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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umstieg auf Liegegurtzeug - wie sinnvoll?



DanielE.
20.02.2013, 00:30
Hallo liebe Flieger,

erst ein kurzes Fliegerprofil, dann die eigentlich Frage:

Ich bin mit 2-Fliegerjahren recht frisch dabei, jedoch sehr ambitioniert. Auf Grund dessen bin ich letztes Jahr von einem geschundenen Ozone Element auf einen Ozone Rush3 umgestiegen und habe damit auch gleich mehrstündige Flüge absolviert.
Generell stehe ich auf lange in der Luft bleiben, zukünftig auch Strecke, als auf dieses neumodische Acro-Zeugs ;).

Aktuell sitze ich in einem Woody Valley Voyager+ und überlege mir wieviel Sinn der Umstieg auf ein Liegegurtzeug macht, vorzugsweise auf ein Woody Valley X-Alps GTO.
Ist der Leistungszuwachs (bessere Aerodynamik) wirklich bemerkbar, oder geht es hier um so minimale Veränderungen die für einen "nicht Berufspiloten" kaum spürbar sind?
Ist der Umstieg nach so einer kurzen Zeit in Ordnung oder sollte man erst nach vielen Jahren zu einem Liegegurtzeug greifen?

Welche Liegegurtzeuge sind empfehlenswert bzw. haben sich bereits bewährt, für Zwecke wie ich sie beschrieben habe? Bitte keine absoluten Race Gurtzeuge, sondern komfortable Liegegurtzeuge.

Ich bin für jeden Kommentar dankbar!

marco007
20.02.2013, 07:14
sory, aber das mit der Leistung kann man so nicht stehen lassen...


Hallo Daniel,

Hier wirst Du (wie immer :rolleyes: ) so viele Meinungen wie Antworten bekommen. Kurz zusammengefasst:
Du erkaufst Dir Vorteile wie
- (sehr geringer) aerodynamischer Vorteil
- warme Füsse
- coole Optik

mit Nachteilen wie
- höhere Twistgefahr
- (in der Regel) höherem Gewicht
- gewöhnungsbedürftig



siehe: http://www.die-liga.ch/?p=492

Also fast 10% Leistungssteigerung sind meiner Meinung nach nicht sehr gering... Tendenz steigend bei den neuen Schirmen, da der restliche Widerstandsanteil von Leinen und Profil immer mehr schwindet = Anteil vom Pilot wird immer grösser... Warum fliegen die Wettkampfpiloten wohl mit Liege GZ?

Ob man die Nachteile dafür in Kauf nehmen will ist eine andere Frage...

DonQuijote
20.02.2013, 07:27
- warme Füsse
Auch das bedarf einer Ergänzung. Es geht weniger um warme Füße, sondern vor allem um ein warmes Körperzentrum und damit einhergehend am allerwichtigsten um warme Hände. Außerdem schafft das Beinsackgurtzeug ein allgemeines Gefühl der Geborgenheit, man fühlt sich einfach über eine lange Zeit wohler, entspannter und hat den Kopf für die Aufgabe frei. Das ist natürlich erst bei längeren Flügen richtig relevant.

Weiterhin kommt man, wenn man viel mit dem Beschleuniger arbeitet (was der Schlüssel zum Erfolg im Streckenfliegen ist), auch fast nicht um ein solches GZ rum, da der Beschleuniger um ein Vielfaches bequemer zu bedienen ist, da er immer schön innen im Beinsack anliegt.

Den Leistungszuwachs muss man schon differenziert sehen. Er setzt voraus, dass man sehr präzise fliegt, also das Nicken und Rollen des Schirms, sowie das Aufstellen beim Einfliegen in die Thermik usw. gut im Griff hat. Das überträgt sich nämlich leicht auf den Piloten. Gerade bei Anfängern sieht man oft, dass sie sich verdrehen, nicken usw. Dabei erzeugt ein verkleidetes GZ natürlich bei jedem Dreher oder Nicker aus der optimalen Anströmung heraus verdammt viel Widerstand (was den Dreher sogar noch verstärkt) - unterm Strich nicht gerade leistungssteigernd.

Der größte Nachteil ist die höhere Twistgefahr. Wobei theoretisch die beste Körperhaltung beim Fliegen ungefähr ein 45° Winkel ist. Das ist sowohl mit gewöhnlichen als auch mit verkleideten Gurtzeugen meist einstellbar. Verkleidetes GZ bedeutet ja nicht automatisch eine sehr liegende Position.

Kommt also unterm Strich schon ein wenig drauf an, wie und wie gut Du fliegst, ob so ein Ding wirklich Sinn macht. Meine Meinung bei so was ist aber immer: Man wächst mit der Aufgabe ;-) Ein engagierter Pilot wie Du, wird da kaum Probleme haben und wenn man sich gut fühlt, fliegt man auch gut.



Welche Liegegurtzeuge sind empfehlenswert bzw. haben sich bereits bewährt, für Zwecke wie ich sie beschrieben habe? Bitte keine absoluten Race Gurtzeuge, sondern komfortable Liegegurtzeuge.
Das ist ein bisschen widersprüchlich. Gerade die "absoluten Race Gurtzeuge" wie Woody Valley X-Rated, Gin Genie Race, Charly Titan, Niviuk Drifter zeichnen sich durch großen Komfort aus. Sie sind halt schwer, aber beim leistungsorientierten Fliegen ist Gewicht ja eher erwünscht.
Ich hab mittlerweile ein Swing Connect Race (ähnlich wie X-Alps GTO), ist deutlich leichter, wendiger und für mich sehr bequem. Probier das mal, ist ein super Kompromiss für alle Einsatzzwecke (oder Gin Genie Light, Advance Impress).

marabu
20.02.2013, 15:17
JN hat eigentlich alles Wesentliche gesagt.
Mit dem Gto liegst du bestimmt nicht falsch. Ich habe noch nie ein besseres GZ geflogen.
Aber, du musst es selber testen und dann entscheiden.

marabu

Sommerflieger
20.02.2013, 16:53
Mit dem Gto liegst du bestimmt nicht falsch. Ich habe noch nie ein besseres GZ geflogen.


Ich für meinen Teil kann das Connect Race/WW GTO nicht empfehlen. Bequemlichkeit in Bezug auf ein Liege-/Beinsackgurtzeug
macht für mich auch aus, daß ich z.B. entspannt sitzen und mich auf die Flugaufgabe konzentrieren kann. Ich habe u.a. auch
diese beiden Gurte getestet und konnte nach langem Testsitzen und Probieren aller möglichen Einstellungsvarianten kein Setup
finden in dem man nicht gezwungen ist aktiv die Beine gegen die Fussplatte drücken zu müssen. Entspanntes Sitzen: Fehlanzeige.

Empfehlen kann ich in dieser Hinsicht das Titan 3 von Charly, das Tanto Light von AVA Sport und das Skypper von Supair. Ich habe
so ziemlich alle Beinsackgurte durch und kam nur bei diesen dreien zu einem Setup daß es mir ermöglicht die Beine einfach einfach
austrecken und völlig entspannt "einrasten" zu können ohne gegen die Fussplatte drücken zu müssen. Offensichtlich scheint dies
aber anderen Piloten nicht so wichtig zu sein, denn beide eingangs genannten Gurte verkaufen sich recht gut.

Gespannt bin ich in diesem Zusammenhang noch auf das Impress 3 und das Charly Titanium. Ich werde versuchen diese beiden
Gurte auf der Thermik mal zu testen.

Nichtsdestotrotz kommen viele Toppiloten wie z.B. auch JN mit dem Swing CR/WW GTO wunderbar zurecht und fliegen damit sogar
entspannt PWC Tasks. Ich kenne allerdings auch einige die genau diesselben Probleme wie ich sie oben beschrieben habe mit diesen
Gurten bestätigen können.

Gruß,

Sommerflieger

Tobias S.
20.02.2013, 17:18
mit Nachteilen wie
- höhere Twistgefahr
- (in der Regel) höherem Gewicht
- gewöhnungsbedürftig

Häufig ist auch noch ein dünnerer Protektor verbaut als in "normalen" Gurtzeugen.

Ich lese aus deinem Selbstportrait raus, dass du eigentlich noch nie einen Streckenflug gemacht hast, oder? Wenn das so ist, dann brauchst du meiner Meinung nach noch keinen Liegegurt; das WV Voyager+ ist ein sehr bequemes Gurtzeug, das sich m.E. hervorragend eignet, um auch längere Streckenflüge damit zu machen. Die Wärme im verkleideten GZ ist sicherlich angenehm; ob es für die Lernphase, in der du grade bist, die o.g. Nachteile aufwiegt, wage ich zu bezweifeln.

