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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vom Föhndurchbruch erwischt



reinhard may
11.03.2013, 18:49
Hallo
Inspiriert durch diesen Faden http://www.gleitschirmdrachenforum.de/showthread.php/28986-Fliegen-um-jeden-Preis frage ich mich,wen hat´s denn schon mal erwischt? Einen Fall kenne ich, Föhndurchbruch in St.Vincent in Frankreich. Da war der Pilot mehr oder weniger gerade gelandet. Mich interessiert,wenn hat´s schon mal voll erwischt und vor allem,kann er/sie noch drüber berichten?


Gruß Mayer

tinctura
11.03.2013, 21:05
Frage ist nicht, wer kann noch(ganz schön makaber), sondern wer will darüber berichten!
Föhn ist keine kleine, ortsgebundene Wettererscheinung, sondern im Vorfeld sicher bekannt.
Wer dann startet, sollte um das Risiko wissen und braucht für diesen Leichtsinn sicherlich kein Forum!
Gruß Pit

dicker-moench
11.03.2013, 21:09
ich kenn einen den hat es so richtig erwischt. Ob er berichten mag, oder hier überhaupt gemeldet ist weis ich nicht. Er berichtet Rückwärtsflug ins Lee. Klapper, welcher weis er nicht. Sehr weites vorschießen. Rettung gleich gezogen und damit in ner Felswand gelandet an einem Überhang gelandet. Noch dort mit gebrochenem Arm 30 Meter ohne Sicherung hoch. Hubschrauber musste ihn dann doch daraus retten. War im BreWa.

X-Dream Dani
11.03.2013, 21:16
Hallo,

Es braucht ein wenig Mut hier unter diesem Thema zu schreiben, da es gleichzeitig auch ein Zugeben eines meist massiven Fehlers bedeutet und wenn ein Gleitschirmpilot etwas nicht kann, dann ist es Fehler zugeben!

Aus diesem Grund mach ich hier den Anfang! Ich war quasi frisch ab Brevet (Schweizer Lizenz) und wir sind im Tessin (Schweizer Alpensüdseite) vom Cimetta gestartet und waren anfänglich begeistert, dass wir innert kürzester Frist auf 3700m stiegen! Da oben kam uns Laub im Thermikbart entgegen und die auf das Bein getapte und irgend wo kurz nach Startüberhöhung verloren gegangene Kartenkopie tanzte ebenfalls mit uns rund 2000m über dem Startplatz umher! Nichts ahnend, blauäugig, grünschnablig wie wir waren gingen wir auf Strecke Richtung Norden, Belinzona soll die nächste Boje sein! Nach dem wir links schnell den Verzansca Stausee hinter uns gelassen haben und uns schon über die kleine Pioniertat freuten sind wir eiskalt erwischt worden. Die vor kurzem noch überschüssig wirkende Höhe verflog im Rekordtempo und ich sank parallel zur äußerst steilen Bergflanke und dies lag nicht an dem dazumal katastrophalen Gleitwinkel der Geräte. Nein, uns hat der Nordföhn (ja das gab es dazumal schon, obschon wir dessen nicht bewusst waren, wie gemein sowas!) voll frontal gepackt. Wir (wir sind zu dritt unterwegs gewesen) sind wie von einem riesigen Staubsauger rückwärts Richtung Lago Maggiore gesogen worden. Einer meiner Kumpane und ich konnten uns in die Mitte der Magadino Ebene (Talmitte) retten und sind dort massivst durchgeschüttelt worden. Mit nicht zu verachtender Geschwindigkeit sind wir trotz offenen Trimmern (Beschleunigungssysteme gab es dazumal noch nicht) rückwärts in irgendeinem Acker eingeschlagen. Der Dritte im Bunde hat es nach einem spektakulären Wing-Over-Mac-Twist-Tumbling in einer Stabilolandung-Spirale hinter dem Kirchturm auf das Pfarrhausdach runter geschmirgelt. Kaum gelandet (worden) kam der Funkspruch vom Dachlander, dass wir ihn dort runter holen sollen! Wir waren erst mal froh, dass er noch sprechen konnte. Im zweiten Funkspruch hat er uns beruhigt und gemeint er sei unversehrt aber die Frauen auf dem Dorfplatz schrien reihen weise Zetermordio und verwerfen die Hände über dem Kopf. Wir rannten los Richtung Dorf um ihn von der peinlichen Lage zu befreien doch kurz darauf ein hörbar erleichterter Funkspruch; „ihr müsst euch nicht beeilen, der Pfarrer hat mich durchs Dachfester rein gelassen“.

Was zum Glück mehr als glimpflich abgelaufen ist, hätte ebenso als riesige Tragödie enden können. Es war Ende der 80er-Jahre, wir hatten keine Ahnung von Meteorologie, es hat uns auch nicht interessiert. Wenn der Wind startbar war, dann war es auch fliegbar. Das war unsere Devise. So gingen wir ans Werk. Ich war zu diesem Zeitpunkt keine 20ig. Hatte eine Lebensenergie mit der ich Weltkriege hätte gewinnen können. Wir waren nicht haltbar, nicht lenkbar, nicht kontrollierbar – wir waren schlicht dumm!!!

Irgendwie haben wir nach diesem Erlebnis verstanden was Föhn bedeutet und sogar realisiert, dass dieser Effekt in beide Richtungen der Alpen funktioniert. Wir hatten ein Thema nur mit viel Glück lernen dürfen – es waren davor und danach noch unzählige Themen denen wir mit ähnlicher Naivität begegnet sind und irgendwie auch diese begonnen haben zu verstehen. Wir waren Pioniere!

Ein Teil dieser Schandtaten wären nicht Nötig gewesen. Die Deltonis wären mit ihrem Wissen weiter gewesen doch sie waren zu eitel und wir zu stolz. Das Wissen ist nicht geflossen, auf jeden Fall nicht zu mir!

Heute treffe ich junge, talentierte, lebensfrohe Piloten die nur auf den Weltkrieg warten den sie gewinnen könnten aber auch erfahrene und routinierte Spät-50er die sich und ihrer Umwelt beweisen wollen, dass sie den Weltkrieg gewonnen haben, die mit ähnlicher Naivität zu stolz sind um das fließende Wissen anzunehmen. Wer heute solche Fehler macht ist nicht nur dumm sondern auch verantwortungslos. Heute ist das Wissen vorhanden und dies in unseren eigenen Reihen. Wir müssen nicht mehr aus falschem Stolz die auch nicht mehr so eitlen Deltaflieger fragen. Heute ist (fast) jedes Wissen über unseren Sport einfach sicher und schmerzlos erlernbar.


Gruss

Dani

X-Dream Fly

Oberlender
11.03.2013, 21:31
Föhn ist keine kleine, ortsgebundene Wettererscheinung, sondern im Vorfeld sicher bekannt.
Gruß Pit

Das ist wohl so sicher wie die Wetterprognose... :rolleyes: Falls bereits in der Prognose von Föhn die Rede ist, liegt der Fall natürlich anders. Dem ist aber nicht immer so.

