschirmfliegen ist EXTREM gefährlich und es gibt jedes Jahr dutzende Tote - daran ist nicht zu rütteln. Was ich darüber hinaus EXTREM finde ist, wie viele völlig untalentierte, unengagierte und zu sehr wenig persönlichem Einsatz bereite "Sportler" diese Art zu fliegen konsumieren wollen - und glauben sie könnten sich Sicherheit und Erfolg mit Material kaufen. Das ist EXTREM krass.

"Wie viele völlig untalentierte Konsumenten" gibt es denn Deiner Meinung nach ? Anders herum gefragt, würden wir uns ohne diese "vielen untalentierten Konsumenten" nicht auch noch heute mit den "Sinktüten" aus den Anfängen unseres Flugsports zufrieden geben müssen ?

Gruß

Th.T.

ludewig
23.10.2012, 19:50
Jedes, z.B. bei einem Zuammenstoß. Oder bei Überlastung (Materialproblem...).

Du meinst also tatsächlich, dass die Eigenschaft eines GS, klappen zu können,
durchaus vergleichbar ist mit der Möglichkeit anderer Fluggeräte, zusammenzustoßen
oder zu brechen!

Kopfschütteln
L.

ludewig
23.10.2012, 19:58
Hallo,

das ist doch Haarspalterei hier Unterschiede in den Risikobewertungen der Luftsportarten finden zu wollen. ........


Es ging dabei nicht um RISIKOBEWERTUNG, sondern darum, was beim GS "extrem" ist!
Kein anderes Fluggerät klappt einfach so zusammen - bei entsprechenden Bedingungen.

L.

Schirmschoner
23.10.2012, 20:11
@Birdwing,
bin zwar nicht JN würde mich aber schon interresieren, was für eine Antwort Du erwartest? Ne fixe Zahl?
Ich meine jeder einzelne davon ist zuviel. an meinem Hausberg weis ich bestimmt 5 Personen, denen von der Flugschule nahegelegt wurde sich eine andere Sportart zu suchen, da Ihre motorischen fähigkeiten nicht ausreichend fürs fliegen sind. Schlimmer finde ich die

zu sehr wenig persönlichem Einsatz bereite "Sportler" diese Art zu fliegen konsumieren wollen.
Setz dich mal an einen stark frequentierten Startplatz und beobachte mal das Geschehen und dann kannst Du dir deine Frage
selbst beantworten. Im Pulk wirds dann so richtig Lustig. Für ein paar mal im Jahr den Sack auspacken ist Golf wohl besser
geeignet und vor allem sicherer.Wenn ich nach zwanzig Jahren nicht richtig Starten kann gibts nur zwei Gründe:Entweder bin ich zu faul fürs Groundhändling, oder mir fehlt eben das Talent, beides ist der Sicherheit nicht zuträglich.
Es geht hier nicht um Anfänger die regelmäßig fliegen und die ihr Können stetig steigern.
Wenn die Schirmentwicklung auf kosten der obenbenannten Pilotengruppe gehen sollte, dann würde ich lieber ne Sinktüte fliegen.

MFG Rob

Andi1965
23.10.2012, 20:15
Der Gleitschirm macht den Flugsport zum ersten Mal Breitensporttauglich. Da hat Basti Recht. ("Dies ist ein großer Unterschied zum Fliegen, welches eigentlich keine wirkliche Breitensporttauglichkeit bietet", freie Übersetzung).Ich würde aber besser Breitensportmöglich sagen.
Wie auch immer. Hier fehlt wirklich Klartext bei den Medien. Die Landung nach dem Start kann !! keiner !! weglassen. Fliegerei kann nur Breitensportmöglich werden.
Mal reinschnuppern ("Gegen den Wind", sorry habs vergessen) und wieder raus muss nicht immer gutgehen. Die Luft ist wie eine Autobahn. Nicht für Fußgänger.
Ich habe deswegen auch aufgehört am Startplatz gute Laune um jeden Preis zu verbreiten. Ich glaube mehr Sachlichkeit überall könnte hier viel helfen. Fliegerei, Sicherheit und Sachlichkeit müssen das Wichtigste sein. Alles andere erfordert dann ein Augenmaß, daß leider weder Breitentauglich noch möglich ist. Grüße andi

P.S. Ob Zusammenklappen, Tank leer, Gurte offen oder Höhenruder nicht fest..das würde ich alles unter: Nach dem Start ist es zu spät einordnen..

WA
23.10.2012, 20:36
Auf N24 kommt gerade eine Sendung über Adrenalin Junkies - MeiOmei, das sind dann Extremiker!

Da will einer den Hang "bereinigen" also eine Lawine auslösen, was ihm auch gelang.

Aber nein, er sieht sich nicht als Adrenalin Junkie! :p

GS. Fliegen ist eine Breitensportmöglichkeit (Guter Ausdruck) und kann extrem oder auch nicht betrieben werden - ja und ungefährlich ist´s sicher nicht.

Naja, muß jeder wissen was er macht!

Aber Dein Missionieren BastiG ist schon etwas extrem - Nee? ;)

Micha0365
23.10.2012, 21:56
Das "Extreme" beim GS-Fliegen ist, das der GS - darin unterscheidet er sich von
anderen Fluggeräten - durch äußere Umstände in einen Zustand kommen kann, wo er nicht mehr weiter fliegt.
Lustige Definition.
Jeder Linienflug wäre Extremsport, weil der Flieger ja durch äußere Umstände wie z.B. Vogelschlag oder Blitzschlag in einen Zustand kommen kann, in dem er nicht mehr weiter fliegt. Und die Kreuzfahrtschiffe erst ...

Micha0365
23.10.2012, 22:03
Fakt ist, unsere tüten haben (egal ob A,B,C,D,) eins gemeinsam.
Sie haben K E I N E eigenstabilität und können sich zu jeder zeit zu einen nichttragendem zustand verformen:eek:


Ich halte unsere Schirme für relativ eigenstabil. Vermutlich würden die meisten Schirme mit einem Zementsack drunter weniger oft klappen als mit einem mäßig geübten Piloten, weil der Zementsack weniger Fehler macht...

ludewig
23.10.2012, 22:04
Lustige Definition.
Jeder Linienflug wäre Extremsport, weil der Flieger ja durch äußere Umstände wie z.B. Vogelschlag oder Blitzschlag in einen Zustand kommen kann, in dem er nicht mehr weiter fliegt. Und die Kreuzfahrtschiffe erst ...

Ich will zu Deinen Gunsten annehmen, dass Du - mit diesem dämlichen Vergleich - nur scherzen wolltest.

L.

Mankei
23.10.2012, 22:52
Ich denke, der Begriff "Extremsport" kommt von Leuten, die nicht selbst fliegen. Es ist so hoch, daß man bei einem Absturz mit dem Ableben rechnen darf. Und es ist Sport, also je nach Sichtweise fürs unmittelbare Überleben nicht notwendig. Anders gesagt, überflüssiger Luxus der sein morbides Lustempfinden daraus zieht, daß man nicht stirbt, obwohl man es eigentlich müsste. Und in sowas soll sich jetzt ein unbedarfter Zuschauer an einem Startplatz reindenken. Für den ist das Extremsport.

Mir geht es bei diesen Cliffspringern in ihren Fledermausanzügen übrigens genauso. Die gehören alle mal untersucht, und ich...würds auch gern mal probieren, würde mich aber nie trauen.


Fliegen ist für mich anspruchsvoll. Auch fordernd. Und durchaus "risikobehaftet", so wie einige andere Sachen im Leben auch. Aber auch das, was die Engländer "rewarding" nennen, mir fällt grad keine treffende Übersetzung ein. Mit 1% Risiko erlange ich 100% Spaß und Zufriedenheit. Das funktioniert noch nicht mal in Beziehungen. Es rechnet sich also, und ich nehme es in Kauf.

Vielleicht sollte man einzelne sensationsheischende Veröffentlichungen mit solchen Begriffen nicht so ernst, sondern eher achtlos zur Kenntnis nehmen. Mir hilft das oft ganz gut über den Tag. Ernstzunehmen ist in dem Zusammenhang wohl nur eine Einschätzung einer Versicherung. Denn das sind die einzigen die versuchen, ein Risiko anhand wissenschaftlicher Grundlagen zu bewerten. Und die Versicherungen werten unseren Sport nicht mehr als Extremsportart.

Mankei
23.10.2012, 23:13
Und nochwas, von wegen "Polizeibericht" - die Site heißt nur so. Lasst euch nicht blenden. Unter der Meldung ist zu lesen: "Inhalt: Chamaeleon-Media GmbH", beim whois kommt eine andere GmbH raus. Die wollen nur mit dem Begriff "Polizei" Leser an Land ziehen. Das Bild ist irgendeins, zu dem sehr sachlichen Nachrichtentext passt die Bildunterschrift genausowenig. Das ist Journalistenschmiererei, nichts anderes.

