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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Biwak-Fliegen



achilleos
25.01.2004, 22:09
Hi Leude,

wer war schon mal über mehrere Tage nur mit Schirm und Zelt in den Bergen unterwegs?

Freiheit pur! Über mehrere Tage der Zivilisation entsagen, Abenteuerstimmung, die persönlichen Grenzen ausloten...
Schlafsack, Powerriegel, Dosen und Feuerzeug; Sonne, Thermik, Strecke, Berge, Natur...
Was braucht man noch (viel) mehr?

Schön wären Erfahrungsberichte, mögliche Flugrouten/Ziele, Tips und Tricks für die Ausrüstung und Gleichgesinnte die Lust auf Abenteuer Urlaub haben!

Hauptsach´ ´s steigt!
Adrian

gerifly
26.01.2004, 13:23
Hallo Robi

Die weibliche Belegschaft in unserem Büro fragt nach, ob dein Bild auch in Posterformat zu haben ist........?

Gruss Geri

max[x]
26.01.2004, 15:21
Original geschrieben von Robi
... nur gegen Bares!
Dann aber hochauflösend.

;)

war das FKK-Biwak? sag mal, hast du überhaupt was an?
bbuauaaaaahhhhhhh *schüttel* mir wird ganz... :D

das nächste mal bitte mit selbstbräuner einreiben! ;)

hast du auch mal oben aufm' berg gepennt? oder hast du
dir da immer nette zeltplätze rausgesucht? ich fände das
biwakfliegen auch ganz interessant, aber ich glaub, dazu
fliege ich etwas zu schlecht - ich würd dauern absaufen und
das meiste per pedes bestreiten...:)

gruß

max

Mario Tejon
26.01.2004, 16:06
ja und ?

Solang du's zelt selber trägst ! ;)

MH
26.01.2004, 18:56
Original geschrieben von gerifly
Hallo Robi

Die weibliche Belegschaft in unserem Büro fragt nach, ob dein Bild auch in Posterformat zu haben ist........?

Das ist bei 19"-Monitor schon Lebensgröße ... ;)

SCNR.

Markus
Born to glide (http://www.borntoglide.de)

achilleos
26.01.2004, 20:00
Hi Leude,

@Robi:
Danke für Dein Comming-Out;)

Genau so stell ich mir das vor;
Nur such ich eher die Abgeschiedenheit und Natur. Sprich toplanden, oder zumindest bis knapp unter die Baumgrenze, für Feuerholz und Hängematte, duschen unterm Wasserfall, chillen an einem See, fliegen bis zum Sonnenuntergang; wohin einen der Wind treibt...
....a poor lonesome glider....(zu der Musik von Lucky Luke)

Sonst noch keiner so einen Ausflug gemacht? Stehn wohl alle auf den Luxus von Hotel und Camper?! Oder trauen sich wirklich so wenig Flieger vom Hausberg wegzufliegen? Wo sind all die MacGyver und Indiana Jones Typen/-innen?

Hauptsach´ ´s steigt!
Adrian;)

Heliart
26.01.2004, 20:04
Original geschrieben von Markus Haubt
Das ist bei 19"-Monitor schon Lebensgröße ... ;)

SCNR.

Markus
Born to glide (http://www.borntoglide.de) Ärger'n net, sonst springt er hoch und beisst di in's Knia :D

Oliver
26.01.2004, 20:15
Original geschrieben von achilleos
Nur such ich eher die Abgeschiedenheit und Natur. Sprich toplanden, oder zumindest bis knapp unter die Baumgrenze, für Feuerholz und Hängematte, duschen unterm Wasserfall, chillen an einem See, fliegen bis zum Sonnenuntergang; wohin einen der Wind treibt...


Hallo Adrian,

vermutlich konnten die, die bis zum Sonnenuntergang geflogen sind, mangels Thermik nicht mehr toplanden, sind dann vom Förster fast beim Brennholz sammeln erwischt worden, mussten sich an den ausgetrockneten Bergsee über die Waldgrenze flüchten und wurden dann nach dem nächtlichen Frontdurchgang gechillt aber erfroren vorgefunden. Schade, hätte sie der Wind doch noch so weit treiben können.

Oliver

pipo
26.01.2004, 21:59
original geschrieben von achilleos:
Genau so stell ich mir das vor;
Nur such ich eher die Abgeschiedenheit und Natur. Sprich toplanden, oder zumindest bis knapp unter die Baumgrenze, für Feuerholz und Hängematte, duschen unterm Wasserfall, chillen an einem See, fliegen bis zum Sonnenuntergang; wohin einen der Wind treibt...
....a poor lonesome glider....(zu der Musik von Lucky Luke)

Sonst noch keiner so einen Ausflug gemacht? Stehn wohl alle auf den Luxus von Hotel und Camper?! Oder trauen sich wirklich so wenig Flieger vom Hausberg wegzufliegen? Wo sind all die MacGyver und Indiana Jones Typen/-innen?

