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Ihr seid keine Fluggötter, verdammt noch mal

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    AW: Ihr seid keine Fluggötter, verdammt noch mal

    Zitat von Skade Beitrag anzeigen
    Man sollte am Start keine Schilder mit Fluggebietsinformationen aufstellen, sondern Warnschilder.
    "Vorsicht...Fliegen kann tödlich sein"
    "Überlegen sie es sich nochmal, denken sie an ihre Angehörigen"
    "Ein Wahnsinn den sie da vorhaben"

    Leute, Sicherheit ist wichtig, aber wie hier richtig erwähnt wurde, wenn ich gedanklich nicht mit Spass und Lebensfreude bei diesem Sport bin, sondern zum Startplatz wie zu einer Hinrichtung laufe und mir Tod und Gebrechen im Kopf als mögliche Gefahr herumschwebt, dann betreibe ich ein Hobby das mich herunterzieht.
    Da kann ich den Tip geben die Ausrüstung zu verkaufen. Die Welt ist groß und es gibt viele Hobbies. z.b. Bergwandern ...ist richtig körperlicher Sport und ist gesund.
    Nein! So ist es nicht! Das Gleitschirmfliegen ist eine unendlich bereichernde Sache. Und wer in der Luft ist darf diese Errungenschaft auskosten und sich bei jedem Flug freuen. Schon vor dem Start regt sich in mir jedesmal freudige Erwartung. Aber die Kehrseite der Medaille gehört für einen offenen Menschen ebenso dazu. Und das weis man umso eher als man selbst schon unter dem Verlust seines besten Freundes gelitten hat. Dann erkennt man eben doch , dass alles seinen Preis haben kann. Es tatsächlich immer ein Restrisiko gibt. Und man bekommt echten Respekt. Ohne diese Respekt zu fliegen ist töricht und verleitet uns dazu die Fundamentalen Dinge zu vernachlässigen. Die Dinge die uns vor einer Dummheit schützen. In einem Falle vielleicht der fehlende Blick in die Wetterkarte, im andern Falle fehlendes Meteorologisches Grundwissen....
    So sehe ich es. Und ich habe an jedem Flug meine Freude!
    Wohl genau darum.

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      AW: Ihr seid keine Fluggötter, verdammt noch mal

      Zitat von Skade Beitrag anzeigen
      Die Welt ist groß und es gibt viele Hobbies. z.b. Bergwandern ...ist richtig körperlicher Sport und ist gesund.
      Nicht für alle:
      https://www.spiegel.de/panorama/tiro...a-1283836.html
      https://www.br.de/nachrichten/bayern...htiger,RXbUevz

      Es sollen sich sogar Leute beim Hallenhalma die Finger gebrochen haben...

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        AW: Ihr seid keine Fluggötter, verdammt noch mal

        Zitat von FliegenWilli Beitrag anzeigen

        Es sollen sich sogar Leute beim Hallenhalma die Finger gebrochen haben...
        Deshalb spiele ich Hallenhalma auch immer nur ohne anfassen! Alles andere ist einfach nur gefährlich.
        Wenn‘s piepst, Psychiater aufsuchen...

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          AW: Ihr seid keine Fluggötter, verdammt noch mal

          Zitat von Bike&Fly Beitrag anzeigen
          Deshalb spiele ich Hallenhalma auch immer nur ohne anfassen! Alles andere ist einfach nur gefährlich.
          Klemm' dir nicht die Finger, wenn du die Hallentür zumachst! (tut weh)

          Kommentar


            AW: Ihr seid keine Fluggötter, verdammt noch mal

            Und vor allem darf man die vielen Kühe nicht vergessen, die einem während einer Bergwanderung den Weg versperren können! Höchst gefährliche Sache, wie wir sehr gut wissen!

