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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tips&Tricks für's Groundhandling



Cumulonimbus
03.04.2003, 21:50
Hallo,

ich geh sehr gerne raus auf die Wiese um meinen Schirm den Düften der Lüfte auszusetzen. Es macht irrsinnig Spass und ich habe nach 2 Stunden handeln fast das Gefühl als wäre ich ne Strecke geflogen. So mancher Satz endet zwar im Gras und hinterlässt überall Grasflecken, aber egal isses, vööööölig egal ..... :-)

Nunja, was kann ich am Boden noch alles sinnvolles anstellen, um Gefühl und Reaktion noch weiter auszubauen?

Leider gibt es (noch) keinen "Trainingsplan" für's Groundhandling und zum Groundhandlingseminar zum Küng zu kommen hab ich wohl keine Chance.

Hmm, ich stelle fest, dass viele Leute alle sowas von Faul sind wenn es um's üben geht, dass einem die Bremsschlaufen abfaulen. Alle wollen se nur am Wochenende in der Luft für ein paar Minuten an den Fäden zupfen, aber keinen Finger krum machen um am Boden an den Fäden Netze zu spinnen. :-)

Anstatt manch einem Pflichflug während dem A-Schein wären 5 oder 10 Stunden Groundhandling eher angebracht.

Euer pers. Trainingsplan, wie schaut der aus?


tschüssle
Stefan

satministrator
04.04.2003, 00:00
Hallo erst mal...

Hm, bei mir gibt es keinen Trainingsplan. Das wäre auch das erste mal, daß ich einen Plan hätte ;-)
Aber eigentlich ist´s ganz einfach. Wenn´s Wetter zum fliegen passt, dann geh ich natürlich fliegen. Danach kann man oft am Landeplatz im Talwind noch ein wenig auf der Wiese spielen. Wenn´s mal nicht zum fliegen passt aber Wind ist dann gehe ich entweder surfen oder auf die Wiese. Und wenn´s zum fliegen nicht geht und kein Wind ist, dann gehe ich so auf ´nen Berg. Hauptsache raus an die Luft und sich halbwegs fit halten (geistig, körperlich und schirmtechnisch). Wenn man etwas durchtrainiert ist, zieht man sich auch nach einer harten Landung oder so nicht gleich eine Verletzung zu. Also - nicht immer mit der Bahn rauffahren, sondern auch öfter mal zu Fuß den Schirm hochtragen.
That´s the plan...
Ich denke, daß man auch ohne Groundhandlingseminar ganz gut weiter kommt. Einfach viel, viel üben. Zusammen mit Freunden ist´s eh ein Riesenspass. Und Fortschritte sind deutlich sichtbar. Hinzu kommt noch, daß man auf der Wiese super Fotos machen kann.

Viele Spass beim 'Groundhandeln'

Andi (www.ride-the-sky.com)

Gleitschirmüberflieger
04.04.2003, 00:02
Hi Stefan,

so richtig Spaß macht mir beim Groundhandling, die Stabilos abwechselnd links und rechts (fast) bis auf den Boden abzulegen und dabei den Schirm rechtzeitig wieder aufzurichten. Dadurch konnte ich nebenbei meine Schirmbeherrschung deutlich verbessern.

Eine ganz gute Erklärung zur "Küng-Technik" wurde mal hier im Forum erwähnt: http://www.gleitschirm-faq.de/Fortgeschrittene/Bodenhandling

Gruß, Holger

Cumulonimbus
04.04.2003, 01:11
Zusammen mit Freunden ist´s eh ein Riesenspass. Und Fortschritte sind deutlich sichtbar. Hinzu kommt noch, daß man auf der Wiese super Fotos machen kann.

Viele Spass beim 'Groundhandeln'

Andi (www.ride-the-sky.com) [/B]

Hmm, die Leute muss man erst einmal finden......

Ich hab so den Eindruck, dass man wenns ums Groundhandling geht, mehr Ausreden dagegen such, als Argumente pflückt die dafür sprechen :-)))

Gruss
Stefan

Stoderjoe
04.04.2003, 02:30
Hallo,

Voraussetzung für entspanntes Üben ist IMHO die Beherrschung des C/D-Stalls,
um ein unkontrolliertes Aushebeln oder Wegschleifen zu verhindern.
Außerdem sollte der Schirm auch ohne Bremsen nur über die A- und D-Gurte
kontrolliert werden können: Wenn die Kappe nach hinten fällt, mit den A-Gurten nach vorne holen; wenn sie vorschießt, mit den D-Gurten abfangen; wenn sie seitlich, z.B. nach rechts abkippt, mit A-Gurt rechts und D-Gurt links zurückholen.
Ansonsten: genau das üben...
Weitere Tipps hierzu gibt es in http://www.gleitschirm-faq.de/Fortgeschrittene/Bodenhandling

Wenn ich übe, dann meistens am späten Nachmittag bis Sonnenuntergang oder bis der Wind einschläft. Ein idealer Trainingsablauf sieht dann bei mir so aus:

I. Starker, ggf. turbulenter, böiger oder thermischer Wind:

I.1) Aufwärmen: Schirm ohne Bremsen aufziehen und dann mit D- oder C/D-Gurten kontrollieren; Schirm eine Zeitlang stabilisieren, um Windverhältnisse zu testen.
Wenn es mich aushebelt oder der Wind mich in Windrichtung zieht, auch wenn die Kappe über mir ist => Abbruch mit C/D.

I.2) Wind ist etwas zu stark: Versuche durch gefühlvolles Ziehen der A- oder A- und B-Gurte die Kappe zu beschleunigen. Reicht meistens um gegen den Wind voranzukommen (sonst Abbruch).

I.3) Sollte dabei die Kappe einseitig oder frontal einklappen: auch gut => versuche Klapper zu stablisieren.

I.4) Ohren anlegen üben

I.5) Seitwärts laufen, dabei über C/D-Gurte steuern.

I.6) Zur Zeit fange ich an, mich an die C/D-Sprünge heranzutasten. (Siehe Gleitschirm-FAQ oder Forums-Beiträge).


II. Idealer Wind (ca. 20km/h):
Kappe lässt sich über Bremsen stabilisieren, kein Vor- oder Zurücklaufen notwendig.

II.1) Schirm über die Bremsen stablisieren, abwechselnd parallel und über Kreuz.

II.2) Aus paralleler Grundhaltung: Bremsen übergeben und dann rausdrehen. Schirm möglichst lange stabil halten, möglichst ohne zur Kappe zu schauen. Falls ich merke, dass Schirm wegkippt: sofort umdrehen und (über A-Gurte) abfangen, bevor Kappe zu Boden gefallen ist. Drehungen rechts und links üben!

II.2.x Varianten gibt es zahllose: z.B. betont langsam ausdrehen, oder versuchen im 90°-Grad-Winkel Kappe zu halten.

II.3) Mit dem Schirm laufen: sich ein Ziel, z.B. andere Groundhandler, suchen und dorthin laufen, natürlich ohne dass die Kappe zu Boden geht.

II.4) Seitliches Laufen bis Rennen: wahlweise über die D-Gurte oder die Bremsleinen, kombiniert mit Gewichtsverlagerung, gesteuert. Dabei wird die Kappe wie ein Surfsegel eingesetzt. (Braucht viel Übung)
Wenn es einen kleinen Hügel gibt: mit dem Wind seitwärts rauflaufen..

II.5) Bei passendem, aber turbulentem Wind versuche ich einfach die Kappe möglichst lange stabil zu halten. Unvermeidliche Klapper stützen..

II.6) Bei laminarem Wind, wenn ich eine Pause brauche: hinsetzen oder hinlegen und Kappe mit minimalen Steuer-Bewegungen über mir halten.


III. Moderater bis schwacher Wind

III.1) Parallel aufziehen, Bremsen übergreifen und rausdrehen. Gegen den Wind laufen, damit Kappe nicht nach hinten fällt. Öfter wiederholen. Ist schwieriger als bei II., da für das Umgreifen und Rausdrehen weniger Zeit ist.

III.2) Mit dem Wind laufen: Schirm über A- oder D-Gurte kontrollieren, wie ein Segel benutzen. Bei schwächerem Wind, versuchen Kappe, 1 Meter über Boden zu halten.

III.3) Wenn es einen kleinen Hügel gibt (z.B. den "Bunker" in Neubiberg): mit dem Wind rauflaufen, Kappe ablegen, verschiedene Start-Techniken üben; z.B. parallel mit Umgreifen; A-Gurte parallel mit Bremsen über Kreuz; A-Gurte in einer Hand.


IV. Schwacher Wind

Gegen den Wind laufen oder rennen, dabei Kappe über mir halten.

Schirm zusammenlegen.


Ich selber übe in der Regel in Neubiberg bei München bei Ostlagen am späten Nachmittag (ab 16-17:00 im Sommerhalbjahr, ab 15:00 im Winterhalbjahr), seltener bei Westlagen.

Joachim

ekke
04.04.2003, 09:11
Eine gute Übung ist auch, den Schirm nur über die A-Gurte (wenn man hat, beide) so aufzuziehen, daß er ca. 1m über dem Boden schwebt. Ohne die Bremsen in der Hand und nur wenn gar nicht anders geht, Eingriff in die C/D-Leinen.
Geht nur bei etwas schwächeren Wind und eignet sich sehr gut kraftsparend einen Hügel oder die Düne wieder hochzulaufen.
(Wenn man es dann raus hat:) )

gruss ekke

El Zorro
04.04.2003, 13:38
Noch ne nette Variante ( braucht genug Wind ) :
Impulsives Aufziehen der Kappe ohne Hände. Nur mit ordentlichem Impuls ( Hintern ) rückwärts laufen, mit Bremsen ausgleichen und sobald der Schirm zu steigen beginnt ihm ein bisschen entgegen laufen bis er ganz oben ist, sonst hebelt er Dich aus. Bei Bedarf kann man natürlich auch auf der hängenden Seite mit A Gas geben.

Auch nett : im Liegen den Schirm über sich zu halten, kurz anbremsen um ihn abkippen zu lassen, Bremsen auf und dann den Vorwärtsimpuls nutzen ( mit Bremse ) um aufzustehen. - Da Capo -

Zum Schleifthema: Wenns einen schonmal richtig schleift und der Schirm ein paarmal eingezwirbelt ist hilft m.E. nur noch der Quick - Out. Denn dann kann man keine Leinen mehr differenziert greifen und die Bremsen sind dann auch wirkungslos.

Die Spielart die der Gleitschirmüberflieger angesprochen hat ist auch echt Klasse, man lernt viel und man kann dann bald auch zum Surfen übergehen.

Peter Bruckner
04.04.2003, 14:57
Angenehmer Ostwind in Neubiberg. Dank an "borntoglide" für die Aufnahme.

MH
04.04.2003, 18:04
Original geschrieben von Cumulonimbus


Hmm, die Leute muss man erst einmal finden......

Ich hab so den Eindruck, dass man wenns ums Groundhandling geht, mehr Ausreden dagegen such, als Argumente pflückt die dafür sprechen :-)))

Gruss
Stefan

Ganz klar: Da brauchste ´ne Strategie!
Ich hab´ festgestellt, daß man die Leute einfach nur motivieren muß und zwar durch positive Beispiele. Du wirst erstaunt sein, wo auf einmal die Interessenten hervorkommen, wenn Du ihnen mal mit ein paar Actionbildern, Landeplatzdemos oder einfach nur Stammtischberichten den Mordsspaß vor Augen geführt hast, den man eigentlich dabei haben kann, wenn man sich mal durch die ersten harten 10 Stunden gekämpft hat bis die Technik zu greifen beginnt.

Besonders gut zieht hier ein Gelände, daß einige "Spielgeräte" bereit hält, vor allem irgendwelche kleinen Hügelchen, Schrägen, Absätze oder gar richtige Soaringhänge. Gerade an solchen "Unebenheiten" läßt sich´s ganz besonders gut trainieren und nebenbei auch noch richtig abheben. Außerdem kann man dabei die geilsten Nahaufnahmen machen, nimm einfach mal bei so´ner Aktion die Digi mit und halt drauf, verbreite das ganze dann im Freundeskreis.

Man sollte auch beim Groundhandling das ganze möglichst gesellig gestalten und durchaus danach auch nochmal irgendwo einen Heben gehen, das steigert gleich die Motivation für´s nächste mal.
Nimm gerne auch mal ein 10m-Seil für Handschlepp (natürlich unter strenger Berücksichtigung aller Sicherheitsmaßnahmen) mit, auch ein bis mehrere Kites für Phasen zu starken Windes oder einfach mal zum Ausspannen in den Pausen sind sehr zu empfehlen.

Falls es Dir noch an Motivationshilfen fehlt, bedien Dich gerne
hier (http://510069548320-0001.bei.t-online.de/ground.html) oder hier (http://510069548320-0001.bei.t-online.de/neubiberg.html).

Mir macht´s am meisten Spaß, wenn der Wind an der Grenze kachelt und die Brust nur noch 20cm über der Wiese hängt aufgrund der Vorlage. eine sehr gute Übung ist meiner Meinung nach das schon angesprochene kontrollierte Aushebeln lassen auf die verschiedensten Arten und Weisen (siehe Pic meines Vorredners). Die einfachste Form ist, den Schirm kurz zurückzubremsen (min. 20km/h Wind nötg), dann vorschießen zu lassen und unter dem beschleunigenden Schirm durchzusprinten bis es einen nach vone oben wegbeamt. Auf die Art hab´ ich schon 3m und mehr geschafft, mit Seitwärtslaufen ist noch wesentlich mehr drin.

In München gib´s mittlerweile aufgund des regen Interesses einen eigenen SMS-Verteiler nur für Groundhandling in Neubiberg oder sonstwo in der Münchner Umgebung.

Markus
Born to glide (http://www.borntoglide.de)

Cumulonimbus
04.04.2003, 20:15
Hallo,

ich möchte mich jetzt schon einmal bei euch für die geilen Tipps&Tricks bedanken. Sie haben mich doch sehr dazu angestachelt, das rasch in die Tat umzusetzen. Geradezu deprimierte Blicke auf die Windfahne bzw. den Industrieschornstein machten mir aber heute wenig Hoffnung auf Spiel und Spass auf Wiese noch nass. :-)

Aber am Samstag und Sonntag haben wir Kaltwind satt aus Nordost bei 5 Grad Tmax!!!

tschüssle
Stefan

www.lahmeente.de

Cumulonimbus
04.04.2003, 21:18
Hallo Joachim,

eine so ausführliche "Anleitung" hat es verdient, weiter dokumentiert zu werden. Danke!!!



Voraussetzung für entspanntes Üben ist IMHO die Beherrschung des C/D-Stalls,
um ein unkontrolliertes Aushebeln oder Wegschleifen zu verhindern.
Außerdem sollte der Schirm auch ohne Bremsen nur über die A- und D-Gurte
kontrolliert werden können: Wenn die Kappe nach hinten fällt, mit den A-Gurten nach vorne holen; wenn sie vorschießt, mit den D-Gurten abfangen; wenn sie seitlich, z.B. nach rechts abkippt, mit A-Gurt rechts und D-Gurt links zurückholen.
Ansonsten: genau das üben...
Weitere Tipps hierzu gibt es in http://www.gleitschirm-faq.de/Fortgeschrittene/Bodenhandling


Bisher habe ich ausschliesslich über die Steuerleinen gehandelt, wenngleich ich mich schon mal kurz ans Steuern mit C/D-Ebene herangewagt habe. Problematisch bei der Geschichte war es immer, sich im Leinenbündel blitzschnell zurecht zu finden.

"Finger weg von den Steuerleinen". Dieser Aufforderung werd ich wohl unabdingbar nachkommen.




Schirm ohne Bremsen aufziehen und dann mit D- oder C/D-Gurten kontrollieren; Schirm eine Zeitlang stabilisieren, um Windverhältnisse zu testen.
Wenn es mich aushebelt oder der Wind mich in Windrichtung zieht, auch wenn die Kappe über mir ist => Abbruch mit C/D.


Bisher hab ich in einer solchen Situation blitzschnell einmal die Steuerleinen gewickelt und komplett durchgezogen -> Fullstall.
Dabei bin ich dem Schirm deutlich entgegengegangen um den letzten Rest des Widerstandes des Fetzens stark zu redizieren. Der Vorteil den ich ausmachen konnte ist, dass sich der Schirm schon in der Luft zu einer Rosette zusammenkneult. Wenn er am Boden liegt sind idealerweise nur die mittleren Zellen noch offen und der Rest des Flügels incl. der Eintrittskanten sind vom Schirm zugedeckt. Selbst bei sehr starken Böen, bläst es einem den Schirm nicht über die Wiesen.



I.2) Wind ist etwas zu stark: Versuche durch gefühlvolles Ziehen der A- oder A- und B-Gurte die Kappe zu beschleunigen. Reicht meistens um gegen den Wind voranzukommen (sonst Abbruch).

I.3) Sollte dabei die Kappe einseitig oder frontal einklappen: auch gut => versuche Klapper zu stablisieren.


Bei zu starkem Wind kann man nur erschwert über die A-Leinen den Anstellwinkel reduzieren um mehr Speed herauszuholen. Diese Situation ist geradezu prädestiniert dafür, schnell einen unkontrollierbaren Flugzustand zu erreichen. Die Klappenanfälligkeit ist enorm hoch und wenn's erst einmal in einer Böe klappt, ja wie reagiere ich dann am besten?

Aufgrund des negativen Anstellwinkels am Klapper, erfolgt auf der offenen Seite zwangsläufig eine Anhebung dessen und es hebelt dich rasch aus. Wie komme ich da am besten raus?

Diese Figur ist besonders anstrengend, physisch wie psychisch.
Deshalb wohl immer wieder Pausen einlegen um zu verstehen was passiert ist, auch wenn der Winde gerade ideal ist.




I.4) Ohren anlegen üben


Was in der Luft eines der einfachsten Manöver ist, ist am Boden recht schwierig. Je nachdem wieviel Fläche man mit den Ohren vom Schirm nimmt, desto weniger ist die noch Auftrieb erzeugende Fläche und kleinste Differenzen am Druck auf den Leinen lässt den Schirm schnell abkippen. Deswegen wohl rasch wieder die (mittleren) A-Leinen ergreifen und den Schirm über einen bringen. Das geht allerdings nur bei ausreichend Wind. Zuwenig, und der Schirm kippt einfach nach hinten ab.



I.5) Seitwärts laufen, dabei über C/D-Gurte steuern.


Rückwärts eingedreht oder nach vorne gerichtet? Ich hab es bisher noch nicht versucht, nach vorne gerichtet an C/D-Gurten zu handtieren.



II. Idealer Wind (ca. 20km/h):
Kappe lässt sich über Bremsen stabilisieren, kein Vor- oder Zurücklaufen notwendig.


20km/h können bei ebener Fläche schon fast zuviel sein. Je nach Flächenbelastung ist die Grenze recht rasch erreicht und das Fenster noch vernünftig handeln zu können ist recht eng. Anders sieht das aus, wenn man eine schiefe Ebene hat. Da der Wind nicht genau frontal in den Schirm geht, sondern ebenfalls angestellt von unten ins Segel greift, wird so mehr Auftrieb erzeugt und dank der Flächenbelastung sind Windgeschwindigkeiten von 25-30km/noch handelbar. Das reicht dann oft schon zum Soaren.



II.2) Aus paralleler Grundhaltung: Bremsen übergeben und dann rausdrehen. Schirm möglichst lange stabil halten, möglichst ohne zur Kappe zu schauen. Falls ich merke, dass Schirm wegkippt: sofort umdrehen und (über A-Gurte) abfangen, bevor Kappe zu Boden gefallen ist. Drehungen rechts und links üben!


Bisher hatte ich mich auf eine Seite des Ausdrehens festgelegt um in mancher Startplazt-Stressituation nicht verkehrt herum auszudrehen und damit gleich dem Starttwist zu erlegen. Ich sehe es absolut ein, dass es für das Gefühl und die Warnehmung der Druckänderung, ausgehend Schirm->Gurte->Gurtzeug, nur von Vorteil sein kann, richtig in beide Richtungen ausdrehen zu können. Werd ich machen.



II.3) Mit dem Schirm laufen: sich ein Ziel, z.B. andere Groundhandler, suchen und dorthin laufen, natürlich ohne dass die Kappe zu Boden geht.


Diese Übung liebe ich! Besonders für etwaige Zuschauer mag das recht lustig aussehen. Das Hoppeln über die Wiese mag manchem Hasensprung ähneln. Diese Übung mache ich vor allem dann, wenn ich nach "intensiven" und kraftraubendem Handeln kurz relaxen will. Einfach in die Landschaft schauen, den Schirm in Händen über die Wiese tragen. Blicke zur Kappe sind nur noch selten nötig.



II.4) Seitliches Laufen bis Rennen: wahlweise über die D-Gurte oder die Bremsleinen, kombiniert mit Gewichtsverlagerung,


Hmm, beim Rennen. Ist das nicht sehr schwierig aufgrund der abrupten auf- und ab Bewegungen? Und dabei noch die D-Gurte in Händen halten "schwingsdämpfend" zu führen? Aber dazu wird
es gelern um es zu können.



II.5) Bei passendem, aber turbulentem Wind versuche ich einfach die Kappe möglichst lange stabil zu halten. Unvermeidliche Klapper stützen..


Klar, das ist die Standard-Handlingmethode.



II.6) Bei laminarem Wind, wenn ich eine Pause brauche: hinsetzen oder hinlegen und Kappe mit minimalen Steuer-Bewegungen über mir halten.


Hmm, wie aggierst du dabei, wenn die Windrichtung deutlich hin und her dreht? Jeglicher Einsatz der Steuerleine mündet dabei doch zu 100% im seitlichen Abfallen der Kappe.



Schirm zusammenlegen.


Ich schmeiss den Kneul immer in den Kofferraum und fahre dann in an absolt windgeschützes Plätzchen um dem Fetzen die Würde zukommen zu lassen die er verdient.

Eines muss ich aber noch anfügen. Ohne Helm ziehe ich nur dann auf, wenn ich auf der Wiese keine Hindernisse habe an denen ich mich beim immer möglichen Wiesenschleif verletzen könnte. Ansonsten ist Helm immer Pflicht.



Ich selber übe in der Regel in Neubiberg bei München bei Ostlagen am späten Nachmittag (ab 16-17:00 im Sommerhalbjahr, ab 15:00 im Winterhalbjahr), seltener bei Westlagen.


Ich weiss bescheid! Die Münchener Mafia (tm?) ist dort stets schwer zu Gange und die aufgeschüttete 5 bis 10m-Kante ist ja gerade zu ideal um zu handeln, dem Spieltrieb freien Lauf zu lassen und trollig an den Fäden zu zupfen. Ich bin schon zig Kilometer gefahren, um ein ideales Aufziehgelände zu suchen. Denn das ideale Aufziehgeläne ist oft ne Wiese die dem Bauer sein heiligstes Hab und Gut ist.

Immer wenn ich mit dem Schirm handeln bin freue ich mich wie ein kleines Kind, denn an die Herbstage Anfang der 80er mit zahlreichen Drachenspielen erinnere ich mich immer sehr gerne.

Erwachsen sein und nochmal richtig Kind sein dürfen, wo geht das im Alltag noch? Spiel, Spass und Humor wird oft als Unreife ausgelegt.... Hach, da kann man sich beim Handeln immer so schön entfalten.

Hmm, am Wochenende ist Nordost bis Ost...... Hmm, wenn sich da mal nicht ein so "sparsamer" Schwabe@NeBiBe als UFO. einschleicht....

tschüssle
Stefan

Paul
04.04.2003, 21:48
Noch ein schönes Spielchen (obwohl weniger Relevanz zum "normalen" Fliegen), und zugleich eine gute Methode um den Schirm von Sand usw. zu befreien (hierzu brauchst Du leichten, laminaren Wind und eine schöne, saubere Wiese):
Zieh die Kappe mit nur einen A-Gurt sanft hoch. Die Kappe dreht sich dann um die Achse, fang ihn mit anbremsen an der gleichen Seite auf, damit er nicht hart auf die Eintrittskante fällt. Jetzt liegt die Kappe falsch rum, mit der Eintrittskante auf der Weise. Jetzt funktioniert alles umgekehrt, d.h. bremsen ziehen - Kappe kommt hoch. Jetzt kannst Du, mittels leichtem, gefühlvollem bremsenziehen die Kappe hoch und runter bewegen und somit den Sand rausschütteln. Am Ende ziehst Du die Bremse an nur einer Seite tief Durch (die gleiche Seite mit der Du angefangen hast) et voila, der Schirm dreht sich wieder richtig rum.

Bettina Ebeling
05.04.2003, 19:09
bei Nacht üben ... nix sehn, nur nach Gefühl, ist ein ganz eigenartiger „Dialog“ mit dem Schirm...

Bettina Ebeling
05.04.2003, 19:11
Fluppe anstecken (war ne Wette, hat auch gefunzt :D )

Bettina Ebeling
05.04.2003, 19:16
...mit „Fahrgestell“ :p

in Erinnerung an einen wunderschönen Grillabend bei uns am Schleppgelände Stapelburg/Harz

Grüßli, B.

KayPi
06.04.2003, 23:17
Motivationshilfen?

