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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Packschläuche - sinnvoll oder nicht



shoulders
12.02.2013, 08:42
Wie hier (http://www.gleitschirmdrachenforum.de/showthread.php/28856-Gr%C3%B6sse-des-Notschirms?p=369736&viewfull=1#post369736) angerissen, gibt es offenbar eine Meinung gegen Packschläuche. Leider in einer wenig hilfreichen Form: da ist von Blutwurst und Verblöden die Rede, aber echte Argumente werden ausdrücklich verweigert. Hoffentlich wirklich nur, weil dort OT und nicht weil nicht vorhanden - deshalb hier die Chance, das klar zu stellen :)

Kann mir jemand einen echten Nachteil außer etwas mehr Gewicht nennen, den Zellenpacksäcke haben? Oder Vorteile, die mir noch entgangen sind (dabei meine ich gar nicht mal den Stäbchenschutz, denn meinen Stäbchenschirmen - M2 und Bion - ist es ziemlich egal, wie sie gepackt werden)? Wesentlich schneller bin ich mit allerlei ausprobierten Techniken von Madsen bis Schulfaltung nicht; dafür bekomme einen Schirm auch bei ordentlich Wind schneller und besser in einen Schlauch - und vor allem ist er dabei vor dem Boden geschützt. Auch im Acker oder Geröll. Eingehängt lassen kann ich ihn dabei auch, er stockt nicht so schnell, ich kriege ihn auch in kleine Wendegurtzeuge oder Rucksäcke (sogar Delight) - wo also sind die signifikanten Nachteile, die die Nutzung der "Blutwurst" so blöde machen sollen?


Ich schätze jedoch, dass ich einem Vergleich über die ganze fliegerische Laufbahn nach wie vor standhalten dürfte und somit auch meine Aussage, dass ich nie an einem Landeplatz war wo ich solch einen „Wurstsack“ gebraucht hätte, einen gewissen Nachdruck verleiht!
Mei, solange es noch Landeplätze sind. Ich stehe jedenfalls andauernd woanders, was sicher mit dem Wegfliegen vom Hausberg zu tun hat. Da ist es dann eben ein Feld, ein Bauplatz oder bloß eine halbwegs ebene Fläche mit Gestrüpp, Dornen, Steinchen etc. drauf. Oder auch mal Matsch und Schnee. Wenn ich mal groß und dann auch noch so gut wie Du bin, schaffe ich es vielleicht immer zu einem ausgewiesenen Landeplatz; im Moment kriege ich das jedenfalls noch nicht zuverlässig gebacken :)

In all den Fällen kommt bei jeder Packtechnik früher oder später der Zeitpunkt, an dem man den Schirm gegen den Boden (freihändig können's die wenigsten :))zusammendrückt. Das kann man mit oder ohne eine ausreichend große "Schutzplane" dazwischen machen. Mit finde ich praktischer.


CU
Shoulders

Bliestalflieger
12.02.2013, 08:56
Hallo Stefan, ich habe 7 Jahre konventionell gepackt und packe seit 2 Jahren in den Schlauch.
Nachteile, außer dass man Umdenken muss, sind mit keine aufgefallen.
Im Gegenteil. Feuchter oder schmutziger Untergrund wird vom Schirm nicht so mitgenommen, wie vorher.
Da ich seit 3 Jahren auf ein Wendegrutzeug umgestiegen bin, würde ich meinen Schirm mit der herkömmlichen Methode wesentlich schlechter auf das erforderliche Packmaß bringen, als es mir so möglich ist.
Bei längerem Nachdenken kann ich als einzigen wirklichen Nachteil für mich feststellen, dass ich länger zum Packen brauche.
VG Uwe

DonQuijote
12.02.2013, 09:17
Ich packe nur mit Schlauch. Dadurch dass ich das nun seit Jahren mache und auch durch meine etwas vereinfachte Schlauchpacktechnik bin ich damit mindestens so schnell, wie alle anderen die um mich rum so packen.

Den Hauptvorteil des Schlauchs sehe ich gerade bei Schirmen mit relativ harten Stäbchen in der Eintrittskante darin, dass man den Schirm nach der Landung gar nie ausbreitet. Man rafft ihn wie gewöhnlich in der Rosette zusammen, geht zum Packplatz, holt den Schlauch raus und wirft die Rosette drauf. Nun rafft man erst die Hinterkante ganz grob zusammen. Dann legt man an der Vorderkante die einzelnen Rippen/Stäbchen/Zellen aufeinander. Das geht total einfach, da die Zellen in der Rosette ja eh fast schon so liegen, wie sie sollen. Entscheidender Vorteil dabei ist, dass man (im Gegensatz zu allen Zelle-auf-Zelle-Packmethoden, die vom auseinandergezogenen Schirm ausgehen) den Schirm nicht über den Boden zieht. Die Stäbchen unter dem Tuch sorgen dabei nämlich für eine starke Belastung des Tuchs. Gerade bei dünnerem Material ist das fatal, das Tuch geht auf Dauer dann über den Stäbchen kaputt. Nachdem die Eintrittskante schön aufeinanderliegt und mit Klett/Band fixiert ist, mach ich den Schlauch von hinten her einfach zu und wurstel alles rein. Außer der Eintrittskante ist dabei nichts sauber zusammengelegt und auch nicht separat fixiert. Das geht superschnell, in jedem Gelände, bei Wind und vor allem sehr schirmschonend (wie gesagt, weniger wegen den Stäbchen, mehr weil man ihn nicht über den Boden zieht).

Länger zum Packen bräuchte man eigentlich nur, wenn man nicht nur die Eintrittskante sortieren würde, sondern auch den Rest vom Schirm sauber zusammenlegen - das brauchts aber m. E. nicht.

JP Philippe
12.02.2013, 09:48
Yo,

mit Schlauch ist es viel einfacher den Schirm in die "Ziehharmonika" zu legen. Ohne bekommt man das fast nicht hin, da habe ich immer rechte und linke Hälfte wie ein Buch zusammengeklappt. Das tat den mittleren 2-3 Zellen nicht gut. Ich habe auch vor der "Stäbchenzeit" Zelle auf Zelle gelegt, da dann zum Start die Eintrittskante von selbst schön offen steht. Ein weiterer Vorteil ist, das die Profilnase durch das "Nicht-knicken" der Zellwände härter bleibt und es die Nase beschleunigt nicht eindrückt.
Ich kann aber verstehen das es mancher lustig findet wenn sich am LP jemand mit so einem Sack abquält obwohl es bei seinem Schirm auch ohne gehen würde.

