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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Starkwindtechniken ab 20kmh bis ca. 30kmh im Gebirge bei böigen Verhältnissen



blackstromer
28.03.2013, 13:39
Vielleicht interessiert das Thema generell:

Ich hatte gestern wieder mal einen Kampf an meinem "Hausberg" bei 20-30kmh - böigem - verschnittenem Wind NW mit - Blacklight S - ca. 72kg Stargewicht - möchte das irgendwie hinkriegen----

>> lässt eine Böe kurz nach folgt schon die nächste (mit Verwirbelungen)
>> ziehe ich bei nachlassender Böe auf, reisst es mich bei der folgend starken Böe in die Luft - und schmeisst mich hin (aushebeln)
>> hab mir überlegt ob ich im letzten Drittel der Aufziehfase die Zuggurten loslassen muss -

Der kritische Punkt scheint mir der zu sein zwischen dem hochgerissen (senkrecht) und dem nach hinten gezogen werden


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Ich habe hier am Anfang mal die wesentlichen Tips und die "richtige" Herangehensweise aufgelistet - Vorschläge willkommen . ein Wiki gibt's ja leider nicht - und über Geschmack lässt sich kaum streiten

Vorab:
Unter Umständen an einem mehr oder weniger windschattigen Platz die Leinen vorsortieren, einhängen und den Startcheck (!) fertigmachen (so ab 35kmh oder weniger).


Aufziehtechnik 1 – ohne Bremsen – nur A und C/D danach

Den Schirm bei starkem Wind ohne Bremsleinen aufziehen, sondern nur mit den A-Gurten jeweils einen in einer Hand.*Damit kann man den Schirm durch unterschiedlichen Zug auf die A-Gurte schon in der Aufziehphase korrigieren, resp. kann in der Folge durch schnelles Greifen der C/D Gurte weitere Korrekturen anbringen.
Vor allem im letzten Drittel kann durch schnelles Greifen der C/D Gurte ein Aushebeln, resp. wenn eine Böe Schirm und Pilot abhebt eine Ausdrehen verhindert werden. Duch dosierte Korrekturen kann man auf diese Weise auch wieder sanft abgesetzt werden.
Um bei starken Bedinungn ein Aushebeln zu verhindern, wird beim Aufziehen immer stark in die Knie gegangen und dann entsprechend nachgegeben, resp entgegengelaufen. Dies nimmt viel Fahrt aus dem Schirm (was grundsätzlich für Technik 1 & 2 gilt)

Aufziehtechnik 2 – A-Gurte und C/D gleichzeitig

Die Methode A-Gurte in der einen, C/D-Gurte in der anderen Hand, Bremsen überkreuzt in der richtigen Hand ist dann sinnvoll wenn man nicht schnell genug zwischen A- und C/D Ebene wechseln kann oder will.
Über A aufziehen und falls der Schirm aushebeln will, kurz und kräftig die C/D runterziehen und gleich wieder loslassen. Dadurch hat der Schirm vorübergehend keinen Auftrieb und keine Kraft, bleibt aber oben stehen und die Strömung kann sich wieder anlegen.
Wenn man die rechte Hand mit den A-Gurten nach links und die linke Hand mit den D-Gurten nach rechts schiebt, oder umgekehrt, bremst man den Schirm auf einer Seite*
Wenn man ausdreht, hat man die Bremsen sinnrichtig in der Hand, resp. über die Handgelenke gestreift.

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Phasen.*
1. Kontrollphase: Dazu gehört das Unten-halten des Schirms bei stärkerem Wind (was mit A und C/D gut gelingt), weiter das Umdrehen (wenn er auf der Nase liegt, mittels Zug auf die jeweilige Bremse), das Befüllen, das Hochführen (wie auch immer), das Runterstallen beim Aushebeln und der spielerische Umgang mit der stehenden Kappe.
2. Startphase: Erfordert zu 100% die 1. Phase. Erst wenn man wirklich sagen kann, dass die Kontrolle unter allen Umständen und Bedingungen im eingedrehten Zustand möglich ist und die Kappe ruhig und kontrolliert da steht, geht man dazu über sich auszudrehen. Dazu muss man ggf. (je nach Gusto) die Bremsen im eingedrehten Zustand in der jeweils richtigen Hand halten. Erst dann kann man sich ausdrehen und ans Starten denken.
Vorteil der Bremsen ums Handgelenk:
Sie stören beim Startvorgang nicht und man kann gezielt in die Leinen greifen
sie gehen nicht verloren

Weiter hilft:
Hochziehen direkt aus dem Rosettenbündel mit den mitlleren A-Leinen
richtige Stelle aussuchen für den Start – wenige Meter weiter seitlich kann der Wind zuverlässiger sein – wo es die Topografie zulässt auch weiter unten.

Technik 3 Kobra - bei starkem laminarem Wind

Über die äußere A-Leine und die gegenüberliegende D-Leine den Stabilo in den Wind heben. Schirm Stück für Stück hochführen indem man den Schirm mit Gefühl am Windfensterrand aufsteigen läst. Sobald der Schirm oben ist kann man sich ausdrehen, den Schirm leicht unterlaufen mit minimalem Bremseinsatz in den Wind drehen.