Guckstu:
http://www.schwerelos.de/bilder/2003-02_radbod/index.html
oder
http://www.schwerelos.de/bilder/2002-09_groundhandlingmitmike/index.html

Viel Spaß!

Kay www.schwerelos.de

Stoderjoe
06.04.2003, 23:56
Original geschrieben von Cumulonimbus
eine so ausführliche "Anleitung" hat es verdient, weiter dokumentiert zu werden. Danke!!!

Danke für das Lob!


Bei zu starkem Wind kann man nur erschwert über die A-Leinen den Anstellwinkel reduzieren um mehr Speed herauszuholen. Diese Situation ist geradezu prädestiniert dafür, schnell einen unkontrollierbaren Flugzustand zu erreichen. Die Klappenanfälligkeit ist enorm hoch und wenn's erst einmal in einer Böe klappt, ja wie reagiere ich dann am besten?

Aufgrund des negativen Anstellwinkels am Klapper, erfolgt auf der offenen Seite zwangsläufig eine Anhebung dessen und es hebelt dich rasch aus. Wie komme ich da am besten raus?

Einklapper bei dieser Figur sind für mich nichts besonderes: Wenn ich schnell genug reagiere, dann kann ich die Kappe über die Bremsen stabilisieren.
Wenn eine Seite völlig wegklappt, dann konzentriere ich mich auf die offene Seite, und wechsle in den "A/D-Gurte-Modus". Natürlich muss man bei starkem Wind dann mitlaufen; deswegen auf großzügigen Sicherheitsabstand zum Wiesenrand achten!

Diese Figur ist besonders anstrengend, physisch wie psychisch.
Deshalb wohl immer wieder Pausen einlegen um zu verstehen was passiert ist, auch wenn der Winde gerade ideal ist.

Es stimmt schon, dass diese Figur etwa Kraft erfordert. Dafür kann man
das Beschleunigen und "beschleunigte Klapper" simulieren. Mein Discus 2000
klappt beim Ziehen des A-Gurtes auch schnell ein, bevor er beschleunigt. Mit
A+B-Gurten funktioniert das wesentlich besser. Mit einem Apollo dagegen
hätte ich Klimmzüge an den A-Gurten machen können.

Diese Figur wende ich dann an, wenn der Wind meistens passt, aber in Böen zeitweise auffrischt.


Rückwärts eingedreht oder nach vorne gerichtet? Ich hab es bisher noch nicht versucht, nach vorne gerichtet an C/D-Gurten zu handtieren.

Die Steuerung mit den C/D-Gurten macht man rückwärts eingedreht.
Nach vorne gerichtet habe ich das noch nicht probiert, könnte aber ein nützliches Training für den Fall sein, dass nach einem Start eine Bremsleine blockiert.


Hmm, beim Rennen. Ist das nicht sehr schwierig aufgrund der abrupten auf- und ab Bewegungen? Und dabei noch die D-Gurte in Händen halten "schwingsdämpfend" zu führen? Aber dazu wird
es gelern um es zu können.

Beim seitlichen Laufen lasse ich die Kappe zur Seite abkippen, bei starkem Wind vorsichtig dosiert, bei moderatem Wind bis der Stabilo fast den Boden berührt, um sie wie ein Segel zu benutzen. Die Steuerung erfolgt am einfachsten (für mich) über die D-Gurte. Wenn jetzt noch das Körpergewicht richtig eingesetzt wird, in einem Winkel der irgendwo zwischen Laufrichtung und gegen den Wind liegt, entwickelt sich ein Feeling, als würde man über den Boden schweben. Bei genügend Wind kann damit auch kleine Sprünge machen.

In dem DHV-Video "Aktiv Gleitschirm fliegen" wird diese Übung
in der Einleitung in einer kurzen Szene von Mike Küng vorgeführt.

Von dieser Technik gibt es eine spezielle Variante, die meine Lieblingsübung ist: Seitliches Laufen (oder Surfen) mit Bremsen über Kreuz gesteuert.
Diese Technik kommt eigentlich vom Dünenfliegen: bei Seitenwind kann man damit
sehr elegant und schnell die Düne raufrennen und unkompliziert starten, da
die Bremsen schon in der richtigen Hand sind.


Hmm, wie aggierst du dabei, wenn die Windrichtung deutlich hin und her dreht? Jeglicher Einsatz der Steuerleine mündet dabei doch zu 100% im seitlichen Abfallen der Kappe.

Wenn der Wind deutlich hin und her dreht, dann ist er für mich nicht mehr laminar. In dem Fall beende ich die Übung, indem ich wieder aufstehe, ungefähr so wie es El Zorro beschrieben hat.

Joachim

satministrator
07.04.2003, 10:00
Hallo!

Habe am Samstag bei viel Wind mit meinem alten Vision auf der Wiese rumhantiert. Irgendwann habe ich dann zwei Risse an zwei Leinenaufhängungen der C-Ebene bemerkt.
Gut, der Schirm ist Baujahr 1994 - hat aber noch nen gültigen Check. Kann es aber sein, daß das rumziehen an der C-Ebene irgendwie das Material stark belastet? So ähnlich wie laut Hersteller ein B-Stall das Material stark belasten soll?
Jetzt habe ich natürlich noch ´nen 'guten' Schirm - einen Oasis. Den will ich allerdings nicht unbedingt schrotten. Soll ich jetzt lieber auf das Rumwurschteln mit den C-Leinen verzichten? Ist halt bei starkem Wind recht praktisch. Hat da jemand irgendwie einen Rat für mich?

Viele Grüße vom Chiemsee

Andi (www.ride-the-sky.com)

Heiko Jägle
10.04.2003, 18:09
Immer wenn ich mit dem Schirm handeln bin freue ich mich wie ein kleines Kind, denn an die Herbstage Anfang der 80er mit zahlreichen Drachenspielen erinnere ich mich immer sehr gerne.

Erwachsen sein und nochmal richtig Kind sein dürfen, wo geht das im Alltag noch? Spiel, Spass und Humor wird oft als Unreife ausgelegt.... Hach, da kann man sich beim Handeln immer so schön entfalten.
[/B]
Stimmt ;)


Hier am Niederrhein, wo die hohen Berge sooo weit weg sind, haben sich inzwischen einige Piloten zusammengefunden, um ab und an auf den Rheinwiesen mit dem Schirm zu spielen.

Für viele ist das Spielen eine willkommende Überbrückung zum nächsten Fliegerurlaub. Und es verbessert das Schirmhandling - sei es in der Luft (Stichwort "aktives Fliegen") oder der sichere Rückwärtsstart am Startplatz, wenn der Wind etwas kräftiger weht. Das konnten schon viele bestätigen.

Also lohnen tut es sich allemal - und macht sogar Spaß! Mit dem Schirm über sich kontrolliert über die ganze Wiese wandern, vielleicht mit Hindernissparcour, sich auf den Boden setzen und den Schirm halten, Ohrenanlegen und Klapper üben, und so weiter.

Aber viele sind erst mal froh, überhaupt den Rückwärtsstart üben zu können. Wenn jemand dabei ist, der ein wenig Hilfe und Tipps geben kann, um so besser. Die oben genannten "Spielereien" kommen mit der Zeit von ganz alleine.

Die Münchner Mafia ist beim Groundhandling sehr aktiv. Auch im Raum Düsseldorf - Köln - Ruhrgebiet kann man sich den "Rheinlandfliegern" ( http://www.rheinlandflieger.dnsalias.com ) einfach anschliessen. Infos über deren Homepage.

Und wer grade keinen Verein oder Bekannte in der Nähe hat, einfach hier im Forum einen Aufruf starten! Es finden sich immer welche, die sich bisher nicht getraut / aufgerafft haben, alleine auf die Wiese zu gehen und zu üben. (Ich habe selbst gestaunt, wie viele hier zusammengekommen sind.)

Wiesensaison ist das ganze Jahr! Nur Mut.

Heiko

mc-berlin
10.04.2003, 20:50
Hey Piloten in Berlin, wo geht Ihr hier oder in der Umgebung zum Groundhandling?

Würde gerne mal mitkommen.

Bernhard

Martin Prerovsky
10.04.2003, 21:04
Original geschrieben von mc-berlin
Hey Piloten in Berlin, wo geht Ihr hier oder in der Umgebung zum Groundhandling?

Hallo Bernhard,

guckst Du hier: http://www.dcb.org/ Scheint ein sehr guter und umtriebiger Verein zu sein. Fast wie wir;)

Gruss,

Martin

Arnd Laske
12.04.2003, 22:14
... man kann sich aber auch bequem hinsetzen, Bettina!

Bettina Ebeling
14.04.2003, 12:31
... und anschließend steigt man durchs Schiebedach ins Auto und fährt nach Hause... :D

Stoderjoe
15.04.2003, 00:59
Original geschrieben von Cumulonimbus
Bisher hab ich in einer solchen Situation blitzschnell einmal die Steuerleinen gewickelt und komplett durchgezogen -> Fullstall.
Dabei bin ich dem Schirm deutlich entgegengegangen um den letzten Rest des Widerstandes des Fetzens stark zu redizieren. Der Vorteil den ich ausmachen konnte ist, dass sich der Schirm schon in der Luft zu einer Rosette zusammenkneult. Wenn er am Boden liegt sind idealerweise nur die mittleren Zellen noch offen und der Rest des Flügels incl. der Eintrittskanten sind vom Schirm zugedeckt. Selbst bei sehr starken Böen, bläst es einem den Schirm nicht über die Wiesen.

Mit dem C/D-Stall konnte ich bisher immer ein unkontrolliertes Aushebeln oder Wegschleifen verhindern.

Die meisten Piloten, denen ich bem Groundhandling zuschaue, kommen mit dem Fullstall über Bremsen gut zurecht. Deswegen glaube ich, dass beide Methoden gleich effektiv sind - vorausgesetzt man wickelt und bremst schnell genug.

Aber was ist, wenn man nicht schnell genug ist und ausgehebelt wird (gestern in Neubiberg wieder gesehen)? Mit den Bremsen in der Hand wird man doch unweigerlich nach vorne ausgedreht und kann in diesem kritischen Moment nur noch erschwert (vorne über Kreuz? oder blitzschnell Bremsen auslassen und umgreifen?) steuern. Und bei starkem Wind fliegt man womöglich rückwärts.

Werde ich mit den C/D-Gurten in der Hand ausgehebelt, könnte ich mich abstützen und bleibe rückwärts eingedreht. Und man kann auch in der Luft mit den C/D-Gurten steuern. Fliegt der Schirm rückwärts, dann ist die Flugrichtung für den Piloten vorwärts.
Diese Technik, Rückwärts-Fliegen mit C/D-Gurten, ist hier im Forum schon ein paar mal beschrieben worden, habe sie selber zwar einmal live gesehen, aber noch nicht gelernt oder ausprobiert.

In beiden Fällen besteht natürlich die Gefahr: bleibt man auf der Bremse oder der C/D-Gurt gezogen, dann stallt der Schirm womöglich in mehreren Metern Höhe. Und rückwärts mit C/D-Gurten in der Hand zu fliegen, ist zumindest ungewohnt und braucht bestimmt auch Training.

Am sichersten ist es wohl, die Windverhältnisse richtig einzuschätzen (aber wer kann das schon?) und rechtzeitig auch das Groundhandling abzubrechen.

Steffen
15.04.2003, 10:19
@ Bettina

mit ein paar Steinchen im Schuhprofil macht die Kletterei am Auto wesentlich mehr Spaß :-)

@ alle

da das ein Goundhandling-Thread ist, möchte ich ihn einfach mal für einen Aufruf gebrauchen: War gestern ein bißchen auf der Wiese üben - wer aus dem Raum Heidelberg hat in Zukunft Lust mitzumachen? Zum schmackhaftmachen hier die Daten der Wiese:
Größe 2Hektar; von allen vier Seiten praktisch frei angeströmt; Rasen nahezu Golfplatzqualität; Na, ist das nichts?

Wer wissen will, wo dieses Paradies zu finden ist - mail an mich!

Viele Grüße
Steffen

El Zorro
15.04.2003, 11:54
Hi ChessPlayer,

genau wie Du sagst, normalerweise kein Problem nicht allzuweit abzuheben indem man mit der C-Ebene rechtzeitig stallt oder zumindest die Strömung stört. Aber vor ca. 4 Wochen hat's mich in Laveno derart hochgerissen, dass ich noch bevor ich überhaupt dran denken konnte schon ca. 10 m über der Landewiese hing. Hatte die C gurte in der Hand und dann aber richtig entschieden nicht panisch da dran zu ziehen ( das hätte vermutlich bös ausgeschaut ) sondern die Bremsen zu greifen um überhaupt die Kappe irgendwie offen zu halten. Genauso unsanft und abrupt wie's mich hochriss hat's mich dann auch wieder abgesetzt. Konnte aber durch abrollen seitlich/rückwärts über den Protektor das schlimmste verhindern. Bis auf das Geschleife was dann folgte. ( Darum kommen jetzt auch wieder Quick-Outs dran falls mal wieder jemand frägt für was man die eigentlich braucht ) Wenn man 3-4 mal vertwistet ist ( durchs abrollen usw.) stallt man so leicht keinen Schirm mehr über irgendwelche Leinen. Danke hier mal dem Helfer der meinen Schirm festhielt ( Hab leider den Namen vergessen ) !!

Der Wind an diesem Tag war von Nordströmung dominiert, die das Fliegen unmöglich machte. Nordföhn ist in Laveno kein Spass ! Am Landeplatz wurde jedoch den ganzen Tag gespielt, wobei der Wind aus den verschiedensten Richtungen recht böig blies.

Warnsignale waren :

- Der Windsack der ab und zu einen wahren Veitstanz ablieferte
- Ein Starrflügler, den es zuvor nach Berichten anderer kurz mal in die Luft wirbelte. ( Hab's leider nicht gesehen, sonst hätt ich aufgehört )
- Die Böigkeit des Windes

Diesen Geschehnissen ist bei allem Spass, den die Sache macht, genügend Respekt einzuräumen. Ich dachte, ich hätte den Schirm bei jeder Windstärke im Griff - Trugschluss. Solang der Wind einigermassen laminar ankommt ja, in Böen nein, da kanns dann bestimmt selbst Meister wie MK ähnlich dem fliegenden Robert aushebeln.

Bernd

D.J.Bubi
15.04.2003, 23:27
Waren am Montag bei mittlerem Wind auf einer Wiese
mit leichtem Hang "spielen" !!!!!
Habe einiges aus eurem Programm durchgespielt ,
hat echt super geklappt .
Da wir hier im Saarland "Flachlandpiloten" ,
ohne eigenen Flugberg sind hatten wir eine Menge Spaß
und werden jetzt öfters zum "spielen" gehen !!!!!
Danke für alle Tipsssssssss
Grüße an alle Stephan und Dj Bubi

Cumulonimbus
15.04.2003, 23:53
Hi,

ich weiss ja nicht was mein Astral 1 für nen Oldtimer ist, aber ich bekomme es nicht gerafft, den Tragegurt der C/D-Ebene zu greifen. Da die Steuerleine im Weg ist, reisse ich immer wieder den Griff von den Klips ab, statt den Tragegurt in Händen zu halten.

Nur wenn ich sorgsam danach greife und mir Zeit lasse,geht das einigermassen. Zeit, die man sich nicht nehmen sollte. :-)

Hmm, hat jemand ne Idee wie ich es schaffe, die C/D-Ebene am schnellsten zu greifen?

Hmm, vielleicht hilft es ja, wenn ich die Leinen der C/D-Ebene beim Aufziehen direkt über Kreuz über den Handrücken laufen lassen. Noch ehe der Zug voll auf die entsprechenden Leinen geht, dürfte ich fix die Fäden zum Spinnen in der Hand haben.

Hat das schon wer versucht?

Gruss
Stefan

Ulrich Probst
16.04.2003, 09:20
Original geschrieben von Cumulonimbus
Hi,

Hmm, hat jemand ne Idee wie ich es schaffe, die C/D-Ebene am schnellsten zu greifen?


Hi Cb

Du legst dir dem Schirm symetrisch hin. Dann nimmst du zum Aufziehen beide A-Schlösser in die rechte Hand (wenn Rechtshänder) und beide C-Schlösser in die linke. So kannst du sogar noch während des Aufziehens die C-Ebene ziehen. Wenn der Schirm oben ist wechselst du mit beiden Händen auf die C- oder D-Gurte.

Wenns mal nicht so bläst ist es trotzdem gut, die A-Ebene mit einer Hand aufzuziehen, weil dann die andere Hand für die Bremse frei ist. Das kannst du während des Aufziehens auch wechseln. Nur manche Schirme wollen breit aufgezogen werden, weil sie sonst gern ein Hufeisen bilden.

Viel Spass
Ulrich

Steffen
16.04.2003, 10:47
Original geschrieben von Cumulonimbus
Hi,

Nur wenn ich sorgsam danach greife und mir Zeit lasse,geht das einigermassen. Zeit, die man sich nicht nehmen sollte. :-)

Hmm, hat jemand ne Idee wie ich es schaffe, die C/D-Ebene am schnellsten zu greifen?



Hi Stefan,

ich habe eigentlich ebenfalls wie "RAc" die Erfahrung gemacht, das man mehr Zeit hat als man zunächst eigentlich denkt. Ab welcher Windstärke wird Dir denn die Zeit knapp? Schaust Du dann zum Schirm, oder auf die Tragegurte? Ich denke, wenn Du dabei auf die Tragegurte schaust, solltest Du sie auch sicher greifen können.

Viele Grüße
Steffen

Cumulonimbus
16.04.2003, 16:24
Original geschrieben von Steffen


Hi Stefan,

ich habe eigentlich ebenfalls wie "RAc" die Erfahrung gemacht, das man mehr Zeit hat als man zunächst eigentlich denkt. Ab welcher Windstärke wird Dir denn die Zeit knapp? Schaust Du dann zum Schirm, oder auf die Tragegurte? Ich denke, wenn Du dabei auf die Tragegurte schaust, solltest Du sie auch sicher greifen können.

Viele Grüße
Steffen

Hi,

ich denke auch, dass man anfangs eher noch zu hektisch agiert. Schliesslicht hat man bereits fundierte Kenntnisse im Sauigelspiel und das möchte man natürlich um jeden Preis vermeiden.

Es hilf schon ungemein, in der Anfangsphase des Aufziehens dem Schirm etwas entgegen zu gehen. Damit nimmt man den Druck aus dem Segel, schlägt die ein oder andere Sekunde dabei an Reaktionszeit heraus und kann sodann ganz locker und vorallem griffsicher die Tragegurte fassen.

Ich hab das jetzt nur mal mental durchgespielt. Auf die Wiese ist nicht, da ein 30er Wind blässt und bei flachem Gelände ist ab 15-20km/h bereits Feierabend.

tschüssle
Stefan

Cumulonimbus
03.05.2003, 20:10
Hallo,

so, nach dem ich mir in diesem Thread zahlreiche Tipps geholt habe, diese in den letzten Wochen anwenden konnte, möchte ich kurz ein paar Dinge zusammenfassen.

Als allererstes und als wichtigste Regel sollte beim Rückwärtsstart gelten: Bremsverbot!

Ich konnte mir bis vor kurzem nicht vorstellen, ganz ohne Bremsen den Schirm aufzuziehen, geschweige denn ihn auch so zu steuern und zu kontrollieren.

Bremsverbot!!! Die wohl wichtigste (?) Regel beim Groundhandling!

Mittlerweile habe ich durch viele Übungsstunden den Draht heraus, wie ich am besten bei entsprechenden Windverhältnissen an die Sache herangehe.

Meine Aufziehmethode:

Gekreuzte Tragegurte, Bremsleinen angeknippst und aufziehen über die geteilten A-Leinen, wobei ich nur den inneren der beiden Tragegurte in die Hand nehme.

Eigentlich wird geschult, die Arme gestreckt zu halten und so den Schirm hoch zu führen. Das hat den Nachteil, dass der Schirm beim Aufziehen sofort auf Zug geht und damit Kraft auf den Körper übertragen wird. Ausgleichsbewegungen wie Druck aus dem Segel nehmen ist nur durch entgegenlaufen möglich. Daher führe ich die A-Gurte (die inneren beiden) in 45° angewinkelter Armhaltung hoch. So kann ich nicht nur viel besser auf Zug mit den A-Leinen gehen, nein. So ist es mir auch möglich, rasch und effektiv bei Bedarf den Druck aus dem Segel zu nehmen. Während bei ausgestreckter Armhaltung kaum Weg zum Druck wegnehmen vorhanden ist, kann man bei angewinkelter Armstellung gut und gerne 30-40cm Steuerweg herausholen und führen lässt er sich dennoch.

Aufziehen also mit den inneren A-Leinen und zwar soweit, bis die A-Leinen auf Zug gehen und der Schirm mindestens etwa 70° über der Horizontalen steht. Man spürt es dann schon, wenn der Schirm Strömung aufbaut und Auftrieb erzeugt. Das ist sicher je nach Schirm unterschiedlich.

Bei starkem Wind greife ich mit geöffneter Boxerfaust noch während der "Hochkommphase" hinter alle Tragegurte und greife zuerst die D-Leinen. Damit nehme ich Richtungskorrekturen vor und kann schon entsprechend der Windstärke die Strömung kontrolliert soweit abbauen, dass das Segel im Wind sauber stehen bleibt. Der Auftrieb geht flöten. Unabdingbar ist es aber nun mit Körpergewicht dosiert "sich an die D-Leinen" klemmen. Denn nur über Gewichtskraft anlegen kann der Schirm mit noch anliegender Strömung in vorderstem Kappenbereich am Obersegel ausreichend Auftrieb erzeugen, damit die Kappe im Wind stehen bleibt.

Bei kräftigem Wind am besten zu der D-Ebene noch die E-Ebene mit in die "Boxerfaust" nehmen. Mit dieser Methode lässt sich der Schirm auch noch bei 30er Wind sicher und sehr entspannt kontrollieren. Während der letzten 4 Übungsstunden habe ich das soweit antrainiert, dass es mir heute nicht schwer fiel, den Schirm in teilweise sehr böigem Wind sicher und easy zu halten.

Während andere Piloten wie wild an ihren Bremsleinen herumgerissen haben und der Schirm kaum aus dem Pendeln kam, konnte ich denen genüsslich beim Üben zusehen während meine Kappe wie angenagelt im Wind zu stehen schien.

Das macht ja richtig Spass! :-)

Tja, 15 Flugstunden dieses Jahr stehen mittlerweile deutlich über 15 Stunden Groundhandling gegenüber. So hart die Anfangszeit beim Groundhandling auch war und so oft wie ich durch den Acker geschleift wurde, es hat sich also doch vollends gelohnt den Kopf in den Erdboden zu stecken.

So, jetzt habe ich dann aber noch ein Problem. Wenn ich den Schirm mit kontrollieren der C- und D-Ebene sicher halte und ich mich durch herumhüpfen in die Lüfte heben lassen will, wie kann ich verhindern, dass es mich ungewollt ausdreht? Nach aussen drücken will mir nicht gelingen. Gibt es einen Trick?

Gruss
Stefan

El Zorro
03.05.2003, 20:39
Freut mich, dass es Dich auch gepackt hat Stefan.
Du hast's auf den Punkt gebracht.
Das verkrampfte 'Bremsenfesthaltenwollen' behindert einen beim erweiterten Lernen eher.

Das mit dem Ausdrehen kenn ich auch, vielleicht tendenziell eher etwas auf der eingedrehteren Seite bleiben und sich über die hinteren Tragegurte halten ? An der Düne mach ich's öfter mal dass ich einige Zeit rückwärts eingedreht rumflieg und dabei nur über die D- Ebene steuer. ( Natürlich nur wenn ich Platz um mich rum hab ) Da konnt ich feststellen dass, wenn man leicht 'überdreht' alles ganz locker bleibt.

Grüße an's Bodenpersonal

Bernd

Steffen
04.05.2003, 20:12
Hi Stefan,

also wenn ich die Hände beim Hüpfen an den hinteren Tragegurten habe, besteht gar keine Tendenz zum Ausdrehen. Da sind eigentlich keine Tricks notwendig. Du kontrollierst auch in der Flugphase, egal wie hoch hinaus es geht, den Schirm mit den Händen an den hinteren Tragegurten, das ist eigentlich total stabil.

Viele Grüße
Steffen

Cumulonimbus
04.05.2003, 20:17
Original geschrieben von Steffen
Hi Stefan,

also wenn ich die Hände beim Hüpfen an den hinteren Tragegurten habe, besteht gar keine Tendenz zum Ausdrehen. Da sind eigentlich keine Tricks notwendig. Du kontrollierst auch in der Flugphase, egal wie hoch hinaus es geht, den Schirm mit den Händen an den hinteren Tragegurten, das ist eigentlich total stabil.

Viele Grüße
Steffen

Hallo,

ich werde beim nächsten Mal den Brustgurt noch mehr öffnen damit ich etwa 5cm mehr Breite zwischen den Haupttragegurten habe. Ich denke, dies könnte der noch vorhandenen Ausdrehtendenz wirksam entgegenwirken.