Ich hab mein Voyager+ mit einem Beinstrecker ausgestattet, was schon viel zusätzlichen Komfort bringt; du hast ja vor kurzem erst den Schirm gewechselt, da würde es sich evtl. auch anbieten, nicht zwei Schritte auf einmal zu machen (Schirm + GZ neu), sondern dich erstmal in vielen langen Flügen an den Schirm zu gewöhnen.

Der Leistungsvorteil ist - ohne dir zu nahe treten zu wollen - überhaupt nichts, worüber du dir Gedanken machen musst; der limitierende Faktor sitzt in deinem Fall (wie bei wohl 99% der Piloten) im Gurtzeug drin :) .

Mein Tipp wäre: Flieg mal 100km mit dem Voyager und dem Rush3 und dann kannst du immer noch testen, ob dir warme Beine die Nachteile des Liegegurts wert sind.

lemma
20.02.2013, 17:27
Ich habe u.a. auch
diese beiden Gurte getestet und konnte nach langem Testsitzen und Probieren aller möglichen Einstellungsvarianten kein Setup
finden in dem man nicht gezwungen ist aktiv die Beine gegen die Fussplatte drücken zu müssen.

Bei mir klapps, vielleicht ist es auch was anatomisches im Kniegelenk o.ä. :confused:

Sommerflieger
20.02.2013, 17:47
Bei mir klapps, vielleicht ist es auch was anatomisches im Kniegelenk o.ä. :confused:

Dann gibt es demnach noch ein dutzend andere Piloten die auch ein Anatonmie-Problem im Kniegelenk haben?
So viele nur hier aus dem Forum haben nämlich genau die gleichen Erfahrungen gemacht. Also eher unwahrscheinlich,
Deine Theorie...


Komm nicht schon wieder damit...
Bist du nur immer drin gesessen oder bist du auch damit laaaange geflogen?

Naja, wenn's am Simulator aufgehängt schon nicht funktionert dann wird es - oh Wunder - plötzlich klappen
wenn ich 5 Stunden unterm Schirm hänge? Geile Logik.:D

Ich will hier keinen Glaubenskrieg lostreten, sondern nur meine Erfahrungen (und die einiger anderer) schildern. Der
Threaderöffner hat ausrücklich danach gefragt. Allen begeisterten WW GTO/ Swing CR Fliegern wünsche ich einfach
noch viele stressfreie Streckenkilometer und Freude daran daß Der Gurt so gut passt. Ich kann das halt nicht
bestätigen und bin fliegerisch auch kein ganz unbeschriebenes Blatt mehr.

Gruß,

Sommerflieger

Benitro
20.02.2013, 17:51
Ich kann das halt nicht
bestätigen und bin fliegerisch auch kein ganz unbeschriebenes Blatt mehr.

Gruß,

Sommerflieger

Wie darf man das verstehen?

Rebell
20.02.2013, 18:30
Servus Daniel

Sinn oder nicht, Vorteil oder Nachteil, eigentlich alles nicht so wichtig.

Mögen oder nicht mögen ist das entscheidende.

Also hilft nur probieren. Nicht nur am Stand mal so reinsetzen, sondern fliegen, nicht nur ein kurzer Hüpfer sondern schon länger.

Für mich wars so was wie die Erleuchtung. Es war genau das was ich 20 Jahre an Gurtzeug gesucht hab.

Flieg momenta das GTO und fühl mich einfach sauwohl.

Also lass Dich nicht wirr machen. Probiers aus und gut.

Gruss Franz

Manuel
21.02.2013, 11:04
Empfehlen kann ich in dieser Hinsicht das Titan 3 von Charly, das Tanto Light von AVA Sport und das Skypper von Supair. Ich habe
so ziemlich alle Beinsackgurte durch und kam nur bei diesen dreien zu einem Setup daß es mir ermöglicht die Beine einfach einfach
austrecken und völlig entspannt "einrasten" zu können ohne gegen die Fussplatte drücken zu müssen. Offensichtlich scheint dies
aber anderen Piloten nicht so wichtig zu sein, denn beide eingangs genannten Gurte verkaufen sich recht gut.

Gruß,

Sommerflieger

Wir haben ein Skypper und ein Kannibal II Zuhause und ich verstehe genau was Du meinst. Beim Skypperbeinsack wenn man die Füße ganz unten auf die Platte legt/drückt, liegen die Beine unten auf dem Beinsack auf! Einfach super! Das würde ich mir auch für mein Kannibal II wünschen, dann wär es ein TraumGZ. :)

glaiderman
21.02.2013, 14:33
Beim Skypperbeinsack wenn man die Füße ganz unten auf die Platte legt/drückt, liegen die Beine unten auf dem Beinsack auf! Einfach super! Das würde ich mir auch für mein Kannibal II wünschen, dann wär es ein TraumGZ. :)

Ich versteh nicht genau was du meinst ( warum die Beine auflegen sollen? ), aber wohnzimmermässsiger Fliegen als mit dem Kanibal geht ja wohl kaum noch, agil ist das Teil auch noch wenn du willst.
Ich flieg die Race Version und die Einstellungen sollten schon so ähnlich sein. Das Gewicht ist vielleicht eine andere Sache, aber dafür ist das kein Vergleich was Verschleiss u Bequemlichkeit betrifft.

Aber zum Thema:
Es ist schon generell anders mit einem verkleideten Gurtzeug zu Fliegen, ich kann mir nichts anderes mehr vorstellen und erinnere mich noch gut an meinen ersten Flug damit.
Es war was anderes als vorher!
Den Schirm und das Gurtzeug würde ich nie auf einmal wechseln, den Fehler hab ich schon hinter mir. Mann weiss nicht welches Teil jetzt gewisse Flugeigenschaften beeinfusst hat.

Hägo
21.02.2013, 15:24
Servus,

also für jeden, der gerne "länger" fliegt, egal ob Strecke oder Hausberg, ist das vollverkleidete Gurtzeug eine Empfehlung.
Mir persönlich sind eigentlich die Wärme und das "behütete" Sitz-/Liegegefühl am wichtigsten.
Das Fluggefühl ist schon ein anderes, durch die gestreckte Sitz-/Liegeposition wirkt die Gewichtsverlagerung "anders", muß man
selber ausprobieren und erfordert auch eine gewisse Eingewöhnungszeit. Zum heftigeren "Rumturnen" oder für den Übungshang
taugt es weniger aber nach entsprechener Gewöhnung fühlt man sich auch in "schwerem Wetter" sauwohl drin.
Und seit es delight und co. gibt, ist das Gewicht auch kein Thema mehr...

Hägo

DanielE.
21.02.2013, 23:43
Schon mal ein dickes Danke an die Kommentare. Nun stellt sich mir eine Frage...worin bitte besteht der Unterschied zwischen Wettkampfgurtzeug und Streckengurtzeug? Woody Valley zB. hat die Gurtzeuge ja extra getrennt: http://www.woodyvalley.eu/ger/

DonQuijote
22.02.2013, 06:24
Eigentlich gibts keine exakte Definition. Normalerweise sind Wettkampfgurtzeuge halt schwer und dafür sehr aerodynamisch, bequem und robust für den harten Wettkampfeinsatz. Bestimmte Details sind auf jeden Fall sichergestellt, wie ein großes, abnehmbares Cockpit (fürs Briefing), min. 2 Ballastfächer (Cockpit und unterm Sitz), Ablassöffnungen für den Ballast, ausgereifte Aerodynamik mit allerlei "Anbauten" (Spoiler, Bürzel). Da im Wettkampf eh jeder froh ist, einen möglichst großen und damit leistungsfähigen Schirm zu fliegen, ist das Gewicht nicht ganz so wichtig. Aber das alles gilt eigentlich auch für große Strecken.

Ich denke, manche Hersteller benutzen den Begriff Wettkampfgurtzeug einfach, wenn sie mehrere verkleidete GZ haben, um die schweren GZ von den Leichtbauweisen abzugrenzen. Bei Deinem Beispiel WV wiegt das Wettkampfgurtzeug halt um die 7 und das Streckengurtzeug um die 5 kg.

