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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nach langer Pause zurück und viele Fragen



Basti G.
19.04.2015, 22:51
Hallo ihr lieben,

leider musste ich gezwungener Maßen mehr als 2 Jahre Pause machen. Sowohl vom Fliegen, als auch von diesem Forum. Ich hoffe das ist überhaupt jemand von euch aufgefallen. [emoji1]

Gründe dafür war eine sehr langwierige und schwere Vorbereitung auf eine Prüfung und eine recht heftige unfallbedingte Verletzung zwischendrin, die mich leider mehrere Monate an den Rollstuhl gefesselt hat, mit langer anschließender Reha usw.

Das schöne ist, Prüfung ist geschafft und körperlich bin ich wenigstens wieder soweit hergestellt, dass ich wieder diverse Sportarten machen kann. Es kann also wieder los gehen.

Nach so langer Flugabstinenz fange ich wieder ganz langsam an. Man vergisst mehr als man denkt und vor allem dass Gefühl für den Schirm muss erst wieder aufgebaut werden. Habe deshalb mit meiner Freundin, welche beinahe die gleiche Situation hatte, heute ersteinmal wieder mit Groundhandling und den ersten Hüpfern vom Übungshang angefangen. Gerade weil ich keine Anfängerschirme habe finde ich es wichtig klein anzufangen.
Das Gefühl war toll. Das erste mal wieder abheben war fast wie beim ersten mal. Am Boden hab ich kaum die Pause gespürt, aber in der Luft war es anders. Liegt vielleicht auch an meinem Unfall, dass ich nicht mehr ganz so locker bin wie vorher. Kann aber auch sein dass sich die Entspannung mit der Zeit wieder einstellt.

Aber jetzt komme ich schon zu meiner ersten Frage: Meiner Freundin fällt das ganze noch schwerer als mir. Sie war auch früher nicht ganz so Flugkrank wie ich und hat deshalb vielleicht noch mehr vergessen. Auch hat sie plötzlich das Vertrauen in sich und ihre Flugfähigkeiten verloren. Habt ihr Erfahrungen mit so langen Pausen? Könnt ihr mir für sie Tipps geben wie sie sich wieder herantasten kann? Gibt es z.B. Auffrischungskurse von Flugschulen oder etwas in der Art? Einen kompletten normalen Kurs zu besuchen wäre sicherlich etwas überpowert. Hat euch evtl. Bücher lesen geholfen? Einfach viel Groundhandling? Haben euch betreute Flugreisen geholfen euch wieder rein zu finden?...usw. Wäre toll wenn ihr uns an euren Erfahrungen teilhaben lassen würdet.

Meine nächste Frage ist eher technischer Natur. Unsere Schirme hatten vor der Pause komplett neue Checks. Die sind natürlich jetzt abgelaufen, obwohl die Schirme 2 Jahre nicht bewegt wurden. Was meint ihr. Sollte man alleine schon aus versicherungstechnischer Sicht trotzdem direkt einen neuen Check machen? Oder besteht sogar die Gefahr dass die Leinen bzw. das Tuch trotz richtiger Lagerung leidet und allein deshalb ein check gemacht werden sollte? Mir wärs natürlich lieber diesen Sommer zu fliegen und dann in Winter in Ruhe die Checks machen zu lassen. [emoji6]
Den Retter lasse ich auf alle Fälle direkt packen...keine Frage.

Und eine dritte und letzte Frage.
Ich gehöre leider zu den Opfern, die damals dem Team 5 Schlussverkauf zum Opfer gefallen sind. Damals kam dann die Katastrophe mit der Sicherheitsmitteilung und der daraus folgenden schwachsinnigen Verkürzung der Checkintervalle.
Mein letzter Stand war, dass kaum ein Checkbetrieb sich bereit erklärte die Team 5 Schirme zu prüfen. Was hat sich denn da in der Zwischenzeit entwickelt? Bekommt man sie gecheckt? Gibts überhaupt irgendwelche Interessenten auf dem Gebrauchtmarkt, oder muss man sie fliegen bis sie auseinanderfallen?

Entschuldigt bitte die ganzen Fragen. Bisschen viel für einen einzigen Thread, aber vielleicht schaff ich es ja trotzdem auf alles ein paar Antworten zu finden.

Ich kann euch nur eins sagen, ich freu mich riesig wieder hier zu sein und vor allem wieder abheben zu können. Möge es hoffentlich die letzte Pause in dieser Art gewesen sein bis ich alt und grau geworden bin. [emoji1]

Goeldi
20.04.2015, 06:30
Hi Basti, zu den Schirmen kann ich dir nichts sagen, als langjähriger Ausbilder für Tauchlehrer und dementsprechender Erfahrung mit negativen Erlebnissen von Gästen, Schülern und Kollegen, kann ich dir zum Neuanfang aber eventuell ein paar Tips geben. ;)