Gruss
Stefan

Steffen
04.05.2003, 20:30
Hi Stefan,

das macht sicher Sinn! Vielleicht gibt´s deshalb bei mir keine Ausdrehtendenz: Ich fliege schon immer mit "Brustgurt so weit offen wie möglich" und habe daran bei meinem alten Gurtzeug auch beim Bodenhandeln nichts verändert (Ich zerstöre meinem schönen neuen Schirm nicht auf der Wiese, habe dafür eine alte Ausrüstung).

viele Grüße
Steffen

Cumulonimbus
04.05.2003, 22:05
Original geschrieben von Steffen
Hi Stefan,
(Ich zerstöre meinem schönen neuen Schirm nicht auf der Wiese, habe dafür eine alte Ausrüstung).


Hi,

du sollst den Schirm ja auch nicht am Boden über Stock und Stein ziehen. Lass ihn einfach stundenlang in der Luft stehen! :-)

Das wäre doch mal eine Idee! Rekordversuch im Schirm oben halten! Wem der Schirm über 30° nach hinten abkippt ist ausgeschieden.

Gruss
Stefan

MH
04.05.2003, 23:28
Original geschrieben von Cumulonimbus
Bremsverbot!!! Die wohl wichtigste (?) Regel beim Groundhandling!

Sorry, den Begriff "Bremsverbot" lehne ich strikt ab! Glaub´ ja nicht, daß Einsteiger mit den im Moment so gepushten "neuen" Methoden wie CD-Technik in kritischen Startsituationen auf Anhieb sicher vom Fleck kommen.
Kein Thema: CD hat ganz deutliche Vorteile, lerne diese selbst immer mehr zu schätzen und einzusetzen. Aber das ist noch lang kein Grund, deshalb die Bremsen aus der Hand zu geben! Da wo ein Eingriff gegen Überschießen des Schirms durch Benutzen der hinteren Tragegurte Sinn macht, reicht meiner Ansicht nach vollkommen ein Ziehen beider C-Gurte mit ein oder zwei Händen und den Bremsen dabei in der Hand um die Kappe sauber zu stallen. Lediglich ein Steuern - wenn man gleich auf Crack machen und den Schirm auch bei Böen nicht sicherheitshalber einfach runterstallen will - ist mit den Bremsen in der Hand (aber auch nur bei Überkreuzsteuerung) behindert.

Meine Kritik setzt erstens dort an, daß sich Einsteiger bzgl. RW-Start sehr schwer tun werden, die CD-Technik schnell und effektiv, vor allem aber sicher unter allen Bedingungen zu erlernen.
Vor allem aber sehe ich Riesenprobleme dann, wenn sofort nach dem Aufziehen Aktives Fliegen gefragt ist. Wenn Du glaubst, die Bremsen auch nur für eine kurze Phase während und nach dem Aufziehen vernachlässigen zu können, dann begebe Dich mal zum Starten an die Lokomotive am Sellastock oder einfacher den Wallberg Almstart bei N- bis NW-Lagen. Dieses Getaste und Gegrapsche nach den Bremsschlaufen bei Waschmaschine auf Volltouren sieht man halt doch viel zu oft. Und wenns dich direkt vom Start 5m weghebt und auf einmal losbeutelt braucht man als "Standardpilot" meiner Ansicht nach zwingend die Bremsen zum Offenhalten des Schirmes. Ich kenne nur ganz ganz wenige Leute, die den Schirm in solchen Situationen noch über die Tragegurte voll kontrollieren und da ist wesentlich mehr Training/Groundhandling nötig als der geneigte Einsteiger Anfangs aufbringen kann/wird.
Viel einfacher ist es anfangs, bei Starkwind einfach die freie zweite Hand (Aufziehen meiner Ansicht nach eh generell mit A in eine Hand) fest um die C-Leinen oberhalb der Schlösser zu greifen und bei Gefahr im Verzug durchzurupfen.

Daher die dringende Bitte:
So locker und effektiv wie manche Technik auf der Wiese funktioniert - überlegt Euch immer, inwieweit das auch auf alpine Starts unter kritischsten Bedingungen übertragbar ist. Ich meine, übertragbar ist fast alles, nur kann für den sicheren Einsatz im alpinen Gelände nochmal ein wesentlich höherer Trainingsaufwand von Nöten sein.
Anfangs also lieber der Sicherheit halber erstmal kleinere Brötchen backen.

Markus
Born to glide (http://www.borntoglide.de)

P.S.: Und beim Schwach- bis Rückenwind-Rückwärtsstart verzichte ich schon gar nicht auf die Bremsen in beiden Händen, die brauch ich da nämlich zum Pumpen und straffen der Kappe ...

Cumulonimbus
04.05.2003, 23:54
Hi Markus,

es ging mir in keinem Satz ums Fliegen oder Starten mit der Methode in alpinen Geländen. Es ging nur ums Groundhandling auf der Wiese, nicht um mehr.

tschüssle
Stefan, kein Crack.... nur fortgeschrittener Anfänger :-)

ekke
05.05.2003, 00:02
......ähh, hallo !?? Hier gehts um Groundhandling!

Auf jeden Fall ist es natürlich gut, den Unterschied zum Rückwärtsstart klar zu machen. Und Deine Kritik an mancher Starttechnik ist leider nur allzu berechtigt. :( ekke

MH
05.05.2003, 00:06
@cb & ekke

Denn sorry. Ok, Thermik macht glücklich, süchtig und ...
Trotzdem sollte man beim Groundhandling - dies dann als Anregung - alpin praktizierbare Techniken nicht vernachlässigen, denn das ist meiner Ansicht nach immer noch ein Hauptmotiv des Groundhandlings.

Markus
Born to glide (http://www.borntoglide.de)

El Zorro
05.05.2003, 11:54
Kann Markus beipflichten, wenn's ums Starten geht sollte man mindestens dafür sorgen, dass die Bremsen sich nicht hinter irgendwelchen Leinen verschlaufen. Ich mach das dann aber auch mit beiden A in einer Hand und beide Bremsen in der anderen, dann Bremsen übergeben in die jeweils richtige Hand, ausdrehen - los. Richtig unangenehm, wenns einen raushebt und dann auch noch eine Bremse blockiert ist weil sie sich beim Rumbämbeln irgendwo drumgewickelt hat.

Für's reine Bodentraining jedoch knüpf ich, um dies zu vermeiden, eigentlich eher beide Bremsgriffe an.

Bei Schwachwind und Rückenwind starte ich inzwischen ohnehin doch lieber vorwärts, da ist die Stolpergefahr nicht so gross.

Gruß
Bernd

Cumulonimbus
06.05.2003, 19:58
Hallo,

hab mir gerade den Bericht auf gleitschirmfaq.de zum Groundhandling durchgelesen und nun frage ich mich, welchen Vorteil es hat die C/D-Ebene direkt von oben zu greifen?

Derzeit greife ich noch mit geöffneter Boxerfaust von hinten rein.

Gruss
Stefan

Cumulonimbus
06.05.2003, 20:42
Original geschrieben von RAc


wirst Du bei stärkerem Wind sehr schnell merken -- wenn Du von oben reingreifst, drückst Du die Tragegurte, wenn Du von unten reingreifst, ziehst Du sie. Drücken ist wesentlich besser, vor allem wenn Du mit Körpergewicht arbeitest.

RAc

Hi,

wenn ich die C/D-Leinen von oben greife, habe ich da nicht einen etwas eingeschränkten Handlungsspielraum? Und was mir dabei gerade noch in den Sinn kommt:

Wenn ich von oben reingreife, dann werden C/D mit A/B gekreuzt.
Kann es dabei nicht zum Aufscheuern des Leinenmantels kommen?

Gruss
Stefan

Peter Bruckner
06.05.2003, 21:01
C/D mit A/B gekreuzt??? Habe ich jetzt einen Dreher in meiner Vorstellung?

Rückwärtsstart bei massig Wind. Habe meine C+D Leinen jeweils in der linken und rechten Hand. Durch einen Impuls als wolle ich mich in mein Gurtzeug setzen kommt der Schirm von alleine hoch, kontrolliert über C+D Leinen. Wie kreuzen sich da C/D mit A/B besonders - abgesehen davon, dass Du natürlich durch den Rückwärtsstart die Leinen überkreuz laufen?

Peter

Steffen
06.05.2003, 21:14
Original geschrieben von Cumulonimbus
Derzeit greife ich noch mit geöffneter Boxerfaust von hinten rein.


Hi Stefan,

Das ist doch auch richtig. Du greifst im Moment halt so, das Du in Deiner halb geöffneten Boxerfaust die Tragegurte durch die Handfläche laufen siehst (ist doch so, oder?). Machst Du jetzt genau den gleichen Griff, nur so, daß Dein Handrücken die Tragegurte [nur die C/D :-) ]verdeckt -> das ist der Griff "Tragegurte von oben greifen".

Gruß
Steffen

Stoderjoe
06.05.2003, 23:40
Nach meiner Erfahrung haben beide Griffe ihre Berechtigung:

Das Greifen der C/D-Gurte von hinten (unten) wende ich an, wenn ich z.B. nach Aufziehen mit den A-Gurten oder Übungen mit den Bremsen, schnell die C/D-Gurte greifen will, um ein Aushebeln oder Wegkippen der Kappe zu verhindern.

Das Greifen von vorne (oben), dazu wird die Hand zwischen A/B und C/D-Gurte geschoben, benutze ich für Spielereien wie seitlich Laufen, Hüpfen, Dünen-Surfen. Dieser Griff scheint auf die Dauer deutlich kräfte-schonender zu sein.
Bei starkem Wind (in der Ebene) kann ich damit auch schneller zwischen Beschleunigen mit A/B und Bremsen mit C/D wechseln.

Cumulonimbus
06.05.2003, 23:48
Original geschrieben von ChessPlayer
Nach meiner Erfahrung haben beide Griffe ihre Berechtigung:

Das Greifen der C/D-Gurte von hinten (unten) wende ich an, wenn ich z.B. nach Aufziehen mit den A-Gurten oder Übungen mit den Bremsen, schnell die C/D-Gurte greifen will, um ein Aushebeln oder Wegkippen der Kappe zu verhindern.

Das Greifen von vorne (oben), dazu wird die Hand zwischen A/B und C/D-Gurte geschoben, benutze ich für Spielereien wie seitlich Laufen, Hüpfen, Dünen-Surfen. Dieser Griff scheint auf die Dauer deutlich kräfte-schonender zu sein.
Bei starkem Wind (in der Ebene) kann ich damit auch schneller zwischen Beschleunigen mit A/B und Bremsen mit C/D wechseln.

Hallo,

ahhhhhhhhhhhh!

Wenn ich von oben eingreife, sind die Hände viel näher am Haupttragegurt dran, weswegen ich mir vorstellen kann, dass dann ein ungewolltes Ausdrehen verhindert werden kann.

Hmm, bevor ich jetzt noch mehr dazu sagen kann und will begebe ich mir erstmal wieder auf die Wiese um durchgesprochenes auszuprobieren. Sprich: Ich werde bei nächster Gelegenheit das Greifen der C/D-Ebene von oben versuchen.

Der Wind wäre ja jetzt da, aber es fehlt das Tageslicht :-/

Gruss
Stefan

tommerkl
07.05.2003, 09:29
Original geschrieben von El Zorro
Kann Markus beipflichten, wenn's ums Starten geht sollte man mindestens dafür sorgen, dass die Bremsen sich nicht hinter irgendwelchen Leinen verschlaufen. Ich mach das dann aber auch mit beiden A in einer Hand und beide Bremsen in der anderen, dann Bremsen übergeben in die jeweils richtige Hand, ausdrehen - los.
...
Gruß
Bernd

Hi zusammen,

Klar gehts hier um Groundhandling, aber wofür machen wir das? Als Training für den Starkwindstart am Berg z.B.

Also warum so weit von der Praxis beim Starten entfernen?
Bremsen frei baumeln lassen mit der Gefahr des Verhedderns ist sicher die ungünstigte Variante, klar.
Bremsen parken beisst sich mit dem realen Tagesgeschäft.

Die Lösung und von mir praktiziert:
Bremsen parken, aber nicht am Tragegurt, sondern am Handgelenk. So kann man sie getrost vergessen und ist nach dem Ausdrehen sofort fluchfäddisch.
Stört auch nicht beim Groundhandling mit den Gurten.

Meine persönlichen (und ausschliesslich praktizierten) Favoriten:
Bergstart:
beide innere A-Gurte in der rechten Hand, beide D-Gurte in der linken Pfote, Bremsen wie erwähnt am Handgelenk geparkt und einsatzbereit für den Flug.
Groundhandling bei Starkwind:
beide Bremsen am Handgelenk geparkt, beide Pfoten frei für das Harfenspiel an den vielen bunten Gurten...

Gibbs noch einen, ders so macht?


Grüsse, Tom.

Peter Bruckner
07.05.2003, 10:30
Bremsen über die Hand ziehen (sprich am Hangelenk haben) - hatte bei keinem meiner Schirme damit ein Problem.

Die Ground-/Bergvarianten mit am Handgelenk geparkten Bremsen sind damit fast nicht begrenzt:
- Starten mit C-/D-Leinen mit "Rücksetz-Impuls"
- Starten mit C-/D-Leinen, Schirm kommt schief (da hat dann meistens was falsch gemacht), Korrektur über die Bremsen
- Starten mit inneren A-Leinen, Korrektur über die Bremsleinen
- Starten mit inneren A-Leinen, Griff in die C-/D-Leinen zur Korrektur
- Starten mit C-/D-Leinen + Griff mit den Zeigefingern in die inneren A-Leinen zwecks Aufziehimpuls
- Starten nur mit "Rücksetzimpuls" ...
....

Vielleicht noch zu erwähnen. Beim Starten mehr über die Hüftbewegungen den Schirm kontrollieren, dann braucht man keinen Bremsleineneinsatz.

Nach dem Start wieder die Bremsleinen normal in die Hand nehmen, da sonst bei u.U. notwendigen Rettungswurf die Rettung nicht mehr erreichbar ist.
:-) Peter

pmhausen
07.05.2003, 10:42
Original geschrieben von Peter Bruckner
Bremsen über die Hand ziehen (sprich am Hangelenk haben) - hatte bei keinem meiner Schirme damit ein Problem.
...
Nach dem Start wieder die Bremsleinen normal in die Hand nehmen, da sonst bei u.U. notwendigen Rettungswurf die Rettung nicht mehr erreichbar ist.
:-) Peter

Ooops :-)

Mir hat ein Fluglehrer empfohlen, die Steuerschlaufen wie eine Skistock-Schlaufe über die Handgelenke zu ziehen. Damit sei ein ermüdungsfreieres und feinfühligeres Steuern möglich - hieß es.
An den Seiteneffekt bezgl. Rettung habe ich noch gar nicht gedacht - das beweist mal wieder, daß man beim Fliegen _alles_ berücksichtigen sollte.

Wie ist denn Eure Meinung dazu? Wie greift man die Bremsleinen (zum Fliegen!) "richtig"?

Gruß,
Patrick

AndiG2
07.05.2003, 10:58
Hi Groundhandler und Rückwärtstarter

RAc bringt es auf den Punkt : Es gibt nicht "Die Rückwärtstartmethode" und "Die Groundhandlingmethode".
Jede Methode, den Schirm da hin zu bekommen wo man ihn braucht, hat seine Berechtigung - Experimentieren ist angesagt, zumindest für diejenigen, die genügend Zeit zum Üben haben.(Sonst ist es besser, sich auf eine effiziente Rückwärtsstartmethode zu konzentrieren und die dann sicher zu beherrschen - besonders dann, wenn man gerade "Flügge" wird)

Daher finde ich den hier (und in der Vergangenheit) entstandene Austausch von Handlingsmethoden und "Flugfiguren" sehr sinnvoll und jeder sollte mal die eine oder andere Technik ausprobieren und sehen ob's für ihn (und seinen Schirm) "funzt".

Z.Bsp. verwende ich für das Hochziehenlassen auf den Übungshügel bei mäßigem gut anstehenden Wind gern die A/D Methode (A in die eine Hand/D in die andere Hand) weil ich dann den Schirm genau im (Kite-)Fenster bewegen kann.
Bei starkem Wind auf/am Soaringhügel nehme ich dann aber nur wieder die inneren A-Gurte mit den Bremsen in der richtigen Hand - so habe ich den Schirm SCHNELL über mir (dabei tief in die Knie gehen um den Schirm nach der Steigphase mit dem Aufrichten Geschwindigkeit zu nehmen - Schießtendenz vermindern) und kann sofort "lossoaren" ohne Umgreifen oder Bremsenlösen oder Bremsspinne greifen ...

Und die KÜNG - Methode ist für das Groundhandling in der Ebene/leichten Hügel bei starkem Wind mit gelegentlichen (Luft-)Sprüngen sehr empfehlenswert. Für den Bergstart verzichte ich lieber darauf, denn ich habe die Bremsen nicht in der Hand und eingedreht wegstarten mit den Händen an den C/D - Gurten vermittelt mir nicht das richtige "Fluggefühl"(Übungssache - aber Fliegen mit den Händen an der Bremse mach' ich halt schon länger ...). Zudem kann der Wind mit zunehmenden Hangabstand noch stärker werden ... (Sollte aber VOR dem Flug geklärt werden)

CU@CB

Andreas

tommerkl
08.05.2003, 00:21
Original geschrieben von pmhausen


Ooops :-) ...
An den Seiteneffekt bezgl. Rettung habe ich noch gar nicht gedacht - das beweist mal wieder, daß man beim Fliegen _alles_ berücksichtigen sollte.
Wie ist denn Eure Meinung dazu?



Hallo Patrick,

ich für meinen Teil fliege ausschliesslich mit dieser Skistock-Methode, also die Bremsschlaufe über die Hand gestülpt und lasse die Bremsleine durch die mittleren Finger oder zwischen Daumen und Zeigefinger laufen.

Dein Gedanke bezüglich schnellem Griff an den Rettergriff kommt nicht von ungefähr, diesen Gedanken hab ich mir auch schon oft gemacht und immer wieder das Manöver geistig und praktisch durchgespielt. Sowohl simuliert wie auch zweimal in höchster "Not" hatte ich keinerlei Probleme mit dem Freimachen aus der Bremsschlaufe (sowohl bei den harten SWING-Bremsgriffen, wie auch bei dem Oasis oder simuliert bei z.B. den weichen Ozone-Griffen etc.).

Muss aber nix heissen, hab ich für mich so erfahren.

Habt Ihr da Erlebnisse oder Erfahrungswerte?


Grüsse, Tom.

PS: die geparkten und immer einsatzbereiten Bremsgriffe beim Fliegen durch die Skistockmethode haben u.a. den Vorteil, dass Du die Finger kurz mal für den Foto, das GPS oder Vario oder was auch immer frei hast und trotzdem sofort über die Bremse eingreifen kannst: einfach Pfoten runter und schon hast Du Wirkung (natürlich nich am Popo rumfummeln oder so ;-) )

PPS: natürlich gehts hier in erster Linie ums Groundhandling, aber auch hier hats als ständig einsatzbereites zusätliches Werkzeug seine guten Seiten.
Und: ein wünschenswertes Automatisieren der notwendigen motorischen Aktionen wird bezüglich des Lernfortschrittes meineserachtens nicht durch situationsdifferenzierte haptische Praktiken unterstützt.

Waauu, watn Satz! :-)

El Zorro
08.05.2003, 10:14
Ich nehm z.B. immer häufiger die Schlaufen von aussen in die Hand und pack nur die Knoten in die Pfoten. So hab ich kürzeren Steuerweg. Wenn's mal wieder länger dauert mach ich dann auch die Skistock-Methode. Ist aber sicher nicht jedermann Geschmack.

Bernd

No Fear
08.05.2003, 14:55
Hi Jungs
habe die gleiche Erfahrung gemacht mit den Bremsschlaufen voll in der Hand:

Wenn ich in die A-Gurten greife, ist bei der einen Hand mit der längeren Umlenkung bereits Zug auf der Bremse, was das Hochkommen des Schirms in der Symmetrie negativ beeinflusst. Ich halte deshalb jeweils diese Bremse nur mit dem Daumen, um möglichst viel Leine zu geben. So funktioniert es recht gut.

Meine Starttechnik:
Im übrigen starte ich auch mit A-Leinen in der linken Hand und die D-Leinen in der rechten. Korrigiere mit Zug nach links oder rechts oder nach unten.

Groundhandling:
Bei nicht allzu starkem Wind genau wie die Starttechnick. Bei sehr starkem Wind wie Mike.

No Fear vorm Aushebeln ;-)

Stefan Hörmann
25.09.2003, 21:29
Hi,

nach dem wir in den letzten Tagen seit so langer Zeit mal wieder so wundervollen Spielwind hatten, ging ich mit meinem wahrscheinlich zukünftigen Schirm zunächst einmal auf die Wiese um diesen dort, ehe er Höhenluft schnuppern darf, an mich zu gewöhnen. :-)

Problem:

Wenn ich versuche den Schirm freihändig zu steuern um nebenher was zu saufen, ich also die gekreuzten Tragegurte mit Gewicht be- und entlaste, sozusagen mich auf eine Seite drehe, drehe ich mich quasi schon halb aus. Die Tragegurte liegen nicht mehr sauber hintereinander und durch die veränderte Richtung der Querachse der Aufhängepunkte beginnt der Schirm weiter in die Richtung auszubrechen die die veränderte Querachse nun vorgibt. Nur durch eingreifen mit Zug an den C/D-Leinen (alternativ Steuerleine) auf der Gegenseite, evtl. mit gleichzeitigem unterlaufen löst die Situation. Selbst wenn ich freihändig noch mehr mit Gewicht arbeite, klappt das nicht. Vielleicht gehts auch einfach nicht, ohne deutlich zu unterlaufen die Kiste wieder über mich zu bekommen?

Ich habe am Gurtzeug die Aufhängepunkte möglichst weit eingestellt um einen besseren Hebel zu erzielen. Sinnvoll oder nicht? Im Falle von Gegensteuern brauch ich damit etwa mehr Weg um Korrekturen vorzunehmen, den ich mit Bodenkontakt, im Gurtzeug stehend, nicht mehr effektiv zur Geltung bringen kann. Wäre ein engerer Karabinerabstand günstiger zum Groundhandeln? Mal ausprobieren. Allgemein gefragt: Habt ihr's beim Handeln eher eng oder weit, was die Gurtstraffung angeht?

Vielleicht hab ich ja noch einen Tipp für Euch:

Bei kräftigem Wind nicht mehr nur durch D-Ebene steuern, sondern komplett auf die E-Ebene wechseln und mit Zug an den A-Gurten das Geschwindigkeitsfenster etwas öffnen, wenn Gefahr besteht davongeschleift zu werden. So geht auch noch handeln bei Wind um 25 km/h. Das ist dann aber sehr sehr anstrengend und lange hält man das anfangs auch nicht aus. Aber Spass macht's und zehrt an einem mehr als 2 Stunden Radfahren. :-)

Noch ne Frage:

Ist da etwas dran, dass der Verschleiss der Aufhängung am Schirm an den C/D-Ebenen stark zunimmt und sich der Schirm evtl. wegen starker Zusatzbelastung "vertrimmt"?. Hmm, gerade dann wenn der Schirm vor einem Flug 10-20 Stunden Groundhandling absolviert hat. Bei mehr als 50 Stunden Groundhandling im Jahr wär's aber durchaus denkbar. Hat dazu jemand Fakten?

Viel Spass bei den Sauigelspielchen :-)

tschüssle
Stefan

El Zorro
26.09.2003, 09:54
Hi Stefan,

keine Fakten die belegt werden können, aber ich denk mir, da spiralst einmal ordentlich ab ( am besten asymetrisch ) , dann hat sich die Geschichte mit der Trimmung wieder relativiert.

Das Unterlaufen beim Boden(füssling) ist leider nicht ganz zu vermeiden, ich glaube dies liegt an den Windrichtungsschwankungen.
Aber manchmal genügen schon Minischrittchen um das Steuern mit dem Gurt zu unterstützen.

Grüße und Bodentraining ahoi -

Bernd

Stefan Hörmann
27.09.2003, 11:14
Es stimmt schon, daß die Asymmetrie der Eindrehung sich im Schirmverhalten niederschlägt. Ich drehe mich um die linke Schulter aus und muß beim Ausdrehen in 90% aller Fälle rechts anbremsen und links leicht unterlaufen, weil der Schirm beim Ausdrehen in die Gegenrichtung ausbrechen will.
Genauso gehts mir auch. :-)


Eine gute Übung für das aktive Fliegen ist, so viel Steuerbewegungen wie möglich über die Gewichtsverlagerung zu machen. Wenn der Schirm also im eingedrehten Zustand ausbrechen will, das Gewicht auf die Seite verlagern, in die der Schirm will (weil Du eingedreht bist, wirkt die Körpergewichtsverlagerung auf die andere Flügelhälfte!) und durch so wenig Bremsleinenzug wie möglich die Korrektur ergänzen.
Das ist klar, und je mehr Wind, desto mehr Flächenbelastung und desto besser funktioniert das Handling allein mit Gewicht.



ähhhhh.... was genau meinst Du mit E-Ebene?

