PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ausbildung: schlepp oder hang?



sunic
16.02.2004, 06:53
hallo,
ich möchte in kürze meine ausbildung beginnen. auf der suche nach der passenden flugschule bin ich bei zwei hängen geblieben,
eine bildet an der winde aus die andere am hang.

nun meine frage an euch:
welche schule würdet ihr mir empfehlen, natürlich nur auf die startart bezogen.

danke
udo

HA
16.02.2004, 08:23
Hallo Udo,

das kommt drauf an, wo Du später fliegen willst. Wenn Du im Flachland wohnst und dort auch fliegen willst, brauchst Du die Winde. In den Bergen ist das eher nicht der Fall. Ich habe meine Ausbildung letzten Herbst beendet. Da ich nur in den Bergen fliegen werde, habe ich mich auch nicht weiter für die Windenausbildung interessiert. Eine Schule in meiner Nähe bietet beides an. Das ist dann sicher auch nicht verkehrt.

Die Windenausbildung kann man aber auch noch später nachholen, wenn es doch mal Bedarf geben sollte. Wird dann halt ein bissl teurer.

Ich wünsche Dir schon heute viel Erfolg und Freude bei der Ausbildung!
Grüße
Holger

Konrad Lüders
16.02.2004, 09:33
Wenn Du vor den ersten Hüpfern nicht jesdesmal den Hang hochkeuchen willst, im Schweiße Deines Angesichts das ganze Gerödel hochschleppend, sondern gleich mit Höhenflügen beginnen, den Fluglehrer stets real und eingreifbereit neben Dir und nicht nur aus dem Funkgerät mit klugen Ratschlägen zu hören: Lerne Drachenfliegen in der Tandem-UL-Schulung, der modernsten und sichersten Schulungsmethode. Die ersten 10 Flüge mit dem Fluglehrer und danach kannst Du es alleine!
Nebenbei bemerkt - die Windenfahrer bekommen ihre grauen Haare beim Schlepp von Flugschülern in der Anfängerausbildung!

Beste Grüße
Konrad Lüders

frankmann
16.02.2004, 11:33
Hallo Udo,

ich hab mein HG Kurs au der Wasserkuppe gemacht, egal wo der Wind herkommt, Ausbildung geht immer.

Jetzt da ich meinen Schein habe, werde ich dieses Jahr Winde und Ul Schlepp irgendwann auch machen.

Hallo Konrad,

Hang hoch keuchen gehört einfach dazu, schadet doch nicht oder?

Gruß
Frank

Martin Schaffer
16.02.2004, 13:03
Hallo Udo,

Du hast in Deinem Beitrag nicht geschrieben, ob du Drachen- oder Schirmausbildung machst. Ich gehe aber wie meine Vorredner davon aus, dass Du von der Drachenflugausbildung sprichst. Für beide Sparten gilt: Wer ausschliesslich an der Winde fliegt, wird irgendwann ein schlechter Starter am Hang, weil die Winde durch die Zugausrichtung und den Zug an sich zum "faulen Starten" verleitet. Ich fliege sehr viel an der Winde und muss mich immer mal wieder zwingen, auch an den Hang zu gehen.

Aber es gibt natülich auch Vorteile: Die Flugpraxis bzw. die Mindestanzahl an Flügen zur Prüfungsvorbereitung wird beschleunigt durch die hohe Frequenz an Starts und Landungen, die bei dieser Startart möglich sind. Ausserdem schaffst Du persönlich auch mehr Starts an einem Tag, weil Du nicht so gerädert vom Hangklettern bist ( Es sei denn Deine Flugschule hat einen Lift ;-) )

Idealerweise sollte man eine Mischform bevorzugen, d.h. viele Flüge an der Winde, etwa 2/3 zur schnelleren Prüfungsreife, 1/3 Flüge am Hang zur Verbesserung der Startmotorik, wenn Du nach der neuen Prüfungsordnung schulst, brauchst Du ja sowieso Hangschulung, wenn Du diese Startart später auch in Deinem Schein haben willst. Und was wäre die Fliegerei ohne gelegentliche Flüge in den Bergen ?