Andi1965
24.10.2012, 00:24
Und nochwas, von wegen "Polizeibericht" - die Site heißt nur so. Lasst euch nicht blenden. Unter der Meldung ist zu lesen: "Inhalt: Chamaeleon-Media GmbH", beim whois kommt eine andere GmbH raus. Die wollen nur mit dem Begriff "Polizei" Leser an Land ziehen. Das Bild ist irgendeins, zu dem sehr sachlichen Nachrichtentext passt die Bildunterschrift genausowenig. Das ist Journalistenschmiererei, nichts anderes.
Der Gruselblocksatz hat sie eh entlarvt(webmaster verlinkerei..trash..) ..aber bei:
"Und die Versicherungen werten unseren Sport nicht mehr als Extremsportart." Oh, da frage besser nach. Meine war zimperlich.
Ein runder Beitrag, Prima :-) Extrem ist relativ. Der Sprachgebrauch hängt tatsächlich von der Perspektive ab. Sachlich betrachtet "kann" GS Fliegen maximal sichere Fliegerei und Sport sein. Das der Gleitschirm extrem wandelbar in der Luft ist, stimmt auch. Es ist die Rückseite des preiswerten praktischen Fluggeräts. Und der Hinweis ist berechtigt. Der Hubschrauber klappt zwar nicht, aber der Aufwand an Schraubenersetzungen zur Vorsorge übersteigt den Wettereinschätzungsaufwand bei der Klapptüte. Menschen können nur mit genialen Erfindungen fliegen und das Wort Extremsportart ist eine Worthülse. In der Hülsensprache mag es eine Exremsportart sein. In der Fliegerei ist der Gleitschirm die sicherste, günstigste und praktischste Erfindung seit es den Traum vom Fliegen gibt. Für die, die gerne Berge hochwandern oder gerne draussen sind eine unglaubliche Ergänzung. Ich fürchte auf die Auffassung:"Fliegen, das ist doch verrückt", finden wie hier im Forum keine Erklärung. Grüße Andi

artemis
24.10.2012, 06:39
Also, ich find schon, das fliegen extrem ist...:o



Exrem Geil :D:D:D:D

Manfred Laudahn
24.10.2012, 09:21
... wurde der halbe Verein durch einen unvorhergesagten sprunghaften extremen Windzuwachs komplett ins Lee hinter den Berg verblasen
...


Wenn du damit den 14.6.2009 am Tegelberg meinst, möchte ich energisch darauf hinweisen, dass die Windbedingungen schon 3 Stunden vorher grenzwertig waren, als ich in der Luft war. Zum fraglichen Zeitpunkt war ich beim Grillen am See. Der Wind war so stark, dass ich den dreifüßigen Grill festhalten musste, während sich der Himmel überm Tegelberg mit Gleitschirmen füllte. Das war an den örtlichen Merkmalen ganz klar vorherzusehen und dazu noch im Wetterbericht angesagt. Immer wieder höre ich Fluglehrer, die was von unerwartet erzählen. Blödsinn.

Grüße
Manfred

yoddelviking
24.10.2012, 09:34
jeder sieht den Sport halt anders:D

El Zorro
24.10.2012, 09:51
Das ist richtig gut :D

ludewig
24.10.2012, 09:56
...womöglich eher jene Eigenschaft, Materialbruch in den meisten Fällen selbst zu "heilen". Warte doch mal bei nem Jumbo darauf, dass die "geklappte" Flügelseite wieder aufgeht - da kannst pumpen solange du willst!

Ciao / Maxl


Ja, vor allem, wenn man bedenkt, dass beim Jumbo die Flügel vergleichbar oft klappen,
wie ein GS einen Klapper hat! Nicht wahr!?!

L.

Basti G.
24.10.2012, 10:02
Eigentlich ist es doch völlig egal (abgesehen von der versicherungstechnischen Sicht) ob man es jetzt Extremsport "nennt" oder nicht. Ich verstehe immer gar nicht warum sich so viele Gleitschirmflieger so sehr dagegen sträuben als solches bezeichnet zu werden. Was ist so schlimm daran? Gleitschirmfliegen bleibt das was es ist, egal welchen Namen man verwendet.
Ich denke dass die Mehrzahl der Menschheit Gleitschirmfliegen als Extremsportart bezeichnen würde. Ich habe leider immer das Gefühl dass die Leute die sich so sehr darüber aufregen als Extremsportler bezeichnet zu werden, Piloten sind und ein Problem damit haben, dass sie dem Grunde nach eine unvernünftige Sportart betreiben. Das gesteht man sich vielleicht als Jugendlicher noch ein, weil es dort zum sozialen Ansehen beiträgt bzw. einen Coolnessfaktor hat. Wenn man aber ein fortgeschrittenes Alter hat, somit wesentlich mehr Verantwortung trägt und vor sich, der eigenen Familie, den Freunden, dem Arbeitgeber/Geschäftspartner, dem Versicherer usw. die eigenen vermeindlich unvernünftigen Handlungen rechtfertigen muss, klingt "Extremsport" einfach extrem scheiße. Risikosportarten sind in der Regel beim Durchschnitt der Bevölkerung unvereinbar mit der allgemeinen Vorstellung eines „sinnhaften Verhaltens“.

In der Literatur typisierend für Risiko- bzw. Extremsportarten sind folgende Merkmale:

1. Außerordentliche körperliche Strapazen (, stellen harte Prüfungen an den Körper des Menschen) (Beispiel: Biwak, Hike and Fly usw.)
2. Ungewohnte Köperlagen und zustände (Freier Fall, hohe Geschwindigkeiten, Beschleunigung, Rotationsbewegungen) (Beispiel: Spirale, Wingover, Stall usw.)
3. Ungewisser Handlungsausgang (Die Bewältigung steht „auf der Kippe“, sie kann gelingen oder auch nicht. (Beispiel: Streckenfliegen, Fliegen/Groundhandling in Grenzwertigen Bedingungen, Acrotraining usw.
4. Unvorhergesehende Situationsbedingungen:
4.1. Erwartungswiedrige Ereignisse, die man schon mal erlebt hat aber zu einem unerwarteten Zeitpunkt auftreten. (Beispiel: Klapper, Windanstieg usw.)
4.2. Unbekannte Ereignisse, die man noch nicht kennt und einen Überraschungseffekt auslösen. (Beispiel: Dustdevil, eingelagerte CB, usw.)
5. Lebensgefährliche Situationen (Ernstfallbedingungen, „Open-End-Veranstaltungen“) (Beispiel: Siehe Sicherheitsthread)

Bei der Vielzahl an verschieden Risikosportarten ist die Gewichtung der Merkmale immer unterschiedlich. Nicht jedes Merkmal muss zwingend gegeben oder in gleichem Maße ausgeprägt sein.

Demnach begreife ich Gleitschirmfliegen als Extremsportart, auch wenn z.B. das Merkmal der körperlichen Strapazen eher wenig ausgeprägt ist. Ich fühle mich dadurch nicht schlechter oder besser. Die Einordnung ändert nichts an dem Sport, nichts an dem Spaß und der Erfüllung die es mir bringt, meiner Selbsteinschätzung oder an dem Ansehen in meinem unmittelbaren Umfeld.

Schwierig das zu akzeptieren ist es für Leute, die sich wirklich einreden beim Gleitschirmfliegen durch Planung und gewissenhaftes Herangehen jegliches persönliches Risiko ausschließen zu können. Diese Denkensweise halte ich aber wenn ich ehrlich bin für ziemlich naiv. Es ist ungemein beruhigend wenn man sich einreden kann, dass es immer nur den anderen passiert, weil man persönlich vor jeglichen Fehlern gefeit ist.

@Manfred: Ich meine nicht das Ereignis am Tegelberg, sondern einen sehr dubiosen Flugtag im Spessart dieses Frühjahr. Dort legte der Wind wie auf Knopfdruck für ca. 20min auf die dreifache Stärke zu und war anschließend, ebenfalls wie auf Knopfdruck wieder vorbei. Bei der anschliesenden wiederholten nachträglichen Analyse der Wettervorhersagen war nur bei einem einzigen Anbieter ein Windanstieg vorhergesagt, welcher allerdings auch nur halb so viel vorhersagte, als dann tatsächlich auftrat. War eine interessante Erfahrung mal mit 17km/h rückwärts zu fliegen. Ich hatte Glück und genug Höhe um die Flucht nach hinten anzutreten, während es meine Freundin volle Breitseite ins Lee gespühlt hat.