Oliver hat´s eh schon in etwa gesagt:
Es wird wohl leider bei der etwas verklärten Vorstellung vom Wasserfall, der Hängematte und dem Bergsee bleiben.
Wenn du wirklich mehr als zwei Tage ohne jede Unterstützung aus der Zivilisation biwakakfliegen willst, dann wirst du auf eine Menge Probleme stoßen.
Als erstes das Gewicht: Wenn du Wasser aus der Natur beziehen kannst, dann ist die Verpflegung für mehr als zwei Tage nicht allzu schwer.
Davon kann man aber nicht so einfach ausgehen.
Du kannst in den Alpen oft einen ganzen Tag (ohne GS-Equipment) wandern, ohne auf einen Bach, oder auf einen See zu stoßen.
Natürlich kann man versuchen, seine Route nach diesen Gesichtspunkten zu planen. Aber was ist, wenn du deinen geplanten Bach nicht erreichst und dann eben 5 Stunden zu Fuß gehen musst?
Du wirst also wohl oder übel eine Menge Wasser mitschleppen müssen. Sagen wir 3l.
Essen für drei Tage wiegt mindestens noch einmal so viel - du wirst dich schließlich nicht zu wenig bewegen. Und bei diesem Gewicht gehen sich eh nur Nudeln und irgendwelche Power Riegel aus. Obst, oder Konservendosen wären ein Stück schwerer. (um Nudeln zu kochen braucht man allerdings Wasser - siehe oben ;))
Kleidung macht nocheinmal 2kg.
Wenn du ein leichtes GS Equipment hast, wiegt das immer noch 10kg. (es sei den du verwendest etwas protektor-, retter-, und helmloses alla Gin Yeti.
Wenn man von der mangelnden Sicherheit einmal absieht, macht das Thermikfliegen damit einfach wenig Spass. (Diese Aussage bezieht sich auf den Peak & Supair Radical.))
Bis jetzt hast du 20kg zu tragen, da ist aber noch nicht einmal eine Isomatte, oder ein Schlafsack dabei. Von einem Zelt ganz zu schweigen.

Ich habe keine Ahnung, wie du körperlich drauf bist, aber mir macht das Gehen mit 25kg am Buckel keinen Spass mehr.
Und am Gehen wirst du wohl kaum vorbeikommen.
Denn die romantische Vorstellung, an einem wunderschönen Bergsee rauszustarten und dann an einem eben so schönen Wasserfall wieder reinzulanden könnte in der Praxis recht leicht scheitern.

Das meiste, was ich dazu an "Erfahrung" beizusteuern habe, ist eine Toplandung nach dem Thermikfliegen und dann am Gipfelgrat übernachten, um dann am nächsten Tag einen Sonnenaufgangsflug in´s Tal zu machen.
Zum Schlafen habe ich so eine leichte Thermarest Matte mitgenommen. Zugedeckt hab ich mich mit dem GS. Das war in Verbindung mit dem Fluggewand leicht warm genug.
Es war super schön und hat viel Spass gemacht - aber noch einen oder mehrere Tage dranhängen wäre mir aus oben erwähnten Gründen eher zu hart gewesen.

Eine solche Aktion ist sicher machbar und hat zweifelsohne einen großen Reiz. Nur glaube ich, sollte man sich von der Wasserfall- und Hängemattenromantik zumindest teilweise verabschieden und sich vielmehr auf eine äußerst belastende Unternehmung einstellen.

grüße pipo

robert
27.01.2004, 14:26
Hi!

@Pipo: anstatt auf Thermarest-Matte zu schlafen und Schirm als Decke nehmen würd ich lieber den Schirm als Unterlage und einen Leicht-Schlafsack (mein Daunenschlafsack wiegt 1100gr und geht bis -5°C ohne zuzsätzl. Kleidung) nehmen, Schirm is halt null atmungsaktiv!

Ansonsten braucht man ganz bestimmt keine 3 kilo Essen und auch keine 3 kilo Wasser mitzuschleppen. Wasserquellen gibts in den Nordalpen wirklich reichlich, Zivilisation u. Infrastruktur is auch überall (Berghütten, Täler mit Ortschaften etc.)

In allen anderen Punkten geb ich Pipo aber recht. Man sollte auf jeden Fall gut auf den Beinen sein, gut trainiert um auch weite Strecken (>20km am Tag mit 25kg Gepäck) zurücklegen zu können.
Als "Training" könnte auch sinnvoll sein, erstmal ne Alpenüberquerung mit MTB und Übernachtungen im Freien zu machen, oder eine Mehrtageswanderung ohne jegliche Verwendung der Zivilisation. V.a. kann man dann auch besser einschätzen was und wieviel man mitschleppen muß. Ich würd viele fettreiche Sachen mitnehmen wie z.B. Salami und Speck. Im Notfall gibt das einfach pro Gewicht viel mehr kalorien her als dieses Riegel-Zeugs...
In Südtirol sind dann eh überall Obstplantagen, da sollte es keine Probs geben...