Von der Geometrie her sind alle recht ähnlich, von fast sitzend bis fast liegend einstellbar. Ein reines Liegegurtzeug gibt es m. W. nur noch ein einziges am Markt, das Fast von UP.

makro
22.02.2013, 08:40
Ergänzend: Die Motivation für einen Streckenflieger, ein leichteres Gurtzeug zu wählen, ist die einfachere Handhabung. Viele für frühen start geeignete Startplätze, gerade auch wenn im Frühjahr manche Bahnen noch in Revision sind, kann man nur durch einen Fußmarsch zu erreichen. Da möchte man ausgeruht ankommen. Dasselbe gilt für Landungen in Seitentälern oder der (oftmals leidigen) Tramperei. Mit meinem Lightness Rucksack mit 75 ltr. läuft das ganze einfach rückenschonender ab, als das rumgewuchte eines "Hinkelsteins" mit 130 ltr. und mehr Volumen.

Gruß, Markus

DonQuijote
22.02.2013, 08:56
Markus hat absolut recht.

Ich möchte auch kein schweres GZ mehr haben. Finde mein Swing auch nach >8h noch saubequem und vermisse nichts.
Generell sind die leichten GZ eher etwas flexibler in sich, was Feedback und Steuerbarkeit unterstützt, auf der anderen Seite aber auch etwas kippeliger sein kann und weniger "Geborgenheit" erzeugt, sprich etwas anstrengender auf Dauer ist.
Mit einem schweren GZ + Ballast könnte ich eine Schirmgröße größer fliegen, was leistungstechnisch im Wettkampf ein gewaltiger Vorteil wäre. Dennoch nehm ich lieber den leichten Gurt, keinen Ballast und eben den kleineren Schirm. Macht mehr Spaß - und ich fliegt schließlich primär zum Spaß und nicht wegen irgendwelcher Rankings/Punkte/km...

DanielE.
22.02.2013, 11:07
Eigentlich gibts keine exakte Definition. Normalerweise sind Wettkampfgurtzeuge halt schwer und dafür sehr aerodynamisch, bequem und robust für den harten Wettkampfeinsatz. Bestimmte Details sind auf jeden Fall sichergestellt, wie ein großes, abnehmbares Cockpit (fürs Briefing), min. 2 Ballastfächer (Cockpit und unterm Sitz), Ablassöffnungen für den Ballast, ausgereifte Aerodynamik mit allerlei "Anbauten" (Spoiler, Bürzel). Da im Wettkampf eh jeder froh ist, einen möglichst großen und damit leistungsfähigen Schirm zu fliegen, ist das Gewicht nicht ganz so wichtig. Aber das alles gilt eigentlich auch für große Strecken.

Ich denke, manche Hersteller benutzen den Begriff Wettkampfgurtzeug einfach, wenn sie mehrere verkleidete GZ haben, um die schweren GZ von den Leichtbauweisen abzugrenzen. Bei Deinem Beispiel WV wiegt das Wettkampfgurtzeug halt um die 7 und das Streckengurtzeug um die 5 kg.

Von der Geometrie her sind alle recht ähnlich, von fast sitzend bis fast liegend einstellbar. Ein reines Liegegurtzeug gibt es m. W. nur noch ein einziges am Markt, das Fast von UP.

Vielen lieben Dank für deine ausführliche Beschreibung!

blackstromer
27.02.2013, 16:04
Mir persönlich sind eigentlich die Wärme und das "behütete" Sitz-/Liegegefühl am wichtigsten.
erfordert auch eine gewisse Eingewöhnungszeit.
nach entsprechener Gewöhnung fühlt man sich auch in "schwerem Wetter" sauwohl drin.


Hab heut ein Strecken-Liegeggurt getetstet (ca 1.5 Std. - das Teil wiegt 7.5kg) nun bin ich zwar optimal im Gewichstbereich der FLäche aber flugtechnisch schon etwas verunsichert:
Vor allem sehr kippelig (es war eine turbulente Grenzschicht), aber mit dem Supair radical hätt ich das weggesteckt.

Benötige etwas Nachhilfe:
Wie kann man den Gurt einstellen, dass er weniger seitlich einkippt bei Turbulenzen. Ich hab festgestellt, dass es mir sagen wir, die rechte Gurte hochreist und ich nach links Kippe was natürlich die Fläche rechts entlastet.
Ist es besser den Brustgurt (kombiniert mit Beingurt) enger zu ziehen - besteht da eher Twistgefahr.
Muss man sich sehr strecken (Fussplatte) damit es stabiler wird.

Kam mir irgendwie wie freihändig Fahrradfahren vor .
Hab mich dann trotzdem "durchgeboxt" in den Turbulenzen, - trotz allem ist der Wohlfühleffekt natürlich schon da in Bezug auf Kälte, Windchill usw.

Was macht der Umsteiger am Anfang vor allem falsch - welche Einstellungen sind zu optimieren.

Wäre froh um ein paar Tips

martin2005
27.02.2013, 21:43
Wäre froh um ein paar Tips

Bin bisher nur einige Stunden im LiegeGZ geflogen, daher wissen andere wahrscheinlich besser Bescheid. Meine Beobachtung ist, dass der Karabinerabstand sehr viel ausmacht (ich hatte die gleichen Probleme wie du).

Zweitens funktioniert die Körpersteuerung ganz anders. Beim normalen GZ kippt nur die Hüfte ab, durch die bewegliche Wirbelsäule bleibt mein Oberkörper aufrecht, es wackelt sozusagen nur der Hintern. Nessler beschreibt das so: Hüfte vom Oberkörper abkoppeln. Beim LiegeGZ bewegt sich da mehr, man kippt sozusagen über die Körper Hochachse ab, der Körper dreht sich eher als ganzes. Dies war für mich anfangs irritierend, da musste ich mich umgewöhnen.

WA
27.02.2013, 21:46
Benötige etwas Nachhilfe:
- Ich hab festgestellt, dass es mir sagen wir, die rechte Gurte hochreist und ich nach links Kippe was natürlich die Fläche rechts entlastet.


Hmm, irgendwie sehe ich das anderst. Links runter, da will er doch entlasten, also gehs´t mit dem Gewicht/Hüfte so richtig mit und ziehs´t ggf. etwas nach. (Reiten) Zum. mache ich das immer mit Erfolg - seltenst Kläpperchen!

Ansonsten hängt´s von der Aufhänghöhe/Sitzbrett ab und vor allem auch von dem Karabinerabstand. Je weiter, je kippiliger, je enger desto Twist-(Gefahr)!

makro
28.02.2013, 00:13
Hallo!

>aber mit dem Supair radical hätt ich das weggesteckt.
Dieser Bergsteigergurt ist doch für aktives Thermikfliegen ungeeignet, wenn nicht sogar gefährlich. (Verwende diesen Gurt auch im Herbst für W&F)

>Wie kann man den Gurt einstellen, dass er weniger seitlich einkippt bei Turbulenzen.
Freilich kann man auch den Brustgurt enger schnallen, aber wenn man es übertreibt nimmt sich damit auch die Möglichkeit effektiv aus der Hüfte zu reagieren.
Entweder der Gurt ist zu niedrig aufgehängt (Typ? Größe?), oder das Sitzbrett zu breit. Ich mag es gerne, wenn die Hauptaufhängung an den Oberschenkeln leicht anliegt. Bei zu breitem Sitzbrett wird man zudem auch noch hin- und hergeworfen.

>Ich hab festgestellt, dass es mir sagen wir, die rechte Gurte hochreist und ich nach links Kippe was natürlich die Fläche rechts entlastet.
siehe W.A.

>... den Brustgurt (kombiniert mit Beingurt) enger zu ziehen - besteht da eher Twistgefahr.
Ja, logisch. Wirksam ist auch das schnelle Aufrichten und Anziehen der Beine bei einer Störung. Siehe Pirouette beim Eiskunstlauf, je mehr du die Masse auf die Rotationsachse bringst, desto schneller kannst du mitrotieren und je weiter die Aufhängung ist, desto weniger Kraft braucht man (bzw. der Schirm) diese Rotation einzuleiten.

>Muss man sich sehr strecken (Fussplatte) damit es stabiler wird.
Eigentlich solltest du dich bei einem gut eingestelltem Gurt nicht allzu fest einspreizen müssen - sondern lediglich die Ausgleichsbewegungen des Oberkörpers kontern.
Also immer schön locker bleiben.