I be doch a Depp! :) C-Ebene soll es sein. :-)



hat das Starkwindhandeln mal mit Gummimännchen bezeichnet, das trifft's ganz gut: Man hängt in Grundstellung weich in den Knien und dreht durch Körpergewicht je nach Korrektur nach links, rechts, vorne, hinten, und ent- oder belastet nach oben oder unten, sieht also sehr sprungfedermäßig aus.

Genau, allerdings bin ich kein so ein Verwindungswunder, so dass, ich sag mal, etwa 10-15cm seitliches "Wippen und Gautschen" möglich ist. Sehr wichtig ist, wie du schon geschrieben hast, die Spannung in den Knien damit man rasch bei erkennbarer Reduzierung/Erhöhung der Flächenbelastung mit den Knien den Druck auf den Schirm erhöhen oder reduzieren kann.


Bei 50+ Stunden GH im Jahr würde ich mir mehr Sorgen um nachlassende Tuchqualität durch Sonneneinstrahlung machen... Du kannst deine Leinen ja aber selber vermessen und ggf. recken.

Kein Platz dafür da. Aber mein "alter" geht jetzt wohl eh bald in Rente.

Gruss,

RAc (der immer noch auf Du-weißt-schon-was von Dir wartet... ;-) [/B][/QUOTE]

Stimmt, ich schicks im Anhang mit. :-)

PS: eMail kommt noch :)

Willi Rose
29.09.2003, 17:12
ich habe für´s Groundhandling von euch ne Menge wertvoller Tipps bekommen, auch für´s Starkwindausprobieren, die richtige Aufziehmethode zu wählen (die mich möglichst nicht aushebelt....!). Dafür an dieser Stelle mal allen ein herzliches Dankeschön! Und genau so sachlich stell´ ich mir auch andere FORUMS-Beiträge vor. Ihr habt mir geholfen! Danke! CU Willi

SATurn
29.09.2003, 18:13
hi, leute!

komm grad von der düne zurück....:D
und wieder mal versteh ich den schirm besser und den wind schlechter ;)

hier noch eine "rückwärtsstarttechnik" die ich dort gelernt hab:

bremsgriffe baumeln frei runter....
innerste A-Leinen zwischen jeweils linken bzw. rechten zeigefinger und daumen nehmen.....
zupfen, gleichzeitig zurücklehnen....
der schirm kommt hoch...
auf ca. 75 grad mit den d-gurten ein überschießen verhindern....
so, der schirm steht jetzt im laminaren 30er wind ober dir....
jetzt kommt das beste: du stößt dich mit den beinen kräftig nach hinten ab und fliegst weg...
läßt die gurte los, drehst dich dadurch automatisch aus...
setzt dich bequem hin und nimmst dann erst in aller ruhe die bremsen in die pfoten....:D

gruß, mike (der leider wieder schuften muß...:()

Pelikan
30.09.2003, 18:35
Dieser thread enthält bis heute ca. 65 Antworten und weist über 5200 Hits auf.
Er enthält viele, sehr wertvolle Tips und Tricks. Allerdings wahllos verstreut über den ganzen thread. Eine schöne, systematische Zusammenfassung der Tips und Tricks (ev. geordnet nach Schwierigkeitsgrad) in einem ausdruckbaren Format (word, Acrobat reader o.ä) wäre natürlich eine supertolle Sache. Jetzt, wo langsam wieder die Fragen aufkommen, was man alles tun könnte in der zum Fliegen garstigen Zeit, wäre die Erstellung einer Groundhandling Fibel sicher eine sehr sinnvolle Sache. Wer hätte Freude daran und reisst sich dieses Projekt unter den Nagel?

Pelikan

gerifly
30.09.2003, 19:14
Solang's nicht Bilder solch eines grausligen Arcus beinhaltet.....

Geri

MH
30.09.2003, 20:10
Original geschrieben von Pelikan
Dieser thread enthält bis heute ca. 65 Antworten und weist über 5200 Hits auf.
Er enthält viele, sehr wertvolle Tips und Tricks. Allerdings wahllos verstreut über den ganzen thread. Eine schöne, systematische Zusammenfassung der Tips und Tricks (ev. geordnet nach Schwierigkeitsgrad) in einem ausdruckbaren Format (word, Acrobat reader o.ä) wäre natürlich eine supertolle Sache. Jetzt, wo langsam wieder die Fragen aufkommen, was man alles tun könnte in der zum Fliegen garstigen Zeit, wäre die Erstellung einer Groundhandling Fibel sicher eine sehr sinnvolle Sache. Wer hätte Freude daran und reisst sich dieses Projekt unter den Nagel?

Pelikan

Guckssu
http://www.gleitschirm-faq.de/Fortgeschrittene/Groundhandling
, das Projekt läuft eigentlich schon bzw. nimmer so richtig im Moment.

Würde mich riesig freuen, wenn sich da noch weitere Leute mit einbringen würden. Vielleicht macht sich jemand die Mühe, mal eine lose und unverbindliche Tipsammlung aus den diversen GH-Threads zu extrahieren und als Extrartikel da mit reinzustellen.

Markus.
http://www.borntoglide.de

Airos Parazotti
30.09.2003, 20:30
Hallo Saturn
die von Dir von der "Düne " beschriebene Technik taugt allenfalls für diese - d.h für laminaren Wind und Sand rundrum !!!!!!!!!
An einem Alpinen Startplatz mit "Schweinereien (geröll etc.) " rundrum ist es sicher gesünder für Dich und Deinen Lappen ,die Bremsen stets in der Hand zu haben:
Vor vielen Jahren war mal im " Gleitschirm " , damals noch unter Schweizer "Führung" ein Artikel von einem Schweizer Spitzen-Piloten und XC-Crack über STARKWIND-Handling,
wohlgemerkt STARKWIND-GH und nicht "nur" Rückwärtsstartübungen-- mit einigen (!) hervorragenden Techniken:
Fürt mich selbst bin ich nach einem gewissen "Reifungsprozeß"bei der
Methode: BEIDE Hände parallel (ist natürlich seitenverkehrt) an die (inneren) A-Leinen , die Bremsen (mit Schistockgriff) von vornherein in der richtigen Hand geblieben .
Dies hat für mein Gefühl die wenigsten negativen Nebeneffekte-
sieht zwar weniger sportlich aus wie die "Einhand"-Methoden-
aber ich habe "Immer" "alles " unter Kontrolle.
Ich weiss , man soll ja auch nie "Nie " sagen . Airos

Peter Bruckner
30.09.2003, 22:39
" Methode: BEIDE Hände parallel (ist natürlich seitenverkehrt) an die (inneren) A-Leinen , die Bremsen (mit Schistockgriff) von vornherein in der richtigen Hand geblieben ."

Technik ist nicht schlecht, hat meiner Meinung nach aber zwei Punkte, die zu berücksichtigen sind:

1) Schirm wird über die A-Leinen hochgezogen, Boe erfasst dich, wenn Du dann über die Bremsen eingreifen willst, hebelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit aus; wer´s liebt und beim Aushebeln sich dreht: nicht schlecht und Respekt. Alternative: über A-Leinen Hochziehen und dann Wechsel in die C-/D-Leinen für die weitere Kontrolle.

2) Skistockgriff. Über die A-Leinen wird Schirm hochgezogen, Boe erfasst Dich, hebelt Dich aus und Du wirst eingetwistet; dann kann es passieren, dass Du nicht mehr aus den Schlaufen herauskommst: bad luck. Hab URL nicht mehr parat, aber es gab Schilderungen, bei Denen Piloten nicht mehr an die Rettung kamen, da sie nach Eintwisten die Hände nicht mehr aus den Schlaufen bekamen.
Passiert äussert selten, aber Murphy´s law lässt grüssen. Haben es mal in niedriger Höhe übern See probiert. Resultat: bekamen nur sehr schwer die Hände aus den Schlaufen. Geht der Schirm nach dem Eintwisten in eine Steilspirale, dann wird der Griff zur Rettung unmöglich oder der Wurf verzögert sich um lebensrettende Sekunden.

My 0,2 cent

Peter

GruftiGlider
30.09.2003, 23:25
Nach Gleicher Methode:
Zusätzlich nach Kurzem Probeaufzug ( =nur zum Schirmentfalten= Leinenkontrolle) bei Starkwind mit den "Schistockbremsenhaltenden Händen") die hinterste Leinenebene ( meist = D ) erfassen , zum Körper ziehen besser noch etwas zurückgehen :
Der Schirm faltet sich von den Rändern her brav zusammen wie eine Ziehharmonika. EFFEKT:
Beim jetzigen Aufziehen wird der erste Energieschub des Windes
in die Auseinanderfaltung des Schirmes umgesetzt:
= weniger Kraftaufwand , weniger " Vorschiessen... etc.
Voraussetzung: AUSGIEBIGES Training am Übungshang - wie ich sowieso der Meinung bin , daß die Bewegungsablaufe bis zur
Automatisierung geübt gehören ( PKW: Kupplung-bremse-Gas etc...).( Methode gefällt mir besser als die auch schon geschilderte asymmetrische "Cobra-Methode" )
Habe seit Jahren beste Erfahrungen damit - allerdings ist mein Übungshang ein Kilometerchen vom Haus weg also auch Mittagspausen- etc geeignet.
So und wo gemma jetzt am Woende fliagn ???
( Dune de Pilat ?? )
Der Cumulonimbus macht mich ja schon ganz depressiv.
Schnüff GG

gerifly
30.09.2003, 23:48
Zur Düne wär ich auch dabei, liegt aber nicht gerade am Weg...leider.

Geri

D.J.Bubi
01.10.2003, 06:48
Ich war als Flachlandsaarländer gestern auf
ner geraden Wiese und hatte bei starkem , konstanten
Wind " Spasssssssssss" dabei !!!!!!!

Gruß Dj Bubi
PS: Gruß und Dank noch für das schöne Flugjahr bei
den " freundlichen " Moselfalken - Klüsserath
und immer Wind unter der Schwinge .

Peter Bruckner
01.10.2003, 08:33
[QUOTE]Original geschrieben von GruftiGlider
[B]Nach Gleicher Methode:
Zusätzlich nach Kurzem Probeaufzug ( =nur zum Schirmentfalten= Leinenkontrolle) bei Starkwind mit den "Schistockbremsenhaltenden Händen") ....

Kein schlechter Vorschlag bei zu mittleren Windgeschwindigkeiten, aber ich sehe immer die Jungs und Mädels vor mir an unserem Übungshang, wenn der WInd über 20 Kmh ansteht, die mit Hände-Hoch-Haltung am Boden liegend durch den Wind über den Hügel gezogen werden. Frage: warum habt Ihr denn nicht nur einen D-Gurt mit beiden Händen gezogen, um die rasenabschürfende Tätigkeit zu unterbrechen? Antwort: wir kamen nicht mehr mit den Händen aus den Bremsen.
Bremsschlaufe bildete mit Handschuh (sprich Bremsschlaufe war hinter der Handschuhkrempe) ein unüberwindliches Hinderniss bei entsprechendem Leinenzug.

:-)
Peter

SATurn
01.10.2003, 09:15
Original geschrieben von Airos Parazotti
Hallo Saturn
die von Dir von der "Düne " beschriebene Technik taugt allenfalls für diese - d.h für laminaren Wind und Sand rundrum !!!!!!!!!
An einem Alpinen Startplatz mit "Schweinereien (geröll etc.) " rundrum ist es sicher gesünder für Dich und Deinen Lappen ,die Bremsen stets in der Hand zu habentrolle...

hi, airos,

War zum ersten mal an der Düne. Fliege sonst in A und CH.
Starte dort auch meistens von nicht-DHV-konformen-Startplätzen :D
Habe ja auch geschrieben daß ich die Technik eben an der Düne "gelernt" hätte...
eben weils dort so gefahrlos möglich ist...
Aber ich denke ich werde diese Starttechnik bei entsprechendem Wind auch an meinem Übungshügel praktizieren bzw. weiterentwickeln!

gruß, mike

ps. Übrigends: Danke daß du dir um meine Gesundheit Gedanken machst! ;)

gerifly
01.10.2003, 09:54
Dazu mal eine Frage : Wie sieht denn eigentlich so ein
DHV-konformer Startplatz aus?
In der Schweiz gibt es ja bekanntlch viele Startplätze, aber dass darunter welche wären, die nicht Startkonform sind, ist mir nicht bekannt.
Nach einem Sicherheitstraining an der Klewenalp habe ich nur mal beim Landebier nebenan beim Gespräch von einer Gruppe Piloten aus D mitbekommen, dass sie über den Landeplatz lästerten. Viel zu klein, steil, schwierig, usw. wie kann man nur?
Ja was erwarten die denn? Etwa Fussballfelder?
Dabei sind diese Landeplätze an der Klewenalp solche von der besseren Sorte. Teilweise etwas steil im Gefälle aber sonst gennügend gross.

Gruss Geri

firebird38
01.10.2003, 13:24
Hallo zusammen,
mit großem Interesse verfolge ich diesen Thread. Da kommen super tipps und viele anregungen was ich auf der wiese ausprobiere.Ich habe vieles beherzigt und muss sagen als Jährling was das fliegen angeht, habe ich im letzten winter mir überlegt ein sicherheitstraining zu buchen und war auch 3 Tage am Achensee im Juni, aber was ich in teilweise fluchenden und mühsamen Stunden auf dem Übungshang in puncto handling und Sicherheit mir erarbeitet habe, ist wichtiger und sinnvoller als die teilweise brutalen manöver eines sicherheitstrainigs.
Ich denke das es einfach wichtig ist mal einige stunden mit seinem Schirm zu verbringen. Ich würde mir diesen thread als Buch mit Bildern wünschen.

Happy handling

André Brückner
01.10.2003, 15:12
So, jetzt habe ich mich tapfer durch alle 6 Seiten durchgekämpft, sehr interessant.

Was noch nicht erwähnt wurde, versuchen sich um den Schirm zu bewegen und den Schirm nicht Bewegungen aufzuzwingen. Das kann man sicher besser vorstellen, wenn man den Drehpkt. zwischen Schirm und Piloten sieht.
Liegt der Schirm bei wechselndem Wind nicht genau in Windrichtung, den Schirm nicht einseitig aufziehen um ihn in den Wind zu zwingen, sondern A-Gurte leicht auf Zug bis die Hinterkante auf dem Boden steht und dann im Spaziergang so drehen bis Pilot-Schirm wieder genau in Windrichtung ausgerichtet ist.

Noch ein Tipp zum Windrichtung fühlen:
mit dem Gehör! Ist kein Witz. Den Kopf drehen bis die Windgeräusche auf beiden Ohren gleich stark/laut sind. Dabei ist es egal ob rück- oder vorwärts. So kann man auch ohne Windfahne die Windrichtung bestimmen und man muss nicht ständig nach der Windfahne schauen (gerade bei ner großen Groundhandling-Wiese). Ausserdem kann man Fehler beim beobachten des Windsackes vermeiden und bei drehendem Wind exakt die Windrichtung am Ort bestimmen.

André

GruftiGlider
01.10.2003, 20:33
.... und ob Du nach der Windfahne schauen solltest-
denn das was Du mit Deinen Lauscherchen hörst bzw Was Deine Nackenhäärchen kühlt ist fürs Aufziehen "SCHNEE VON GESTERN".
Ne aussagekräftige Windfahne kann bis zu 60 m UNTERHALB des Startplatzes stehen, denn DORT sehe ich die Ablösung kommen--
in die ich vielleicht nicht gerade reinstarten will-
oder VOR der ich absichtlich noch starten will , um sie in der Luft ais Steigen mitzunehmen...
Tja so isses in die Alpen... GG

... und wo gemma jetzt am Woende fliagn ???

Stefan Hörmann
01.10.2003, 22:01
Hi,

wie mach ich ne Rolle richtig? Wenn ich mich während des Schwebens direkt überm Boden "auf den Kopf stellen will", dann wandert der Schwerpunkt unter die Aufhängeachse und so würde ich es wohl nicht wieder in den Stand schaffen.

Ich weiss, ich bin verrückt..... Habe das vor kurzem einmal gesehen und fands einfach affig.

Wie gehts?

Gruss
Stefan

André Brückner
01.10.2003, 22:11
Original geschrieben von GruftiGlider
.... und ob Du nach der Windfahne schauen solltest-
denn das was Du mit Deinen Lauscherchen hörst bzw Was Deine Nackenhäärchen kühlt ist fürs Aufziehen "SCHNEE VON GESTERN".
Ne aussagekräftige Windfahne kann bis zu 60 m UNTERHALB des Startplatzes stehen, denn DORT sehe ich die Ablösung kommen--
in die ich vielleicht nicht gerade reinstarten will-
oder VOR der ich absichtlich noch starten will , um sie in der Luft ais Steigen mitzunehmen...
Tja so isses in die Alpen... GG



ich gebe zu, ich komme aus dem Flachland (um München gibt es ausser dem "Olympiaberg" keine weitere Erhebung :D).

Es geht doch in erster Linie um Groundhandling, oder??!! Aber auch am Startplatz steht meißtens 60m unterhalb keine Fahne und wenn läßt sie keine genauen Rückschlüsse auf die Verhältnisse am SP zu. Ich ziehe auch in den momentanen Wind am SP auf und nicht den, der 60m unterhalb ist :D. Und auch diese Ablösungen lassen sich gut beobachten, wie groß sind die Abstände dazwischen, wann nimmt der Wind zu, wann ist die Spitze erreicht, wann nimmt er ab. Ist die Spitze sehr stark, starte ich in der abklingenden Phase oder in der Pause zwischen den Ablösungen. Und auch die Richtung läßt sich exakt zum Zeitpkt des Aufziehens bestimmen. Bevor ich mich von der Windfahne täuschen lasse, halte ich lieber die Ohren in den Wind und traue meinen Sinnen als einem Stückchen Stoff :).

André

GruftiGlider
01.10.2003, 22:52
so hat halt jeder seine Methode-die entscheidende Phase is ja wohl während der Schirm hochkommt , bei ca. 40-60 Grad hat
der Wind wohl die grösste Angriffsfläche und wen der Schirm in diesem Stadium ist-ist Dein "Ist-Wind" vom Öhrchen schon
10m weiter und der von weiter vorne hat das Sagen ....( wos Fähnchen flattert
Muss allerdings hinzufügen ,daß wir an unserem Hang v-a. bei stärkerem Wind ( >15 kmh ) rumturnen , weil wir ab da ( natürlich am besten bei nem 20er ) die Chance haben, an unserer Kante auch zu soaren--- und das Ablösungsproblem haben wir eher weniger, aber die Boen möchte ich schon etwas vorher am Fahnderl sehen ...
....und ab 25er Wind musste schauen, daste wieder Boden unter d`Fiaß grigscht. GG

El Zorro
02.10.2003, 11:03
Original geschrieben von André Brückner
So, jetzt habe ich mich tapfer durch alle 6 Seiten durchgekämpft, sehr interessant.

Was noch nicht erwähnt wurde, versuchen sich um den Schirm zu bewegen und den Schirm nicht Bewegungen aufzuzwingen. Das kann man sicher besser vorstellen, wenn man den Drehpkt. zwischen Schirm und Piloten sieht.
Liegt der Schirm bei wechselndem Wind nicht genau in Windrichtung, den Schirm nicht einseitig aufziehen um ihn in den Wind zu zwingen, sondern A-Gurte leicht auf Zug bis die Hinterkante auf dem Boden steht und dann im Spaziergang so drehen bis Pilot-Schirm wieder genau in Windrichtung ausgerichtet ist.



André

Genau ! Oft wird viel zu gewaltsam versucht dem Schirm seinen Willen aufzuzwingen. Macht man dass mit mehr Gefühl ( gaaanz sanft und nachgiebig ) wird man feststellen, dass man dem Teil nur genug Zeit geben muss damit es sich wie von selbst in den Wind dreht, was nat. auch durch die von Dir erwähnte Beinarbeit unterstützt werden kann.
Tip: Gerade bei schwächerem Wind ist es manchmal besser, auf jener A-Seite Zug nachzulassen auf der mehr Druck ist, als die andere ( laschere ) A-Seite zu ziehen um den Flügel hochzubekommen...

Dann stellt sich auch eher der Windfahnen-Effekt ein...

Werd auch gleich mal wieder auf der Wiesen sein ( sobald s' abtrocknet )

Viel Spass noch

Bernd

P.S: Klasse Thread übrigens ! Sehr lobenswert ! Keine Klugscheissereien und pers. Anfeindungen, sondern richtig konstruktive Beiträge !!! Mehr davon!

Tobias S.
02.10.2003, 11:32
Original geschrieben von Stefan Hörmann
wie mach ich ne Rolle richtig?

Hi Stefan,

rückwärts ist ziemlich einfach, auch auf ebener Wiese bei wenig Wind (ab ca. 10 km/h). Du gibst mit zwei, drei Schritten Gas, tappst dann auf beide Bremsen und schmeißt die Füße nach vorne weg - auf den Schwung kommt es an, je mehr Schwung du vom Boden mitnimmst, desto höher wird der Schirm steigen und desto sicherer kommst du rum.

Vorwärts ist bisserl schwieriger, weil der Drehimpuls gegen die eigentliche Laufrichtung ist, aber auch da gilt, dass der Schwung, den du vom Boden in die Rotation mitnimmst, über den Erfolg entscheidet. Einfacher ist es, wenn du vor dem Vorwärtssalto schon rückwärts gedreht hast, dann sind die Arme nämlich vor den Tragegurten und da sollten sie auch bleiben, dann kannst du nämlich den Drehimpuls durch ein Wegdrücken von den Gurten nach vorne unterstützen.

Ganz wichtig, v.a. beim Vorwärtssalto: Helm auf! Uns ist es nicht nur einmal beim Üben passiert, dass nach 180° der Schwung weg ist und uns der Schirm sanft aber bestimmt auf dem Kopf abgesetzt hat ;-)

Bis denn,
Tobi

Tobias S.
02.10.2003, 12:32
Original geschrieben von RAc


was genau meinst Du mit "tappst dann auf beide Bremsen?" Wenn ich deine Ausführungen richtig verstehe, ist die Rolle so eine Art Startlauf, womit man den Auftrieb ausnutzt, um unter dem "schwebenden Schirm" durchzurollen. Dabei sollten aber doch meinem Verständnis nach die Arme ganz hoch sein, damit der Schirm seinen Auftrieb nicht verliert?


Ich lang eigentlich schon kräftig in die Bremsen, um den Schwung für die Rolle zu kriegen. es ist aber eher ein kurzer, harter Bremsimpuls, um den Schirm in die Luft zu kriegen, danach logischerweise nicht zu weit unten halten, damit die Kappe nicht hinten runterfällt. Zu wenig Bremse ist aber auch schlecht, weil dann nach dem Aufsetzen der Schirm fürchterlich schießt und kollabiert. Überhaupt ist die Drehbewegung ziemlich schnell, so dass es schwierig ist, zu sagen, wie im einzelnen die Position der Hände ist. Das Wichtigste ist wohl, einen geeigneten Moment abzuwaren, wenn z.B. grad eine Bö durchgeht, die einem den nötigen Auftrieb gibt (bei schwachem Wind).

Klingt komplizierter als es eigentlich ist.

Bei stärkerem Wind braucht´s viel weniger Bremse, weil es einen sonst ganz fürchterlich aushebelt und weit nach hinten versetzt; das kann zu unsanften Landungen führen.

Wichtig scheint mir, dass der Schwung und der Impuls aus den Beinen kommt (zumindest mit ungeeigneten Gurtzeugen wie dem meinen).

Das auf den Bildern bin ich, letztes Jahr beim Training mit dem Meister, Bericht hier: http://www.elektro-duschl.de/paragliding/training/handling.html

Achja, das ist keine Bildsequenz, sondern ein Zusammenschnitt aus mehreren Vorwärts- und Rückwärtssalti, die aneinander gereiht halt so aussehen. Daraus irgendwelche Rückschlüsse auf die Postition der Bremsen zu ziehen, klappt also nicht.

Viel Spaß,
Tobi

Stefan Hörmann
02.10.2003, 12:52
Hallo Tobias,

danke, danke, danke. Jetzt fehlt hier nur noch der Wind :-)


Ganz wichtig, v.a. beim Vorwärtssalto: Helm auf! Uns ist es nicht nur einmal beim Üben passiert, dass nach 180° der Schwung weg ist und uns der Schirm sanft aber bestimmt auf dem Kopf abgesetzt hat ;-)

Sowieso, Groundhandling = Helmpflicht. Hätte letztes Jahr zu Anfang meines Treibens, das zunächst von viel "Schmutz" begleitet war, ganz schöne Kratzer davon getragen. :-)

Also den Handstand streiche ich aus meinen Ideen. Das wird nicht gehen. Einmal die Bremsen losgelassen wird man sie, wie auch die Tragegurte, nimmer fassen können. Und ob das Zurückdrehen/Hüpfen so easy klappt, ich weiss nicht. Hmm, meist schauen die Passanten sowieso schon recht ulkig in die Prärie wenn da einer versucht auf einer flachen Wiese zu starten. Die denken noch, da stürzt einer ab :-)

tschüssle
Stefan

gerifly
02.10.2003, 13:12
Wollte letzte Woche in Südfrankreich beim Groundhandling mal den Mike Küng nachmachen und per Schirm meinen VW-Bus besteigen. Ging auch ganz gut, hat aber nur bis zur Windschutzscheibe gereicht.
Vor allem der Moment des Aufsteigens ist nicht einfach. Da muss man den Moment abwarten, an dem der Wind sehr stark bläst.
Dann mal ordentlich in die Bremsen langen und hoch geht's.