Servus
Robert

pipo
27.01.2004, 14:45
Hi Robert,

original geschrieben von Robert:
@Pipo: anstatt auf Thermarest-Matte zu schlafen und Schirm als Decke nehmen würd ich lieber den Schirm als Unterlage und einen Leicht-Schlafsack (mein Daunenschlafsack wiegt 1100gr und geht bis -5°C ohne zuzsätzl. Kleidung) nehmen, Schirm is halt null atmungsaktiv!
Mein damaliger Schirm war mit Sicherheit atmungsaktiver als sämtliche High-End Outdoor Textilien. :D:D
Außerdem würde ich meinen, daß der Schirm wohl kaum gegenüber dem Boden isoliert - außerdem ist das Thermarest Teil wirklich nicht schwer.
...ist wohl auch Geschmackssache.

original geschrieben von Robert:
Ansonsten braucht man ganz bestimmt keine 3 kilo Essen und auch keine 3 kilo Wasser mitzuschleppen. Wasserquellen gibts in den Nordalpen wirklich reichlich, Zivilisation u. Infrastruktur is auch überall (Berghütten, Täler mit Ortschaften etc.)
...so wie ich den achilleos verstanden habe, will er diese Infrastruktur nicht nutzen. Er wird also schon eine Menge zu Essen schleppen müssen.
...wegen dem Wasser: Wenn ich im Sommer zu Fuß mit dem Schirm unterwegs bin, dann komme ich gerade mit einem Liter pro Gehstunde (aufwärts) aus.
Es gibt sicher Leute, die weniger trinken, aber für mich sind die 3l nicht abwegig.
Und man kann auch in den Nordalpen mal fünf Stunden unterwegs sein, ohne auf Wasser zu stoßen.

...sollte ich sowas in diesem Jahr machen, dann werde ich mich sicherlich auf mir bekanntes Fluggebiet beschränken.
Als Route würde mir da vom Stubaital/Wipptal in die Sextener Dolomiten vorschweben, weil ich eben die gesamte Route fliegerisch recht gut kenne.

Mal schauen, ob´s was wird.

grüße pipo

achilleos
27.01.2004, 16:47
Hi Leude,

ich hoffe nicht daß mir so ein Horrorszenario á la Oliver passiert.
In der Tat reizt mich der Versuch so lange wie möglich autark unterwegs zu sein. Körperlich dürfte es kein Problem darstellen. Es ist noch nicht so lange her daß ich sportlich war. Dürfte schnell wieder reinkommen. Und ein paar Kilo abzunehemen dürfte mir nicht schaden. Wobei ich aus reiner Faulheit zum Laufen erste Priorität auf´s Fliegen gelegt hätte. Es wäre allerdings nicht das erste Mal daß ich einen Berg mit Ausrüstung hochlaufe.

Leider muß ich zugeben, hab ich noch keinerlei Streckenflugerfahrung, bzw kenne mich in den Bergen nicht gut aus. Vom Fliegerischen her mach ich mir keine Sorgen. Da bin ich ziemlich unempfindlich. Auch in der harten Natur komm ich, denk ich, gut zurecht. (Ich schau gern Malcom Douglas und Rob Redle
;) )

Daß es anstrengend wird; keine Frage, aber schließlich gehts hier ja um ein Abenteuer das bestanden werden will. Wo sind die eigenen Grenzen? Und um das schönste Hobby der Welt: das Fliegen! Gottseidank bin ich in dieses Zeitalter geboren:D

Das Gewicht bereitet mir am meisten Kopfschmerzen. Außer meinem Schirm (Z-one) und Gurtzeug (Woody Valley Xpress)(Ok, hab ich mich als Anfänger geoutet: ich flieg erst seit letztem Jahr; 114 Flüge) hatte ich in meinem Packsack nur noch Jacke Hose Helm Stiefel und kam am Flughafen bereits auf 28 kg. Weiß nicht ob das stimmen kann. Muß mir mal zur Gewichtsoptimierung eine Waage zulegen.

@pipo
Hier möchte ich die Gelegenheit mal nutzen und Dir für die guten Beiträge danken! Egal ob Luftraumbeschränkungen, Erklärungen über TEK oder Sicherheitshinweise beim Streckenfliegen, Deine Beiträge sind sehr fundiert, kompetent und nützlich!!
So verstehe ich es nicht wenn es in manchen threads zu threats kommt. Und wenn nur einer Deine und andere Hinweise daraus für sich nützt und dadurch nicht zu Schaden kommt ist schon vielen geholfen. Unnützer sind dagegen die Diskussionen wo über was diskutiert werden darf. Wenn man schon anderer Meinung ist, ist es sinnvoller die Diskussion wieder in eine andere Richtung zu lenken anstatt schlechte Stimmung zu verbreiten. Gerade weil ein Mensch betroffen ist!

In Gedenken an Scotty Marion und alle weiteren Pioniere der Luftfahrt!
Adrian

pipo
27.01.2004, 18:35
hi achilleos,

danke erstmal für die Blumen - freut mich!