Negativerlebnisse/Unfälle jeglicher art verändern unsere Wahrnehmungen und Einstellung grundsätzlich immer, was auch gut ist da unser Schutzmechanismus nun mal so funktioniert ;) Dabei spielt es keine Rolle ob es ein Fahrrad-, Motorrad-, Auto- Tauch- oder Gleitschirm-Unfall ist, unsere Sinne werden anschliessend in allen Bereichen geschärft und wir werden vorsichtiger, ängstlicher, der eine mehr, der andere weniger.
Das wichtigste ist nun deinem Gehirn, deinem Bewusstsein beizubringen das es wieder Vertrauen in die verschiedenen Handlungen haben kann, sprich step bei step vorgehen und nichts überstürzen!
Deine Vorgehensweise, erstmal mit dem Schirm am Boden zu spielen, leichte Hüpfer vom Übungshang usw. ist nach meiner Erfahrung genau die richtige Vorgehensweise um wieder vertrauen in die Fliegerei zu fassen. Bei den ersten längeren Flügen, ausschließlich bei ruhigen, guten Bedingungen, wird dann zwar sicherlich etwas mehr Adrenalin ausgeschüttet, was eventuell auch für einwenig Unruhe sorgen kann, wichtig dabei ist aber dass man sich der Situation stellt und sich bewusst macht das alles ok ist, um sein Hirn mit positiven Erfahrungen "zu füttern"!
Ganz wichtig ist es, wirklich wichtig, nichts zu erzwingen und sich langsam rantasten! Denn wenn es zu Anfang gleich zu Angstattacken kommt, oder gar zur Panik dauert es um ein wesentliches länger bis man sich wieder einigermassen wohl fühlt, falls man sein Hobby dann nicht sogar an den Nagel hängt!

Betreutes fliegen kann in dem Fall sicherlich Sinn machen, allerdings nur wenn der Guide, der Betreuer gut ausgebildet und entsprechendes Wissen und Erfahrung damit hat. Ein "alles ist gut jetzt hau dich raus" Guide wird dir da sicherlich nicht weiterhelfen, eher das Gegenteil ;)
Falls du eine gute Flugschule in der Nähe hast würde ich mich denen einfach mal ein paar Flüge lang anschliessen, denn gute, erfahrene Fluglehrer kennen garantiert das Problem und wissen damit umzugehen!

Also no worries, der Genuss kommt wieder, aber die Vorsicht bleibt! Und das ist gut so! ;)

einrad
20.04.2015, 06:46
Hi Basti,

Das blöde Gefühl nach einem recht üblen Unfall (bei dem mir fast nichts passiert ist) kenne ich.
Wenn's in Thermiken unruhiger wird, werde ich dies auch...

Schließe mich aber inhaltlich Goeldis Meinung an. Wenn man da zurück will ist's wohl in passenden Schritten am besten.

Dazu kommt aber aus meiner Sicht auch, dass bei mir das Leben auch in Bezug auf Freizeitinteresssen klare Phasen hat.
Mal mehr dieses, dann eher jenes etc... Ich fliege zur Zeit sehr wenig und denke, dass auch "Nichtfliegen" als Konsequenz aus einem Unfall völlig OK ist.
Es gibt so viele schöne Dinge zu tun und fliegen ist nur eines davon...

Auf jeden Fall viel Spaß Euch beiden,

Gruß, Harald

Seba
20.04.2015, 06:56
Hi Basti,

willkommen zurück. Nach einigen Jahren mit sehr wenigen Flügen hatte ich ein Sicherheitstraining für Wiedereinsteiger bei der Flugschule Achensee besucht. Mir hat der Kurs sehr gut getan. Gefühlt habe ich in den drei Kurstagen mich mental so weiterentwickelt wie ich es ohne Kurs in ein- bis zwei Jahren geschafft hätte.

Die "Helmübung" war z.B. echt gut: Am Morgen starten, rausfliegen, dann in aller Ruhe Bremsen loslassen, Helm aufmachen, abnehmen, umherschauen, Helm wieder aufziehen, zumachen, Bremsen wieder in die Hand und weiterfliegen. Hört sich echt banal und einfach an aber mit wenig Flugerfahrung hat mich der Gedanke die Bremsen loszulassen damals echt gestresst. Die ruhige Stimme von Ekki im Ohr, wurde ich sehr gut durch die Übung geführt.

Ist schwierig zu beurteilen wie Eure Flugpsyche gerade wirklich ist. Ihr könnt ja mal überlegen, ob ihr die "Helmübung" ohne Probleme sofort machen würdet - und sie dann auch machen - und wenn nicht, mal schauen ob ein Sicherheitstraining für Wiedereinsteiger noch angeboten wird.

Zum Material fällt mir folgendes ein: Ganz besonders in Eurer Wiedereinsteigersituation sollten Schirm, Gurtzeug, Karabiner, Retter in einem Zustand sein, dass DU bzw. Deine Freundin zu keiner Millisekunde an der Zuverlässigkeit bzw. Qualität zweifelt. Ganz egal ob Zweifel technisch begründet sind oder nicht - es ist nicht wert dass ihr mentale Kapazität an den wertvollen Flugtagen mit Gedanken zum Material blockiert. Nehmt Eure gesamte Aufmerksamkeit für die Freude an unserem phantastisch-schönen Sport her.

Grüße, Sebastian

Basti G.
20.04.2015, 07:27
Danke schonmal für eure Tipps. Nochmal eine Klarstellung. Es geht mir nicht um Angstüberwindung nach einem Unfall. Unfall hatte ich, Angst entwickelt hat meine Freundin. Bei mir ist es bisher eher wie Goeldi gesagt hat. Einfach erhöhte Vorsicht. Aber ich hab extremst Bock aufs Fliegen. Das ist nicht so ein "ich bin ein Mann und hab Angst über eigene Gefühle zu reden"-Ding. Ich frage wirklich für meine Freundin. [emoji1]

Mir geht es in Bezug auf meine Freundin eher darum verloren gegangenes Wissen wieder aufzufrischen, statt Angstüberwindung. Ich bin wirklich verwundert dass sie recht viel Theorie vergessen hat in der Zeit. Mit einem Sicherheitstraining wäre sie glaube ich erstmal überfordert. Geht eher darum sie wieder sicher und mit gutem Gefühl in die Luft zu bekommen.