Grüsse, Martin

Fritze
17.02.2004, 20:30
@ frankman
Hang hoch keuchen schadet nicht unbedingt und gehörte bislang auch zur Ausbildung. Aber seitdem wir die Möglichkeit zur startartbezogenen Ausbildung haben, ist das kalter Kaffee von gestern (und natürlich ein Grund dafür, dass das weibliche Interesse am Drachenfliegen bislang extrem überschaubar war).

Der einfachste Weg ist, wie Konrad schon schrieb, in Begleitung vom Fluglehrer das Fliegen zu erlernen (UL-Schlepp) und dann, wenn man schon fliegen kann auch noch die (nun recht einfache) Erweiterung der Lizenz zum Bergstart durchzuführen.

Gruß Fritze

bullharry
17.02.2004, 23:12
Hallo sunic,

ich habe während meiner Gleitschirmausbildung beides gemacht. Beides ist gut und decken unterschiedliche Ausbildungsaspekte ab.

Hanghochlaufen gehört dazu, Gleitflüge im Gebirge sind gut und machen Appetit auf mehr (Thermik, Strecke, Soaren, usw.)

Flüge aus der Winde schulen, insbesondere das Gefühl für das Fluggerät, Landeeinteilung, usw., da in kurzer Zeit viele Starts und Landungen möglich sind.

Kombiniere - wenn möglich - beides.

Grüße
Harald

Luftmolch
19.02.2004, 13:36
Hi Udo,

ich habe letztes Jahr meine Ausbildung (Gleitschirm) am Hang (Österreich) begonnen (ca. 30 Flüge) und den Rest im Zusammenhang mit der Windenausbildung absolviert.

Ich persönlich würde diese Reihenfolge auch weiterempfehlen. Warum?
In den Bergen habe ich 2 Tage am Übungshang geflucht und geschleppt, aber am 3. Tag schon meinen ersten Höhenflug mit 600 Höhenmetern und 6min Flugzeit erlebt. Am Tag drauf schon 1000 Höhenmeter und 15 min Flug. Das hat dann schon richtig was mit Fliegen zu tun - d.h. auch sich mal versuchen unterwegs ein bisschen zu entspannen, die Aussicht zu geniessen und ein Feeling zu entwickeln für Höhe, Landeeinteilung, Windverhältnisse usw.

An der Winde gehts in der Schulung halt nur rauf, Platzrunde, Landung, wieder hinten anstellen... Gut zum Flüge sammeln, Start und Landung souveräner in den Körper kriegen, zum Vertiefen halt.

Ich behaupte mal, dass das Startenlernen am Hang mit mehr Schweiss und vielleicht auch Frust verbunden ist und auch mit mehr Koordination und Überwindung. (Weiter (bergab) zu laufen (!!!), während du den Kontrollblick versuchst zu timen und anzubremsen und dabei NICHT mit den Armen rudern ist bei den ersten Versuchen für die meisten wohl ein ganz schöner K(r)ampf.
Die Winde macht das einfacher, sie hilft beim Schirmaufstellen, macht das Anbremsen fast überflüssig und sorgt für stetige Vorwärtsbewegung.

Und da liegt m.E. die Tücke für Anfänger: es erzieht ein bisschen zur Bequemlichkeit und Passivität (v.a. auch mental).

Ich behaupte, dass ich inzwischen ein ganz guter Starter bin und das habe ich überwiegend meinen ersten Erfahrungen am Hang zu verdanken (auch den Startabbrüchen).

Mein Fazit:
am Hang kriegst du eher die Schwierigkeiten um die Ohren und bist vom ersten Moment an gefordert, hochkoordinativ zu werden und auch Entspannung in der Anspannung zu erwerben, also eine BALANCE der Kräfte im gesamten Ablauf zu suchen. Ich halte das für wichtiger, als möglichst schnell 40 Flüge zusammenzuklopfen.