>Wäre froh um ein paar Tips
Umstieg von Radicale auf Liegegurt ist m.E. nicht zu empfehlen, falls du noch nichts anderes geflogen hast.

vg
Markus

blackstromer
28.02.2013, 07:35
super Hinweise:
Aber - das Radicale gefährlich? kann man das begründen - ich fliege seit Jahren Skylight und Radicale - ausser dem fehlenden Protector hat ich auch in Turbulenzen keine Probleme - wie sieht das also aus?

Hab bis vor 4 Jahren während 6Jahren ein Success geflogen (Sitzbrett) - aber klar man fliegt auch keinen Spiruline 16 mit Liegegurt - das hätt mich dann wohl rausgespickt.

Im ernst: hab gestern noch mal alles modifiziert (Brustgurt eben zwangsläufig mal etwas enger). - Neigung usw. schein mir wichtig, das der Körper allseitig gut gestützt ist. Mal gespannt auf heute wies dann ist.
Gestern war ein Sprung ins kalte Wasser bei den Turbulenzen - fast alle sind verschwunden (Landen) und ich dacht es liege am Gurt - ständig mit Blick auf die Frontrettung.
P.S hab momentan die Leicht_Frontrettung angehängt. gibt's da erfahrungsgemäss oder theoretisch Probleme?

@WA vielen Dank: sehr wichtiger Hinweis - für alle die's wie ich nicht wissen - scheint im Nachhinein logisch - Reiten, mitgehen Beckenschwung, Torsion, ausgleichen - kapiert

WillyCH
28.02.2013, 12:16
Vielleicht noch ein kleiner Input bezüglich Twistgefahr/Drehgefahr um die Hochachse: viel Liegegurtzeuge sind zu flach eingestellt unterwegs. Aerodynamisch ist das widersinnig und es führt dazu, dass mehr rotierende Masse weiter weg vom Drehpunkt "verfügbar" ist. Lieber das Gurtzeug etwas steiler einstellen (sieht dann am Simulator teilweise etwas befremdlich aus) und den Rücken etwas mehr "aufstellen". Ich finde das erstens bequemer, zweitens gibt es ein Sicherheitsplus und schlussendlich hilft's sogar noch aerodynamisch (ich weiss, marginal). Zudem komm ich so einfacher in den Beinsack:D
Frohes Testen
Ueli

DanielE.
28.02.2013, 14:04
enn's scheppert die Beine anzuziehen, also Aktion an den Bremsen und Beine ran in einem Rutsch, muss natürlich schnell gehen, aber verhindert ein mögliches Eintwisten bestimmt auch schon ein wenig, was meinst Du dazu?
Gruß, Boris


Also auf der Thermik haben das auch alle gemeint. Unbedingt beine schnell Anziehen und aufrecht hinsetzen. Hab das dann auch paar mal getestet, indem mich jemand an den Gurten geschleudert hat - meiner Meinung nach hats was gebracht :)

flexbrd
28.02.2013, 14:38
Hallo Daniel,

Ähnliche Frage habe ich mir auch gestellt. Ich selbst fliege auf einem ION2 von Nova mit einem Connect2 von Swing. Und ich selbst schile irgendwie mit einem Skypper von SupAir.
Auf der Thermik-Messe habe ich einen guten Bekannten getroffen (er selbst Fluglehrer) und habe ihn gefragt, ob ein Liegegurtzeug sinnvoll ist.
Seine Meinung dazu: Wenn du die ersten 50-100km geflogen bist, und dass dann öfters wiederholst, lohnt es sich und vorallem wenn über dir ein EN-C Schirm ist. Und wenn du dann wirklich ambitioniert bist und aktiv am Wettkampf teilnehmen möchtest, dann macht ein Liegegurtzeug sinn, denn im Wettkampf machen 30Sekunden doch was aus.

Unterschied Liegegurt-Wettkampfgurt: Gewicht. Also bspw. Skypper 5,5kg - Deligth 3,9kg. Beides Liegegurt aber Gewicht macht den Unterschied. UNd im Wettkampf zählt, so sehe ich das, doch iwie jedes Gramm...

Gruß

Wolfgang S.
28.02.2013, 14:50
Man gibt den Wettkampf Piloten einfach robusteres Material. Es wird davon ausgegangen, dass sie mehr fliegen und somit das Material mehr beanspruchen. Wäre blöd, wenn sie jede Saison ein neues Gurtzeug kaufen müssten, weil das alte auseinander fällt.
Das höhere Gewicht folgt einfach aus festeren Materialien.

martin2005
28.02.2013, 16:59
UNd im Wettkampf zählt, so sehe ich das, doch iwie jedes Gramm...

Gruß

Stimmt, jede Gramm mehr, dass man finden kann (siehe Wasserbalast) :D

blackstromer
28.02.2013, 17:24
Hatte heut mal ein Erfolgserlebnis - gestern wollt ich das Teil wegschmeissen - alles schön eng angezogen, etwas steilerer Winkel, grad so, dass der Sitz schön eben ist und der Rücken gut gestützt - kann ja dann im Flug noch mit den Schultergurten hantieren -
Beine anziehen hat mir wieder ne Schaukelei eingebracht, aber im Notfall sicher die beste Lösung -
ansonsten hab ich gemerkt wenn der Körper schön kompakt vom Gurt "gefasst" ist und man mit jeweils einem Bein auch noch auf dem Fussbrett den Rotationen und Schwingungen etwas entgegenwirkt (Körperverwindung) wird das schön stabil.
Also mit der Gewichtszunahme hab ich am BL auch mehr Speed und Dynamik - sowieso nun mit dem Sitzbrett - ist ne kompakte Sache alles zusammen - weniger wegen dem Gleitwinkel als eben wegen dem Komfort in Bezug auf Wärme und Fussstütze - ich denk so hält man es aus für längere Flüge.

19894
gestatten: hier noch meine Zahbürsten-Griffe
19895
und der "geliebte" BL :D
19896

vielen Dank für die Hinweise: Finde es interessant wenn noch mehr Tips und Tricks einfliessen

DonQuijote
28.02.2013, 18:11
alles schön eng angezogen,
Hoffentlich NICHT den Brustgurt! Gerade Anfängern gibt das auch ein besseres Gefühl, da das GZ dadurch weniger kippelig wird. Aber durch jeden Zentimeter mehr angezogenen Brustgurt erhöht sich die Twistgefahr enorm. Bei Beinsackgurtzeugen darf man den Brustgurt nicht eng machen, das ist gefährlich! Gute Strecken- und Wettkampfpiloten haben fast alle den Brustgurt fast oder ganz offen. Das muss man halt trainieren, irgendwann ist man über das größere Schirmfeedback sehr froh und das wackeln macht einem nichts mehr aus.

SATurn
28.02.2013, 19:32
Gute Strecken- und Wettkampfpiloten haben fast alle den Brustgurt fast oder ganz offen.

Bzw. ganz ohne Brustgurt... ;) War z.B. beim Ozone Proton ein gutes Mittel ihn "etwas" enger ums Eck zu kriegen. :)

makro
28.02.2013, 21:15
Servus,

gut, dann bist du ja schon einige Zeit mit einem normalen Gurt rumgeflogen. Denke, du bist vom Radicale "versaut". Mit so einem Gurtzeug kann man wie gesagt gar nicht richtig aktiv fliegen. Dazu müßte man, anstatt aus der Hüfte zu reagieren, viel mehr die Oberschenkel einsetzen. (Hab auch einige Zeit einen Yeti-Wendegurt zum Thermikfliegen verwendet.)
Hier steht das übrigens auch: http://www.dhv.de/web/fileadmin/user_upload/files/2011/sicherheit/GS-Gurtzeug.pdf

Schön, daß du beim zweiten Flug doch schon besser damit klar kommst. Kann mich erinnern, wollte mein VampAir damals auch nach dem ersten Flug gleich wieder zurückgeben. Wie weit ist denn jetzt der Karabinerabstand? Auf den Foto sieht es ja noch rel. weit aus. Natürlich macht es Sinn, den Rücken abzustützen, sonst muß man alles mit den Bauchmuskeln machen und das ist nicht nur ermüdend, sondern auch entmutigend, muß man dann die Turbulenzen um zwei Achsen ausbalancieren. Bei meinem Lightness verstellen sich regelmäßig die Schulter und Rückengurte - die kann man aber leider nicht im Flug zurückstellen. So etwas kann einen den ganzen Flug(tag) vermiesen.