JP

gerifly
12.02.2013, 10:11
Bisschen mühsam so Diskussionen wo es darum geht ob etwas sinnvoll ist oder nicht, oder man das braucht oder nicht. Wir haben Stäbchenschirme und dazu halt die dazu geeigneten Schutzhüllen in Form dieser Packschläuche. Entweder man arrangiert sich damit, oder man lässte es............... und wenn's jemand nicht braucht, schön für ihn...................... ;)
Und sowieso, man gewöhnt sich an alles.................

Gruss Geri

X-Dream Dani
12.02.2013, 10:24
Hallo Jungs,

in Angesicht, dass ich die Diskussion offensichtlich losgetreten habe, werde ich meine Ansicht dieses Themas hier auch gebührend argumentieren, so wie es offensichtlich von mir verlangt wird. Nur bin ich auf dem Sprung und für die nächsten zwei Tage offline. Ich bitte euch zu gedulden. Meine Argumentationen werden kommen....

LG

Dani

X-Dream Fly

gerifly
12.02.2013, 10:42
Hallo Jungs,

in Angesicht, dass ich die Diskussion offensichtlich losgetreten habe, werde ich meine Ansicht dieses Themas hier auch gebührend argumentieren, so wie es offensichtlich von mir verlangt wird. Nur bin ich auf dem Sprung und für die nächsten zwei Tage offline. Ich bitte euch zu gedulden. Meine Argumentationen werden kommen....

LG

Dani

X-Dream Fly

Argumentieren worüber ? Über Packschläuche......... ??? ;);)

Gruss Geri

soundglider
12.02.2013, 10:53
Ich verwende einen Packschlauch OHNE Zellpacktechnik, dh. ich leg den Schirm einfach konventionell zusammen und roll dann am Schluss den geschlossenen Schlauch zusammen.

Vorteile:
- Wenn ich auf feuchtem Untergrund den Schirm zusammenschnüre bleibt er sauber und trocken.
- Sollte Zusammenlegen mal nicht ordentlich möglich sein (z.b. in der kleinen Wohnung nach dem trocknen oder bei stärkerem Wind) kann man den Schirm auch einfach grob zu einer Wurst zusammenraffen und relativ schonend einpacken.
- Ich kann den Schlauch in der Wohnung aufrollen und etwas auflockern ohne den Schirm auszupacken. So kann ggf. Restfeuchtigkeit entweichen.

Nachteile:
- Gewicht


Wo wir bei dem Thema sind können wir auch gleich die Zellpacktechnik anschneiden: Meint ihr nicht, dass Zelle auf Zelle packen zwar die Stäbchen/Mylarversteifungen schont, aber dafür das Tuch viel mehr Faltstellen bekommt und dadurch schneller altert?

shoulders
12.02.2013, 11:17
Ich klappe den Schirm auch ab und zu (wenn's schnell gehen soll und kein starker Wind ist) konventionell in den Packschlauch zusammen; auch so kann ich ja immer noch vom wesentlichen Vorteil - nämlich dem Schutz vorm Untergrund - profitieren. Aber das übliche Vorgehen hat JN beschrieben: Rosette auf den Sack, Hinterkante vorziehen, Eintrittskante verstauen, Sack zuziehen - done :)

Am besten ist es tatsächlich, die Zellen selber gar nicht regelmäßig/gleichmäßig zu falten; das schwächt das Tuch an den Faltstellen. Nur die Eintrittskante bedarf eines gewissen "Knickschutzes": bei Stäbchenschirmen, wenn die Stäbchen für's Wurschteln zu lang sind (fast alle außer den Mentoren), und bei den anderen wegen der Mylarversteifungen. Bei letzteren lege ich denn auch brav die Eintrittskante Zelle auf Zelle, lasse aber den Rest vom Flügel irgendwie seinen Weg in den Packsack finden.

Ein weiterer Vorteil entsteht für Leute, die wie ich den Schirm nur sehr selten vom GZ trennen. Während nämlich ein normaler Innenpacksack immer ein mehr oder weniger kompaktes Bündel ergibt, das bei mit eingepackten Tragegurten nicht immer noch gut ins GZ passt, kann man sich eine "Wurst" genauso in dieses legen, wie es seine Geometrie vorgibt.

Gestört hat mich bisher lediglich der unmöglich scheinende Kompromiß aus stabil (z.B. Skywalk, sehr solide, 750g) und leicht (z.B. Ozone Saucisse Bag light, total windig, 280g). Nach allerlei Experimenten ist mir aber inzwischen der bequeme Schirmschutz wichtiger als das letzte Hike&Fly-Gramm, und es scheint nun auch eine praktikable Zwischenlösung (BlueSky, ordentlicher RV + Kantenschutz, 440g) zu geben.

Für den Kanten-/Stäbchenschutz alleine gibt es übrigens noch was ganz anderes: den Flugsau Cellpacker (http://www.flugsau.ch/flugsau-cellpacker-p-232.html?bigwareCsid=d629ff366381d946f4eb9cc2da3d7 300). Wenn man überwiegend auf sauberen Landewiesen unterwegs ist, reicht der auch aus; er schützt die Eintrittskante sogar besser, aber nicht den ganzen Schirm am Boden und wirkt in der Praxis auch ziemlich sperrig. Im Moment nutze ich ihn gerade mal wieder nicht, weil damit der Packen etwas zu breit für den Delight-Rucksack wird; grundsätzlich aber eine gute Idee. Vielleicht kommt er an den Tandem...


CU
Shoulders

dicker-moench
12.02.2013, 12:03
ein ganz großen Vorteil des Packschlauches hatte ich mal am Diedamskopf. Wir hatten ausgepackt und teilweise ausgelegt. Waren aber noch nicht Startfertig. Innerhalb von 15 Minuten steigerte sich der Wind auf 60 km/h. Als wir auslegten starteten vor uns noch Tandempiloten und auch Soloflieger vorwärts und gleitete ruhig Richtung Tal. Soll nur heißen, dass wir nur bei 10 km/h starten wollen und nicht bei 30.

Ich war an dem Tag froh den Packschlauch gehabt zu haben. Ich war noch nicht eingehängt, konnte so aber meinen Schirm trotz des Windes allein zusammenpacken. Eine Maus lief nicht mehr über das Schneefeld, sondern würde darüber hinweggeweht. Das zeigt wie hoch die Windgeschwindigkeit war und was so ein Schirmchen erst macht wenn man ihn packen möchte. Mit dem Wind packen in die Packwurscht war sehr einfach. Besonders konnte ich nicht mit Hilfe rechnen, weil die anderen Piloten mit ihren Schirmen beschäftig waren und meine Frau damit Kämpfte sich auf einen Schirm zu schmeißen, an dem der Pilot schon hing, damit er nicht auch noch weggeweht wird. Besonders waren wir unter einem Sessellift mit regem Betrieb.