original geschrieben von achilleos:
Das Gewicht bereitet mir am meisten Kopfschmerzen. Außer meinem Schirm (Z-one) und Gurtzeug (Woody Valley Xpress)(Ok, hab ich mich als Anfänger geoutet: ich flieg erst seit letztem Jahr; 114 Flüge) hatte ich in meinem Packsack nur noch Jacke Hose Helm Stiefel und kam am Flughafen bereits auf 28 kg. Weiß nicht ob das stimmen kann. Muß mir mal zur Gewichtsoptimierung eine Waage zulegen.
Ich denke, das mit den 28kg kann nicht stimmen.
Das Gewicht meines Equipments setzt sich wie folgt zusammen:
Schirm - Cayenne M: 6,5kg
Gurtzeug - M2 Giga Race: 5,2kg
Rettung - Charly Revolution: 2kg
Helm - Charly Insider: 800g
Rucksack - Charly Compressor: ca. 1kg
Vario & Gewand & Stöcke: ca. 1,5kg
Damit komme ich auf 17kg Minimumgewicht, wobei man darüber streiten kann, ob die Stöcke zum Tragegewicht dazuzählen. ;)
...ich kann mir nicht vorstellen, daß dein Equipment über 10kg schwerer ist!
(Wahrscheinlich war die Waage der Fluggesellschaft zwecks Gewinnoptimierung getunt!:D)
Mit Gipfeljause und etwas zu Trinken wird mein Equipment dann um die 19kg wiegen.
Damit bin ich letztes Jahr ziemlich genau 40.000 Höhenmeter gemacht. (zu Fuß)
...für mich ist bei etwa 20kg aber so etwas wie eine Schmerzgrenze erreicht - darüber macht mir das Gehen keinen Spass mehr, dann wird´s zur Schinderei, und das empfinde ich vielleicht einmal über 500Hm lustig, aber nicht über mehrere Tage.

Du siehst, auch mir bereitet das Gewicht für eine solche Unternehmung am meisten Kopfschmerzen.
(hat hier im Forum vielleicht jemand ein X-Alps Gurtzeug und einen guten Schirm in Leichtbauweise zu verschenken?:D)

Deshalb würde ich schauen, daß ich bei einer solchen Unternehmung schon von Anfang an vielleicht 3 potentielle Landeplätze in der nähe einer Hütte, o.ä. ausgewählt habe und dann wirklich dort lande, ohne die letzten km auswringen zu wollen. Denn mit Unterstützung aus der Zivilisation würde mein Rucksack die 20kg höchstens knapp überschreiten.

Ich habe für die kommende Saison ein ähnliches Projekt vor.
Ich möchte während einer recht stabilen Wetterlage mit leichterem Eqipment eine vielleicht zweitägige Tour machen und den Schirm mehr oder weniger nur als Abstiegshilfe benutzen.
(hierfür habe ich einen 5.8kg "Winterzweitschirm" und ein altes einfaches 1.5kg Gurtzeug)
Mit dieser Ausrüstung will ich ohne Retter, Helm und Protektor nicht thermisch fliegen - deshalb die stabile Wetterlage.
Da ginge es einfach um´s "Höhenmeterfressen" verbunden mit ein paar schönen Abgleitern von Wiesen, die noch keinen GS gesehen haben.

...vielleicht wäre das auch für dich, wo du noch keine Streckenflugerfahrung hast, ein besserer Einstieg?
Und das Erlebniss ist sicher kein kleineres.

Ich habe keine Ahnung, ob sich diese Variante mit deinen Sicherheitsansvorstellungen vereinbaren läßt. Wenn ja, dann gibt´s z.B. auf ebay immer wieder alte protektorlose Gurtzeuge mit unter 2kg und um unter 50 Euro.

grüße pipo

dubab
27.01.2004, 22:19
also ich will dieses jahr mal was ähnliches machen. hab da so ein berghüttchen ("maiesäss") in der surselva, wo ich normalerweise nur mit mühsamen aufstieg (gemein!) raufkomme...

stell mir das ganze so vor:

mit der zug nach flims, rauf aufs cassonsgrat, natürlich gemütlich mit der bahn. aufdrehen und hinfliegen. reinlanden, über nacht bleiben und am nächsten tag noch rumstreckerln.

ausrüstung: wie immer, jedoch noch etwas verpflegung und was gutes zum trinken, im gurtzeug verstaut (ach war das letztes jahr anstrengend, als ich 6 flaschen wein durch den tiefschnee rauftragen musste... ich armer!).

begleitung: mit ein wenig gesellschaft machts mehr spass!


greez,

adrian
:D

dubab
27.01.2004, 22:27
http://www.dpch.ch/Berichte/biwakfliegen.htm

irgendwie hats dort viele situationen drin, bei denen ich nur ungern auf meinen protektor verzichten würde ;)

viel spass beim lesen!

ToBo
27.01.2004, 22:30
Hallo!

Wenn hier schon Glaubenskriege um die Therm-a-Rest geführt
werden will ich auch mal mitmischen. :) Hab von der Firma ja schon
ein paar Matten durch. Gleich vornweg, die Qualität ist sehr gut!
Total abraten kann ich nur noch den "Mc Kinley"-Produkten, gibt
es sehr oft in Sportläden oder in der Intersport-Kette.

Wenn es um Gewicht geht, dann gibt es eigentlich nur 2 Varianten.
Zum einen die Ultralight-Matte. Lässt sich klein packen aber ist
mit etwas über 600 Gr als 1/1 auch nicht ganz leicht. In 3/4 habe
ich die noch nicht probiert, einfach weil ich auf sowas dann kalte
Füße bekomme und mich der Übergang stört.
Mein privater Favorit ist die alte Ridge-Rest. Zwei Nachteile hat sie,
zum einen etwas sperrig und der andere ist das sie durch mein
Gewicht (105 Kg) sich etwas schnell durchliegt. Das dauert aber
einige Zeit, ist also nicht sofort da. :) Welche nicht so der Brüller
war, das ist die Z-Rest (sieht aus wie eine Eierpackung :) ).
Allerdings ist die wohl kaum noch im Handel, aber da will ich mich
nicht festlegen.

