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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Groundhandling-Frust-Thread ;-)



dark_glider
11.07.2015, 17:53
Hallo zusammen,

Grundhandling habe ich bisher nur sehr selten gemacht, und wenn, dann war das Ergebnis meist gemischt bis unbefriedigend: Heute zum Beispiel sind mir dabei gleich zwei Leinen gerissen, weil ich unbeabsichtigt wo festhing (ich hoffe, das lässt sich schnell und halbwegs preiswert instandsetzen).

Der DHV schreibt ja als Groundhandling-Lehrziel u.a.: "im Wind aufgezogene Schirmkappe mit Steuerleineneinsatz und Körpergewicht beliebig lange über sich zu halten, zu korrigieren, zu steuern und abzulegen". Zudem steht Groundhandling dort an erster Stelle direkt nach dem A-Schein, noch vor Soaring und Thermikfliegen.

Ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich "beliebig lange" in diesem Leben noch hinbekommen soll ("gelegentlich" schaffe ich noch). Ist das ein utopisches Maximalziel, das nur die Top Ten der Fliegergilde vielleicht annähernd erreicht, oder kann das durch halbwegs moderates (d.h. nicht einmal Groundhandling auf 3-5 Flüge oder noch öfter) Training wirklich jeder schaffen und man muss nur Geduld haben?

Also ich selbst zumindest verzweifle an diesem Thema noch:
- Am Boden ist das Aufziehen und Laufen mit dem Schirm viel, viel schwieriger als am Berg, weil man dort ja oft durch ein Gefälle viel mehr Zug auf den Schirm bekommt und dann zügig in der Luft ist. So gelingen mir z.B. am Berg schätzungsweise 19 von 20 Starts auf Anhieb, am Boden dagegen vielleicht einer von fünf.
- Ist der Schirmverschleiss durch eine Groudhandling-Session von 1-2 Std. nicht exorbitant hoch, weil das Tuch so viel über den Boden gezogen wird wie sonst vielleicht bei 50-100 Starts (abgesehen von möglichen Hindernissen und der Gefahr für die Leinen, s.o.)? Braucht man dazu nicht fast schon einen alten Zweitschirm?

Manchmal komme ich mir dabei vor wie jemand mit hohem Übergewicht, der anfängt, zu joggen. Das ist am Anfang völlig frustrierend und teilweise sogar gelenkschädigend. Wenn man durchhält, ist man dann nach langem Training aber fit (falls es einem der Arzt nicht vorher untersagt oder man einen Kreislaufzusammenbruch bekommt).

Wie seht Ihr das Thema "Groundhandling", wie sind Eure Erfahrungen damit?

Xysos
11.07.2015, 17:57
In welche Richtung groundhandelst du denn? Für mich klingt dass, als würdest du auf der Wiese deinen Vorwärtsstart trainieren.

Im Prinzip ist es einfach nur Übung ... üben üben üben. Leichter tust du dir wenn es schon einen Kumpanen gibt der das einigermaßen sicher kann und dir als Hilfe zur Seite steht wenn du mal nicht mehr weiter weist.

dark_glider
11.07.2015, 17:59
Ich ziehe den Schirm rückwärts auf, und falls er gerade kommt bzw. ich ihn gerade halten kann, laufe ich vorwärts weiter.

Gooseman
11.07.2015, 20:21
Servus,
klingt so als wenn Du mit zuwenig oder unpassendem Wind Groundhandlest..

Such dir eine grosse Wiese (gut für die Leinen und das Tuch), welche in der Richtung aus der der Wind kommt keine Turbulenzquellen (Häuser, Bäume, oder so) hat. Das gibt bei der richtigen Wetterlage eine schön laminare Strömung, welche das GH sehr vereinfachen sollte. Ich persönlich mache gar kein GH, wenn der Wind nicht ausreichend ist.. und wenn er es dann ist, muss ich kaum laufen, zumindest in Windrichtung. Höchstens seitswärts unterlaufen.