An flachen Plätzen ist der Cobrastart bis zur Rückwärtsfluggeschwindigkeit eine gute Trainigseinheit für das Schirmgefühl. Wenn man rutschigen Untergrund hat, ist es am besten, weil man sich einfach mitziehen lassen kann (Schnee, Sand usw).

Man kann den Schirm auch noch mehr an das äussere Windfenster legen, dann "schleift" es weniger.

Die Cobra macht den geringsten Vortrieb in der Richtung, in die man am wenigsten will - nämlich Rückwärts. Zudem ist das vollständig fehlende Aushebeln infolge impulsartigem Aufziehen ein weiterer Vorteil bei laminarem Wind!

Mentales:
Wenn man sich am Startplatz vorstellt man ist am Boden und macht Groundhandling und zieht den Schirm auch genauso auf, nämlich nicht mit der Prämisse zu starten, sondern um ihn aufzuziehen und sauber über sich zum stehen zu bringen, dann hat man den schönsten Start, der noch dazu einfach und absolut professionell aussieht, weil eben alles so ruhig, besonnen und gekonnt wirkt.

Beispiel wie es falsch läuft, wenn nur mit den Bremsen, resp. grobmotorisch eingegriffen wird.
http://www.youtube.com/watch?v=Q0TCB...eature=related

Lehrreiche vollständige Instruktion von Mike Küng 1/2/3
http://www.youtube.com/watch?v=camTrlXmcvQ
http://www.youtube.com/watch?v=x8R-KG2ySAs
http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&NR=1&v=PYshvfYk88A

Kobrastart:
http://youtu.be/A5W-LNwAbck
http://www.gleitschirm-magazin.com/pdf/Kobrastart.pdf
http://youtu.be/ctIr56vNbrY
http://youtu.be/i7ngM2A80wI

Sepp Gruber
28.03.2013, 14:21
Hatte das Problem die gesamte letzte Woche.. Wind zwischen 20 und 30. Richtiger Sch§$%&/

Zuerst muss ich vorausschicken, dass immer einige Piloten am Start waren, so dass gegenseitige Hilfe möglich war. Als Problem empfinde ich dabei nicht den Start selbst, sondern die Tatsache, dass durch den böigen Wind der Schirm immer wieder verblasen wird. Auch wenn ich den Schirm als Rosette hinlege und schon mal leicht aus der Mitte vorfülle, bessert sich die Situation nicht wirklich. Die nächste Böe macht ein Knäuel aus dem Schirm. Ich hab mir damit geholfen, dass wir uns gegenseitig geholfen haben. 3 Mann halten den Schirm am Boden, damit er dich nicht wegreißt. Dann warten, bis die Böigkeit nachlässt. Ich ziehe bewusst gaanz langsam von der Mitte her auf, stelle mich dazu leicht seitlich, so dass ich beide A-Leinen (gespannt) in einer Hand halte. Mit der anderen Hand kontrolliere ich den aufsteigenden Schirm an der Bremse, durch meine leicht seitliche Position bestimme ich, welche Seite zuerst steigt. Deren Bremsleine habe ich in der Hand. Beim Aufziehen selbst ist es absolut notwendig, dem Schirm entgegenzulaufen und ja nicht versuchen zu bremsen. Nur den Anstieg eben über die vorgewählte Bremse kontrollieren. Im Zenit umdrehen, den Schirm nur mit minimaler Bremse kontrollieren. In einigen Fällen musste ich mich dann noch "raus-schieben" lassen, um gegen den Wind voran zu kommen.

Wenn man die Möglichkeit hat hilft es teilweise recht gut, von der Kuppe des Startplatzes weg etwas abzusteigen. Dort ist der Wind einige Km/h geringer.

In der Summe muss ich aber anmerken, dass ich für mich "nur" bis etwa 20 km/h zurecht komme. Darüber hinaus bin ich einfach für jede Hilfe dankbar. Die "Eingebohrenen" hatten bei diesen Bedingungen teilweise ziemlich kleine Leichtschirme, aber das hat auch nicht immer geholfen. So mancher der glaubte, dass er das in Eigenregie lösen könnte, hat eine Std. rumgemurkst. Ich mit meinem Lappen (Astral 7.28) war da schon fast die Ausnahme. Aber auch der IcePeak6-Pilot am Kronplatz brauchte 3 Anläufe und war sichtbar froh, dass ich ihm geholfen habe.

Grüße Sepp
______________________

Meine Videos auf Vimeo (http://vimeo.com/jgruber)

magic_boomerang
28.03.2013, 14:55
Hi Pi,

Wir haben an unseren Fluggeländen fast immer kräftigen Wind und starten aus Waldschneisen heraus, die wenig Platz für Korrekturen bieten.

Probiere mal folgendes:

Zieh den Schirm vor dem Start von den Tragegurten weg zu einer Rosette zusammen, lass aber die mittleren (inneren) A Leinen außen vor. Leg den Schirm zum Start im Bündel ab. Starte nun den Schirm aus dem Bündel heraus über die mittleren A Leinen. Die anderen lass einfach nach unten fallen. Der Vorteil ist, dass der Schirm schön über die Mitte kommt und weniger schiesst.
Schwer zu erklären, vielleicht mach ich mal ein Video.

