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Gästeregelung/Flugverbot Gäste

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    #46
    Hier hingegen, Uli, hat das mit dem Gegenrecht mit dem Nachbarverein (unserem) im Frühjahr gar nicht funktioniert. Gemeint ist: wir haben unsere Nachbarn (und auch andere) gerne fliegen gelassen, Ihr uns aber hingegen trotz Bitte um nachbarschaftliche Solidarität lange nicht. Dafür durften wir aber Deine Tracks von Heu- und Sulzberg online bewundern.

    Auch deswegen tu' ich mich jetzt gerade ein wenig schwer, Dir die Besorgnis um das Thema, die plötzliche Entdeckung des Gegenrechts und die Andeutung, Vereine wie z.B. Eurer würdet das auf einmal respektierrn, abzunehmen...

    CU
    Shoulders
    Stefan Ungemach
    www.kein-held.de

    ...jetzt mit "gedankenrauschen"-blog

    Warnung: der Autor ist auch gewerblich in der Branche tätig. Wer seinen Beiträgen unbesehen glaubt oder ihm was abkauft, ist selber schuld. Und wer einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten

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      #47
      Uli, ich mach Dir mal einen Vorschlag, auf den ich mich als Geländehalter einlassen würde.
      Um als Gast starttechnisch mit einem Vereinsmitglied gleichgestellt zu werden, zahlt der Gast eine Jahreskaution von 250 € für die Einhaltung der Regeln.
      Je Flugtag überweist du neben der Startgebühr 20 € an einen beim DHV zu bildenden Fonds zur Unterstützung der Geländehalter.
      Allein der Verwaltungsaufwand macht das mit dem Mautdebakel vergleichbar.
      Diese Sache lässt sich nicht regeln.
      Fritz

      Kommentar


        #48
        Zitat von shoulders Beitrag anzeigen
        Hier hingegen, Uli, hat das mit dem Gegenrecht mit dem Nachbarverein (unserem) im Frühjahr gar nicht funktioniert.
        Du weißt genau, dass unser kleiner Startplatz aus akuten Kapazitätsgründen coronabeding und nur vorübergehend für Gäste tabu war und nun wirklich nicht mit euren wesentlich größeren Startplätzen vergleichbar ist. Ich kann zwar verstehen, dass dir das nicht gepasst hat, aber diese Entscheidung haben zwei Vorstandschaften der Haltergemeinschaft aus damals nun wirklich verständlichen und akuten Gründen getroffen und nach dem Lockdown den Flugbetrieb so schnell wie nur möglich auch wieder für alle geöffnet.

        Es geht hier auch nicht um coronabedingte temporäre Notmaßnahmen, sondern darum, wie es danach vernünftig weitergeht.

        Dass du - anstatt dich auch nur ein klein wenig konstruktiv hier am Thema zu beteiligen - ständig mit negativ besetzten Beiträgen zu glänzen versuchst mag in deinem Wesen begründet sein, hilft in der Sache aber null. Das macht ein Smile auch nicht besser.

        Gruß

        Uli

        PS: Und niemand hatte dir verboten, von euren Startplätzen Flüge zu machen und sie online zu stellen.

        Kommentar


          #49
          Na komm, Euer Argument waren damals irgendwelche Münchner Horden - die drei Hanseln aus der unmittelbaren Nachbarschaft (nicht vergessen: die Rede ist vom Gegenrecht, und aufgebracht hast sie Du) waren und sind kein Argument. Ihr wolltet einfach nicht. Ob als Grund nun grad mal Corona, ein schmales Hangband oder ein erboster Nachbarbauer angegeben wird, macht keinen Unterschied.

          Das habe ich damals übrigens klaglos akzeptiert und hätte es jetzt auch nicht erwähnt - aber wenn Du schon auf einmal selber mit besagtem "Gegenrecht" daherkommst, darfst Du Dich nicht beklagen, wenn es zwischen denen, die hier posten, und denen, die damals dabei waren und über ein Gedächtnis verfügen, eine größere Schnittmenge als nur Dich gibt

          Mit anderen Worten: je nach eigenen Befindlichkeiten mal Hü und mal Hott ist zwar verständlich, aber eben auch unseriös, da helfen keine Spitzfindigkeiten.