Ansonsten versuche ich immer, den Schirm mit möglichst ohne Bremseinsatz vom Boden zu bringen. Dabei führe ich den Schirm nur an den A-Gurten hoch, unterlaufe ihn und halte ihn so über mir.
Immer wieder beobachte ich Leute beim üben, welche mit viel zu viel Bremseinsatz da am Schirm rumzupfen. Da wird gebremst, bevor der Schirm überhaupt richtig über dem Piloten steht.
Dabei braucht es nur ganz kleine Korrekturen und der GS steht tiptop.

Jedenfalls braucht es halt von Zeit zu Zeit wieder mal ein paar Stunden zum üben. Hat aber den Vorteil, dass man dadurch den Rückwärtsstart in den Griff bekommt und ausserdem macht's sehr viel Spass und ist gut für die Fitness.


Gruss Geri

Marcus
02.10.2003, 21:46
Hi Tobi,

in welchem Fluggebiet ist die Bilderserie aufgenommen? Sieht mir nach einem sehr gemütlichen, großflächigen und wunderbar top-landbaren Startplatz aus.

Danke,
Gruß
Marcus

Heliart
03.10.2003, 09:06
Original geschrieben von Marcus
Hi Tobi,

in welchem Fluggebiet ist die Bilderserie aufgenommen? Sieht mir nach einem sehr gemütlichen, großflächigen und wunderbar top-landbaren Startplatz aus.

Danke,
Gruß
Marcus Lesen bildet :D

was steht denn unter 'm ersten Bild?
Schlaf- und Spielplatz Wasserkuppe Nordost-Startplatz

Thomas

Stefan Hörmann
06.10.2003, 02:40
Hi,

oft schon war der Wind zu stark um sich mit dem Schirm auf die Wiese zu stellen. Bei einem 25er bis 30er Wind geht zumindest auf einer flachen Wiese garantiert nix mehr. Und den, der bei einem 30er Wind am (leicht) geneigten Hang handelt, den würd ich gern sehen (Mike ausgenommen :-)). Ausgenommen auch 120kg-Mann mit S-Schirm. :-)

Ich würde gern das rel. enge Geschwindigkeitfenster einwenig öffnen um habe mir dazu ein paar Gedanken gemacht.

Würde es klappen, den Schirm mit angelegten Ohren aufzuziehen?

Ich würde dazu die äusserste oder besser gleich die beiden äusseren A-Leinen einmal wickeln und dann mit normaler Haltung den Schirm hochziehen. Die beiden "Ohren" würden wahrscheinlich schon bei 60-70° reinkommen. Dadurch würde sofort ein Teil des Auftriebs (Wieviel Prozent werden es etwa sein?) verloren gehen. Der Schirm würde so weniger "am Piloten zerren. Die Flächenbelastung wäre ratz fatz sehr viel höher, der Schirm würde im Starkwind viel einfacher zu bändigen sein, als würde man ihn in Normalaufziehmethode in die Luft befördern.
Steht die Kiste mit eingeschlagenen Ohren über einem, kann man (die äusserten A-Leinen sind noch gewickelt) versuchen die Ohren aufzuklappen um zu sehen ob der Schirm auch bei der Windstärke noch zu handeln ist. Etwas unterstützend kann man vielleicht noch versuchen den Schirm vorbeschleunigt einzustellen. Etwa mit einem extra dafür vorbereiteten kurzen Reebseil und Brummelhaken die dann mit im Hauptkarabiner eingehängt werden. Mit der Vorbeschleunigung, da wäre ich mir sicher, wären ein paar km/h sicher möglich. Und als Steigerung könnte man den Schirm komplett beschleunigt am Boden handeln.

Was mir das ganze effektiv bringt?

Ich bekomme ein Gespür für den Schirm bzw. dessen Reaktionen nahe dem Trimmspeed bei

a) angelegten Ohren
b) teilweise oder vollbeschleunigter Kappe

Was ich auch schon (seltener) gesehen habe:
Rückwärtsstart mit voll getretenem Beschleuniger. Fürs Groundhandling eigentlich nicht geeignet, da man bei entsprechend starkem Wind wohl kaum ein Bein für solche Spielereien frei hat.

Hmm, vielleicht doch. Mit viel Übung und einer Fixierung für den Beschleunigersteeg am Stiefel(Sohle) könnte es vielleicht klappen.

Gruss
Stefan

PS: Wer die 100. Antwort schreibt mach nen Artikel aus dem Thread :-)

SATurn
06.10.2003, 09:20
...also wir haben immer zumindest einen kleinen Mattenkite im Gepäck, falls der Wind mal wirklich zu stark sein sollte (oder zu böhig)...

ist natürlich nicht ganz das selbe, aber einen vierleiner fliegst du fast wie einen "echten" schirm, und spaß machts sowiso!

bei genügend wind hebst du dann auch ab....:D

sorry, war jetzt nicht ganz das thema, aber meiner Erfahrung nach bringt das Kiten irgendwie auch fürs schirmgefühl was...klappen tut er, twisten tut er, fullstallen kann man ihn, trudeln geht super, etc....alles natürlich mit weniger steuerdruck und ca. 3x so speedig ;)

zu dem was stefan geschrieben hat: statt einem beschleuniger (umständlich) zahlt sich hier ein schirm mit Trimmersystem aus...habs mal an der düne probiert: war damit der einzige der den Schirm noch oben halten konnte...(und das nicht weil ich so gut bin ;))

gruß, mike

Oliver
06.10.2003, 10:03
Hallo,

nicht zur Nachahmung empfohlen, geht aber trotzdem:

Den Beschleuniger etwas anziehen und einen Achterknoten in die Schnur machen, sodass der Knoten an der Rolle des Tragegurtes anliegt. So etwa halb beschleunigt bringt schon was, je nach Verhältnissen. Schirmreaktionen dementsprechend.

Grüße von Oliver

ACHTUNG: ZU RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN FRAGEN SIE IHREN TRAINER ODER FLUGLEHRER.

Peter Bruckner
06.10.2003, 13:04
Original geschrieben von Stefan Hörmann
Hi,

Bei einem 25er bis 30er Wind geht zumindest auf einer flachen Wiese garantiert nix mehr.

Kleiner Einspruch: 25er bis 30er Wind sollten nach etwas Übung kein Problem darstellen, isb. wenn dies an einer Düne praktiziert worden ist (es fehlen da einfach die Bäume, Felsen, Latschen :-)) - auch auf einer schönen großen freien Wiese kann dies jederzeit getestet werden. Tip: einfach mal bei den Bodenlosen vorbeischauen :-))

Für die Oldies -> Andre Bucher - für die Youngsters -> Mike - die beiden zeigten/zeigen schon immer, wie auch bei Starkwind ohne grosse Probleme gestartet werden kann. A-Leinen/innersten A-Leinen zum Hochziehen des Schirms verwenden, Korrektur in der Aufziehphase über die Hüfte und dann Griff in die C-/D-Leinen für die weitere Kontrolle. Sollte es einen Aushebeln, kann gut über die C-/D-Leinen gesteuert werden. Vorteil: man kann auch jederzeit rückwärts losfliegen und sich dann später in der Luft ausdrehen. Wenn nicht, Schirm über C-/D-Leinen kontrollieren, und dann beim Ausdrehen die Bremsleinen fassen. Sozusagen des UNIX KISS Prinzip: keep it small and simple. Kein "Skistockgriff" in die Bremsen und diese überkreuz bereits vor dem Aufziehen fassen ...

Na ja, am Anfang erfordert es schon etwas Überwindung.
Vorteil: die Kiter auf den Wiesen schauen ganz neidisch, wenn man auf diese Weise ganz ordentliche Jumps auf der Wiese praktiziert.

Vorsicht ist aber geboten. Bei Starkwind wird man erstmals sicherlich etliche Meter ( :-)) ) rückwärts versetzt. Dosierter Einsatz der C-/D-Leinen ist erforderlich.

Fiel Ferngnügen dabei.
Peter

Mario Tejon
06.10.2003, 13:29
Hallo Stefan

Also das mit den Ohren hab ich auch schon überlegt und bedingt auch schon ausprobiert. ( Liebäugle schon lange mit einem "wilden" startplatz, bei dem noch ein Baum zuviel ist... ;) )
Das geht schon, aber es bleibt das problem vom halten der leinen
weil die schon kräftig ziehen ( ohren versuchen zu öffnen )
Aber gehen tut das schon, inwiefern aber die kräfte reduziert werden kann ich schlecht sagen, darauf hab ich mich nicht geachtet. Ist auf jedefall ein "puff" und zum spielen nicht geeignet. Höchstens zum aufziehen, aber danach musst du dir was einfallen lassen.

(gesagtes gilt für schirm ohne Ohren hilfe...)

Gruss Mario

Stefan Hörmann
06.10.2003, 19:16
Hallo Peter,



Kleiner Einspruch: 25er bis 30er Wind sollten nach etwas Übung kein Problem darstellen, isb. wenn dies an einer Düne praktiziert worden ist (es fehlen da einfach die Bäume, Felsen, Latschen :-)) - auch auf einer schönen großen freien Wiese kann dies jederzeit getestet werden.


Jaja, an der Düne! Da kommt der Wind auch nicht direkt von vorn, sondern von vorn unten. Auf ner flachen Wiese hast du tatsächlich den Wind mit 0 Grad Abweichung auf der Kappe stehen und deshalb kannst du dort nicht maximales Gewicht einsetzen, weils dich dann fortschleift (zu grosser Gleitwinkel).

Damit du den Schirm auf Trimmgeschwindigkeit bringen kannst, brauchst du min. die für den Schirm notwendige Flächenbelastung. Im Normalfall trifft das ja im Flug immer zu.

Was aber am Boden fehlt ist die aerodynamische Strömung, welche uns in der Luft mit einem bestimmten Gleitwinkel gleiten lässt. Was der Gleitwinkel im Flug ist, ist der Hangaufwind an der Düne. Der fehlt uns auf einer flachen Wiese, weshalb wir dort schon bei 20-25km/h Schwierigkeiten bekommen. Deshalb ist es wichtig, eine möglichst den Gleitwinkel erreichende geneigte Wiese zu finden. Nur so können wir das Gleichgewicht zwischen Flächenbelastung, Geschwindigkeit (Windgeschwindigkeit) und Gleitwinkel annähernd erreichen.

Was wir beim Soaren machen, ist sozusagen nichts anderes als die Nutzung der durch das Gelände geänderte Strömungsrichtung.
Je steiler der Hang, desto kräftiger darf der Wind sein.

Also, der wo mir auf ner flachen Wiese mit 0% Neigung bei 27-30km/h Wind sauber mit dem Schirm handelt, den lad ich auf ein Landebier ein, das es nach gemeinsamen Handeln gibt.



Tip: einfach mal bei den Bodenlosen vorbeischauen :-))

Okay, morgen Mittag. So Windstärke 8 bis 10 bringe ich aber schon mit. :-)

Gruss
Stefan

Peter Bruckner
06.10.2003, 20:30
"Also, der wo mir auf ner flachen Wiese mit 0% Neigung bei 27-30km/h Wind sauber mit dem Schirm handelt, den lad ich auf ein Landebier ein, das es nach gemeinsamen Handeln gibt."

Danke für die technische Erklärung. Wette gilt. Darf ich mir auch die Marke des Landebieres aussuchen???

:-))
Peter

Müssen uns nur noch über einen Termin einigen.

Stoderjoe
06.10.2003, 20:55
Original geschrieben von Peter Bruckner
"Also, der wo mir auf ner flachen Wiese mit 0% Neigung bei 27-30km/h Wind sauber mit dem Schirm handelt, den lad ich auf ein Landebier ein, das es nach gemeinsamen Handeln gibt."

Danke für die technische Erklärung. Wette gilt. Darf ich mir auch die Marke des Landebieres aussuchen???

Das traue ich mir auch noch zu, auch wenn ich mich nicht mit Peter vergleichen will. Aber bei 30km/h ist für mich schon die Grenze erreicht.

Der Tipp, bei starkem Wind etwas an den A- oder A/B-Gurten zu ziehen oder drücken, kam auch schon öfter. Das simuliert ja den Beschleuniger; Trimmer wären natürlich noch praktischer.

@Peter: Gratulation zur 100. Antwort. Wann erscheint der Artikel :-) ?

Gruß Joachim

Übrigens gibt es einige Flugschulen, die bei starkem Wind zum Üben ausgemusterte Gleitschirme einsetzen, bei denen das Mittelteil herausgeschnitten wurde:

Bettina Ebeling
07.10.2003, 09:45
Original geschrieben von Peter Bruckner
"Also, der wo mir auf ner flachen Wiese mit 0% Neigung bei 27-30km/h Wind sauber mit dem Schirm handelt, den lad ich auf ein Landebier ein, das es nach gemeinsamen Handeln gibt."
Danke für die technische Erklärung. Wette gilt. Darf ich mir auch die Marke des Landebieres aussuchen???
:-))
Peter
Müssen uns nur noch über einen Termin einigen.

auu ja, ichmachmitichmachmitichmachmit :D

P.S. (14.55)
Hi Stefan (damit ich hier doch noch was Sinnvolles zustande bring ... Topf, die Watte quillt!):
Doch, es geht auch auf der platten Wiese beim 25-30er, solang es nicht zu böig ist. Der Trick dabei ist nur, den Schirm schnellstmöglich hochzubringen. Am besten funzt hier die Mike-Küng-Methode, wie sie auch Peter beschreibt (kostete anfangs etwas Überwindung, ging mir zumindest so, ich zieh sie aber jetzt jeglichen Cobra- und sonstigen Methoden vor):
Keine Bremse in die Hand! (kannste zum Spielen angeknöpft lassen, es wird ausschließlich mit den D- oder C/D-Gurten gearbeitet).
Also: Schirm zurechtzupfen und sauber auf die Hinterkante „stellen“, dabei durch leichtes Reinlehnen übers Gurtzeug „mit dem Hintern“ halten (dabei spürt man auch schon gut, wie stark die Windspitzen sind)
’ne abflauende Windphase abwarten, A-Gurte nehmen (wie gesagt keine Bremse in die Hand) und mit einem einzigen schnellen kräftigen Ruck aufziehen, dabei voll mit dem Gewicht nach hinten reinschmeißen (verhindert zuverlässig, dass man ewig weit reinlaufen muss) brauchst auf die Weise max. einen oder zwei Schritte.
Sobald der Schirm oben ist, sofort auf die D-Gurte umgreifen (Übungssache, hat man schnell raus). Hebelt er trotzdem, dann die C-Gurte mit dazunehmen (verringert den Auftrieb nochmals, ist aber kräftezehrender).

Methode 2 (ebenfalls © Mike) Aufstellen ohne A-Gurte:
Grundstellung wie oben, Schirm „steht“ auf der Hinterkante
C- und D-Gurte in die Hände nehmen und leicht anziehen. Dann mit dem Körper den Schirm kurz entlasten („Schwung holen“, C/D-Gurte dabei auf Spannung halten bzw. nachspannen) und sofort Körper volles Brett nach hinten schmeißen = Aufziehen, dabei C/D-Gurte entlasten. Vorteil: man hat die C/D-Gurte schon in der Hand, aber Achtung: manche Schirme machen das nicht mit, sie bleiben dabei schön in der „Powerzone“ hängen und du rennst wie’n Windhund... besser also erst mal bei weniger Wind probieren.

>> Gleichgewicht zwischen Flächenbelastung, Geschwindigkeit (Windgeschwindigkeit) und Gleitwinkel << : musst halt immer voll mit dem Gewicht drinhängen und die hinteren Gurte so wenig wie möglich einsetzen, dafür sobald der Schirm nach hinten will, dich sofort an die A-Gurte hängen.

>> Schirm vorbeschleunigen << : meine aerodramatischen Versuche diesbezüglich ergaben mehr Nachteile: die Kappe kommt nicht mehr sauber hoch, macht die „Nase“ zu, unterschneidet früh usw. Kann aber mit anderen Schirmen durchaus funktionieren (bloß nicht ausversehen mal so starten... ;D )

Grüßli,
Tina das Windenluder

P.P.S. funzt sogar beim 40er (na gut, wir haben dann kleinere Schirme genommen) :p :p :p

hummel
07.10.2003, 09:50
Schirm zum zusammenschneiden dafür:


http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=2757263019

ekke
07.10.2003, 13:00
...bei denen das Mittelteil herausgeschnitten wurde:
Sieht aber eher wie abgeschnittene Ohren aus.
Hat da jemand Erfahrung?? Was schneidet man nun weg?
(Nein Dominamaster, darum gehts gerade nicht!) 8-)

gruss ekke

Stoderjoe
07.10.2003, 21:34
Original geschrieben von ekke
Sieht aber eher wie abgeschnittene Ohren aus.
Hat da jemand Erfahrung?
So war's auch gemeint: das Mittelteil wurde weggeschnitten, die übrig gebliebenen Ohren wieder zusammengenäht. Aber Erfahrung habe ich damit auch keine.

Joachim

satministrator
07.10.2003, 22:17
Hallo erst mal...

Gibt es eigentlich eine Grenze für´s Groundhandling, was die Windstärke betrifft? Sprich - kann ich mit einem Schirm, der eine Trimmgeschwindigkeit von z.B. 38 km/h hat bis zu einem Wind mit der gleichen Geschwindigkeit rumwurschteln ohne das ich dem Schirm hinterherlaufen muß?
War am letzten Freitag auf der Wiese und in den Böen mußte ich immer (mal schneller mal langsamer) mit dem Schirm mitgehen. Wenn ich kleinere (oder größere) 'Aushebler' provoziert habe, ist´s dann gleich recht schnell und hoch mit dem Wind abgegangen. (Übrigens ohne Bremsen, nur mit den D-Gurten, Schirm - Oasis)
Leider habe ich keinen Windmesser und kann die Windgeschwindigkeit nur ungefähr schätzen. Aber ich denke, daß der Wind schon ganz gut über 30 km/h war, da ich danach zum surfen gegangen bin und der Wind für´s kleine Brett und Segel gereicht hat.


Danke für Tips & Anregungen

Andi

MH
07.10.2003, 23:08
Original geschrieben von satministrator
Gibt es eigentlich eine Grenze für´s Groundhandling, was die Windstärke betrifft? Sprich - kann ich mit einem Schirm, der eine Trimmgeschwindigkeit von z.B. 38 km/h hat bis zu einem Wind mit der gleichen Geschwindigkeit rumwurschteln ohne das ich dem Schirm hinterherlaufen muß?

Die Trimmgeschwindigkeit ist definitiv schon zu hoch, denn um diese gegenüber der Luft zu erreichen, musst du den Schirm permanent mit vollem Gewicht belasten. Tust Du dies, sinkt der Schirm aber mit seinen üblichen ca. 1,2m/s gegenüber der Luft ab, d.h. Du kannst diese Belastung zwangsläufig nicht halten.
Man kann zwar mit den A-Gurten oder dem Beschleuniger noch rumtricksen, aber so viel bringt das dann auch nicht mehr.

Die Grenzwindgeschwindigkeit für´s GH ist - wie bereits aus mehreren Antworten in diesem Thread herauszulesen - sehr individuell. Ich empfehle Neueinsteigern erstmal unter 20km/h (Böenstärke) zu trainieren, routinierte Handler kommen locker bis 30km/h, Cracks auch noch drüber.
Dabei ist zu beachten, daß alles ab 25km/h aufwärts einen sehr bewußten, routinierten und vor allem konsequenten Einsatz des Körpergewichts erfordert. Man begibt sich bei derartigen Windgeschwindigkeiten in eine Art Quasi-Flugzustand der bedingt, daß man nicht mehr so ohne weiteres jederzeit einfach wieder "aufsetzen", sprich das Gewicht voll auf die Füße bringen kann ohne Gefahr zu laufen davongerissen zu werden. Heirzu ist vorher ein fachmännisches Grounden der Kappe notwendig.

Markus
Born to glide (http://www.borntoglide.de)

pipo
08.10.2003, 14:22
hi,

ich war grad mit meinem Schirm auf einer Wiese und hab dort bei sehr böigem Wind ein bissl bodengehandelt.
Ich hab die Sache mit dem Beschleunigen mittels Knoten versucht, bin aber nicht wirklich damit zurecht gekommen.
Sobald ich den Schirm so weit vorbeschleunigt hatte, daß ein merklicher Speedgewinn da war, war die Kappe viel zu instabil, und ich hab dauernd einen Klapper kassiert.
Vielleicht ist´s einfach am böigen Wind gelegen bei laminarem Wind funktioniert´s bestens.
Ich werd´s bei nächster Gelegenheit versuchen.
Was ich ebenfalls erstmals versucht habe, ist, mit angelegten Ohren aufzuziehen. Und es klappt super!
Ich hatte dazu in der rechten Hand die beiden inneren A-Gurte (hab´ getrennte A-Gurte)
Mit der linken Hand hab ich in die äußeren A-Leinen - weit über den Leinenschlössern - gegriffen und hab´ sie wärend dem Aufziehen bis auf ca. Hüfthöhe runtergezogen.
Der Schirm hatte sicher nicht mehr, als ein Drittel der Ursprungsfläche und ließ sich dadurch völlig problemlos hochführen.
Durch den großen Widerstand der angelegten Ohren mußte ich mit der rechten Hand sogar andauern über die inneren A-Leinen beschleunigen. Es braucht also kein Umgreifen, auf die C/D-Ebene oder ähnliches. Und ein Aushebeln ist bei der Fläche wohl bis 60km/h Wind unmöglich. ;)

Einziges Problem: Ich wollte mit dem Schirm dann gegen den Wind, die 200m, die ich vorher in Windrichtung verblasen wurde, zurückgehen. Da muß man ein Ausbrechen dann über Gewicht und Unterlaufen schon im Ansatz unterbinden. Da ist das Korrekturfenster also recht klein. Nach ein paar Minuten hatte ich´s aber auch im Griff.

Ich denke, das ist meine neue Aufziehmethode bei Starkwind.
Der Aufziehvorgang geht dann ohne jede Anstrengung vor sich, und ein Unterlaufen hangaufwärts ist mit Sicherheit nicht mehr nötig.

grüße pipo

gerifly
08.10.2003, 14:30
Ist ja schon interessant, wie manche ihre Mittagspause gestalten...

Geri

Mario Tejon
08.10.2003, 14:34
Hallo Pipo

Aha intressant das mit den Ohren . Kannst du nochmals erklären wie du den schirm gestartet hast. Das mit den getrennten A gurten war mir noch klar, aber wie korrigierst du beim aufziehen einen schiefsteigenden Schirm. So wie ichs verstehe hast du ja
innen A zb Links und aussen A rechts. Machst dus mit gewicht ?
Hat bei mir so auf die schnelle nicht gefunzt. hab dann jeweils noch in die bremsleinen greiffen müsen. irgenwie hat ich dan zuwenig hände... ;)

grus mario

gerifly
08.10.2003, 14:42
Einen schief aufsteigenden Schirm korrigiert man einfach mit unterlaufen des Gerätes zur Mitte hin. Und dann kommt's gut.

Geri

pipo
08.10.2003, 14:44
Hi Mario,

Also ich hatte in der rechten Hand beide inneren A-Leinen.
In der linken beide äußeren.
Den schiefsteigenden Schirm hab ich über Gewicht bzw. Unterlaufen korrigiert.
Während der Aufziehphase waren aber eigentlich keine großartigen Korrekturen notwendig.
Erst als ich die Kappe längere Zeit über mir halten wollte, ist´s wie schon geschildert ein bißchen kniffliger geworden.
Da mußte ich konsequent mit Gewicht und auch Unterlaufen arbeiten.
Und der nötige Input über das Gurtzeug/Gewicht war viel größer, als bei offener Kappe.

Ich weiß nicht, wie groß deine Erfahrung ist, aber ich hab´ einige Zeit gebraucht, bis ich effizient und vor allem automatisch mit dem Gewicht gearbeitet habe.

grüße pipo

P.S.:
Das mit den geteilten A-Gurten ändert eigentlich gar nichts, da ich ja über den Leinenschlössern in die äußeren A-Leinen gegriffen habe.
Es funktioniert also ganz genauso mit ungeteilten Gurten.
Und ich hätte genau so gut beide Gurte in die Hand nehmen können, fällt mir gerade ein.

Mario Tejon
08.10.2003, 17:26
hallo pipo

Na da hab ich wohl nicht sehr genau gelesen!!

Da ich besagte methode an einem "wilden"startplatz ausprobieren möchte, habe ich eben nicht die möglichkeit den schirm zu unterlaufen. Darum auch die Idee mit angelegten
Ohren den schirm zwischen den Bäumen aufziehn und dann öffnen und ("gleichzeitig") Starten. Korrektur mit bremsen...
Darum hab ich geschrieben das mir jeweils eine hand fehlt :)

Gruss Mario
( ich bleibe dran..;) )

gerifly
08.10.2003, 17:31
Hab ich mich da eben verhört von wegen wilder Startplatz?
Das geht doch nicht. Die armen Tiere.
Na, wenn das aber die Jäger und Förster wüssten.......

