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Baumlandung Rettungsset

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    Baumlandung Rettungsset

    Hi liebe Gleitschirmgemeinde.

    Bin neulich über ein Video gestoßen wie man sich aus einer Baumlandung selber befreien kann. Sofern man nicht verletzt ist.
    Im letzten Monat sind zwei meiner Kollegen im Baum gelandet. Der eine musste gerettet werden, der andere konnte über die Äste runterklettern. - Beide unverletzt. Das runterklettern ist zu gefährlich. Ungesichert an Ästen zu hängen und Stunden auf die Rettung zu warten ist auch keine elegante Lösung. Ich überlege mir es zu holen, zumal es nicht so selten vorkommt.

    https://youtu.be/PDw6LV_NuKs

    Was haltet ihr davon?
    Zuletzt geändert von Jürgen Loch; 09.06.2021, 12:27.

    #2
    Durchaus sinnvolle Sache, bevor man im Baum krepiert...der Preis (168€) ist allerdings Wegelagerei!

    Sollte man aber m.E. in der Kletterhalle konkret hinreichend üben, ansonsten kommt der Absturz sehr wahrscheinlich.
    Zuletzt geändert von BIKEandFLY; 09.06.2021, 19:35.
    Wenn‘s piepst, Psychiater aufsuchen...

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      #3
      Das sich ein ungeübter Laie ungesichert an 5mm Statikleine abseilt ist auch nicht gerade ungefählich... Zu dem kenn ich mich, der im Flug erreichbare Platz an den meisten Gurtzeugen ist so begrenzt, das es bei mir wohl meistens entweder gleich zuhause bleiben würde oder hinten im Rückenteil verstaut wird wo man sowieso nicht drankommt. Mich würd aber interessieren welche Reepschnur er verwendet, normal haben die in der Stärke eher die Hälfte der bei ihm angegebenen 12,5kN

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        #4
        Also ich hing noch nie in einem Baum. Mir scheint es aber keine so gute Idee, das Gurtzeug zu öffnen, in einen Bastel-Hüftgurt aus Bandschlingenmaterial zu schlüpfen (oder dabei vielleicht runter zu fallen) und dann das ganze Equipment oben hängen zu lassen. Das brauche ich ja vielleicht noch anschließend zum Überstehen einer Nacht, zum Behandeln von Verletzungen, zur Wasserversorgung oder was auch immer.

        Ich würde deshalb eher das normale Gurtzeug zum Abseilen verwenden und die Leinen des Gleitschirms kappen. Ausprobiert hab ich das aber wie gesagt noch nicht.

        Welches Seil bietest Du in deinem Set an? Ist das für Personensicherung zugelassen? Ansonsten würde ich mich nicht trauen, so was zu verkaufen.

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          #5
          Für den Preis hätte man ja einen Klettergurt beilegen können. Der Umstieg aus dem Gurtzeug ist für mich unverständlich. Wasser, Essen, Kleidung, Erstehilfe, Kommunikation ist ja alles im GZ.

          Bin jetzt nicht vom Fach, habe aber Erfahrung mit leichter Bergsportausrüstung. Denke eine geeignete Reepschnur in 5 bis 6 mm gibt es. Petzl hat auch ein Set für die Sicherung am Gletscher und Spaltenbergung mit 6mm.

          Die Befestigung am Baum mit überwerfen an einem Ast ist auch recht abenteuerlich, würde mich wenn möglich mit einer Bandschlinge am Stamm sichern.

          in meinen Augen fehlt auch eine Reepschnur um das System zu hintersichern wenn man mal beide Hände braucht (Stichwort Klemmknoten)

          Wenn man es nicht unter Anleitung übt ist das Abseilen sicher so gefährlich wie der ungesicherte Abstieg!
          Zuletzt geändert von sebproof; 09.06.2021, 17:35.

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            #6
            Zitat von sebproof Beitrag anzeigen
            Für den Preis hätte man ja einen Klettergurt beilegen können. Der Umstieg aus dem Gurtzeug ist für mich unverständlich.
            Ein Klettergurt kann man aber nicht einfach im sitzen anziehen ohne das Gurtzeug zu öffnen. Um sich mit dem Gurtzeug abzuseilen müsste man ich von den Tragegurten trennen, also durch schneiden, Quickouts oder entlasten, wozu man wieder eine Möglichkeit bräuchte "hochzuklettern". Also mit zwei zusätzlichen Prusiks (eine zum Aufstehen mit Bandschlinge und eine zum hintersichern unter der Acht) könne es funktionieren. Spätestens da wird aber zu kompliziert für den Ottonormalpiloten.

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              #7
              Ich finde es eigentlich schon gut.