Wenn man vom Föhn überrascht wird, sind das wohl meist so grenzwertige Bedingungen, die sehr gute Flugbedingungen bringen können. Dann gibt es dann noch regional begrenzte Föhneffekte, wie den Guggiföhn am Lauberhorn. ---> http://www.lauberhorn.ch/de/ueberuns/Geschichte/Guggifhn

@Dani
Mir hat ein Pilot im Tessin gesagt, wenn jemand bei mehr als 2hPa Nordüberdruck fliegt, es meist Deutschschweizer sind. Die Locals fliegen dann nicht mehr. Das selbe im Wallis, wo vor einiger Zeit zur Vorsicht aufgerufen wurde. Dort wird auch häufig bei sehr grenzwertigen Bedingungen rumgeflogen. Schlussfolgerung?

querformat
11.03.2013, 21:46
Ich kannte einen :(

Pedro
12.03.2013, 00:15
Ja und da kenne ich sogar Flugschulen die behaupten dass man in gewissen Tälern auch bei Föhn fliegen kann weil der Föhn übers Tal hinweg geht, aber dass der Föhn auch eintauchen kann davon spricht niemand.
Da sieht man denn auch wie die Schüler und Andere gegen den Wind anstehen, rückwärts fliegen, den Landeplatz nicht mehr erreichen und im ganzen Tal verblasen werden, von massiven Klappern und anderem gar nicht zu reden.
Da könnte ich noch viel erzählen was ich da schon gesehen und erlebt habe, aber jeder muss selber wissen was er macht.

*Bei Föhn fliegt man nicht*

Myfly
12.03.2013, 07:16
ist ein wenig OT.......

...... ich hatte mal einen Prof, dessen Spruch lautete immer "Erfahrung ist die Summe aller Misserfolge"........

insofern, verstehe ich nun, was du damit gemeint hast, Dani, als du mir an einem Startplatz zuflüstertest, dass du ein
sehr, sehr, sehr erfahrener Flieger bist....... ;):rolleyes:

Manuel
12.03.2013, 07:43
ist ein wenig OT.......
...... ich hatte mal einen Prof, dessen Spruch lautete immer "Erfahrung ist die Summe aller Misserfolge"........


Oder:
"Ein Meister in seinem Fach ist der, der schon jeden Fehler gemacht hat."

Ralf B.
12.03.2013, 09:44
Neulich (naja Anfang 90iger) an einem schönen Startplatz in Südtirol…
Das Osterwetter war perfekt – es war sonnig!!
Am Startplatz sahen wir aus Norden einige Schneeschauer kommen, also rein in die Hütte
Und erst mal 1 Litro Vino Rosso (war zu der Zeit billiger als Cola bei uns),
1Std später, als die Kaltfront durch war, war es ein paar Grad kälter aber wieder sonnig und der Wind kam von vorn (SW-W)!!
Also nichts wie raus…
Kaum in der Luft und aus dem sehr schmalen thermischen Aufwindband raus hat uns der N-Wind gepackt und gebeutelt, nach kurzer Zeit hab ich mein Vario ausgeschaltet, da ich den brachialen Sinkton von 10m/s mit komplett offenem Schirm nicht mehr hören konnte 
Ich bin dann auf einer kleiner steinigen Wiese 10x20m gelandet oder besser eingeschlagen, einer meiner Kollegen noch etwas weiter hinten im Tal im trockenen Bachbett.
Auch in den Jahren darauf hatten wir noch so ein paar Erlebnisse mit Nordföhn, den von uns damals noch keiner kannte. Im Wetterbericht wurde zu dieser Zeit auch max. der normale Südföhn für die Nordseite angekündigt – Internet gabs nicht, …
Fazit: wir mussten und haben nach dem klassischen try&error Prinzip gelernt.

@Manuel, Myfly:
„Lerne aus der Erfahrung anderer – Du lebst nicht lang genug, um alle Fehler selbst zu machen...“

conny-reith
12.03.2013, 10:03
Hallo Dani,

Hut ab eine sehr mutige und lehrreiche Schilderung.

Danke und Gruß

Conny

DonQuijote
12.03.2013, 10:33
Mir hat ein Pilot im Tessin gesagt, wenn jemand bei mehr als 2hPa Nordüberdruck fliegt, es meist Deutschschweizer sind. Die Locals fliegen dann nicht mehr. Das selbe im Wallis, wo vor einiger Zeit zur Vorsicht aufgerufen wurde.
2 hPA? Echt?

X-Dream Dani
12.03.2013, 10:39
i...... ich hatte mal einen Prof, dessen Spruch lautete immer "Erfahrung ist die Summe aller Misserfolge"........ Wenn ich so ein Professor gehabt hätte, dann würde ich hier vermutlich auch anonym schreiben.
Ist natürlich völliger Blödsinn, denn im Umkehrschluss würde dies ja bedeuten, dass derjenige der nur Erfolge verbucht keine Erfahrung aufbauen kann – naja, die Professoren waren auch nicht mehr was sie mal waren und dementsprechend ist es nicht verwunderlich dass die Studenten nicht wirklich cleverer raus kommen.

….darum gefällt mir dieser Spruch am besten:
„Lerne aus der Erfahrung anderer – Du lebst nicht lang genug, um alle Fehler selbst zu machen...“

Ich denke, der entscheidende Punkt ist, dass bereits gemachte Fehler und gewonnene Erfahrungen geteilt und weiter gegeben werden. Dieses Privileg hatten wir zu den Anfangszeiten nicht. Das Wissen war zum Teil einfach nicht vorhanden. Dank den Leuten die während diesen Anfängen zum Teil Kopf und Kragen riskiert haben, sind wir heute an dem Punkt wo man sagen kann, dass dieser Sport in einem erstaunlich sicheren Rahmen erlernt und betrieben werden kann. Einige dieser Pioniere hatten nicht so viel Glück (oder auch Können) wie ich es vielleicht hatte. Ich habe in den nun 27 Jahren zwei Unfälle gehabt, bei denen ich medizinische Hilfe in Anspruch genommen habe. Ich kann jedoch sagen, dass beide Unfälle nicht durch mein direktes Verschulden zustande gekommen sind (ein Materialversagen (Leinenriss) und einmal als Passagier beim Tandemfliegen). Aus dieser Sicht erachte ich meine Bilanz durchwegs als vorbildlich. „Muhsin“ wie sieht deine Bilanz aus?


Gruss

Dani

X-Dream Fly

Oberlender
12.03.2013, 11:35
2 hPA? Echt?

Es gibt Regionen in der Schweiz, wo man höllisch aufpassen muss. Zum Beispiel das Tessin oder das Urner Reusstal.
Dort wird empfohlen bei der kleinsten Föhntendenzen, sprich Unterdruck nicht mehr zu fliegen.
http://www.pdc-uri.ch/Fluginfos%20Uri/Fluggebiet%20Ruogig.pdf


Bezüglich dem Wallis habe ich vielleicht etwas übertrieben, aber das Thema wurde auch mal im Swiss Glider thematisiert, weil eben immer häufiger und immer bei kritischeren Bedingungen geflogen wird.

Hier das Infoblatt vom Wallis:
http://fly-aletsch.net/joomla/Adressenliste/RZ_Flugmekka_2012_Web.pdf

espero
12.03.2013, 11:55
Danke Dani für Deinen offenen Bericht. Er hilft mir dabei die Augen noch offener, auch bzgl. des Wetters, zu halten.

