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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Groundhandling - erste Versuche



SeMa
01.11.2015, 21:05
Hallo zusammen,
mich würde euere Meinung dazu interessieren.
Groundhandling die ersten Versuche (bei geeingeten Bedingungen vorausgesetzt) mit nicht gekreuzten Gurten, Blickrichtung zum Schirm ?
Klar, ein Ausdrehen ist jetzt nicht mehr möglich aber macht es Sinn, die ersten Erfahrungen auf diese Weise zu machen?

Vielen Dank für eure Anregungen. :)

Vibe
01.11.2015, 21:12
Nein

Gruss

Claus

seidenschwan
01.11.2015, 21:21
Nein


Gruß

Johann

Adam
01.11.2015, 21:33
Hausaufgabe...


https://www.youtube.com/watch?v=4NzKV7Co1zg

lg
Adam

albretty
01.11.2015, 21:37
Nein
Gruesse
Ralf

Thermikhexer
01.11.2015, 22:10
Alles was dir hilft deinen Schirm besser zu verstehen ist erlaubt. Stell nur sicher das dein Schirmchen auf gar keinen Fall abhebt (flache Wiese, kein starker böiger Wind, usw.). Allerdings musst du dich dann wieder um gewöhnen, da du normalerweise über Kreuz steuerst wenn du dich zum starten eindrehst. Du kannst ja mal versuchen, wenn du eingedreht zum "Rückwärtsstart" stehst, die A Gurte in die linke und die C bzw. D Gurte in die rechte Hand zu nehmen. Die Bremsen sind eingeklickt. Wenn du den Schirm jetzt aufziehst, kannst du bei z.B. zuviel Impuls auf A oder beim seitlichen unsymmetrischen hochkommen der Kappe, über die C- D- Gurte bzw. rechts- links oder entgegen laufen eigentlich alles aussteuern. Wenn die Kappe gut hochkommt greifst du einfach oberhalb der Bremsrollen an die Bremsseile und bremst ab, steuerst etc.
Das Problem wenn du jetzt doch starten möchtest ist, das du für einen kurzen Moment während des drehens die Bremsen loslassen musst (also eigentlich auch Mist). Ich würde es an deiner Stelle so wie ich es beschrieben habe machen, um dann wenn du ein Gefühl für den Schirm bekommen hast schnellstmöglich die Bremsen über Kreuz zu nehmen. Das wird wahrscheinlich an einem schönen Tag keine 3-4 Stunden dauern bis du Fortschritte machst.
Viel Erfolg

Gesendet von meinem D6503 mit Tapatalk

nuclearfloyd
02.11.2015, 00:38
Achtung Thermikhexer, er hat geschrieben mit nicht gekreuzten GURTEN und nicht Bremsen...

und nein, niemals falsch einhängen! ob nun bremsen gekreuzt oder nicht oder doch direkt oben reingegriffen, fürs groundhandling alles kein problem. da kannst du ne menge rumspielen. aber falsch einhängen bitte nicht, wenn du doch mal ausgehebelt werden solltest und abhebst, gehts im zweifel nur unkontrolliert rückwärts weg. und gerade fürs start-training, sollte alles so sein wie am berg später.

Atoemchen
02.11.2015, 07:15
Auch ein klares Nein von mir, aber ich wäre trotzdem neugierig wieso Du überhaupt auf diese Idee gekommen bist und was Du Dir davon erhofft hast.

Gruß
Sabine

SeMa
02.11.2015, 08:26
....Du überhaupt auf diese Idee gekommen bist und was Du Dir davon erhofft hast.

Gruß
Sabine

Hallo Sabine,
die Idee kommt von einem Fluglehrer, der den Anfängern die ersten Handlingversuche so vermittelt...ist aber schon fast 10 Jahre her und die Lehrmeinungen ändern sich ja teilweise deutlich.
Die Verhältnisse waren damals Wind mit ca 10 km/h und eine ebene Fläche.

batflyker
02.11.2015, 08:44
Nein

Warum sich etwas aneignen, was später beim fliegen nicht zu verwenden ist?