Ich bin bei Gott kein begnadeter Flieger, aber GH klappt ganz gut.. 'beliebig lange' heisst, das ich entscheide wann der Schirm runterkommt.. und nicht der Schirm. Und das passt..

Viel Erfolg, das wird schon!

bigben
11.07.2015, 20:32
Moinsen,
Deine Analyse ist zumindest schon mal ganz treffend. Xysos hat das ja sehr gut formuliert

Im Prinzip ist es einfach nur Übung ... üben üben üben. Leichter tust du dir wenn es schon einen Kumpanen gibt der das einigermaßen sicher kann und dir als Hilfe zur Seite steht wenn du mal nicht mehr weiter weist
Vor allem der 2 Satz war bei mir der Schlüssel, danach ging es nur aufwärts.


Hallo zusammen,

..................
Grundhandling habe ich bisher nur sehr selten gemacht,...................

Das ist dann leider eine der Hauptursachen Deiner Probleme


Ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich "beliebig lange" in diesem Leben noch hinbekommen soll .........
Wind und Zeit im Auge haben und wenn beides passt losziehen;)



................. am Boden dagegen vielleicht einer von fünf.
böse gesprochen wäre die Analyse, dass Du die Starts dann wohl noch nicht beherrschst, denn wenn Du sie am Boden nicht kannst, sie aber am Berg mit Gefälle gelingen, wo es aber durchaus leichter ist, ist das vielleicht ja auch mit etwas Glück verbunden:rolleyes: also gemeint ist beherrschen, nicht gelingen:rolleyes: dazwischen liegt eine große Differenz.



- Ist der Schirmverschleiss durch eine Groudhandling-Session von 1-2 Std. nicht exorbitant hoch, .................. Braucht man dazu nicht fast schon einen alten Zweitschirm?
Jein, wenn der Scirm nur am Boden rumkraucht, klar dann ist der Schirmverschleiß größer, aber Du wirst ja besser und das Ziel ist ja den Schirm oben zu halten, dann nicht. Manche holen sich zum Groundeln einen 2.Schirm. Ich halte davon nichts, denn Du willst ja DEINEN Schirm beherrschen lernen und nicht eine alte Sackflugtüte


...................Wenn man durchhält, ist man dann nach langem Training aber fit........... Das ist da Ziel


Wie seht Ihr das Thema "Groundhandling", wie sind Eure Erfahrungen damit?

Ich liebe GH:) Es hat mir die Fähigkeiten gebracht mit denen ich heute sicherer fliege und am Boden eigentlich jeden Wind beherrsche. Es macht jedoch keinen Sinn wegen Erfolglosigeit Frust zu schieben, nur weil man nicht weiß wie es funktioniert.
Schau Dir mal DIESES VIDEO (https://www.youtube.com/watch?v=cKJNw6JX-3Q) an UND DAS (https://www.youtube.com/watch?v=Y2MwZyOl47U)
Da wird GH sehr gut erklärt und damit wird sich auch bei Dir der Erfolg einstellen.

Also, Kopf hoch und raus auf die Wiese, ich frag dann in 2 Monaten mal nach:)

Gruß bigben

dark_glider
12.07.2015, 08:41
Hallo zusammen,

tatsächlich kam der Wind gestern leider nicht wirklich laminar - es war böig, d.h. manchmal fast gar kein Wind und dann wieder in unterschiedlicher Stärke, und aus unterschiedlichen Richtungen kam der Wind auch noch. Dann gab es auch noch ein paar Bäume. So ein schöner Küstenwind wie in den GH-Videos (danke für die Links!) wäre dagegen natürlich ein Traum. Wahrscheinlich für einen GH-Einsteiger wie mich nicht die optimalen Bedingungen, aber ich dachte halt, wenn nicht gestern, wann dann? Einfachere Bedingungen hätten sicherlich mehr motiviert.