Grüßle
Uli, der mit den Harfen spielt :cool:

Na Servus
12.03.2013, 12:16
Wenn hat es erwischt?

Mich auf einer meiner ersten Flüge mit Brevet. :o

piti
12.03.2013, 13:29
ich muss ja meinen föhnflug nicht mehr beschreiben, da dani diesen in post 4 ja schon ausführlich beschrieben hat. aber anfügen möchte ich noch, das ich ja erst seit 2 wochen meinen schein hatte und der dani war ja auch mein fluglehrer. wenn der sagte, das heute ein super tag zum fliegen ist, dann haben wir ihm natürlich geglaubt.:D glück gehabt!!

ihl piti

conny-reith
12.03.2013, 13:33
Bist Du also durch´s Dachfenster eingestiegen. :D

piti
12.03.2013, 13:36
Bist Du also durch´s Dachfenster eingestiegen. :D

jo:D

ihl piti

XC
12.03.2013, 14:31
jo:D

ihl piti

Piti...da hört man ja Sachen;) Hatte übrigens 1987 auch mein erster und einziger Föhnflug, Wo? Natürlich auch im Tessin. Wie schon von Dani beschrieben, war damals noch Pionierzeit. Da nahm man noch eine Karte und hat die Gleitzahl gemessen, ob es über den Rücken-, oder die Hochspannungsleitung reicht.

Ich bin damals vom Tamaro-Gipfel gestartet bei einem schönen Aufwind. Von Nordwind im Tessin hatte ich zwar schon Mal was gehört, habe das aber dazumal nicht so ernst genommen, weil man uns ja hauptsächlich über den Föhn in der Deutschweiz aufgeklärt hat.

Der Flug war ein absoluter Horror und Gott sei Dank war ich damals noch mit einer Sinktüte unterwegs. Trotzdem hat's mich rauf unter runter gehauen und bin dann schlussendlich irgendwo mitten in der Pampa des Tamaro gelandet. Ich war froh, dass ich heil am Boden war, da hat mich der zusätzliche Fussmarsch in die Zivilisation nicht gestört:)

Greetz
Fritz

Rainer B.
12.03.2013, 14:56
...Ich denke, der entscheidende Punkt ist, dass bereits gemachte Fehler und gewonnene Erfahrungen geteilt und weiter gegeben werden. Dieses Privileg hatten wir zu den Anfangszeiten nicht. Das Wissen war zum Teil einfach nicht vorhanden...

Das sehe ich nicht so. 1986, als ich mit dem Fliegen angefangen habe, wurde der Föhn im Fach Meteorologie bereits ausführlich thematisiert. Wer damals mal ein wenig über den Tellerrand geschaut hat, konnte z.B. eine Menge von den Segelfliegern lernen. Einer meiner ersten Meteorologiebücher (von meiner Flugschule empfohlen) war ein Lehrbuch für Segelflieger.

Gruß
Rainer

piti
12.03.2013, 15:44
Das sehe ich nicht so. 1986, als ich mit dem Fliegen angefangen habe, wurde der Föhn im Fach Meteorologie bereits ausführlich thematisiert. Wer damals mal ein wenig über den Tellerrand geschaut hat, konnte z.B. eine Menge von den Segelfliegern lernen. Einer meiner ersten Meteorologiebücher (von meiner Flugschule empfohlen) war ein Lehrbuch für Segelflieger.
Rainer

kann sein, aber uns haben die segelflieger erzählt, das man bei süd föhn auf den wellen reiten kann und das der wind sehr laminar sei:) wir glaubten dies, da ja unser hauptfluggebiet der cassons in flims war und da ist fliegen auch noch bis zu einer "gewissen" föhnlage möglich. soaren war wie fliegen am Meer, so laminar wars da oben nur beim landen in flims hatts dann manchmal schön gebockt.

ihl piti

Markus R
12.03.2013, 16:12
Ok :)

Bin in Liechtenstein bei fast keinem Wind gestartet und 200-300 Meter tiefer mit meinem gebraucht erstandenen Edel SuperSpace 22 (eine Nummer zu klein für mich, wie ich 2 Jahre später bemerkt habe) mit hoher Geschwindigkeit von Vaduz nach Schaan hinunter geflogen worden. Je tiefer je schneller... Vor einem Maisfeld gegen den Wind rückwärts fliegend gelandet und dann zuerst durch einen Zaun (einige Holzpfähle gaben nach), dann durchs Maisfeld gezogen worden. Zusammen gepackt und einige Monate später das Brevet gemacht.

Lerneffekt: Es gibt Gebiete da weht bei Föhndurchbruch am Gipfel noch kein Wind und im Tal ist bereits Sturm... Eine Pilotenausbildung ist kein Schaden.

Himmelberührer
12.03.2013, 17:17
Lerneffekt: Es gibt Gebiete da weht bei Föhndurchbruch am Gipfel noch kein Wind und im Tal ist bereits Sturm... Eine Pilotenausbildung ist kein Schaden.

So etwas nennt man glaube ich "Seichter Föhn". Der Ausdruck hört sich harmloser an, als es ist. Eine gute Flugschule ist ihr Geld Wert.

zuppi
12.03.2013, 17:45
Piti...da hört man ja Sachen;) Hatte übrigens 1987 auch mein erster und einziger Föhnflug, Wo? Natürlich auch im Tessin. :D
Bei mir ein paar Jahe später (91/92?) auf der Cimetta bei 'Westwind' (zumindest glaubten wir das vor dem Start). Allerdings hatte ich das 'Glück' das ich meinen Schirm nochmals auslegen musste und der vor mir gestartete Kollege einen riesigen Vollkreis (vertikalen Vollkreis!!) flog um dann am Startplatz vorbei den Hang nach unten in die Bäume verfrachtet wurde. Ich outete mich dann als Weichei und packte zusammen...

Oberlender
12.03.2013, 17:48
Lesestoff für Schlechtwettertage:

http://www.shv-fsvl.ch/sg_archiv/wetter/de/wetter.htm

X-Dream Dani
12.03.2013, 18:06
Das sehe ich nicht so. 1986, als ich mit dem Fliegen angefangen habe, wurde der Föhn im Fach Meteorologie bereits ausführlich thematisiert. Natürlich war die Problematik Föhn bekannt und auch wir haben dies im Theorieunterricht thematisiert.
Ich habe mit dem „nicht vorhandenen Wissen“ auch allgemeine Themen gemeint die eben systembedingt niemand gewusst haben kann, wie Klapper, Leinenrisse, allgemein Fussstart mit einem weichen Flügel undundund……

Darüber hinaus war ich 16 Jahre alt als ich mit Fliegen begann! Denkst du die Theorie oder der Tellerrand interessiert einen 16 Jährigen, pubertierenden Möchtegern-Revoluzer? Fliegen wollten wir und nichts und niemand konnte uns davon abhalten. Der Ausdruck „nur die starken und guten überleben“ wurde zum Teil bittere Realität. Ich will die Zeit nicht schlecht machen, im Gegenteil! Wer diese Zeit erlebt und überlebt hat kennt den vollen Horizont unseres Sportes. Das wir unverbesserlich waren soll nicht durch die Tatsache des fehlenden Wissens und der ganz anderen Zeit legitimiert werden. Das Gleiche heute zu machen schlicht unnötig, denn heute haben wir den grössten Teil der Geheimnisse die unseren Sport betreiben gelüftet – bestimmt nicht durch Föhnflüge, aber durch viele andere Taten die man sich heute fast nicht mehr vorstellen kann……


Gruss

Dani

X-Dream Fly

Na Servus
12.03.2013, 18:56
Und dann darf man nicht vergessen das wir dazumal noch nicht in einer Hitechwelt zu hause waren und noch niemand die aktuellen Wetterdaten auf dem Handy ablesen konnte.
Ein Anruf und der aktuelle Luftdruck von Milano und Zürich abgefragen und das musste in der Regel reichen. :o

X-Dream Dani
12.03.2013, 19:02
???