Dies ist wohlgemerkt meine persönliche Erfahrung - gut möglich, dass andere andere Erfahrungen gemacht haben.

Gruss

Johannes

frankmann
19.02.2004, 14:29
Hallo Fritze,
ich muß Dir uneingeschränkt recht geben, ist wahrscheinlich mit ein Grund das viele eher eine Gleitschirmausbildung machen weils eben einfach ist. Wir haben den Mädchen bei der Schulung die Drachen eh immer rauf gescheppt.

Gruß
Frank

lufthans
19.02.2004, 14:44
Gletschirm :
Windenschlepp hat eigentlich nicht viel mit Gleitschirmfliegen zu tun. Ist halt nur eine Notlösung für Flachländer, der Unterschied ist ungefähr so wie echter Sex oder Sex mit Dir selber.

Drachen :
Hier macht Schlepp schon Sinn. Es gibt ja hier auch den UL - Schlepp. Ausserdem ist der Drachen sowieso aufwendiger, daher ist der ( logistische ) Unterschied Schlepp und Hang nicht mehr so gross.

Tobias S.
19.02.2004, 14:50
Original geschrieben von lufthans
Gletschirm :
Windenschlepp hat eigentlich nicht viel mit Gleitschirmfliegen zu tun. Ist halt nur eine Notlösung für Flachländer, der Unterschied ist ungefähr so wie echter Sex oder Sex mit Dir selber.


http://www.onlinecontest.org/olcphp/2003/ausw_fluginfo.php?ref3=8595&ueb=N&olc=holc-d&spr=en&dclp=b7ed79b7b8bf9d9a858f538b5165dc11

Viele Grüße,
Tobias

lufthans
19.02.2004, 15:12
Das ist natürlich meine Meinung zum Thema Gleitschirmschlepp.

Natürlich werden im OLC gute ergebnisse aus der Winde raus geflogen.

Aber der Vorteil eines Gleitschirms gegenüber z.B. einem Drachen oder einem Segelflugzeug liegt in der Einfachheit.

Für einen Gleitschirm ist halt normalerweise kein Flugplatz, keine Rampe, keine Bodencrew usw. nötig. Nur ein Berg ist nötig.

Wenn ich das nun doch alles brauche, wie beim Windenfliegen, dann verliert der Gleitschirm seinen Sinn, dann ist Drachen - oder Segelfliegen sicherlich die bessere Alternative.

Wenn es wie Du meinst nur um OLC - Ergebnisse geht, dann sollten wir ganz mit dem Gleitschirmfliegen aufhören.

Tobias S.
19.02.2004, 15:25
Original geschrieben von lufthans
Für einen Gleitschirm ist halt normalerweise kein Flugplatz, keine Rampe, keine Bodencrew usw. nötig. Nur ein Berg ist nötig.

Wenn es wie Du meinst nur um OLC - Ergebnisse geht, dann sollten wir ganz mit dem Gleitschirmfliegen aufhören.

Sers Hans,

"nur ein Berg ist nötig" - ich kann mir vorstellen, dass dieser Satz in den Ohran manches Flachländers wie blanker Hohn klingen könnte. Wenn der nächste Berg ein paar hundert Kilometer weg ist, wird aus der Krücke "Winde" schnell mal eine echte Alternative; gerade in der thermikarmen Jahreszeit ist der Aufwand in den Bergen für einen Abgleiter oft noch viel größer, wenn man mal Hinweg, Auffahrt und Heimfahrt mitbedenkt.

Durch die gestiegene Leistungsfähigkeit ist denke ich auch dür Schirme die Winde zu einer echten Alternative geworden, wobei ich selbst wegen der Möglichkeit des UL-Schlepps im Flachland wohl den Drachen bevorzugen würde, da hast du schon recht.
Aber es so völlig abzutun, wird der Sache auch nicht gerecht.