Daher wird ein Vorteil sein, den Schirm auch bei Starkwind/bzw. ausgeprägtem Talwind besser allein packen zu können.

Quaxi
12.02.2013, 12:20
Ich bitte euch zu gedulden. Meine Argumentationen werden kommen....

Ich hoffe ich halte so lange durch! Weiß schon gar nicht mehr was ich die nächsten 2 Tage machen soll ... Ich hoffe ich kann heute Nacht einschlafen ... :rolleyes:

Willi Wombat
12.02.2013, 14:00
Für den Kanten-/Stäbchenschutz alleine gibt es übrigens noch was ganz anderes: den Flugsau Cellpacker (http://www.flugsau.ch/flugsau-cellpacker-p-232.html?bigwareCsid=d629ff366381d946f4eb9cc2da3d7 300).Ich habe immer einen ganz einfachen Gepäckriemen dabei und verwende ihn wie den Cellpacker.
Das schützt zwar nicht, wiegt und kostet aber auch praktisch nichts.
Den Vorteil vom leichten Zusammenpacken bei starkem Wind, Zelle auf Zelle, hat man trotzdem.

DonQuijote
12.02.2013, 14:41
Für den Kanten-/Stäbchenschutz alleine gibt es übrigens noch was ganz anderes: den Flugsau Cellpacker (http://www.flugsau.ch/flugsau-cellpacker-p-232.html?bigwareCsid=d629ff366381d946f4eb9cc2da3d7 300).
Finde ich komplizierter zum Packen als einen normalen Packschlauch. Denn gerade die Phase, wenn die Eintrittskante fertig ist und der Packer dann auf den Knien den Schirm platt drückt, ist mit einem weniger ausgelutschten Lappen als dem im Video schwierig. Der Schirm wehrt sich dagegen und man muss entweder viel Zeit aufwenden oder das Volumen wird riesig. Nachdem die Nase fertig ist (bis dahin ist der Aufwand identisch), zieht man beim Packschlauch einfach den Reißverschluss zu und stopft dabei alles rein. Zeitaufwand: Deutlich unter 30 Sekunden und definitiv weniger als mit dem Flugsau-Cellpacker oder dem Willi-Wombat-Gepäckriemen ;-)

shoulders
12.02.2013, 15:01
@JN: völlig d'accord; war nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Wofür mir das Ding gerade taugt, ist der (Stäbchen-)Tandem; den stopfe ich nämlich meistens in einen Schnellpacksack, wobei ich vorher die Eintrittskante gerafft und das Bündel dann nach innen geklappt habe. Mit dem Cellpacker bleibt das dann besser als mit einem Klettband zusammen. Außerdem sind Zellenpacksäcke für den i.d.R. zu klein.


CU
Shoulders

seti1337
12.02.2013, 15:30
Vorteil: definitiv packen bei Starkwind an der Küste, mit nem Zellenpacksack (Packschlauch) ist das so easy und schnell gemacht.
Ich empfinde es auch insgesamt als deutlich entspannteres und schnelleres packen.

setup
12.02.2013, 15:41
Vorteil: definitiv packen bei Starkwind an der Küste, mit nem Zellenpacksack (Packschlauch) ist das so easy und schnell gemacht.
Ich empfinde es auch insgesamt als deutlich entspannteres und schnelleres packen.

Scneller als mit einem Schnellpacksack? Mehr braucht kein Mensch, es sei denn er hat ne Tüte mit "bitte nicht knicken" Stäbchen. Sowas käme mir "Packschlampe" aber gar nicht erst ins Haus ;)


Grüße,
Michael

shoulders
12.02.2013, 15:44
Scneller als mit einem Schnellpacksack? Mehr braucht kein Mensch, es sei denn er hat ne Tüte mit "bitte nicht knicken" Stäbchen.
Es sei denn, er will das Ding mal weiter als bis zum Auto tragen, auf ein Motorrad packen, im Flieger mitnehmen, in die U-Bahn befördern, zusammen mit Reisegepäck tragen, mit mehreren Schirmen im Keller verstauen... :)


CU
Shoulders

seti1337
12.02.2013, 15:47
Scneller als mit einem Schnellpacksack? Mehr braucht kein Mensch, es sei denn er hat ne Tüte mit "bitte nicht knicken" Stäbchen. Sowas käme mir "Packschlampe" aber gar nicht erst ins Haus ;)


Grüße,
Michael

Ein Schnellpacksack habe ich aber noch nie so richtig kompakt gesehen (ich habs selber auch noch nie probiert).
Ich brauche halt was sehr kompaktes, mit gleichzeitigem entspannten einpacken.

@Shoulders genau so ist es!!!!!

creg
12.02.2013, 15:56
Ein Schnellpacksack habe ich aber noch nie so richtig kompakt gesehen (ich habs selber auch noch nie probiert).
Ich brauche halt was sehr kompaktes, mit gleichzeitigem entspannten einpacken.

Ich mach das nach dieser Madsen Technik... alles dann auf so einen ganz einfachen runden Schnellpacksack, da liegt die Eintrittskante Zelle auf Zelle und der Rest zusammengerollt. Das stopf ich dann ins Swing Reverse und fertig :rolleyes:

So ne Presswurst :D wäre nix für mich (glaub ich :o )

Andi1965
12.02.2013, 23:18
Ich hatte mal eine solche Wurst vom Thermik Magazin und kam nicht klar. Wie sind denn die Handelsnamen von Euren Schnellfaltsäcken? Man will das ja fast haben bei diesen flüssigen und stressfreien Schilderungen. Grüße Andi

WA
13.02.2013, 00:00
Wir hatten ja schon einmal so ein Schrett hier vor Jahren und einer meinte damals: "Wenn ich sowas mal brauche, höre ich mit dem Fliegen auf!"

Ich war damals der gleichen Meinung. Nun habe ich aber einen Schirm mit einem aufwendigen Stäbcheninnenleben. Auf allen drei Leinenebenen die "Gibus Arcs" und da ist der "Pressack" sehr hilfreich beim dreifach Falten. Schaue immer, daß die Stäbchenreihen nicht im Knick zu liegen kommen.