Gruß,

SommerfliegerJa, irgend etwas nicht klar?

Myfly
12.03.2013, 19:10
Wenn ich so ein Professor gehabt hätte, dann würde ich hier vermutlich auch anonym schreiben.
Ist natürlich völliger Blödsinn, denn im Umkehrschluss würde dies ja bedeuten, dass derjenige der nur Erfolge verbucht keine Erfahrung aufbauen kann – naja, die Professoren waren auch nicht mehr was sie mal waren und dementsprechend ist es nicht verwunderlich dass die Studenten nicht wirklich cleverer raus kommen.

….darum gefällt mir dieser Spruch am besten:

Ich denke, der entscheidende Punkt ist, dass bereits gemachte Fehler und gewonnene Erfahrungen geteilt und weiter gegeben werden. Dieses Privileg hatten wir zu den Anfangszeiten nicht. Das Wissen war zum Teil einfach nicht vorhanden. Dank den Leuten die während diesen Anfängen zum Teil Kopf und Kragen riskiert haben, sind wir heute an dem Punkt wo man sagen kann, dass dieser Sport in einem erstaunlich sicheren Rahmen erlernt und betrieben werden kann. Einige dieser Pioniere hatten nicht so viel Glück (oder auch Können) wie ich es vielleicht hatte. Ich habe in den nun 27 Jahren zwei Unfälle gehabt, bei denen ich medizinische Hilfe in Anspruch genommen habe. Ich kann jedoch sagen, dass beide Unfälle nicht durch mein direktes Verschulden zustande gekommen sind (ein Materialversagen (Leinenriss) und einmal als Passagier beim Tandemfliegen). Aus dieser Sicht erachte ich meine Bilanz durchwegs als vorbildlich. „Muhsin“ wie sieht deine Bilanz aus?


Gruss

Dani

X-Dream Fly


.....ach, Dani.....:rolleyes:

...... war ja nicht anders zu erwarten.:(

1. ich schreibe hier nicht mehr oder weniger anonym als du.......
2. ich fliege bis heute unfallfrei...:p , das sollte deiner Neugier genügen, Dani, weil der Papst, der wird nämlich im Vatikan gewählt und nicht hier.....:D

Wünsche allen weiterhin schöne und unfallfrei Flüge !

Muhsin

joeflight
12.03.2013, 19:24
Hallo,
ich bereite mich sehr gründlich vor allen meinen Flügen bzgl. Wetteranalyse vor. Trotzdem hat es mich einmal bzgl. Föhn im Frühjahr erwischt.
Es waren zwischen Bozen und Innsbruck max. -3HPa vorhergesagt und somit war noch alles im grünen Bereich aus meiner Sicht.
Wir waren uns der Nordlage bewusst und sind deswegen alle von der nordwindgeschützten Grente gestartet und nicht vom Speikboden und sind die übliche Route Richtung Staller Sattel ins Defreggenal und wieder zurück ins Antholzer Tal geflogen. Es lief genial ohne auch nur ansatzweise wegen der Nordlage Leethermiken ertragen zu müssen. Über den Bergen standen in diesen Tälern die Cumili genau wo man sie auch erwartete.

Dann aber beim großen Tal-Sprung auf der Höhe Bruneck Richtung Plattnerspitz passierte es (siehe Skizze). Ich kam in heftige Leeturbulenzen wegen starkem Nordwind der über die flacheren Gipfel schwappte (normalerweise geht der Talwind hier Richtung Norden) und in Richtung Talmitte ging es dann mit starkem Sinken nur noch nach unten. Ich landete ca.10km/h rückwärts fliegend ohne Blessuren ein. Ein anderer Pilot der gerade einmal 200m über mir flog, kam übrigens ohne Probleme auf die andere Seite rüber. Es handelte sich somit um einen seichten Föhn der sich vom Ahntal in Richtung Süden ergoss der nur bis zu einer gewissen Höhe reichte und durch die Täler abfloss. Die anderen brachen dann alle ihre Streckenflüge ab, da die Föhnlage doch zu offensichtlich wurde und sich in Richtung Brenner noch verschlimmerte.

Im Nachhinein habe ich mich geärgert so kalt erwischt worden zu sein, denn die sichtbaren Merkmale waren eindeutig. Am Alpenhauptkamm im Ahrntal sah man ganz klar die Föhnmauer stehen und die Gipfel um den Talsprung bei Bruneck herum waren vollkommen wolkenfrei, da der Föhn-Nordwind die niedrigeren Gipfel mit der sehr trockenen Luft überspülte.
Den zweiten Fehler machte ich dann noch, dass ich mich nicht in Richtung Bruneck heraustreiben ließ und somit genau in der engsten Taldüse eingelandet bin.

Fazit:
Ich werde, wegen auch schon positiv gemachten Erfahrungen, bei -3HPa meine Streckenflüge weiter einplanen, werde dann aber meine Augen deutlich besser aufhalten und bei solchen deutlich sichtbaren Anzeichen keine Flüge mehr starten oder den Flug schon früher im noch sicheren Bereich abbrechen.

Gruß Jörg

weindi
12.03.2013, 21:07
@ joeflight:

toller Erlebnisbericht/ Erklaerung aus dem wirklich einen Erkenntnisgewinn beinhaltet. Was man nicht von allen (prahlenden) Beitraegen im Thread behaupten kann.

LG

Dietmar

X-Dream Dani
12.03.2013, 21:33
...... war ja nicht anders zu erwarten.:( du glaubst es nicht aber genau das selbe habe ich nach deinem Post auch gedacht!


1. ich schreibe hier nicht mehr oder weniger anonym als du....... na dann ist ja alles geklärt: Wer bist du? Wie heisst du und an welchem Startplatz soll ich das gesagt haben?




Ja, nee, Ja was jetzt? Ja oder nein?


Dani ist alles klar. gut, das ist doch mal eine Aussage!


Zuerst schreibst Du ihr hattet keine Ahnung + kein Interesse und
dann ein paar Posts weiter schreibst Du das Gegenteil? Wieso hast vorhin geschrieben, dass alles klar sei und danach musst du doch noch eine Frage stellen?


Ich glaube Du kannst Dir selbst nicht
folgen, oder? Ähm, wie war das noch mal? „Ja, nee“ und dann doch „alles klar“ und danach doch Fragen stellen und am Ende mir unterstellen, dass ich mir selber nicht folgen kann? Denkst du nicht, dass nicht ich derjenige bin der hier konfuses Zeugs schreibt?