            Kommentar


              AW: Ihr seid keine Fluggötter, verdammt noch mal

              Unfallberichte DHV 2016 - ein Beispiel, warum es sinnvoll sein könnte, locals zu fragen:

              "März: Eine betreute Fliegerreise in Spanien, Fluggebiet El Bosque, Andalusien, ein recht
              einfaches Soaring-Gelände, west-ausgerichtet, ideal für einen gemütlichen Abendflug. Der
              35-jährige A-Schein-Pilot war, nach 1 Stunde Soaring in sehr moderaten Bedingungen, bei
              seitlicher Windkomponente relativ nahe am Hang zwischen zwei aus dem Gelände ragende
              Felsformationen vermutlich ins Lee geflogen. In diesem Bereich ist den Locals außerdem
              eine kleinräumige Turbulenzzone bekannt, die durch die aus den schon beschatteten
              Bereichen abfließende Kaltluft entsteht. Es kam zu einem Einklapper des Schirmes. Die
              Auswertung der Flugaufzeichnung lässt vermuten, dass es sich um einen heftigen
              Frontklapper gehandelt haben muss (hohen Sinken ohne Drehung), der anschließend in eine
              Trudelbewegung (einseitiger Strömungsabriss) übergegangen ist. Dies bestätigen auch die
              Beobachtungen des einzigen Augenzeugen. Vermutlich hatte der Pilot seinen Gleitschirm
              Skywalk Mescal 3 (LTF A) bei dem Frontklapper überbremst und war ins Trudeln geraten.
              Der Absturz erfolgte aus 50-70 m Höhe, der zu spät ausgelöste Rettungsschirm öffnete sich
              nicht mehr. Bei dem heftigen Aufprall im Gelände zog sich der Gleitschirmflieger tödliche
              Verletzungen zu.

              Bei frontalen Einklappern ist ein falscher Einsatz der Bremsen gefährlich und kann zum
              Strömungsabriss führen. Den Schirm nicht durch Anbremsen am Anfahren hindern!
              Am Abend kann abfließende Kaltluft aus schon beschatteten Bereichen, besonders wenn sie
              durch Täler oder Schluchten kanalisiert wird, ausgeprägte Turbulenzbereiche schaffen.
              Beispiele sind der Zwölferkopf am Achensee, wo sich im Landebereich abends der TalausWind vom Karwendel mit dem bayerischen Wind des Achentals mischt. Auch die
              Hochwurzen in der Steiermark ist so ein Gebiet. Abends fließt Kaltluft durch ein
              Schluchtensystem bergab und verursacht heftige Turbulenzen über dem Landeplatz.
              Unbedingt die Locals fragen!"

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                AW: Ihr seid keine Fluggötter, verdammt noch mal

                Diese ganzen Beispiele nützen wem? Genau! Nämlich niemandem. Weil sich daraus nämlich rein garnichts allgemeingültiges ableiten läßt. Ich habe das vor Jahren schon mal dargelegt. Ein bestehendes Risiko läßt sich im technischen Sinne durch mehrer Faktoren verringern, ich spare mir hier mal die Details, WAS aber am Ende bleibt ist ein Restrisiko oder genauer gesagt das vertretbare Restrisiko und das ist ausschließlich Pilotensache und da spielt eine Menge mit rein;
                - sich überhaupt bewußt sein was man tut
                - Gelände
                - Schirmfertigkeiten
                - Flugerfahrung
                - Wind und Wettereinschätzung
                - richtige Selbsteinschätzung
                - Locals fragen
                -.............................

                Je mehr man davon kann, weiß und/oder beachtet, desto kleiner wird das verbleibende vertretbare Restrisik, jedenfalls für die, die sich vor ihren Flügen damit intensiv befassen und die dann zu der Selbsteinschätzung kommen, die einen realen (nicht vermeintlichen) Bezug zur Realität hat und durch den man vielleicht mal zu dem Schluß kommen könnte, entweder zu starten / fliegen, oder den Sack besser mal zuzulassen. Auch das kann man lernen. Dieses "Gen" scheint aber leider so manchem zu fehlen.