Wer einen leichten Schlafsack sucht, der sollte sich mal den
Yeti Pound ansehen. 550g +5 Grad. Allerdings 200 € und das Ding
muss man wie rohe Eier behandeln. Fjällraven hat auch einen
Ultralight im Angebot, hat etwa die Größe einer Cola-Dose und
besteht aus Kunstfaster. Aber ich hab die Werbung nur einmal in
Europa gesehen, kann sein das der schnell wieder eingestellt
wurde. Andere gute Schlafsäcke baut Joutsen, der Generalvertrieb
müsste über einen Händler in Dresden laufen. Allerdings sind
meine Info's zu Joutsen schon etwas älter. Hab mir dann einen
Yeti gekauft. :)

Gute Anregungen gibt es auch auf www.golite.de.
Aber bei einigem braucht man auch eine gute Brieftasche, auf der
anderen Seite bekommt man so auch mal ganz gute Anregungen. :)

Wer Zelt und Bett kombinieren möchte:

http://www.globetrotter.de/jpg_prod/z/zf26001-.jpg


Torsten

Ulrich Probst
28.01.2004, 00:03
Ich habe mir ein Notübernachtungspaket zusammengestellt. Drin ist Minikulturbeutel, 1.Hilfeset, Notfallset, Minihängematte, einige Energieriegel und je nach Jahreszeit ein Biwaksack, Gewicht ca. 1,5 kg. Das habe ich bei allen Streckenflügen dabei. Dazu noch ein sauberes T-Shirt zum zurücktrampen. Ist aber nicht für eine geplante Tour gedacht, sondern zum problemlosen einmaligen Übernachten. Habs letztes Jahr wieder nicht gebraucht, weil ich einen bis dahin Superflug in Zell vergeigt habe und kurz nach 9 wieder am Wallberg war. Na, ja, flieg ich halt dieses Jahr über die Alpen ;)

Entscheidend ist geringes Gewicht. Wenn es am Startplatz Wasser hat ausreichend mitnehmen, wegleeren kann man immer noch. Verpflegung so wenig wie möglich, Hütten, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten nutzen. Die Toplandung am Berg wird eh selten klappen. Weil am Abend fliegen wir die West- und Nordhänge an und am nächsten Tag wollen wir nach Süden rausstarten, sind also auf der falschen Talseite.

@pipo
Ohne Helm und Protektor bitte sehr, aber die Reserve würde ich lassen. Selbst in der thermikarmen Jahreszeit kann man in ein Lee reinfliegen und es sollen ja auch schon Leinen und sogar Karabiner gebrochen sein.

7 und der Rest
Ulrich

robert
28.01.2004, 08:34
Hi!

Die Ridge-Rest finde ich auch die genialste Matte überhaupt! 350gr leicht, und wirklich unzerstörbar! Ich hab meine jetzt schon über 10 Jahre und die tuts immer noch.
Die Therm-A-Rest Matten hab ich auch. Nachteil ist aber daß die leichten doch eine recht dünne Außenhaut haben und somit bei spitzen Steinen etc. leicht kaputt gehen können. Sie sind außerdem doppelt so schwer wie die Ridge-Rest, haben dafür aber kleineres Packmaß.

Beim Schlafsack hab ich mit einem ultraleicht-Ding ziemlich schlechte Erfahrung gemacht: das Ding war nicht mal daunendicht! Der Yeti Energizer (gibts in verschiedenen Varianten) hat eine sehr feste Außenhülle, die ist zugleich ziemlich winddicht und sogar wasserabweisend. Kann man gut auf nen Biwaksack verzichten (bei Gewitter muß man dann natürlich einen sicheren Unterschlupf suchen, aber das ist eh empfehlenswert!!)

Auf jegliche Zivilisation bei Verpflegung etc. zu verzichten halte ich für Unsinn! Auch die großen Biwakflug-Abenteuerer a la Bob Drury, John Sylvester etc. haben auf ihren Flügen im Himalaya usw. immer Dörfer und die Hilfe der Einheimischen in Anspruch genommen wenn möglich!
Ich fände es etwas affig, ausgerechnet in den dichtbesiedelten Alpen mit Haufenweise Dosenbier und Tütenfraß rumzulaufen wenn daneben ein Geschäft, Berghütte oder sonstwas ist - und dafür den Rettungsschirm wegzulassen weils sonst zu schwer wird.

Klar, eine Notration für 1-2 Tage muß sein, aber ich muß mich halt drauf einstellen auch mal ordentlich Durst und Hunger zu bekommen und nicht jede Stunde 1 Liter Wasser zu verdrücken wie zuhause (@Pipo: bei 8-stündigem Marsch wären das nach deiner Rechnung 8 Liter, das ist doch indiskutabel!). Zur Not muß man halt die größte Hitze meiden, sich in Schatten legen und den Fußmarsch auf den Abend oder die Morgenstunden verlegen. Wird ja um halb 5 hell im Sommer!


Gruß Robert

pipo
28.01.2004, 09:09
hi Robert,

original geschrieben von robert:
Pipo: bei 8-stündigem Marsch wären das nach deiner Rechnung 8 Liter, das ist doch indiskutabel!