Und dass es beim Fliegen nicht nur um OLC-Ergebnisse geht, ist klar, der Link sollte lediglich verdeutlichen, dass aus der Winde sehr wohl "richtig" geflogen werden kann.

Tobi,
Bergländer ;-)

Körriwurst
19.02.2004, 15:42
Zitat:" Gletschirm :
Windenschlepp hat eigentlich nicht viel mit Gleitschirmfliegen zu tun. Ist halt nur eine Notlösung für Flachländer, der Unterschied ist ungefähr so wie echter Sex oder Sex mit Dir selber. "

lieber "mach ichs mir selber" und flieg von nem 100m hang oder aus 300m vom seil weg als mich so zu blamieren wie die meisten alpenbergflieger wennse mal hierher ins flache kommen.
es ist halt ein unterschied ob man ausm steilhang mit 1000m höhe erstmal entspannen kann.......

aber zum ausgleich lieben alpenbergflieger sei gesagt:
ich fliege ungern und schlecht in den alpen.
wenn ich im flachen aufsteige gibts weniger überaschungen als beim aufsteigen in den alpen. Ausserdem ist man hier schneller über der kontur!

lufthans
19.02.2004, 15:44
Stimmt Du hast recht Tobias.

Aber nur ausschliesslich Windenfliegen, also ich finde das macht mit dem Gleitschirm nicht so wirklich Sinn.

Und die Frage war ja von Udo, welches von beiden er machen soll.

Un so eine riesen Strecke aus der Winde herauszufliegen ist schon eine starke fliegerische Hochleistung. Auch wenn wahrscheinlich bei der Winde das : zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein - noch wichtiger ist, denke ich.

Zur Currywurst :
Ich finde, beim Gleitschirmfliegen und Drachenfliegen blamiert sich niemand, nur weil er mal absäuft.
Und eins musst Du zugeben : Zu euch ins Flachland kommen die Leute meist nicht freiwillig, ausser vielleicht an die Düne nach Dänemark. So toll kann es also nicht sein, oder ?

Fritze
19.02.2004, 16:13
@ lufthans

im Flachland an der Winde kann sehr gut geflogen werden. Auch ohne Berg.

Hier beispielsweise alle "Windenhüpfer > 12 km" unserer Gleitschirmflieger von Altes Lager aus dem Jahre 2003. Wobei die Landepunkte der drei weitesten Strecken (165+113+111km) aus Darstellungsgründen außerhalb des Kartenausschnitts liegen. Lufträume Berlin und Leipzig orange geschummert.

Es kommen sogar Gäste, und das freiwillig.
Also einfach mal aus dem tiefen Tal herausschauen. ;-)

Gruß Fritze

Körriwurst
19.02.2004, 16:17
Original geschrieben von lufthans
Zur Currywurst :
Ich finde, beim Gleitschirmfliegen und Drachenfliegen blamiert sich niemand, nur weil er mal absäuft.
Und eins musst Du zugeben : Zu euch ins Flachland kommen die Leute meist nicht freiwillig, ausser vielleicht an die Düne nach Dänemark. So toll kann es also nicht sein, oder ?

es blamieren sich nur die leutchen die vorher die backen aufblasen was sie denn für ein dickes flugbuch haben und dann gnadenlos absaufen... (einmal sogar als wir denen alles vorgeflogen sind... die hätten ne luftleitplanke begraucht :-)) )

fliegen im flachland ist was anderes als fliegen in den bergen.

(komisch habe doch grade noch ein posting von fritze gesehen...
schwupp isset wech...)
hier im flachen fliegen ist keine strafe da steckt mehr spass drin als du ahnst (schau nur mal bei sauerlandair den im moment einzigen bericht an. site ist nagelneu daher nur ein bericht...)

und morgen gehts anne soffie! 170m!

lufthans
19.02.2004, 16:44
ja, alles richtig was ihr schreibt, ich möchte nicht das Windenfliegen schlecht machen.

