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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Wings of Kilimanjaro": Einer statt alle



blackstromer
23.02.2013, 09:15
Erstaunlich dass hier dieses Projekt auf die eine oder anderer Art nicht thematisiert wurde.

Hier ein, meiner Meinung nach, ehrlicher und aussagekräftiger Bericht. (http://www.nachrichten.at/ratgeber/reisen/Wings-of-Kilimanjaro-Einer-statt-alle;art119,1069939)

Leider wurde der Flug von Sano Babu Sunuwar nicht dokumentiert (wäre ev. auch zu abschreckend gewesen)

creg
23.02.2013, 09:48
Erstaunlich dass hier dieses Projekt auf die eine oder anderer Art nicht thematisiert wurde.
Hier ein, meiner Meinung nach, ehrlicher und aussagekräftiger Bericht. (http://www.nachrichten.at/ratgeber/reisen/Wings-of-Kilimanjaro-Einer-statt-alle;art119,1069939)
Leider wurde der Flug von Sano Babu Sunuwar nicht dokumentiert (wäre ev. auch zu abschreckend gewesen)

Danke für den Hinweis auf den Artikel - wirklich lesenswert.
Dieser Sano scheint echt irre zu sein, hab schon mit Faszination und Kopf schütteln damals den Bericht vom Mount Everest gelesen.

Hier der Link zur Seite von WOK (http://wingsofkilimanjaro.com/)

conny-reith
23.02.2013, 09:55
Bin mal gespannt was einigen noch so alles einfällt.

Trotz allem ein guter realistischer Bericht.

berndw
26.02.2013, 00:04
Dieser Sano scheint echt irre zu sein, hab schon mit Faszination und Kopf schütteln damals den Bericht vom Mount Everest gelesen.

Wenn er´s dann irgendwann nicht überlebt hat ihn dann die Presse umgebracht oder seine Art Geld zu verdienen?

magic_boomerang
26.02.2013, 07:00
Erstaunlich dass hier dieses Projekt auf die eine oder anderer Art nicht thematisiert wurde.

Hier ein, meiner Meinung nach, ehrlicher und aussagekräftiger Bericht. (http://www.nachrichten.at/ratgeber/reisen/Wings-of-Kilimanjaro-Einer-statt-alle;art119,1069939)

Leider wurde der Flug von Sano Babu Sunuwar nicht dokumentiert (wäre ev. auch zu abschreckend gewesen)

Unter dem link findet sich leider nichts. Kannst Du den nochmal Posten? Danke!
Thomas

blackstromer
26.02.2013, 07:16
komisch bei mir kommt der link einwandfrei

http://www.nachrichten.at/ratgeber/reisen/Wings-of-Kilimanjaro-Einer-statt-alle;art119,1069939

creg
26.02.2013, 08:15
Wenn er´s dann irgendwann nicht überlebt hat ihn dann die Presse umgebracht oder seine Art Geld zu verdienen?

Kennst Du dieses Video (http://www.youtube.com/watch?v=pZ46cuM62ZE)?
Ich bin mir nicht nicht sicher, ob Presse, oder Geld ihn antreibt, oder nicht vielleicht doch die Faszination für verrückte, halsbrecherische Abenteuer, die keiner vorher gewagt hat.

blackstromer
26.02.2013, 09:37
genau dies: nun gibt es aber noch eins auch von National geographic über die Exped Kili (finde es nicht).

aber hier das von Squash (auch eine (g)beliebte Selbstdarstellerin)

http://www.youtube.com/watch?v=MBv-0CHSy-A

seti1337
26.02.2013, 11:20
Diese ganze Geschichte ist immer so eine Sache.....ich bin der Meinung, solange er sich des Risikos bewusst ist, seine Mitflieger (Tandem) ordentlich aufklärt und die sich auch absolut sicher sind wie gefährlich es sein kann, dann spricht da nichts gegen, es ist schlichtweg sein Problem.

Das die Presse fast nur solche Geschichten liebt, das ist nunmal das System der Presse und der Ansprüche der Leserschaft (auch Wir). Man liest im Endeffekt doch nur das was eine gewisse Dramatik enthält, wen interessiert es schon das "Hans Dieter einen tollen "sicheren" Abgleiter vom Tegelberg gemacht hat".

blackstromer
26.02.2013, 12:53
"Hans Dieter einen tollen "sicheren" Abgleiter vom Tegelberg gemacht hat".

Das ist Fact: Das ganze Redbull TV usw. Ultimate Rush usw. Messmer, Steck - Pal, usw. usw. ---- aber darum geht's irgendwie nicht.
Zumindest der Pressebericht hat mich schon beeindruckt, der eben dann auch die verschiedenen Seiten und Aspekte aufgezeigt hat und ansatzweise ziemlich kritisch ist.