Schöne Grüße

Thomas

magic_boomerang
28.03.2013, 15:05
@ Sepp
die Technik mit den Starthelfern finde ich höchst problematisch und gefährlich. Ich würde mir niemals bei Starkwind helfen lassen wollen. Du kannst einfach nicht ausschliessen, das Deine Helfer ungleich loslassen.
Im übrigen helfe ich auch nicht gern anderen bei starkem Wind. Das muss man einfach alleine können. Mit Starkwind meine ich auch nicht 20 km/h sondern deutlich darüber. Das nichts mit unkameradschaftlichen Verhalten zu tun, sondern mit meiner Meinung, dass jemand bei 30-40 km/h Wind einfach nichts in der Luft verloren hat, wenn er bei den Verhältnissen nicht alleine starten kann.

Das ist einfach Übungssache und viele Gebirgsflieger üben einfach nicht auf der Wiese - ist so. :rolleyes:

Schöne Feiertage

Thomas

Sepp Gruber
28.03.2013, 15:19
@ Sepp
die Technik mit den Starthelfern finde ich höchst problematisch und gefährlich. Ich würde mir niemals bei Starkwind helfen lassen wollen. Du kannst einfach nicht ausschliessen, das Deine Helfer ungleich loslassen.
Da hast du nicht unrecht - Also hab ich da ganze mit Ansage und Kommando gemacht.. Aber es ist Tatsache, dass (fast) immer einer schnarcht..

Aber ich bin ja noch jung und das Leben liegt noch vor mir. Da bleibt noch Zeit zum Üben http://www.videotreffpunkt.com/images/smilies/bgdev.gif

luaas
28.03.2013, 15:25
Vielleicht interessiert das Thema generell:


>> hab mir überlegt ob ich im letzten Drittel der Aufziehfase die Zuggurten loslassen muss -

Der kritische Punkt scheint mir der zu sein zwischen dem hochgerissen (senkrecht) und dem nach hinten gezogen werden

Wahrscheinlich ist es auch etwas Glücksache bei solchen Verhältnissen die Kappe stabil drüber zu kriegen - aber nicht Glücksache sollte dann sein "Safe" abzuheben über die Steilflanke.


Der BL scheint mir da eine "eigene" Dynamik zu entwickeln, resp. schiesst voll drauflos und powert im Zenit voll ab.



Hallo Blackstromer,

bei viel Wind braucht man i.d.R. gar keinen Zug mehr an den Tragegurten geben, und wenn nur auf der C-Ebene, um darüber die Kappe zu kontrollieren und bewusst abzureißen, bevor eine Böe einen aushebeln kann. In jedem Fall lohnt es sich, für solche Verhältnisse einen Start mit A und C-Gurten zu beherrschen (und natürlich vorher zu üben...)

Wenn die Böen allerdings sehr schnell aufeinander folgen und die Luft entsprechend turbulent ist, wird ein Start einfach zu Glückssache. Man kann die Böen ja nicht vorhersehen. Die "eigene" Dynamik, die da der BL entwickelt, wird dann wahrscheinlich gar nicht so eigen sein, sondern ist einfach den Verhältnissen geschuldet, die jede andere Kappe auch beuteln würden.

Start aus der Rosette hilft, allerdings nur, wenn die Strömung in Bodennähe es überhaupt zulässt, dass die Rosette sauber liegen bleibt.

Bei manchen Schirmen bringt es auch etwas, den Schirm mit A+B in einer Hand zu starten (+C in der anderen). Der leichte Zug auf den B-Leinen stört das Profil soweit, dass man weniger schnell ausgehebelt wird. Ob dies auch mit dem BL funktioniert, muss Du ausprobieren.

Einer der wichtigsten Tipps für böige Starkwindstarts ist allerdings, konsequent beim Aufziehen tief in die Hocke zu gehen. Der damit zur Verfügung stehende Weg auf der Hochachse lässt einen manche Böe einfach "ausfedern", wie man es nur mit entgegenlaufen niemals schaffen würde.

Lucian

andsch
28.03.2013, 15:40
Alles was in dem Thread hier kommt wurde schon x mal in anderen Threads durchgekaut.

Egal welche Technik empfohlen wird. Es ist einfach Übungssache!

In der Übung kann man dann auch mal verschiedene Techniken gegeneinander abwiegen und die für sich und sein Material passende Starkwindmethode finden.

blackstromer
28.03.2013, 16:34
@andsch - ja da hab ich auch den Link gesetzt zu einem Tread - werde noch das Notwendige zusammensuchen

@ weiter -- aber eben: laminar ist auch bei 30 kein Problem soweit.

>> spezifisch ist mein Problem schon - und an "meinem" genannten Startplatz nur im Winter möglich (im Sommer hätt ich da gewaltige Beulen abbekommen)

Übungssache ist es auf jeden Fall - für die "nächste Übung" such ich nach Infos: Das mit A und C kenn ich - ist aber auch schirmspezifisch - mit B hab ich nicht so gute Erfahrungen gemacht.