Trotzdem gab es glaube ich noch niemanden, der aus den Alpen extra an eine Winde ins Flachland gefahren ist um dort zu Fliegen.

Mir wär das ganze Windenfliegen zuviel Aufwand, ( Vereinsmeierei, Windengebühr, Startleiter spielen usw. ) Ich möcht einfach meinen Schirm aus dem Packsack holen und losstarten.

Wer halt keine Berge hat der geht halt an die Winde, ist halt eine Notlösung, besser wie nix. Und wenn jemand fragt, soll es lieber Windenschein oder Hangschein machen würde ich ihn für Gleitschirm den Hangschein anraten. Und wenn er in Ostfriesland wohnt und nur alle zwei Jahre mal in die Berge kommt würde ich ihm raten lieber gleich mit dem Segelfliegen zu beginnen, ist auch kein viel größerer Aufwand. Die Seilbahn ist nicht extra zum Fliegen gebaut, die war schon vorher da. Und selbst auf die kann man ja theoretisch verzichten.

Da braucht doch nicht schöngeredet zu werden, Windenfliegen ist viel Aufwand und widerspricht eigentlich der Idee eines "freien" Fliegens.

Oliver
19.02.2004, 16:56
@lufthans

Du bist noch nie Winde und noch keine Flachlandstrecke geflogen? Es ist ein tolles Gefühl 1500 m über Grund die Freiheit zu spüren, loszufliegen, die nächste Thermik zu finden, aufzudrehen, die Heimat von oben zubetrachten.

Aber auch wenn es nicht thermisch ist, mit Freunden fliegen, nur eine 1/4 Stunde von zu Hause weg, mal schnell am Nachmittag in der Luft rumblödeln.

Schleppen ist eine echte Alternative zum Bergfliegen.

meint Oliver

der beides macht.

Jens
23.02.2004, 15:29
da hat der Oliver vollkommen recht!
Mir als Flachlandei hat die Notwendigkeit des Schleppscheines schnell eingeleuchtet.
alles fing mal mit Gleitschirm an, nur ärgerte ich mich über die Tage, wo es mit etwa 25er Wind am Schleppgelände nix mehr mit Gleitschirm war. :(
Der Entschluss stand fest, Drachenfliegen musste es sein.
Als die Umschulung in Österreich durch war, habe ich auch bald noch die Schleppumschulung auf Drachen gemacht.
Es gibt doch nix einacheres, als den Drachen vom Auto zu nehmen und direkt am Aufbauplatz (Startplatz) zu starten. Bin ich abgesoffen, dann zurück und am Startplatz gelandet... nächster Versuch. :)
Leider konnte ich letztes Jahr nicht so oft mit meiner Exxtacy fliegen, weil ich durch den GS-Tandemschein bissl im Stress war, das soll dieses Jahr anders werden.
Übrigens Oliver, man kann aus der Winde auch aus 2660 Meter auf das Flachland schauen ;)
Letztes Jahr ist mir das leider nur aus 2020 Meter gelungen, war trotdem schön :p
In die echten Berge fahren wir eigentlich nur 1-2 mal im Jahr, ist einfach zu weit, dafür kämpfen wir halt oft an kleineren Hängen um die 50 Meter beim soaren (GS).
Aber zurück zum Thema... ;)
Udo, ich habe meinen Hangstart für HG in Österreich bei www.wings.at gemacht, danach in der Heimat die Umschulung für den Schleppschein Winde.
Denk auch mal an den UL-Schlepp, sobald unser Gelände für UL-Schlepp zugelassen ist, werde ich das auch noch lernen.
Ist doch einfach nur geil, sich vom UL in die Thermik ziehen zu lassen und dann sicher aufzudrehen.
Happy landing lieber Udo und viel Spass wünscht Dir Jens

www.gleitschirmflieger-ostrau.de

jonathan
27.02.2004, 23:27
der Hausbart zieht ab 11.30 ...
jeder weiß wann´s wo hochgeht ...