Es gibt ja auch keine 8 Stunden Aufstiege. Ich wollte damit eh nur sagen, daß ich - wenn ich nicht mit Sicherheit regelmäßig Wasser finde - mindestens 3 Liter Wasser dabeihaben möchte.
...wenn ich im Sommer mit meinem GS auf den Berg gehe, dann brauche ich wirklich für 2,5h diese 2,5l.
Aber das läßt sich aus mehreren Gründen nicht auf obige 8 Liter umrechnen:
Erstens gehen einem in den Alpen die Höhenmeter aus, wenn man 8 Stunden aufsteigen möchte. :)
Zweitens kann man ja, wie du gesagt hast, die Mördermittagshitze meiden.
Ich würde also für einen 8 Stunden Marsch niemals 8 Liter mitnehmen, sondern auch nur drei.

hi Ulrich,

original geschrieben von Ulrich Probst:
@pipo
Ohne Helm und Protektor bitte sehr, aber die Reserve würde ich lassen. Selbst in der thermikarmen Jahreszeit kann man in ein Lee reinfliegen und es sollen ja auch schon Leinen und sogar Karabiner gebrochen sein.
Wenn ich so eine Aktion an einem höhenwindschwachen stabilen Herbsttag mache, dann besteht die Lee Gefahr auch nicht mehr wirklich.
Zu den Materialbrüchen: Ich habe einen neuen Schirm und Stahlkarabiner. Da vertraue ich einfach drauf - beim Klettern vertraue ich mein Leben auch einem einzigen Karabiner an.
...und der wurde nicht um viel Kohle von Luffahrtbundesamt (oder wie das heißt) geprüft. :)
Mir ist schon klar, daß ich mit Retter, Protektor und Helm sicherer unterwegs wäre. Deshalb bin ich ja auch mit Ausnahme von vielleicht 10 Flügen mit einem Leihpeak immer damit geflogen.
Vielleicht irre ich: Aber ich habe das Gefühl, bei einem retterlosen Abendabgleiter mit dem Peak kein höheres Risiko einzugehen, als etwa bei einem Thermikflug in den Dolomiten mit voller Ausrüstung.
...und mit ein bißchen Wetterkunde, kann man die Stärke der zu erwartenden Turbulenz schon halbwegs abschätzen. Wenn also an einem stabilen Herbsttag kein Höhenwind bläst, habe ich kein schlechtes Gefühl bei der Sache.

grüße pipo

Ulrich Probst
28.01.2004, 11:24
Original geschrieben von pipo
hi Robert,
Vielleicht irre ich: Aber ich habe das Gefühl, bei einem retterlosen Abendabgleiter mit dem Peak kein höheres Risiko einzugehen, als etwa bei einem Thermikflug in den Dolomiten mit voller Ausrüstung.

ACK

Ich bin sehr wohl ein Verfechter der Eigenverantwortung. Du musst halt dann so konsequent sein und auf einen Flug verzichten, wenn es z.B auf dem Gipfel wider Erwarten bläst.

Die ersten drei Jahre bin ich auch ohne Reserve geflogen; war damals noch nicht üblich. Hab dann eine dran- (und nie wieder weg-) gemacht als ich mich erstmalig ins Getümmel von Andelsbuch gestürzt habe.

Zugegeben, Bergwandern mit einem Packsack von 6 kg ist schon eine feine Sache. Nicht zu vergleichen mit dem Geraffel, was man heute so dabei hat.

Gruss
Ulrich

pipo
28.01.2004, 12:24
hi Robi,

original geschrieben von Robi:
Dafür kann man dann aber RICHTIG fliegen.
Lieber schlepp ich 5kg mehr auf einen Berg, incl. meiner Kombi (1,5kg), bin warm angezogen und fliege mit bequemen Gurtzeug, Retter und Protektor.
Meinen Krempel kenn ich und hau mich damit auch bei vielleicht zweifelhafteren Bedingungen raus als mit "Leichtgewichten".
Wenn es um´s Thermikfliegen geht, dann sehe ich das ganz genau so. Da trage ich mein Zeug auch gerne nach oben.
Wenn das Fliegen aber nur eine Abstiegshilfe sein soll, dann schleppt man einen großen Teil der 20kg um sonst nach oben.
Also wenn ich die Kohle hätte, würde ich mir sofort den Gin Yeti, mit diesem lausigen Wenderucksach, oder etwas vergleichbares kaufen.
Ich wohne am Fuß eines Berges (1500m Höhendifferenz) und da wäre so ein Teil für einen morgendlichen oder abendlichen Berglauf (wanderung) ein Hammer.
Also für jene Situationen, wo ich mir überlege, ob sich´s auszahlt, das ganze Equipment für einen thermiklosen Flug hochzutragen.
Und für einen 10minütigen Abgleiter ist´s mir egal, ob ich warm habe, oder ob ich den Oberschenkeldruck super auf den Schirm übertragen kann.

grüße pipo

pipo
28.01.2004, 16:03
hi Robi,

ich check deine Anspielung nicht ganz:confused:
wofür steht [_] und [x] ?

pipo

achilleos
29.01.2004, 14:04
@ ToBo

Kannst Du mir bitte sagen wo es diese coole Hängematte gibt? Ich hab auf golite gesucht aber nicht gefunden?!