Marc
20.04.2015, 07:38
2 Jahre Pause (oder etwas mehr) ist doch nix, da würd ich mir keine Gedanken machen. Ich hatte fast 5 Jahre aufgehört (nur noch Mopped gefahren - Wüstenrallyes, da blieb weder Zeit noch Geld für was anderes) und mein ganzes Material verkauft. Habe dann halt statt eines Astral (DHV 2) einen Mentor (DHV 1-2) gekauft - und war damit sehr glücklich, die Flugleistungen selber waren nicht weit von meinem alten Hochleister (DHV 3) entfernt, aber man flog deutlich entspannter. Inzwischen bin ich nochmal etwas weiter runter (Swing Sensis, EN B, weil ich nicht damit rechnete mehr als 10-15 Flüge pro Jahr zu machen, fliegt sich doch irgendwie "anders" als der Mentor, aber man gewöhnt sich daran und wenn's mal wirklich heftig wird ist halt doch noch einiges mehr Reserve eingebaut).

Natürlich wird es ein paar Flüge brauchen, bis man sich wieder richtig wohl fühlt. Ich war für die ersten Verscuhe mit dem neuen Schirm kurz am Übungshang, mit paar Tipps vom Fluglehrer war das Thema starten dann schon mal erledigt. Bei grossen Flügen halt erst mal kleine Fluggebiete wählen und vielleicht nicht grad den ersten Flug nachmittags am Südhang machen, dann kommt auch ein gutes Gefühl beim Fliegen auf. Egal, wenn man erst mal nur reine Abgleiter macht - man kann sich dabei mal wieder an die Landeeinteilung rantasten und versuchen wirklich da zu landen wo man will (ich verschätze mich regelmässig, insbesondere wenn Wind mit Thermik gemischt ist - da sieht man schnell wer viel fliegt und wer nicht).

Beim Check musst Du selber wissen was Du machen willst (ich würd den Schirm sicher nicht checken lassen, aber wir haben in der Schweiz auch keine Vorschriften betreffend Versicherung). Am Übungshang merkt man meist recht schnell, wenn etwas "vertrimmt" ist und wenn der Schirm nicht mehr geflogen surde, können die Leinen nicht beschädigt worden sein, da würd ich mir keine Sorgen machen.

Zum Team5 kann ich nicht viel sagen. Ich habe als Notschirm einen Orange ST und absolut Null Prolbem den falten/checken zu lassen. Den Test-Center ist es doch völlig egal wer der Hersteller von einem Schirm ist, das Prüf-Prozedere ist immer das Selbe. Und ob es die Marke noch gibt oder nicht ist auch egal, die haben ja weder Tücher noch Leinen selber hergestellt. Kann halt sein, dass man bei ganz alten Schirmen oder speziellem Design bei Reparaturen nicht mehr genau das selbe Tuch bzw. Farbe bekommt, aber das ist im Grunde auch egal so lange der Schirm fliegt. Und nur so: ein Fliegerkollege ist mit seinem 10-jährigen Schirm letztes Wochendne 6 Stunden am Stück ind er Luft gewesen, so lange man das Teil noch in die Luft bekommt und sich darunter wohl fühlt, muss es noch lange nicht immer das neuste Modell sein.

Verkauf von gebrauchten Schirmen ist ein leidiges Thema. Mit den massiv nach unten angepassten Verkaufspreisen der neusten Modelle (und noch viel tieferen "Nettopreisen") sowie den genialen Flugeigenschaften der neusten Schirmgeneration kann man es im Grunde vergessen den (älteren) Schirm zu einem halbwegs vernünftigen Kurs wegzubekommen (ich habe für einen Sigma mit 80 Flugstunden, frisch gecheckt, noch 50 Euro mehr bekommen als der Check mit Tausch einer Leine gekostet hat - für den Preis sollte man den Schirm eher zum Groundhandeln oder fürs Dünenfliegen behalten).

Aber bitte: ist nur (m)eine Meinung und da ich mir nichts aus irgendwelchen versicherungstechnischen Vorschriften in DE mache und Zulassungen auch nur als grobe Richtungsangabe sehe, sollte man nicht allzuviel darauf geben.

Marc
Dieses Jahr schon 20 Flüge - mehr als in den letzten 3 Flugsaisons zusammen

kerim
20.04.2015, 08:02
Basti, war das ein Flugunfall? Was war passiert?

Goeldi
20.04.2015, 08:05
...
Mir geht es in Bezug auf meine Freundin eher darum verloren gegangenes Wissen wieder aufzufrischen, statt Angstüberwindung. Ich bin wirklich verwundert dass sie recht viel Theorie vergessen hat in der Zeit. Mit einem Sicherheitstraining wäre sie glaube ich erstmal überfordert. Geht eher darum sie wieder sicher und mit gutem Gefühl in die Luft zu bekommen.

Na dann... würde ich an ihrer Stelle einfach so eine Art Auffrischungskurs in einer guten Flugschule besuchen! ;)
Sorry, hatte das wohl falsch verstanden, Basti! War noch vor dem zweiten Kaffe! :D

DonQuijote
20.04.2015, 08:21
Mir geht es in Bezug auf meine Freundin eher darum verloren gegangenes Wissen wieder aufzufrischen, statt Angstüberwindung. Ich bin wirklich verwundert dass sie recht viel Theorie vergessen hat in der Zeit. Mit einem Sicherheitstraining wäre sie glaube ich erstmal überfordert. Geht eher darum sie wieder sicher und mit gutem Gefühl in die Luft zu bekommen.