              Es kommt halt darauf an wo man fliegt. Im Mittelgebirge wird man eher ohne Reserve an den Baumwipfeln kratzen als in den Alpen.

              Bin früher auch gerne selber auf Bäume gestiegen und habe im letzten Jahrtausend schon den einen oder andern Drachen samt Pilot geborgen.
              Wenn da oben einer in einer hohen Buche hängt braucht man eh ein Seil egal ob man hoch oder runter will.

              Den zusätzlichen Gurt braucht man halt wenn man sich nicht selber abstützen kann um den Gleitschirm auszuhängen.
              Und nur weil man ein Kappmesser hat gleich die Leinen oder Aufhängung zu kappen ist in meinen Augen in den meisten Fällen auch übertrieben.
              ( Einen Satz Leinen oder Tragegurte gibt es auch nicht für lau )

              Da ich meistens in den Alpen mit meistens möglichst mit mindestens einer Landemöglichkeit unterwegs bin werde ich aber erst mal bei meiner Sparversion (Bandschlinge und dünne Leine) bleiben.

              Wenn ich aber oft in Fluggebieten mit wenig Landemöglichkeiten unterwegs wäre, dann würde ich mir wahrscheinlich auch so was zulegen.

              Die Erklärung in den beiden Videos finde ich auch gut. Da hat sich einer Mühe gegeben auch Dummys beizubringen wie sie heil von einem grossen Baum kommen. ;-)

              Weiter so.
              gRuss Ralf

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                #8
                Sparversion (Bandschlinge und dünne Leine) bleiben.

                Wenn ich aber oft in Fluggebieten mit wenig Landemöglichkeiten unterwegs wäre, dann würde ich mir wahrscheinlich auch so was zulegen.
                Lange Bandschlinge und Karabiner zum Absichern und das dünne Seil mit Fallblei wird für 99.99% der Leute die empfehlenswertere Variante sein. Man kann sich am Baum sichern, auf Rettung warten und Seil hochziehen. Die Rettung wird in den Mittelgebirgen und den meisten Alpenregionen niemals 24h brauchen. Wer Expeditionsfliegen macht, für den sieht es anders aus.

                Mir ist das peinlich und ich kletter mal schnell selber runter ist die Fraktion, die sich (zu oft) weh tut. Wir sind gegen die Bergungskosten versichert und mit was Glück holen sie gleich den Schirm mit runter.
                Wenn es piept - eindrehen...

                Kommentar


                  #9
                  Zitat von marcel1 Beitrag anzeigen

                  Lange Bandschlinge und Karabiner zum Absichern und das dünne Seil mit Fallblei wird für 99.99% der Leute die empfehlenswertere Variante sein. Man kann sich am Baum sichern, auf Rettung warten und Seil hochziehen. Die Rettung wird in den Mittelgebirgen und den meisten Alpenregionen niemals 24h brauchen. Wer Expeditionsfliegen macht, für den sieht es anders aus.

                  Mir ist das peinlich und ich kletter mal schnell selber runter ist die Fraktion, die sich (zu oft) weh tut. Wir sind gegen die Bergungskosten versichert und mit was Glück holen sie gleich den Schirm mit runter.
                  Jo - genau. Auch ich bleibe bei der vom DHV empfohlenen Variante, sollte ich tatsächlich mal in einem Baum hängen. Ich weiß Profis zu schätzen. Sich selbst überschätzende Laien gibt es schon genug auf der Welt.
                  Wir leben alle auf dieser Erde; aber nicht alle haben den selben Horizont.

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                    #10
                    Warum sollte man, nachdem man mit Wumms in einen Baum gebombt und glücklich hängen geblieben ist nicht noch viele weitere Stunden sicher hängen?
                    Woran sollte man eine Schlinge zur Sicherung befestigen, wenn man nicht höchst zufällig mit der Nase vor einem starken Ast hängt. Überlegt euch mal den realen Aktionsradius eines schief im Geäst hängenden Piloten.
                    Wie viele Piloten sind ohne Eigenverschulden nach einer geglückten Baumlandung nachträglich abgestürzt? Ich hörte nur von welchen die bei der Selbstrettung gestorben sind.

                    Ausser der bewährten und sehr leichten, kleinen Rettungsschnur und dem griffbereiten Telefon sehe ich für einen Normalpiloten so gut wie keine Ausrüstung, die mit hinreichender Wahrscheinlichkeit hilfreich wäre. Evtl. ein Kappmesser gegen Leinen an unangenehmer Stelle.
                    Viel wichtiger ist Lifetracking.