Aber wenn du es schon ansprichst...auch dein Beispiel, bzw. die unterschiedlichen Ansichten über die Vorhersehbarkeit, zeigt dass es wohl für viele Piloten aufgrund der mangelnden Erfahrung, Know-How, oder was weiß ich, scheinbar nicht vorhersehbar war. Wenn wir allwissend wären und die Luft bzw. das Wetter zu 100% richtig einschätzen könnten, würde Gleitschirmfliegen sicher aus der Definition Extremsport heraus fallen.

`Dominik´
24.10.2012, 10:05
Wenn du damit den 14.6.2009 am Tegelberg meinst

Nein Manfred, den Tegelberg meint er nicht. Es geht in seinem Beitrag um ein anderes Fluggebiet, welches nicht in den Alpen liegt. Und da war es tatsächlich so, dass aus unerklärlichen Gründen für einen begrenzten Zeitraum der Wind schlagartig zunahm und danach alles wieder "normal" war. Und es war tatsächlich ein wirklich normaler Flugtag bis dahin. :confused: Irgendwie so, als ob die komplette Luft der Region plötzlich in Bewegung kam und mal eben die Windstärke temporär mehr als verdoppelte. :confused:

Grüße

Edit:

oh Basti war schneller :) :)

manfred.ullrich
24.10.2012, 10:12
....In der Fliegerei ist der Gleitschirm die sicherste, günstigste und praktischste Erfindung seit es den Traum vom Fliegen gibt. ...
Grüße Andi

Mit "günstigste und praktischste Erfindung" hast Du höchstwahrscheinlich recht.

Gruß
Manfred

Quaxi
24.10.2012, 10:17
Paragleiten und Hängegleiten sind Extremsportarten bzw. Risikosportarten - so sehe ich das zumindest.
Basti hat schon einige Punkte aufgezählt.
Für Meinereiner gibt es noch einen ganz wichtigen Faktor den Para- oder Hängegleiten zum Extrem-/Risikosport machen:

die extrem niedrige Fehlertoleranz.

Ein kleiner Achtsamkeitsfehler bei den Startvorbereitungen, beim Fliegen oder beim Landen, können einem das Leben kosten. In den PG-Foren wird dann immer lappidar gesagt: "Tja, aber es war halt ein Pilotenfehler"
STIMMT zu 100 % Es gibt nur ganz wenige, seltene Unfälle bei denen wirklich Materialversagen oder sonstiges zum Absturz geführt hat.
Jetzt stellt sich die Frage:

Wie hoch bzw. wie klein ist die fehlerverzeihende Spanne beim GS-Fliegen im Vergleich zum Joggen?

Joggen:
- Schnürsenkel nicht gebunden ==> Max. Aufschürfungen durch Sturz, meist passiert nichts
- Akku von iPod vergessen == > keine Auswirkung
- Gefahr gegen einen Baum zu laufen ==> sehr gering
- Gefahr auf einem Feldweg von einem Auto überfahren zu werden ==> sehr gering


GS-Fliegen:
- nicht genügsamer Kontrollblick ==> Verhänger, Abdrehen in Hang, Tod/Verletzt
- vergessen Beingurte zu schließen ==>Tod
- zu langsame / falsche Reaktion auf Kappenstörung neben Felswand ==> Tod
... etc p.p.

Fliegen, v.a. wie wir es betreiben, wird nie eine sichere Breitensportart werden.

Aber jeder sieht es anders. Und wenn es hart auf hart kommt dann: "War es halt ein Pilotenfehler, der mir nieeeee passieren wird, weil ich ja so sorgfältig bin... "

Just my € 0,02
ihl

quaxi

blackstromer
24.10.2012, 13:27
...bedenken wir mal, dass Bergsteiger, Kletterer, Skitourenfahrer usw. noch nicht mal eine Ausbildung benötigen und dabei vermutlich mehr Unfälle produzieren als wir. Aussagen wie der Eingangstread durch Schwachsinnige führen zu dümmsten Regulierungen und Kontrollen durch Behörden und Ämter.
In der Schweiz will man nun gar die kleinen Gleitschirme, Miniwings und Hybrids "Neuregulieren" - ohne dass überhaupt etwas passiert ist.
Ein bisschen Selbstverantwortung benötigt der Mensch gemeinhin doch noch, sonst kann er sich gleich wieder dem (Staats-)Schnuller unterordnen. :eek:

Kranfahrer
24.10.2012, 14:06
Paragleiten und Hängegleiten sind Extremsportarten bzw. Risikosportarten - so sehe ich das zumindest.
Basti hat schon einige Punkte aufgezählt.
Für Meinereiner gibt es noch einen ganz wichtigen Faktor den Para- oder Hängegleiten zum Extrem-/Risikosport machen:

die extrem niedrige Fehlertoleranz.

Ein kleiner Achtsamkeitsfehler bei den Startvorbereitungen, beim Fliegen oder beim Landen, können einem das Leben kosten. In den PG-Foren wird dann immer lappidar gesagt: "Tja, aber es war halt ein Pilotenfehler"
STIMMT zu 100 % Es gibt nur ganz wenige, seltene Unfälle bei denen wirklich Materialversagen oder sonstiges zum Absturz geführt hat.
Jetzt stellt sich die Frage:


Wenn du es so sieht ist Autofahren auch Extremsport, eine kleine Lenkbewegung nach links wenn gerade ein Laster im Gegenverkehr kommt..... an der Einmündung rausgezogen und es kam was von der Seite ......



GS-Fliegen:
- nicht genügsamer Kontrollblick ==> Verhänger, Abdrehen in Hang, Tod/Verletzt
- vergessen Beingurte zu schließen ==>Tod
- zu langsame / falsche Reaktion auf Kappenstörung neben Felswand ==> Tod
... etc p.p.

Fliegen, v.a. wie wir es betreiben, wird nie eine sichere Breitensportart werden.

leicht (?) übertrieben :rolleyes:


AW: Gleitschirmfliegen ist als gefährlicher Extremsport....................
Ich denke, der Begriff "Extremsport" kommt von Leuten, die nicht selbst fliegen. Es ist so hoch, daß man bei einem Absturz mit dem Ableben rechnen darf. Und es ist Sport, also je nach Sichtweise fürs unmittelbare Überleben nicht notwendig. Anders gesagt, überflüssiger Luxus der sein morbides Lustempfinden daraus zieht, daß man nicht stirbt, obwohl man es eigentlich müsste. Und in sowas soll sich jetzt ein unbedarfter Zuschauer an einem Startplatz reindenken. Für den ist das Extremsport.

Mir geht es bei diesen Cliffspringern in ihren Fledermausanzügen übrigens genauso. Die gehören alle mal untersucht, und ich...würds auch gern mal probieren, würde mich aber nie trauen.

Fliegen ist für mich anspruchsvoll. Auch fordernd. Und durchaus "risikobehaftet", so wie einige andere Sachen im Leben auch. Aber auch das, was die Engländer "rewarding" nennen, mir fällt grad keine treffende Übersetzung ein. Mit 1% Risiko erlange ich 100% Spaß und Zufriedenheit. Das funktioniert noch nicht mal in Beziehungen. Es rechnet sich also, und ich nehme es in Kauf.

Vielleicht sollte man einzelne sensationsheischende Veröffentlichungen mit solchen Begriffen nicht so ernst, sondern eher achtlos zur Kenntnis nehmen. Mir hilft das oft ganz gut über den Tag. Ernstzunehmen ist in dem Zusammenhang wohl nur eine Einschätzung einer Versicherung. Denn das sind die einzigen die versuchen, ein Risiko anhand wissenschaftlicher Grundlagen zu bewerten. Und die Versicherungen werten unseren Sport nicht mehr als Extremsportart.

->vernünftige Analyse

Oberlender
24.10.2012, 15:52
Um nochmal auf den Titel dieses Thread zurückzukommen...

..gefährlicher Extremsport.

Jeder der selber fliegt und dann sagt, es sei gefährlich und voll die Extremsportart, sollte vielleicht sich selber mal hinterfragen, wieso er das so empfindet. Braucht man das, um sich immer der Gefahren, die fatal sein können, bewusst zu sein und sich entsprechend konzentriert? Oder fliegt derjenige einen Schirm, der nicht seinem Können entspricht? Oder in einem Gebiet, in dem er nichts verloren hat? Vielleicht braucht er dass auch nur um sich als "Held" in seinem Umfeld zu fühlen. Nun, es kommt doch immer wieder vor, dass in der Bergbahn hinter mir getuschelt wird; "Schau mal, dass in ein Gleitschirmpilot. Das würd ich mir niiiie trauen" und man fühlt sich als was besonderes. Man ist ja so mutig, dieser gefährliche Extremsport zu betreiben.