Hausbart brrrrrrrrr / so schön einfach,
da isser wieder der verfl. Zeitgeist.

Einen Bart aus der Winde oder im Ul-Schlepp ausgraben hat seinen besonderen Reiz.
Das ist mit der Gebirgsfliegerei nicht zu vergleichen.
Jedem das seine.
Echte Flieger / falsche Flieger? -kleiner Geist ?

um des fliegens willen,
jonathan

Thomas Gietl
27.02.2004, 23:35
@lufthans:
irgendwie bist du völlig falsch im Bilde, was die Flachland- und Windenfliegerei anbelangt.

http://www.xc-flatlands.de

http://www.ostbayerncup.de

Thomas Gietl
27.02.2004, 23:39
Original geschrieben von lufthans
ja, alles richtig was ihr schreibt, ich möchte nicht das Windenfliegen schlecht machen.

Trotzdem gab es glaube ich noch niemanden, der aus den Alpen extra an eine Winde ins Flachland gefahren ist um dort zu Fliegen.

Hüstel

Du würdest Dich wundern, welche "Promis" ab und zu "extra" zu uns ins Flachland fahren ;) um dort Strecken zu fliegen.

HLx

Thomas

lufthans
28.02.2004, 01:14
Klar, Du hast recht

Ich hätte mich nicht mit den Windenfliegern anlegen sollen. ;-)
Und das ein OLC - Punktesammler zur Not auch an die Winde geht, um Punkte zu sammeln ist klar. Für den zählt halt der Wettkampf und seine OLC - Platzierung. Die machen das halt deswegen, weil sie sich an dem Tag an der Winde mehr Punkte ausrechnen.

Aber darum geht es mir nicht. Ich finde das Windenfliegen zu technisch. Theoretisch könnte eine 10 000 m Winde gebaut werden und es könnte 80 km abgeglitten werden und das wäre dann ein toller Streckenflug - theoretisch.

Ich hab es schon mal versucht zu erkären : Der ganze Aufwand der beim Windenfliegen betrieben wird, um ein paar mickrige Km ( im Vgl. zu den Segelfliegern ) zu erreichen steht für mich halt in keinem Verhältnis. Ausserdem wird beim Windenfliegen das Grundprinzip der Einfachheit des Gleitschirmfliegens auf den Kopf gestellt. Den außer der Einfachheit hat der Gleitschirm ja eigentlich nur Nachteile gegenüber anderen Fluggeräten.

Das ganze ist wohl eine Geschmacksfrage, und darüber lässt sich ja eigentlich nicht streiten.

Damit eins klar ist : Ich hab natürlich nichts gegen Windenflieger und gönne ihnen natürlich ihren Spaß und ihre weiten Flüge. Nur sehe ich persönlich es nicht als richtiges Gleitschirmfliegen an. Aber das ist natürlich nur meine persönliche Meinung mit der ich natürlich ziemlich alleine dastehe. Das ganze soll aber wirklich keine Miesmacherei oder Provokation darstellen.

Thomas Gietl
28.02.2004, 03:15
Original geschrieben von lufthans
Das ganze soll aber wirklich keine Miesmacherei oder Provokation darstellen.
Keine Sorge Hans. Als Miesmacherei hat das hier bestimmt keiner aufgefasst; als Provokation schon viel eher ;)

Eins noch: Es gibt bei uns genug Piloten, die zeitlich genauso weit "in die Berge" wie ins Schleppgelände fahren.
Diese kommen jedoch herzlich gerne zum Schleppen, weil die Stimmung und das gemeinsame Miteinander überwiegt, der Teamgeist einfach ein anderer ist.

Und dann mögest Du Dir bitte noch die Flugleistungen der HGler, sowie die erstplatzierten im OLC2003 etwas genauer ansehen ....
Das nur noch am Rande wegen Deiner Querverweise zur Segelfliegerei :D

HLx

Thomas