          Was Deine Betrachtungen zu meinem Wesen angeht: spar sie Dir, und erspare sie uns. Du kennst mich nicht, und seit Du im Frühjahr - als Deine Argumente dünner wurden - ersatzhalber darauf zurück gegriffen hast, meine mit Spekulationen über meinen Frust wegen mäßiger XC-Erfolge zu beantworten, lege ich auch umgekehrt nicht mehr sonderlich Wert darauf. Vielleicht erinnerst Du Dich aber noch daran, dass damals das Deine wegen Deiner wortreichen Verteidigung Deiner Punkteflüge in einer sensiblen Zeit hinterfragt wurde - ich habe mich seinerzeit nicht daran beteiligt, und wenigstens soviel Stil (das ist was Anderes als Rethorik) stünde auch Dir gut.

          Zum Einstellen von Flügen: es ist mir herzlich Banane, ob Du Flüge einstellst und das auch mir gestattest (ich brauch' diese Egoplattform aber nicht und stelle von mir aus auch nix mehr ein - bis auf die 3 Kampenwandflüge heuer, um die ich vom Vorstand aus ganz anderen Gründen als irgendwelchen Vergleichen ausdrücklich gebeten worden bin) - aber welche gemacht hätten damals auch andere gerne. Unser Fluggebiet hat halt nur eine Ausrichtung, Eure decken drei andere ab - da wären wir mit Deinem "Gegenrecht" gemeinsam recht gut klargekommen. In Sachen Gemeinsinn zählen aber (auch ausgebliebene) Taten nun mal mehr als viele (Online-) Worte, deshalb - nein, ich glaub' Dir das Interesse daran auch weiter nicht.


          CU
          Shoulders
          Stefan Ungemach
          www.kein-held.de

          ...jetzt mit "gedankenrauschen"-blog

          Warnung: der Autor ist auch gewerblich in der Branche tätig. Wer seinen Beiträgen unbesehen glaubt oder ihm was abkauft, ist selber schuld. Und wer einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten

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            #50
            Zitat von Uli Straßer Beitrag anzeigen


            Ob Vereine unnötig auf ihren Geländen sitzen und ohne Grund Gäste aussperren, kann ich nicht beurteilen. Gründe für irgendetwas finden sich immer. Es ist eher eine Frage der Fairness und der Motivation, unseren Sport zu fördern. Vermutlich in fast jeder Vereinssatzung ist auch die Förderung des Flugsportes im Allgemeinen als Ziel verankert.

            Und als Motivationshilfe für die - zum Glück noch wenigen - in Sachen Fairness eher wankelmütigen Geländehalter hätte ich schon gerne Instrumente, das zu beeinflussen. Sollte z.B. ein Geländehalter von XC-Hotspots plötzlich partout und kategorisch keine Gäste mehr starten lassen, dann gehören Flüge von dort auch nicht in überregionale sportliche Wertungen. Vereinsinterne Wertungen könnten dort dann ausgeflogen werden, mehr aber nicht. Dieses Szenario hat es bisher zum Glück noch nicht gegeben und ich bin guten Mutes, dass das auch so nicht kommen wird - aber who knows?
            Hallo Uli,

            irgendwie scheinst Du davon auszugehen, dass "sportliche" Hebel wie der DHV XC einen Unterschied im Gäste/Vereinsverhältnis Kraft hätten, etwas zu verändern.

            Ich glaube das zwar - wie mehrere Andere hier - nicht, auch wenn ich sehe, welche verschwindend geringe Bedeutung Wettbewerbseinreichungen der Flüge in unserer Vereinsmehrheit haben (und sollte der DHV XC tatsächlich in irgendeiner Form da mit reinspielen, geht man halt auf andere XC Einreichungsplattformen, da gibt es ja mehrere).