Im Prinzip bin ich es so wie Eki Maute im Video angegangen: Schirm mit den A-Gurten füllen und hochkommen lassen, und ihn dann mit den C-Leinen abbremsen und versuchen, ihn oben zu halten. Das war allerdings noch sehr schwierig, da der Schirm aufgrund der wechselnden Windrichtung oft schräg stand oder bei nachlassendem Wind nicht mehr genug Druck hatte. Einfacher ging es, ihn mit der Standardmethode an einer Seite zuerst hochkommen zu lassen, diese anzubremsen, mich dann auszudrehen und den Schirm dann im Laufen vorwärts oben zu halten.

Was haltet Ihr eigentlich davon, den Schirm unangegurtet zu handeln? Habe ich zu Beginn einmal gemacht (nur zum Auslegen und als kurze Übung), aber als der Wind dabei mal plötzlich anzog, konnte ich die Gurte nur noch mit viel Kraft halten und hob fast ab. Jemand anders machte es die ganze Zeit nur so.

marcel1
12.07.2015, 09:11
tatsächlich kam der Wind gestern leider nicht wirklich laminar - es war böig, d.h. manchmal fast gar kein Wind und dann wieder in unterschiedlicher Stärke, und aus unterschiedlichen Richtungen kam der Wind auch noch. Dann gab es auch noch ein paar Bäume. So ein schöner Küstenwind wie in den GH-Videos (danke für die Links!) wäre dagegen natürlich ein Traum.

Den laminaren Küstenwind wirst du im Inland niemals haben, allerdings klingt Deine Beschreibung etwas nach zum Groundhandeln ungeeigneter Wiese. Man unterschätzt gerne mal, wie weit hohe Bäume den Wind stören. Ich habe das auch mal in einem großen Stadtpark probiert. Und die größte Wiese mit sicher 500m Durchmesser da genommen.
Dank umstehenden Bäume war es trotzdem fast unmöglich da den Schirm zu handeln. Zwar kein volles Lee mehr, aber doch ein "Windloch". Bei schwachem Wind war es fast windstill dort, bei stärkerem Wind zu Böig und aus allen Richtungen.
Erfolg hatte ich erst mit der Wiese außerhalb der Stadt und 2-3 km freiem Feld aus Windrichtung.

Ist ein gutes Lehrstück, worauf man später auch beim Landen in solchen Windlöchern aufpaßen muß.



Was haltet Ihr eigentlich davon, den Schirm unangegurtet zu handeln? Habe ich zu Beginn einmal gemacht (nur zum Auslegen und als kurze Übung), aber als der Wind dabei mal plötzlich anzog, konnte ich die Gurte nur noch mit viel Kraft halten und hob fast ab. Jemand anders machte es die ganze Zeit nur so.

Genau deswegen halte ich davon eher weniger. Am Startplatz ist das sogar brandgefährlich - auf ner ebenen Wiese nicht so arg. Aber es bringt handlingmäßig auch nicht viel, weil man sich genau das Falsche angewöhnt, nämlich mit den Händen zu arbeiten, statt mit dem Körper. Kurz Anlupfen zum besser Hinlegen des Schirmes kann man natürlich machen, nur braucht man den Schirm dafür nicht mehr als 30° hoch kommen zu lassen.

Im Lee is schee!
12.07.2015, 09:25
Genau deswegen halte ich davon eher weniger. Am Startplatz ist das sogar brandgefährlich - auf ner ebenen Wiese nicht so arg. Aber es bringt handlingmäßig auch nicht viel, weil man sich genau das Falsche angewöhnt, nämlich mit den Händen zu arbeiten, statt mit dem Körper.

Sehe ich nicht so.
Wenn man Starkwindstart über A und C/D Leinen übt ist das eine gute Übung sich die Abläufe einzuprägen.
Ausserdem finde ich den Stall (A Leinen loslassen) ungefährlicher als wenn man eingehängt ist. Da hat man ja doch noch einen Zug auf die A Leinen da man noch eingehängt ist und der Zug auf die C/D Leinen muss dementsprechend stärker sein.