Dachte früher auch, daß so eine Blutwurst platzen müsste, tut sie aber nicht. :)

SATurn
13.02.2013, 15:08
Ich hatte mal eine solche Wurst vom Thermik Magazin und kam nicht klar. Wie sind denn die Handelsnamen von Euren Schnellfaltsäcken? Man will das ja fast haben bei diesen flüssigen und stressfreien Schilderungen. Grüße Andi

Ozone Saucisse --> Gut und simpel, keine Gurte außen, daher ein zusätzlicher Gurt notwendig
U-Turn Packwurst --> etwas fummelig durch die 4 Gurte innen, lässt sich aber gut komprimieren durch die 2 Gurte außen

seti1337
13.02.2013, 15:23
Advance Tubebag...hab ich bei der Checkaktion von Mergenthaler zu nem vernünftigen Preis dazu bestellt

scheinzeit
13.02.2013, 20:44
Das Icaro Modell. Habe einige verglichen, für mich war das der beste.
Lässt sich sehr gut komprimieren und das Handling ist schnell bei starkem Wind.
Christian


Christian

shoulders
13.02.2013, 22:13
Skywalk: am stabilsten, sehr komfortabel/solide, leider schwer
BlueSky: gut halb so schwer, kann bis auf den steifen Schutz der Eintrittskante dasselbe

Die hinten runter Gefallenen lasse ich weg :)

CU
Shoulders

Andi1965
13.02.2013, 23:05
Super..das sind Informationen. Vielen Dank. Ich schaue mir das jetzt im Shop an...Grüße Andi

WA
13.02.2013, 23:36
Hier noch einen, aber stecke bitte keinen Body Guard hinein!

Concertina Bag von Aircross:

http://www.aircross.eu/mall/shop/aircross-concertina-bag/

scheinzeit
14.02.2013, 08:00
Nachtrag zum Icaro:
Das kompressionsband ist am Packschlauch vernäht. Das ist einerseits sehr praktisch, andererseits legt es das finale Packmass fest. Es geht nicht, 3x oder 5x beim Packen den Schlauch zu falten, sondern 4x, eben wegen dem vernähten klettband.
Du solltest vor dem Test in freier Natur erst Zuhause oder im Laden überprüfen, ob das Maß mit deinem Packsack gut zusammengeht.
Es hat mir bei der Entscheidung auch sehr geholfen, Packvideos auf Youtube zu den ganzen Modellen auf dem markt anzusehen.


Christian

staufisch
15.02.2013, 06:34
Ich verwende den AirDesign Airpack und bin sehr zufrieden damit.
Den gibt es auch in zwei Größen, je nach Flügeltiefe.

http://ad-gliders.com/de/produkte/zubehoer/airpack

lg -Staufisch

Quaxi
15.02.2013, 19:59
12.02.2013:
die nächsten zwei Tage offline. Ich bitte euch zu gedulden. Meine Argumentationen werden kommen....

OMG! Es sind schon 3 Tage! Bitte... noch 2 Tage ohne Schlaf halte ich nicht mehr aus. Meine Fingernägel sind auch schon futsch .... :p

X-Dream Dani
15.02.2013, 23:41
Hallo zusammen,

Nun will ich der Aufforderung mich über das Thema Packwurst zu äußern, nach kommen. Ich hoffe Quaxi hat trotz der Warterei überlebt, wäre doch tragisch wenn wir auf seine stets fachlich und inhaltlich hochstehenden Statements verzichten müssten… ;-)

Um meine Haltung zu verstehen muss ein wenig mein Werdegang und meine Art zu fliegen erklärt werden. Mit dem Gleitschirmfliegen habe ich begonnen als die Standartausrüstung lediglich 5kg wog. Zu dieser Zeit hat es bereits so eine Art Wendegurtzeuge gegeben. Sie hießen Beinhänger-Gurtzeug und waren eine Kombination von Packsack und Gurtzeug. Die Schirme hatten eine Gleitzahl von 3,5 und es war absolut klar, dass wir von oben runter fliegen, also eine reine Abstiegshilfe hatten. Wir haben mit diesem Sport unter ganz anderen Voraussetzungen begonnen und auch ganz andere Ziele verfolgt als man es heute tut wenn man mit dem Sport beginnt. Es war für uns unvorstellbar, dass wir je länger in der Luft bleiben als die Anzahl Sekunden die den Höhenunterschied in Meter durch 3 geteilt ergibt! Das das hohe Sinken durch Aufwind ausgleichen werden könnte, war nicht einmal ein Traum geschweige annähernd Realität. Die Schirme haben nicht geklappt, sind beim Start nicht vorgeschossen und ein Strömungsabriss wurde auf dem dritten Höhenflug ausgebildet. Dafür haben wir um abzuheben noch richtig rennen müssen. Die heutigen drei-Schritte-und-dann-hopps-Starts hat man gar nicht gekannt, weil sie chancenlos zum Fehlstart geführt haben. Heutige Schirme verzeihen zwar jegliche Startfehler, daher muss der Start auch nicht mehr richtig ausgebildet werden (also nach drei Tagen Ü-Hang geht’s auf Höhenflüge), dafür wird in der bereits technisch schwachen Ausbildung die Problematik Klapper souverän umschifft indem man der Thermik einfach aus dem Weg geht.

Kurz gesagt, es war eine spannende Zeit, die Probleme waren anders geschichtet, die Voraussetzungen sie zu meistern waren Mangels Erfahrungen bei weitem nicht so gut wie heute und trotzdem haben wir (zumindest ein paar wenige die dem Sport treu geblieben sind) weiter gemacht, den Sport versucht weiter zu bringen, mit mehr oder weniger Erfolg.

Tatsache ist, dass wir wussten und es nach wie vor tun, woher dieser Sport kommt! Für uns war und ist diese Zeit nachwievor omnipräsent und wenn heute von Hike & Fly die Rede ist, dann finde ich dies zwar schön, dass dieser Trend sich hervor gebracht hat aber diese Art zu fliegen war für uns Jahrelang zwangsmäßig an der Tagesordnung. Wir hatten keine andere Auswahl als die Berge zu erklimmen die genügend steil waren um mit unseren Gleitwinkeln wenigstens das Tal zu erreichen. Wir haben das was heute aus freiem Willen passiert (heute kann man ja auch von jedem Berg auf den eine Bahn fährt fliegen) aus der Not heraus als die einzige Möglichkeit gesehen unsere Passion auszuleben.

Alles was danach kam, war nur noch warmer Kuchen. Das Fliegerleben wurde danach nur noch besser und einfacher. Die Unfallstatistik der Schwerverletzten und Toten wurde dazumal durch Startunfälle gefüllt. Das muss man sich zuerst vorstellen; die größte Gefahr bestand darin, den Schirm nach dem Aufziehen zu beschleunigen. In Ben-Johnson-Geschwindigkeit die Geröllhalde runter zu sprinten und am Ende mit derselben Geschwindigkeit erschöpft sich fallen zu lassen, mit der Hoffnung dass der Schirm einem doch nicht irgendwie vom Berg weg schleift, war die tägliche Herausforderung. Genau diese Herausforderung wurde für viele zum großen Drama. Man hat nicht in der Klapperspirale irgendwo eingebombt, nein, man ist beim Startlauf umgekommen!
Wer also, dieses schier unlösbare Problem durch Perfektionierung seiner Technik, dem unermüdlichen trainieren seiner körperlichen Kondition und dank der akribisch genauen Startvorbereitung unbeschadet überlebt hat, der wusste und weiss wie man Problematiken dieses Sportes löst.
Also, was sind schon Probleme wie Klapper, stabile Steilspiralen oder schwierige Packmethoden weil die Schirme nun Stäbchen haben, im Verhältnis zu den Problemen die die Anfänge dieses Sporten hervor gebracht haben?