                Viele sind aber wohl offensichtlich auch zu Gleichgültig oder Gedankenlos, oder Unerfahren oder Uninteressiert zu FLUGGEIL oder sonst was und handeln manchmal dann leider nach dem Motto, "Jetzt bin ich hier, jetzt flieg ich auch, "Passt eh" "Geht schon irgendwie" Das sind dann diejenigen die meine es geht schon noch, wissen aber gar nicht wie groß ihr persönliches Restrisiko in Wirklichkeit ist und wenn man dann die Unfallberichte so liest.............ist das dann oft genau diese Kategorie Piloten.

                Ich denke, ich bin ein ganz guter Küstenflieger mit reichlich Erfahrung, dennoch lasse ich den Sack manchmal zu, wenn es mir zu grenzwertig ist. Andere meinen es geht noch - und Abflug und noch andere können es dann tatsächlich noch, aber die wissen dann auch, das in dem Moment ihr persönliches Restrisiko zunimmt. "Etwas zu wissen und dann etwas zu tun" ist eben der große Unterschied zu "etwas nicht zu wissen und es dennoch zu tun".

                Ist nur meine persönliche Erfahrung, ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit oder absolute Wahrheit ;-)

                Gruß Ivo
                „Kann ich mein Leben mal kurz speichern und was ausprobieren?“

                NOVA Team Pilot

                Kommentar


                  AW: Ihr seid keine Fluggötter, verdammt noch mal

                  Zitat von Ismiregal Beitrag anzeigen
                  Unfallberichte DHV 2016 - ein Beispiel, warum es sinnvoll sein könnte, locals zu fragen:

                  [..........]
                  Unbedingt die Locals fragen!"
                  Ein Beispiel warum man das i.d.R. tun sollte, es sei denn man kennt das Gebiet gut. Ich bin bestimmt schon weit über 10x durch das Risco de Famara auf Lanzarote geflogen. Hineinzukommen ist Eines, aber auch drin gibt es eine böse Falle. Keiner dieser Flüge war wie der andere. Jeder war anders, ein paar Grad Windabweichung machen aus einem easy Flug einen Ritt, 2kt mehr Wind können Welten sein, der Lift ist woanders, die kleinen Lees wandern, eine Nase die eben noch harmlos war, ist auf einmal turbulent, windverblasene kräftige Thermiken (im Land) kommen hinzu und 1 große Nase im Risco kann einem auch einen Totalzerstörer bringen, wenn man es nicht weiß / erkennt und der Wind aus Nord- Westlichen Richtungen kommt. Deshalb drehen sich erfahrene Piloten immer mal wieder genau in den Wind um Richtungsänderungen zu erkennen.
                  Auf Lanzarote die ersten Male ohne Guide zu fliegen kann sehr schmerzhaft sein, gibt es leider sehr häufig, inkl. Flugschulreisen, wo der Fluglehrer auch noch nie hier war.

                  Man kauft sich eine Ausrüstung für Tausende von Euros, aber der Hunni für den LOCAL Guide ist nicht mehr übrig - sorry aber für sowas fehlt mir jedes Verständnis.

                  Gruß Ivo
                  Zuletzt geändert von bigben; 23.12.2019, 00:25.
                  „Kann ich mein Leben mal kurz speichern und was ausprobieren?“

                  NOVA Team Pilot

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                    AW: Ihr seid keine Fluggötter, verdammt noch mal

                    Zitat von bigben Beitrag anzeigen
                    Diese ganzen Beispiele nützen wem? Genau! Nämlich niemandem. Weil sich daraus nämlich rein garnichts allgemeingültiges ableiten läßt. Ich habe das vor Jahren schon mal dargelegt. Ein bestehendes Risiko läßt sich im technischen Sinne durch mehrer Faktoren verringern, ich spare mir hier mal die Details, WAS aber am Ende bleibt ist ein Restrisiko oder genauer gesagt das vertretbare Restrisiko und das ist ausschließlich Pilotensache und da spielt eine Menge mit rein;
                    - sich überhaupt bewußt sein was man tut
                    - Gelände
                    - Schirmfertigkeiten
                    - Flugerfahrung
                    - Wind und Wettereinschätzung
                    - richtige Selbsteinschätzung
                    - Locals fragen
                    -.............................