Tja, da spielt doch die Psychologie mit und da ist nun mal jeder eigens. Der Draufgänger wird auch bei an sich harmlosen Aktivitäten irgendwo den Kick suchen, der Ängstliche pisst sich schon in die Hose, wenn es an den Idiotenhügel geht. Ui, wenn ich die Schnalle nicht zumache, stürz ich ab. Ja dann mach sie zu, dann ist es doch in Ordnung.

Ich sage nicht, dass es ungefährlich ist. Man muss sich der Gefahren bewusst sein, sich damit auseinander setzen. Es ist vielleicht auch nicht die typische Breitensportart, aber das Gleitschirmfliegen kann eigentlich von allen erlernt werden. Und wieso bin ich zum Gleitschirm zu fliegen gekommen, wenn es keine Breitensportart ist? Was hebt euch von der Masse ab, damit ihr befähigt ward in einer Gleitschirmschule das Fliegen zu lernen?

Basti G.
24.10.2012, 16:42
Jeder der selber fliegt und dann sagt, es sei gefährlich und voll die Extremsportart, sollte vielleicht sich selber mal hinterfragen, wieso er das so empfindet. Braucht man das, um sich immer der Gefahren, die fatal sein können, bewusst zu sein und sich entsprechend konzentriert? Oder fliegt derjenige einen Schirm, der nicht seinem Können entspricht? Oder in einem Gebiet, in dem er nichts verloren hat? Vielleicht braucht er dass auch nur um sich als "Held" in seinem Umfeld zu fühlen. Nun, es kommt doch immer wieder vor, dass in der Bergbahn hinter mir getuschelt wird; "Schau mal, dass in ein Gleitschirmpilot. Das würd ich mir niiiie trauen" und man fühlt sich als was besonderes. Man ist ja so mutig, dieser gefährliche Extremsport zu betreiben.


Sorry aber das ist totaler Quatsch. Man empfindet den Sport als gefährlich weil er es einfach ist. Im Gegenteil zu dir hab ich damit scheinbar kein Problem es mir einzugestehen. Es ist mir bewusst und ich habe mich trotzdem dafür entschieden zu fliegen. Ich bin dennoch entspannt beim Fliegen und mir geht auch keiner dabei ab weil ich doch so ein harter Hund bin. Ich dachte am Anfang genauso wie du. Der Satz "Der Weg zum Berg ist gefährlicher als der Flug" war mein ständiger Begleiter. Bei jedem Unfallbericht kam der Spruch "Ah da ist der aber selber schuld" locker aus der Hüfte. Evtl. brauchts ein paar negativ Erfahrungen um das Ganze klarer zu sehen, die ich aber trotzdem keinem wünschen will. Bei dem ersten von 3 tödlichen Unfällen wo ich als Ersthelfer dabei war, hat es bei mir angefangen, dass ich den Sport aus einem anderen Blickwinkel betrachte. Einige die es damals mit ansehen mussten sind seit dem nie wieder geflogen. Ich habe mich statt dessen direkt zum Sicherheitstraining angemeldet, nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung". Auch wenn ich mir der Gefahr nun eher bewusst war, hatte ich nach wie vor im Hinterkopf..."Na aber er war ja auch selber schuld". Das legt man erst ab sobald einem mal etwas passiert worauf man einfach keinen Einfluss hatte, bzw. die Situation falsch eingeschätz hat. Bei mir war das ein 75% Klapper in 6 Meter höhe, der mit seeehr viel Glück sehr harmlos ablief. (Video dazu fliegt hier im Forum irgendwo rum) Mir haben 2 sehr erfahrene Sicherheitstrainer und ein weiterer Fluglehrer aus dem DHV Lehrteam den ich sehr schätze unabhängig voneinander nach der Analyse dieses Vorfalls bestätigt dass das einfach Pech war und ich das ganze nicht verhindern hätte können. Ein Fall 10000 zu 1. Das waren nur die 2 Schlüsselerlebnisse die mir die generelle Sicherheit des Gleitschirms verdeutlicht haben und mir meine eigene Fehlbarkeit/Verletzbarkeit vor Augen geführt haben. Alle anderen negativ Erlebnisse die ich gesehen oder aus dem nahen Umfeld kenne, bekräftigten das Ganze. 5 Leute die ich innerhalb von 4,5 Jahren nach meiner Ausbildung kennen gelernt habe, leben nicht mehr. Und darunter befindet sich ein Fluglehrer, ein ehemaliger Werkspilot, ein viel Flieger mit 25 Jahre Flugerfahrung und 2 Anfänger. Also erzähl mir nicht dass ich mir die potentielle Gefahr einrede weil ich mich dadurch besser fühle, das ist völliger Schwachsinn.

Fliegen ist auch nach wie vor meine Leidenschaft #1. Wer mich kennt wird mir eine sehr hohe Angstschwelle bestätigen, aber meine Einstellung zu dem Sport hat sich trotzdem im Laufe der Jahre sehr gewandelt. Wenn man mit dem Feuer spielt, kann sich jeder von uns, egal wieviel Talent, Erfahrung usw. auch verbrennen. Glaube mir...mir wäre es lieber es wäre anders.

Ich Freestyle gerne und wenn ich am richtigen Ort wohnen würde hätte ich starke Ambitionen richtung Acro. Ich bin keiner der überall herum rennen muss und jedem erzählt wie gefährlich das Fliegen ist. Außer dem Satz..."Es ist viel gefährlicher als ich zu Anfang dachte" hört man in der Regel von mir nichts, aber es löst einfach Unverständnis bei mir aus, wenn sich Leute darüber aufregen dass ihr Sport "Extremsport" genannt wird, obwohl er es laut Definition sogar ist. Wo ist das Problem dabei? Ist "Extremsport" ein Schimpfwort? Ich habe mich längst daran gewöhnt dass die meisten Sportarten die mich reizen dieser Sparte zugeordnet werden. Was seht ihr denn für ein Problem daran?


Zum Thema Breitensport... Hast schon recht, wirklich beinahe jeder kann es lernen bzw. die Ausbildung erfolgreich abschließen. Ob das deshalb sinnvoll ist, kannst du ruhig selbst beurteilen, wenn du mal eine Zeit lang bei leicht anspruchsvolleren Bedingungen an einem stark besuchten Fluggebiet die Starts und Landungen beobachtest.

Pikachu
24.10.2012, 16:51
Du meinst also tatsächlich, dass die Eigenschaft eines GS, klappen zu können,
durchaus vergleichbar ist mit der Möglichkeit anderer Fluggeräte, zusammenzustoßen
oder zu brechen!
Kopfschütteln
L.

Ich habe auf diese Frage geantwortet:


Das "Extreme" beim GS-Fliegen ist, das der GS - darin unterscheidet er sich von
anderen Fluggeräten - durch äußere Umstände in einen Zustand kommen kann,
wo er nicht mehr weiter fliegt.

Das "wo er nicht mehr weiter fliegt", hat mit normalen Klapperns nichts zu tun. Zumindest habe ich das so verstanden.
Wenn ich das falsch verstanden habe: Was hast Du denn nun gemeint?

Oberlender
24.10.2012, 17:49
@Basti

Ich hab meinen letzten Beitrag nicht auf dich bezogen, hab aber auch nicht das Gefühl, dass unsere Ansichten weit voneinander liegen. Es liegt in der individuellen Interpretation des Geschriebenen. Ich sage, man muss sich den Gefahren bewusst sein, die beim Gleitschirmfliegen eine Rolle spielen. Das sind einzelne Aspekte, wie etwas fliegen wenn es in den Bergen föhnet, wenn Gewitter aufziehen oder ein Klapper knapp über Boden. Ergo sage ich Föhn ist für uns gefährlich oder eben ein Klapper knapp über Boden. Wenn ich schreiben würde, mit Betonung auf ich und das ist dann meine persönliche Interpretation, dass Gleitschirmfliegen gefährlich ist, dann bezieht sich dass auf alles was dem Sport zu tun hat.... Das ganze ist allerdings langsam Haarspalterei, aber es zeigt nur auf was man unter einer gefährlichen Extremsportart alles hineininterpretieren kann, vorallem von aussen.
Schlussendlich soll das jeder mit sich selber abmachen. Für uns Schweizer ist einfach zu hoffen, dass die SUVA Gleitschirmfliegen als solches nie als Wagnis betrachten wird. Im Gegensatz zu den Speedflyern.

Im übrigen kenn ich sehr wohl solche Gebiete. Und jetzt? Hat das jetzt mit dem schlechten Ausbildungsgrad zu tun oder weil Gleitschirmfliegen gefährlich ist? Hier liegt die Gefahr beim schlechten Piloten und nicht beim Gleitschirmfliegen.

Ha gschlosse.