Willst du dein Statement nochmals überdenken oder willst du wirklich dass ich dir meine Postings im Detail hier erklären?


Gruss

Dani

X-Dream Fly

X-Dream Dani
12.03.2013, 21:54
Es waren zwischen Bozen und Innsbruck max. -3HPa vorhergesagt und somit war noch alles im grünen Bereich aus meiner Sicht.
....

Im Nachhinein habe ich mich geärgert so kalt erwischt worden zu sein, denn die sichtbaren Merkmale waren eindeutig. Am Alpenhauptkamm im Ahrntal sah man ganz klar die Föhnmauer stehen und die Gipfel um den Talsprung bei Bruneck herum waren vollkommen wolkenfrei, da der Föhn-Nordwind die niedrigeren Gipfel mit der sehr trockenen Luft überspülte.
Den zweiten Fehler machte ich dann noch, dass ich mich nicht in Richtung Bruneck heraustreiben ließ und somit genau in der engsten Taldüse eingelandet bin.Das ist genau das was ich nicht verstehe und auch mit meinem Posting sagen wollte. Ich gebe es zu, ich war vor 27 Jahren einfach für den theoretischen Teil dieses Sportes nicht parat. Ich war zu jung und zu naiv! Du beschreibst ganz klar, dass die Zeichen auf Rot standen und du es gesehen und gewusst hast. Trotzdem seid ihr geflogen. Weshalb tut man das? Ich habe das nach diesem Vorfall im Tessin nicht mehr gemacht.
Ich glaube diese Aussage, dass man bis zu einem gewissen Druckunterschied noch fliegen kann ist der grösste Schwachsinn der in unserem Sport verbreitet wird! Druckunterschiede haben nur indirekt mit der Stärke des zu erwartenden Föhn zu tun und ja für alle Besserwisser und Möchtegern-Scharfsinnigen – Ja, ich fliege auch bei Föhn und das regelmässig denn es gibt ein Fluggebiet, dass unabhängig vom Druckunterschied fliegbar ist und das weiss ich weil ich seit 27 Jahren dort fliege und noch nie ein Föhn erlebt habe bei dem dort nicht geflogen hätte werden können.


Fazit:
Ich werde, wegen auch schon positiv gemachten Erfahrungen, bei -3HPa meine Streckenflüge weiter einplanen, werde dann aber meine Augen deutlich besser aufhalten und bei solchen deutlich sichtbaren Anzeichen keine Flüge mehr starten oder den Flug schon früher im noch sicheren Bereich abbrechen.

Gruß JörgDas ist doch der pure Wahnsinn! Ich fliege bei Verhältnissen bei denen ich im Vorfeld weiss, dass sie gefährlich sind. Ich sehe die Gefahr klar durch optisch unmissverständliche Zeichen. Es erwischt mich mit voller Wucht! Ich ärgere mich ab meiner eigenen Unfähigkeit. Ich beschliesse mich es wider zu tun!

Das ist genau, dass was ich meine, dass es unnötig ist. Vielleicht habe ich auch einfach schon zu viel gesehen.....



Gruss

Dani

X-Dream Fly

gio_i
12.03.2013, 22:13
Uns hat es am Wochenende im März 2007 in Laveno erwischt:
Laut Wetterbericht sollte der Wind im Laufe des nächsten Tages auf Nord drehen und es war am Monte Nudo normaler Wochenendflugbetrieb. Ich war in der Luft und hatte vom Durchbruch zunächst nichts bemerkt und flog noch über den Sasso del Ferro Richtung Westen zum Laggo Maggiore, um dann in einer Schleife zurück zum Landeplatz zu fliegen. Zwar war es nicht turbulent, aber es ging nicht mehr zurück. Stattdessen ging es trotz voll durchgetretenden Beschleuniger wie ein Hubschrauber senkrecht runter: Hinter mir der Laggo Maggiore, unter mir die Bahngleise mit Stromleitung, links von mir die Felswand des Sasso del Ferro, rechts gab es nur die Häuser von Laveno. Schaffte es glücklicherweise auf einem kleinen Friedhof not-zulanden - Glück gehabt!
Weniger Glück hatte ein Pilot am Monte Nudo zur gleichen Zeit. Ich wiederhole, was mir die anderen erzählt haben:
Er startete souverän bei leichtem Wind von vorne nach Süden raus. Ein paar Sekunden später brach der Föhn durch und er wurde aus ca. 10m Höhe zurück auf den Starthang geschleudert, dann nochmals ein paar Meter in die Luft geschleudert bevor er endgültig zu liegen kam. Er war schwer verletzt mit komplizierten Brüchen in den Beinen. Eine Hubschrauberbergung gestaltete sich als nicht machbar, weil die Turbulenzen zu heftig waren! Stunden später wurde er mit dem Auto abtransportiert (Er muß höllische Schmerzen gehabt haben).

2 Jahre später war ich bei Como am Monte Cornizzolo fliegen. Der Wind drehte am Nachmittag auf West. Absolut startbar, aber alle italienischen Piloten starteten nicht mehr aus Angst vor einem Föhndurchbruch. Ich auch nicht....

Gruß Guido

X-Dream Dani
12.03.2013, 22:24
Guido,

Danke, das nenn ich einen Inhaltlich sinnvollen und lehrreichen Bericht. Über die Sinnhaftigkeit bei Föhn zu fliegen muss aus meiner Sicht schlicht nicht diskutiert werden, denn eine solche Diskussion hätte keinerlei lehrreichen Inhalt. Dein Bericht zeigt mir, dass du gelernt hast, wenn auch aus deinen eigenen Fehlern, aber du hast gelernt!


Dani

X-Dream Fly

joeflight
12.03.2013, 22:49
Hallo Dani,
dass es z.B. auch durch reine Temperaturunterschiede Föhnlagen entstehen können, ist mir durchaus bewusst und ich nehme an, dass dies auch in diesem Fall die Ursache war und weniger der vorhergesagte Druckunterschied selbst. Solche Lagen sind sehr schwer durch Vorhersagen zu erkennen! Des weiteren waren die sichtbaren Zeichen gut versteckt, da man erst kurz vor der Tal-Querung die Föhnmauer über dem Ahrntal sehen konnte. Im Defreggen- und Antholzertal waren keine Anzeichen zu sehen.

Bei mir liegt die Grenze um auf Strecke zu gehen bei einigen Gebieten bei -x HPa, bei anderen Gebieten auch bei -y HPa, neben natürlich vielen anderen wichtigen Wetterdaten. Das sind meine ganz privaten Grenzen die ich für mich persönlich für vernünftig halte und ich werde einen Teufel tun anderen vorzuschreiben was noch richtig und was bereits falsch ist, denn jeder Pilot ist für sich selbst verantwortlich.
Außerdem, (wie ich ebenfalls bereits schrieb) sollte man trotzdem seine Augen aufmachen, denn auch die beste Vorhersage kann einmal daneben liegen.
Gute Nacht und Gruß Jörg

X-Dream Dani
12.03.2013, 23:06
Jörg,

deine Aussage relativiert dein erstes Statement aus meiner Sicht. Ich ging davon aus, dass ihr von Anfang an gesehen und gewusst habt, dass eine Gefahr in der Luft liegt und seid dnanach trotzdem gestartet.

