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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nach oben einschlagende Ohren bei Starkwindhandling bändigen - wie am besten?



enwe
02.03.2013, 15:32
Hi @ all,

ich habe bei diversen Schirmen der neuen Generation das Problem (auch bei älteren Modellen mit hoher Streckung [D-Klasse]), dass beim Groundhandling bei viel Wind, bzw. generell rückwärts aufziehen bei stärkerem Wind, die Ohren gerne zur Mitte hin nach oben einschlagen. Diese Eigenheit hängt mit der Aufhängung des äußeren Flügel/ Stabilo zusammen.

Meine übliche Aufziehtechnik sieht wie folgt aus: linke Hand nur innere A-Leinen, rechte Hand die beiden C-Gurte. Bremsen dabei schon in der Hand, wenn ich zu starten beabsichtige. Liegt die Kappe nicht tendenziell etwas pfeilförmig aus, kann es passieren, dass bei kurzem Aufmerksamkeitsdefizit die Ohren hoch kommen und zur Mitte hin einschlagen...endet gerne in einem kleinen Fiasko :eek: Nur durch Zug über die C-Gurte lässt sich das nicht verhindern. Ich kann das Einschlagen nur über die Bremsleinen unterbinden. Ich tu mich nun etwas schwer, zwischen dem ganzen C-Gurt und der jeweiligen Bremse zu switchen.

Versteht jemand meine Problematik und hat dafür eine adäquate Handling-Lösung parat?

shoulders
02.03.2013, 16:42
Und wenn Du alle A-Leinen in die eine Hand nimmst (alle C in der anderen ist ok)? Funktioniert für mich...

CU
SHoulders

enwe
02.03.2013, 16:59
Und wenn Du alle A-Leinen in die eine Hand nimmst (alle C in der anderen ist ok)? Funktioniert für mich...

CU
SHoulders

Das macht es eher noch mieser, da ich dann noch mehr Zug auf die Flügelaußenseiten bekomme. Ich denke das kann nur jemand beantworten, der genau die Eigenheiten kennt. Z.B beim neuen Mentor 3 oder Chili.

Baschi
02.03.2013, 17:13
Ich nehm beim Mantra immer die mittleren A und geh dort leicht auf Spannung, so dass die Eintrittskante etwas in den Wind schaut und ein leichter Druck innen aufgebaut wird. Unten gehalten wird er nur mit der C, nie mit der Bremse.

shoulders
02.03.2013, 17:32
Ich denke das kann nur jemand beantworten, der genau die Eigenheiten kennt. Z.B beim neuen Mentor 3...Meinst Du, dass der Mentor 2 - speziell von der Leinengeometrie bzw. deren Handling - grundlegend anders konstruiert ist?

CU
Shoulders

enwe
02.03.2013, 18:21
Ich nehm beim Mantra immer die mittleren A und geh dort leicht auf Spannung, so dass die Eintrittskante etwas in den Wind schaut und ein leichter Druck innen aufgebaut wird. Unten gehalten wird er nur mit der C, nie mit der Bremse.

So mache ich das auch und in den meisten Fällen klappt das auch. Aber bei stärkerem Wind tu ich mich schwer. Nicht generell... aber eben bei diesen Modellen. Liegt evtl. an der 2-Leinertechnik pro Spannweite.


Meinst Du, dass der Mentor 2 - speziell von der Leinengeometrie bzw. deren Handling - grundlegend anders konstruiert ist?

Weiß ich nicht genau, glaube aber ja.

Wolfgang S.
02.03.2013, 19:23
Versuch mal weniger mit den A-Leinen und mehr mit dem Hintern zu ziehen.
So hast du mehr Spannung in der Kappe. Musst evtl. Ein bisschen mehr in die Knie gehen bei stärkerem Wind beim Anfangsimpuls.

El Zorro
02.03.2013, 19:34
Schon mit einseitigem Aufziehen probiert? Ist bei starkem Wind eh nicht ganz verkehrt. So hat man nicht gleich den vollen Wind auf der ganzen Fläche.