Tino
24.10.2012, 18:38
Wie hoch bzw. wie klein ist die fehlerverzeihende Spanne beim GS-Fliegen im Vergleich zum Joggen?

Joggen:
- Schnürsenkel nicht gebunden ==> Max. Aufschürfungen durch Sturz, meist passiert nichts
- Akku von iPod vergessen == > keine Auswirkung
- Gefahr gegen einen Baum zu laufen ==> sehr gering
- Gefahr auf einem Feldweg von einem Auto überfahren zu werden ==> sehr gering

Einer meiner besten Freunde ist beim Joggen gestorben, aber das ist eine andere Geschichte.

Für mich ist ein Gleitschirm ein Fortbewegungsmittel, genau wie ein Fahrrad, ein Auto, eine Seilbahn oder ein Ballon. Man kann ein Auto als Verkehrsmittel benutzen, mann kann aber damit auch Rennen fahren (Sport).

Ob Gleitschirmfliegen ein Risiko ist, ist immer eine Frage der Situation. Wenn ich auf dem Ortler stehe und die Wahl habe mit hundert Leuten zusammen über etliche Engstellen abzuseilen, in einer Zweierseilschaft den Gletscher abzuklettern oder in 3900 von einem schulungstauglichen Hang abzufliegen, dann ist Gleitschirmfliegen plötzlich eine sehr sichere Sache. Wenn jemand (dieses Jahr beobachtet) bei Föhn von vorn und mit einer Monster Gewitterzelle im Rücken mit Mühe startet und sich dann über unruhige Flugbedingungen wundert, ist das sicher sehr unsicher. Solange man mit Geräten fliegt, die man beherrscht, bei Bedingungen, die man im Griff hat, ist das kein unsicherer Sport, von Sport würde ich da auch gar nicht reden. Groundhandling ist Sport. Fliegen ist Fortbewegung in der Luft.

artemis
24.10.2012, 19:05
Für mich ist ein Gleitschirm ein Fortbewegungsmittel, genau wie ein Fahrrad, ein Auto, eine Seilbahn oder ein Ballon. Man kann ein Auto als Verkehrsmittel benutzen, mann kann aber damit auch Rennen fahren (Sport).

Ob Gleitschirmfliegen ein Risiko ist, ist immer eine Frage der Situation. Wenn ich auf dem Ortler stehe und die Wahl habe mit hundert Leuten zusammen über etliche Engstellen abzuseilen, in einer Zweierseilschaft den Gletscher abzuklettern oder in 3900 von einem schulungstauglichen Hang abzufliegen, dann ist Gleitschirmfliegen plötzlich eine sehr sichere Sache. Wenn jemand (dieses Jahr beobachtet) bei Föhn von vorn und mit einer Monster Gewitterzelle im Rücken mit Mühe startet und sich dann über unruhige Flugbedingungen wundert, ist das sicher sehr unsicher. Solange man mit Geräten fliegt, die man beherrscht, bei Bedingungen, die man im Griff hat, ist das kein unsicherer Sport, von Sport würde ich da auch gar nicht reden. Groundhandling ist Sport. Fliegen ist Fortbewegung in der Luft.

Danke Tino,

besser kann man es nicht ausdrücken.

Segelohr
24.10.2012, 19:54
Für mich ist ein Gleitschirm ein Fortbewegungsmittel, genau wie ein Fahrrad, ein Auto, eine Seilbahn oder ein Ballon.


Für mich ist ein Gleitschirm definitif kein ****ing Fortbewegungsmittel, sondern das geilste was man aus ein
paar Metern Stoff machen kann :p

WA
24.10.2012, 20:05
Hi,

nach vielen Posts will ich mich endlich outen, ich traute mich bisher noch nicht! :o

Jawohl, GS.-Fliegen ist gefährlich, es ist Extremsport und ich schätze mich glücklich, daß ich zu der exklusiven Minderheit, ( 30000 DHV-Mitglieder vs. 80000000 Einwohner ) gehöre.

Jawohl, das macht mich stolz - Ha, was ist "DAS" im Vergleich zum Radfahren? ( Und ich fliege eine D-Gurke, weil ich das für mein Ego brauche - zefix aber auch )

Usw.usf. :D

ludewig
24.10.2012, 22:32
Ich habe auf diese Frage geantwortet:


Das "wo er nicht mehr weiter fliegt", hat mit normalen Klapperns nichts zu tun. Zumindest habe ich das so verstanden.
Wenn ich das falsch verstanden habe: Was hast Du denn nun gemeint?

Gebe bei GOOGLE ein "Gleitschirm klapper", und Du wirst nicht wenige youtubes finden,
wo man sieht, dass bei einem Klapper das, was der Gleitschirm macht, man nicht
fliegen nennen kann.

L.

Wollez
24.10.2012, 23:29
hei, irgendwie begreife ichs nicht (wo die Diskussion hier hin geht). Risikosportart hin oder her, für die Statistik muss man wissen wie oft und wie lange jemand die entsprechende Sportart ausübt. Der DAV (Wandern, Klettern, Klettersteig, etc) hat für seine Mitglieder dies versucht in einer der letzten Veröffentlichungen zu erörtern (http://www.alpenverein.de/chameleon/outbox/public/a7a9056f-f569-30cd-5a53-974c48a680e2/Panorama-2010-2-Risiko-Bergsport.pdf). Für GS/HG Fliegen muss die gleiche Herangehensweise gelten. Wie oft und wie lange wird von wie erfahrenen Piloten geflogen und wie viele Unfälle passieren dabei. Nur dann lässt sich einschätzen wie riskant unser (meiner) Sport wirklich ist.
Mit "wie erfahren" meinte ich, dass es durchaus Sinn macht, die Flieger (und im Vergleich auch andere), nach ihrer "individuellen Ausübung" der jeweiligen Sportart zu unterscheiden.

Ich habe keine Ahnung, was beim GS-Fliegen bei einer validen Statistik herauskommt, aber ich fliege dennoch, aber nur wenn ich will und ich mir sicher bin und ich nehme auch gerne die Ratschläge der Locals im Fluggebiet an.

Quaxi
25.10.2012, 07:54
Mit der richtigen Ausbildung, 100 % körperlicher Fitness, einem ausgeklügeltem Risikomanagement und etwas Talent, ist so ziemlich keine Sportart ein Extremsport.

Die Proximity Wingsuit Flieger sind ja auch keine Selbstmörder (wobei die Statistik da was anderes sagt). Da fällt bei einem Unfall halt auch immer der selbe Satz: "Hätt' i , war i, tat i,.... Pilotenfehler..."

Ich hab kein Problem damit, dass ich eine Risikosportart betreibe. Ich habe viel mehr ein Problem damit, dass "Fußgängern" immer vermittelt wird, dass unser Sport 100 % safe ist. Das ist er nunmal nicht. Nicht mal bei einem Standart-Abgleiter im Winter.


Wenn du es so sieht ist Autofahren auch Extremsport, eine kleine Lenkbewegung nach links wenn gerade ein Laster im Gegenverkehr kommt..... an der Einmündung rausgezogen und es kam was von der Seite ......
Tja, man kann sich auch mit einem Seil aufhänge, deswegen ist ein Strick noch lange keine Selbstmordwaffe. Ich könnte mir auch ein Messer versehentlich ins Herz rammen, deswegen ist Gemüseschneiden auch kein Extremsport. Ja meine Beispiele waren überzogen, aber oft auch nicht ganz weit hergeholt. Wieviele Piloten sind denn schon schwerstens verunglückt wegen Nichtigkeiten? Das Passiert nun mal beim Joggen auch, aber nicht in dieser Häufigkeit.
Auch beim Autofahren passieren oft kurriose Unfälle oder Unfälle bei denen einer völlig unbeteiligt ist, aber eben nicht in dieser Häufigkeit. Und oft - das kommt noch dazu - gehen die Unfälle glimpflich aus, da das Auto noch einen gewissen Schutz bietet. Und wir "vertrauen" einzig auf ca. 18 cm Schaumstoff oder einem aufgeblasenen Ballon???
Naja da ist mir die Front eines Mercedes (inkl. Airbag und Sicherheitsgurt) schon lieber, wenn ich mit 50 km/h gegen eine Wand bretter.

Aber wie gesagt, jeder kann es sehen wie er will. Wenn du Paragleiten als Normalo-Sicherheitssport siehst, bitte sehr. Ich sehe es halt nicht so und habe deswegen auch gehörigen Respekt vor der Sache.

ihl

quaxi

Pikachu
25.10.2012, 09:14
Gebe bei GOOGLE ein "Gleitschirm klapper", und Du wirst nicht wenige youtubes finden,
wo man sieht, dass bei einem Klapper das, was der Gleitschirm macht, man nicht
fliegen nennen kann.