Den Schirm am Boden zu stabilisieren hab ich soweit sehr gut im Griff (der steht mit A und C, sowie Bremsen unter starker Spannung - es ist einzig das explosive Hochschnellen und Wegkatapultieren das ich entschärfen möchte.

In die Hocke und etwas entgegenlaufen soweit Ok - ev muss das Timing einfach besser passen.

Mir macht eigentlich einzig das letzte Drittel Mühe - also wenn die Kappe aus der Powerzone in die Horizontale vorschnellt - ich denke dies ist die kritische Fase.

>> Der BL (und wohl auch andere) schiesst einfach extrem schnell hoch

Aber klar ist auch - es gibt Grenzen - doch die sind noch nicht ganz ausgeschöpft.

ev. wären ein paar gute Links hilfreich - gibts zwar zuhauf - aber die meisten sind wenig aussagekräftig und nachvollziehbar


von der Kuppe des Startplatzes weg etwas abzusteigen. Dort ist der Wind einige Km/h geringer.


klar: aber vorne ist eine Art Klippe - zumindest so steil dass ein Absteigen nicht möglich ist.

Ideal wäre hochzuziehen mit eingeklappten Ohren - wie macht man das richtig?

Helfer wären für mich nur sinnvoll wenn jemand ev. mich hinten am Gurt festhält - aber das braucht Erfahrung

Gipfelflieger
28.03.2013, 17:05
Das Problem mit dem Liegenbleiben wird ja mit den leichten Flügeln immer größer.
Mir hat mal eine schon etwas ältere Dame gezeigt wie man einen Schirm im Starkwind handelt :D
Und es ist verblüffend einfach. Man nimmt einfach nur die C-Gurte, lässt die Bremsen angeklippst.
Bei starkem Wind reicht es wenn man einen Schritt nach hinten geht und der Schirm steigt von alleine.
Durch ziehen an den C-Gurten verliert der Flügel den Auftrieb fällt aber nicht zusammen, falls ja C-Gurte
einfach wieder etwas nachlassen. So wird man nicht ausgehebelt und man hebt auch nicht ab.
Steht der Flügel sauber überm Piloten, einfach umdrehen, Bremsen nehmen und starten.

Das Problem ist heute jedoch, dass es von den Neuen, kaum noch Schirme mit 4 Leinenebenen gibt.
Mit den B-Gurten funzt es zwar auch, aber der Druck ist da deutlich höher und deshalb ist es nicht so
einfach wie mit der C-Ebene
VG
Gipfelflieger
www.ParaAlpin.de
www.facebook.com/ParaAlpin.de

Pedro
28.03.2013, 18:01
Techniken für Starkwindstart gibt es einige.

Zum Nachdenken !
Was steht in jedem Handbuch zum Schirm ?
Muss denn unbedingt bei böhigem Starkwind gestartet werden ?
Sind denn so angegebene Windstärken gefühlt oder gemessen ? (da ist doch schon so manch einer böse auf die Nase gefallen)

Starttechnik von Kerim
http://www.youtube.com/watch?v=A5W-LNwAbck

DHV-Forum
http://www.gleitschirmdrachenforum.de/showthread.php/23329-Kobrastart-aber-wie?

blackstromer
28.03.2013, 18:17
Man nimmt einfach nur die C-Gurte, lässt die Bremsen angeklippst.

ALso bei mir kommt kein Schirm ohne die A-Gurte hoch - höchstens noch der 16er SPiruline


Was steht in jedem Handbuch zum Schirm

da steht bei mir gar nix


Windstärken gefühlt oder gemessen

das Problem kenn ich - hab gemessen -


Starttechnik von Kerim

laminarer sanfter Wind :) nurin dem spez. Video aber gut erklärt

>> Kobrastart (http://www.gleitschirmdrachenforum.de/showthread.php/23329-Kobrastart-aber-wie?) nehm ich auf die Liste (siehe erster Beitrag)

Videolink meiner "Übungen" in den Videolinks (http://www.gleitschirmdrachenforum.de/showthread.php/9728-Videolinks!!?p=375001#post375001)

MuhTiger
28.03.2013, 20:42
Anhand deines Videos kannst du meiner Meinung nach ohne deine Starttechnik ganz zu ändern:

- mehr dem Druck des Schirms nachgeben durch entgegenlaufen
- steigt die Kappe schräg dann früher korrigieren mittels Unterlaufen oder Körperdrehung oder wie Gewichtssteuerung mit der Hüfte (nur über Traggurte nicht mit Bremsen)
- Kontrolle im "kritischen Bereich" nicht über die Bremsen, sondern über die hinteren Traggurten (C oder auch B Ebene)
- Nicht als primäres Ziel den Start haben und sofort Ausdrehen, sondern erst den Schirm stabilisieren und dann ausdrehen (geht nicht mit Bremsen wegen aushebelns)
- die Bremsen für den Start nicht Wickeln, engst deine Möglichkeiten ein

oder kurz um nur eines einzuprägen: die Bremsen bei soviel Wind bis nach dem Abheben nicht einsetzen

Xysos
28.03.2013, 21:42
Hallo Blackstormer,

habe mir gerade dein Video angeschaut.
Natürlich, der Wind war nicht ohne! Doch ist es nötig auch bei solch starkem Wind die kompletten A-Gurte zu nehmen? Nein eigentlich nicht.