Geri

Mario Tejon
09.10.2003, 10:03
tja geri ich bin schweizer, wie du...
Ich hoff nicht das mich beim eventuellen erstflug grad der jägersmann abknallt...
Und so wie dort ausschaut sind die einzigen tiere dort wohl käfer und würmer... (die haben hoffentlich keine Lobby?! :p )

gruss mario

gerifly
09.10.2003, 10:17
Hallo Mario

Aus welcher Gegend kommst du denn? Etwa auch aus dem Jura.
Da hätten wir nämlich auch so Startmöglichkeiten wo aber einigen Bäume im Weg stehen.
Man müsste da nur jemanden finden, der da ein wenig nachhilft...

Gruss Geri

Mario Tejon
09.10.2003, 10:31
eben... :p

Stefan Hörmann
11.10.2003, 14:53
Hallo,

für die anstehenden Sauigeltage suche ich auf der Alb bzw. im Viereck Ulm-Riedlingen-Münsingen-Biberach noch geeignete Wiesen oder Hänge mit einer grösstmöglichen Neigung. Man muss nicht unbedingt gleich dran soaren können. Frei angeströmt sollten sie sein.

Wer kennt was für Wind aus Ost bis Südost?

Gruss
Stefan

MH
16.10.2003, 22:10
... muß ich das hier posten. Zum ersten mal richtig geil Wind und Zeit zum Handeln, dachte schon, des wird garnix mehr dieses Jahr. Der erste Bibergalarm des Herbstes 2003 ...


Markus
Born to glide (http://www.borntoglide.de)

MH
16.10.2003, 22:11
...

MH
16.10.2003, 22:12
... immer fein Helm tragen beim Handeln, doch noch ´n Tip zum Schluß ;)

MH
16.10.2003, 22:14
...

Stefan Hörmann
17.10.2003, 00:20
Hi,

bekomme es nicht auf die Reihe.....

Ich schaffe es nicht, kontrolliert abzuheben ohne schwer damit kämpfen zu müssen, dass es mich nicht ausdreht.

Ich habe, je mehr Gewicht ich einsetze, eine stark zunehmende Kraft die mich ausdrehen will. Ich hänge dann im Gurtzeug halb ausgedreht mit den Pfoten an den C- oder D-Schlössern um den Schirm noch kontrollieren zu können. So fliege ich dann durch die Gegend, mehrheitlich unkontrolliert da längeres Halten des Gesamtgewichtes nicht lange möglich ist.

Ein Rückdrehen ist nur durch "Hochziehen" an den entsprechenden Leinenschlössern möglich und dass dabei der Schirm absemmelt ist klar.

Irgendwelche Tipps?

tschüssle
Stefan

Bettina Ebeling
17.10.2003, 08:28
Original geschrieben von Stefan Hörmann
... kontrolliert abzuheben ohne schwer damit kämpfen zu müssen, dass es mich nicht ausdreht...
Irgendwelche Tipps?

Hi Stefan,

jooo: „Breite“ Armhaltung (mindestens Schulterbreite) und „Ristgriff“ (also Handrücken nach oben). Das gibt Dir bei haarigen Windbedingungen die Möglichkeit, kräftesparend Druck auf die Gurte zu bringen, anstatt sie zu „ziehen“.
Grüßli, B.

SATurn
17.10.2003, 11:50
hi, Stefan,
zusätzlich zu den von Bettina erwähnten Maßnahmen könntest du noch:

- ein anderes Gurtzeug verwenden, bei dem der Bauchgurt sehr breit ist
(oder ihn bei deinem gaaaanz aufmachen, wenn geht)

- das Gurtzeug so einstellen daß du GANZ AUFRECHT sitzt

Ich verwende zum Spielen grundsätzlich nicht mein Streckengurtzeug (Advance Winner)
weil: zu schwer, zu unbeweglich, zu schmal...is halt fürs fliegen und nicht fürs spielen....;)

Mit diesem Gurtzeug habe ich dasselbe problem wie du: kaum abgehoben, schon ausgedreht....:(

probiers mal!
gruß, mike

PS: an dieser Stelle auch von mir herzlichen Dank für Deine Bemühungen in meteorologischer Hinsicht,
und viel Spaß beim neuen Job!

PPT
17.10.2003, 14:08
Was ist gemeint mit "rückwärts durch die Gegend fliegen" ?

Also ich bin nun sicherlich nicht der grosse Groundhandlingspezialist, aber wenn ich davon ausgehe, dass Groundhandling auf einer mehr oder weniger flachen Wiese stattfindet, kann ich mir jetzt "Flüge" schlecht vorstellen.

Klar, sich rückwärts eingedreht aushebeln lassen, ein paar Sekunden in der Luft und wieder kontrolliert aufsetzen macht Spass ( wobei ich Höhen von 10 oder mehr Meter eher für Fliegerlatein halten würde, vielleicht gibt es aber wirklich diese Könner, möchte niemanden was unterstellen ).
Aber ist das mit Fliegen gemeint ?

Oder wird der Begriff des Groundhandlings erweitert auf den Übungshang/kleine Kanten, an dem der Boden auch bei Nullwind den Füssen entschwindet ? Da ist ein "Eingedrehtfliegen" natürlich möglich, wenn auch IMO nicht immer ganz unkritisch.

Also bitte helft und erklärt mir wie das geht. Vielleicht habe ich ja wirklich die ganze Zeit das GH nicht richtig kapiert.

Gruss,
Peter

Stefan Hörmann
17.10.2003, 20:02
Hi,

die Tipps mit dem Drücken waren schon mal nicht schlecht. Heut war Starkwindhandling angesagt bei recht böigem Ostwind.

Drücken ist lange nicht so ermüdend wie ziehen und daher, wie ihr mir schon gesagt habt, wesentlich effektiver.

Auch habe ich den Brustgurt vollends offen, so dass da leider nix mehr zu machen ist. Mehrfach habe ich versucht nicht ausgedreht zu werden. Das klappte im Vergleich zu den letzen paar Mal schon deutlich besser. Ich glaube einfach, dass die Motorig für's Groundhandling in allen erdenklichen Situationen einfach trainiert dafür werden muss. Ich habe hier zwar noch ein Gurtzeug da, aber das ist ähnlich aufgebaut mit eher wenig Spielraum für ne Breite aufhängung. Der Tipp, einfach etwas mehr gegengedreht sich zu positionieren funktioniert ebenfalls. Sieht zwar alles andere als schön und souverän aus, aber solangs fliegt.... :-)

Hier und da fehlt bei gewissen Dingen einfach noch die Kraft an gewissen Stellen und das Gefühl. Übung macht den Meister und deswegen Klappe zu, Kappe auf. Morgen geht es wieder auf die Wiese.

Gruss
Stefan

pipo
20.10.2003, 11:45
original geschrieben von PPT:
Also ich bin nun sicherlich nicht der grosse Groundhandlingspezialist, aber wenn ich davon ausgehe, dass Groundhandling auf einer mehr oder weniger flachen Wiese stattfindet, kann ich mir jetzt "Flüge" schlecht vorstellen.

Klar, sich rückwärts eingedreht aushebeln lassen, ein paar Sekunden in der Luft und wieder kontrolliert aufsetzen macht Spass ( wobei ich Höhen von 10 oder mehr Meter eher für Fliegerlatein halten würde, vielleicht gibt es aber wirklich diese Könner, möchte niemanden was unterstellen ).
Aber ist das mit Fliegen gemeint ?

Oder wird der Begriff des Groundhandlings erweitert auf den Übungshang/kleine Kanten, an dem der Boden auch bei Nullwind den Füssen entschwindet ? Da ist ein "Eingedrehtfliegen" natürlich möglich, wenn auch IMO nicht immer ganz unkritisch.
Also auf einer flachen Wiese bin ich mit zwei Meter Luftstand vollauf zufrieden. (mit angezogenen Beinen werden´s vielleicht auch einmal 2,5m ;))

Zum "Eingedrehtfliegen" am Übungshang:
Ich bin schon einige Male eingedreht am Hang abgehoben.
Oft bin ich dann etwas von der Höhe überrascht worden.
Die Hände hatte ich dabei immer mit dem Handrücken nach oben auf den D-Schlössern. Dadurch kann man ein Ausdrehen sicher verhindern.
Ich hab mich dann eben versucht den Schirm mit leichtem Zug an den D-Leinen wieder auf den Boden zu bringen.
Ein Ausdrehen in dieser Situation hab ich mit einer Ausnahme, wo ich wirklich deutlich über 10m war, immer vermieden.
Es ist ab einer bestimmten Höhe für mich auch ein etwas ungutes Gefühl. Ich denke aber eigentlich, daß es nicht gefährlich ist.
Denn die Flugrichtung läßt sich über die D-Leinen sehr gut kontrollieren.
Natürlich muß man darauf achten, den Schirm nicht abzustallen. Aber das muß man ja im Normalflug auch.

Für mich läßt sich der Begriff "Groundhandling" ohne weiters auf den Hang ausweiten.
Wenn ich auf einem schönen Soaringhang auch ein wenig am Boden mit dem Schirm spiele, dann ist das schon Groundhandling.

Und es klingt halt einfach gut, wenn man vom Groundhandling mit 15 Sekunden Luftstand und 10m Flughöhe erzählen kann! ;)

grüße pipo

tommerkl
21.10.2003, 22:29
[QUOTE]Original geschrieben von pipo
[B]
"Ich bin schon einige Male eingedreht am Hang abgehoben....
Die Hände hatte ich dabei immer mit dem Handrücken nach oben auf den D-Schlössern. Dadurch kann man ein Ausdrehen sicher verhindern"

Wenn Du mit Küng-Methode C und D jeweils in einer Hand zusammen hältst (parallel natürlich, klar), dann hast Du nicht nur den Vorteil einer stabilen Position, die die Ausdreh-Tendenz verhindert. Du hast damit auch den Vorteil einer sehr "weichen" und gefühlvoll kontrollierbaren Steuermöglichkeit.


"Ein Ausdrehen in dieser Situation hab ich mit einer Ausnahme, wo ich wirklich deutlich über 10m war, immer vermieden.
Es ist ab einer bestimmten Höhe für mich auch ein etwas ungutes Gefühl. Ich denke aber eigentlich, daß es nicht gefährlich ist"

Mit etwas Übung und Vertrauen darin kannst Du damit auch problemlos in etwas grösserem Bodenabstand als nur 2,5m einen kleine Hang hinunterfliegen, mit dem Gesicht zum Hang also. Das Ganze natürlich nur bei laminarem Wind und ohne thermische Turbulenzen.
Hab das bereits mehrfach angewendet, wobei ein kontrolliertes Ausdrehen in Flugrichtung bei Aufnahme der Bremsen und normalem Weiterflug ebenfalls kein Problem darstellt.


Viel Spass weiterhin beim GH, macht ja tierisch Laune und die Möglichkeiten sind noch lange nicht abgesteckt:
freu mich schon auf schneebedeckte endlose Wiesen, die ich mit Bigfoot und einem S-Schirm beim 25er Wind entlangjagen möchte, z.B. :-)


Grüsse, Tom.

Stefan Hörmann
26.10.2003, 17:33
Hi Pipo,



Zum "Eingedrehtfliegen" am Übungshang:
Ich bin schon einige Male eingedreht am Hang abgehoben.
Oft bin ich dann etwas von der Höhe überrascht worden.
Die Hände hatte ich dabei immer mit dem Handrücken nach oben auf den D-Schlössern. Dadurch kann man ein Ausdrehen sicher verhindern.
Ich hab mich dann eben versucht den Schirm mit leichtem Zug an den D-Leinen wieder auf den Boden zu bringen.
Ein Ausdrehen in dieser Situation hab ich mit einer Ausnahme, wo ich wirklich deutlich über 10m war, immer vermieden.
Es ist ab einer bestimmten Höhe für mich auch ein etwas ungutes Gefühl. Ich denke aber eigentlich, daß es nicht gefährlich ist.
Denn die Flugrichtung läßt sich über die D-Leinen sehr gut kontrollieren.
Natürlich muß man darauf achten, den Schirm nicht abzustallen. Aber das muß man ja im Normalflug auch.

Eingedrehtfliegen ist eine Übungs- und Gewöhnungssache und man sollte sich da vorsichtig rantasten und nich zuviel auf einmal wollen. Mittlerweile kann ich das Ausdrehen effektiv verhindern in dem ich mich einfach ein paar Grad weiter in die Gegenrichtung drehe. So sind kontrolliert klasseEindreh-Hüpfer am Hang möglich.
Problematisch wird es, wenn ich mehr steige als ich will. Kam letztens öfters zustande, da die Böen schon recht kräftig waren. Ehe du reagieren konntest warst du 5m in der Luft und da den Schirm abzustallen, ne. Etwas Unbehagen kommt auch dann auf, wenn ich eingedreht rückwärts fliege, keinen Bezug zur Entfernung in Flugrichtung habe und auch die Höhe über Grund nicht mehr richtig einschätzen kann. Da fehlt dann das Gefühl für's Gleiten. Dazu brauchts viel Übung bis man sich in dieser "Figur" wohl fühlt. Für diese Fälle hat es sich als brauchbar erwiesen, die Knie immer leicht angewinkelt zu haben, um bei plötzlichem Bodenkontakt wie eine Feder den Stoss abzufangen und schon frühzeitig mit evtl. nötigen Laufkorrekturen beginnen zu können. Gibt nix schlimmeres wie stolpern oder ausrutschen.

Zu den Rückwärts-Startmethoden noch etwas:

Lange Zeit zog ich nur mit inneren A-Gurten und Bremsen auf und das klappte bis zu gewissen Geschwindigkeiten auch recht gut. Erst mit dem Groundhandling und viel herumprobieren und auch durch Tipps in diesem Thread bin ich zunächst auf die A/D-Methode umgestiegen die einem viel mehr Möglichkeiten bietet. Fussend auf dieser Methode nehme ich neuerdings zum Start noch die Steuerschlaufen hinzu, die ich in Skistockmethode am Handgelenkt parke.

Dies ist nach jetzigem Wissens- und Könnenstand die perfekte Startmethode. In jeder Situation ist ein rasches und vor allem kontrolliertes Abbrechen des Startvorganges möglich. Die Steuerleinen kommen erst dann zum Einsatz, wenn der Schirm stabil über einem steht und die D-Gurte ausgelassen wurden.

Bei noch etwas stärkerem Wind nehme ich anstatt der beiden D-Gurte die C-Gurte. Es wurde schon angesprochen. Bei Steuereingriff durch die D-Gurte wird zunächst noch etwas Auftrieb erzeugt, da sich der Anstellwinkel ein wenig erhöht und so ein leichter Bremseffekt zustande kommt. Durch die C-Variante wird die anliegende Strömung ohne Veränderung des Anstellwinkels zum Abreissen gebracht. Allerdings ist hierzu grosser Kraftaufwand nötig.

Gruss
Stefan

rene
30.10.2003, 19:43
Original geschrieben von Stefan Hörmann

[...]
... bin ich zunächst auf die A/D-Methode umgestiegen die einem viel mehr Möglichkeiten bietet. Fussend auf dieser Methode nehme ich neuerdings zum Start noch die Steuerschlaufen hinzu, die ich in Skistockmethode am Handgelenkt parke.
Dies ist nach jetzigem Wissens- und Könnenstand die perfekte Startmethode. In jeder Situation ist ein rasches und vor allem kontrolliertes Abbrechen des Startvorganges möglich. Die Steuerleinen kommen erst dann zum Einsatz, wenn der Schirm stabil über einem steht und die D-Gurte ausgelassen wurden.
[...]


Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Man sucht nicht mehr lange nach den Bremsleinen, kann bei schwächerem Wind auch zumindest mit einer Bremsspinne arbeiten und hat vollen Zugriff auf C und D. Wenns nur mittelstark ist, benutze ich meistens A in einer und D in der anderen Hand.

Grüße, René

Stefan Hörmann
30.10.2003, 21:51
Hi,

boah, fetter High-Jump.... 8-10m hoch würde ich sagen. War das auf einer ebenen Wiese? Kann ich mir fast nicht vorstellen. Bisschen Neigung wird die Wiese schon gehabt haben.

Gruss
Stefan

Matthias Meisinger
20.09.2004, 00:30
@ Alle,

Der letzte Beitrag hier ist ja schon fast ein Jahr her. Bin aber jetzt erst drüber gestolpert. Macht nichts. Ist ein gutes Thema mit Super-Beiträgen, also kann man das ruhig wieder beleben....

Ich bin wirklich ein begeisterter Bodenhandler (hab aber erst vor einem Jahr mit dem Fliegen angefangen und von daher immer noch am Anfang). Aber hier findet man wirklich Sachen, an die habe ich im Leben noch nicht gedacht. Hab das ganze leider nur quergelesen, werde mir aber noch mehr Zeit dafür nehmen.

@ Zorro,


Noch ne nette Variante ( braucht genug Wind ) :
Impulsives Aufziehen der Kappe ohne Hände. Nur mit ordentlichem Impuls ( Hintern ) rückwärts laufen, mit Bremsen ausgleichen und sobald der Schirm zu steigen beginnt ihm ein bisschen entgegen laufen bis er ganz oben ist, sonst hebelt er Dich aus. Bei Bedarf kann man natürlich auch auf der hängenden Seite mit A Gas geben.

Hast schon recht: Am besten mal die Hände beim Aufziehen weglassen. Überall wo man die Hände einsetzt, ersetzt man Feeling durch Leinenzug. Mein neuer Favorit ist komplett freihändig (Pfoten weg von den Steuerleinen sowie A, B, C oder D). Rückwärts aufziehen, stabilisieren, ausdrehen, wieder eindrehen ... Du kannst fast alles freihändig machen, mit etwas Übung auch bei immer schwierigeren Windbedingungen.

Der Reiz an der Sache, Du mußt wirklich ALLES mit Unterlaufen machen. Sitzbrettsteuerung/Gewichtsverlagerung gilt auch noch.
Im Prinzip ist freihändiges Bodenhandling das Gegenstück zum Bodenhandling im Sitzen. Bei letzterem muß man schnell aber auch gefühlvoll auf jede Steuerung mit einem entsprechendem Leinenzug reagieren. Unterlaufen unmöglich.

Was ich erst noch probieren möchte: Freihändig vorwärts aufziehen. Was rückwärts geht, geht auch vorwärts. Wer's kann: Bitte Bescheid geben.

Gruß, Matthias

vol907
02.01.2005, 17:21
Super thread !!!

Mein Schirm (Gradient Bright) hat wie die meisten 4 Leinenebenen. Allerdings werden C und D bei den Stammleinen zusammengeführt, d.h. für C und D gibt es gemeinsame Stammleinen und nur einen Tragegurt (je Seite).

Wie passt man das in diesem Thread erlernte an dieses Leinenkonzept an? Die A/D-Methode (bei mir A/C/D-Methode) will bei mir nicht richtig funktionieren. Hat das mit dem Leinenkonzept zu tun oder bin ich zu grobmotorisch? :confused:

Das Aufziehen ohne A, jede Hand ein D-Gurt...naja, geht aber nicht so besonders gut. Hier ist mit meinem C/D-Gurt bei niedrigen Schrimpositionen (unter 50-60 Grad) extremes Feingefühl gefragt.

Zur Zeit komme ich am besten mit folgender Methode zurecht. Innere A-Gurte in eine (oder auch zwei Hände), Schirm steigen lassen. Korrekturen mache ich über Bremsspinne. Da der Bright gerne etwas vorschiesst, muss ich ihn bei 70-80 Grad an den Bremsspinnen kräftig abbremsen. Jetzt greife ich in die C/D-Gurte (natürlich von oben).

Hat einer bessere Ideen oder Erfahrungen mit gemeinsamen C/D-Gurten?

gruß
David

Stoderjoe
02.01.2005, 23:40
Super thread !!!

Mein Schirm (Gradient Bright) hat wie die meisten 4 Leinenebenen. Allerdings werden C und D bei den Stammleinen zusammengeführt, d.h. für C und D gibt es gemeinsame Stammleinen und nur einen Tragegurt (je Seite).

Wie passt man das in diesem Thread erlernte an dieses Leinenkonzept an? Die A/D-Methode (bei mir A/C/D-Methode) will bei mir nicht richtig funktionieren. Hat das mit dem Leinenkonzept zu tun oder bin ich zu grobmotorisch? :confused:

Das Aufziehen ohne A, jede Hand ein D-Gurt...naja, geht aber nicht so besonders gut. Hier ist mit meinem C/D-Gurt bei niedrigen Schrimpositionen (unter 50-60 Grad) extremes Feingefühl gefragt.

Zur Zeit komme ich am besten mit folgender Methode zurecht. Innere A-Gurte in eine (oder auch zwei Hände), Schirm steigen lassen. Korrekturen mache ich über Bremsspinne. Da der Bright gerne etwas vorschiesst, muss ich ihn bei 70-80 Grad an den Bremsspinnen kräftig abbremsen. Jetzt greife ich in die C/D-Gurte (natürlich von oben).

Hat einer bessere Ideen oder Erfahrungen mit gemeinsamen C/D-Gurten?

gruß
David

Hallo David,

IMHO sind 3 Tragegurte einfacher zu handeln als 4: Statt eines D-, C- oder C/D-Stalls gibt es eben nur den C-Stall.

Eigentlich gilt der Bright als Schirm, der beim Aufziehen "etwas Führung braucht",
Ich habe es in 1 1/2 Jahren auch noch nicht geschafft, den Bright in der Ebene ohne Ziehen an den A-Gurten steigen zu lassen.

Zumindest mein Bright 26 hat keine ausgeprägte Vorschießtendenz (zwar fängt er bei 60-70 Grad an stark nach oben zu beschleunigen, dies wird jedoch bei 80-90 Grad normalweise sofort gedämpft): versuch doch mal, den Bright bis 90 Grad ohne Anbremsen steigen zu lassen und erst dann zu stablisieren - falls notwendig.

Meine Erfahrung mit dem Bright ist, dass er sich sehr einfach und mit vergleichsweise wenig Krauftaufwand über die C-Gurte steuern lässt.

Bei stärkerem Wind bevorzuge ich auch das Aufziehen mit den inneren A-Gurten und Bremsen in den richtigen Händen - oder den Kobra-Start mit A- und C-Gurten.

Gruß Joachim

Tandem-Gleitschirm
03.01.2005, 06:38
IMHO sind 3 Tragegurte einfacher zu handeln als 4: Statt eines D-, C- oder C/D-Stalls gibt es eben nur den C-Stall.
Nun ja, es ist eben kein richtiger C-Stall ...siehe unten...



Meine Erfahrung mit dem Bright ist, dass er sich sehr einfach und mit vergleichsweise wenig Krauftaufwand über die C-Gurte steuern lässt.
Da gehen nun unsere Meinungen 180° auseinander! Eben genau darum, das er nicht sauber stallt, sondern über die C und D Ebene "offen" ist, ist ein immenser Kraftaufwand von nöten, den Bright zu bändigen!

Ich bin den Bright selber 2 Jahre geflogen. In der Luft ein klasse Schirm, wirklich toll, allerdings beim Groundhandling hat man durch die 3-Gurt-Geometrie besagte Nachteile.

Peter Bruckner
03.01.2005, 09:44
Noch ein Tip. Rückwärtsfliegen nur über die Bremsleinen gesteuert funktioniert auch sehr gut.

Voraussetzungen:
- nicht zu böig
- Steuerung über Gewichtsverlagerung sollte gut beherrscht werden
- Lederhandschuhe, um direkt in die Bremsleinen zu greifen

Dank an Markus für das Bild: Magic Air in Neubiberg

Get up in the sky.

Ps: Neujahrsoaren am Königsberg war einfach Spitze

vol907
03.01.2005, 12:37
Eigentlich gilt der Bright als Schirm, der beim Aufziehen "etwas Führung braucht",
Ich habe es in 1 1/2 Jahren auch noch nicht geschafft, den Bright in der Ebene ohne Ziehen an den A-Gurten steigen zu lassen.

Zumindest mein Bright 26 hat keine ausgeprägte Vorschießtendenz (zwar fängt er bei 60-70 Grad an stark nach oben zu beschleunigen, dies wird jedoch bei 80-90 Grad normalweise sofort gedämpft): versuch doch mal, den Bright bis 90 Grad ohne Anbremsen steigen zu lassen und erst dann zu stablisieren - falls notwendig.



Unterhalten wir uns über den Bright von Gradient??

- Meinen Bright 28 kann ich ohne A-Gurt-Führung aufziehen (es ist etwas mühsam, aber es geht). Was ich meinte: ich kann dann per C/D-Gurt nicht vernünftig korrigieren. Deshalb nutze ich dazu die Bremsspinnen.

- auch im Vorschiessen ähneln sich unsere Brights anscheinend nicht. Wenn ich diesen Versuch mache, schiesst die Kappe garantiert vor und klappt dann frontal. Das liegt teilweise auch daran, dass ich die Kappe gerne etwas schneller aufziehe. Ich werde mal versuchen, sie langsamer und ohne Anbremsen aufzuziehen.