Da würde ich doch glatt das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und eine zwei- oder dreiwöchige Flugreise mit einer guten Flugschule buchen. Der Schwerpunkt liegt im Urlaubserlebnis und Spaß haben und nebenbei frischt der Fluglehrer die Lücken wieder auf und die Fachsimpelei mit den anderen Mitreisenden tut ein Übriges. Wenn Ihr der Flugschule / dem Reiseveranstalter von vorne herein sagt, was Ihr vorhabt, können die Euch natürlich auch gleich sagen, welche ihrer Reisen dafür am geeignetsten sind.


Basti, war das ein Flugunfall? Was war passiert?
Hi Kerim, wenn ich mich richtig erinnere, ist er übel vom Skateboard geflogen. Also schon so eine Art "Flugunfall"... ;-)

kerim
20.04.2015, 08:34
Da würde ich doch glatt das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und eine zwei- oder dreiwöchige Flugreise mit einer guten Flugschule buchen. Der Schwerpunkt liegt im Urlaubserlebnis und Spaß haben und nebenbei frischt der Fluglehrer die Lücken wieder auf und die Fachsimpelei mit den anderen Mitreisenden tut ein Übriges. Wenn Ihr der Flugschule / dem Reiseveranstalter von vorne herein sagt, was Ihr vorhabt, können die Euch natürlich auch gleich sagen, welche ihrer Reisen dafür am geeignetsten sind.


Hi Kerim, wenn ich mich richtig erinnere, ist er übel vom Skateboard geflogen. Also schon so eine Art "Flugunfall"... ;-)

Aua! Habe es gerade gelesen. Stand ja hier im Forum.

Den Ratschlag von dir finde ich gut Joerg. Vielleicht wurde ich mich noch einen neuen Schirm oben drauf goennen und den Team 5 in die tonne kloppen. Ich will nichts gegen die Marke sagen aber der Fakt das er quasi nicht mehr servicebar ist und eine Sicherheitswarnung draussen ist wuerde mich persoenlich davon abschrecken ihn zu benutzen.

Liebe Gruesse,

Kerim

Basti G.
20.04.2015, 08:38
@Kerim:
JN hat völlig recht. War ein Unfall beim Longboard-Downhill. Knie praktisch völlig zerstört und Handgelenk kompliziert gebrochen. Jetzt habe ich jede Menge Metall im Körper und das Knie wird wahrscheinlich ein Leben lang Probleme machen. Aber es geht schon wieder fast alles ganz gut. Marathon laufen usw. wäre vielleicht nicht mehr so ganz der ideale Sport. ;)

Finde JN's Idee auch sehr gut. Werde ich ihr mal vorschlagen.

Zu meinem Blue: Ich habe noch meinen Mentor 2. Aber zum Wegschmeißen ist mir der Blue nun doch zu schade. Fliegt sich ja eigentlich toll. Hat jemand einen Team 5 und kann mal von den Erfahrungen berichten, wie das in den letzten Jahren so läuft?

bigben
20.04.2015, 08:47
@Basti,
Willkommen zurück, ich denke das wichtigste ist wieder Vertrauen zu finden, das fängt mit dem Schirm an, ob da Team 5 eine gute Basis ist möchte ich bezweifeln. Es gab es mal einen langen Faden zu #1 (http://www.gleitschirmdrachenforum.de/showthread.php/29425-TEAM5-BLUE-GREEN-evtl-gef%C3%A4hrliche-Sackflugt%C3%BCte%28n%29?p=381986&viewfull=1#post381986)
Wenn würde ich sie komplett vermessen und trimmen lassen, ob das für Team 5 überhaupt noch jemand macht, weiß ich leider nicht, vielleicht mal bei Ralf Antz oder Martin Mergenthaler anrufen, ansonsten zu Windsäcken verarbeiten lassen, ist bitter, ich weiß:(
Eine Woche betreutes Fliegen, Höhenflugkurs oder sowas ähnliches, ein restriktives Sicherheitsmanagement und im Zweifel den Sack zu lassen, dann wird das mit Sicherheit wieder was. Ich wünsche Dir viel Erfolg.

Gruß bigben

tommi
20.04.2015, 09:11
Hi Basti,

nach meinem Unfall vor 11 Jahren hatte ich ein Jahr Zwangspause. Musste auch erst wieder Laufen lernen und so.
Danach hat es mir sehr geholfen, den ersten Flug an der Hochries zu machen. Ich hatte dort gelernt und irgendwie gab mir die Anwesenheit meiner Fluglehrer ein beruhigendes Gefühl.
Dann hatte ich das Glück mit meinem Harzer Verein in Urlaub zu fahren. Kein betreutes Fliegen, aber mit Leuten unterwegs zu sein, die ich kenne und von denen ich weiss, wie sie Fliegen, war ein gutes Gefühl.
Daneben war ich nicht in jeder Situation wirklich Startfähig und z.B. bei Schwachwind haben mich Fliegerkollegen unterstützt indem sie mich beim Laufen geholfen haben. Zum Glück sind sie unverletzt geblieben, als sie den Hang runtergekullert sind, nachdem ich abgehoben bin :).
Merkwürdiger Weise hatte ich nach meinem Unfall keine Panik, wenn es ruppig wurde, obwohl ich bei heftigen Bedingungen verunfallt war. Schirmmäßig bin ich auch weiter einen Zweier geflogen, allerdings nicht mehr den Hornet SP, den ich schon vor meinem Unfall verkaufen wollte, nachdem er mir im Sicherheitstrainig gezeigt hatte, dass er deutlich zu heiß für mich war. (aber noch der eine Kurzurlaub...)
Dafür hatte ich im ersten Flugjahr nach dem Unfall Panik, sobald mir andere Piloten etwas näher gekommen sind. Eigentlich völlig unlogisch, denn bei meinem Unfall war ich ganz alleine in der Luft, war aber so. Aber das legte sich mit der Zeit.