Groundhandlingübungen sind dazu da, etwas so zu üben, bis es ein Automatismus ergibt, der dein Gehirn selbständig ausübt, also lerne doch nicht etwas völlig Sinnloses, was du später nicht gebrauchen kannst. Lerne es von Anfang an richtig.

Grüessli Beat

MURMEL
02.11.2015, 08:50
Das Groundhandeln mit nicht gekreuzten Gurten führt unter Umständen bei blutigen Anfängern zu einem etwas schnelleren "Erfolgserlebnis", den Schirm aufgezogen zu bekommen.
Wir hatten aber die Situation, daß der Groundhandler sich dann doch auf einmal im ansteigenden Gelände befand und in 5 m Höhe rückwärts flog. ( Der Wind hatte ihn eben aus dem flachen Teil der Wiese allmählich in den Hangbereich "vertrieben") Hat sich Gott sei Dank nicht weh getan.

Ich finde es deshalb aus den gemachten Erfahrungen besser, lieber ein etwas späteres Erfolgserlebnis, aber dafür sicherer unterwegs und auch kein Umgewöhnen mehr nötig.

Viele Grüße

Michael C.

Blaumilan
02.11.2015, 11:55
Hallo,

ich würde auch sagen, dass das so keinen Sinn macht.

Versuche doch einfach als Erstes vorwärts aufzuziehen (mit Bisschen Wind muss man nicht viele Meter laufen) und dann den Schirm über Dir zu halten. Ohne hingucken.

Wenn das langweilig wird, mit gekreuzten Gurten rückwärts.
Die ersten paar Stunden ist das nicht einfach, man muss tatsächlich bewusst umdenken, und dabei ist man zu langsam, zieht zu krass an den Bremsen, bewegt sich zu wenig, etc...

Aber irgendwann macht es einfach "klick" im Kopf, und das Überkreuz-Steuern macht man dann intuitiv! Es lohnt sich auf jedem Fall darauf hin zu üben. Und sooooo lange, dauert das auch nicht!

Am Samstag war ein toller Tag zum Handeln - ich hab's sogar zu erstem Mal geschafft den Schirm auf 90° schräg oben zu halten und damit den Übungshang rauf zu rennen!
Eine Runde Applaus bitte!

Grüße

Goeldi
02.11.2015, 12:01
Von mir auch ein klares NEIN! ;)

Denn Grundhandling hat ja vor allem auch das Ziel die Psychomotorik zu trainieren. Du würdest dir in dem Fall also deinem Gehirn etwas falsch beibringen und es verinnerlichen, was du später nur mit viel Aufwand wieder rausbekommst. ;)

Trainiere das rückwärts ausziehen darum also von Anfang an richtig, so wie du es später brauchst und du wirst am schnellsten Erfolg haben!

nikolaus
02.11.2015, 12:42
Als Vorbereitung auf die ersten Vorwärts-Aufziehversuche habe ich das in einer Schule (im Flachland) so gemacht. Ich fand das an diesem Schnuppertag auch ziemlich hilfreich, um einen ersten Eindruck zu bekommen (zumal ich vorher schon ein bisschen mit Lenkmatten gespielt hatte). Das war damals ein Vorschlag des Fluglehrers, und ich würde es im späteren Verlauf auch nicht mehr sinnvoll finden.

LG Jochen


..., den Schirm auf 90° schräg oben zu halten und damit den Übungshang rauf zu rennen!

45 nach hinten plus 45 zur Seite?

Blaumilan
02.11.2015, 13:11
45 nach hinten plus 45 zur Seite?

90° gedreht und ca. 45° nach hinten geneigt - so dass der Schirm mit einem Stabilo am Boden und mit dem anderen am höchsten Punkt war.
Mit so einem Segel vor der Nase, läuft es sich schön bergauf.