Hab mal Michael Nesler am Langkofel getroffen, dort gab er mir den Rat, den Kopf möglichst aufrecht zu halten, um das Gleichgewichtsorgan in gewohnter Position zu haben. Trotzdem leg ich mich zwischendurch gerne mal nach hinten und guck in die Kappe (natürlich nur, wenn keiner in der Nähe ist). Aber wenn es heftig wird, versuche ich den Kopf möglichst gerade zu halten.

Happy landings
markus

"Willio"
28.02.2013, 21:41
@ blackstormer.... Glaube so wie ich es auf deinem Foto erkennen kann, ist dein Gurtzeug zu steil eingestellt!
War bei mir am Anfang auch so, damit hast du widerstand vom Gurtzeug gegenüber der Flugrichtung und erst recht beim kurbeln!
Hatte mir nun auch den Tipp vom Nesler angeeignet, damit man sieht in der Luftströmung vom Gurtzeug, ob es richtig ausgerichtet ist!
Probier es mal aus.....

Willi Wombat
28.02.2013, 21:54
Hoffentlich NICHT den Brustgurt! Gerade Anfängern gibt das auch ein besseres Gefühl, da das GZ dadurch weniger kippelig wird. Aber durch jeden Zentimeter mehr angezogenen Brustgurt erhöht sich die Twistgefahr enorm. Bei Beinsackgurtzeugen darf man den Brustgurt nicht eng machen, das ist gefährlich!Das stimmt auch nicht immer.
Mein Mentor 2 XS fliegt mit DHV Brustgurtweite definitiv sicherer als mit offenem Brustgurt und komfortabler auch bei nur leicht eingeschränkter Wendigkeit.
Brustgurt 60cm: deutlich und unangenehm frontstallanfällig,
Brustgurt 45cm: ca. 140h meist auf Strecke kein einziger Frontstall mehr. (auch wenn der Konstrukteur behauptet das könne nicht stimmen)

Wenn der Schirm kaum mehr klappt, ist auch die Twistgefahr deutlich reduziert.

Wolfgang S.
28.02.2013, 22:07
Wo ist denn da der Zusammenhang zum Frontstall???

WA
28.02.2013, 22:08
So Freunde, heute mal mein neues XAlps "Gran Tourismo Omolugato" (GTO) von Woody Valley geflogen. Ein schönes GZ! Kam sogar ziemlich easy in den Beinsack. Da hatte ich vorher Sorgen was man so hörte.

Nochmal was anderes als mein AlktiRando XP-immel!

Meine Groundspeed lt. GPS war schneller. Liegt das jetzt am GZ oder am neu getrimmten Schirm? AdventureSport hat mir beim Check den Schirm schneller eingestellt schrieben sie mir neulich. Es ist mir auch gelungen, das GZ so einzustellen, daß die Beine "einrasteten" also kein speziellen Druck auf die Fußplatte aufgebaut, sondern die Beine völlig vergessen, die waren halt eingerastet und hielten. Mal sehen wie sich das bei längeren Flügen bewährt.

(Hauptsache sie funzen bei der Landung wieder);)

WillyCH
28.02.2013, 22:09
Ich denke mal, dass ein extrem steiler Winkel die geschilderten negativen Effekte haben kann, aber grundsätzlich ist die Tendenz von Advance schon mal klar. Unterkante Fussplatte sollte sicher nicht höher sein als der tiefste Punkt des Gurtzeugs (in der Regel unterm Popo), lieber ein wenig tiefer. Zusammen mit dem steil aufgestellten Rückenteil habe ich das Gefühl, dass ich schneller im Gurtzeug "stehe", wenn denn kracht im Gebälk. Hier stelle ich Komfort und Handling über Aerodynamik um jeden Preis. Und ja, ich habe das Gefühl, dass das auch bei den "Angriffspunkten" aussen weniger Masse rumfliegt.

Happy Landings
Ueli

Klaus
28.02.2013, 22:32
Sagt mal, Ihr "in der Luft-Herumlieger":

kann man zum normalen "Bähnli-Fliegen" mit wenig Lauferei (Auto-Talstation-Bergstation-200m zum Startplatz) den Schirm eigentlich auch im Gurtzeug transportieren, d.h. das Liege-GZ als Not-Rucksack verwenden?
Also den Schirm gepackt in den Beinsack schmeissen, den Beinsack irgendwie hochbinden und das Ganze dann mit den Schultergurten zum Ort des Geschehens tragen?

fragt sich
Klaus

blackstromer
01.03.2013, 06:50
Danke JN: der Brustgurt in engster Stellung - werd aber versuchen das mal zu erweitern, erscheint logisch, dass man ev. damit aktiver werden kann um die Längsachse

super Link Makro: das Oberschenkelsteuern mit dem Radicale stimmt genau. - die Sitzposition ev. etwas steiler als liegend finde ich im Moment angenehm - die Schultergurt sind sehr leicht zu verstellen im Flug und ich kann ohne weiteres auf mehr liegend gehen.

@Jürgen: meinst du zu steil? ich dachte auf dem ersten Foto sieht man die untere Seite in etwa waagrecht? korrigiere mich bitte
wie meinst du das mit dem Nesler-Typ: wegen der Luftsrömung - wie sieht man das?

Betr. Brustgurtbreite: kann man das physikalisch erklären weshalb 15cm breitere Einstellung die Kappe anders beeinflusst - ausser eben die Pilotenreaktion ist anders - denn gerechnet auf die Leinenlänge wird die Kappengeometrie doch nicht verändert, oder?

@Klaus: ja das geht sehr gut, aber der Rucksack ist ja die kleinste Gewichtskomponente :)

pipo
01.03.2013, 07:17
Hi,

Wo ist denn da der Zusammenhang zum Frontstall???
ein engerer Brustgurt reduziert den Karabinderabstand, was die Flügelkrümmung erhöht.
Diese erhöhte Flügelkrümmung vergrößert die Stabilität des Flügels. (bzw. der Flügel ist in Spannweitenrichtung stärker "gespannt")

Ab einem gewissen Grad hat das dann auch Auswirkungen auf die Frontstallanfälligkeit.

Allerdings erscheint mir die von "WilliWombat" beschriebene Brustgurt-Änderung (von 60cm auf 45cm) zu gering, als dass sich die Stabilität des Flügels deutlich verändern könnte.

vG!

P.

blackstromer
01.03.2013, 07:56
hab soeben dies erhalten: (http://www.gleitschirmdrachenforum.de/showthread.php/27563-U-Turn-Blacklight?p=371917#post371917)

hab gemessen meine enge Einstellung ist grad mal 50cm (von Karabiner Unterkante zu Karabiner Unterkante)

Willi Wombat
01.03.2013, 08:04
Betr. Brustgurtbreite: kann man das physikalisch erklären weshalb 15cm breitere Einstellung die Kappe anders beeinflusst - ausser eben die Pilotenreaktion ist anders - denn gerechnet auf die Leinenlänge wird die Kappengeometrie doch nicht verändert, oder?Dieses interessante und wenig präsente Thema hatten wir schon ausgiebig diskutiert und man könnte da sicherlich noch mehr dazu sagen.
http://www.gleitschirmdrachenforum.de/showthread.php/24828-Auswirkung-der-Brustgrut-Weite-auf-die-Frontstallanf%E4lligkeit?highlight=kappenkr%FCmmun g
http://www.gleitschirmdrachenforum.de/showthread.php/26569-Einflu%C3%9F-der-Brustgurt-Einstellung-auf-die-Aerodynamik-des-Schirmes

In diesem Thread geht es um Liegegurtzeuge.

blackstromer
01.03.2013, 08:16
langsam schliesst sich der Kreis: sehr interessant -

persönlich werd ich mal bei den 48-50cm bleiben für mein Gerät -

beim Erstflug waren es wohl gegen die 60cm. deshalb vermutlich auch meine Blicke auf die Rettung und die Resthöhe, weil es mich so rumgeworfen hat.

"Willio"
01.03.2013, 19:33
Hallo blackstromer, siehe mal auf mein Foto, vorne am beinsack ist ein Stab befestigt, an dem ein wollfaden hängt!
Wenn du im Gurtzeug richtig liegst, ist der wollfaden parallel zur beinsack oberseite!
Wenn du nun zu aufrecht eingestellt fliegst , stößt der wollfaden auf dein beinsack, also bist du nicht mehr in der idealen Position und erwirkst mit deinem Gurtzeug Luftwiderstand !
Dies auch wenn du Kurven fliegst und der wollfaden seitlich zu dem beinsack steht!
Fliege nun schon den dritten Flug mit dem Faden um das optimale Gefühl fürs Gurtzeug zu entwickeln!http://img.tapatalk.com/d/13/03/02/u6eseny5.jpg

DanielE.
01.03.2013, 19:46
Wenn du im Gurtzeug richtig liegst, ist der wollfaden parallel zur beinsack oberseite!