                    Je mehr man davon kann, weiß und/oder beachtet, desto kleiner wird das verbleibende vertretbare Restrisik, jedenfalls für die, die sich vor ihren Flügen damit intensiv befassen und die dann zu der Selbsteinschätzung kommen, die einen realen (nicht vermeintlichen) Bezug zur Realität hat und durch den man vielleicht mal zu dem Schluß kommen könnte, entweder zu starten / fliegen, oder den Sack besser mal zuzulassen. Auch das kann man lernen. Dieses "Gen" scheint aber leider so manchem zu fehlen.

                    Viele sind aber wohl offensichtlich auch zu Gleichgültig oder Gedankenlos, oder Unerfahren oder Uninteressiert zu FLUGGEIL oder sonst was und handeln manchmal dann leider nach dem Motto, "Jetzt bin ich hier, jetzt flieg ich auch, "Passt eh" "Geht schon irgendwie" Das sind dann diejenigen die meine es geht schon noch, wissen aber gar nicht wie groß ihr persönliches Restrisiko in Wirklichkeit ist und wenn man dann die Unfallberichte so liest.............ist das dann oft genau diese Kategorie Piloten.

                    Ich denke, ich bin ein ganz guter Küstenflieger mit reichlich Erfahrung, dennoch lasse ich den Sack manchmal zu, wenn es mir zu grenzwertig ist. Andere meinen es geht noch - und Abflug und noch andere können es dann tatsächlich noch, aber die wissen dann auch, das in dem Moment ihr persönliches Restrisiko zunimmt. "Etwas zu wissen und dann etwas zu tun" ist eben der große Unterschied zu "etwas nicht zu wissen und es dennoch zu tun".

                    Ist nur meine persönliche Erfahrung, ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit oder absolute Wahrheit ;-)

                    Gruß Ivo
                    Möchte Dir nur klitzeklein widersprechen bei "Beispiele nützen nichts". Mir nützen sie zum Beispiel, und zwar viel. Deswegen hatte ich oben ja auch mehrfach nach den besonderen Risiken der andalusischen Fluggebiete gefragt. Es kam aber nichts außer Andeutungen, daß mir hier keiner etwas dazu sagen würde - was dann auch so war.

                    Ich hatte ja vermutet, daß in Andalusien viele Problematiken ähnlich sein müßten wie in den Alpen und anderen gebirgigen und heißen Regionen auch. Zufällig stolperte ich vorhin beim DHV über das obige Beispiel, und, tatsächlich, wird dort die Parallele zu den Alpen gezogen. Sagt mir, daß ich so falsch nicht lag und das macht mich auch ein bißchen froh, denn es stärkt mein Vertrauen ins eigene Denken. Aber das nur am Rande.

                    Denke, "fluggeil" ist das Zauberwort schlechthin - und in dieser Hinsicht bin ich auch nicht gleicher Ansicht mit dem TO: diesbezüglich nützt reden mit locals nichts. Wir bräuchten eine Kultur des "Ich bin nicht geflogen, sondern habe etwas anderes gemacht, was ebenso schön war", für die unfliegbaren Zeiten. Aber wahrscheinlich gibt es die gleichen Probleme beim motorradfahren, bergsteigen, Junggesellenabschieden und anderen Risikosportarten auch.

                    Kommentar


                      AW: Ihr seid keine Fluggötter, verdammt noch mal

                      Zitat von bigben Beitrag anzeigen
                      ... ein paar Grad Windabweichung machen aus einem easy Flug einen Ritt, 2kt mehr Wind können Welten sein, der Lift ist woanders, die kleinen Lees wandern, eine Nase die eben noch harmlos war, ist auf einmal turbulent, windverblasene kräftige Thermiken (im Land) kommen hinzu und 1 große Nase im Risco kann einem auch einen Totalzerstörer bringen, wenn man es nicht weiß / erkennt und der Wind aus Nord- Westlichen Richtungen kommt. Deshalb drehen sich erfahrene Piloten immer mal wieder genau in den Wind um Richtungsänderungen zu erkennen.
                      Wie hier vorher schon mal gesagt wurde - bei Bedingungen, die so peculiar sind, gehört nicht ein local befragt, sondern (dort) nicht geflogen. Meine Meinung.