Ich glaube nicht, dass man Leuten etwas vorschreiben muss oder sollte. Jemanden auf eine Gefahr hinweisen erachte ich jedoch als sinnvoll.

Die wichtigste Aussge jedoch teile ich mit dir und das ist leider trotz allem Wissen oft eine schmerzliche Erfahrung:

"...denn auch die beste Vorhersage kann einmal daneben liegen."

Gruss

Dani

X-Dream Fly

Pedro
12.03.2013, 23:20
ich muss ja meinen föhnflug nicht mehr beschreiben, da dani diesen in post 4 ja schon ausführlich beschrieben hat. aber anfügen möchte ich noch, das ich ja erst seit 2 wochen meinen schein hatte und der dani war ja auch mein fluglehrer. wenn der sagte, das heute ein super tag zum fliegen ist, dann haben wir ihm natürlich geglaubt.:D glück gehabt!!

ihl piti


auweia piti .....

Da weiss ich wo du die Schulung gemacht hast, da darf ich dir noch nachträglich kondolieren. :cool:

gio_i
13.03.2013, 00:16
Dein Bericht zeigt mir, dass du gelernt hast, wenn auch aus deinen eigenen Fehlern, aber du hast gelernt!

Tja, was für Fehler habe ich/wir, die an diesem Tag geflogen sind, gemacht? Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht so genau:
- Wetterbericht sagte erst für den morgigen Tag eine nordföhnige Wetterlage voraus.
Sollte man dann schon nicht mehr fliegen gehen? Schwer zu sagen. Vielleicht in nordföhn gefährdeten Gebieten wie im Tessin und in Laveno. Dieses Erlebnis hat gezeigt, daß Föhndurchbrüche schwer vorhersagbar sind und die Wetterprognose mal um einen Tag daneben liegen kann!

- Auch erfahrene Locals sind an dem Tag geflogen und ich/wir haben an diesem Tag keine Anzeichen für Föhn gesehen. Ist bei nem Nordföhn auch nicht leicht...

- Der Föhn brach innerhalb von Sekunden durch. D.h. man hatte gar keine Zeit zum Reagieren mehr gehabt.

Natürlich reagiere ich nun viel sensibler auf vorhergesagte Föhnlagen, aber ehrlich gesagt kann ich nicht sicher sagen, ob das vermeidbar war, oder wir an diesem Tag einfach dem Restrisiko zum Opfer gefallen sind.
Meines Wissens hat an diesem Tag kein Pilot mit dieser Situation gerechnet oder hat sie vorhergesehen.

Gruß Guido

Myfly
13.03.2013, 07:43
du glaubst es nicht aber genau das selbe habe ich nach deinem Post auch gedacht!

na dann ist ja alles geklärt: Wer bist du? Wie heisst du und an welchem Startplatz soll ich das gesagt haben?





Gruss

Dani

X-Dream Fly

:rolleyes: na, ich bin´s doch, der Muhsin......ja, so heiß ich wirklich!:D

.....falls du dich nicht dran erinnern solltest, es war während deines Gastspiels auf LaPalma.....:eek:

mit dem "Spruch" hast du dich mir letztes Jahr an der "Kante" vorgestellt,
ohne, dass ich es überhaupt wissen wollte......

Mittlerweile hat sich dein Spruch zu einem running gag auf der Insel entwickelt, aber da kann ich nichts für.... isch schwör!:D

Dieses Jahr hatten wir wieder die gewohnt entspannte Atmosphäre :)

.....ansonsten schließe ich mich dem letzen Post vom Sommerflieger an....


Muhsin

X-Dream Dani
13.03.2013, 09:28
1. ich schreibe hier nicht mehr oder weniger anonym als du.......
na dann ist ja alles geklärt: Wer bist du? Wie heisst du und an welchem Startplatz soll ich das gesagt haben?
:rolleyes: na, ich bin´s doch, der Muhsin......ja, so heiß ich wirklich!:D Naja, die Beantwortung meiner Frage beweist wie seriös deine hier gemachten Aussagen zu nehmen sind. Danke! Ich dachte tatsächlich ich sei unter Drogen gesetzt worden und hätte im Vollrausch so etwas von mir gegeben. Jetzt bin ich froh, dass es nicht so ist und sich hier nur jemand wichtigmachen will!

Gruss

Dani

X-Dream Fly

ulrike
13.03.2013, 10:50
Bisschen weg vom Bashing, bisschen zurück zum Thema.

Beim Stöbern habe ich eine Geschichte gefunden, die ich vor Jahren mal aufgeschrieben (und Anfang der Neunziger selbst erlebt) habe. Dieser Absatz ist ein Teil daraus (wer Zeit hat und alles lesen möchte: ich stell es mal im Ganzen unter 'Märchenstunde' ein. Vielleicht gibt's ja auch von anderen noch ein wenig Lesestoff gegen dieses Mistwetter)


Obwohl: Erwischt wurden wir damals nicht vom Föhn, denn der war ja schon da...


"...So kam ich zum ersten Mal an den Col Rodella. Die Bahn war schon zu; E. fuhr uns mit dem Bus über den Pass und das Refugio so weit hoch, wie er konnte. Schranke gab's damals keine oder er fuhr drum rum. Unten waren wir nur kurz am Landeplatz in Canazei vorbeigefahren zum Schauen, den Landeplatz an der Bahn in Campitello zeigte er uns gar nicht (den kannte er nämlich nicht).

Ein Oktoberwetter in den Dolomiten, das einem den Atem raubte: Stahlblauer Himmel, keine Wolke, die Wälder bunt leuchtend, Sella, Langkofel und Marmolada schneebedeckt, ein Traum. Kein Mensch weit und breit, kein Schirm, nichts. Kein Wunder. Nur ein eisig pfeifender Nordwind. Das sagte uns damals freilich noch nicht viel. Wir stiegen zum Startplatz ab, meine ersten Begegnungen mit dem so unglaublich rutschigen Dolomiten-Gras. Unten am Start natürlich: brutale Thermik-Böen von vorne aus dem Kessel, und oben drüber der Nordföhn von hinten. E. störte das überhaupt nicht, auch nicht, dass kein Local zu sehen war. Flieger gab's damals halt überhaupt noch nicht so viele. „Will keiner raus?“, fragte er, „ich helf' euch und halte euch beim Starten“. Mir waren die dreißiger Böen natürlich viel zu viel. Und überhaupt: Oben der Wind von hinten, so stark? Auch die anderen hatten Respekt und waren unsicher. Nur Fritz packte aus. Wir hielten den Schirm, E. hielt den 60 Kilo leichten Fritz und hängte sich mit seinen 100 Kilo an ihn, damit es ihn beim Aufziehen nicht aushebelte. Dann ließ er los. Fritz war innerhalb von wenigen Sekunden hunderte Meter über uns und binnen einer halben Minute so weit über das Tal hinausgeblasen, dass wir kaum noch sehen konnten, wie es ihn mit dem Schirm beutelte. Fassungslos starten wir dem bunten Fleck hinterher, den es immer höher schoss und wegtrieb. E. stand betroffen da und murmelte beständig: „Fritzi, mach was, Fritzi, mach was“.

Das vergess' ich nie. Ich dachte, den bläst es bis ans Mittelmeer. Den sehen wir nie wieder. Durchs Fernglas beobachteten wir noch, wie Fritz ein ums andere Mal verzweifelt versuchte, abzuspiralen. Jedes Mal nach ein paar schnellen Kreisen schoss es ihn weit hinten auf der anderen Talseite wieder in den Himmel. Wir konnten nichts machen als hoffen und kletterten zum Auto zurück. Fritz überlebte, konnte sich irgendwo runterlassen und halbwegs unbeschädigt landen, wir sammelten ihn abends irgendwo ein, wo er sich schon die Kante gegeben hatte – er hatte seinen zweiten Geburtstag gefeiert. ..."


Einen hab ich noch:

Wir waren (auch in Vor-Internet-Zeiten) im Wallis auf dem Weg von der Bettmer Alp (wo wir in einer Hütte wohnten) zum Kühboden, um uns dort mit Freunden zum Fliegen zu treffen. Kaum ein Hauch, bestes Flugwetter. Denkste. Von einer Sekunde auf die andere hat es uns da oben auf dem Weg praktisch regelrecht umgeblasen. Wir konnten tatsächlich mit dem Schirm auf dem Rücken kaum noch vorwärts laufen. Das kam völlig ohne Ansatz für uns, hätte ich es nicht selbst erlebt, hätte ich das niemals für möglich gehalten. Einziges - für uns wahrnehmbares - Warnzeichen: Es war niemand in der Luft.

gruß ulrike

JP Philippe
13.03.2013, 11:04
Hi,

mich hat mal der flache Föhn in Greifenburg erwischt.
In der Höhe kein Problem, man konnte auf der Südseite des Tals rauf und runter fliegen.
Die Landung erfolgte dann am offiziellen LP gegen der Wind Richtung Norden, grade noch so mit Null Groundspeed. Und nein, ich war nicht alleine in der Luft.
Ein paar Minuten später nahm der Wind weiter zu und ein ATOS landete auf die gleiche Weise - stehend mit 0 Groundspeed.
Glück gehabt.
Föhn ist halt nicht immer gleich Föhn. Ich meine es gibt da recht triviale Beispiele, aber auch ganz seltsame Phänomene. Vor allem flacher Föhn ist ein interessantes Thema. Erstaunlich war, das er über die Kreuzeck Gruppe drüber kam und trotzdem nur unten aktiv war. Am Wolkenbild am Startplatz war zum Startzeitpunbk mal garnix zu sehen, die Windwerte auf den Bergen unauffällig..
Naja, seit dem weiss ich recht genau, was flacher Föhn ist.

Gruß,
JP

luaas
13.03.2013, 14:19
Hi,

mich hat mal der flache Föhn in Greifenburg erwischt.
In der Höhe kein Problem, man konnte auf der Südseite des Tals rauf und runter fliegen.
Die Landung erfolgte dann am offiziellen LP gegen der Wind Richtung Norden, grade noch so mit Null Groundspeed. Und nein, ich war nicht alleine in der Luft.
Ein paar Minuten später nahm der Wind weiter zu und ein ATOS landete auf die gleiche Weise - stehend mit 0 Groundspeed.
Glück gehabt.
Föhn ist halt nicht immer gleich Föhn. Ich meine es gibt da recht triviale Beispiele, aber auch ganz seltsame Phänomene. Vor allem flacher Föhn ist ein interessantes Thema. Erstaunlich war, das er über die Kreuzeck Gruppe drüber kam und trotzdem nur unten aktiv war. Am Wolkenbild am Startplatz war zum Startzeitpunbk mal garnix zu sehen, die Windwerte auf den Bergen unauffällig..
Naja, seit dem weiss ich recht genau, was flacher Föhn ist.

Gruß,
JP

Ein bisschen Hintergrund zum Nordföhn als Ausschnitt aus
http://lu-glidz.blogspot.de/2007/11/trgerischer-nordfoehn.html

(...) Aber Achtung! Die Luftmassen des Nordföhns sind in der Regel sehr kalt. Streifen sie auf der Südseite der Berge herab, erwärmt sich die Luft zwar mit 1°C pro 100m, doch meistens bleibt sie dabei (anders als der "warme" Südföhn) immer noch kälter als die Umgebungsluft. Dieser Effekt macht den Nordföhn besonders gefährlich und trügerisch! Denn der kalte Luftstrom fällt als Abwind regelrecht in die Täler ein und rauscht diese wie ein reißender Bach hinunter. Mit anderen Worten: Anders als der Südföhn bricht er eigentlich immer in die Täler durch. So kommt es vor, dass man auf der Südseite der Alpen bei Nordföhn in der Höhe noch angenehm fliegen kann und meint, alles sei in Ordnung. Doch bei der Landung fliegt man dann plötzlich in die extrem turbulente, bodennahe Föhnschicht ein. Thermisch ist die Fliegerei bei Nordföhn auf den ersten Blick sehr reizvoll. Die kühl einfließende Luft im Tal hebt dort die lokalen Luftmassen großflächig an und sorgt für einen tollen Temperaturgradienten. Es trägt dann scheinbar überall. Doch wehe dem, der in den Talwind hineinsinkt oder an tiefer gelegenen Graten, die vom Talwind überspült werden, ins Lee fliegt. Der Nordföhn ist sehr unfallträchtig!


Lucian

Cellinski
13.03.2013, 14:23
Ich möchte auch ein Erlebnis beschreiben, das eher vom Motto „Föhn kommt unverhofft“ ist. Es war am 18.7.2006, auf einem Streckenflug von Fiesch (CH, siehe OLC (http://xcglobe.com/olc/index.php/catalog#si&flights&493283&map)). Angesagt war leichter Südwind und die Bedingungen waren perfekt (Wetterbericht (http://meteo.srf.ch/sfweatherarchive/weather_archive/2006/7/18)). Ich wollte ein 200er-FAI fliegen und setzte meine ersten beiden Wendepunkte beim Grimsel und Sanetsch. Auch der Flug nach ganz hinten zum Stellihorn über dem Mattmarksee im Saastal klappte, auch wenn dieser Wendepunkt gegen den (leichten) Südwind durch das Lee des Alpenhauptkamms angeflogen werden musste. Also machte ich mich auf den letzten Schenkel, den Heimflug nach Fiesch. Mit etwas Rückenwind-Unterstützung und einer Höhe von >4000m über dem Weissmies vermeintlich eine Formsache.

Als ich das Fletschhorn passiert hatte und Richtung Nanztal-Simplon halten wollte, wurde ich plötzlich und unverhofft von einer starken (Wind)Strömung erfasst. Subito hatte ich 80km/h Groundspeed und es bestand gar keine Alternative, als mich in den Kessel des Nanztals spülen zu lassen. Das war alles andere als lustig, denn dieses fällt im oberen Teil nicht sonderlich stark ab. Mein Gleitwinkel in diesem Fallwind (80km/h mit 5-8m/s Sinken) entsprach +/- der Neigung des Geländes.

Solches wäre bei an sich ruhiger Luft schon bedenklich gewesen, doch natürlich war es auch turbulent. Ich musste einen unverhinderbaren Totalzerleger über mich ergehen lassen. Der Schirm wurde wie von einer Riesenhand zu einem Knäuel zusammengeballt. Viel schlimmer als jeder Fullstall, mit entsprechend mehr Sinken und Höhenverlust. Immerhin konnte ich den Schirm (trusty old Mamboo) sauber wieder anfahren lassen. Dennoch führte der Höhenverlust dazu, dass ich nun nicht mehr viel Reserve gegenüber dem Talboden hatte. Aber immer noch einen guten 80er Groundspeed, dazu alles voller Bäume und mit der Gewissheit, dass der nächste Zerleger mich definitiv in Schwierigkeiten bringen würde.

Gedanklich spielte ich die Optionen durch, a) Umdrehen und einigermassen kontrolliert in die Bäume oder b) Notschirm, eine miserable und höchst gefährliche Option. Gleichzeitig gab ich alles, um die Kappe offen zu halten. Das gelang, und nach einer als Ewigkeit gefühlten Weile erreichte ich die Zone, wo das Tal steiler abfällt. Mit der Zeit wurden Sinken und Rückenwind weniger. Es galt noch, die extrem turbulente Zone zu durchfliegen, wo der Talwind (aus NW) mit dem Fallwind (aus S) zusammentraf. Aber als ich dann in der Konvergenz drin war, hatte ich wieder gutes Steigen. Ich drehte auf, das war die sichere Option, denn eine Landung im Walliser Talboden an der Mündung des Nanztals wäre ob den kämpfenden Windsystemen, dem knappen Platz und einer potenziellen Düsenwirkung sicher viel gefährlicher gewesen…

Zur Frage nach dem Warum: eine leichte Südlage war wohl präsent, die Druckdifferenz war aber unkritisch und wie meiner (und viele andere) Flüge an diesem Tag gezeigt hatte, konnte selbst der Hauptkamm aus dem Lee kommend erreicht werden. Also definitiv keine Föhnlage in dieser Region. Andererseits stellt der Strich vom Simplon via Nanztal für den Südwind die Zone des geringsten Widerstands dar. Wenns pfeift, dann dort zuallererst. Dazu beigetragen hatte möglicherweise auch ein kurzer Graupelschauer aus einer Quellwolke, der sich gemäss Aussagen anderer Piloten unmittelbar zuvor nördlich vom Fletschhorn ergeben hatte. Ich hatte davon nichts bemerkt. Die dabei ausfliessende Kaltluft mag der Auslöser für diesen Föhnstoss bzw. Fallwind gewesen sein, der sozusagen das Fass zum überschwappen brachte. In der (ca.) Stunde vor meinem Durchflug durchflogen über ein Dutzend Piloten vor mir das Nanztal ohne Probleme. Zwei weitere Piloten waren vor mir in Sichtweite, auch diese erlebten den starken Fallwind, wurden aber nicht ganz so arg durchgeschüttelt wie ich und waren daher auch höher.

Fazits:

Föhn ist nicht nur dann, wenn Föhn angesagt ist. Unter ungünstigen Bedingungen können lokal schon bei leichtem Überdruck Föhneffekte auftreten, die einem Gleitschirmfliegen zum Verhängnis werden können. Bei Südlage sind die Vispertäler ganz einfach heikel – genau darum fliegt man das grosse Fiescher FAI bevorzugt bei einer leichten Nordlage (denn die starke Thermik kompensiert den Nordwind an den Südhängen viel besser als die schwache Thermik an den Nordhängen den Südwind kompensiert).

Wenn einem der Föhn (oder sonst eine ungute, windig-turbulente Lage, zB Böenwalze eines Gewitters, Kaltluftausfluss) packt, dann soll man nicht vergessen, den Schirm weiter zu fliegen. Mit genügend Höhe sind die Störungen am Schirm wohl unangenehm, aber auch kaum wirklich gefährlich. Eine durchgewürgte Landung am falschen Ort kann hingegen Lebensgefahr bedeuten. Es ist sicher am besten, alle Handlungsoptionen durchzuspielen und dabei in Betracht zu ziehen, vom Ort des (schlimmsten) Geschehens wegzufliegen und an einer geschützten Stelle (frei angeströmt, keine Düsenwirkung, meist besser am Hang als im Talboden oder Seitental, grossräumiger Windschatten/Lee) eine Landung zu versuchen.

peder
13.03.2013, 18:05
Hi,
Meine eindrücklichste Erfahrung zu Föhn habe ich Gott sei Dank schon in der A-Schein Ausbildung vom Boden aus machen können.
Es war in Bassano, und schon seit einigen Tagen eine zunehmende Nordföhnlage vorhergesagt. Aber Bassano ist ja gegen Nordföhn relativ gut abgeschirmt....
Am Landeplatz war morgens schwacher Wind. Also rauf zum Südstartplatz. Dort sah es erst mal gut aus. Der Wind kam leicht aus Süd, wenngleich der Windsack auch seltsam zappelig war.
Weiter zum Weststart, um dort die Lage zu prüfen. Vor Ort war das Skywalk Testteam mit Richard Gallon und Christa Vogel.
Richard meinte, wenn man starten wolle, müsse man das in den nächsten 10 Minuten tun. Er hat dann seinen Schirm ausgelegt, ich habe meinen etwas unschlüssig ausgepackt.
Während ich ausgepackt habe, merkte ich schon, dass der Wind deutlich am zunehmen war. Richard ist gestartet, aber man konnte schon erkennen, dass es deutlich turbulent war.
Wir haben also wieder eingepackt. Auf dem Weg nach unten noch mal einen Blick auf den Südstartplatz. Dort sah immer noch alles nach wunderbaren Startbedingungen aus. Ein Blick nach oben zeigte allerdings eine bilderbuchmäßige Rotorwolke.
Unten auf dem Landeplatz am Garden Relais angekommen waren immer noch schwachwindige Bedingungen, bis etwa 20 Minuten später die Bierzeltgarnituren durch die Gegend flogen.....
Seitdem bin ich bei Föhntendenz sehr vorsichtig.

Gruß Patrick

joeflight
13.03.2013, 18:56
Es wird föhnig :rolleyes:.

Max. -16 hPa :eek:!!

20013

artemis
13.03.2013, 20:12
Es wird föhnig :rolleyes:.

Max. -16 hPa :eek:!!

20013

aber so was von...

http://www.wetteronline.de/eurovor.htm

Paulchen Panter
19.03.2013, 18:45
Wer aus solchen Schilderungen nicht lernt, ist selbst schuld. Danke Dani und den Anderen für ihre mutigen und ehrlichen Berichte, aber ihr wart in fast jeder Beziehung Pioniere. Ihr hattet nur einen Bruchteil der Wetterinfo's und Erfahrung die uns und Euch heute zur Verfügung stehen. Durch eure Erfahrungen wird heute so ein "Hype" um Föhnlagen gemacht. Leider hat nicht jeder seine Föhnerfahrung überlebt, aber auch sie tragen dazu bei, dass vor Föhnfliegerei gewarnt wird. Heute hat man, dank Internet, in kürzester Zeit vernünftig Wetter gemacht. Dank an die Ehrlichen.