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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Starkwind Groundhandling



T.Bopp
16.04.2003, 09:19
Hallo,

wie geht Ihr beim Rückwärtsstarten bei hohen Windgeschwindigkeiten vor. Bei moderaten Bedingungen klappt der Rückwärtsstart ganz gut , aber bei Wind ab ca. 25-30 km/h habe ich folgende Probleme:

1.) Ich steh mit voll durchgezogenen Bremsen da und es fällt mir schon schwer die A-Gurte zu greifen, da mein Schirm mich sofort wegzieht, sobald ich die Bremsen nur etwas nachlasse.

2.) Ich zieh den Schirm hoch und renne erstmal 20 meter den Startplatz rauf bis der Schirm über mir steht. Renne ich nicht hebelts mich sofort aus. Lustig ist z.B. auch wenn der Schirm plötzlich stehenbleibt ich aber noch soviel Schwung habe, dass ich nicht mehr stehenbleiben kann und den Schirm unterlaufe.

3.) Habe ich den Schirm eingedreht unter Kontrolle wird es dann beim Ausdrehen interessant. Da reissts mich dann meistens sofort nach hinten weg.

Wie packt Ihr die Kontrolle des Schirms bei starkem Wind ?

Meine Technik-> Bremsen überkreuz und rechter A-Gurt in linker Hand, linker a-Gurt in rechter Hand. Bin Leichtgewicht, und fliege einen Ind. Dragon S

Gruß

Thomas

T.Bopp
16.04.2003, 12:30
Hallo RAc,

wo übst Du denn ?

Gruß

ferlacher
17.04.2003, 11:36
Wenn das Gelände zu flach ist und der Schirm mit einem Körpergewichts-Impuls alleine nicht hochkommen will, nimm beide D-Gurte mit einer Hand (und halte den Schirm damit am Boden). Dann hast Du die andere Hand frei, um die A-Gurten (beide) zu greifen und den Schirm hochzuziehen.
Sobald er aber hochkommt loslassen, um danach mit jeweils einer Hand einen D-Gurt zu greifen.
Ich behalte die Bremsen dabei trotzdem immer in der Hand; sie verhängen sich dann nicht in den anderen Leinen und ich kann jederzeit starten, ohne sie erst 'suchen' zu müssen.

Bernd

Hartmut Peters
17.04.2003, 12:15
in die 2. Hand nehmen, verringert das Profil und somit Auftrieb und bremst den Schirm gleichzeitig, --> langsamer und weniger Auftrieb, kein Aushebeln und kein Überschießen,
ansonsten seitlich Aufziehen, direkt das endgültige Profil in den Himmel steigen lassen und nicht die gesamt Schirmfläche als Surfsegel in den Wind stellen, auch Kobrastart genannt
genauso die Landung, gleiches Problem, starker Wind, große Fläche, Auftrieb ohne Ende, ---> seitlich (Kobra) oder mit C-Gurten den Schirm bändigen
alles sogar bis 40 km/h beherrschbar wenn der Beschleuniger schon unter der Sohle "klebt"
Starten und Landen wie die "Weltmeister"
sonnige Oster-Grüße von Madeira

Flyhard
17.04.2003, 23:14
Hmm... ich habe leider nicht die Ausgabe 1/2 der Gleitschirm. Kann mal jemand erklären wie die "Kobra-Start"-methode funktioniert? Ich kann zwar meinen Schirm so parken, aber leider nicht aufziehen...

El Zorro
18.04.2003, 11:07
Je nach Wind mehr oder weniger kräftig an der obenstehenden Seite am A-Gurt und gleichzeitig die Bremse ziehen - so dass der Schirm nicht nach hinten 'rosetted' und auch nicht auf die Schnauze fällt bis dieser hochkommt, dann mit dem Hintern noch ein bisschen Zug drauf geben - ggf. noch etwas unterlaufen - fertig ! :)

PS: Die unten hängende Seite einfach mal komplett ignorieren

Flyhard
18.04.2003, 12:15
Mein Hauptproblem ist, wie lege ich den Schirm aus für diesen Start?

Kwaxie
18.04.2003, 14:11
Ich wäre gern mal dabei wenn jemand seinen Schirm bei 40 km/h bändigt. Will das niemandem absprechen, aber für mich wird's trotz sehr intensivem Starkwindtraining über 25 km/h Wind schwer, und über 33 bis 35 km/h unmöglich, das Monster zu bändigen: da hilft kein D - Gurte greifen, weil der Wind trotzdem UNTER die Hinterkante fährt und den Schirm praktisch von "hinten" hochhebelt. Vom Einhängen will ich gar nicht reden. Bin überzeugt dass diverse Profis das draufhaben, aber wiegesagt - ich war schon in sehr vielen Fluggebieten fliegen bzw zuschauen, aber ich hab noch nie jemandem in einem 40 km/h Wind starten sehen.