Wenn bei einem Fluggerät ein technischer Defekt auftritt, gibt es zwei Möglichkeiten:

a) Es kann trotz des Defekts weiterfliegen
b) Nicht a)

Beides trifft für alle Fluggeräte zu, sei es ein GS oder ein anders.

Deine These war: Ein GS kann in einen Flugzustand geraten, in dem er nicht mehr fliegen kann, ein anderes Fluggerät nicht. Dem widerspreche ich. Auch andere Geräte als GSe können in derartige Zustände geraten.

Ein "normaler Klapper" in Deinem Sinne dagen zählt unter Katgorie a).
(Wäre es nicht so, wären wir alle längst tot oder schwer verletzt.)

Quaxi
25.10.2012, 09:36
Doch, eine Extremsportart kann es immer sein (da vielleicht kein Breitensport) aber es muss keine Risikosportart sein.

ach Wolferl, diese Wortklaubereien sind echt anstrengend.
Im "normalen Sprachgebrauch" wird Extremsport oft auch gleichbedeutend mit Risikosport verwendet. Aber bitte um es noch deutlicher auszudrücken:

Mit der richtigen Ausbildung, 100 % körperlicher Fitness, einem ausgeklügeltem Risikomanagement und etwas Talent, ist so ziemlich keine Sportart ein Risikosport.

OK?

PS: Mir fällt nicht ein Extremsport ein der nicht auch Risikosport ist.

Oberlender
25.10.2012, 10:00
PS: Mir fällt nicht ein Extremsport ein der nicht auch Risikosport ist.

Extrem ist eine Steigerungsform. Gemäss Duden zu umschreiben mit "ausserordentlich" oder "besonders". Tatsächlich ist Gleitschirmfliegen ein ausserordentlicher und besonderer Sport. Ich find zum Beispiel Schach auch ein besonderen Sport, extrem kopflastig, aber kaum risikobehaftet.
:D

ludewig
25.10.2012, 10:06
Wenn bei einem Fluggerät .......)

Du WILLST die wesentlichen Unterschiede nicht sehen, also lassen wir es.

L.

Ghost Glider
25.10.2012, 11:14
Neeee......
Also manche argumente hier sind echt als extrem E X T R E M zu bewerten.
Extrem jod schwadde künne se all jod.....:confused:
Fly Safe,
G.G.:)

Pikachu
25.10.2012, 12:34
Du WILLST die wesentlichen Unterschiede nicht sehen, also lassen wir es.


Falsch. Ich will lediglich dieser Deiner These nicht "einfach so" zustimmen:


Das "Extreme" beim GS-Fliegen ist, das der GS - darin unterscheidet er sich von
anderen Fluggeräten - durch äußere Umstände in einen Zustand kommen kann, wo er nicht mehr weiter fliegt.

M.a.W.:
1. Der GS unterscheidet sich NICHT hauptsächlich von anderen Fluggeräten danach, daß er "durch äußere Umstände in einen Zustand kommen kann, wo er nicht mehr weiter fliegt." (; denn das können andere Geräte auch).
2. Aus 1. folgt, daß dies auch nicht das "Extreme" am GS-Fliegen sein kann.

Wenn schon "extrem", dann könnte man vielleicht anbringen, daß das Erlernen und "Loslegen" "extrem schnell und einfach" geht (im Vgl. zu anderen Geräten).
Und von daher vielleicht eine gewisse Gefahr des Leichtsinns mit dem Umgang von Gerät und Situation abzuleiten wäre...

Quaxi
25.10.2012, 12:35
Extrem jod schwadde künne se all jod.....:confused:

Hehe... bitte mal um übersetzung! :confused:
Ouda du hearsch mi ob iatz a alei maer im Dialekt reidn. :D :D ;)

@Wolfgang:
Meine These:
Mit der richtigen Ausbildung, 100 % körperlicher Fitness, einem ausgeklügeltem Risikomanagement und etwas Talent, ist so ziemlich keine Sportart ein Risikosport.
Sollte eignetlich nicht zur Debatte ob Risko oder Extrem-Wort-Sport herhalten, sondern in einem gewissen Maße mit "Ironie" behaftet sein. Diese These sollte als Zusammenfassung mancher Aussagen über unsern Sport dienen um wiederum darzustellen, dass so eine Ansicht eigentlich Quatsch ist. Risiko bleibt Risiko, egal wie sicher wir uns fühlen. Man sollte das einfach im Hinterkopf behalten und daher mit einem gewissen Maß an Respekt an die Sache rangehen.

Aber anscheinend geht es hier mehr darum Wörter und Posts auseinander zu nehmen anstatt über den Inhalt nach zu debattieren. Leider v.a. von Leuten die in ihren eigenen mehr oder weniger sinnvollen Threads sofort alle anmachen und ermahnen sich an eine gute Diskussionskultur zu halten. (Zitat: "ich wollte keine Diskussion ich wollte Antworten...") aber egal...

Ich habe wiedermal meinen Senf dazu gegeben und werde mich jetzt schön sang und klanglos aus dem Thread verabschieden :)

ihl und immer gutes Risikomanagement

quaxi

PS: Ach so werde ich nie auf +1000 posts kommen ...:rolleyes:

Ghost Glider
25.10.2012, 12:43
Hehe... bitte mal um übersetzung! :confused:
Ouda du hearsch mi ob iatz a alei maer im Dialekt reidn. :D :D


Hallo Quaxi,
ich lach mich gleich wech:p"Ouda du hearsch mi ob iatz a alei maer im Dialekt reidn.":):p:D
Einfach stark. Ist für die rheinländer unter uns.
Bald ist Karneval.......
Fly Safe,
Grüße
G.G.:)

ludewig
25.10.2012, 15:30
Falsch. Ich will lediglich dieser Deiner These nicht "einfach so" zustimmen:



M.a.W.:
1. Der GS unterscheidet sich NICHT hauptsächlich von anderen Fluggeräten danach, daß er "durch äußere Umstände in einen Zustand kommen kann, wo er nicht mehr weiter fliegt." (; denn das können andere Geräte auch).
.......

Also, ich will's versuchen:
Bezüglich "denn das können andere Geräte auch" besteht aber ein ganz wesentlicher Unterschied:
Beim GS ist das ein Zustand, mit dem der GS-Flieger mehr oder weniger jederzeit rechnen muss,
und aus dem er - mit Können und Glück - in den allermeisten Fällen auch unbeschadet herauskommt.
Bei anderen Fluggeräten aber wäre das ein ganz, ganz seltenes Ereignis, das, wenn es einteten würde,
mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit sehr ernste Konsequenzen hätte.
Und Du meinst also, das "unterscheidet (den GS) NICHT hauptsächlich von anderen Fluggeräten" ????

L.

gerifly
25.10.2012, 15:59
Jetzt lasst mir doch einfach mal die Illusion, dass ich Extremsportler bin........ !!! :D

Gruss Geri

Ghost Glider
25.10.2012, 17:03
Jetzt lasst mir doch einfach mal die Illusion, dass ich Extremsportler bin........ !!! :D

Gruss Geri

Geri, ist doch keinerlei zweifel dran.
Ist doch klar.... du bist einfach der extremste gleitschirmler unter der sonne.:p
G.G.

DonP
25.10.2012, 17:53
was gleitschirmfliegen für viele zum extremsport macht ist die tatsache das diese menschen glauben es sei sicher.

Wodurch ensteht diese illusion ? aus meiner sicht ganz einfach: ein gleitschirm ist so einfach und deppensicher zu steuern wie sonst kein anderes fortbewegungsmittel - das suggeriert sicherheit - gleichzeitig ist ein gleitschirm aber auch das fluggerät mit der geringsten maneuver margin das ich kenne - grad mal 15- 20 km/h wind und ein bissl turbulenzen entscheiden zwischen sicher fliegen und lebensgefahr - ausser heissluftballonen ist mir sonst kein fluggerät bekannt dass dermassen empfindlich auf umweltparameter reagiert - das wird weitestgehend negiert, weil man kanns ja , man weis ja was man tut....

wenn einem dieses unausweichliche dauerdilemma bewusst ist - alles klar, wenn nicht dann ist es eine der gefährlichsten extremsportarten die ich kenne, speziell für reaktionsschwache, untrainierte, überhebliche und lernresistente menschen die glauben mit der gondelkarte kauft man auch den flug hinunter.

So long.

P

PS: nicht missverstehen, finde unsere rucksackflugzeuge genial, aber die anforderungen an die korrekte abschätzung der rahmenbedingungen für einen sicheren flug übersteigen in vielen fluggebieten bei weitem die fähigkeiten der breiten masse - das es nicht viel mehr tote gibt liegt am positiven seiteneffekt des lemmingeffekt und der (mittlerweile) hohen bedienungstechnischen fehlertoleranz des fluggeräts.

dicker-moench
25.10.2012, 21:30
DonP:ebenso ein passendes Posting wie BastiG.