Schön, dass Du wieder Fliegen willst. Wenn Du mal ein schlechtes Gefühl hast, einfach drauf hören und nicht Fliegen.

Zur Schirmfrage... Ich würde in die Marke nicht mehr das Geld für den Check stecken.
Falls Dein Startgewicht für den UP Kantega XC2 M* passt, könnte ich ihr Dir leihen. Wenn Du dann sicher bist, dass Du weiter machen willst, kannst Du Dir dann ja was kaufen.

Liebe Grüße,

Tommi

*Den müsste ich aber auch checken lassen, braucht also ein paar Tage...

thomas m
20.04.2015, 09:14
z.B. eine Woche Pustertal, easy-fly bei FS Bluesky buchen, da könnt ihr unter voller Fluglehrerbetreuung am Höhenflugkurs und am Theorieunterricht mitmachen und wenns dir gefällt kannst du auch frei fliegen. Da kommt bei deiner Freundin der Spaß und die Sicherheit wieder zurück. So etwas bieten sicher auch andere Flugschulen an.
Viel erfolg beim Wiedereinstieg.

Basti G.
20.04.2015, 09:19
@Tommi: Vielen vielen Dank für das liebe Angebot. Ich hab aber wie oben geschrieben ja noch einen zweiten Schirm. Der Blue war/ist eh nur meine Freestyle-Tüte. Aber toll deine Hilfsbereitschaft.

@Thomas M: Auch dir danke für den Tipp. Hab mir schon vorgenommen mal die beiden Flugschulen meines Vertrauens zu kontaktieren. Bluesky ist eine davon. ;)

fendrix
20.04.2015, 10:10
Also zum Schirm Check:
Bei der Flight Connection aus Schnifis ist der Check vom Blue kein Problem:
http://www.fca.at/wiki/Schirm+Check

VG
Frank

FleiingStiel
20.04.2015, 11:37
Hi Basti,

Du brauchst sicher hier nicht viel Hilfe (bist ja mental schon wieder in der Luft).

Aber es sollte klar sein, was Deine Freundin wirklich will.

Ich hatte 15 Jahre Pause und habe dann nochmal einen Neueinstieg mit dem Drachen versucht.
Der Schleppkurs in einer Drachenschule hat mich aber schnell überfordert und ich habe das Fliegen aufgegeben.

Zwar hatte ich schon Lust drauf aber ich war nicht wirklich fluggeil, so dass ich andere Dinge in jedem Fall zurückgestellt hätte.
Als die Unsicherheit dazu kam habe ich es halt aufgegeben.

Falls es Deiner Freundin ähnlich geht (die vergessenen Flugaspekte könnten ein Hinweis sein), dann sollte sie sich zu nichts zwingen müssen ...

Basti G.
20.04.2015, 13:44
Ihr habt natürlich völlig recht. Echt schade dass es selbst nach 2 Jahren noch keinen Like-Button gibt, sonst hätte der RAc gleich mal ein Like von mir bekommen. :D
Gott sei Dank ist mir das aber bewusst und ich dränge da in keinster Weise. Im Gegenteil...ich habe schon häufig gefragt ob sie sich sicher ist, dass es das richtige für sie ist und ob sie auch ohne mich fliegen würde. Ich will auf keinen Fall dass sie das mir zu liebe tut. Würde sie aufhören hätte ich vollstes Verständnis. Ich bin der Meinung entweder fliegt man ganz...oder besser gar nicht. Halbherzigkeit ist in unserem Sport ziemlich gefährlich.

Aber sie ist sich sicher dass sie das will. Weiß nicht ob das tendenziell geschlechterspezifisch bei Frauen häufiger vorkommt, aber bei ihr und vielen anderen Frauen in meinem Bekanntenkreis ist der Ehrgeiz beim Fliegen nicht so ausgeprägt wie beim Querschnitt der Männer und auch die mentale Tagesform ist etwas schwankender. Manchmal knallt sie sich voller Freude in die Brachialthermik...manchmal hat sie Angst vor einem Start an einem ruhigen Tag und lockerem Fluggebiet. So ist das nun mal.;)

Ich frage für sie alleine aus dem Grund, weil sie hier gar nicht angemeldet ist. So Forumsgedöns ist halt nicht jedermanns/fraus Sache.;)

Wenn ich helfen kann ein mentales Tief, dass sie selbst stresst/nervt zu überwinden, helfe ich aber natürlich gerne.