Aber man lernt ja nie aus, mal sehen - meint ein etwas skeptisher Hagen

Peter Bruckner
19.04.2003, 15:41
Hola RAc,

sehr gute Zusammenfassung für Starkwindhandling. Es ist einfach eine Sache derÜbung und jeder entwickelt dabei seine Start-Vorlieben. Hier in München haben wir einen welligen Hügel mit entsprechenden Verwirbelungen. Mit Training und Übung und entsprechenden Windverhältnisses (>30kmh) sind "Lupfer" über 30m und mehr jederzeit möglich. Kenntisse im C-D Riser Handling ist aber dabei Grundvoraussetzung, die aber jederzeit erlernt werden können.....

Es kommt aber nicht auf die Höhe und Weite der "Lupfer" an, sondern daß durch dieses Üben einfach Du vertrauter mit Deinem Schirm wirst .......

Schöne Feiertage

My 2nt

Peter

parashorty
19.04.2003, 22:48
Hi Leute,

super thread.
Nur weiter so!!

lieben gruß ,
cosima

P.S.: Mittlerweile arbeite ich wieder auf ner Intensivstation und mein Knie macht dies gerade mal 4 Stunden mit. Hinterher schwillt mein Bein wieder an...aber was soll ich tun...es geht nicht anders.
Obwohl der Arzt es nicht gerne so hätte, aber ich könnte auch nicht ständig daheim hocken - es würde mir sozusagen die Decke auf den Kopf fallen.

Also liebe Leute...immer schön üben, damit Euch nichts passiert, wenn es drauf ankommt.

:-))

ferlacher
22.04.2003, 22:53
Original geschrieben von Flyhard
Mein Hauptproblem ist, wie lege ich den Schirm aus für diesen Start? Auch wenn ich es selber eigentlich kaum so mache (wegen Faulheit), so ist es sehr hilfreich, den Schirm Ziehharmonika-mäßig (Eintrittskante auf Eintrittskante) zusammenzulegen, da man dann bei Starkwind auch nur einen Teil des Schirmes 'auseinanderziehen' kann.
Zusätzlich bringt es auch was, wenn man sich schon 180° gedreht (also mit dem Gesicht zum Schirm) einhängen kann (einfach ein paar mal auf der Wiese üben...), dann hat man den Schirm von Anfang an besser unter Kontrolle und muß sich nicht erst 'eindrehen'.


Grüße,

Bernd

T.Bopp
23.04.2003, 07:40
habe am Karfreitag mit RAc geübt und da wurde mir mein Hauptfehler klar. Fehlende Gewichtsverlagerung übers Gurtzeug und zu intensives Arbeiten mit den Bremsen. RAc hat mir die Technik aus dem "Mike-Küng-Seminar" gezeigt und ich war total baff, wie man ohne Bremszug durch richtige Gewichtsverlagerung und dosiertem Steuern durch die D-Gurte den Schirm kontrolliert aufziehen kann.
Bei Stakwind kommts beim stabilisieren der Kappe auf jeden Zentimeter Leinenzug an, was aber über die Bremsschlaufen nur sehr eingeschränkt möglich ist.
Also nochmals vielen dank RAc "probieren ist besser als studieren"

Gruß
Thomas

Peter Bruckner
07.05.2003, 14:45
Hola Kwaxie,

wir habens mal an Dünen ausprobiert. Im Lee der Düne hatte uns dann die Erde (der Sand) wieder. Der Wind überstieg einfach die Geschwindigkeit der dort verwendeten Schirme. Nachher konntest du den Sand .... siehe Bild

Der Übermut reizte uns dann. In München auf einer flachen Wiese (2,5 km) lang probierten wir es bei Föhn aus bei etwa Windstärke 38km-42km. Es war schon ein Erlebnis. Wir brachten den Schirm hoch und wurden adhoc ausgehebelt in der Ebene: 5-8m Höhe + Jump von guten 20m. C-/D- Leinen dienten nur zur Stabilisierung. Daran zu denken, den Schirm über C-/D-Leinen am Boden zu halten war fast unmöglich. Eine etwas längere Schleifspur auf der Wiese wäre die Folge gewesen. Ausserdem waren nach dem Sprung sehr gute läuferische Skillls erforderlich, um nicht über die Wiese gezogen zu werden. In den Bergen habe ich solche Aktionen bis jetzt unterlassen aus verständlichen Gründen

:-)) let´s jump

Peter

Peter Bruckner
07.05.2003, 15:07
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