Betr. Risiko bei Extremunternehmungen: Man beachte nur die "langen Schlangen" am Mount Everest oder die Dokumentationen übers Freeriden in seiner extremen Form; da wird am Ende der Dokumentation gleich mal erwähnt wer von den Protagonisten bei der Ausstrahlung schon mal das Zeitliche gesegnet hat :cool:

Es geniesse also wer geniessen kann.

Independence Radical
26.02.2013, 15:51
Also bei D-Max die Evereststory ist ja schon Hammer.
Im Stau stehen und keine Luft mehr bekommen.
Aber das am Kili übertrifft meine Vorstellungen.

EX-IR
T-3+XC²

Mehr los als in Andelsbuch :-)

winDfried
26.02.2013, 17:15
Also in meinen Augen ist die gefloppte Kilimanjaro-Massenbefliegung ein neues Fanal der Parageiter-Szene.
Deutlicher kann es nicht mehr werden, zu verkennen, dass es ein Alpinsport mit allen Gefahren und Unwägbarkeiten ist,
und kein harmloses Freizeit- und Party-Vergnügen.

Den schönsten Artikel finde ich den in der einheimischen Tanzanianischen Presse
"Tschüss, Gleitschirmfliegers, der Kilimanjaro ist halt doch nicht so einfach zu befliegen, wie Ihr geglaubt habt." (http://www.dailynews.co.tz/index.php/features/popular-features/14590-goodbye-mountain-fliers-kilimanjaro-is-not-easy-to-para-glide-as-you-thought)
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht sorgen.

Selbst bis China hat sich das herumgesprochen
"Maiden paragliding attempt from Mount Kilimanjaro flops" (http://www.china.org.cn/world/Off_the_Wire/2013-02/07/content_27918011.htm).

Und so weit braucht man gar nicht gehen, hier im Forum haben wir ja jemanden mit besserer alpiner Qualifikation, als die neureichen WOK-Helden,
der es auch schon probiert und dabei auf Eis gebissen (http://ulrichprinz.de/alpin/tz/index.html) hat.
Für mich lieber "sichere" Abgleiter vom Tegelberg, Hans-Dieter W.

marcel1
26.02.2013, 17:57
Ulis Flugversuch scheiterte aber eher an dem Verbot, als am Wetter. Er hat es ja nur deshalb auf der Leeseeite überhaupt versucht, weil auf der Luvseite zu viele Guides mit dem Fußvolk rum standen. 8-;

Im Ernst, ohne das Verbot und den Ganzen Rummel darum, wäre das vermutlich bald gar nix zu Besonderes mehr, da runter zu fliegen. Wobei so was natürlich nicht jeden Tag geht angesichts der Höhe und Ausgesetztheit. Und ob es für jeden gesund wäre, ist dann noch mal ne extra Frage.

Ansonsten ist der Artikel im DailyNews grandios schlecht recherchiert. Sollte sich eigentlich schon rumgesprochen haben, daß das keineswegs die Erstbefliegung gewesen wäre. Da hüpft doch immer mal wieder jemand illegal runter. Das wäre nur die erste legale Massenbefliegung geworden. Nu ja, ein paar Euro für nen guten Zweck hats gebracht, nach dem Rest kräht bald kein Hahn mehr.

zuppi
26.02.2013, 18:53
genau dies: nun gibt es aber noch eins auch von National geographic über die Exped Kili (finde es nicht).

aber hier das von Squash (auch eine (g)beliebte Selbstdarstellerin)

http://www.youtube.com/watch?v=MBv-0CHSy-A

Zumindest wissen wir jetzt dass sie jede Nacht gut geschlafen hat :D

Ghost Glider
26.02.2013, 19:10
genau dies: nun gibt es aber noch eins auch von National geographic über die Exped Kili (finde es nicht).
aber hier das von Squash (auch eine (g)beliebte Selbstdarstellerin)
http://www.youtube.com/watch?v=MBv-0CHSy-A

*Climb and Fly* my Ass.
Wenn ich schon in Massen ein s.g. Climb and Fly organisiere, stelle ich sicher, dass auch JEDER sein Gerödels SELBER
den Berg raufträgt und unter Umständen auch wieder runter; sollte das Wetter einen Start nicht zulassen.
Aber nein. Da kommen die Sportler daher, mit großem Trara und Getröt und lassen geschmeidig und cool
ihre *Luxuszelte mit Tisch, Stühlen, Besteck, Koch und allem anderen inkl. Schirme* von den einheimischen
(für einen Dollar) auf den Summit rauf und wieder schleppen.
Wow.... was für eine sportliche Leistung. Nett gekleidet und immer schön in die Camerea lächeln.
$500.000 für die Armen? Ich würde gerne mal die Liste der Spender und vor allem den Spendegeld *Empfänger* sehen.
The show must go on.
Squash, you make me sick.
G.G.:mad:

Klaus@skyfool
26.02.2013, 21:02
*Climb and Fly* my Ass.
Wenn ich schon in Massen ein s.g. Climb and Fly organisiere, stelle ich sicher, dass auch JEDER sein Gerödels SELBER
den Berg raufträgt und unter Umständen auch wieder runter; sollte das Wetter einen Start nicht zulassen.
Aber nein. Da kommen die Sportler daher, mit großem Trara und Getröt und lassen geschmeidig und cool
....
The show must go on.
Squash, you make me sick.
G.G.:mad:

Hey GG bin nur selten Deiner Meinung aber dieses mal: 100% ACK
Was fuer eine Scheiss Aktion!