Paulchen Panter
02.03.2013, 19:47
Bei mir geht's leichter, wenn ich den Schirm ohne Spannung liegen lasse. Wenn ich dann aufziehen will, muss es halt schnell gehen. Bevor die Flügelenden aufsteigen können, muss du die "Mitte steigen" lassen. Die Flügelenden können nur aufsteigen, wenn die Mitte noch nicht gefüllt ist. 1-2 Schritte auf den liegenden Schirm zu und Ruhe ist. 1-2 Schritte zurück, dann A-Leinen und ruckizucki. Den Schirm zu lange im Wind auf Zug liegen lassen ist mir zu stressig und macht müde. Du musst mehr machen, dann findest du es selber raus und kannst es blind.
Wenn er schon blöd liegt, dann kannst du ihn mit ein paar Wicklungen der Bremsen in Pfeilform ziehen. Dann günstigen Moment abwarten, Wicklungen schnell lösen und schnell aufziehen. Bei mittleren Wind kannst du ihn mit den Ohren voran kommen lassen, bei Starkwind nicht.

enwe
02.03.2013, 19:59
Merci für eure Antworten. Mein Resultat: ich muss die Situationen einfach etwas mehr üben. Ich hatte das Problem mit „älteren“ Modellen der B-Liga ehrlich gesagt nie. Klar, der P2 hat auch Tendenzen, dass die Ohren zuerst einschlagen, wenn die Mitte nicht sauber vorfüllt – der hat aber ne ganz andere Streckung. Aber bei B-Geräten war das nie ein Thema. Die Tüten konnte ich im Wind liegen lassen wie ich wollte und mir Zeit lassen.... :)

shoulders
02.03.2013, 20:05
Mentor 2 und Mentor 3 (nach dem war ja direkt gefragt) sind beides Hybrid-Dreileiner, d.h., sie haben nur drei Tragegurte. Die bei Vierleinern IMO für Starkwindhandling ideale C-Ebene geht bei ihnen also auch direkt zur Hinterkante.

Anfangs bin ich auch noch darauf reingefallen, habe mehr oder weniger automatisch die 3.Ebene von vorne abgezählt und das dann - ohne die Bremsleinen - in eine Hand genommen. Mit exakt dem gleichen Effekt: Aus dem Schirm wird ein Hufeisen und die Ohren klappen nach oben/vorne. Dasselbe passiert bei Starkwind übrigens auch mit Vierleinern, bei denen man mit der D-Ebene arbeitet und zu viel Druck mit der "A-Hand" aufnimmt. Die dämpfende Hand zu weit hinten plus zu wenig Gefühl/Gewicht vorne = umklappende Ohren.

Irgendwann bin ich darauf gekommen, dass bei diesen Schirmen die B-Ebene den Job erfüllt, den bei Vierleinern die C-Ebene leistet. Mit dieser und etwas gefühlvollerem Entgegengehen in der Aufziehphase verschwindet das Problem der umklappenden Ohren. Wieviele A-Leinen man dabei in die Hand nimmt, ist weniger wichtig - aber mit allen tut man sich beim Umgreifen leichter.

19908

Hier sieht man übrigens richtig viel Gewicht auf dem GZ ;) und das auch - Mayrhofen, Zillertal, abends, die berühmte Talwinddüse - bei richtig Wind :)


CU
Shoulders

enwe
02.03.2013, 20:11
Mentor 2 und Mentor 3 (nach dem war ja direkt gefragt) sind beides Hybrid-Dreileiner, d.h., sie haben nur drei Tragegurte. Die bei Vierleinern IMO für Starkwindhandling ideale C-Ebene geht bei ihnen also auch direkt zur Hinterkante.

Anfangs bin ich auch noch darauf reingefallen, habe mehr oder weniger automatisch die 3.Ebene von vorne abgezählt und das dann - ohne die Bremsleinen - in eine Hand genommen. Mit exakt dem gleichen Effekt: Aus dem Schirm wird ein Hufeisen und die Ohren klappen nach oben/vorne. Dasselbe passiert bei Starkwind übrigens auch mit Vierleinern, bei denen man mit der D-Ebene arbeitet und zu viel Druck mit der "A-Hand" aufnimmt. Die dämpfende Hand zu weit hinten plus zu wenig Gefühl/Gewicht vorne = umklappende Ohren.