Kann man das so pauschal sagen?
Auf der Thermik meinten die Hersteller/Verkäufer, dass das Liegegurtzeug richtig eingestellt ist wenn "die Beinsack-Unterseite parallel zum Boden ist". Das Gurtzeug soll dazu in der Flugschule zB. eingehängt werden.

Wolfgang S.
01.03.2013, 20:20
Kann man das so pauschal sagen?

Nein, das kann man nicht so pauschal sagen, aber es ist eine gute Faustregel.
Hat den Hintergrund, dass durch die Oberseite des Beinsacks kein Abtrieb erzeugt wird. Von der Unterseite wird ein leichter Auftrieb erzeugt. Der Widerstand ist nahe am Optimum.

Dass man in der Flugschule die Unterseite des Beinsacks horizontal ausrichtet, hat damit zu tun, dass der Pilot im Flug leicht nach hinten verblasen wird, so dass man im Flug ein bisschen weiter runter guckt als aufgehängt in der Flugschule ohne Fahrtwind.

Wolfgang

Markus R
01.03.2013, 20:28
Kann man das so pauschal sagen?
Auf der Thermik meinten die Hersteller/Verkäufer, dass das Liegegurtzeug richtig eingestellt ist wenn "die Beinsack-Unterseite parallel zum Boden ist". Das Gurtzeug soll dazu in der Flugschule zB. eingehängt werden.

1. Gilt dies am Boden, folglich du in der Luft leicht nach unten geneigt
2. Gurtzeug ordentlich bepackt, alles eingebaut und kpl eingekleidet (Schuhwerk wie beim Fliegen)
3. Gurtzeugaufhängung volle Gurtbandbreite im Karabiner, bei schmalen Bändern ist der Winkel von der Lage des Bandes im Karabiner abhängig..)
4. Und gilt für Gurtzeuge, welche den Beinsack direkt am tiefsten Punkt ansetzen und frei zur Spitze verlaufen lassen.

blackstromer
02.03.2013, 14:50
@makro

Hier steht das übrigens auch: http://www.dhv.de/web/fileadmin/user...S-Gurtzeug.pdf

hier fehlt die Seite 31 wo ist die geblieben

@Jürgen: :) wo ist denn dieser Stab befestigt - wie geht das beim Start

"Willio"
02.03.2013, 17:16
@makro


hier fehlt die Seite 31 wo ist die geblieben

@Jürgen: :) wo ist denn dieser Stab befestigt - wie geht das beim Start

der stab hab ich bei mir im beinsack an der fussplatte befestigt,da war schon klett dran,damit die fussplatte fixiert ist,dann konnte ich es super an dem stab fest machen:)
start easy,der stab schaut genau zwischen den beinen durch,ob vorwärts oder rückwärts,klappt prima;)

blackstromer
17.03.2013, 17:50
Hab vor kurzem eine "Liege" getestet un mich damit angefreundet - was mich allerdings stört ist die etwas eingeschränkte Beinfreiheit wegen des Schaumstoffballs am Ende - das Teil ist ja wichtig damit es den Sack nicht nach hinten verweht - ich hab ihn allerdings rausgenommen und stopf den Tubebag rein, was platzsparender ist -

wie ist das nun wenn man schnell rennen muss - Any Tips? Wie kann man das Gehänge sinnvoll wegkriegen in der Startfase? :confused:

Wolfgang S.
17.03.2013, 18:03
Als Mann sollte man eigentlich mit seinem Gesänge klar kommen - auch beim Laufen.

blackstromer
17.03.2013, 18:04
...ich klemm ihn immer zwischen die Arschbacken .................................................. .... kannst du das auch?

SATurn
17.03.2013, 18:16
wie ist das nun wenn man schnell rennen muss - Any Tips? Wie kann man das Gehänge sinnvoll wegkriegen in der Startfase? :confused:

Normalerweise sollte da nichts störend rumhängen. Wenn Dein GZ korrekt geschlossen ist haben die meisten modernen GZ einen Zugmechanismus der den Beinsack während der Startphase anhebt:

20042

blackstromer
17.03.2013, 18:21
Danke Mike -
muss ich mal noch genauer unter die Lupe nehmen - ev. wenn ich die Zugbänder zur Straffung des Sacks ganz anziehe, was mich aber seitlich etwas einengt - also das ganze hängt ja irgendwo auf kniegelenk- oder wadenhöhe - also man läuft schon irgendwie - wie ein pinguin :-)

enwe
24.03.2013, 12:05
@ DanielTB

Vielleicht trägt auch das noch deiner Entscheidungsfindung bei:

Ich fliege seit über einem Jahr einen Liegegurt (Impress 3).

Folgende Vorteile haben sich für mich ergeben:

1. bequeme Sitzposition, geborgenes Gefühl
2. warme Beine + Körper
3. ästhetische Optik
4. Cockpit ideal angeordnet

Folgende Nachteile sehe ich mittlerweile:

1. die Sitzposition ist in Turbulenzen suboptimal – man fühlt sich hier schnell unwohl. Ist sicherlich auch Gewöhnungssache – aber man muss viel fliegen um sich daran zu gewöhnen
2. rumturnen ist nicht so easy und macht weniger Spaß als mit einem Sitzgurt. Vor allem das Üben bietet sich mit einem Liegegurt nicht an
3. bei langen Flügen (ab 2h aufwärts) bekomme ICH in den Kniegelenken schmerzen durch das permanente Durchstrecken der Beine
4. das Mehr an Leistung ist für meine Ziele zu vernachlässigen
5. die hohe Eintwistgefahr durch die Sitzposition fliegt ständig mit
6. der kleine Protektor, vor allem im Rückenbereich, des Impress 3 bietet wenig passiven Schutz

Da ich zur Zeit nicht soooo oft in die Luft komme (ca. alle 10 Tage), und möglichst mit dem idealen Gurt unterwegs sein möchte (eierlegende Wollmilchsau), überlege ich mir wieder umzusteigen auf ein Allroundgurtzeug mit einem bequemen Beinstrecker – viell. das Success 3... schaumer mal. Aber teste am besten selbst einmal. Sonst hast du evtl. immer das Gefühl etwas verpasst zu haben :D

DanielE.
24.03.2013, 12:11
@ DanielTB

Vielleicht trägt auch das noch deiner Entscheidungsfindung bei:

Ich fliege seit über einem Jahr einen Liegegurt (Impress 3).

Folgende Vorteile haben sich für mich ergeben:

1. bequeme Sitzposition, geborgenes Gefühl
2. warme Beine + Körper
3. ästhetische Optik
4. Cockpit ideal angeordnet

Folgende Nachteile sehe ich mittlerweile:

1. die Sitzposition ist in Turbulenzen suboptimal – man fühlt sich hier schnell unwohl. Ist sicherlich auch Gewöhnungssache – aber man muss viel fliegen um sich daran zu gewöhnen
2. rumturnen ist nicht so easy und macht weniger Spaß als mit einem Sitzgurt. Vor allem das Üben bietet sich mit einem Liegegurt nicht an
3. bei langen Flügen (ab 2h aufwärts) bekomme ICH in den Kniegelenken schmerzen durch das permanente Durchstrecken der Beine
4. das Mehr an Leistung ist für meine Ziele zu vernachlässigen
5. die hohe Eintwistgefahr durch die Sitzposition fliegt ständig mit
6. der kleine Protektor, vor allem im Rückenbereich, des Impress 3 bietet wenig passiven Schutz

Da ich zur Zeit nicht soooo oft in die Luft komme (ca. alle 10 Tage), und möglichst mit dem idealen Gurt unterwegs sein möchte (eierlegende Wollmilchsau), überlege ich mir wieder umzusteigen auf ein Allroundgurtzeug mit einem bequemen Beinstrecker – viell. das Success 3... schaumer mal. Aber teste am besten selbst einmal. Sonst hast du evtl. immer das Gefühl etwas verpasst zu haben :D

Hey,

vielen lieben Dank für deinen Beitrag. Habe mittlerweile ein SupAir Skypper gekauft und hoffe es die Tage endlich mal fliegen zu können.
Für mich war auch entscheidend, dass es einfach bequemer und wärmer ist. Nach paar Flügen über 2h nimmt einem der Wind schon mit der Zeit mit. Ob das nun auch Gleitvorteile usw. bringt es mir vorerst egal, Hauptsache ich fühle mich gut unterm Rush3 :).