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                      #11
                      Zitat von Willi Wombat Beitrag anzeigen
                      Ausser der bewährten und sehr leichten, kleinen Rettungsschnur und dem griffbereiten Telefon sehe ich für einen Normalpiloten so gut wie keine Ausrüstung, die mit hinreichender Wahrscheinlichkeit hilfreich wäre. Evtl. ein Kappmesser gegen Leinen an unangenehmer Stelle.
                      Viel wichtiger ist Lifetracking.
                      Überaus nützlich ist ergänzend dann noch die SOS EU ALP-App, die auf Knopfdruck die Koordinaten des Unglücksorts an die Rettungsleitstelle übermittet und eine Telefonverbindung zu den Rettern aufbaut.

                      Wir leben alle auf dieser Erde; aber nicht alle haben den selben Horizont.

                      Kommentar


                        #12
                        Diese App ist leider politisch eher ein Armutszeugnis.
                        Sprachverbindung nur in Tirol und Südtirol.
                        Standortübermittlung nur in Bayern Tirol und Südtirol.

                        Da rufe ich lieber einfach 112 an. Europaweit
                        Zuletzt geändert von Willi Wombat; 10.06.2021, 13:30.

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                          #13
                          Naja, rund 70% meiner Flüge und 80% meiner Bergtouren finden nun mal in Bayern, Tirol und Südtirol statt, und zwar jede Woche - da macht die App das Leben schon ein wenig leichter, wenn es gerade umständlich sein sollte, die eigenen Koordinaten anderweitig zu ermitteln und fehlerfrei durchdiktiert zu bekommen. Wenn ich jedes Tool - zumal ein kostenloses und datensparsames - miesmachen und verweigern würde, nur weil es nicht überall 100%-Vollkaskoschutz bietet, würde mir allerlei Nützliches fehlen.

                          Wenn ich natürlich schwerpunktmäßig irgendwo im Flachland unterwegs wäre und kaum je in die Alpen käme, sähe ich in ihr wohl weniger Nutzen. Ein "Armutszeugnis" ist sie deshalb aber noch lange nicht, denn sie würde dann ja nur mir nichts bringen - ich bin aber nicht der Nabel der Welt

                          Übrigens darf man ruhig auch mal einen Gedanken an die Rettungskräfte "verschwenden", statt ausschließlich auf die eigenen Wünsche und die eigene Vorstellungskraft zu fokussieren. Wenn erstere nämlich vernünftige Koordinaten bekommen, haben sie weniger Stress - und es ist ihnen in dem Fall auch egal, ob der Hilfesuchende nur einmal im Jahr ein paar Urlaubstage in ihrem Einzugsgebiet verbringt. Auch wenn einer eine vernünftige Bandschlinge mitführt und setzen kann (er muss desdhalb ja nicht gleich einen selbstmörderischen Abstiegsversuch starten), haben sie eine Sorge weniger. Zumal eine an sich sicher in der Baumkrone hängende Kappe zwar das Runterfallen verhindert, man aber trotzdem extrem schief & ungünstig herumhängen kann (alles schon erlebt) - wohl dem, der sich in einem solchen Fall mit einer ordentlichen Selbstsicherung in eine gesündere Lage bringen und die Rettung dadurch erleichtern kann.
                          Stefan Ungemach
                          pfb.ungemachdata.de/

                          Warnung: der Autor ist auch gewerblich in der Branche tätig. Wer seinen Beiträgen unbesehen glaubt oder ihm was abkauft, ist selber schuld. Und wer einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten

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                            #14
                            Standortermittlung funktioniert in Italien auch über 112

                            Kommentar


                              #15
                              Ich sage nicht, dass die App technisch ein Armutszeugnis wäre, sondern politisch.

                              Wenn man es nicht schaffen will, zumindest in den 5 großen Alpenländern oder den alpinen Vereinen über eine gemeinsame Notrufnummer rauszukommen, gar Vorarlberg oder Salzburg eine andere Linie verfolgen wie Bayern oder Tirol, dann scheint der Leidensdruck für die Etablierung einer solchen App in der Praxis nicht groß zu sein.

                              Die Idee einer allgemeingültigen Notfall-App, nicht nur für Sportler, liegt schließlich seit mindestens 1o Jahren so offen auf der Hand, dass ich mir nur sehr gute Gründe oder extremen Lobbymissbrauch vorstellen kann, der sowas bislang verhindert hat.

                              Zugegebenermaßen ist die Fähigkeit der App eine SMS zu schicken, wennn die Verbindung schlecht ist, ein echter Vorteil.
                              Anscheinend nutzt sie ja auch die 112, wenn sonst nichts geht., das habe ich grade erst gelesen. In diesem Fall wäre tatsächlich nichts verloren, wenn man ausserhalb des eigentlichen Funktionsbereiches liegt.

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