Was ich vor 2 Jahren an der Düne gelernt habe ist eigentlich zu simpel um wahr zu sein und seit dem habe ich auch am Boden keine Probleme mehr
bei ein wenig mehr Wind :). Und zwar nimmst du dir einfach die innerste A auf jeder Seite und legst sie in je ein Fingerglied. Man kann so herrlich den
Schirm mit minimalen Fingerinputs gleichmäßig aufziehen dass es reicht ihm entgegen zu gehen um die Power etwas raus zu nehmen.

Klar ist auch, dass bei der Methode die C-Bremserei eher wegfällt - so schnell kannst du nicht umgreifen ich habe immer die Bremse in der Hand ( in jeder Hand die richtige Bremse).

Gut kann man das schon bei 20 kmh üben indem man versucht den Schirm so hochzubringen, stallen, vor dem Boden abfangen und das ganze Spiel immer weiter mit möglichst wenig seitlichen Korrekturen über die Bremse sondern den großteil wirklich nur über die inneren 2 A-Leinen.

Ist jetzt aber auch keine Garantie - vor allem nicht bei diesen böigen Bedingungen. Hatte eine ähnliche Situation im Winter am Hauser Kaibling Gipfel.

Jeder muss mit der jeweiligen Methode routiniert umgehen können. Dabei sollte man auch keine Scheu haben sich mal über den Acker ziehen zu lassen wenn das Wetter nicht zum fliegen reicht.

blackstromer
28.03.2013, 21:51
danke "tapferer Wanderer"

die Bremsen wurden nur gewickelt um den Schirm einzuholen.

aber: "die Bremsen bei soviel Wind bis nach dem Abheben nicht einsetzen" - scheint mir Elementar zu sein - zumindest bis die Kappe steht

>> ich meine auch mittlerweile: die Steuerung, resp. das "festhalten" an der C- (D) Ebene müsste Bedingung sein für die Stabilität, da ohne diese Technik auf das Aushebeln (nur mit Bremse) unweigerlich ein Ausdrehen und ein Pendelschwung folgt.

ev. müsste ich die Wirkung eines anderen Gurts noch testen, denn das Radical nimmt mir unweigerlich die Beine hoch, was beim Skylight weniger der Fall ist - und mit Sitzbrett hängt man ja auch gerade in den Beinschlaufen, was vorteilhafter ist.

etwas schmunzeln muss ich hierzu: :-)

http://youtu.be/CnUOqpgDlb0

artemis
28.03.2013, 22:28
Hi Pi,

Wir haben an unseren Fluggeländen fast immer kräftigen Wind und starten aus Waldschneisen heraus, die wenig Platz für Korrekturen bieten.

Probiere mal folgendes:

Zieh den Schirm vor dem Start von den Tragegurten weg zu einer Rosette zusammen, lass aber die mittleren (inneren) A Leinen außen vor. Leg den Schirm zum Start im Bündel ab. Starte nun den Schirm aus dem Bündel heraus über die mittleren A Leinen. Die anderen lass einfach nach unten fallen. Der Vorteil ist, dass der Schirm schön über die Mitte kommt und weniger schiesst.
Schwer zu erklären, vielleicht mach ich mal ein Video.

Schöne Grüße

Thomas

Genau so macht man das...

Gruß

Thomas

bigben
28.03.2013, 22:40
Genau so macht man das...

Gruß

Thomas


Im Video siehst Du verschiedene Startechniken Bremsen über kreuz / parallel etc.etc.

Bei 1:17 ist die "Rosettenstarttechik" schön zu sehen. Der Vorteil ist , dass der Schirm mit relativ kleiner Fläche durch das Windband geht und sich erst im Zenit voll entfaltet. Diese Techik erleichtert das Starten bei viel Wind enorm

https://vimeo.com/37407598

Gruß bigben

Der_Erhard
28.03.2013, 22:44
bei böigem Wind gilt es einfach gelassen zu sein.... Wind immer wieder beobachten und sich eine relativ ruhige Phase aussuchen.
Den Schirm mit ganz kurzem Impuls über A-Leinen aufziehen und sofort im Steigen auf C/D umgreifen.
Wenn es Dich aushebt, Ruhe bewahren und Dich ruhig ausheben lassen - da Du schon die Hände auf C/D hast, Dich durch Druck auf C/D ganz langsam absetzen lassen.
So kannst du dich wieder ganz sanft wieder in Richtung Boden bewegen.
Im böigen Wind klappen die äußeren Flügelhälften gern ein - mit C/D drauf reagieren und erst umdrehen, wenn die Kappe stabil ist... dauert manchmal ziemlich lange - Geduld...

wie alle schon vor mir schrieben - heftiger Wind und Einsatz der Bremsen .... no go

Gruß erhard

blackstromer
28.03.2013, 22:52
coole Tips - denke so kommt man der Sache näher! :cool:

blackstromer
28.03.2013, 23:00
hi xisos:
mit möglichst wenig seitlichen Korrekturen über die Bremse sondern den großteil wirklich nur über die inneren 2 A-Leinen.