Irgendwann bin ich darauf gekommen, dass bei diesen Schirmen die B-Ebene den Job erfüllt, den bei Vierleinern die C-Ebene leistet. Mit dieser und etwas gefühlvollerem Entgegengehen in der Aufziehphase verschwindet das Problem der umklappenden Ohren. Wieviele A-Leinen man dabei in die Hand nimmt, ist weniger wichtig - aber mit allen tut man sich beim Umgreifen leichter.

19908

Hier sieht man übrigens richtig viel Gewicht auf dem GZ ;) und das auch - Mayrhofen, Zillertal, abends, die berühmte Talwinddüse - bei richtig Wind :)


CU
Shoulders

Das mit der B-Ebene ist mal ein richtig guter Tipp – du hast voll verstanden was mein Problem ist – danke ;-) Werde das bei nä. Gelegenheit gleich mal ausprobieren + diverse andere Anregungen.

andsch
02.03.2013, 23:31
Ich habe vor einigen Wochen das erste mal einen ION2 bei mittleren bis starken Bedingungen gehandled (Palo Buque/Chile).

Der Schirm will bereits bei moderatem Wind von ganz alleine steigen.
Um ihn am Boden zu halten halte ich ihn an den C-Gurten massiv verkürzt und halte mit dem Körper dagegen um die Eintrittsskante offen zu halten.
Ich schätze mal das es bei den mentoren ähnlich ist, durch die höhere Streckung knicken sie wahrscheinlich eher ein und bilden eine Rosette.

Um den Schirm aufzuziehen muss man nicht mal eine Hand an die A-Gurte Legen. sobald Zug auf den Leinen ist steigt die Kappe von ganz alleine, auch ohne jegliche Führung.
Ein absoluter Selbststarter.

Seitliches aufziehen ist beim ION nicht gerade so wie ich es von meinen Schirmen her kenne. Beim Aufziehen einer seite stellt sich diese nicht Cobramäßig auf sondern sie steigt eher horizontal nach oben. Nur durch extrem weites herausgehen aus dem Windfenster ist ein Cobrastart möglich.

bigben
02.03.2013, 23:52
Ich nehm beim Mantra immer die mittleren A und geh dort leicht auf Spannung, so dass die Eintrittskante etwas in den Wind schaut und ein leichter Druck innen aufgebaut wird. Unten gehalten wird er nur mit der C, nie mit der Bremse.

Dieses Verfahren ist der Lösung für Nico sehr nahe - Noch ein kleiner Zusatz, so wie ich Nico verstanden habe geht es ihm um den Zustand VOR dem Aufziehen bei "gut" Wind. Probiere einmal folgendes. Schirm liegt - Bremsen in der gewünschten Hand aber ohne Zug, über den Körper etwas Zug auf die A-Leinen UND gleichzeitig beide C/D ca. 20 - 30 cm (je nach Bedarf und Schirm) Damit bleibt JEDER Schirm ruhig am Boden. Die Eintrittsöffnungen sind hierbei über die gesamte Schirmbreite 20 - 50cm über dem Boden - die Höhe läßt sich über den Zug auf die A´s einstellen. Es ist ein Gleichgewicht zwischen A (Spannung) und C/D Zug. mehr A = Steigen, mehr C/D = Sinken. Die Hinterkante bleibt hierbei sauber auf dem Boden.

Hoffe geholfen zu haben

Gruß bigben

19909

bigben
02.03.2013, 23:59
Um ihn am Boden zu halten halte ich ihn an den C-Gurten massiv verkürzt und halte mit dem Körper dagegen um die Eintrittsskante offen zu halten.
.......

Damit waren wir ja dann relativ Zeitgleich :-)



Ich schätze mal das es bei den mentoren ähnlich ist, durch die höhere Streckung knicken sie wahrscheinlich eher ein und bilden eine Rosette.

.......

Nein- tun sie nicht - jedenfalls mein Mentor 2 nicht - die Streckung ist ja nicht wirklich groß eher recht moderat

Gruß bigben