Nochmal danke für den Tipp zu easy Fly von Bluesky. Denke das ist eine wirklich gute Idee und wird ihr sicher helfen. Auch für mich toll endlich mal wieder in Sillian zu fliegen. ;)

Tina Sanders
20.04.2015, 14:04
Hallo Basti,

ich kan mir vorstellen, dass es schon eine Geschlechterfrage ist. Ich hatte im vorletzten Jahr ein absolutes fliegerisches Tief, obwohl ich recht viel geflogen bin. Aber ich habe viele Unfälle gesehen (nicht mal selbstgehabt), und so was wie einen "Totalzerstörer", der Schirm war plötzlich weg und ich hatte das Gefühl einfach nach hinten zu fallen. Schirm ging schnell wieder auf, aber es führte dazu, dass ich danach Angst hatte, was dazu führte, dass ich immer lange an Startplätzen saß und viele Unfälle gesehen habe, fast ein Teufelskreis. Ich hatte dann im letzten Jahr einige Erfolgserlebnisse für mich, neuer Schirm, Sicherheitstraining, was mich nicht verunsichert hat, sondern ich kann endlich spiralen. Fullstall habe ich bewußt nicht gemacht, um nicht noch mal das Negativerlebnis zu haben. Ich habe wieder wirklich Gefallen am Fliegen, versuche möglichst zeitnah zu starten und auf mein Bauchgefühl zu hören. Wenn ich nicht will, will ich einfach nicht. Mein Freund schüttelt dann manchmal den Kopf (lieben Gruß an Tommi ;-)) aber damit kann ich umgehen. Ich habe mir für dieses Jahr konkrete Ziele gesetzt, die erreichbar sind, wenn ich manchmal meine Grenzen ein wenig verschieben muss. Ich will dieses Jahr mindestens 50 km fleigen und 50 Stunden in der Luft sein.

Drängel einfach nicht, einen Gruppenfliegerurlaub kann auch super sein. Ich fahre immer noch gerne mit einer Flugschule in der Urlaub.

Beste Grüße
Tina

Basti G.
20.04.2015, 18:55
Oder es liegt am Namen.[emoji1] Meine ist nämlich auch eine Tina. Danke für die ehrlichen Worte.

amstef
20.04.2015, 19:39
Also ich habe mal so einen refresher Kurs bei einer Flugschule gemacht.
Da wurde Quasi die ganzen Ausbildungsstufen vom A-Schein an einem Wochenende wiederholt. Es fing an mit Hüpfern und endete mit Flügen in sanfter Thermik. Ich kann das empfehlen, weil da gehts ja allen so wie Deiner Freundin und jeder ist ängstlich oder vorsichtig oder unsicher. Aber die Gruppe führt dann auch dazu, dass man sich mehr zutraut ohne sich bedrängt zu fühlen. Mir hat das auf jeden Fall gut getan.
Bei einem Sicherheitstraining oder einer betreute Flugreise besteht das Problem, dass die Erwartungen und Hintergründe der einzelnen Teilnehmer ganz anders sein können. Zumindest wenn die nicht speziell für Anfänger oder Wiedereinsteiger ist. Das kann auch nach hinten los gehen.

Basti G.
20.04.2015, 20:18
Wo hast du diesen Kurs denn gemacht?

baumschraddler
20.04.2015, 21:59
Knie praktisch völlig zerstört und Handgelenk kompliziert gebrochen. Jetzt habe ich jede Menge Metall im Körper und das Knie wird wahrscheinlich ein Leben lang Probleme machen.
Mit Deinem angeschlagenem Knie sind Probleme beim Startlauf und Landung mit Sicherheit zu erwarten. Du solltest besser auf ein Luftfahrzeug umsteigen, welches nicht fussgestartet werden muss z.B. Motorschirmtrike, Drachentrike oder Segelflugzeug.
Mit einem Schirm ohne Check würde ich nicht fliegen, da dies im Ernstfall Probleme mit Versicherungen geben kann. Ist halt wie Autofahren ohne TÜV.

Der_Erhard
21.04.2015, 00:22
Hier geht es doch eigentlich gar nicht mehr um das verletzte Knie.....oder ???
sondern - wie findet Deine Freundin wirklichen den eigenen Spaß und das Selbstvertrauen am Fliegen.

Fliegt einfach ganz viel gemeinsam im vertrauten und überschaubaren Fluggelände unter soften Bedingungen.
Freut Euch zusammen an langsamen Fortschritten und genießt es.
Überfordere Sie nicht - die Freude muss unbedingt im Vordergrund sein.
Beobachte Deine Freundin, ob bei Ihr mit den Fortschritten auch die Begeisterung wächst - sonst ist es für Sie einfach der falsche Sport.
Unbedingt gemeinsam den Start beim Groundhandeln üben - das schafft eine enorme Sicherheit. Dabei ruhig diesen und jenen Misserfolg akzeptieren - das gehört dazu.

Tinas Hinweis auf den betreuten Fliegerurlaub wäre dann der nächste sehr sinnvolle Tipp -
mit anderen fliegen bringt enorm viel und ist ein schönes, gemeinsames Erlebnis. (z.B. Castelluccio im Herbst - ein Genuss!!)

Alles gute für Euch
Erhard

bigben
21.04.2015, 08:32
..........

Fliegt einfach ganz viel gemeinsam im vertrauten und überschaubaren Fluggelände unter soften Bedingungen.
Freut Euch zusammen an langsamen Fortschritten und genießt es.
Überfordere Sie nicht - die Freude muss unbedingt im Vordergrund sein.
Beobachte Deine Freundin, ob bei Ihr mit den Fortschritten auch die Begeisterung wächst - sonst ist es für Sie einfach der falsche Sport.
Unbedingt gemeinsam den Start beim Groundhandeln üben - das schafft eine enorme Sicherheit. Dabei ruhig diesen und jenen Misserfolg akzeptieren - das gehört dazu.