Für mich ist und war es immer wichtig die Gleitschirmfliegerei als ganzheitliches Thema zu betrachten. Da spielt die Vergangenheit ebenso eine wichtige Rolle wie auch die Gegenwart und die Zukunft. Gleitschirmfliegen war vom Material her gesehen viel einfacher. Keine Liegegurtzeuge, keine Protektoren, keine Beschleuniger(!), keine Stäbchen! Die Grundideologie „vol libre“, die diesen Sport ausmachte war das Leitbild das die Pioniere dieses Sportes antrieb – da sind „Wurstsäcke“ und Packprobleme nur noch Kleingeist.

Ich hab mir geschworen, dass wenn ich meinen Gleitschirm Zelle auf Zelle packen muss weil es der Hersteller vorschreibt, dann wird dies mein Ende in diesem Sport besiegeln. Stäbchenschirme sollen gefälligst so gebaut sein, dass es nichts ausmacht wenn die Stäbchen geknickt werden oder der Hersteller hat aus meiner Sicht den Sinn und die Ideologie dieses Sportes nicht begriffen. Gleitschirmfliegen ist für mich nicht am Landeplatz eine dreiviertel Stunde dafür aufzuwenden den ganzen Karsumpel in den Packsack zu stopfen. Der Schirm sollte wie früher simpel in der Aufmachung und der Handhabung sein. Nur das ist wahrer Fortschritt! Es kann nicht sein, dass die Piloten mehr Zeit mit Zusammenlegen des Schirmes am Landeplatz verbringen als sie in der Luft verbracht haben – meine Beobachtungen an den diversen Landeplätzen bekräftigen den Verdacht das dies bei den „Wurstsack“-Packer so ist! Also, wer hier behauptet, seinen Schirm schneller in seinen „Wurstsack“ zu packen als ich meinen Schirm in den klassischen Innensack, der soll dies erst mal unter Beweis stellen!

Gut, ich gebe es zu, es gibt seltene Ausnahmen an denen eine Schutzblache am Landeplatz zum trockenen und sauberen Zusammenlegen des Gerätes hilfreich wäre. Aber mal ehrlich, wie oft fliegt ihr bei solch nassen Wetterverhältnissen? Wenn es dann doch ein Mal vorkommen sollte so habe ich noch immer irgend wo ein trockenes und sauberes Plätzchen gefunden wo ich mein Schirmchen in den Packsack wursteln konnte – denn nach solchen Flügen muss man den Schirm zuhause ja doch wider auspacken und irgend wo zum trocknen legen.
Abgesehen davon, dass der Schutzfaktor eher fragwürdig ist, sei zu beachten dass jegliche zusätzliche Verpackung das Atmen/Belüften des Schirmes verhindert. Mehrfach eingepackte Schirme können weniger gut Restfeuchtigkeit abgeben. Woran altert ein Schirm eher? An zunehmender Porosität oder weil er ein paar Dreckflecken hat?
Der Grund weshalb die Hersteller diese „Wurstsäcke“ anbieten liegt darin, dass sie damit Geld verdienen. Diese Säcke nicht nichts mehr als ein weiteres „must have“, dass ihnen weitere Gewinne sichert. Naiv wer denkt, dass die Kosten solcher unnötigen Gimmicks nicht auf den Kunden übertragen werden.

Advance (oder seit neustem No-Advance) war die Firma welche die Zelle-auf-Zelle-Packmethode im grossen Stil propagiert hat. Das war noch lange bevor die Stäbchen kamen. Nun hat man mit dem Aufkommen der Stäbchen lediglich eine neue Marktlücke gefunden um die „Pflicht“ solcher „Wurstsäcke“ aus zu rufen. Was soll bei „Wurstsäcken“ das Knicken der Stäbchen verhindern? Diese labbrige Schaustoffeinlage, die noch nicht einmal jeder „Wurstsack“ drin hat? Wie bereits erwähnt, es ist ein Irrtum wenn man denkt, dass die Stäbchen eine spezielle Packmethode brauchen und falls dies ein Hersteller vorschreibt, dann würde ich solch einen Schirm nie kaufen. Selten habe ich positiv über diesen Hersteller geschrieben aber in dieser Sache sind sie mir mehr als sympathisch:
http://www.nova-wings.com/english/media/videos.html
und wenn dann unbedingt Zelle auf Zelle gepackt werden will, dann geht dies doch auch so:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=KAh5vIb8Jsc

Mich erinnert dieses in den „Wurstsack“-pressen irgendwie an unsere Freunde der Deltaszene. Die brauchen auch eine Ewigkeit bis sie ihr Fluggerät wider verpackt haben. Kann es sein, dass die „Wurstpacker“ ein wenig neidisch auf die Deltonis sind? Liegt da ein Deltoni-Komplex vor?
Nach folgendem Video beantwortet sich diese Frage von alleine:
http://vimeo.com/26323239

Nun, nach diesem eher ironisch gemeinten Teil meines Statements, will ich euch „Wurstpackern“ wenigstens ein wenig Sympathie zugestehen – bzw. erklären weshalb ich nie zu solcher Packmethode verdammt worden bin. In den letzten 20 Jahren habe ich keinen eigenen Schirm mehr besessen. Ich bin primär Prototypen geflogen und bei denen war es unwichtig nach welcher Packmethode sie gefaltet werden. Es spielt auch keine Rolle ob sie nun mehr oder weniger schmutzig beim DHV im Lager liegen. Ich musste also nie sonderlich Wert auf eine speziell langlebige Packmethode legen. Das heisst nicht, dass ich grob oder unsachgemäss mit dem Material umgegangen wäre. Die Damen in der Produktion in Kroatien haben stets geschmunzelt wenn sie mir beim Packen eines Schirmes zugeschaut haben. Sie meinten ich sei beim Zusammenlegen so liebevoll zu dem Schirm. Ich antwortete darauf, dass ich dies aus Respekt zu den Personen mache, die diesen Schirm ebenso liebevoll und mit ebenso viel Herzblut genäht hätten! Dies war nicht irgendein blöder Spruch sondern entsprach und das tut es immer noch, meiner vollen Überzeugung! F**k the Stäbchen und die Hersteller! Die einzigen die wirklich meine Hochachtung verdienen sind die Frauen und Männer an den Nähmaschinen die in schweisstreibender Handarbeit zu Hungerlöhnen unsere Schirme zusammen nähen und dies in der Regel mit viel uneigennützigem Engagement. Also, wenn hier mir jemand sagt ich soll den Schirm in ein „Wurstsack“ stecken, dann im besten Fall die Näher/innen.