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                        AW: Ihr seid keine Fluggötter, verdammt noch mal

                        Komische Diskussion:

                        Das Ganze fällt doch unter die Überschrift, und das hat eigentlich nichts mit Gleitschirmfliegen zu tun, „Ich nutze ALLE Informationsquellen die mir zur Verfügung stehen um eine mir nicht in Gänze bekannte Aufhabe zu lösen“. Dazu gehören beim Gleitschirmfliegen auch „Locals“. Und falls ich der Meinung bin, ein Fluggebiet so gut zu kennen wie die Locals, ist ein Gespräch unter Fachleuten auch nicht schädlich.
                        Wenn‘s piepst, Psychiater aufsuchen...

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                          AW: Ihr seid keine Fluggötter, verdammt noch mal

                          Zitat von Ismiregal Beitrag anzeigen
                          Wie hier vorher schon mal gesagt wurde - bei Bedingungen, die so peculiar sind, gehört nicht ein local befragt, sondern (dort) nicht geflogen. Meine Meinung.
                          Sorry, das ist Quatsch - es geht nicht um schwarz / weiß, sondern darum ALLE verfügbaren Informationen PLUS die eigenen Fähigkeiten zusammenzuführen, um zu eine möglichst umfassenden Entscheidung zu kommen, zu starten oder eben nicht! Denn erst wenn Du alle Infos zusammen hast, weiß Du ob Dein Restrisiko für Dich vertretbar ist oder eben nicht. Für Dritte kann das schon wieder ganz anders aussehen.

                          Zitat von Bike&Fly Beitrag anzeigen
                          Komische Diskussion:

                          .............. „Ich nutze ALLE Informationsquellen die mir zur Verfügung stehen um eine mir nicht in Gänze bekannte Aufhabe zu lösen“. Dazu gehören beim Gleitschirmfliegen auch „Locals“. Und falls ich der Meinung bin, ein Fluggebiet so gut zu kennen wie die Locals, ist ein Gespräch unter Fachleuten auch nicht schädlich.
                          So isses!

                          Gruß Ivo
                          „Kann ich mein Leben mal kurz speichern und was ausprobieren?“

                          NOVA Team Pilot

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                            AW: Ihr seid keine Fluggötter, verdammt noch mal

                            Zitat von Ismiregal Beitrag anzeigen
                            Wie hier vorher schon mal gesagt wurde - bei Bedingungen, die so peculiar sind, gehört nicht ein local befragt, sondern (dort) nicht geflogen. Meine Meinung.
                            @Bigben, sorry für die etwas konfrontativ klingende Antwort. Ich möchte es umformulieren: bei den von Dir beschriebenen Bedingungen würde ich mich zwar auch jederzeit gerne mit locals oder auch mit anderen Fliegern darüber unterhalten, um dazuzulernen.

                            Du kamst hier mit schwarz / weiß, nicht ich, ich habe nur die Folgerung daraus gezogen - wenn ich lese, daß an einem Ort bereits 2kt mehr Wind, oder eine Windrichtungsänderung um ein paar Grad zu potentiell tödlichen Fallen führen sollen, dann ist das schwarz / weiß und dann würde ich das nicht für einen geeigneten Ort zum GSfliegen halten. Zwar glaube ich eher nicht, daß Deine Behauptungen über die Verhältnisse tatsächlich genau so zutreffend sind...

                            ... aber möge es so sein, daß an einem umströmten Geländehindernis die zuvor laminar umfließende Strömung bei geringer Änderung von Richtung oder Erhöhung von Windgeschwindigkeit abreißt und turbulent wird... - ein Auffrischen des Windes ist nie auszuschließen und kann plötzlich eintreten, das gleiche gilt für Richtungsänderungen des Windes. Damit ist doch ganz klar, daß dort nicht auf Basis know-how geflogen würde, sondern auf gut Glück.