Tinas Hinweis auf den betreuten Fliegerurlaub wäre dann der nächste sehr sinnvolle Tipp -
mit anderen fliegen bringt enorm viel und ist ein schönes, gemeinsames Erlebnis. (z.B. Castelluccio im Herbst - ein Genuss!!)

Alles gute für Euch
Erhard

erst auf der Wiese schön vorwärts aufziehen üben , dann nach Sillian (mögt Ihr ja wohl) ein paar gemütliche Abgleiter von der Stalpe, Thurntaler, Obertilliach, Flüge etwas verlängern, im Hangaufwind soaren (Stalpe) und dann schrittweise weiter. Den "Kopf" mitnehmen, Vertrauen zum Schirm haben ist der Anfang, dann durch postitive Erlebnisse Vertrauen zu sich selbst finden, das Ganze mit Easy Fly verbinden, dann wird das schon mit Euch beiden, ich drücke Euch die Daumen.

Gruß bigben

SoaringErnie
21.04.2015, 08:44
Hi Basti,
Die kaputten Knochen SIND ein Problem, aber starten, fliegen und landen kann man trotzdem sicher, es wird halt nicht mehr ganz so sein wie früher und ein paar Zugeständnisse ans Gelände kosten.
Ohne Check würde ich nicht mal am Haushang fliegen - passieren kann immer etwas, und selbst wenn nichts hängen bleibt, hat man Mehr Ärger, als ein Check kostet.

Basti G.
21.04.2015, 09:38
Das Knie ist Gott sei Dank soweit wieder hergestellt dass es da keine großen Probleme geben sollte. Wie das dann im Alter aussieht weiß ich natürlich noch nicht. Aber mein Arzt hat mir sogar fürs Skifahren freie Bahn erteilt. Was da geht oder nicht geht spüre ich ja selbst.

Problem ist dass ich 3 Schrauben genau zwischen Tibiakopf und Oberschenkelknochen habe, bei der ein Schraubenkopf zu stark heraus schaut und der Knochen daran reibt wenn ich das Knie komplett durchstrecke. Leider an einer Stelle wo man es nicht sinnvoll operieren kann, ohne das Risiko dass es eher noch schlimmer wird. Bisher stecke ich 20km Wanderungen mit schwerem Rucksack ziemlich gut weg, auch wenn es dann am Schluss ziemlich zwickt. Die Muskulatur ist aber auch noch ausbaufähig.

Aber das ist eigentlich gar nicht Thema dieses Threads hier. Also macht euch nicht so viel Gedanken um mein Knie...das mache ich leider schon selbst genug. :D

Kommen wir mal zu meiner eigentlichen Frage zurück...

Weiß jemand genau, ohne Hörensagen, wie es versicherungstechnisch aussieht bei einem ungecheckten Schirm?

Hat niemand Erfahrungen in letzter Zeit mit Check oder Wiederverkauf eines Team 5 Blue?

thomas m
21.04.2015, 10:31
Basti, falls ihr nach Sillian fahrt, klär das mit dem Check doch vorher mal bei Bluesky ab.

Dumbo
21.04.2015, 10:54
basti G. Willkommen zurück. Lass einen Check machen. Ohne Check keine Versicherung.

Tina hat es passend zusammengefasst. Kleine erreichbare Ziele, als am Ende Frust. Refresher bieten sehr viele Schulen an. Eher mal durchtelefonieren. Steht nicht unbedingt auf den Webseiten. Die nehmen dich dann einfach mal mit rein. Auch Vereine bieten dies an. Baiersbronner-Verein haben das demnächst oder hatten dies. Weis nicht mehr genau.

Groundhandling und Übungshang hilft. Ein wenig Respekt ist nie verkehrt. Hättest mehr Respekt gehabt wären die Knie und Longboard wohl noch okay. Vereinsreisen, Flugreisen mal anschließen. Soaringflüge und Fluggebiete zu angenehmen Zeiten aufsuchen. Viele Fluggebiete bieten Abends tolle save Bedingungen mit Butterthermik. Wo in etwa kammst du noch mal her? Bei München? Soaring ist in einigen Fluggebieten mit 18-20 km/h schon möglich.

Irgendwann kommen die Schrauben doch wieder raus. Oder nicht? Also schon mal absehbar.
Ich kann mich übrigens an ein SHT von dir erinnern. Das war schon eine gute Leistung, was du da abgeliefert hast. Also unbegabt bist du sicherlich nicht.

Bigben. Silian ist nett. Aber auch nicht immer Save. Alle meine Flüge von der Stalben, selbst die Abends 19:30 Uhr, endeten nach 10 min über dem Thurntaler oder mit Bedingungen, bei denen man etwas arbeiten musste. Landeplatz wie auch direkt nach dem Start war Konzentration angesagt sonst klapperte es. Schön wenn es nur hochgeht und bei 3800 Meter das Vario über dem Tal immer noch schreit. ABer für den Anfang. Naja? Es gibt viele tolle Flugebiete. Silian und Obertilliach gehören dazu. (Wobei nein, Leute da ist alles misst, geht lieber an die Emberger Alm :D ) Es kommt auf die Wetterlage und die Zeit darauf an. Aber was das betrifft, sind dann viele Fluggebiete geeignet bzw. ungeeignet für einen Einstieg.