Hauptsach´ ´s steigt!
Adrian

robert
29.01.2004, 14:45
Hi!

Hat eigentlich Jemand einschlägige Erfahrungen mit Hängematten zum übernachten? Mir scheint das schon ein bissl suspekt! V.a. das Dach! Da wenn der Wind pfeift, dann regnets da aber ganz schön rein, Windschutz hat man eh keinen!

Hängematte ist zwar super bequem (Typ: brasilianische), aber zum schlafen meiner Meinung unpraktisch. Weil man sich im Schlaf öfter dreht! Bäume mit passendem Abstand sind auch nicht immer sooo einfach zu finden. Schon garnicht oberhalb der Baumgrenze oder in Ländern wie zB. Marokko.... ;-)

Außerdem ist ne Hängematte schwerer als ne Isomatte. Also wo liegt der Vorteil???

Gruß, Robert

max[x]
29.01.2004, 15:06
Original geschrieben von robert
...Da wenn der Wind pfeift, dann regnets da aber ganz schön rein, Windschutz hat man eh keinen...

...aber zum schlafen meiner Meinung unpraktisch....

.... Bäume mit passendem Abstand sind auch nicht immer sooo einfach zu finden....

ich weiß ja ned, was du so für bedürfnisse hast - das hört sich
aber irgendwie so an, als ob du im 4sterne hotel besser auf-
gehoben wärst... ;) :D:D

ne mal ehrlich, auf gewissen komfort muss man doch verzichten
können. ich weiß nicht ob jemand von euch früher bei der bundeswehr
gewesen ist. da hatte man den poncho, diese graue eklige
gummiding :) damit haben wir auch immer unser dach basteln
müssen...

...und der wind pfiff desöfteren durch, auch bei strömendem
regen...dann schwimmst halt mal in der suppe... UND? gehört
doch dazu, irgendwas muss man ja erleben! :D

mal ne ganz dumme frage, bei so ner biwak-geschichte, könnte
man sich doch zusätzlich noch nen kleineren rucksack vorne
an den bauch binden...oder ned? zur stauraumvergrößerung
sozusagen!

cya

max

PPT
29.01.2004, 15:09
Original geschrieben von robert

Auf jegliche Zivilisation bei Verpflegung etc. zu verzichten halte ich für Unsinn! Auch die großen Biwakflug-Abenteuerer a la Bob Drury, John Sylvester etc. haben auf ihren Flügen im Himalaya usw. immer Dörfer und die Hilfe der Einheimischen in Anspruch genommen wenn möglich!
Ich fände es etwas affig, ausgerechnet in den dichtbesiedelten Alpen mit Haufenweise Dosenbier und Tütenfraß rumzulaufen wenn daneben ein Geschäft, Berghütte oder sonstwas ist - und dafür den Rettungsschirm wegzulassen weils sonst zu schwer wird.


Ist natürlich die Frage, wie das ganze geplant wird. Natürlich könnte solch ein Biwakflug auch jeden abend bei einer Ortschaft enden, dann wird ein Hotelzimmer gemietet und am nächsten Morgen geht es mit dem Taxi zur nächsten Liftstation. Aber ist das noch ein Biwakflug ?

In einer Hängematte können glaube ich nur alte Seebären schlafen, egal ob mit Dach oder ohne. Der Vorteil ist gegenüber einer Isomatte, dass Du in einer Felswand liegen kannst. Daher vielleicht als Notbehelf ala Ulrich nicht schlecht, aber als dauerhafte Schlafstätte über mehrere Tage eher unpraktisch.

ToBo
29.01.2004, 16:46
Hallo!

@achilleos

Das Teil stammt von Globetrotter.
http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=zf26001

@robert

Eine Hängematte ist natürlich KEINE Universallösung!
Es muss jeder selber entscheiden wo und wie seine Prioritäten
liegen. Wenn es um jedes Gramm geht, kann man auch noch ganz
andere Lösungen nehmen (z.b. Biwaksäcke). Aber jede Lösung
wird ihre Schwächen haben.

@PPT

Man kann schon mal länger in Hängematten liegen (ich selbst hab
so eine Leichthängematte), aber wenn ich die Wahl habe zwischen
einer Isomatte und Hängematte, dann würde ich IMMER die feste
Isomatte nehmen. Weil es wird trotz allem im Rücken kalt.


Torsten

robert
29.01.2004, 20:57
@PPT: natürlich nicht!!

Aber ich bleib dabei, Hängematte ist für sowas unpraktisch. Was wenn ein Gewitter aufzieht?! Da möcht ich nicht in ner Matte zwischen zwei Bäumen liegen => doppelte Chance vom Blitz getroffen zu werden....
Da is es schnell aus mit der "outdoor-Romantik".

schönen Gruß
Robert

Dietmar End
29.01.2004, 21:03
dein link http://www.dpch.ch/Berichte/biwakfliegen.htm
...

selten hab ich so gelacht. ich konnte mir die situationen richtig vorstellen, aber der schreibstil ist doch zu geil!

gruß dietmar

Norskog
13.11.2007, 20:03
Ich wärme mal das Thema auf (bei den Temperaturen draußen ist Wärme auch nötig)

Wie oft ist es sicher nicht die richtige Zeit für gerade das Thema. Aber Fliegen geht mittelfristig durch das Wetter nicht (mehr), und da hat man ebensolche (Zeit) für's Planen und Träumen.