So das wars….

Gute Nacht!

Dani

X-Dream Fly

scheinzeit
16.02.2013, 00:06
AirCross Packanleitungsvideo.... Ach herrjemine.... Da hab ich ja die Rettung schneller gepackt...


Christian

safemade
16.02.2013, 03:02
Hallo zusammen,
habe den Packsack "Origami" von Sol,pflegeleicht,robust und Packmaß wählbar.

Gruß Torsten

tommi
16.02.2013, 06:50
AirCross Packanleitungsvideo.... Ach herrjemine.... Da hab ich ja die Rettung schneller gepackt...
Christian

Ich teste es Sonntag mal, wir haben Rettungspackerlehrgang vom Verein, für den Aircross Schirm brauche ich knapp 5 Minuten :)

Meinen U-Cross hab ich zuerst ohne Concertina gepackt, kein Problem...allerdings geht jeder Tandem kleiner zu packen.
Die ersten zehn Mal hab ich gedacht:"umständlicher Mist", danach ist es normal, bei Matsch und Nässe auch sehr Vorteihaft.

Bei Schirmen mit Plastik nur in der Eintrittskante ist es m.E. egal wie man packt.
Mit Gibus Arcs und -vor allem- Stäbchen zwischen B und C-Ebene sollte man aber den Schlauch falten und nicht rollen, eine Beschädigung wäre hier nur schwer im Alltag zu entdecken. Das Falten ist mit Concertina wirklich komfortabler.

@Dani: Ein schöner Beitrag mit einer guten Kapitalismuskritik (für einen Schweizer) :)

Tommi

berndw
16.02.2013, 07:15
Wow Dani,
da ist ja soviel "Kontroverses" (oder Per...?) drin, weiss man garnicht, was zuerst zitieren.
Ja, auch ich beneide die heutigen Piloten, dass alles einfacher ist, es für Alles, einschliesslich dem
Packen vielfältige Lösungen gibt, für die viel Erfindungsgeist aufgewendet wurde.
Schnellpacksack, Tragerucksack, Wendegurtzeug und gar auch die Schlauchpackhilfe.
Wenn Du einmal einen Gleitschirm länger besessen und benutzt hättest als einen Ladenhüter
im Regal, wüsstest Du wie schlecht ein verkrumpelter Mylarschirm startet.
Das war sogar durch Zelle auf Zelle packen reversibel.
Kein Schirm muss so gepackt werden aber es ist angenehmer und schonender, sowie das Starten mit modernen
Schirmen angenehmer und knochenschonender ist.

P.S. und ja, ich bin auch noch von Gestern übrig.

scheinzeit
16.02.2013, 08:22
Ich teste es Sonntag mal, wir haben Rettungspackerlehrgang vom Verein, für den Aircross Schirm brauche ich knapp 5 Minuten :)



Tommi

Da gewinnst Du bestimmt ;)

Aber muss man den aircross tatsächlich so umständlich packen? Oder macht man es einfach so, weil man seinen Flügel schätzt?
Oder hätte Er fürs Video vorher ein bisschen üben sollen, damit es etwas lässiger aussieht?
Letztendlich sehe ich den Packschlauch als Schnellpacksack, da ich die Mylarzellen gerafft packen kann, den restlichen Schirm aber grob zur Mitte hin raffe und komprimiere. Falten landen so jedesmal woanders, die gurttasche ist integriert und der Schirm ist schnell auf dem endpackmass. Den Vorteil und Sinn sehe ich rein bei Wind und alleine Packen. Da ich oft beim Groundhandling bin, macht er Sinn.
Natürlich gibt es auch andere Tricks, um bei Wind zu packen....


Heimlich verwende ich inzwischen den Easybag von Ozone ;) geht natürlich noch schneller, Mylarzellen halte ich mit einem kompressionsband zusammen.
Letztendlich wird dieses Jahr wohl zeigen, das ich den robusten Packsack in Verbindung mit dem Packschlauch für Zug und Bahn zur anreise nutze ( max. kompakt), im Fluggebiet aber den easybag verwende, da er viel leichter und kleiner im GZ beim fliegen ist und alles kann ( packen und recht komfortabel tragen). H&f- tauglich sicherlich nicht ;)
Wenn ich den Luxus eines guten Flugberges hätte oder endlich meinen Windenschein fertig (ungeduldig rumzappel) läge der Packschlauch vermutlich in der Ecke....
Stäbchenproblematik kenne ich im Moment nur von meinen Kindern, die bei Reis noch echt Probleme haben ;)

Grenzwertig fände ich, wenn man mit Schlauch packen muss, weil der Schirm nicht anders gepackt werden kann oder darf.
Scheiß Wetter übrigens. Nicht mal Wind zum GH hat es, Basis auf gefühlten 100m, Berlin, du kannst so hässlich sein... Naja, zumindest kann ich mit meinen Jungs und den Flug-Funken Detektiv spielen...
Always happy packing....;)





Christian

Vibe
16.02.2013, 08:26
@Dani,

ich habe genauso gedacht wie Du bis ich einmal mit Ralf zusammen meinen Schirm gepackt habe. Er mit Wurst, ich konventionell einfach zusammenschlagen. Ralf war schneller. Seit ich eine eigene Wurst habe möchte ich die auch nicht mehr missen. Es geht wirklich schneller. Es kommt halt drauf an wie großen Wert Du darauf legst, das die Zellen wirklich genau aufeinander liegen. Ich brauche ca. 30s um die Zellen oben zusammen zu raffen (Dabei ist mir aber auch egal wenn die nicht zu 100% aufeinander liegen). Danach wird der untere Teil des Schirmes einfach in die Wurst gequetscht. Fertig!. In der Zeit hatte ich damals kaum meinen Schirm von der Rosette lang ausgelegt um ihnr zu falten. Heute lege ich den Schirm einfach auf die Wurst und habe ihn in spätestens 1min im Sack. Reine Übungssache.

Gruß

Claus

tommi
16.02.2013, 08:39
Aber muss man den aircross tatsächlich so umständlich packen? Oder macht man es einfach so, weil man seinen Flügel schätzt?