Sepp Gruber
25.03.2013, 08:55
Hmm.. Bin nun das erste mal ein verkleidetes Gurtzeug geflogen (Skypper). Das Ganze bei -5° und ca. 20km/h Wind (Thurntaler, Hochpustertal).


Folgende Vorteile haben sich für mich ergeben:
In der Tat ist die Wärme und der Windschutz ein deutlicher und positiver Faktor. Die Sitzposition kann man als durchaus komfortabel bezeichnen.


Folgende Nachteile sehe ich mittlerweile:
Der Testflug hatte natürlich auch sehr ernüchternde Ergebnisse. Das erste Problem war der turbulente Wind. Sofort nach dem Start musste ich mich sehr auf meinen Flügel konzentrieren. Erst als ich vom Gelände weg und einige hundert Meter Luft unter mir hatte, begann ich mir dem "Einstieg". Ohne zu Hilfenahme einer Hand (für mich) nicht machbar. Das ganze bei nicht optimalen Bedingungen, da schätze ich es überhaupt nicht, wenn ich die Steuerleinen in eine Hand nehmen muss. Ich habe gefühlte 5 min gebraucht, bis ich (endlich) drin war. Derweil gings lustig weiter mit turbulentem Steigen. So etwas wie ein "Wohlfühlfaktor" hat sich trotz bequemer und warmer Sitzposition nicht eingestellt. Die Trägheit um die Längsachse war gegenüber meinem "normalen" Gurtzeug im Vergleich deutlich spürbar. Ebenso konnte ich durch die etwas stärkere Rückenlage (gefühlt) nicht souverän und schnell (wie gewohnt) auf die Schirmbewegungen reagieren. Die Turbulenzen haben mich einfach ordentlich hin- und her-gekippelt, in Verbindung mit dem spürbaren Trägheitsmoment hatte ich den Eindruck, den Schirmbewegungen "hinterher" zu fliegen. Der Beschleuniger war gut zu bedienen, das Aussteigen zeigte sich völlig problemlos.

In der Summe hatte ich mir die Fliegerei mit einem verkleideten Gurtzeug einfach irgendwie "besser" vorgestellt. Trotz der Vorteile des deutlich spürbaren Wärme- und Windschutzes (hab auf den Overall verzichten können) ist der Probeflug für mich keine Offenbarung gewesen. Das positive dabei: Nun kann ich es zumindest einordnen. Hab dann das neue Advance SUCCESS 3 probiert, damit hab ich mich dann sofort "zu Hause" gefühlt. Eigentlich hatte ich den festen Vorsatz, mir ein Skypper zuzulegen. Völlig unerwartet ist daraus ein SUCCESS 3 geworden.

Grüße Sepp
______________________

Meine Videos auf Vimeo (http://vimeo.com/jgruber)

DonQuijote
25.03.2013, 09:10
@ Sepp: Da warst Du womöglich etwas vorschnell. Alle von Dir geschilderten Punkte treten bei jedem auf, der auf ein verkleidetes Gurtzeug umsteigt. Nach ein paar Flugtagen hat man sich an all das gewöhnt und erlebt mehr und mehr die Vorteile. Ich bin nach Jahren vor einiger Zeit mal wieder ein normales unverkleidetes Gurtzeug geflogen - und mir war schrecklich unwohl in der Thermik damit - nie wieder! Ist eben alles Gewöhnungssache...

Genau deshalb macht es m. E. wenig Sinn einen Schirm oder ein Gurtzeug "probezufliegen", außer vielleicht um ganz grobe Unzulänglichkeiten zu bemerken. Man gewöhnt sich eh an (fast) alles und die wirklichen Vor-/Nachteile zeigen sich erst nach vielen Flugstunden. Ich verlasse mich daher mittlerweile viel eher auf das Urteil von Leuten, die das entsprechende Teil schon eine Weile haben und vertrauenswürdig sind, als auf meine eigenen ersten Eindrücke bei einem oder ein paar Probeflügen.

Klaus
25.03.2013, 09:26
....da bin ich ja auch gschpannt, bekomme demnächst ein Genie lite. Da man bei diesem GZ den Beinsack abnehmen kann, werde ich es erstmal ohne denselben ausprobieren und die Beine baumeln lassen, damit der Kulturschock nicht zu groß ist...

Grüße Klaus

WA
25.03.2013, 09:38
.... damit der Kulturschock nicht zu groß ist...


Ja und dann geht´s doch mal mit ausgestreckten Beinen in eine kräftige Spirale - aber auch daran gewöhnt man sich recht schnell.

Die Beine lassen sich aber auch anziehen trotz Beinsack!

Klaus
25.03.2013, 10:01
Die Beine lassen sich aber auch anziehen trotz Beinsack!

ja, aber ich stelle mir auch vor, dass es anfangs unangenehm ist, wenn man nicht weiß, wie schnell man notfalls das Fahrgestell aus dem Sack rausbekommt - wir fliegen hier im Schwarzwald auch schon mal längere Phasen mit recht geringem Abstand zu diesen f***ing hohen Fichten hier.

Grüße Klaus

blackstromer
25.03.2013, 10:05
es ist doch besser mit den Beinen im(!) Beinsack in die Fichten zu donnern :D

im Ernst - man muss sich mit jedem Teil auseinandersetzten - die Beine kriegt man schnell raus - die Einstellung des Gurtzeugs muss man pingelig vornehmen - aufrichten und Beine anziehen wird zum Reflex so wie aktiv fliegen mit den Bremsen - sehe da wenig Nachteile (ausser dem Gewicht)

"Willio"
25.03.2013, 11:36
Als ich früher mein UP-Fast kaufte, flog ich ca.3wochen damit, bevor ich mich einigermaßen wohl fühlte.
Und das ist noch ein extremeres Gurtzeug , wie die heutigen Modelle!
Und wenn man natürlich beim ersten Flug auch keine optimalen Bedingungen hat,sagt man sich schon....oje des ist nix....

enwe
25.03.2013, 11:39
Das positive dabei: Nun kann ich es zumindest einordnen. Hab dann das neue Advance SUCCESS 3 probiert, damit hab ich mich dann sofort "zu Hause" gefühlt. Eigentlich hatte ich den festen Vorsatz, mir ein Skypper zuzulegen. Völlig unerwartet ist daraus ein SUCCESS 3 geworden.

Grüße Sepp
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Hi Sepp,

wo gibts das Success 3 denn schon zum Testen, geschweige denn zum Kaufen??? Möchte mir das Teil auch mal näher ansehen...

Sepp Gruber
25.03.2013, 14:38
wo gibts das Success 3 denn schon zum Testen, geschweige denn zum Kaufen
Ist letzten Freitag bei BlueSky (http://www.bluesky.at/) eingetrudelt. So weit ich gesehen habe sind alle Größen / Farben vor Ort.

Sepp Gruber
25.03.2013, 14:45
@ Sepp: Da warst Du womöglich etwas vorschnell. Alle von Dir geschilderten Punkte treten bei jedem auf..
Jörg, da magst du durchaus Recht haben. Aber das ist noch keine Entscheidung auf Dauer. Ich gehe das Thema sicher noch mal an.


Als ich früher mein UP-Fast kaufte, flog ich ca.3wochen damit, bevor ich mich einigermaßen wohl fühlte..
Ich merk schon, die Sache ist soo einfach nicht. Gut zu wissen, dass auch andere eine Gewöhnungsphase durchlaufen haben. Kann mich entsinnen, als ich das erste mal ohne Kreuzverspannung im Gurtzeug saß. Ich dachte, mein Schirm will mich umbringen. Das hat auch 3 Anläufe benötigt, bis das Thema rum war.

Grüße Sepp
______________________

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gerifly
25.03.2013, 15:51
Jörg, da magst du durchaus Recht haben. Aber das ist noch keine Entscheidung auf Dauer. Ich gehe das Thema sicher noch mal an.


Ich merk schon, die Sache ist soo einfach nicht. Gut zu wissen, dass auch andere eine Gewöhnungsphase durchlaufen haben. Kann mich entsinnen, als ich das erste mal ohne Kreuzverspannung im Gurtzeug saß. Ich dachte, mein Schirm will mich umbringen. Das hat auch 3 Anläufe benötigt, bis das Thema rum war.