Wenn man´s mal kann macht es dann allerdings keinen Sinn mehr und man übt Starkwindstarts richtig eingehängt.
Allerdings am Startplart würde ich das auch nicht üben wollen. :D

Hat alles seine Vor und Nachteile.

Im Lee is schee!
12.07.2015, 09:29
@OAL-Fly: Wenn ich von deinem Namen darauf schliesse wo du her kommst, dann such dir doch eine Wiese wo der Talwind schon aktiv wird, also nahe am Alpenrand. Da bekommst du immer noch die laminarsten Bedingungen.

bigben
12.07.2015, 12:35
Hallo zusammen,

tatsächlich kam der Wind gestern leider nicht wirklich laminar - es war böig, d.h. manchmal fast gar kein Wind und dann wieder in unterschiedlicher Stärke, und aus unterschiedlichen Richtungen kam der Wind auch noch. Dann gab es auch noch ein paar Bäume. So ein schöner Küstenwind wie in den GH-Videos (danke für die Links!) wäre dagegen natürlich ein Traum. .............

Such Dir eine Wiese, die vielleicht ein bisschen weniger Windgestört ist, da wird es dann schon einfacher. Laminarer Küstenwind ist natürlich ein Traum (bin da verwöhnt:)) Aber Störungen beim Üben, ein wenig böig usw. fordert Dich mehr, da Du ja deutlich mehr ausgleichen und schneller / mehr reagieren muß. DAS schult dann auch deutlich mehr. Als mein Sohn das erste Mal an der Küste war, dachte er, sein Schirm wäre "kaputt", da er einfach da oben wie angepinnt in der Luft stand.



...... Schirm mit den A-Gurten füllen und hochkommen lassen, und ihn dann mit den C-Leinen abbremsen und versuchen, ihn oben zu halten. Das war allerdings noch sehr schwierig, da der Schirm aufgrund der wechselnden Windrichtung oft schräg stand oder bei nachlassendem Wind nicht mehr genug Druck hatte..........

Es gibt da durchaus verschiedene Methoden, meine ist die , daß ich beim Aufziehen mit den A´s IMMER die Bremsen in der Hand habe und den Schirm ggf. damit abbremse, so schnell, wie man manchmal abbremsen muß bist Du nicht von A auf C. Erst danach entscheide ich, ob ich auf den Bremsen bleibe oder nach bedarf auf C umgreife.

Gruß bigben

Vibe
12.07.2015, 13:02
Hallo zusammen,

Was haltet Ihr eigentlich davon, den Schirm unangegurtet zu handeln? Habe ich zu Beginn einmal gemacht (nur zum Auslegen und als kurze Übung), aber als der Wind dabei mal plötzlich anzog, konnte ich die Gurte nur noch mit viel Kraft halten und hob fast ab. Jemand anders machte es die ganze Zeit nur so.

Sinnloseste Übung ever. Du lernst dabei nichts was du irgendwie beim GH oder Fliegen gebrauchen könntest. Ist eine reine Posersache...

Gruß

Claus

cabi
12.07.2015, 17:17
Beim Spielen ohne eingehängt sein, habe ich immer einen Unfall im Hinterkopf: http://www.dhv.de/web/fileadmin/user_upload/files/2012/sicherheit/toedlicherGS_Unfall_13_3_2012_2.pdf



Gesendet von iPhone mit Tapatalk

Dumbo
12.07.2015, 20:14
es gibt Orte und Tage da ist es einfacher. Zum einen hängt es vom Wetter ab. Ich ahbe viel Groundhandling gemacht. Hatte Tage da ging es Problemlos und am anderen mit dem gleichen Wind wieder nicht. Weil doch zu boeig und thermisch. Da hatte ich obwohl ich mit als nicht schlecht einschätze Probleme meinen Schirm offen zu lassen oder über mir stehen zu lassen. Leinen habe ich mir bisher noch nie gerissen beim Groundhandling auf der Wiese. Nur wenn ich nicht aufgepasst habe und ein Geländer oder so im Weg war. Das passiert nur einmal.