                            Die These von Göldi war, daß locals zu konsultieren sind - und meine Meinung dazu ist, daß das zwar sicher nicht falsch ist, aber nicht der Kern des Problems. Ich persönlich halte für den Kern des Problems die "Fluggeilheit", aber darüber streite ich mich nicht mit Dir. Wir scheinen ja eh beide von der vorsichtigen Truppe zu sein.

                            Schöne Tage übrigens noch auf Lanzarote. Berichte mal!
                            Zuletzt geändert von Ismiregal; 23.12.2019, 10:22.

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                              AW: Ihr seid keine Fluggötter, verdammt noch mal

                              Zitat von Ismiregal Beitrag anzeigen
                              wenn ich lese, daß an einem Ort bereits 2kt mehr Wind, oder eine Windrichtungsänderung um ein paar Grad zu potentiell tödlichen Fallen führen sollen, dann ist das schwarz / weiß und dann würde ich das nicht für einen geeigneten Ort zum GSfliegen halten. Zwar glaube ich eher nicht, daß Deine Behauptungen über die Verhältnisse tatsächlich genau so zutreffend sind...

                              ... aber möge es so sein, daß an einem umströmten Geländehindernis die zuvor laminar umfließende Strömung bei geringer Änderung von Richtung oder Erhöhung von Windgeschwindigkeit abreißt und turbulent wird... - ein Auffrischen des Windes ist nie auszuschließen und kann plötzlich eintreten, das gleiche gilt für Richtungsänderungen des Windes. Damit ist doch ganz klar, daß dort nicht auf Basis know-how geflogen würde, sondern auf gut Glück.

                              Die These von Göldi war, daß locals zu konsultieren sind - und meine Meinung dazu ist, daß das zwar sicher nicht falsch ist, aber nicht der Kern des Problems. Ich persönlich halte für den Kern des Problems die "Fluggeilheit", aber darüber streite ich mich nicht mit Dir. Wir scheinen ja eh beide von der vorsichtigen Truppe zu sein.

                              Schöne Tage übrigens noch auf Lanzarote. Berichte mal!
                              Schau, wenn ein eine fiktive Kante von S bis O beflogen werden kann, aber bei ONO turbulent und bei NO gefährlich wird, dann kann jeder safe bei s- bis so-Wind fliegen, ein paar Locals kennen das Revier und die Wetterindikatoren gut genug, um bei o-Wind ´rauszugehen und der ortsunkundige Frustpilot startet noch bei ono-Wind. Beim Jedermann muss der Wind um 90 Grad und mehr drehen, bis es riskant wird, der Gebietskundige kennt die lokalen Warnsignale und geht rechtzeitig landen, aber beim Frustpiloten genügen dafür die genannten paar Grad. Jetzt bastel dir dein eigenes Beispiel für „guter Wind“ - „starker Wind“ und „ach, das geht schon noch Wind“.

                              Frust spielt eine Rolle, Risikobereitschaft ebenso, aber der Ortskundige ist viel eher in der Lage, das tatsächliche Risiko abzuschätzen und kennt die Indikatoren, die eine Landung nahelegen.

                              Bernd
                              Die Natur bevorzugt den opportunistischen Mitläufer. Die Welt verändern werden aber die Querköpfe.

                              Kommentar


                                AW: Ihr seid keine Fluggötter, verdammt noch mal

                                Zitat von Bair Beitrag anzeigen
                                Schau, wenn ein eine fiktive Kante von S bis O beflogen werden kann, aber bei ONO turbulent und bei NO gefährlich wird, dann kann jeder safe bei s- bis so-Wind fliegen, ein paar Locals kennen das Revier und die Wetterindikatoren gut genug, um bei o-Wind ´rauszugehen und der ortsunkundige Frustpilot startet noch bei ono-Wind. Beim Jedermann muss der Wind um 90 Grad und mehr drehen, bis es riskant wird, der Gebietskundige kennt die lokalen Warnsignale und geht rechtzeitig landen, aber beim Frustpiloten genügen dafür die genannten paar Grad. Jetzt bastel dir dein eigenes Beispiel für „guter Wind“ - „starker Wind“ und „ach, das geht schon noch Wind“.