wie steuerst du über die inneren A-Leinen?

bigben
28.03.2013, 23:02
coole Tips - denke so kommt man der Sache näher! :cool:

Tips alleine helfen nicht , sondern nur Viiieeeel Übung :rolleyes:

Hoffe die Muschelschubser konnten helfen :rolleyes:

Gruß bigben

vivicorsi
28.03.2013, 23:25
bei sehr starkem wind bevorzuge ich die speedy technik

ich leg den schirm auf die eintrittskante also die eintrittskante schaut zu mir und nicht wie sonst üblich nach oben. ich sortiere den schirm häng mich ein. durch bremsen wird der schirm steigen durch zug an den a am boden bleiben.
dann dreh ich mich ins windfenster zupf an der bremse und der schirm steig auf einer seite nach oben. dann folgt ein kobrastart.


sg philip

Xysos
28.03.2013, 23:53
hi xisos:

wie steuerst du über die inneren A-Leinen?

Kommt darauf an was du mit steuern meinst.
Du greifst dir die innenliegenden A der jeweiligen Seite. Die Leinen greifst du hinter der Verkreuzung (vom Rückwärtsaufziehen). Somit hast du auf dem linken Zeigefinger die "rechte" A und auf dem rechten Zeigefinger die "linke" A ( Richtungsangaben in tatsächlicher späterer Flugrichtung) Und je nachdem an welcher du zuppelst, geht diese Seite zuerst hoch. So kann man meiner Meinung nach ideal auch bei viel Wind steuern wo der Schirm hoch geht und hat das ganze System nur auf 2 Fingern liegen die ohnehin das meiste Gespür tragen.

seidenschwan
29.03.2013, 00:21
danke "tapferer Wanderer"

die Bremsen wurden nur gewickelt um den Schirm einzuholen....

etwas schmunzeln muss ich hierzu: :-)

http://youtu.be/CnUOqpgDlb0

Sehr schön hinbekommen finde ich. Bin zur Zeit in der Nähe Lissabon und mit den dortigen Lokals heute bei nem 35er wind raus... Laminar am Meer aber dennoch, das Starten ging gerade noch mit den hier beschriebenen C Leinentechniken und mit- so ähnlich wie im Film- der Hilfe der Piloten. Aber wie sieht es mit der Landung aus dachte ich mir heute noch in der Luft..So um die 20 meter hinter dem Start und auch Landeplatz verläuft hier gleich die fette Autostrada... und der Start/Landeplatz hat hier Handtuchgröße umrahmt von Stachelbüschen und Lichtmasten für die Strasse. Einer der Lokals hatte mir das dann schön beigebracht- bisher hats mich eher mal über den Boden gezogen wenn ich mich bei Bodenberührung umdrehen wollte. - schon Kurz über dem Boden- Ca. 1m- die C greifen und brachial durchreissen beim Boden berühren sofort eindrehen... Funktioniert klasse. Ich hoffe ich bekomm es zuhause auch wieder hin.
Die Piloten hier sind super Nett übrigens:)

Gruß Johann

conny-reith
29.03.2013, 07:37
Starker Wind wobei man gleich seitlich wegfliegen kann. :rolleyes:

WA
29.03.2013, 09:20
etwas schmunzeln muss ich hierzu: :-)

http://youtu.be/CnUOqpgDlb0

....etwas?:eek:

Bleiben wir bei diesem Piloten: Die rechte Hand hält den Steuerleinengriff. Wenn er jetzt noch mit rechts zusätzlich in die C/D Ebene greifen würde, hätte er die Möglichkeit durch Zug auf C/D den Druck rauszunehmen und Steuern, indem er linke Hand/A und rechte Hand/C gegeneinander gefühlvoll überkreuz verschiebt, könnte er auch noch und nicht dieses Gewurstel und gezupfe an den Bremsen!

PS.
Zitat: "Sehr schön hinbekommen finde ich."

Wie meinen?:confused:

reinhard may
29.03.2013, 09:48
Guten morgen
Anfangs sieht das Aufziehen gut aus.Meiner Meinung nach fehlt einfach ein bisschen Koordination. Zum richtigen Moment ausdrehen und den Körper in Vorlage bringen.Dabei die Arme nach hinten oben gestreckt um moglichst wenig anzubremsen und Zug auf die Tragegurte bringen.Dann braucht er auch keinen Starthelfer,was ich sowieso gefährlich finde.
Gruss Mayer

magic_boomerang
29.03.2013, 15:26
Hi Pi,
Eigentlich ist dem Faden schon alles geschrieben worden, was wichtig ist.
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, sieht man in Deinem Film, dass Dir noch etwas Sicherheit, Technik und Routine fehlen. Das auf einem windigen Gipfel zu trainieren kann blöd ausgehen, im Tal ein kleiner Hang mit entsprechendem Wind ist das besser.