Die richtig gewählte Wiese und das Gebiet selbst macht auch sehr viel aus. Im Mittelgebirge wie Schwarzwald hatte es sehr selten gute und ruhige Windbedingungen. Das weis ich auch erst jetzt, seit dem ich am Alpenvorland wohne und weis was ein laminarer Wind bedeutet.
Wir hatten eine Wiese im Schwarzwald bei Ostwind, die war super sauber angeströmt. Trotzdem war es immer irgendwie trotzdem zu boeig, dass man viel korrigieren muss. Jetzt ziehe ich meinen Schirm auf und benötige noch nicht einmal Steuerleinen oder die hintere Ebene.

Aber man lernt es mit der Zeit, auch wenn frustierend. Das Windfenster ist am Anfang recht klein in dem man Groundhandling betreiben kann. Ich kann mich an meine Anfangszeit erinnern. Dachte, ich lerne es nie. Ich hätte am Anfang am liebsten einen Kansiter Benzin darüber geschüttet und angezündet. :D Wenn man einen hat der es dir zeigt, macht es schon viel aus. Besonders wenn er es gut vermitteln kann. Ich hatte am Ende auch bei boeigen/thermischen Bedingungen den Schirm gut im Griff. Besonders war es egal ob er dann völlig schräg aufsteigt oder 90° versetzt gegen den Wind ausgelegt ist. Das schräge Aufsteigen kann man zum einen über die Bremse der richtigen Seite korrigieren und/oder durch verdrehen der Hüfte beim Aufziehen und damit das Verkürzen der Gurte, damit auf einem mehr Zug ist. Das geht sogar ohne Steuerleinen bis zu einem bestimmten Grat. Korrigieren kann man es auch über die A-Gurte. Aber ich habe damals anders angefangen. Sprich alle A-Gurte in eine Hand und eine Bremse in die andere. Welche Methode du nutzt ist dir überlassen. Aber sezte ich auf eine am Anfang fest bis zu sie wirkich kannst, dann kannst du dich erweitern. Hast du es mal raus, macht es viel Spaß.

Es geht halt Step by Step.

Also von 3 Stunden auf der Wiese braucht man nciht sprechen. Also bis ich es halbwegs schaffte, meinen Schirm 45° gegen den Wind aufzuziehen und bei annehmbaren Bedingungen im Schwarzwald über mir zu halten, hatte ich bestimmt 100 Stunden Groundhandling auf dem Buckel. Bis ich Coprastart konnte, waren es gefühlte 1000 h. Und hab es erst bei laminaren Bedingungen gelernt, an der Küste. bzw. ging fast wie von selbst. Im Schwarzwald brauchte ich noch etwas dafür.

Schirmverschleiß. Ja ein Schirm verschleißt. Hängt aber ein wenig vom Hersteller ab. Ich hatte Anfangs einen Spielschirm. Dann fand ich es nicht so schlimm. Irgendwann hatte ich meinen regulären Schirm zum Groundhandling. Ich war nach 6 Jahren auf den Check gespannt. Weil ja wirlich 300 Stunden Groundhandling und nochmal 300 Stunden Fliegen auf dem Tuch war. Die Maschine war entweder kaputt oder das Tuch war doch noch so top. Leinen dafür kaum noch.

Ja im Flachen ist es alles etwas schwieriger. Was hast du denn für einen Schirm? Es macht auch viel aus ob neue Generation oder alte ohne Stäbchen. Denn auf die Technik. Zum einen nicht ziehen wie ein Ochse. Anlaufen und auf den Schirm warten er steigt. Eher nur etwas Druck durch Vorwärtsschritte aufrecht erhalten. Nicht dem Schirm davon rennen und ihn dabei hinter dir herziehen. Schlimmer noch die Eintrittskante zuziehen. 10 km/h Wind reichen aus, bei Vorwärtsstart. Bei Leichtschirmen noch weniger.