                                Frust spielt eine Rolle, Risikobereitschaft ebenso, aber der Ortskundige ist viel eher in der Lage, das tatsächliche Risiko abzuschätzen und kennt die Indikatoren, die eine Landung nahelegen.

                                Bernd
                                Ganz Deiner Meinung. Aber Kommunikation ist ein Problem, und die Übertragung von Know-How von einem zum anderen ist oft ein stark verlustbehafteter Prozeß, aus ganz verschiedenen Gründen.

                                Um an einer S-bis-O-Kante nicht bei ONO oder NO unterwegs zu sein bedarf es nicht tiefgründiger Ortskenntnisse oder Gesprächen mit locals oder eines guides - da bin ich eben anderer Meinung als der TO - dafür müßte eigentlich die Konsultation der häufig an Startplätzen stehenden Schilder oder des Internets genügen. Wenn man nicht sogar selbst draufkommt, durch Kartenstudium oder vor Ort.

                                Wo ich häufig starte, um ein anderes Beispiel zu geben, sind weder offizielle Startplätze noch Landeplätze noch andere Flieger, keine locals, die man fragen könnte, keine Tafeln und es steht auch nichts im Internet dazu. Oft bin ich dort auch nur ein oder wenige Male, habe also auch keine langjährigen Erfahrungswerte. Habe ich sowieso nicht, da ich ja Anfänger bin Jedes Mal ein Prototyp, sozusagen. Dadurch ist das Risiko von anderer Qualität als bei bekannten locations. Wie hoch es ist ist aber unbekannt und auch nicht ermittelbar.

                                Ich überlege, ob man hier vielleicht differenzieren sollte:
                                - Der eine Fall ist der eines vielbeflogenen Gebietes, bei dem die gefährlichen Punkte und Bedingungen bekannt sind.
                                - Der andere Fall ist der eines unbekannten Gebietes.

                                Von Risiko etc. kann man m.E. nur im zweiten Fall sprechen, denn Risiko ist das, was durch das Unbekannte entsteht.

                                In einem Gebiet mit bekannten Rahmenbedingungen bei bekannt grenzwertigen Bedingungen zu starten ist nicht Risiko, sondern ein ungeeigneter Betriebszustand und demzufolge vielleicht sogar fahrlässig... jedenfalls finde ich es terminologisch nicht sinnvoll, für den ersten Fall von einem "vertretbaren Restrisiko" zu sprechen, man müßte es eher "Fahrlässigkeit" nennen, weil es auf ignorieren beruht.

                                Es ist doch ein Unterschied, ob man wider besseres Wissen handelt, oder ohne besseres Wissen, weil es dieses Wissen nicht gibt.

                                Den Begriff "Frust" finde ich sehr einleuchtend, danke, ist schöner als "Fluggeilheit". Wie gesagt, diesen halte ich für den Schlüssel zum Thema. Deshalb meine ich, daß Frustbewältigungsstrategien, wie z.B. Knipsi das schon verschiedentlich geschrieben hat, mehr helfen würden als Informationen von locals. Außer natürlich man bucht den guide, damit er einem an ungeeigneten Tagen das Fliegen "verbietet"... analog zum SUV-Fahrer, der die Grünen wählt, damit sie ihm das Fahren eines SUVs verbieten...

                                Hingegen glaube ich eher nicht daran, daß Fluggebiete geheimnisvolle tödliche Eigenschaften besitzen, die ganz plötzlich, bei eher marginalen Änderungen der Windrichtung oder -geschwindigkeit, zur Wirkung kommen und sich nur Einheimischen erschließen.

                                Also, ich will jetzt nicht unbelehrbar erscheinen. Das sind halt mal so die Gedanken, die mir dazu einfallen ^^ Schlußendlich ist es auch egal, "Aufpassen" lautet die Devise, da sind wir uns ja alle einig...
                                Zuletzt geändert von Ismiregal; 23.12.2019, 15:23. Grund: Ergänzungen zur besseren Verständlichkeit

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