Eben genau darum, das er nicht sauber stallt, sondern über die C und D Ebene "offen" ist, ist ein immenser Kraftaufwand von nöten, den Bright zu bändigen!



Wenn der Bright per C/D-Gurt gestallt und auf den Boden gezwungen wird (was meines Erachtens sehr zuverlässig funzt), dann macht er bei starkem Wind eine Tunnel-Figur (Ohren am Boden, übrige Kappe schwebt in der Luft). Dabei bietet die Kappe dem Wind etwas Oberfläche (und zwar zwischen C- und D-Ebene), und das ganze wird etwas kräftezehrend. Ist es das was du mit "offen" meinst?

gruß
david

Tandem-Gleitschirm
03.01.2005, 12:58
Ja, so in etwa...

Vor allen, wenn der Schirm in der Luft ist (dh 90° über mir bis 45° vor mir). Will ich dann den Schirm über CD-Gurt stallen, passiert folgendes: Der Schirm bleibt "offen", dh er knickt nicht so schön ein wie bei anderen Schirmen.

Wenns ordentlich bläst, und der Bright stand über mir, fehlte mir die Kraft, den CD-Gurt herunterzuziehen und zu halten. Ok, ein bisschen übertrieben, allerdings geht es mit klassischem ABCD-Gurtsystem mit bedeutend weniger Krafteinsatz.
Den Schirm einfach nur am Boden halten mit CD funktioniert natürlich prima.

Das mit dem Schiessen kann ich so auch nicht direkt bestätigen. Nun gut, es gibt noch trägere und undynamische Schirme, aber der Breit ist und bleibt ein einser :rolleyes:

Die Probleme machten sich bei mir am stärksten bemerkbar, wenn ich den Schirm mit beiden A in der einen Hand und beiden CD in der anderen Hand bändigen wollte. Dann fehlte es einfach an Kraft in der CD-Hand. Also war sachtes anlupfen mit den A-Gurten angesagt, dann sofort mit beiden Händen die beiden CD-Gurte gegriffen. Ansich startet der Breit schön schön. Hat an sich keine Macken, dh er bleibt nicht hängen und schiesst auch nicht.

Peter Bruckner
04.01.2005, 07:29
"Die Probleme machten sich bei mir am stärksten bemerkbar, wenn ich den Schirm mit beiden A in der einen Hand und beiden CD in der anderen Hand bändigen wollte."

Muss gestehen, dass ich den Bright auch noch nicht in den Händen hatte. Neben dem bereits von RAc geschilderten Körpereinsatz ist es sicherlich einen Versuch wert, beim Aufziehen nur die innerste A-Leine auf jeder Seite - neben den Bremsen - zu verwenden. Verbunden mit Körpereinsatz, sprich in diesem Falle Hüftdrehung, kommt (kann) der Schirm sehr stabil und beständig nach oben. Durch Nachgeben der innersten A-Leinen kann das Steigen des Schirmes sehr gut kontrolliert werden.

Diese Technik eignet sich auch besten dazu , um etwa auch mit dem Schirm im 45 Grad Winkel bei genügend Wind gemütlich seinen Übungshügel hochzugehen, bzw. sich hochziehen zu lassen.

F.F.

Peter

Matthias Meisinger
05.01.2005, 03:33
@Rüdiger,

so, so: heute ...

mir war es heute etwas zu windig, vor allem mit den Böenwarnungen bis 60kmh. Ganz Baden Württemberg war gelb beim DWD.

Aber gejuckt hat es mich schon etwas, vor allem weil endlich wieder mal die Sonne scheint (hier in Ulm). Hab dafür ein paar schöne Bilder gemacht vom Münster mit Lentis.

Aber schön daß Du es ausprobiert hast. Wäre eigentlich mein Job gewesen. Na ja: Punkt an Dich.

Auf alle Fälle nett, daß der alte Thread wieder belebt ist. Bodenhandling macht einfach Spaß. Auch wenn man dabei so unsinnige Dinge macht wie "Vorwärts ohne aufziehen".

Happy handling, Matthias

P.S.: Wo warst Du heute beim Handeln???

vol907
14.01.2005, 12:56
Hallo,

... gerade beim Thema Vorschießen kann man den Körpergewichtseinsatz nicht zu oft betonen... versuch doch mal, leicht in der Hocke zu sein, wenn Du aufziehst, und den Aufstiegsvorgang durch Entlasten (Aufrichten) abzudämpfen. D.h. wenn der Schirm zu viel Fahrt nach oben/vorne bekommt, durch Hinterkanteneinsatz UND Entlasten kombiniert das Hochkommen anzuweichen. Die "3. Dimension" beim Bodenhandling (Körpereinsatz nach oben und unten) ist recht wenig bekannt, ist aber wie eine Offenbarung, wenn man erst mal erfahren hat, wie gut man es einsetzen kann...

Woooow!! :eek: Hab's vergangenen Sonntag getestet, es funktioniert super!! Ich hatte bisher beim GH die "Hüftdrehung" und "Hüftverkantung", aber noch nie den rein senkrechten Spielraum (bewusst) genutzt. Es war wirklich eine Offenbarung...!!! :) :) :) :)

Danke!!
David

vol907
14.01.2005, 19:55
Noch eine Anregung in die Richtung: Du kannst auch den Zug auf die A Gurte in 2 Dimensionen benutzen. Wenn Du beim Hochziehen des Schirmes die A Gurte nicht nach oben führst, sondern zu Dir ziehst, stellt sich der Schirm bei passenden Wind auch auf, aber Du hast wiederum Spielraum nach oben (kannst also beim drohenden Vorschießen die A Gurte nach oben entlasten). Die Kombination aus beidem ermöglicht wirklich einen großen Spielraum... wie gut das funktioniert, hängt aber sehr stark von der Schirmgeometrie ab.

...und der Effekt kann nochmal verstärkt werden, wenn du die inneren A's etwas zu dir ziehst und gleichzeitig nach unten drückst - dann beschleunigst du den Schirm enorm.

Mops
17.01.2005, 13:55
@RAc

habe Deine Tips gestern testen können mit dem Edel Response, den ich sonst immer sehr deutlich anbremsen musste etwas stärkerem Wind (gut 20). Der Tip mit der Hocke klappte astrein - kaum Anbremsen nötig.

Daher mal ein großes thx - das macht das Bodenhandling für mich als Neuling bei etwas stärkerem Wind sehr viel entspannter.

Besten Gruss vom Mops

jahn
04.02.2005, 18:24
Hallo Groundhandlers

da hier Leute posten und lesen, die den Schirm nicht nur zum Starten aufziehen, frag ich mal hier.
Ich hab hier und anderswo Empfehlungen gelesen, beim Groundhandling viel mit den D-Gurten oder ev. C-Gurten zu arbeiten und weniger mit den Bremsen.

Welche Vorteile gegenüber dem Handling mit den Bremsen, die doch einiges komfortabler zum Halten sind, habt ihr beim Handeln mit den Gurten festgestellt? Habt ihr auch Nachteile festgestellt?

Grüsse Jahn

Stefan Hörmann
05.02.2005, 20:10
Vorteil: Bessere Hebelwirkung (Du brauchst weniger Weg, um die selbe Bremswirkung zu erzielen)

Nachteil: Weniger feinfühlig (aus dem selben Grund wie der Vorteil)

Gruß,

RAc

Noch ein Nachteil, gerade wenn bei Starkwind vorwiegend mit den C-Gurten gearbeitet wird. Du brauchts immens viel Kraft um die gewollte Strömungsveränderung an der Kappe herbeiführen zu können. Leichtere und nicht ganz so kräftiger Kerle hängen sich mit großer Kraftanstrengung an und wie Du schon sagst, ist das mehr ein Gewaltakt das mit gefühlvollem Handeln zu tun hat.

Ich finde es im übrigen ziemlich geil, wie groß dieser Thread geworden ist und wieviele Leute daran teilnehmen.

tschüssle
Stefan

http://www.gleitsegelwetter.de

Chriss
07.02.2005, 14:02
Hallo allerseits,

gibts denn im Raum Frankfurt jemanden, der weiß, wo man mal nach Feierabend in Ruhe "groundhandeln" kann ohne gleich einen mittleren Menschenauflauf zu verursachen? Evtl. auch mal mit mehreren Leuten?

Danke und Gruß, Chris

Atoemchen
07.02.2005, 16:36
Hallo Chris,

ich habe lange in der Nähe von Frankfurt gewohnt, allerdings bin ich damals noch nicht geflogen. Hast Du mal an das Gelände gedacht, wo mal die Bundesgartenschau stattfand? Da gibt es sicher die ein oder andere nette Ecke.
Aber dem Menschenauflauf kann man wohl nur im Bergland entgehen, wo Gleitschirme etwas alltäglicher sind. Im Flachland sind die Zuschauer mit den mehr oder weniger intelligenten aber lustigen Fragen vorprogrammiert. :)

Gruß
Sabine

Chriss
07.02.2005, 18:35
Hallo Sabine,

gute Idee, da ist es sicherlich möglich, sicher auch am Rebstock, ich komme aber sowieso von Außerhalb (Langen), da gibt es genug Wiesen, allerdings alles mit "Naherholungscharakter", also am Wochenende hunderte von Spaziergängern mit Kindern, Hunden, etc. - da ist dann wirklich die Menschenmenge vorprogrammiert.
Leider bin ich für Show-reife Vorführungen (noch) nicht gut genug, im Gegenteil, es wäre mir lieber wenn´s etwas abgeschieden wäre . Zumindest fürs erste. Und noch besser wäre es, wenn noch

Danke & Gruß, Chriss

querformat
08.02.2005, 15:25
-"springen Sie da runter?" :p

UdoH
08.02.2005, 15:42
Hallo allerseits,

gibts denn im Raum Frankfurt jemanden, der weiß, wo man mal nach Feierabend in Ruhe "groundhandeln" kann ohne gleich einen mittleren Menschenauflauf zu verursachen? Evtl. auch mal mit mehreren Leuten?

Danke und Gruß, Chris


Im Grüneburgpark hab ich mal meinen Drachen auf gebaut.

Ich wurde dann von der Polizei darauf aufmerksam gemacht, dass ich das nahe amerikanische Konsulat auf keinen Fall überfliegen dürfe.


Ansonsten kann ich Dir da leider nicht weiterhelfen.

Gruß
Udo

Lothar Sluzalek
08.02.2005, 16:13
Hallo erstmal,
Ich Fliege seit drei Jahren habe etwa 130 Flüge und bin dafür etwa 200 mal gestartet.Nur vorwärts.In Der Luft fühle ich mich Sauwohl und es kann mich nichts so schnell erschüttern.Wenn einer Groundhandling nötig hat dann bin ich es.Kennt jemand eine Wiese in der Gegend von Konstanz wo man auch Gleichgesinnte trifft und wo nicht gleich Der Monsterbauer mit seinem großen bösen bissigen Hund angerannt kommt.(nachdem er 150m.mit seinem Tonnenschweren Mb Truck über die doch so empfindliche Wiese gebrettert ist)Nach etwa 2 Stunden Lesen habe ich jetzt beschlossen es richtig krachen zu lassen.
Schönen Gruß vom Bodensee,Lothar

Atoemchen
08.02.2005, 16:49
Hallo Chris,




gute Idee, da ist es sicherlich möglich, sicher auch am Rebstock, ich komme aber sowieso von Außerhalb (Langen), da gibt es genug Wiesen, allerdings alles mit "Naherholungscharakter", also am Wochenende hunderte von Spaziergängern mit Kindern, Hunden, etc. - da ist dann wirklich die Menschenmenge vorprogrammiert.
Leider bin ich für Show-reife Vorführungen (noch) nicht gut genug, im Gegenteil, es wäre mir lieber wenn´s etwas abgeschieden wäre ...


also ich denke, wenn Du in Langen wohnst, dann mußt Du sicher nicht bis nach Frankfurt, um eine Wiese zu finden.
Aber bezüglich der Zuschauer solltest Du Dir eigentlich keine Sorgen machen. Wieso willst Du Dich denn verstecken? Denkst Du einer von den Leuten, die da vorbeikommen, kann es besser? Und falls Du tatsächlich einen treffen solltest, der auch fliegt, wird er Dir sicher sogar helfen.
Also, keine falsche Bescheidenheit. :)

Gruß
Sabine

Mops
08.02.2005, 18:24
Und falls Du tatsächlich einen treffen solltest, der auch fliegt, wird er Dir sicher sogar helfen.


Und passiert öfter als man erwartet :) Und nett ist auch, dass man die Leutchen und deren Tiere, die seitdem nicht mehr auf "diese Deine" Wiese wursten ;), mit der Zeit kennen lernt und immer wieder nette Sprüche fängt wie: "Sauber, das hat letzte Woche noch nicht geklappt" :)
Also, ich find's nett und man rennt DIr ja auch nicht hinterher, während Du da über die Wiese astest.

Besten Gruß vom Mops

Chriss
08.02.2005, 20:16
Naja, Ihr habt schon Recht, es ist nur eben so ungewöhnlich und auffallend... Daß es keiner von denen besser kann ist mir schon klar, vielleicht sollte ich es einfach mal machen - könnte ja auch ganz lustige Effekte erzeugen.

Danke & Gruß,Chriss

Jenifer
09.02.2005, 07:59
...und wo nicht gleich der Monsterbauer mit seinem großen bösen bissigen Hund angerannt kommt. (nachdem er 150 m mit seinem Tonnenschweren Mb Truck über die doch so empfindliche Wiese gebrettert ist)...

Hallo Lothar

Wenn Du irgendwo eine Wiese gefunden hast, die Deinen Ansprüchen gerecht wird, frag den Bauern zuerst (!), ob Du zeitweise mit dem Schirm dort etwas spielen darfst. Normalerweise haben die nichts dagegen, wenn Du ihn vorher gefragt hast. Respektiere aber seine Wünsche, wie zb Benützung nur wenn frisch gemäht und bis 20 cm Grashöhe. Sonst vertrampelst Du ihm das Gras, dass er für seine Tiere benötigt (= Einkommen).
Bitte verstehe die Bauern, oder hättest Du es gerne, wenn plötzlich ein Fremder ohne Dich zu fragen einfach in Deiner Wiese rumtollt?

Nur so nebenbei: ob MB Track tonnenschwer oder nicht, hier kommt es vor allem auf den Bodenzustand (nass, trocken, gefroren,...), Bereifung und vor allem Reifendruck an. Wenn er's richtig macht, verursachst Du mit Deinen Schuhabsatz einen grösseren Bodendruck als er mit dem Traktor...

Grüsse aus der Ostschweiz

Jenifer

Flug-K-Kai
09.02.2005, 08:31
Hallo Chris,



also ich denke, wenn Du in Langen wohnst, dann mußt Du sicher nicht bis nach Frankfurt, um eine Wiese zu finden.
Aber bezüglich der Zuschauer solltest Du Dir eigentlich keine Sorgen machen. Wieso willst Du Dich denn verstecken? Denkst Du einer von den Leuten, die da vorbeikommen, kann es besser? Und falls Du tatsächlich einen treffen solltest, der auch fliegt, wird er Dir sicher sogar helfen.
Also, keine falsche Bescheidenheit. :)

Gruß
Sabine

Hallo Chris,

ich wüßte da ein Plätzchen, an welchem sich sowieso lauter lusitge Gestalten zur Erheiterung der Massen von Naherholungssuchenden rumtreiben. Dort würden ein paar verrückte, die versuchen große Drachen an kurzen Schnüren steigen zu lassen gar nicht besonders auffallen. (Und wenn, kannst Du ja sagen, Du wärst Frankfurter. Dann weiß eh jeder, was er von Deinem Geistesustand zu halten hat... ;))
Ich meine den Golfplatz am Gut Neuhof. Das Gelände ist Abwechslungsreich und ermöglicht alle genannten Spielarten. Und wenns sein muß, kannst Du ja auch ne Karrierte Hose anziehen... .

Mal im Ernst:
Ich finde, daß bei uns hier der Wind meistens zu böig ist, um gescheit üben zu könnnen. Habe mir da schon ein paar mal den Frust geholt (Keine Angst, nicht auf dem Golfplatz!)

Gruß und viel Spaß

Kai

futzi96
03.04.2005, 13:22
Hi all!
hab zwar keinen neuen Tip für Euch zum Thema Groundhandling als solches, nur den leider etwas verspäteten heute noch mal Schnell auf die Wasserkuppe zu fahren und MAD Mike beim Groundhandling Seminar etwas über die Schulter zu gucken! War gestern oben und hab mir das mal angeschaut, das ist absolut sehens und lernenswert! hier noch ein Bildchen von gestern! Also es ist TOP Wetter, nix wie ab auf die Kuppe!

rene
03.04.2005, 23:44
[...]Erst mit dem Groundhandling und viel herumprobieren und auch durch Tipps in diesem Thread bin ich zunächst auf die A/D-Methode umgestiegen die einem viel mehr Möglichkeiten bietet. Fussend auf dieser Methode nehme ich neuerdings zum Start noch die Steuerschlaufen hinzu, die ich in Skistockmethode am Handgelenkt parke.

Dies ist nach jetzigem Wissens- und Könnenstand die perfekte Startmethode.
[...]
Gerade beim Durchlesen der alten Postings... :-)
Diese Methode habe ich für mich auch als die momentan beste auserkoren :-D Nachteil: Man muss frühzeitig genug "gegensteuern" und darf nicht übersteuern, sonst ist die Korrektur recht schwierig. Mit etwas Beobachtung und Vorausdenken aber sehr gut machbar...
Das Positionieren der Steuergriffe an den Handgelenken erhöht die Sicherheit, weil man nicht erst danach suchen muss (bei leichtem Wind kann man auch von D-Leinen leichter auf Bremsen umsteigen)
Grüßle, René

Stefan Hörmann
04.04.2005, 00:07
Gerade beim Durchlesen der alten Postings... :-)
Diese Methode habe ich für mich auch als die momentan beste auserkoren :-D Nachteil: Man muss frühzeitig genug "gegensteuern" und darf nicht übersteuern, sonst ist die Korrektur recht schwierig. Mit etwas Beobachtung und Vorausdenken aber sehr gut machbar...
Grüßle, René

Hallo Rene,

das ist kein Nachteil. Denn mit geparkten Steuerschlaufen kannst Du z.B. mit der linken Hand beide D-Gurte fassen, zum Anbremsen und zur "leichten" Richtungskorrektur, in die linke Hand nimmst Du die (inneren) A-Leinen. Du hast so Deinen Schirm immer im "Würgegriff". Erst wenn er einwandfrei über Dir steht drehst Du aus und watschelst los. Die Steuerleinen hast Du dabei schon längstens auf Zug. Bei stärkerem Wind ideal um den Schirm kontrolliert und stabil hochzuführen um ein Überholen zu verhindern. Bei Starkwind (nur Groundhandling) nehme ich die C, statt D-Leinen. Allerdings brauchts dafür VIEL Kraft und es ist wenig Spielraum für Korrekturen bis der Stall einsetzt. Für viele Piloten eher sehr schwer durchzuführen, vor allem vom weiblichen Geschlecht.

Gruß
Stefan

rene
04.04.2005, 10:24
Hallo Rene,
das ist kein Nachteil. Denn mit geparkten Steuerschlaufen kannst Du z.B. mit der linken Hand beide D-Gurte fassen, zum Anbremsen und zur "leichten" Richtungskorrektur, in die linke Hand nimmst Du die (inneren) A-Leinen.[...]
??
Ich habe ja auch geschrieben, dass gerade dies meine favorisierte Methode ist (für mich die anderen Methoden also mehr Nachteile haben). Die A- und D-Gurte nehme ich allerdings nicht in die gleiche Hand, sondern A links und D rechts :-))
Grüßle, René

P.S. Hab ich Dich jetzt irgendwie falsch verstanden oder schreiben wir gerade aneinander vorbei?

futzi96
04.04.2005, 20:20
Hi,
zum Thema groundhandling mit a und D Gurten:
Hab ja wie schon geschrieben ein bisschen bei MAD Mike zugeschaut und zugehört, leider habe ich nicht am Seminar teilgenommen, aber auch wenn man einfach nur ohne Schirm dabei war gabs richtig viel zu lernen! Also seine Methode: bei Starkwind, über D UND C steuern! Ich habs dann gestern gleich probiert, geht ganz Klasse! Bei weniger Wind entsprechend nur D Gurte oder bei ganz wenig Wind reicht nur die Bremse. Vorteil bei Starkwind: wenn Du C und D hast kannst Du Suppi kontolliert auch mal locker abheben, und hast keinerlei Tendenzen dich in der Luft auszudrehen! Tolle Sache!
Greetz
Frank

Tobias S.
17.04.2005, 11:22
in genau der Position kannst Du Dich gut an "Cobra" rantasten

Gestern haben wir mal eine kleine Kobra-Sequenz erstellt:

http://frui.de/handling/pages/cobra.htm

Meine Erfahrung: Am einfachsten lässt sich der Schirm über die Bremse dabei kontrollieren (also *mit Handschuhen!* direkt in die Leine gefasst, nicht an den Bremsgriff. Dabei sitzen geht einfacher als stehen, weil der Zug nochmal weniger wird. Zum Starten dann einfach entweder mit oberem A-Gurt und Bremse den Schirm aufstellen oder -einfacher- unter den Schirm hineingehen.

Übrigens kommt man mit dem auf den Stabi gestellten Schirm auch dann noch gegen den Wind vorwärts, wenn es anders schon nicht mehr geht.

Dass für solche Übungen bei viel Wind entsprechend freundlicher "Sturzraum" zur Verfügung stehen sollte, ist eh klar ;-)

Tobi

Tobias S.
17.04.2005, 12:11
ah, Du hast's heute auch nicht an die Wasserkuppe geschafft?...

Ne, wir hatten gestern Groundhandling-Training im Verein (da kommen auch die Bilder her) und heut ist wieder Lernen angesagt...

Falls der Termin gepasst hätte, wär ich schon hingefahren, aber es ist halt von München aus doch ein weiter Weg, vielleicht gibt´s das ja jetzt öfter ;-)

Tobi

futzi96
17.04.2005, 12:12
ah, Du hast's heute auch nicht an die Wasserkuppe geschafft?... mich hat die Wettervorhersage abgeschreckt (der aktuelle Bericht heute morgen hat 43er Böen gebracht, aber wenigstens keinen Niederschlag... trotzdem drücke ich natürlich allen Teilnehmern die Daumen, daß was geht...)

geile site übrigens!! Sehr empfehlenswert!

aahhhhh........Ich kann auch nicht auf die Kupppe weil ich jetzt auf die Arbeit muss:mad::mad::mad::mad::mad::mad::mad::mad: Bis jetzt isses wohl noch trocken geblieben(zumindest bei uns 70 km südlich der Kuppe) War gestern auf der Kuppe zum Handling aber.......ich sag nur sehr stürmisch! Na egal, hoffe jedenfalls für alle die heute auf der Kuppe sind auf weiterhin gutes Wetter! Und wenn jemand ein paar Bilders von MAD Mike seinen Flügen hat, einfach mal bei mir melden,würd mich freuen!

Und auch ich muss Tobias ein DICKES Lob aussprechen, tolle Seite!!

Gruss aus Obersinn und viel Glück Spass und Erfolg den Leuten vom FUN CUP!
Frank

Tobias S.
17.04.2005, 12:50
Und auch ich muss Tobias ein DICKES Lob aussprechen, tolle Seite!!

Danke :)

Wer noch mehr Handling-Bilder sehen will, ich hab jetzt noch mal ein paar dazugepackt:

http://www.frui.de/handling/index.htm

Tobi

PS: Der Himmel sieht hier übrigens gerade so aus (--> Anhang)

makro
06.10.2005, 00:27
Hallo zusammen!

Habe ein kleines Problem: Bisher startete ich immer Rückwärts mit beiden A rechts, D links und Schlaufen um das Handgelenk (Wie auch in diesem Thread bereits mehrere Male angesprochen...) . Nachdem ich mir nun einen "Vorführ" Rush gekauft habe wollten plötzlich die Rückwärtsstarts nicht mehr klappen. Der Schirm kam immer schief hoch. Jetzt bemerkte ich aber, daß bei ihm die Bremsgriffe um gut 10 cm nach oben gesetzt wurden und somit beim Start mit den Schlaufen um das Handgelenk bereits asymmetrisch angezogen waren. Das erklärt auch die spektakulär schlechten Starts :eek:

Soweit sogut, jetzt suche ich eine Möglichkeit, meine alte Technik beizubehalten ohne die Griffe wieder nach unten setzen zu müssen, da ich mich schon an diese Position gewöhnt habe (nicht mehr wickeln, durchschlaufen etc. muss). Die Griffe sind genau so eingestellt, daß sie im beschleunigten Zustand an den Röllchen anstehen, ohne daß schon die Hinterkante nach unten gezogen wird.

Eine Idee hätte ich schon: Man könnte ein zweites Paar Handschlaufen unter die originalen Anbringen, die man dann beim Start ums Handgelenk legt.