DonQuijote
12.07.2015, 20:51
Das Problem bei uns Vielfliegern in Alpennähe (OAL = Oberallgäu?), die zu allem Überfluss auch noch so unterschiedliche Gebiete um sich rum haben ist, dass wir eigentlich so gut wie immer fliegen können. Ich geh nur groundhandeln, wenn es überall absolut unfliegbar ist - und dann sind die Bedingungen natürlich auch zum Handeln übel. So wie gestern zum Beispiel! Also nicht wundern. An einem Tag mit gutem, laminarem Wind und jemand, der es Dir zeigt, könntest Du auch ruck zuck den Schirm beliebig lange über Dir halten. Nur da bist Du vermutlich beim Fliegen ;-) Die Leute an der Küste, die eh kaum richtige Fluggebiete in der Nähe haben (wie Bigben) haben natürlich jede Menge Zeit zum Groundhandeln, kommen aber dafür in der Regel kaum auf ein paar hundert Thermikstunden im Jahr und stellen sich in der Thermik oder beim alpinen Streckenfliegen aus unserer Sicht meist genauso lächerlich an, wie wir aus deren Sicht beim Groundhandeln. Ist halt so... (Bigben, ich hab natürlich nicht speziell Dich gemeint, keine Ahnung, wie Du Thermik fliegst).

Ich geh trotz allem lieber fliegen als handeln ;):D:cool:

dark_glider
13.07.2015, 05:53
Hallo JN,

genauso ist es - habe mehrere Flugberge vor der Haustüre, und sofern es möglich ist, fliege ich. Groundhandling ist eigentlich (bisher) nur angesagt, wenn der Wind zu stark zum fliegen ist oder aus einer völlig unbrauchbaren Richtung kommt (bzw. bei Föhn), es aber auch wiederum nicht regnet und auch keine Front kommt. Deshalb GH bisher sehr selten. Hätte ich keine Berge in der Nähe, aber eine schön freie Wiese, würde ich natürlich auch mehr GH machen.

Ich werde bei den nächsten GH-Terminen den Wind und das Gelände vorab noch sorgfältiger auswählen, um mir den Einstieg noch einfacher zu gestalten.

SoaringErnie
13.07.2015, 07:32
Hi,

vielleicht ksnnst Du Dich mal mit einem Erfahrenen "Handler" verabreden, es gibt eine Menge Tipps und Tricks, die Dir das Erlernen erleichtern.

Oder komm mal ein WE zu uns in Flachland. :)

zenzi
13.07.2015, 07:59
Dann geb ich auch noch einen zum Besten

ich bin begeisterter Bodenturner. Ich nutze unter der Woche jede Gelegenheit zum Schirm aufziehen.
Allerdings mache ich das an einem kleinen Hang. So kann ich zwischendurch immer wieder ein kleines Flügle machen, kite anschließend wieder hoch, mach bei passendem Wind meine gymnastischen Übungen unter dem Schirm, zum ausruhen setze ich mich auch mal auf den Boden, und dann wieder ab "ins Tal" und das Ganze von vorn.
Das macht unglaublichen Spaß. Und ich denke, der Übungshang einer FS sollte für dich doc in erreichbarer Nähe sein.
Auch eine betreute Reise nach Schweden oder Dänemark bietet sich in deinem Fall an. Dieser laminare Seewind und das ganz entspannte Fliegen darin aben auch was
Meint Bernd

Im Lee is schee!
14.07.2015, 07:31
Sinnloseste Übung ever. Du lernst dabei nichts was du irgendwie beim GH oder Fliegen gebrauchen könntest. Ist eine reine Posersache...

Beim GH gibt es für mich keine sinnlose Übung.
Egal was ich mache, ich kann daraus Rückschlüsse auf das Verhalten meines Schirmes bekommen und im Fall der Fälle auch anwenden.
Sinnlos ist es nicht ausprobiert zu haben.