Ich finde auch das Gleitschirmfliegen nicht ungefährlich ist. Und das wird nun mal oft behauptet. Ich kann mein Risiko gering halten. BastiG: Ich war am Anfang meines Pilotendaseins Risikobereiter. Habe mich immer und überall rausgestürzt. Hatte ja auch nie schlechter Erfahrung gemacht. Erst ein Dämpfer kann einen auf den Boden zurück holen. Ich finde das viele Anfänger entweder Unvorsichtiger sind oder es eben nicht wissen/wissen können. Sich selbst einschätzen können. Ein Fehler und man hat verkackt. Auf einen Klapper falsch reagiert, Bremsen zu tief im Landeanflug, Landung gegen den Hang. Das Fliegen ist auch nicht schwer, aber viele tun sich schon ziemlich schwer mit Start oder der Landung und das Risiko schwere Verletzungen davon zu tragen ist eben um einiges Größer. Müsste man nicht starten oder Landen wäre das Risiko sicherlich um geringer.
BastiG hat damit recht, ich durfte seit meiner Fliegerkariere auf einmal Piloten kennenlernen die Unfälle hatten. Jedes Jahr werden es mehr. Auch gute Piloten die verunfallten. Ich rede jetzt nicht von nem verstauchten Fuss, sondern mind. Wirbelfraktur oder lange privat und beruflich außer Gefecht zu sein. Also ich kenne sonst niemanden anderen aus meinen Freundeskreis, die jemals einen Unfall hatten bei ihren anderen Sportarten und sich solche Verletzungen zugezogen haben.

Ich schließe mich dem aber an, dass es eben viele Piloten gibt mit verschiedenen Begabungen. Manche Versuchen so lange an sich zu Arbeiten, bis sie eben ihre Defizite ausgleichen. Manche werden es nie lernen, weil sie nicht wollen und weil sie es auch nie schaffen werden und die dritte Liga ist Resistent und unbelehrbar.
Eine Freundin von mir hat ihren Flugschülern schon ins Gesicht gesagt, fliegen ist nicht für sie geeignet und wenn sie das unbedingt wollen, dann bitte nur betreutes Fliegen. Weil total untalentiert. Und schlimmer noch Beratungsresitent. Der Schüler streitet mit der Fluglehrerin wie man eine Spirale ausleitet.
Für solche Menschen ist Fliegen definitiv gefährlich. Man schaue sich nur den Videothread an. Schon bei einem der letzten Videos ganz toll zu sehen. Hände unterm Arsch in noch guten 20 Metern Höhe. Er hat Glück, dass der Schirm nur im Sackflug geht und nicht stallt.

Und zum Thema unerwartete Wettererscheinungen. Auch wir hatten schon am Diedamskopf mal das Phänomen, dass wir uns fertig gemacht habe zum Fliegen. Vor uns sind Piloten noch gestartet und hatten dabei nicht mehr wie 10 km/h Wind. In den nächsten 15 Minuten nahm der Wind auf 50-60 km/h zu. Wir haben uns schnell ausgehängt und uns auf die Schirme geschmissen und zusammengepackt. Eine Feldmaus wurde an mir vorbei über den Schee hinweggeblasen.
Wir gingen dann was trinken und wollten eigentlich dann wieder runter fahren. Innerhalb einer von 45min war der Spuk wieder vorbei und es herschte die nächsten Stunden wieder Wind mit unter 10 km/h. Ach bei uns wurde es nichts in der Richtung vorhergesagt. Ich hatte nur in der Bahn nach oben schon ein ganz ungutes Gefühl.
Dieses Jahr hatten wir einige ungünstige Landungen im Schwarzwald mit extremen Turbulenzen. Die Wetterstudie die ich bisher vorher gemacht hatte, sagten ruhigen Bedingungen voraus bis hin zu wenig nutzbarer Thermik. Grund war eine Höhenkonvergenz. Ich möchte ganz klar behaupten, dass wenn Anfänger, Wenigflieger oder talentloser Pilot selbst mit seinem 1 Schirm zu dem Zeitpunkt im Landenanflug gewesen wäre, es Schwerverletzte gegeben hätte. Ein zweiter Pilot der mit mir landete hatten mit einigen Klappern (Front/Seite) zu kämpfen und das in nur 50 Metern über Landeplatz. Der Pilot hat zwar das Klappen nicht verhindert, aber dafür auf die Klapper gut reagiert. Mein Schirm war überall. Nur nie über mir Egal wie ich gearbeitet habe. Ich habe mehrfach darüber nachgedacht, freiwillig den Wald anzufliegen und nen Baum zu umarmen. Aber ich flog mit dem Schirm meiner Frau und die hätte mich dann um´s Eck gebracht wenn ich ihrem Baby kaputt gemacht hätte. Also dann lieber durch eigene Hand sterben.
Landeanflugdauer von uns beiden jeder gute 20 Minuten für eine Resthöhe von 100 Metern und weniger. Also am Ende nur ne 20minLandevolte.

Das Risiko kann ich minimieren, aber nicht ganz ausschließen. Und mit dem Fahrradfahren möchte ich das nicht vergleichen. Mit dem Fahrrad kann ich rechts ran fahren und absteigen mit dem Schirm falle ich vom Himmel. Und schon allein bei den Fussgängern würde die Frage aufkommen warum brauchen sie einen Rettungschirm, Protektoren wenn es nicht so gefährlich ist?

Pikachu
26.10.2012, 09:08
Bezüglich "denn das können andere Geräte auch" besteht aber ein ganz wesentlicher Unterschied:
Beim GS ist das ein Zustand, mit dem der GS-Flieger mehr oder weniger jederzeit rechnen muss, ...

Siehst Du das wirklich so? Ich nicht.
Zumindest nicht als so drastische Auswirkung, die in diesem Thread-Zusammenhang eine Rolle spielen würde.


und aus dem er - mit Können und Glück - in den allermeisten Fällen auch unbeschadet herauskommt.

Hm. Also wenn Du einen normalen Klapper meinst, da braucht's für den Durchschnittspiloten mit A- oder B-Schirm kein "Glück" und meistens auch nur durchschnittliches "Können", damit da überhaupt gar nix passiert.

Wenn Du dagegen großflächige Totalzerstörer meinst, die nur schwer unter Kontrolle zu bringen sind, dann würde ich diese ebenfalls unter die Kategorie "selten" einordnen.


Bei anderen Fluggeräten aber wäre das ein ganz, ganz seltenes Ereignis, das, wenn es einteten würde,
mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit sehr ernste Konsequenzen hätte.
Und Du meinst also, das "unterscheidet (den GS) NICHT hauptsächlich von anderen Fluggeräten" ????


Du meinst also die Häufigkeit des Auftretens von Klappern, die zur völligen Nichtfliegbarkeit führen?
Ja, andere Geräte klappen nicht, das stimmt.

Andere Geräte haben andere technische Probleme, die den Piloten/die Passagiere in Bedrängnis bringen können. Was da nun seltener und was häufiger auftritt, weiß ich nicht. Dafür wird es vermutlich Statistiken geben.

Daß aber ein GS ein Gerät ist, das die Piloten permanent in Todesgefahr brächte, halte ich als (von mir als unterschwellig angebracht vermutete) Behauptung für übertrieben. Sonst müßten wir alle längst schwer verletzt oder tot sein.

zucki
26.10.2012, 09:30
www.flash-news.at/pdfs/FlashNews139.pdf

Schon 30 Todesfaelle beim Gleitschirmfliegen bis Mitte September -nachzulesen in der Rubrik "Unfaelle und Stoerungen" in den Flash News-ein ungefaehrlicher Extremsport scheint Gleitschirmfliegen nicht zu sein!:(

Gruss Z

PeterG.
26.10.2012, 09:47
zucki...

die liest die falschen news:rolleyes:

Das fliegen ungefährlich ist kann keiner behaupten.. Aber einen gefährlichen Extremsport machen nur wenige Piloten daraus...
Der größte Teil, und zu dem zähle ich mich, gleitet gemütlich an der Küste oder den Berg runter.. vermeidet jede Akrobatik.. und fliegt nur bei besten Bedindungen. natürlich kann auch da was passieren, aber es macht diese Freizeitbeschäftigung nicht weitaus gefährlicher wie andere;)

http://www.baua.de/de/Informationen-fuer-die-Praxis/Statistiken/Unfaelle/Gesamtunfallgeschehen/Gesamtunfallgeschehen.html

Zur Arbeit fahren und arbeiten ist auch gefährlich :D

Peter

batflyker
26.10.2012, 10:24
. .....Aber ich flog mit dem Schirm meiner Frau und die hätte mich dann um´s Eck gebracht wenn ich ihrem Baby kaputt gemacht hätte. Also dann lieber durch eigene Hand sterben....