Konkrete Frage (wie zu Anfang des Threads):
Wer hat welche Erfahrungen beim Biwakfliegen?

Inzwischen, seit Öffnung des Threas hat sich ja Einiges am Materialmarkt getan, leichtere Ausrüstung ist im Kommen oder bereits da. Konkret finde ich an die 3 Tage unterwegs zu sein mit Minimum an Gewicht in den Alpen (ev. ohne Hütten etc.), zumindest rein gedanklich, als ein wünschenswertes und als realistisches Ziel (für nächstes Jahr?).
8 kg Flugausrüstung (hab noch nicht gewogen, ist eine Schätzung) sind mal dabei. Was braucht man noch? Tips?
Nebenbei: war mal viel in der ferneren Vergangenheit im hohen Norden unterwegs und bin darob einigermaßen outdoorerprobt. Also Tips wie "Wasser braucht man" sind nicht nötig.
Eher das: "Unbedingt 250 Signalraketen in 18 Farben mitnehmen, weil..." ;)

Im Ernst:
Nachdem Ausrüstung ja alleine nicht alles ist - Erfahrung(sberichte) sind gefragt!
Und damit Links zu ebensolchen im Internetz. Natürlich schon gegoogelt, aber vielleicht gibt es da noch den ein oder anderen Geheimtip?

Chris

Andreas Wolkerstorfer
13.11.2007, 20:56
dein link http://www.dpch.ch/Berichte/biwakfliegen.htm
...

selten hab ich so gelacht. ich konnte mir die situationen richtig vorstellen, aber der schreibstil ist doch zu geil!

gruß dietmar

http://www.dpch.ch/Storys/biwakfliegen.htm#top
(Url hat sich geändert)

cyberworker
13.11.2007, 21:50
jooooo,echt geniale Seite.
Aber das Thema interessiert mich auch - der Winter ist ja die Zeit, wo man größere Vorhaben planen kann - so auch Biwakfliegen :rolleyes:
Ich bin da auch beim Suchen - wenn ich brauchbare Infos habe, melde ich mich zurück!

rene
13.11.2007, 22:48
http://www.dpch.ch/Storys/biwakfliegen.htm#top
(Url hat sich geändert)

Das ist ja genial. Prima erzählstil. "Ich begnügte mich, meinen Specht am Hinterkopf zu ertränken.".

Gratulation. r.ené

Norskog
20.11.2007, 10:16
Danke mal für die Erneuerung des obigen Links.
Sonst noch Infos? Gibt es Literatur (Internet, Buch, Heft, PDF, Erfahrungsberichte, Reisebeschreibungen ...) über Reise-Wander-Unternehmungen per Parapende?

Leicht Offtopic (aber nur leicht):
Wer war den schon mal am Mont Blanc und ist selbigen runtergeflogen?

Chris

Rainer
20.11.2007, 10:33
Leicht Offtopic (aber nur leicht):
Wer war den schon mal am Mont Blanc und ist selbigen runtergeflogen?

Chris

PS: Mont Blanc ohne E

Hallo Chris,

...ich war zwar noch nie oben, kenne aber einen, der hat seinen GS-Rucksack schon 5 (!) mal rauf- und auch wieder runtergepuckelt, weil´s immer so nett geblasen hat.

Rainer

hape
20.11.2007, 11:19
Wer war den schon mal am Mont Blanc und ist selbigen runtergeflogen?

Chris

Hi Chris,

guckst Du hier:

http://www.paraalpin.de/frame_hochtour.htm

Hier hat der Sepp einen guten Bericht zum Mont Blanc.

Kannst ihn bestimmt mal anschreiben, der gibt Dir sicherlich gerne Auskunft.

Gruß

H.-P.

oskar.w
20.11.2007, 11:56
Wer war den schon mal am Mont Blanc und ist selbigen runtergeflogen?

Chris


Hallo Chris,


wir waren mitte Oktober am Mont Blanc, die Wetter- und Windprognosen waren damals recht günstig. Allerdings hatten wir am Gipfel dann sehr böigen Südostwind, vielleicht so um die 60 km/h, an ein Fliegen war nicht zu denken.
Wir sind dann auf dem Normalweg abgestiegen bis zum Dome de Gouter, dort hat man den Wind kaum mehr gespürt. Wir sind dann Richtung Westen rausgestartet, und über den Bossongletscher Richtung Chamonix geflogen. Der Flug war sehr turbulent, erst ab ca. 3000 Metern wurde es ruhig.
Wir haben die Tour an einem Tag gemacht, dadurch konnten wir relativ spät mit der Seilbahn zum Col du Midi rauffahren und waren dementsprechend spät am Gipfel. Vielleicht hätte es einige Stunden früher etwas weniger Wind gehabt, aber dazu hätten wir schon am Vortag starten und auf der Hütte übernachten müssen.
Der Flug über die Gletscher ist nichts destotrotz atemberaubend. :)

Schau auf die Seite vom Sepp (paraalpin.de), da hat's sehr gute Informationen.

Schöne Grüße
Osklar