Gorgioff
14.07.2015, 11:43
Wenn OAL-Fly tatsächlich im Oberallgäu wohnt und keinen Kumpel hat, mit dem er grundeln gehen kann, könnte er sich auch bei Harald (Harald E. Wolf, wcp-flugsport.de) melden. Maya und ich haben über Weihnachten in Tannheim zwei Tage unter seiner Anleitung geübt, Spass gehabt und beide davon profitiert. Wenn der Wind etwas stärker weht, hat Harald auch geeignete Kleingeräte verfügbar. Für Haralds Theorie hilft es natürlich, wenn du Abi hast - am besten mit Latein.

richardo
14.07.2015, 17:48
OAL - wird scho's Ostallgäu sein (Schlaumodus wieder aus)

Pedro
15.07.2015, 08:47
Beim GH gibt es für mich keine sinnlose Übung.
Egal was ich mache, ich kann daraus Rückschlüsse auf das Verhalten meines Schirmes bekommen und im Fall der Fälle auch anwenden.
Sinnlos ist es nicht ausprobiert zu haben.


Kann so nicht ganz stimmen, man kann sicher etwas lernen dabei aber beim GH endgültige Schlüsse über das Verhalten des Schirms ziehen ist ein Trugschluss !

Im freien Raum mit all dem freihängenden und schwankenden Gewicht unter dem Schirm sowie die verschiedenen Windverhältnisse in kurzer Zeit, das Gurtzeugs und Handlungen des Piloten etc. können ungeahnte Ereignisse zur Folge haben, da hilft kein GH, nur die richtige Reaktion des Piloten.
CU pedro

bigben
15.07.2015, 09:17
........ Die Leute an der Küste, die eh kaum richtige Fluggebiete in der Nähe haben (wie Bigben) haben natürlich jede Menge Zeit zum Groundhandeln, kommen aber dafür in der Regel kaum auf ein paar hundert Thermikstunden im Jahr und stellen sich in der Thermik oder beim alpinen Streckenfliegen aus unserer Sicht meist genauso lächerlich an, wie wir aus deren Sicht beim Groundhandeln. Ist halt so... (Bigben, ich hab natürlich nicht speziell Dich gemeint, keine Ahnung, wie Du Thermik fliegst).



Prinzipiell hast Du das schon richtig analysiert, natürlich kommen wir nie auf die Thermikstunden, wie Ihr in den Bergen, aber es gibt a) auch im Flachland Thermik
und b) sind wir nicht wenig in den Bergen und c) sind wir auch so bekloppt und fahren mal eben über Nacht in die Berge, wenn´s passt. Wir haben da schon eine Menge guter Thermikflieger und meine Fähigkeiten sind da auch ganz OK, da gibt es bestimmt viele die das noch deutlich besser können als ich, das ist eben das Ding mit der Routine. Ich denke wenn man sehr aktiv ist, so wie wir in unserer Gruppe / Umfeld, dann passt das schon alles. Diejenigen die Du meinst, sind die, die einmal im Jahr im Urlaub zum Fliegen in die Berge oder an die Küste (DK) fahren und denen ihre eigenen Defizite nicht bewußt sind, ........aber so einer war ich auch mal:eek: bis ich die richtigen Leute kennengelernt habe.


Ich geh trotz allem lieber fliegen als handeln ;):D:cool: YES!

Gruß bigben

Im Lee is schee!
15.07.2015, 11:49
Kann so nicht ganz stimmen, man kann sicher etwas lernen dabei aber beim GH endgültige Schlüsse über das Verhalten des Schirms ziehen ist ein Trugschluss !

Ja, tut mir leid das ich meine Ansage nicht 1000%ig besserwisser gerecht gemacht habe.
Ich bezog mich natürlich nur auf das Aufziehen des Schirmes und nicht auf das Flugverhalten in der Luft.