Den find ich Gut Saustark:cool::cool:

blackstromer
26.10.2012, 10:28
ich denke grundsätzlich ist nur der Versicherer und der Staat daran interessiert allfällige Sportarten zu katalogisieren.
Es gibt derart viele Möglichkeiten sich über Gefahren irgendwelcher Art zu informieren. Gerade in unserem Sport, hat man Kontakte, quasselt am Lande-und Startplatz darüber wer, wie was, wo usw. es gibt YT-Filmchen, Sicherheitstrainings und, und, und.

Aber vielleicht ist es ja für einen selbst spannend sich zu einer Extremsportart-Gruppe zugehörig zu fühlen (als Frage formuliert). Oder was soll's eigentlich? Fliege ich sicherer wenn ich weiss dass ich "extrem" bin?

Manche Leute sind halt einfach dran interessiert möglichst alles zu regulieren, zu kontrollieren, zu registrieren usw. So wird die Welt für sie einfacher und überschaubar.

"so schaugs aus" :cool::D

Basti G.
26.10.2012, 10:43
Der größte Teil, und zu dem zähle ich mich, gleitet gemütlich an der Küste oder den Berg runter.. vermeidet jede Akrobatik

Ich will dir deine Illusionen ja nicht nehmen, aber die meisten Piloten, die sich aus jeder Akrobatik heraushalten sind genau die, die unsicherer unterwegs sind. Ich kenne keine sicherern Piloten als die Acro-Jungs aus meinem Umfeld. Die beherrschen ihre Schirme und wissen genau was sie tun. Der Anteil der Acropiloten an den tödlichen Unfällen ist verschwindend gering...ist dir vielleicht schon aufgefallen.


...Aber vielleicht ist es ja für einen selbst spannend sich zu einer Extremsportart-Gruppe zugehörig zu fühlen (als Frage formuliert). Oder was soll's eigentlich? Fliege ich sicherer wenn ich weiss dass ich "extrem" bin?

Ich denke zu dem Schmarrn wurde schon genug geschrieben. Da muss man nichts mehr zu sagen.


Aber lebt/fliegt ruhig schön weiter in eurer schönen sicheren eigenen Welt...

Martin Prerovsky
26.10.2012, 11:07
Der Anteil der Acropiloten an den tödlichen Unfällen ist verschwindend gering...

Finde ich überhaupt nicht. Beide Tote, die ich kannte (Martin Gwosz und Alex Rodriguez), waren Akroflieger. Das brilliante Können wird m.e. häufiger überkompensiert...

Gruß,
Martin


Gesendet von meinem GT-S7500 mit Tapatalk 2

Basti G.
26.10.2012, 11:13
Finde ich überhaupt nicht. Beide Tote, die ich kannte (Martin Gwosz und Alex Rodriguez), waren Akroflieger. Das brilliante Können wird m.e. häufiger überkompensiert...

Natürlich kommt das vor. Wie schon von mir geschrieben ist niemand vor Unfällen gefeit, aber der Anteil der vom DHV veröffentlichten Berichte zu Unfällen mit Todesfolge mit der Ursache "falsch gemachtes Manöver beim Acrofliegen" ist sehr gering...


...Also entschuldigung wenn ich nicht ganz alles gelesen oder mitbekommen habe...

Dann les meine Antwort auf die gleiche Frage ein paar Posts weiter vorne doch einfach nochmal. Ist schwierig zu diskutieren wenn der Diskussionspartner die Argumente nicht einmal komplett liest.

Ghost Glider
26.10.2012, 12:24
Finde ich überhaupt nicht. Beide Tote, die ich kannte (Martin Gwosz und Alex Rodriguez), waren Akroflieger. Das brilliante Können wird m.e. häufiger überkompensiert...

Gruß,
Martin


Gesendet von meinem GT-S7500 mit Tapatalk 2

Hallo to all.
Ich finde jeder tote ist einer zuviel. Egal ob akro,alpine,xc oder an der schnur.
Denke ich genau wie Martin schreibt. Brilliantes können fliegt bei zu vielen mit im rucksack.
Wie defeniert man können? über diie anzahl flgst oder scheine?
Ich glaube nicht. Anfänger machen fehler aus einer vielzahl an gründen. Vielflieger machen fehler duch Ihr zu glaubendes können.
Jeder sollte doch immer einen gewissen respekt vor seinem flug und gerät haben. Ist dies nicht mehr vorhanden
wird es gefährlich oder wie andere sagen Extrem.
Mit Hochachtung an Martin Gwosz, Alex Rodriguez,K.B., Mike Fields, Tommy White, Ross Jackoby,Tim Snyder and all the others. R.I.P.

Fly Safe.
G.G.:)

Kranfahrer
26.10.2012, 13:32
www.flash-news.at/pdfs/FlashNews139.pdf

Schon 30 Todesfaelle beim Gleitschirmfliegen bis Mitte September -nachzulesen in der Rubrik "Unfaelle und Stoerungen" in den Flash News-ein ungefaehrlicher Extremsport scheint Gleitschirmfliegen nicht zu sein!:(

Gruss Z

Der Verfasser spricht aber nicht von "Todesfällen ausschließlich beim Gleitschirmfliegen"!
Zitat:
"Allein bis Anfang September 2012 starben schon 30 Piloten bei der Ausübung ihres Hobbys!"

In den Berichten darunter sind 7 Gleitschirmflieger (5 Deutsche, 2 Österreicher) und 3 Drachenflieger (1 Deutscher, 2 Österreicher) als tödlich Verunfallte zu finden (darin enthalten auch 2 Akrotote bzw. Spiralenverunglückte).

Ich denke, daß es nicht den offiziellen Zahlen des DHV (der ja nur deutsche Tote zählt) widerspricht.

Mfg

thunder1986
26.10.2012, 14:07
(darin enthalten auch 2 Akrotote bzw. Spiralenverunglückte).

Zählst du ernsthaft Spiralunfälle zu Acro-Unfällen? Glaub mir, Acropiloten können Spiralen ausleiten.

Natürlich begibt man sich als Freestyleflieger/Acropilot öfter in Situationen, die potenziell gefährlich sind. Aber dafür kann man die in den aller, aller meisten Fällen auch handhaben.
Ob Acrofliegen gefährlicher ist als XC oder (sorry) Renter-Gelegenheitsfliegen kann und will ich nicht beurteilen. Aber mir persönlich ist Schirmbeherschung lieber als totgedämpfte Schirme und Abgleiter in vermeintlich ruhiger Luft.
Andi

Tino
26.10.2012, 20:13
Der Anteil der Acropiloten an den tödlichen Unfällen ist verschwindend gering...

Einspruch. Ich glaube nicht dass mehr als 1 Prozent richtig Acro fliegt. Dafür sind es schon sehr viele Tote. Ich habe selbst schon zweimal mit ansehen müssen wie bewußtlose Piloten aus dem Wasser gefischt wurden, einen davon kannte ich. Beim Acrofliegen sind die Jungs meist über Wasser und haben zwei Retter dabei. Die Sanatäter sind quasi in Echtzeit zur Stelle. Dieses und letztes Jahr gab es meiner Meinung nach mindestens einen Fall wo ein Sani zur rechten Zeit den Tod des Piloten verhindert hätte. Start- und Landeplätze sind möglicherweise auch im Durchschnitt besser. Startchecks gewissenhafter, viele Tote gehen auf offene Beinschlaufen, haben aber mit dem Verhalten in der Luft nichts zu tun. Dazu kommt dass sich Acropiloten meist in ruhiger Luft aufhalten, während der Otto-Normalpilot mehr oder weniger turbulente Aufwinde sucht. Das verzerrt das Bild doch etwas.

Indivina
27.10.2012, 21:30
Jetzt haben wir es "amtlich". Darf die Polizei jeden noch so grossen Schwachsinn behaubten? Kann man die wegen Verleumdung anklagen?

"Gleitschirmfliegen ist als gefährlicher Extremsport jedes Jahr für aberdutzende Todesfälle verantwortlich"

siehe:

http://www.polizeibericht.ch/ger_details_43413/Grindelwald_BE_Zu_nahe_an_Felsen_+++_Gleitschirmun fall_+++_Extremsportler_ums_Leben_gekommen__Grinde lwald_BE__Un_parapentiste_perd_la_vie.html

Gruss Bruno

www.polizeibericht.ch
Die Berichterstattung dieser Seite ernst zunehmen , DAS wäre eine Extremsport.