Ist das praktikabel? Gibt es andere Abhilfe?

grüße
Markus

.. der heute beim Handling war und den eine Böe bestimmt 6 Meter in die Luft riss um ihn dann gute 30 m weiter hinten, nach ziehen an C (was beim Rush C/D gleichkommt), immer noch eingedreht auf die Beine und nachdem er mit den Sohlen weitere 8 m Gras niedergemacht, schließlich auf sein Popometer gesetzt hat. :o

PS: nehmt meinen Nick nicht zu ernst ;)

Steff
06.10.2005, 09:22
Na, endlich mal viele Tips zum Groundhandling. Ich will nämlich jetzt auch viel mehr üben, soweit es meine Zeit erlaubt, damit ich nächste "Saison" wieder gut in den Bergen fliegen kann. Habe mir auch diese Seiten von Mike Küng aus dem Internet gezogen. Es ist aber immer schöner, wenn man mit mehreren Leuten üben kann, die einem auch mal was zeigen. Ich übe derweil vorerst nur mit den A und D-Leinen, mein Schirm hat nur drei Ebenen, also müßt ich fast sagen C?
Also, wer in Brandenburg oder in BErlin wohnt und mal Lust hat, in Saarmund mit mir zu Handeln, der soll sich mal melden. Vielen Dank! Steffi

El Zorro
06.10.2005, 10:06
Ist das praktikabel? Gibt es andere Abhilfe?


PS: nehmt meinen Nick nicht zu ernst ;)

Hallo Meisterfliege ;)

Ich würde nicht anfangen an den Griffen sondern an der Technik rumzubasteln.

Wie Du Deine Technik beschreibst, dürfte es kein Problem sein, wie gehabt die A in eine Hand zu nehmen und mit der anderen Hand die stärker gezogene Bremse mehr oder weniger nachzugeben. Und bei stärkerem Wind differenziert in die gegebenenfalls durch weniger Bremszug hochkommende Seite auf der D-Ebene kurz einzugreifen. Bei extrem starkem Wind dürfte es dann auch über beide D in einer Hand möglich sein die Ungleichheiten an der Bremse zu kompensieren. Unter anderem kann man auch gleich die Seite, von der man weiss, dass sie stärker angebremst ist alleine an der A nehmen. Vorausgesetzt genug Wind.

Jedenfalls ist es mit Sicherheit möglich durch ein bisschen rumprobieren die Sache wieder voll in den Griff zu bekommen. :)


Viel Spass, im Moment ist der Norden ja ganz klar bevorzugt, ich sitz hier in der Suppe und es geht ein "Hauch von nichts".

Gruß
Bernd

makro
07.10.2005, 22:08
@Schlitzohr

Danke für den Tip, werde es dann mal mit der "Kompensationsmethode" versuchen. Ist zwar imho nicht ganz astrein, aber wenn es sich beherrschen läßt immer noch besser als die Bremsleinen erst nach dem Ausdrehen in der Hand zu haben.

Im Vergleich zu meinem alten gutmütigen 1-2er kommt der Schirm nämlich schnell hoch und vor - er "neigt zum Überschießen" und das würde ich gerne durch anbremsen noch im eingedrehten Zustand unterbinden.

Gerade bei leichterem Wind kann man mit den Bremsen doch viel feinfühliger arbeiten als mit der beim Rush auf einen Gurt zusammengefassten C/D Ebene...


Viel Spass, im Moment ist der Norden ja ganz klar bevorzugt, ich sitz hier in der Suppe und es geht ein "Hauch von nichts".

Ähm, danke, stimmt, wohne gerade noch im nördlichen Oberbayern und da war schon guter Wind. So gut, daß ich gleich Donnerstag Nachmittags zum soaren an den Sulzberg (bei Brannenburg) gefahren bin. Nachdem ich auf den Gipfel gelatscht war, wehte dort allerdings nur ein Laues Lüftchen, also war "nur" ein Abgleiter möglich - Die Wetterstation am Wendelstein meldete allerdings Wind aus Ost mit 14 Knoten !?

Gruß
Markus

Vibe
07.10.2005, 23:24
@Schlitzohr

Im Vergleich zu meinem alten gutmütigen 1-2er kommt der Schirm nämlich schnell hoch und vor - er "neigt zum Überschießen" und das würde ich gerne durch anbremsen noch im eingedrehten Zustand unterbinden.

Gruß
Markus

Ich bin den Rush in Chile bei starkem Winde an der Düne geflogen und er neigt definitiv absolut nicht zum Überschießen. Wenn der Schirm beim Aufziehen überschießt liegt das einzig und alleine daran, daß der Pilot zu faul ist ihm in der Aufziehphase einen Schritt entgegen zu gehen.

Ich weiß nicht wie oft ich das ich erwähnen soll, aber ich benutze die Bremsen beim Aufziehen des Schirmes generell gar nicht. An der Düne nehme ich die Bremsgriffe nicht einmal in die Hand, weil sie mich einfach nur behindern.

Wenn genug Wind vorhanden ist, kann man einen Schirm einzig und allein an den A-Gurten und durch entsprechenden Körpereinsatz perfekt aufziehen und ewig lange über sich stehen lassen. Die Bremsen nehme ich dann erst in die Hand wenn ich mich ausgedreht habe und wirklich losfliege.

Mops
08.10.2005, 00:27
Ich weiß nicht wie oft ich das ich erwähnen soll, aber ich benutze die Bremsen beim Aufziehen des Schirmes generell gar nicht. An der Düne nehme ich die Bremsgriffe nicht einmal in die Hand, weil sie mich einfach nur behindern.


Und andere machen es eben anders, man weiß auch nicht, wie oft das noch wiederholt werden muss ;)
Mir scheint, es gibt nicht DIE Methode zum Rückwärts Aufziehen, aber das wurde IMHO auch schon etliche Male wiederholt, aslo komm mal wieder runter Vibe :o

Aber eine ernsthafte Frage habe ich schon noch: wann definiert man einen Schirm mit als einen mit tendenz zum Überschießen? Ich kann mir schon vorstellen, dass es Schirme gibt, die dynamischer hoch kommen, aber wann spricht man davon, dass ein Schirm zumÜberschießen neigt?

Mein Wiesenschirm Edel Response (2-3) kommt sehr zügig hoch bei gutem Wind und will gebremst werden, deutlich. Meinen Syntax muss ich aber auch anbremsen, nur nicht so stark.

Besten Gruß
Olli

Tobias S.
08.10.2005, 08:16
Ich weiß nicht wie oft ich das ich erwähnen soll, aber ich benutze die Bremsen beim Aufziehen des Schirmes generell gar nicht.

Schön für dich ;-)
Ich hab am Berg beim Aufziehen die Bremsen immer (in der richtigen) Hand und mag das auch so. Gerade bei weniger Wind spart das enorm Stress. Meine Bergmethode für wenig bis mittleren Wind: Beide A in eine Hand, Bremsen in die richtige, bei Bedarf werden die A-Gurte halt in die andere Hand gewechselt.




Wenn genug Wind vorhanden ist, kann man einen Schirm einzig und allein an den A-Gurten und durch entsprechenden Körpereinsatz perfekt aufziehen und ewig lange über sich stehen lassen.

Oben stehenlassen nur mit Körpereinsatz und A-Gurten glaub ich nicht. Irgendwann musst du den Schirm mal bremsen, ob mit C/D oder Bremse ist ja wurscht.

DIE Methode gibt´s halt nicht, es gibt Methoden, die haben sich besser bewährt als andere, aber letztlich muss es jeder selber wissen. Bei unseren Groundhandling-Trainings im Verein zeige ich immer als erste Methode die oben beschrieben (A in eine Hand, Bremsen in die richtige), weil da der Lernfortschritt recht schnell ist. Ohne Bremsen oder gar mit Übergeben hab ich schon zu viele Sauereien beim Start gesehen, das empfehle ICH deshalb niemandem. Wenn das jemand sicher beherrscht - wieso nicht.

Tobi

Oliver
08.10.2005, 08:42
Hallo Claus,

was an der Düne oder im laminaren Wind am Meer funktioniert, muss in thermischer Blubberluft noch lange nicht praktikabel sein.

Grüße von Oliver

makro
08.10.2005, 22:30
Ohje, dachte mir schon beim schreiben von "neigt zum überschießen", daß ich damit ins Fettnäpfchen trete - darum habe ich es eigentlich auch in Anführungszeichen geschrieben und relativiert mit "im Vergleich zu meinem alten gutmütigen Schirm..."

Denke, daß eigentlich kein Schirm überschießt, wenn man keinen Fehler macht. Bei manchen Schirmen muß man halt schneller reagieren und dann spricht man wohl von "tendiert zum überschießen". Wo hier die Grenze ist - keine Ahnung. Es gibt jedoch mehr Korrekturmöglichkeiten als nur die beim Aufziehen entgegenzugehen, eben auch noch anbremsen oder gleich starten bevor er überschießt (was ich in meiner Verzweiflung auch schon ein paarmal gemacht habe ;) ).

Ich würde mir jedenfalls gerne die Option anbremsen zu können freihalten - beispielsweise in einer Situation an einem steilen Hang, wo man sich gerade noch auf einer "Kuhautobahn" halten kann, ein leichter Wind weht und einem der Schirm "überzuschießen" droht. Entgegengehen ist jetzt schlecht, weil das schon in kraxeln ausartet, den C/D Gurt runterzuziehen ist bei stärkeren Wind ganz gut geeignet - bremsen wäre doch jetzt genau das Richtige! Und man kann sich dann mit konstantem Bremsdruck ausdrehen usw...

grüße
Markus

Gnunha Eniek
18.10.2005, 08:36
Ich hab in der letzten Ausgabe vom Schlechtflieger Magazin (10/05) begeistert vom Groundhandling-Manöver "Jumpstart" gelesen.

Im Prinzip gehts darum, mit dem Schirm in der Powerzone quer zum Wind zu rennen, mit den A-Leinen in einer Hand, und ihn dann, wenn genug Zug auf den A-Leinen ist, schlagartig freizulassen. Das Teil reißt einen dann hoch und man dreht aus (ja, im Heft stand was von "braucht Höllenviel Übung" oder so).

Hat jemand sowas schonmal gesehen, oder einen Videoschnipsel davon? Die Beschreibung im Heft ist nämlich nicht sehr ausführlich.

--

Ach ja, irgendwo in den Tiefen dieses Beitrags hat jemand den Vorschlag gemacht, n' PDF oder so hierdraus zu machen - ich würd's tun, wenn ich Ferien und meinen PC wieder hab. Wer macht mit?
Geil wären auch Wikipedia-Einträge zum Thema Groundhandling-Techniken...

futzi96
15.01.2006, 16:15
Ich hab in der letzten Ausgabe vom Schlechtflieger Magazin (10/05) begeistert vom Groundhandling-Manöver "Jumpstart" gelesen.

Im Prinzip gehts darum, mit dem Schirm in der Powerzone quer zum Wind zu rennen, mit den A-Leinen in einer Hand, und ihn dann, wenn genug Zug auf den A-Leinen ist, schlagartig freizulassen. Das Teil reißt einen dann hoch und man dreht aus (ja, im Heft stand was von "braucht Höllenviel Übung" oder so).

Hat jemand sowas schonmal gesehen, oder einen Videoschnipsel davon? Die Beschreibung im Heft ist nämlich nicht sehr ausführlich.



So, wie schauts? Hat da ma jemand was zum Thema Jumpstart? Will das ma probieren :D klingt spannend :eek:

Greetz
Frank

INVENTO
30.01.2006, 19:12
Ich habe auch über den Jumpstart gelesen aber noch nicht ausprobiert.
Ich habe mich auch mit sehr guten Groundhändler unterhalten und keiner wusste Bescheid :confused:
In DVDs mit den Cracks habe ich es auch nicht entdeckt...

Um das auszuprobieren, muss man den (vollständigen) Text auch lesen und richtig interpretieren:

Also ich verstehe es so, dass man nicht nur die A-Leinen in den Händen hält, sondern richtig mit power daran zieht, damit der Schirm sich in einer beschleunigte Lage befindet.
Beim Loslasen passiert dann eine Anstörmwinkelvergrößerung, was für die Steigung des Schirmes verantwortlich ist.
Das Ziehen an der entgegengesetzten Leinenrichtung dient dafür, dass der Schirm nicht nur steigt, sondern in die richtige Richtung steigt, also raus aus der Powerzone und Parallel zur Windrichtung.

Stimmt meine Interpretation?

Ich probiers bei der nächsten Gelegenheit aus...


Grüße

Roberto

futzi96
30.01.2006, 22:28
Ich habe auch über den Jumpstart gelesen aber noch nicht ausprobiert.
Ich habe mich auch mit sehr guten Groundhändler unterhalten und keiner wusste Bescheid :confused:
In DVDs mit den Cracks habe ich es auch nicht entdeckt...

Um das auszuprobieren, muss man den (vollständigen) Text auch lesen und richtig interpretieren:

Also ich verstehe es so, dass man nicht nur die A-Leinen in den Händen hält, sondern richtig mit power daran zieht, damit der Schirm sich in einer beschleunigte Lage befindet.
Beim Loslasen passiert dann eine Anstörmwinkelvergrößerung, was für die Steigung des Schirmes verantwortlich ist.
Das Ziehen an der entgegengesetzten Leinenrichtung dient dafür, dass der Schirm nicht nur steigt, sondern in die richtige Richtung steigt, also raus aus der Powerzone und Parallel zur Windrichtung.

Stimmt meine Interpretation?

Ich probiers bei der nächsten Gelegenheit aus...


Grüße

Roberto

Ähhmmm, wenn Du lang genug an den A-Leinen ziehst, klappt Dir der Schirm doch irgendwann gezwungener maßen vorne ein :confused: :o ,oda? ;)
Evtl. steh ich auch einfach wieder mal aufa Leitung :cool: :rolleyes:
Greetz
Frank

Gnunha Eniek
30.01.2006, 22:48
Ähhmmm, wenn Du lang genug an den A-Leinen ziehst, klappt Dir der Schirm doch irgendwann gezwungener maßen vorne ein :confused: :o ,oda?

Meine Worte.

Demnächst einfach rennen wie blöd, mit allen möglichen Leinen in der Hand, und wenn irgendwas mit Abheben dabei rauskommt, gibt's im DeHaVau-Forum die WELTERSTE Anleitung für den Jumpstart...
Oder wie wir's auch nennen wollen :p ...
Wenn derjenige noch weiß was er gemacht hat...

Kreativ sein, solange noch ein schön weiches Schneepolster liegt!

INVENTO
30.01.2006, 22:50
Die A-Leinen zieht man mit dem Fußbeschleuniger ja auch beliebig lange Zeit. Man darf natürlich aber nicht so fest ziehen, daß der Schirm ein Frontklapper kriegt...

Ich denke ohne richtiges ziehen (beschleunigen) der A-Leinen passiert beim Loslassen derselben nichts Aufregendes. Theoretisch...

futzi96
30.01.2006, 22:58
Die A-Leinen zieht man mit dem Fußbeschleuniger ja auch beliebig lange Zeit. Man darf natürlich aber nicht so fest ziehen, daß der Schirm ein Frontklapper kriegt...

Ich denke ohne richtiges ziehen (beschleunigen) der A-Leinen passiert beim Loslassen derselben nichts Aufregendes. Theoretisch...

Ja, wenn Du den Beschleuniger trittst dann bist Du auch in der Luft, und wie jemand mit zwischen 40 und 50 km/h beim Groundhandling unter seinem Schirm entlang rennt würd ich mir dann doch gern anschauen :eek: :rolleyes:

@Invento: Du hast Post........ :D :rolleyes:

Greetz
Frank

INVENTO
30.01.2006, 23:07
Beim Nullwind macht der Jumpstart sowieso kein Spaß, also man braucht ein strammes Windchen, so dass man nichts erlaufen muss (mit einem 30-40er Wind (wir wollens nicht übertreiben) kann ich auch am Boden auf den Beschleuniger "tretten", oder?). Wie sich der Schirm in der Powerzone beschleunigt verhält muss man noch ausprobieren...

INVENTO
30.01.2006, 23:18
Im Schlechtflieger Forum habe ich auch nichts gefunden :(

INVENTO
02.02.2006, 14:29
O.k. Leute, ich habe nun Information direkt von den Schlechtflieger und vom Jumpstarter persönlich.
Vielen Dank Nina und Armin!


Hier die Mail, die ich bekommen habe:
und die Links zu den Videos (ich hoffe es funktioniert):
http://www.invento-design.de/jumpstart/jumpstart1.mpg
http://www.invento-design.de/jumpstart/jumpstart2.wmv



Hallo Roberto,

Michael Gebert hat mir Deine Mail weitergeleitet, da ich den Artikel
geschrieben habe. Ich freu mich, wenn Dir der Artikel gefallen hat. Tja, der Jumpstart, der ist so eine Sache, anbei schick ich Dir mal ein -
wenngleich unprofessionelles - Video, so sieht das ungefähr aus. Der Pilot,
den ich gefilmt habe, ist Armin, und weil er den Jumpstart echt gut
beherrscht, gebe ich jetzt an ihn ab...
Machs gut, Nina
Redaktion Schlechtflieger MAGAZIN
P.s.: Und immer vorsichtig sein!

Hi Roberto,

eigentlich wollte ich gleich im DHV-Forum ein bisschen was schreiben, aber
leider kann ich mich da aus irgendeinem Grund nicht einloggen. Die beiden
mitgeschickten Videos sind nicht so toll, aber ich denke man kann
grundsätzlich den Bewegungsablauf sehen.
Das Video Jumpstart1 eignet sich ein bisschen besser zur Erklärung, auch
wenn der Start nicht so powervoll ist. Im Jumpstart 2 fehlt zwar der Anfang,
dafür ist der Anlauf schneller und es geht ein bisschen höher raus.

Ich versuch jetzt einfach anhand von Jumpstart 1 das ganze ein bisschen zu
erklären:
Zunächst zieht man den Schirm ganz normal auf. Dabei hab ich die A-Leinen
und Bremse in einer Hand und in der anderen Hand die verbleibende
Bremsleine. (Bremsleinen habe ich dabei immer überkreuz, vielleicht ist das
wichtig für das Video). Wenn der Schirm stabil über mir steht lasse ich den
Schirm nach links abkippen (durch Zug auf der rechten Seite). Sobald der Schirm abkippt ist, wechsle ich die Bremsleinen, also jetzt
A-Leinen und eine Bremsleine in der rechten Hand, in der Linken Hand nur
eine Bremsleine.
Wenn der Schirm dann richtig tief nach links in die „Powerzone“ abgetaucht
ist, bekommt man richtig Zug auf die Leinen. Der Schirm zieht einen dann
automatisch nach link und man läuft dann einfach auch nach links,
allerdings ein bisschen gegen den Wind; somit wird der Zug auf den Leinen
noch größer.
Hat man dann richtig Geschwindigkeit und Zug auf den Leinen ziehe ich jetzt
auf der linken Seite, leite also wegen den überkreuzten Leinen quasi eine
Rechtskurve ein. Der Schirm richtet sich dadurch auf und hebelt einen
dadurch aus. Man pendelt unter dem Schirm durch und dreht sich automatisch
aus.
Im Jumpstart1 reicht der Schwung nicht für einen Weiterflug aus. Wie’s
richtig geht siehst Du im Jumpstart2.
Generell musst du aufpassen, dass Du nicht zu krass auf der linken Seite
ziehst um den Schirm aufzurichten. Denn dann pendelst Du heftig unter dem
Schirm durch und es besteht die Gefahr, dass der Schirm zu weit überschießt
und vorne klappt. Du kannst auch ein bisschen auf der anderen Seite
Gegenbremsen, um dem Überschießen entgegenzuwirken.
Außerdem geht der Jumpstart bei wirklich starkem Wind immer besser als bei
schwachem.

So ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen weiterhelfen, viele Spaß beim
Trainieren.


Viele Grüße


Armin

Gnunha Eniek
02.02.2006, 16:21
Ha! Coole Sache, Invento!

Also im Prinzip (so hons I verstonne):
§1: Den Lappen schräg in die Powerzone bringen, gegen den Wind rennen bisses ordentlich zieht.
§2: Anbremsen dass das Teil wieder hochkommpt und sauber im Wind steht --> FLY
§3: Für's Über-die-Wiese-Schleifen und Aus-2-Meter-auf-den-Protektor-Fallen wird keine Haftung übernommen.

Wer §1 schonmal am Übungshang gemacht hat spart sich glaub ich die halbe Anleitung :p
Mal sehn, was das mit den Leinen jonglieren auf sich hat. Sollte doch auch normal gehn... oder?... hmmm... ausprobieren :D !

Wann ist wieder Nordwind wenn ich Zeit hab???

*musshändlnmusshändlnmusshändln*

INVENTO
02.02.2006, 18:44
Ich schlage vor, jeder, der/die es ausprobiert soll sich filmen lassen und wer am schönsten einer aufs Maul (oder wahrscheinlich eher Arsch) kriegt, bekommt ein Pokal.
Dann schicken wir alle Videos zu einer von diesen "Die witzigsten videos" Sendungen und gründen mit den Erlösen die "Stiftung für geschädigten Groundhändler" :D

futzi96
02.02.2006, 19:07
@ Invento:
Danke für die Veröffentlichung, habs jetzt auch verstanden....

@ Gnunha Eniek:
Wieso willst auf Nordwind warten, wenn Du eh in der Nähe der Waku wohnst......da geht doch alles außer Ost....mein Favourite zum Groundhandling ist eh der Südhang...aber nur wenn nicht wieder überall die Flugschüler rumwusseln...

Greetz
Frank

Gnunha Eniek
02.02.2006, 21:01
@ Gnunha Eniek:
Wieso willst auf Nordwind warten, wenn Du eh in der Nähe der Waku wohnst......da geht doch alles außer Ost....mein Favourite zum Groundhandling ist eh der Südhang...aber nur wenn nicht wieder überall die Flugschüler rumwusseln...

Bei N flieg ich quasi vor der Haustür, Südost geht nur zum Händln, ansonsten muss ich mich von meinen Eltern ne halbe Stunde zur WaKu fahren lassen. Und fürs Händling fah ich nich extra auf die Kuppe.

Bin irgendwie noch nie am Südhang zum Fliegen gekommen, bis zur WaKu lass ich mich halt erst kutschieren wenn ich dringend wieder n paar Höhenmeter mehr unterm Hintern brauch.

edit: im Winter halt, so Ein-Monat-Nicht-Mehr-Gefliegt Abgleiter von 5 Minuten ;-) Verdammte Sucht ;-)

futzi96
03.02.2006, 22:14
Bei N flieg ich quasi vor der Haustür, Südost geht nur zum Händln, ansonsten muss ich mich von meinen Eltern ne halbe Stunde zur WaKu fahren lassen. Und fürs Händling fah ich nich extra auf die Kuppe.

Bin irgendwie noch nie am Südhang zum Fliegen gekommen, bis zur WaKu lass ich mich halt erst kutschieren wenn ich dringend wieder n paar Höhenmeter mehr unterm Hintern brauch.

edit: im Winter halt, so Ein-Monat-Nicht-Mehr-Gefliegt Abgleiter von 5 Minuten ;-) Verdammte Sucht ;-)


Aus welcher Richtung von der Waku gesehen kommst`n? Wenns darum geht von süd nach Nord (aus Richtung Brückenau ) zu fahren, kannst ja wenn ich auf die Waku fahr bei mir mitfahren.....

Greetz
Frank

Gnunha Eniek
04.02.2006, 18:44
§1 im DeHaVau-Forum: Wenn möglich zitieren:


Aus welcher Richtung von der Waku gesehen kommst`n? Wenns darum geht von süd nach Nord (aus Richtung Brückenau ) zu fahren, kannst ja wenn ich auf die Waku fahr bei mir mitfahren.....

Exactamente: Riedenberg, quasi hinter Brückenau quasi unter der A7, ergo direkt aufm Weg.

Gnunha Eniek
04.02.2006, 18:54
Konnte es heute mal auf der Wasserkuppe ausprobieren: An der Abstrodaer Kuppe war so'n scheißnebel, dass man grade so die eigene Kappe gesehn hat => händeln statt fliagn.


Vom Prinzip hat's mich ausgehebelt, s' ging aweng hoch, bin aweng rückwärts geflogen (kam dann doch viel WInd :-D) aber war schon gegroundet bevor ich ganz ausgedreht war.
Ich glaub des is einfach zu flach da oben (bin nicht sonderlich weit vom Weg weg, wg. dem Nebel). Richtig Zug kriegt man bei dem vereisten Schnee auch nicht hin ohne auffie Fresse zu fliegen (juhu, fliegen!).

Ich hasse den Winter.

Versuch demnäxt mal bei was Steilerem mit so nem Wind dass man noch vorwärts kommpt ;-). Ich denk es muss einen ordentlich hebeln weil beim ausdrehen verliert man ja auch Höhe (kommt mir jedenfalls so vor).

edit: war aber n ziemlich lustiger Tag: keine 10 Meter Sichtweite und gefrierender Nebel an den Leinen. Und Wind!

futzi96
04.02.2006, 19:27
§1 im DeHaVau-Forum: Wenn möglich zitieren:



Exactamente: Riedenberg, quasi hinter Brückenau quasi unter der A7, ergo direkt aufm Weg.

Also, schick mir mal direkt ne Mail, am besten mit Telefonnummer, und dann kannst da WENNS WIEDER WÄRMER ist gern mitfahren!!

Greetz
Frank