Grüße Sepp
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Sepp, als ich vor Jahren das erste Mal mein Impress in Engelberg oben flog, wollte ich es fast schon wieder zurück geben (bin fast den ganzen Flug nicht in den Beinsack gekommen).......... ;)
Heute, etwa 7 Jahre später, würde ich nichts mehr anderes wollen als ein Gurtzeug mit Beinsack und wie der Jörg schon sagte, man gewöhnt sich an alles und da muss jeder "Beinsackflieger" durch............. :D:D

Gruss Geri............ der sich nach Ostern endlich das Impress 3 holen wird............. ;)

reinhard may
25.03.2013, 17:03
Hallo
Mein erstes Gurteug mit Fusssack war ein UP Boulder.Ich war am Anfang ebenfalls skeptisch,hatte ich mich doch so an meine Position im Charly Zoom gewöhnt und es,abgesehen von kleineren Verarbeitungsmängeln ,sehr gemocht.Zuhause habe ich mich einige Stunden ins Gurtzeug gesetzt und sozusagen im Probebetrieb die optimale Sitzposition gesucht.Auch bei den ersten Flügen war noch etwas Einstellung gefragt.Mittlerweile habe ich den dritten Liegegurt und was anderes kommt absolut nicht mehr in Frage.Für mich überwiegen die Vorteile eindeutig.

Gruss Mayer

moses
25.03.2013, 18:52
Vermutlich liegtes am Gurt ob der 1. Flug in der U-Boot Klasse mehr oder weniger gefällt.

Hatte damals mit dem Titan 2 angefangen und war vom ersten Flug an begeistert. Ich meine es liegt daran, dass das Titan gewichtstechnisch zwischen den schweren und ganz leichten liegt, quasi ähnlich einem "normalen" Gurt mit Beinstrecker den ich vorher hatte.

Mein Delight fliegt sich schon spürbar anders und für mich ist klar, dass der Gewichtsunterschied da gut zu beiträgt! Ich vergleiche das Delight mit meinem leichten Schlaufen Bergsteigergurt und das Titan mit einem normalen Solo Gurt!

Wenn es mir um die Unterscheidung zwischen Verkleidet und ohne geht sollte der Rest in etwa gleich sein! Sitzbrett/Gewicht und Schlaufen/Gewicht (Delight hat z.B.kein Sitzbrett, dann kann ich es auch nicht mit einem Sitzbrettgurt vergleichen).

na dann viel Spaß beim Probefliegen ;)

Grüßle Moses

Sepp Gruber
25.03.2013, 19:14
und da muss jeder "Beinsackflieger" durch..
Botschaft angekommen, ich merk's mir http://www.videotreffpunkt.com/images/smilies/bgdev.gif

Milan
25.03.2013, 19:34
Ein Gurt, in dem man sich sofort "zu Hause" fühlt, ist meiner Meinung mach eine sehr gute Wahl.
Ich werde sicherlich nicht von meinem Beinsackgurt lassen, dafür ist er viel zu bequem, aber wenn man nicht als Wettbewerbsflieger auf die zusätzliche Gleitzahl schielt oder bei sehr langen Frühjahrsflügen Eisbein vermeiden will, sehe ich keinen wirklichen Grund sich durch die Eingewöhnungszeit zu quälen.

Burkhard

auzi
25.03.2013, 19:55
Ist zwar etwas off topic, aber da ich heute in der Nähe von Sallanches war, habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und ein Kortel Karma II Probe gesessen. Ich empfand das Gurtzeug als sehr komfortabel und sehr durchdacht auch in den Details. Hat jemand bereits Erfahrungen mit diesem Gurtzeug gesammelt.
Ich habe am Stubai-Cup auch das Success 3 Probe gesessen, das wäre auch sofort mein Gurtzeug geworden, ja wenn das Sitzbrett etwas breiter als 37cm wäre oder noch eine XL-Größe zu haben wäre.

Sepp Auzinger

Klaus
25.03.2013, 20:02
.......wenn man nicht als Wettbewerbsflieger auf die zusätzliche Gleitzahl schielt oder bei sehr langen Frühjahrsflügen Eisbein vermeiden will, sehe ich keinen wirklichen Grund sich durch die Eingewöhnungszeit zu quälen.


Wer schön sein will, muss leiden ;)

Grüße Klaus

LEWI
03.06.2013, 19:52
Hallo , überlege auch auf ein verkleidetes Gurtzeug umzusteigen, zur Zeit werden ja einige Impress 2+ angeboten, würd mich deswegen Interessieren weil man auch ohne Beinsack fliegen kann. Wer hat Erfahrung mit dem Gurtzeug, auch ohne Beinsack, bzw. würdet ihr es empfehlen, bitte um Info.

conny-reith
04.06.2013, 05:17
Hallo , überlege auch auf ein verkleidetes Gurtzeug umzusteigen, zur Zeit werden ja einige Impress 2+ angeboten, würd mich deswegen Interessieren weil man auch ohne Beinsack fliegen kann. Wer hat Erfahrung mit dem Gurtzeug, auch ohne Beinsack, bzw. würdet ihr es empfehlen, bitte um Info.

.
Warum nur :D

glaiderman
05.06.2013, 05:40
.
Warum nur :D

Ja warum denn?

LEWI
05.06.2013, 22:22
Ja warum denn?

Eben darum, na weil ich es sehr günstig erwerben könnte und ich hauptsächlich wissen will ob jemand Erfahrung hat mit dem Gurt ohne Beinsack.
Das beim Fliegen mit dem Beinsack ein viel genaueres Ausrichten gegen dem Windstrom, etc. erforderlich ist, ist mir klar. Wäre mit Beinsack wahrscheinlich auch nur bei sehr kalter Witterung im Einsatz, aber wer weiß.
Also hat irgend jemand Erfahrung mit dem Impress ohne Beinsack mit Windskirt und Beinstrecker.

D. Düsentrieb
05.06.2013, 22:47
Es ist leider nicht einfach damit getan, den Beinsack abzunehmen um ohne zu fliegen. Das Impress lässt sich über mehrere Gurte sehr gut einstellen. Da braucht es ein paar Flüge, bis man das optimale Setting gefunden hat. Und genau dieses Setting unterscheidet sich gänzlich zwischen den zwei Anwendungsfällen. Also müsste bei jedem Umrüsten auch die Gurtzeuteinstellung geändert werden. Ich habe es einmal probiert, weil ich auch vom Sitzgurt kommend genau deshalb auf das Impress umgestiegen war und mir war es einfach zu lästig. Man gewöhnt sich sehr schnell an den Beinsack und schnell will gar nicht mehr ohne fliegen.

glaiderman
06.06.2013, 05:19
Eben darum, na weil ich es sehr günstig erwerben könnte und ich hauptsächlich wissen will ob jemand Erfahrung hat mit dem Gurt ohne Beinsack.
Das beim Fliegen mit dem Beinsack ein viel genaueres Ausrichten gegen dem Windstrom, etc. erforderlich ist, ist mir klar. Wäre mit Beinsack wahrscheinlich auch nur bei sehr kalter Witterung im Einsatz, aber wer weiß.
Also hat irgend jemand Erfahrung mit dem Impress ohne Beinsack mit Windskirt und Beinstrecker.

Mein Zitat bezog sich auf conny-reith. ich habe ihn so verstanden das es einen besonderen grund gäbe, warum gerade so viele impress angeboten werden.
ich bin das impress auch geflogen und habe den sack exakt 1 mal abebaut und ohne geflogen. das war mir zu viel action, und ich bin ganzjährig mit sack geflogen. zum einstieg und eingewöhnen an ein verkleidetes gurtzeug kann ich es empfehlen. wenn du das mal ne weile geflogen bist, weisst du was für dich passt oder nicht. ich denke das ist individuell unterschiedlich.

aschwehn
09.06.2013, 13:43
Hab mir auch zu Beginn der Saison ein sehr gut erhaltenes Impress 2 für unter 300Euro gekauft und bin voll zu frieden. Kann ich jedem zum Einstieg empfehlen, auch wenn das Gurtzeug etwas schwer ist - dafür unglaublich bequem!

Markus R
09.06.2013, 20:48
Hallo Sommerflieger

Für 450 kannst du im Gebrauchtmarkt warten bis zum Winterflieger :rolleyes: