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gurkerockt
21.03.2013, 21:44
Hi

Ich spiele mit dem Gedanken eine Gleitschirmlizens zu machen. Nun habe ich aber erstmal eine Frage zum Rettungschirm.

Im Internet steht das viele einen Rettungschirm haben, der nicht steuerbar ist. Das heißt man fällt dann einfach unkontrolliert herunter und hofft, dass der Landeplatz unter einem passt? Wird das irgendwie geübt oder zieht man im Notfall das Ding und kann nur noch hoffen? ;-)

Wolfgang S.
21.03.2013, 22:40
Wird das irgendwie geübt oder zieht man im Notfall das Ding und kann nur noch hoffen? ;-)

Man hofft.
Und wenn man nicht hoffen will, legt man 300 Euro drauf und holt sich eine steuerbare Rettung.

gurkerockt
21.03.2013, 23:11
Das heißt?

Was ist denn als Rettungschirm üblich und wie schnell öffnet der? Steuerbar? Lernt man das in der Ausbildung?

makro
21.03.2013, 23:41
dazu wurde schon einiges geschrieben.
nochmal kurz: um eine steuerbare rettung auszunutzen, muß man sie erstmal steuerbar kriegen, d.h. es muß zumindest der gleitschirm flugunfähig, oder besser noch mit quickout-karabiner getrennt werden und man darf nicht eingetwistet sein. ausserdem erfolgen viele rettungsöffnungen knapp über grund.

zudem gibt es bei rettungen mit vorwärtsfahrt immer ein restrisiko einer scherenstellung, bei der beide schirme gegenläufig und nach unten ziehen und gefährlich hohe sinkwerte erreicht werden.

retterwürfe gehen erstaunlich oft glimpflich aus, auch bei nicht-steuerbaren, es gibt halt flächenanteilig doch viel wald und wiesen im gegensatz zu umspannwerken und autobahnen. ;-)

in der ausbildung gibt es das fach gerätekunde, da wird das (glaub ich) auch angesprochen.
üblich sind kostengünstige und einfach zu packende rundkappen. es gibt aber auch andere systeme wie kreuzkappen oder die seven up.

öffnen tun die besten angeblich ab >2 sec. kommt aber immer auf die wurf- und packtechnik und noch ein paar chaotisch wirkenden faktoren an. hab auch schon beobachtet, wie jemand sein retterpäckchen im innencontainer >10sekunden spiralend hinter sich herzog bis es dann langsam aufging.

gruß
markus
(hab eine steuerbare)

WA
21.03.2013, 23:49
Hi

Ich spiele mit dem Gedanken eine Gleitschirmlizens zu machen. Nun habe ich aber erstmal eine Frage zum Rettungschirm.

Im Internet steht das viele einen Rettungschirm haben, der nicht steuerbar ist. Das heißt man fällt dann einfach unkontrolliert herunter und hofft, dass der Landeplatz unter einem passt? Wird das irgendwie geübt oder zieht man im Notfall das Ding und kann nur noch hoffen? ;-)

Hi,

Die meisten haben eine klassische Rundkappe, die gibt´s schon lange und die sind preiswerter als alles Andere. Hast Du sie ausgelöst, gibt´s keine Steuermöglichkeit und du segelst je nach Windrichtung und die ändert auch schonmal in versch. Höhen die du durchsegelst, irgendwo hin. Meistens pendeln die Dinger auch noch ganz schön und die Sinkgeschwindigkeit erscheint mir in den dv. Filmchen immer sehr hoch. Es gibt X-Post hier im Forum welche sich mit Rettungen befassen. Dieses Thema scheint schwieriger als der Gleitschirm selber.

Dann gibt´s seit kurzem die sogen. Kreuzkappe, die bläst die Luft nicht in einem zentralen Loch, wie bei einer Rundkappe ab, sondern an Öffnungen an allen 4 Ecken. Aber auch da weißt du nie genau wo du runter kommst, der Landeort ist zufällig. Allerdings sollen Kreuzkappen pendelstabiler sein und das ist die halbe Miete, da du dann eine Chance hast schön auf den Füßen aufzukommen um sauber abzurollen. Kreuzkappen erreichen die niedrigere Sinkgeschwindigkeit durch einen Trick der da heißt Vorwärtsfahrt. Wobei ich gesehen habe, als eine Rundkappe an mir vorbeisegelte, daß die auch eine deutliche Fahrtrichtung hatte. Der wenige Wind tat allerdings helfen.

So und nun zur Steuerbaren. Das Rogallo System ist schon fast ein richtiger Gleitschirm. Du hast Vorwärtsfahrt, kannst steuern und noch einen Landeplatz ansteuern. Nur, ob ein Neuling, hochadrenalisiert, seinen GS. abtrennt (ja, eine Trennvorrichtung ist vo Vorteil.) und dann den vertwisteten Rogallo, ja die Dinger gingen immer vertwistet auf sagen viele, über sich regeln, die Bremsgriffe finden und lösen um dann cool daraufloszusegeln, daß kann ich mir nun nicht so richtig vorstellen. Meine Lehrer vor 7 Jahren auch nicht und so rieten sie uns von steuerbaren ab.

Mit mehr Erfahrung sieht die Sache anderst aus, da überlegt man schonmal eine steuerbare herzutun. Ist auch ne Preisfrage. Selber würde ich mir jetzt eine Kreuzkappe holen, aber bei wem? ;)

Bitte lass die Finger von Leichtrettern, die bei geringeren m² als normale Retter weniger Sinken haben sollen. Die langjährige DHV Empfehlung, ca. 20% größer zu kaufen als Dein Startgewicht würde ich immer befolgen. Bei den Rettern wird offenbar mehr geschwindelt als bei den GS.

Ja und zuletzt: Ja, man kann Retter werfen üben. Z.B. in einer Turnhalle mal das Trockenwerfen üben oder im SIKU tatsächlich über Wasser das Ding schmeißen. Ist dann halt alles ganz Nass!

Hoffe ich konnte Dir für´s erste ein wenig erzählen. (Gleich kommt der nächste Poster und berichtet Dir was ich für´n Scheiß geschwätzt hätte! :D)

PS. Seh gerade, daß der Markus schon gepostet hat. Dem kanns´t auch glauben!

Pedro
22.03.2013, 09:01
Da habe ich erst letzte Woche auf einem Flugplatz dem Militär zusehen können wie die Absprungübungen gemacht haben.
Zuerst aus eigentlich relativ geringer Höhe mit Rundkappen, mit Steuerleinen und Schlitzen in der Kappe, danach aus grösserer Höhe mit Flächenschirmen.
Die Rundkappen waren bedingt steuerbar, jedenfalls konnten sie sich damit in der Luft auf der Stelle um 360 Grad drehen so dass sie immer den Landepunkt vor Augen hatten und wichtig, die Landerolle hat jeder beherrscht.
CU ... pedro

Pikay
22.03.2013, 09:48
Mach dir nicht zu viele Gedanken wegen des Retters - du wirst ihn in deiner Gleitschirmkarriere mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nur sehen, wenn das Ding gepackt wird. Die wenigsten Piloten müssen das Teil auch wirklich in einer Notsituation gebrauchen. Und da reicht es völlig, wenn es eine nicht steuerbare Rundkappe ist.

moses
22.03.2013, 12:24
die "Steuerbare" Rundkappe mit Schlitzen hatte Pro Design im Angebot, weiß nicht ob es die noch gibt. Der Hauptvorteil ist wohl tatsächlich der dass Du Dich drehen kannst. Wenn du nichts machst hast du eine Normale, wenn du Zeit hast kannst Dich gut ausrichten. die ist zum Packen auch völlig Easy, hatte ich ein paar mal gepackt, dem der sie getestet hat :).

gurkerockt
22.03.2013, 13:09
Hi

Danke erstmal für eure Antworten.

Auf lang oder kurz will ich sowas machen wie der hier http://youtube.com/watch?v=3JWi78hk8oQ

Das ist natürlich kein Gleitschirm, allerdings halte ich Gefahr eines Absturzes relativ gering. Ich bin bis jetzt nie höher als 30m und 500m weit damit "gesegelt".

Da aber letztlich ja immer ein Restrisiko besteht und die Gefahr bei so einem Flug durchaus risikohafter ist als mit einem Gleitschirm, will ich schon noch eine andere Absicherung haben, wenn ich das auch so extrem machen sollte.

Daher dachte ich eben, eine Gleitschirm- oder Fallschirmausbildung zu machen. Weiß jemand ob bei einem Fallschirmspringen auch eher "nicht steuerbare" Rettungschirme verwendet werden?

Die Gefahr eines Verheddern halte ich für fast ausgeschlossen, da man beim kiten mit einem Griff sich vom kite lösen kann wenn man will. ( wenn ich segle nutze ich oft noch ein Sicherungssystem, dass das eben nicht "aussversehen aufgeht" )



Wie hoch seht ihr die Gefahr, das der Kite in der Luft zusammenklappt und wodurch kann das passieren? Wenn ich "segel" macht man das meist gegen den Wind und an einem Hang, sodass man teilweise fast in der Luft "steht". Wenn man seitwärts oder mit dem Wind fliegt, dann Ist einfach die Geschwindigkeit mit der man fliegt ein wenig höher. Wenn man in der Luft fast zum stillstand fliegt, dann hat man das Gefühl das man leicht nach vorne fällt und nihmt dadurch ein wenig Gescheindigkeit auf.

Wodurch meint ihr kann es beim "segeln" mit dem kite zum Absturz kommen? (ich mein jetzt nicht wenn es windig ist, sondern bei so einem Flug wie oben, wo kaum ein Hauch geht?)


Vg

batflyker
22.03.2013, 13:09
Mach dir nicht zu viele Gedanken wegen des Retters - du wirst ihn in deiner Gleitschirmkarriere mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nur sehen, wenn das Ding gepackt wird. Die wenigsten Piloten müssen das Teil auch wirklich in einer Notsituation gebrauchen. Und da reicht es völlig, wenn es eine nicht steuerbare Rundkappe ist.

Genau dieser Meinung schliesse ich mich 100% an. Dazu kommt noch das Märchen vom langhen "heruntersegeln", meistens wird der Retter in letzter Sekunde geworfen und die Flugzeit liegt bei wenigen Sekunden. Ich war selbst vor Jahren in einer solchen Situation, habe alles versucht und als letztes Mittel meine Rundkappe geworfen, die Flugzeit nach dem öffnen betrug etwa 3 Sekunden und die Landung verlief glimpflich. Also ganz normale Rundkappe kaufen und wenn du willst, einmal ein Sicherheitstraining über Wasser besuchen und das Ding schmeissen.

Grüessli Beat

nikolaus
22.03.2013, 14:09
Wodurch meint ihr kann es beim "segeln" mit dem kite zum Absturz kommen? (ich mein jetzt nicht wenn es windig ist, sondern bei so einem Flug wie oben, wo kaum ein Hauch geht?)

Es gibt ja durchaus ein paar Videos (von wenig Artisten) die das fliegen mit einem Kite wirklich gut "draufhaben" (bei einem an der Dune de Pyla ist der Kite allerdings modifiziert). Soweit ich weiß, sind die Teile schneller und nicht annähernd so präzise zu kontrollieren wie ein Gleitschirm. Irgendwo in Youtube kannst Du ein sehr altes Video finden, in dem es einen Surfer hinter der Uferböschung ungewollt auf etwa 200 Meter in die Luft trägt (sah auch erstmal noch nicht unmittelbar gefährlich aus, aber als er an den Strand zurückflog hat ihn der Kite überholt, womit das Gespann sehr schnell in viel zu steilem Winkel wieder herunter kam und der Kiter in der Böschung einschlug).

In dem folgenden Video siehst Du welche Schwierigkeiten ein hervorragender Acroflieger (Gleitschirm) mit einem Kite haben kann (womit ich sagen will, dass es trotz gewisser äußerer Ähnlichkeit eben doch etwas völlig anderes ist):


http://youtu.be/TdNuMtaDo0E

LG Jochen

Edith: Link zu dem alten Video wiedergefunden (ab 3:28): http://youtu.be/mMZcwo9PMhg (waren aber doch nur 150 Fuß und das bei Bedingungen, die für die textile Fliegerei ohnehin zu anspruchsvoll sind).

Kranfahrer
22.03.2013, 16:17
Hi

Danke erstmal für eure Antworten.

Auf lang oder kurz will ich sowas machen wie der hier http://youtube.com/watch?v=3JWi78hk8oQ

Das ist natürlich kein Gleitschirm, allerdings halte ich Gefahr eines Absturzes relativ gering. Ich bin bis jetzt nie höher als 30m und 500m weit damit "gesegelt".

Da aber letztlich ja immer ein Restrisiko besteht und die Gefahr bei so einem Flug durchaus risikohafter ist als mit einem Gleitschirm, will ich schon noch eine andere Absicherung haben, wenn ich das auch so extrem machen sollte.

Daher dachte ich eben, eine Gleitschirm- oder Fallschirmausbildung zu machen. Weiß jemand ob bei einem Fallschirmspringen auch eher "nicht steuerbare" Rettungschirme verwendet werden?

Die Gefahr eines Verheddern halte ich für fast ausgeschlossen, da man beim kiten mit einem Griff sich vom kite lösen kann wenn man will. ( wenn ich segle nutze ich oft noch ein Sicherungssystem, dass das eben nicht "aussversehen aufgeht" )



Wie hoch seht ihr die Gefahr, das der Kite in der Luft zusammenklappt und wodurch kann das passieren? Wenn ich "segel" macht man das meist gegen den Wind und an einem Hang, sodass man teilweise fast in der Luft "steht". Wenn man seitwärts oder mit dem Wind fliegt, dann Ist einfach die Geschwindigkeit mit der man fliegt ein wenig höher. Wenn man in der Luft fast zum stillstand fliegt, dann hat man das Gefühl das man leicht nach vorne fällt und nihmt dadurch ein wenig Gescheindigkeit auf.

Wodurch meint ihr kann es beim "segeln" mit dem kite zum Absturz kommen? (ich mein jetzt nicht wenn es windig ist, sondern bei so einem Flug wie oben, wo kaum ein Hauch geht?)


Vg

Der Pilot im Video ist zumindest dauerbeschäftigt um ein Eintwisten zu verhindern. Bei dem System (irre lange Leine, nur ein Tragegurt für alles) auch kein Wunder. Hauptproblem dürften auch die extrem langen Pendelzeiten des Systems sein, somit kann man das aktive Beheben von Störungen schon fast vergessen. Bis man unter die Kappe gependelt ist, macht der Schirm schon längst wieder was anderes.

Fliegen ist damit höchstens in toter (windstiller, thermikfreier) Luft oder bei laminarem Wind (Küste) möglich und auch nur wenn neben dir kein anderer in der Luft ist, der dir in die Leinen (weil unsichtbar und keiner mit fliegenden Kites rechnet) reinfliegt. Davon abgesehen ist die Geschichte auch ziemlich illegal und von keiner Versicherung gedeckt.

Wenn du Fliegen willst, kaufe dir zusätzlich einen gebrauchten Gleitschirm (Komplettausrüstung ab 1000 Euro). Ist 100x sicherer und stressfreier.

Mfg

DonQuijote
22.03.2013, 16:29
meistens wird der Retter in letzter Sekunde geworfen und die Flugzeit liegt bei wenigen Sekunden. Ich war selbst vor Jahren in einer solchen Situation, habe alles versucht und als letztes Mittel meine Rundkappe geworfen,
Und genau das ist für mich das Hauptargument für (m)einen Rogallo und gegen die Rundkappe: Die weitaus schnellere und sicherere Öffnung als bei einer Rundkappe. Der Steuerschnickschnack ist für mich völlig drittrangig. Wurde aber hier auch schon zigmal durchgekaut...

gurkerockt
22.03.2013, 16:47
Hi

Das man das nur bei fast keinem Wind und konstanten Bedingungen machen darf ist klar. Daher hat der im video ja auch einen 21er kite. Umso mehr Wind da ist, umso gefährlicher wird dieses Hangsegeln, da zum einen der Wind meist böhiger ist und zum anderen der kite kleiner und damit viel Wendiger und anfälliger ist.
Das mit dem Pendeln ist eigentlich kaum ein Problem, eher das man sich wirklich dreht. Suche seit Jahren nach einer Möglichkeit meinen Schwerpunkt mit einem bequemen Geschirr weiter nach oben zu bekommen, da mir ein Hüfttrapez zu sehr drückt und ich daher nur ein Sitztrapez habe. Der im video hat ein Snowboard, wo man mit den Beinen natürlich nix auspendeln kann und er verlangsamt die Sinkgeschwindigkeit immer wieder indem er den kite leicht hin und her fliegt.

Mit Skiern gelingt es die letzten Jahren aber eigentlich ohne Drehen den Hang runter zukommen.

http://www.youtube.com/watch?v=J6o4OjdJWdg

Hier mal ein Video vom letzten Jahr :-) mit dem 21 reicht schon ein 30m Hügel um ein wenig zu fliegen

new-in-the-sky
22.03.2013, 19:11
....irgendwo in Youtube kannst Du ein sehr altes Video finden, in dem es einen Surfer hinter der Uferböschung ungewollt auf etwa 200 Meter in die Luft trägt.

Hallo ,

meinst Du das:
http://www.youtube.com/watch?v=dd8vT1KR4RE

..beim Gleitschirmfliegen sitz mer gemütlich in unsrem Gurtzeug..da kann die "Hangtime" ruhig mal länger dauern!!:rolleyes:

Grüße:
Hörby

WA
22.03.2013, 20:11
- um ein wenig zu fliegen


Nun wende ich mich schockiert ab von diesem Schrett.

Nicht nur, daß ich dir einiges über Retter erzählt habe, nicht nur, daß da sofort Einer auftauchte und meinen etwas längeren Rettersegelflug als Märchen abtat, es soll erschrockene Piloten geben die etwas früher den Retter ziehen als wenige Sekunden vor dem Aufschlag - Hoffentlich!

Nein, Du willst ja nur am Kite ein wenig fliegen. Ja, da erübrigt sich doch die Diskussion. In diesen bescheidenen Höhen in der Regel in die dich ein Kite schleppt, geht doch kaum ein Retter auf. Du brauchst keinen Retter!

Zefix aber auch....

nikolaus
22.03.2013, 20:43
meinst Du das
Danke, Hörby, im Prizip ja, scheint aber auch schon kopiert und weiterverarbeitet zu sein. Ich wollte ja eh` nur darauf hinaus, dass ein Kite sein Anhängsel böse durch die Gegen schleudern kann, was dem TO aber offensichtlich längst bekannt war. Seine Frage, wodurch es beim "segeln" mit dem Kite zum Absturz kommen könne, muss einen anderen Hintergrung gehabt haben (Vielleicht: Leinenriss oder sonstiges Materialversagen? Föhn-Durchbruch? Unbemerktes Lee?).

LG Jochen

gurkerockt
23.03.2013, 18:32
Nun wende ich mich schockiert ab von diesem Schrett.

Nicht nur, daß ich dir einiges über Retter erzählt habe, nicht nur, daß da sofort Einer auftauchte und meinen etwas längeren Rettersegelflug als Märchen abtat, es soll erschrockene Piloten geben die etwas früher den Retter ziehen als wenige Sekunden vor dem Aufschlag - Hoffentlich!

Nein, Du willst ja nur am Kite ein wenig fliegen. Ja, da erübrigt sich doch die Diskussion. In diesen bescheidenen Höhen in der Regel in die dich ein Kite schleppt, geht doch kaum ein Retter auf. Du brauchst keinen Retter!

Zefix aber auch....

Wieso? Fand deinen post hilfreich, da ich nicht nur mit dem kite fliegen will, sondern in zukunft vermutlich auch eine Ausbildung zum Gleitschirmfliegen.
Aber in dem video http://www.youtube.com/watch?v=3JWi78hk8oQ sollte ein Rettungschirm wohl noch zu öffnen sein :p

herc
23.03.2013, 19:49
gurke, mach endlich nen gleitschirm schnupperkurs, damit du diese hangsegel-kinderkacke (sorry für die wortwahl, aber genau das ist es) sein lässt und lernst, was richtiges fliegen ist. das klingt sicher erstmal arrogant. aber während der gleitschirm - ausbildung wird es dir die augen öffnen über die potentiellen gefahren, denen du dich unbedarft und völlig blauäugig mit dem kite aussetzt.
du kennst sicher das susi mai video, wo sie sich fast die wirbelsäule gebrochen hätte beim versuch "mal eben" vom hang zu segeln:

http://www.youtube.com/watch?v=6T84diKBcmg
( ab 3:00 min - gaanz knappe sache.. der weiche schnee hat sie gerettet)

weitere beinahe unfälle:
http://www.youtube.com/watch?v=XrVsW6gVh08
http://www.youtube.com/watch?v=lfenWbpkKOg,

wenn es unbedingt sofort sein muss mit dem fliegen, kauf dir wenigstens nen speedflyer / miniwing >= 18 qm. gibts gebraucht ab 600 euro.
nimm dir dann einfach die fünf minuten, um, nachdem du dich mit dem kite den hang hochgeschraubt hast, den kite auszuhängen, wegzupacken und dann mit dem speedflyer runterzufliegen. allemal sicherer als dieses unsägliche gebaumel an 20 meter langen leinen..

herc
23.03.2013, 20:08
und noch eins, wo der "hangsegler" mehr glück als verstand gehabt hat:
(ab 2:33 min)
https://www.youtube.com/watch?v=11im4EhgjRE

und hier ein video, welches zeigt, wie aggressiv kleine flächen reagieren können (und das ist immerhin ein fürs fliegen konstruiertes gerät..)
ab 3:52 min:
http://www.youtube.com/watch?v=AVoZ8MVZyNQ#t=3m45s
(zum ansehen z.b. savefrom.net benutzen)

gewarnt wurdest du, gurke, nun oft genug - zur erinnerung:

http://www.drachenforum.net/forum/Hangsegeln-rasante-riskante-Entwicklung-e1032749.html

(so, ab jetzt von mir nie wieder ein kommentar zum hangsegeln)

Paratechrider
23.03.2013, 20:36
Verstehe den Reiz vom "Kite-Rumdümpeln" auch nicht wirklich... sind doch blos überdimensionierte Lenkdrachen.
Bei uns im Flachland ja noch ganz lustig, aber warum rumhängen wenn man doch richtig Fliegen könnte.
Einziger Grund könnte sein, dass der Threadersteller vielleicht noch nicht alt genug zum GS-Fliegen ist (wär ja keine Schande ;) ) Die Kiter bei uns, die es wirklich ernsthaft (auch bei Flugwetter) betreiben sind meist zwischen 12-17.
Überleg's dir mal und warte/spare bist du echt fliegen kannst - nach ein bisschen Training und GS-Lizenz kannst du dann auch in diese Richtung schauen:

http://www.youtube.com/watch?v=uaWWtgjxfr0

batflyker
25.03.2013, 13:37
Nun wende ich mich schockiert ab von diesem Schrett.

Nicht nur, daß ich dir einiges über Retter erzählt habe, nicht nur, daß da sofort Einer auftauchte und meinen etwas längeren Rettersegelflug als Märchen abtat, es soll erschrockene Piloten geben die etwas früher den Retter ziehen als wenige Sekunden vor dem Aufschlag - Hoffentlich!

Nein, Du willst ja nur am Kite ein wenig fliegen. Ja, da erübrigt sich doch die Diskussion. In diesen bescheidenen Höhen in der Regel in die dich ein Kite schleppt, geht doch kaum ein Retter auf. Du brauchst keinen Retter!

Zefix aber auch....

Also WA

Ich wollte niemanden beleidigen oder lange "Retterflüge" als Märchen hinstellen. Tatsache ist nun mal, das der Retter als letzte Notmassnahme geworfen wird, wenn alles andere nicht mehr hilft, und darum ist das in den meisten Fällen bereits sehr nahe über Grund. Ergo, steuerbar macht dann nicht mehr viel Sinn. Das war meine Aussage und dabei bleibe ich. Ich habe schon manch einen Piloten so runterkommen sehen und es war immer genau diese Situation. Ich habe jedenfalls noch keinen Piloten gesehen, der irgendwo 500 Meter über Grund seinen steuerbaren Retter geworfen hat und dann diesen ins Ziel gesteuert hat.

gurkerockt
25.03.2013, 14:26
;-) ich versteh ja eure Sorgen.

Aber speedflying halte ich bei weitem für gefährlicher. Wenn du mit bis zu 100km/h nur knapp über den Boden fliegst.........

Herc in deinen videos fliegen die auch anders. Wenn du einen kiteloop fliegst wirken enorme Kräfte sowohl auf das Material als auch auf den Fahrer. Da ensteht nochmal ein anderes Gefahrenpotenzial.

nikolaus
25.03.2013, 15:33
;-) ich versteh ja eure Sorgen.

Den Eindruck machst Du eigentlich nicht. Im Kite-Forum hast Du von ausgesprochen kompetenten Leuten, unter anderem von Armin Harich, ziemlich klare Ansagen erhalten, dass Kites nicht zum fliegen ausgelegt sind. Im übrigen stellt Dein geplanter "Eingriff in den Luftverkehr" eine Straftat dar. Deine Einschätzung, dass Speedflying gefährlich ist, ist nur grundsätzlich richtig, aber deine Begründung nicht. Erstens beginnt man seine Fliegerlaufbahn nicht auf einem Speedy, zweitens sind zumindest die Geräte dafür ausgelegt, auch Kunstflug auszuhalten. Willst Du nach einem Jahr erfolgloser Feilscherei im Kiteforum diese jetzt hier fortsetzen? Das kann hier erst recht keinen Erfolg haben, bestenfalls wirst Du als Troll eingeschätzt werden. Sobald Du Dich im eigenen Interesse für eine Gleitschirmausbildung entschieden hast oder Deine Fragen zumindest schonmal in diese Richtung gehen, wäre das eine Basis für die Teilnahme an diesem Forum.

LG Jochen

gurkerockt
06.04.2013, 13:51
Den Eindruck machst Du eigentlich nicht. Im Kite-Forum hast Du von ausgesprochen kompetenten Leuten, unter anderem von Armin Harich, ziemlich klare Ansagen erhalten, dass Kites nicht zum fliegen ausgelegt sind. Im übrigen stellt Dein geplanter "Eingriff in den Luftverkehr" eine Straftat dar. Deine Einschätzung, dass Speedflying gefährlich ist, ist nur grundsätzlich richtig, aber deine Begründung nicht. Erstens beginnt man seine Fliegerlaufbahn nicht auf einem Speedy, zweitens sind zumindest die Geräte dafür ausgelegt, auch Kunstflug auszuhalten. Willst Du nach einem Jahr erfolgloser Feilscherei im Kiteforum diese jetzt hier fortsetzen? Das kann hier erst recht keinen Erfolg haben, bestenfalls wirst Du als Troll eingeschätzt werden. Sobald Du Dich im eigenen Interesse für eine Gleitschirmausbildung entschieden hast oder Deine Fragen zumindest schonmal in diese Richtung gehen, wäre das eine Basis für die Teilnahme an diesem Forum.

LG Jochen

Sry für die verspätete Antwort, aber die Begründungen warum das "hangsegeln" mit dem kite so gefährlich sein soll, waren meist ziehmlicher Unfug!

nikolaus
06.04.2013, 16:23
... meist ziehmlicher Unfug!
Wäre aber eigentlich egal, falls auch nur ein einziger stichhaltig gewesen war (tatsächlich waren es mehr als einer).

Wenn Du etwa € 700,- (für Theorie, Praxis und Ausrüstung, aber ohne Unterbringung und Verpflegung) aufbringen könntest, wäre es sicher eine echte Bereicherung, so einen Kurs zu besuchen, der Dich bis zu den ersten Höhenflügen führt (der halbe Weg zur A-Lizenz). Danach wirst Du Dich sehr wahrscheinlich den hier vertretenen Auffassungen anschließen können, aber selbst wenn nicht, wird dieser Abenteuer-Urlaub sein Geld wert gewesen sein. Vielleicht bringt ja auch schon ein einfaches Lehrbuch (z.B. "Gleitschirmfliegen" im DHV-Shop oder gebraucht bei Amazon) den initialen Vorgeschmack? Oder die Videos auf dhv.de/web/medien/dhv-tv (http://www.dhv.de/web/medien/dhv-tv/sendungenproductions-2003/film-und-web-awards/riding-the-wind/)? Oder auf Youtube die JB Chandelier Videos (http://www.youtube.com/user/jbintheairintheair)?

LG Jochen