Grüße

Marc
02.11.2015, 13:36
Wenn man die Bremse nach dem eindrehen in die "andere Hand" nimmt, steuert man genau gleich wie mit ungekreuzten Tragegurten, hat aber gleichzeitig den Vorteil sich auf eine Drehrichtung einschiessen zu können damit man das nie mehr falsch macht. Problem beim normalen Start kommt öfters von falscher Drehrichtung als irgend welchen Schirm-Stabilisierungsversuchen. Falls man den Schirm beim rückwärts aufziehen doch mal irgendwie abwürgt, steht man wengstens stabil am Boden und sieht was der Schirm macht, wenn man 360° in den Tragegurten hat, dann kann man nur noch hoffen nicht ausgehebelt zu werden und ohne den Schirm zu sehen dürfte auch ein "kontrolliertes Landen" des Schirm nicht mehr möglich sein.

Die Frage ob man die Bremshand wechseln soll, ist wieder eine andere - hätte ich es mal gelernt ohne zu Wechseln, wären mir ein paar doch etwas abenteuerliche Starts erspart geblieben. Probleme kommen sowieso erst dann wenn sonst schon alles schief geht, im Normalfall ist es ja easy die Bremsen erst in eine Hand zu nehmen und dann zu wechseln - aber wenn der Schirm im sehr steilen Gelände schon schräg raufkommt und/oder eine Seite nicht richtig aufgeht während man schon in der Luft ist (auch nett, wenn man noch gar nicht richtig sitzt und sich schon einen Mega-Frontklapper beim Klippenstart einfängt), da kommt schon mal ordentlich Stress auf. Aber eben: Rechts zu bremsen damit der Schirm links bremst muss auch erst in den Kopf, bei uns war es Standard, dass wir die Bremshand gewechslet haben (zudem hatten wir gelernt im Zweifelsfall rückwärts abzufliegen statt mit nur wenigen Metern Luft unter den Füssen in Flugrichtung zu drehen, dann ist es auch einfacher, wenn der Schirm auf der selben Seite reagiert wie da wo man die Bremse hält). Wer die Hand nicht wechseln will, könnte es bei den ersten Versuchen einfacher haben mit "falsch einhängen", aber auf Dauer bringt das eben nix.

Drum würde ich das auch lassen mit "falsch einhängen" und mich eher um die richtige Drehrichtung kümmern bzw. wenn möglich schon von Anfang an lernen mit gekruezten Bremsen umzugehen.

chpw
02.11.2015, 13:56
Rückwärts aufziehen üben mit falsch eingehängten Tragegurten, so dass sie nicht gekreuzt sind - ich sehe das auch öfter (tatsächlich unter Flugschulaufsicht) und finde es falsch. An einem allerersten Schnuppertag kann ich es gerade noch so verstehen. Sowie aber die Perspektive zum Weitermachen klar ist, nicht mehr.
Andererseits bin ich kein Lehrer und schon gar kein Fluglehrer. Vielleicht liegt der Sinn ja darin, es für den Auszubildenden am Anfang so einfach wie möglich zu machen. Denn durch die gekreuzten Tragegurte wenn man es "richtig" macht wird die Sache deutlich unübersichtlicher. Man könnte also argumentieren, dass dieses "rückwärts aufziehen üben mit falsch eingehängten Tragegurten" lediglich das Verständnis fördern soll, was künftig beim Vorwärtsstart hinter einem passiert. Das übliche Ziel der Ausbildung ist ja nach wie vor der Vorwärtsstart. Vielleicht könnte ja mal jemand mit Fluglehrerausbildung was dazu sagen.

reinhard may
02.11.2015, 14:26
Hallo Sema
Auch von mir ein "Nein".Das ist eine sinnlose Übung.Wir wissen ja leider nicht ,wo du herkommst,aber wenn es in deiner Nähe Flieger gibt,die schon etwas Erfahrung haben,dann kontakte diese und lass dir die grundsätzlichen Sachen erklären.Dauert nen halben Nachmittag und danach kannst du allein weiterüben. Ganz wichtig,beweglich wie Muhammed Ali den Schirm immer unterlaufen.