Besser so? ;)

reinhard may
15.07.2015, 15:07
Hallo
Als Mittelgebirgsflieger handele ich praktisch vor jedem Start.Aufziehen, fühlen,könnte es schon tragen?Macht mir auch echt Spass und der Schirm ist ja auch ein Sportgerät und kein Schongerät.Ich finde handeln vorm Start,wenn man niemanden behindert,der vor einem raus will,absolut effizient.Ausserdem versuche ich so ästhetisch wie möglich zu starten und nicht dem Schirm hinterherzuspringen.In freier Wildbahn habe ich warscheinlich noch nie einen Piloten gesehen,der sehr gut handelt und dann grottenschlecht fliegt,eher das Gegenteil.Auch "verwächst " man mehr mit dem Gerät wenn man viel turnt.Ganz nebenbei kommt man auch noch ins Schwitzen und das Speedmeatpack in der Mitte des Körpers wird reduziert.
Gruss Mayer

DonQuijote
15.07.2015, 15:21
In freier Wildbahn habe ich warscheinlich noch nie einen Piloten gesehen,der sehr gut handelt und dann grottenschlecht fliegt
Aber viele, die grottenschlecht handeln und sehr gut fliegen! ;-)

joeflight
15.07.2015, 18:30
Und ich kenne einige die hervorragend groundhandeln können, sehr gut fliegen, aber nicht vorwärts starten können;)

reinhard may
15.07.2015, 18:33
......Vorwärtsstart gerne vermeiden.:-)Aber sogar ich übe den gelegentlich.

Gruss Mayer

Vibe
15.07.2015, 19:13
Und ich kenne einige die hervorragend groundhandeln können, sehr gut fliegen, aber nicht vorwärts starten können;)

Dann ist deine Vorstellung von "hervorragend" eine ganz andere als meine. Wer hervorragend GH kann, der kann sowohl vorwärts als auch rückwärts hervorragend starten.

Gruss

Claus

joeflight
15.07.2015, 19:33
Dann ist deine Vorstellung von "hervorragend" eine ganz andere als meine. Wer hervorragend GH kann, der kann sowohl vorwärts als auch rückwärts hervorragend starten.

Gruss

Claus

Es geht um die Vorwärtsstarts bei 0 bis Rückenwind. Bei solchen Bedingungen handeln die wenigsten. Deswegen passt das schon.
Habe da schon Mal um ein neues Bewusstsein dahingehend geworben mehr in diesem Bereich an sich zu arbeiten http://www.gleitschirmdrachenforum.de/showthread.php/27430-Rückwärtsstart-ganz-leicht?p=338827#post338827

Manfred Laudahn
15.07.2015, 21:30
Das Problem bei uns Vielfliegern in Alpennähe (OAL = Oberallgäu?),


OAL ist das Autokennzeichen von Ostallgäu, Oberallgäu ist OA.



die zu allem Überfluss auch noch so unterschiedliche Gebiete um sich rum haben ist, dass wir eigentlich so gut wie immer fliegen können.


Exakt so ist es bei mir (Ostallgäu).



Ich geh nur groundhandeln, wenn es überall absolut unfliegbar ist - und dann sind die Bedingungen natürlich auch zum Handeln übel. So wie gestern zum Beispiel!


Ich verfahre nach der Devise, wenn es zum Fliegen nicht taugt, ist es auch zum Groundhandlen zu stark.
So komme ich nur zum GH, wenn ich was Spezielles ausprobieren möchte.



Also nicht wundern. An einem Tag mit gutem, laminarem Wind und jemand, der es Dir zeigt, könntest Du auch ruck zuck den Schirm beliebig lange über Dir halten. Nur da bist Du vermutlich beim Fliegen ;-) Die Leute an der Küste, die eh kaum richtige Fluggebiete in der Nähe haben (wie Bigben) haben natürlich jede Menge Zeit zum Groundhandeln, kommen aber dafür in der Regel kaum auf ein paar hundert Thermikstunden im Jahr und stellen sich in der Thermik oder beim alpinen Streckenfliegen aus unserer Sicht meist genauso lächerlich an, wie wir aus deren Sicht beim Groundhandeln. Ist halt so... ...

Genau.

Grüße
Manfred