Thomas

PS: wirklich schöne Touren und Filme, die Du da machst :-)

dicker-moench
29.03.2013, 17:05
da es nicht bei allen Schirmen so einfach ist über die C-Ebene zu steuern, musste ich auch auf eine andere Technik zurück greifen und Schirm deshalb wechseln wollte ich auch nicht. Wie ist das BL. Soll der nicht auch noch mal die C-Traggurte aufgeteilt haben und unterschiedlich mehrere Gurte eingelenkt sein. Stimme aber da Artemis zu ist eine gute Technik schnell durchs Windfenster zu kommen. Cobrastart ist im Laminaren Wind kein Problem. In Turbulenzen, muss ich wohl einfach auch noch sehr viel Erfahrung sammeln. Soll heißen finde es sehr sehr schwierig.

Auch magic_boomerang gebe ich recht mit der Unsicherheit. Ich hatte das Gefühl, dass du durch deinen Respekt zum Wind, einfach vorsichtiger bist und zu viel mit Bremsen usw. arbeitest. Trtodzem ist das Video nicht aussagekräftig genug. Schleifen lassen ist auch kein Problem. Das mache ich auch, nur bin ich dabei tief in den Knien und mache das je nach Bodengrund geziehlt. Sonst muss ich einfach zügig und weit entgegenlaufen.

Hatte früher mit dem Aushebeln auch meine Probleme, bis ich mal junges hübsches Mädel beim Groundhandling am Gartdasee beobachtete, die wohl um die 50 Kilo oder weniger hatte. Dachte schon, dass wird sicherlich ne Interessante Sache, weil andere Piloten schon ihre Schwierigkeiten hatte mit ihren Schirmen zurecht zukommen. Sie fragte sogar eine andere Pilotin, ob sie mal ihren Schirm Groundeln darf. Dachte mir nur "mutig". Die Kleine hatte null Probleme mit dem Schirm klar zu kommen. Sie machte viel aus der Hüfte heraus. Sprich ging vor dem Aufziehen schon sehr weit in die Knie oder saß schon fast. Sie lies sich so ein wenig Ziehen, so lange der Schirm im Windfenster war oder lief der Kappe entgegen. Erst als der Schirm dann in den Bereich kam, wo der beginnt fahrt aufzunehmen und die letzen 20-30° bis zum Zenit nach oben schießt, ist sie aus dem Gurtzeug raus und auf die Beine (stellte sich auf) Lief dann noch etwas der Kappe entgegen und so wurde sie nie ausgehebelt, obwohl sie viel über die Steuerleinen arbeitete.
Hinzukam, dass sie vor dem Aufziehen schon beim Aufziehen erst mehr Druck auf die Arme hat und durch die Armverlängerung, auch noch mal etwas Kraft rausnehmen konnte in den verschiedenen Steigegraten der Kappe. Diese paar cm von Armen und Beinen reichen aus, um eben die Dynamik etwas ruszunehmen und auch wenn der Schirm ein paar cm aushebeln wollte, hatte sie dann eben mit den jetzt aufgerichtet eben immer noch Boden unter den Füssen.

blackstromer
29.03.2013, 18:24
hi Thomas und danke - wo du Recht hast hast du Recht:

Der Clou ist eben, dass an diesem Startplatz (bin da praktisch immer alleine) im Winter das Groundhandling optimal geht (im Sommer hat's Steine, Löcher und Felsen).
Südseitig ist flach (wo man normalerweise startet), Nordseitig ist es nicht grad senkrecht aber doch schwindelerregend). Eine topografische Verschneidung erzeugt zusätzliche Böigkeit bei NW - Nord wäre besser.
Wenns also schleift, oder sonst was abgeht dann meist sanft und ohne Risiko - im Flachen hab ich nie diese Bedingungen um zu üben, resp. bei uns eher selten mit über 25kmh.

Nehm mir nächstes mal ein Spickzettel mit: Ist mir erst im nachhinein (beim Meditieren :-)) in den Sinn gekommen was ich alles wieder vergessen und unterlassen hab. Aber insgesamt ist es als Ganzes gesehen immer auch eine Art "Selbstfindung" - nämlich Cool zu bleiben und alle Eventualitäten abzuchecken und am Schluss durch das Gelingen belohnt zu werden.

Der Aufbau allen Lernens findet (wie überall) zuallererst mit der Theorie statt, dann der Praxis, dann der Verinnerlichung, dann der Anwendung und bei all dem muss man sich in unserem Sport an seine persönlichen Grenzen herantasten ..

Es geht eben um den Feinschliff - und das ist, denk ich, schwierig aus Verbalem zu extrahieren. Ich mein sowie: "zieh an den inneren A-Leinen auf" - alles klar soweit - aber versuch mal zu erklären was du am Finger spürst -oder am Bein - oder in der Wirbelsäule - da wird's dann mit Worten schwierig. Deshalb kann man Reflexe auch erst durch Praxis erlernen (wie schon vielfach richtig bemerkt wurde ).

Beim Swift kann ich viel besser über C Steuern - eigentlich tendiere ich aber dazu den BL in den Griff zu bekommen auch wegen anderer Projekte.