Gruss Mayer

bigben
07.11.2015, 10:50
Rückwärts aufziehen üben mit falsch eingehängten Tragegurten, so dass sie nicht gekreuzt sind - ich sehe das auch öfter (tatsächlich unter Flugschulaufsicht) und finde es falsch. .

Richtig!

Direkt richtig eingedreht aufziehen üben, nichts anderes! Groundhandling ist Groundhandling und besteht letztendlich aus unterschiedlichen Modulen, mittels derer man lernt den Schirm zu erfühlen und zu beherrschen. Am Ende kann man dann aus den Modulen, je nach Ort und Gegebenheit einen "Start" zusammensetzen. Jeder Start sieht halt anders aus, je nachdem wo er dann stattfindet (z.B. Berge / Küste)

bei uns (Küste) machen das viel in etwa so:

Modul 1: Richtig rum eingedreht - Bremsen parallel
Modul 2: Richtig rum eingedreht - Bremsen über kreuz
Modul 3: Richtig rum eingedreht - Arbeiten mit Bremsen, Bremsleinen (hinter der Rolle), C/D Leinen
Modul 4: Richtig rum eingedreht - 1 und 2 im Wechsel
Modul 5: Richtig rum eingedreht - Ein ausdrehen, mit Bremsübergabe und über Kreuz - Starläufe
Modul 6: Richtig rum eingedreht - Schirm auf Stabilo, kiten
Modul 7: Das Ganze bei unterschiedlichem (ansteigendem) Wind

Kann man noch beliebig erweitern und auch variieren

Gruß bigben

Vibe
07.11.2015, 11:22
Richtig!

Direkt richtig eingedreht aufziehen üben, nichts anderes! Groundhandling ist Groundhandling und besteht letztendlich aus unterschiedlichen Modulen, mittels derer man lernt den Schirm zu erfühlen und zu beherrschen. Am Ende kann man dann aus den Modulen, je nach Ort und Gegebenheit einen "Start" zusammensetzen. Jeder Start sieht halt anders aus, je nachdem wo er dann stattfindet (z.B. Berge / Küste)

bei uns (Küste) machen das viel in etwa so:

Modul 1: Richtig rum eingedreht - Bremsen parallel
Modul 2: Richtig rum eingedreht - Bremsen über kreuz
Modul 3: Richtig rum eingedreht - Arbeiten mit Bremsen, Bremsleinen (hinter der Rolle), C/D Leinen
Modul 4: Richtig rum eingedreht - 1 und 2 im Wechsel
Modul 5: Richtig rum eingedreht - Ein ausdrehen, mit Bremsübergabe und über Kreuz - Starläufe
Modul 6: Richtig rum eingedreht - Schirm auf Stabilo, kiten
Modul 7: Das Ganze bei unterschiedlichem (ansteigendem) Wind

Kann man noch beliebig erweitern und auch variieren

Gruß bigben


Es fehlt noch die Königsdisziplin den Schirm in der Luft umdrehen, ausschütteln und wieder zurückdrehen ohne ihn den Boden berühren zu lassen. Bei kleinen wendigen Schirmen kann man das noch steigern indem man eine komplette Drehung des Schirmes macht. Also quasi einen Heli am Boden.

Gruß

Claus

Mayday
07.11.2015, 17:28
Es fehlt noch die Königsdisziplin den Schirm in der Luft umdrehen, ausschütteln und wieder zurückdrehen ohne ihn den Boden berühren zu lassen. Bei kleinen wendigen Schirmen kann man das noch steigern indem man eine komplette Drehung des Schirmes macht. Also quasi einen Heli am Boden.

Gruß

Claus


Hab ich auf Youtube gesehen. Wie geht das genau ? (ohne den Boden-Heli)

Vibe
07.11.2015, 18:27
Hab ich auf Youtube gesehen. Wie geht das genau ? (ohne den Boden-Heli)

üben, üben, üben.... :)