Nein, muss man nicht. Ich ziehe die Eintrittskante Zelle auf Zelle zusammen und nehme dabei immer die aufgehängten Zellen.
Den Rest schiebe/raffe ich einfach zusammen. Die Gibus Arcs legen sich -zumindest beim U-Cross- dann von alleine richtig.
Und den Concertina ausbreiten bevor man den Schirm ausbreitet macht auch Sinn.

Aber an dem recht unbeholfenen Video sieht man, was Konrad so sympathisch macht. Er macht keinen langen Marketingplan, wie man so ein Video bestmöglich präsentiert, sondern legt einfach drauf los. :)

Allerdings stimmt: Das Nova Packvideo war besser.

Tommi

reinhard may
16.02.2013, 08:58
Moin
Ich weiß gar nicht,warum ihr immer alle die Einstrittskante als erstes zusammenrafft. Diese ist ja dann zumindest halb geschlossen,und die restliche Luft im Schirm kann schlecht entweichen.
Meinen Boom hatte ich immer normal ausgelegt und dann von der Mitte der Austrittskante oder wenn man so will hinten einfach ca. 2 Zellen in etwa 35-40 cm breit aufeinandergelegt und immer ein bißchen in Richtung vordere Eintrittkante versprungen.Und zwar rucki zucki und nicht besonders sauber. So liegt das Teil schon mal gut da,Arm ausstrecken und die Zellen zusammenschieben,fertig. Dann andere Seite das gleiche.
Das funktioniert mit Stäbchenschirmen richtig schnell. Mit dem Icepeak genauso gut,nur ist die Niviuk Packwurst Mist. Zu labberig,da nehm ich lieber meine alte silberne Gin Wurst ,die hat auch nette Verstärkungen für die Eintrittskante.

Wurst ist auf jeden Fall besser zu packen als mit dem alten Sack. Und " Rote Wurst" ist eh das Beste:-)

Gruß Mayer

Ps. Das Video zeigt in etwa meine Methode,leider gerade erst gesehen.http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=KAh5vIb8Jsc Nur das ich die Zellen praktisch kaum noch orde.

scheinzeit
16.02.2013, 09:06
Moin
Ich weiß gar nicht,warum ihr immer alle die Einstrittskante als erstes zusammenrafft. Diese ist ja dann zumindest halb geschlossen,und die restliche Luft im Schirm kann schlecht entweichen.
Meinen Boom hatte ich immer normal ausgelegt und dann von der Mitte der Austrittskante oder wenn man so will hinten einfach ca. 2 Zellen in etwa 35-40 cm breit aufeinandergelegt und immer ein bißchen in Richtung vordere Eintrittkante versprungen.Und zwar rucki zucki und nicht besonders sauber. So liegt das Teil schon mal gut da,Arm ausstrecken und die Zellen zusammenschieben,fertig. Dann andere Seite das gleiche.
Das funktioniert mit Stäbchenschirmen richtig schnell. Mit dem Icepeak genauso gut,nur ist die Niviuk Packwurst Mist. Zu labberig,da nehm ich lieber meine alte silberne Gin Wurst ,die hat auch nette Verstärkungen für die Eintrittskante.

Wurst ist auf jeden Fall besser zu packen als mit dem alten Sack. Und " Rote Wurst" ist eh das Beste:-)

Gruß Mayer

Machst du das bei Wind auch so? Kante zuletzt? Bzw nicht den Schirm schon als Rosette auf den Schlauch legen? Mit der Luft gebe ich die recht, da muss man dann mal langsam machen, damit es die Luft nicht an den Nähten rauspresst....


Christian

reinhard may
16.02.2013, 09:12
Na sicher,dann siehts halt nicht so sauber aus,aber egal. Wenn der Wind die Kappe durch die Gegend schiebt ist das relativ egal. Man braucht ja nur die 35-40 cm aufeinander zu legen.

Gruß Mayer

gerifly
16.02.2013, 11:13
Nun, nach diesem eher ironisch gemeinten Teil meines Statements, will ich euch „Wurstpackern“ wenigstens ein wenig Sympathie zugestehen – bzw. erklären weshalb ich nie zu solcher Packmethode verdammt worden bin. In den letzten 20 Jahren habe ich keinen eigenen Schirm mehr besessen. Ich bin primär Prototypen geflogen und bei denen war es unwichtig nach welcher Packmethode sie gefaltet werden. Es spielt auch keine Rolle ob sie nun mehr oder weniger schmutzig beim DHV im Lager liegen. Ich musste also nie sonderlich Wert auf eine speziell langlebige Packmethode legen..........


Tia, lieber Dani....... und genau da liegt eben der Unterschied zwischen dir und anderen. Es gibt auch Leute (so wie ich zum Beispiel.......), welche ihre Gleitschirme über einen längeren Zeitraum (4 Jahre und mehr) in Betrieb haben und es da einfach Sinn macht, wenigstens etwas Sorge zum Material zu tragen. Und da nehme ich ganz gerne in Kauf, dass die Packerei mit der Packwurst am Ende eines Fluges etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt als vorher noch ohne die Stäbchen im Schirm......... zumal ich ja auch keine Eile damit habe.......... ;)

Gruss Geri

gerifly
16.02.2013, 11:29
Mich erinnert dieses in den „Wurstsack“-pressen irgendwie an unsere Freunde der Deltaszene. Die brauchen auch eine Ewigkeit bis sie ihr Fluggerät wider verpackt haben. Kann es sein, dass die „Wurstpacker“ ein wenig neidisch auf die Deltonis sind? Liegt da ein Deltoni-Komplex vor?
Nach folgendem Video beantwortet sich diese Frage von alleine:
http://vimeo.com/26323239


Ja gut, also so muss es dann wirklich nicht sein (völliger Blödsinn eigentlich........) und da müsste ich jeden Flug eine Stunde früher abbrechen um dann doch noch irgendwann zum Landebier zu kommen ....... :p

Gruss Geri

Vibe
16.02.2013, 12:22
......ich packe mal mit und ohne "Wurst", je nachdem ob ich´s extra klein brauche oder nicht.
Was ich nicht verstehe, dass hier immer wieder welche von der "Zeit" reden.....seid ihr auf der Flucht, oder was? :cool:

Sorry aber das wichtigste beim Fliegen ist doch wohl die Zeit zwischen Landung und Landebier so kurz wie möglich zu halten, oder? :D

Gruß

Claus

time2glide
16.02.2013, 12:40
Einfach das Landebier gleich mit einpacken, dann ist´s nach der Landung auch meistens gut temperiert! ;)

WA
16.02.2013, 17:05
Einfach das Landebier gleich mit einpacken, dann ist´s nach der Landung auch meistens gut temperiert! ;)

Na endlich! :)