Kranfahrer
26.02.2013, 21:05
Hier hätte sich eine Geld-Zurück-Garantie echt gelohnt!

Willi Wombat
26.02.2013, 21:46
In manchen Kulturen ist es als reicher Mensch quasi deine gesellschaftliche Pflicht Dienstleister für alles zu engagieren.
Wer seinen Gleitschirm selber trägt ist in den Augen eines professionellen Trägers nicht ein demütiger Heiliger, sondern ein geiziger Arsch.

Brahma
27.02.2013, 07:04
Alternativ könnte man aber auch das Geld spenden und sein Zeug trotzdem selber tragen.
Ich muss GG schon Recht geben. Das hat einen komischen Beigeschmack.


Bolss nchits druchiennaderbrignen

blackstromer
27.02.2013, 07:53
Man bedenke, dass z.B. im Himalaya Gebiet tausende Einheimische vom Sport- und Klettertourismus profitieren. Sherpas werden z. B. nach strengen Richtlinien ausgebildet.
Natürlich nicht zu vergleichen mit dem Act Kili, wo angeblich die Träger sehr schlecht ausgerüstet waren (Kälte usw).

Sepp Gruber
27.02.2013, 09:48
In manchen Kulturen ist es als reicher Mensch quasi deine gesellschaftliche Pflicht Dienstleister für alles zu engagieren.
Wer seinen Gleitschirm selber trägt ist in den Augen eines professionellen Trägers nicht ein demütiger Heiliger, sondern ein geiziger Arsch.
Genau diese Erfahrung hab ich in Südafrika gemacht. Folgende Situation: Auf den Lions Head geht's nur zu Fuß nach oben. Unten standen schon ein paar Jungs aus Cape Town, die sich anboten, unsere Turi-Schirme nach oben zu tragen. Ich hab mir gedacht, dass man das den Burschen nicht antun könne. Jeder von denen nimmt glatt 2 Schirme und ich (in deren Augen reicher Turi) dackel bequem hinterher.. Also wollte ich meinen Schirm einfach selbst hochtragen. Bis mir unser Guide dann klipp und erzählt hat, dass das eine völlig missverständliche Situation ist. Die Jungs heben sich von vielen ortsansässigen dadurch ab, dass sie sich auf diese Weise ein Geschäftsmodell erarbeitet haben, das ihnen ein relativ gutes Einkommen sichert. Nimmt man das als Tourist in einer falsch verstandenen Rücksicht nicht an, untergräbt man somit deren Existenzgrundlage und trägt auf diese Weise eher dazu bei, die jungen Burschen in das kriminelle Umfeld zurück zu schicken, aus dem sie sich aus eigenen Stücken befreit haben. Sorry, aber das wusste ich einfach nicht. Wird einem aber dann schlagartig klar.

Ich hab oben einen der Jungs gefragt, wie oft sie den Weg am Tag machen. Er erzählte stolz, dass sein Rekord bei 17 mal a 2 Schirmen liegt. Jeder Schirm bringt 50 Rand (ca. € 5.-). Allerdings müssen sie auch nehmen was kommt, da es sein kann, dass sie außer der Saison monatelang keine Einnahmen haben. Steff (unser Guide) erzählte dann noch, dass es genau diese vorausschauende Planung ist, die den meisten abginge. Viele würden nur ein paar Tage arbeiten, bis sie genug Geld für ihre dringendsten Bedürfnisse hätten. Und das würde den Umgang mit den farbigen Arbeitskräften so schwierig machen. Weil sie einfach am Tag 3 nicht mehr zu Arbeit kommen. Die Schirmträger seien nun an vorderster Front einer Generation, die sich mit einem geplanten Umgang mit Geld auseinander setzen könnten. Als europäischer Tourist muss man das erst einmal verinnerlichen, um was es dabei geht.

Grüße Sepp

Wolfgang S.
27.02.2013, 10:56
Nebenbei...daß der Küng auch in Afrika mit Weltkrieg-Fliegermütze und Seidenstrumpfanzug unterwegs ist :D

Anders würde man ihn doch gar nicht erkennen. Das ist wie bei Superman, ohne Leggins ist der einfach kein richtiger Held.