@dicker moench: so eine Art Beschreibung betr. dem Girl wäre eben hilfreich - denn es geht eben genau um diese klitzekleinen Feinheiten - nicht mehr unbedingt um A oder B oder C usw. - wobei ich mich frage ob wenige Zentimeter genügen um auszugleichen :-)

bigben
29.03.2013, 19:36
.......
Hinzukam, dass sie vor dem Aufziehen schon beim Aufziehen erst mehr Druck auf die Arme hat und durch die Armverlängerung, auch noch mal etwas Kraft rausnehmen konnte in den verschiedenen Steigegraten der Kappe. Diese paar cm von Armen und Beinen reichen aus, um eben die Dynamik etwas ruszunehmen und auch wenn der Schirm ein paar cm aushebeln wollte, hatte sie dann eben mit den jetzt aufgerichtet eben immer noch Boden unter den Füssen.

??????????????

blackstromer
30.03.2013, 06:11
:):):):):)

wurde das Thema mit eingeklappten Ohren aufzuziehen schon mal erörtert - dumme Frage wohl - aber trotzdem


http://youtu.be/6HyevkE8mnU

Bergsportmikel
30.03.2013, 13:05
:):):):):)

wurde das Thema mit eingeklappten Ohren aufzuziehen schon mal erörtert - dumme Frage wohl - aber trotzdem


http://youtu.be/6HyevkE8mnU

Bei Starkwindstart sind die Techniken sehr empfehlenswert. Nur das Thema war, Böen. Diese können ohne weiteres doppelt so stark sein, wie der Wind ohne Böen. Hier muss man damit rechnen, dass man dann, wenn alles beim Start beachtet ist, man beim Drehen von einer Böe erfasst wird, die einen meherere Meter hochreißt und fallen lässt. Diese Gefahr ist real und nicht beherrschbar.

soundglider
30.03.2013, 13:53
Ich habe gute Erfahrungen mit folgendem "Stark"wind-Startprozedere (In den Bergen, Bisher max. um 25-28kmh, gemessen) gemacht, wohlgemerkt bei meinem 1er:

1. an einem mehr oder weniger windschattigen Platz die Leinen vorsortieren, einhängen und den Startcheck (!) fertigmachen.
2. Dann den Schirm zur Rosette nehmen und an den Startplatz gehen, möglichst weit unten. Schirm als Rosette ablegen.
3. Bremsen richtig in die Hand nehmen
4. Über vorderste und hinterste Tragegurte den Schirm langsam öffnen, mit Zug auf den hintersten Gurten am Boden halten. Die Leinen überprüfen. Ein letzter Check -> Luftraum
5. Jetzt mit beherztem A-Impuls den Schirm durch die Powerzone ziehen, gleichzeitig die hinteren Tragegurte loslassen und die freie Bremse zum kontrollieren verwenden. Gegebenenfalls mit der freien Bremshand in die Bremsleine der A-Hand eingreifen, wenn Korrektur nötig (z.b. wg. Böe). Dies kann man auch beim Groundhandeln gut üben!
6. Wichtig: Wenn der Schirm einen wegzieht, zwar einige Schritte nachgeben aber den A-Zug konstant halten, damit er weiterhin hochkommt. Ggf. beim Startabbruch wieder in die C/D-Gurte greifen und den Schirm killen, nicht wild mit den Bremsen arbeiten (Uneffektiv, aber schon oft gesehen)
7. Wenn der Schirm schön über einem steht, ausdrehen, Bremsen freigeben, abheben :-)

blackstromer
30.03.2013, 17:48
>>> ff

hab mal noch weitere Treads gelesen (sorry wenn nicht zuerst) und meiner Meinung nach das Wesentliche zusammengefasst - resp. kann ergänzt werden. (http://www.gleitschirmdrachenforum.de/showthread.php/29065-Starkwindtechniken-ab-20kmh-bis-ca-30kmh-im-Gebirge-bei-b%C3%B6igen-Verh%C3%A4ltnissen)

Besonders auch die lehrreichen Instruktionen von Küng (allerdings in Englisch)

fritz
31.03.2013, 10:01
1-4 mache ich fast genauso.

Gegebenenfalls mit der freien Bremshand in die Bremsleine der A-Hand eingreifen, wenn Korrektur nötig
Warum Gegebenenfalls?
Das ist beim Rückwärtsstart eine große Sicherheitsreserve, die leider kaum einer nutzt.
Damit hat man von Beginn an Kontrolle über beide Seiten und die Bremsen in der richtigen Hand.

Die Bremshand kann doch ohne Probleme die immer oben auf den Gurten liegende Bremsleine der
anderen Seite zusätzlich fassen.
Mache ich bei jedem Start von Anfang an.
Wenn notwendig, wird sie benutzt. Muß die andere Seite gezogen werden, einfach loslassen.

Die Piloten, die hektisch mit "verdrehen" der A und D versuchen, daß gleiche zu erreichen, oder den Schirm einseitig zum Wind auslegen, haben nach meiner Meinung deutlich mehr Probleme.

Warum soll ich mich bei schwierigen Bedingungen zusätzlich mit komplizierten Abläufen abmühen, wenn ein einfacher Trick zu einem sicheren Start verhilft.
Weil Flugschulen das so nicht lehren?

Fritz