Noch einer der das Basis gekühlte Bier schätzt - Quaxiiiiiiiiiii!

piti
16.02.2013, 21:51
Wenn Du einmal einen Gleitschirm länger besessen und benutzt hättest als einen Ladenhüter
im Regal, wüsstest Du wie schlecht ein verkrumpelter Mylarschirm startet.


das stimmt einfach nicht. ich bin sicher auch eine schlampe im schirm zusammen legen, weils einfach schnell gehen muss. jeder schirm von mir hat sicher immer viele flüge gehabt und liegt zu 80%/20% im kofferraum/wohnung wenn er nicht in der luft ist. ich hatte eigentlich nie probleme auch wenn sie älter waren mit viel flügen. das schlecht starten hat was mit dem schirmtyp zu tun.

ihl piti

HatHat
17.02.2013, 18:09
Ich sehe auch nur Vorteile. Hab zwar eine Arcus 6 (ohne Stäbchen), verwende aber seither einen Schlauchpacksack.
Landen--> Rosette bilden--> Packsack ausbreiten---> Rosette drauf---> hintere Kante hervorziehen---> Eintrittskante schön aufeinander falten (liegt meistens eh schön da) und fixieren---> Leinen reinwerfen und von hinten nach vorne zsammfalten --> Fertig.
Manchmal hab ich ein schlechtes Gewissen da ich viel schneller fertig bin als manche Fliegerkollegen;). Aber denen helfe ich dann gerne beim Oldschool zsammlegen.

Andi1965
17.02.2013, 19:04
Bliebe nun nur noch Klanggleiters Frage offen:


.....
Wo wir bei dem Thema sind können wir auch gleich die Zellpacktechnik anschneiden: Meint ihr nicht, dass Zelle auf Zelle packen zwar die Stäbchen/Mylarversteifungen schont, aber dafür das Tuch viel mehr Faltstellen bekommt und dadurch schneller altert?

Bei all den Vorteilen könnte dies ein Nachteil sein?
Das Gin Video wundert mich, hier wird reichlich über die Stäbchen geschliffen. Grüße andi

tommi
18.02.2013, 12:35
AirCross Packanleitungsvideo.... Ach herrjemine.... Da hab ich ja die Rettung schneller gepackt...
Christian

Also die Orange Cross geht mich Sicherheit nicht schneller zu packen. Bis die im viel zu klein dimensionierten Innencontainer ist, hats bei mir Anfangs schwerste Verzweiflungen angerichtet.
erst als wir dann anders gepackt haben, denn im Handbuch beschrieben gings einigermaßen (gleiche Faltung, aber andere Technik, gleich Zieharmonika in den Container, statt Container über gefaltete Lagen stülpen...)

Tommi

shoulders
18.02.2013, 15:26
@Andi: bei der Eintrittskante ist die Form wichtig; Porositätszunahme durch Faltung halte ich hier für vernachlässigbar. Und dass man den Rest des Schirms aus ebendiesem Grund besser nicht immer gleich faltet, hab' ich schon öfters - selbst in diesem Thread - zum Besten gegeben.


@Dani: ich konnte aus Deinem Text zur technischen Debatte (etwas weniger Nostalgie und Gesellschaftkritik hätte das sicher erleichtert; dagegen verfasse ich ja allenfalls SMS ;)) leider nur entnehmen, dass es dich fuchst, wenn neuere Schirmkonstruktionen spezielle Packtechniken und -hilfen erfordern oder zu benötigen scheinen. Dafür kann aber der Zellenpacksack nichts; hier im Thread überwiegen denn auch mit gewaltigem Vorsprung ganz andere, handfeste Argumente als "die bösen Hersteller oktroyieren mir das auf". Würden sich so viele Anwender wegen 40-80 Oiros so anstrengen, wo doch um den Faktor 50 höhere Ausgaben (für einen Schirm) schon mal mit dem Argument "ich kann das fliegen und Du nicht" abgebügelt werden?

Hinzu kommt, dass ich den Vorteil des zellenweisen Zusammenlegens der Eintrittskante ja gerade bei den älteren Bauweisen ausmache; die Mylarverstärkungen sind es, die irreversibel an Formsteife verlieren. Auch Deine bzw. Deine ehemaligen (Blue); vielleicht bis auf die, die schon im Neuzustand nicht so ganz hasenrein gestartet sind (Red) :).


@piti: klar halten Schirme länger, wenn man sie großzügig packt und auch mal rausnimmt, aber viele haben ihren Flügel nun mal über längere, auch ungeplante, Pausen eng gepackt im Keller liegen; verknickte Mylars werden dann schon schneller labberig. Hierzu müsste es sogar recht viele Erfahrungen geben, denn rein statistisch gesehen fliegen ja immer noch mehr Schirme mit Mylar als solche mit Stäbchen rum (die neueren von den Cracks zählen dabei nicht mal, denn es ist ja ein "running gag", dass weniger oft startet, wer lange fliegt...

Leider kann ich von meinen bisher drei Nicht-Stäbchenschirmen auch keine negativen Erfahrungen vermelden - aber nur, weil ich deren Eintrittskanten (wenngleich nicht den Rest) aufgrund meiner Erfahrungen mit Mylar (vom Surfen) als Material vom Start weg immer sauber aufeinander gelegt habe. Das musste mir nicht mal ein Fluglehrer einbläuen :)


@all: heute ist der unten angesprochene BlueSky-ZPS eingetroffen. Erfüllt den Job, die aufeinander gelegten Zellen durch ein dahinter um den Schirm gezogenes Band in Form zu halten, hat sogar einen angenähten Kompressionsriemen (Belüftung sowieso) und wiegt in deser Form tatsächlich die angebenen <450g.


CU
Shoulders

wolfgang4712
19.02.2013, 06:17
@Andi: bei der Eintrittskante ist die Form wichtig; Porositätszunahme durch Faltung halte ich hier für vernachlässigbar. Und dass man den Rest des Schirms aus ebendiesem Grund besser nicht immer gleich faltet, hab' ich schon öfters - selbst in diesem Thread - zum Besten gegeben.
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@all: heute ist der unten angesprochene BlueSky-ZPS eingetroffen. Erfüllt den Job, die aufeinander gelegten Zellen durch ein dahinter um den Schirm gezogenes Band in Form zu halten, hat sogar einen angenähten Kompressionsriemen (Belüftung sowieso) und wiegt in deser Form tatsächlich die angebenen <450g.


CU
Shoulders


Hallo Shoulders,

wie breit ist der Sack denn im ausgelegten Zustand? Danke im Voraus.

Gruß

Wolfgang

scheinzeit
19.02.2013, 08:37
Mist, der Icaro Packsack wiegt 539 g. ;)


Christian