Basti G.
21.04.2015, 11:01
@Dumbo:
Lieb gemeint, aber wir sind beide keine Anfänger mehr. Wir wissen grundsätzlich schon was wir tun.;)

Mein Longboard-Unfall hatte leider 0,0 mit mangelndem Respekt zu tun.

Zu deiner Aussage mit der Versicherung. Hast du dazu evtl. eine Quelle für mich?

Dumbo
21.04.2015, 11:14
wie schon geschrieben, war eine gute Leistung deine Wingover im SHT und der Rest auch.. Nur ihr wollt langsam wieder einsteigen und die Frage war wie deine Freundin das am Besten anstellt. Und glaub mir ich kenne viele wiedereinsteiger, die sich dann Mittags an den Startplatz begeben oder bei Bedingungen starten, wenn ich den Sack zu lasse. Die anderen fliegen ja auch.

Zu der Versicherung. Das ist irgendwo beim DHV hinterlegt und gesetzlich festgelegt für Deutsche. Ohne Check kein Versicherungsschutz, da du rechtlich nur mit Ausrüstung in die Luft darfst, die den Vorgaben entsprechen. Also Gütesiegel, Check usw. Steht sogar in den Prüfungsfragen irgendwo. Dies solltest du also auch wissen, wenn ihr denn keine Anfänger meht seit.

War auch nicht so gemeint mit dem Unfall. Habe den Smilie vergessen. War eher in dem Zusammenhang, dass ich vor Downhill-Longboard zu viel Respekt habe und deshalb noch Knie die nicht zwicken. Viele meiner Kollegen finden mich Wahnsinnig/Respektlos, weil ich fliege.

Basti G.
21.04.2015, 12:35
Aber hallo[emoji1] Wenn du mich fragst was gefährlicher ist, dann würde ich eindeutig zum Fliegen tendieren du verrückter Hund. [emoji1] Beim Longboarden hab ich noch keine Freunde verloren.

Also in meinem alten Prüfungskatalog den ich noch zuhause habe, steht das nicht explizit drin. Hat sich das geändert? Bei der einzigen Frage die so ähnlich klingt geht es um Nichtbeachtung von Lufttüchtigkeitsanweisungen. Das ist ja aber was anderes. Gesetzlich kann das schonmal nicht festgelegt sein, weil du frei darin bist, mit deinem Versicherer zivilrechtliche Verträge abzuschließen.
Also wenn dann müsste der Versicherer die Haftung ausschließen und nicht der Gesetzgeber oder der DHV.

Ich arbeite im juristischen Bereich und weiß daher dass es nicht immer so eindeutig ist. Gibt es Musterurteile die sich mit dem Thema Versicherungsschutz und abgelaufenem Check befassen? Muss der fehlende Check ursächlich für den Unfall sein oder reicht das reine Fehlen aus?

Wie gesagt, vom Hörensagen weiß ich es selbst. Aber hat jemand fundierte juristische Erkenntnisse zu dem Thema? Evtl. auch mit eigenen Erfahrungen aus der Praxis?

Andreas Wolkerstorfer
21.04.2015, 12:37
Mir wäre das Juristische ziemlich egal, aber den Blue würde ich nicht weiterfliegen. Da gibt es genug Alternativen ...

tomy1309
21.04.2015, 13:33
Unser Hobby kostet soviel Geld, da sollte es auf einen "vorgeschrieben" Check auch nicht ankommen. Und wenn's nur für's Gewissen ist.
Vom Check mal abgesehen, würde ich ein Trimm-Tuning empfehlen! Ralf Antz wurde hier ja schon erwähnt. Der könnte glaube ich was erzählen von gecheckten Schirmen, wie es da um den Trimm bestellt sein kann. Gerade bei den Team5...

Gruß
Thomas

Basti G.
21.04.2015, 14:27
Mit Ralf hab ich ein sehr gutes Verhältnis und bin da voll auf seiner Wellenlänge. Trimmtuning lasse ich sowieso bei all meinen Schirmen egal welcher Marke machen.

Mal zur Info wie ich jetzt vorgehen werde:
Ich habe mit einer der Flugschulen meines Vertrauens telefoniert. Damit haben sich alle Fragen die ich hatte erledigt. Warum eigentlich nicht gleich? ;) Meine Freundin macht dort einen Auffrischungskurs. Die Schirme bekommen während dessen einen etwas vereinfachten Check ohne die Sicherheit zu vernachlässigen. Wie ich mir dachte, besteht trotz Nichtfliegen die theoretische Gefahr, dass sich die Leinenlängen verändern. Das heißt das wird auf jeden Fall genauestens überprüft. Das Tuch selbst verändert sich bei Nichtbenutzung so gut wie gar nicht. Das heißt hier muss man es mit der Überprüfung nicht übertreiben. Die Team 5 Überprüfung übernehmen sie auch.

Das heißt alle Unklarheiten zu meiner Zufriedenheit beseitigt und der Thread kann erfolgreich geschlossen werden. :D

Ich danke euch allen für eure lieben Antworten...

Dumbo
21.04.2015, 20:28
Rac ich richte mich nach dem Beiblatt was in einer der DHV-Zeitschriften in irgendeiner Ausgabe lag und würde deshalb immer auf Nummer sicher gehen. Wenns ums Geld sind die Versicherungen nicht mehr ganz so kulant und werden erst einmal Prüfen. Aber das muss man hier jetzt nicht in die Länge ziehen. Hast recht es gibt dazu schon genug Theorien. Und die Praxis möchte ich nicht austesten.