            Aber spinnen wir deine Idee mal weiter. Um da wieder eine Parität mit reinzubringen, sollte dann nicht umgekehrt der das Gelände haltende Verein den Flug eines Gastes in der Wertung freischalten oder (wenn die defaults umgedreht sind) aus ihr herausnehmen können, um damit zumindestens ein klein wenig die Kontrolle darüber zu haben, ob der Flug auch unter Respektierung der Geländebesonderheiten durchgeführt wurde?

            Meine Vermutung ist, dass Beides (dein angedachtes Druckmittel der XC Wertung den haltenden Vereinen gegenüber als auch das Druckmittel der haltenden Vereine den "XC Nomaden" gegenüber) Null Zero Zip Unterschied machen würden, dazu ist der Anteil der unter Wettbewerbsambitionen fliegenden GS Flieger gegenüber der Masse der Pilotenschaft vernachlässigbar. Wir würden hier also über eine Menge Regelung- und Bürokratieaufwand mit vernachlässigbarem "Gewinn" (wie immer der definiert wird) reden.

            Möchtest Du die Diskussion weiter unter der Prämisse der "sportlichen Fliegerei" oder der Massenfliegerei führen? Es wäre m.M. nach wichtig, das im Vorfeld zu klären, denn das sind zwei sehr verschiedene Ansätze.

            Schönen Abend noch!
            For every flight of a life time, you have to go through a life time of flying.

            Kommentar


              #51
              funktioniert leider nicht. Weder die Vereine brauchen Geld, noch finden sich Supporter z.B. Windenfahrer für Geld. Wer nicht mehr fliegen kann, kann auch nicht mehr Winde fahren (zum Thema Rentner in Geldnot könnten ja Winde fahren).
              Um Mal wieder von den persönlichen Anfeindungen Weg zu kommen.

              Für den Windenschlepp stimmt obiges leider. Natürlich geht kommerziell immer irgendwie, aber wenn man das Mal wirklich überschlägt, sind die Preise dann wirklich erheblich.

              Du brauchst dann genug Kunden, die 25-50 EUR pro Schlepp ohne mit der Wimper zu zucken hinlegen. Dann geht es. Übertrieben? Nun, man beschäftigt ein 3er Team für fast 10 Minuten mit einem Schlepp. 10 Schlepps die Stunde ist ein Idealfall, der nicht immer klappt.
              Wenn es piept - eindrehen...

              Kommentar


                #52
                Zitat von RAc Beitrag anzeigen
                Möchtest Du die Diskussion weiter unter der Prämisse der "sportlichen Fliegerei" oder der Massenfliegerei führen? Es wäre m.M. nach wichtig, das im Vorfeld zu klären, denn das sind zwei sehr verschiedene Ansätze.
                Meine Wunschvorstellung wäre ein möglichst freier Zugang zu möglichst vielen Fluggebieten für alle, die sich an die jeweils geltenden Regeln halten und sich als Gast zu benehmen wissen. Dabei sollte es keine Rolle spielen, ob jemand mit wettbewerbsorientierter sportlicher Motivation oder etwa zum völlig entspannten Abendsoaring abheben will.

                Die Idee der ggf. möglichen Aberkennung von wettbewerbsrelevanten Flügen unkooperativer Geländehalter/Vereine ist lediglich als ein Baustein - man kann es auch als kleines Druckmittel bezeichen - zu sehen. Nicht mehr und nicht weniger. Ich hoffe sehr, dass man so etwas nie benötigt - mir ist auch bewußt, dass es nur in sehr wenigen Hotspot-Gebieten zum Tragen käme und damit für die Allgemeinheit ein recht stumpfes Instrument wäre. Bisher war nach meiner Kenntnis auch noch nie entsprechend Bedarf.

                Diese Diskussion hier verstehe ich ja auch als Ideensammlung, gerade genannte wäre nur eine davon.

                Viel sympathischer wäre mir, wenn man solche Hilfsmittel erst gar nicht bräuchte und unser aller Ziel sollte sein, freiwillige und einvernehmliche Lösungen im Sinne der geimsamen Sache, dem freien Fliegen zu finden. Im Rahmen der heutigen JHV wurde in den virtuellen Pausengesprächen mit Björn Klaassen angedacht, Anfang nächsten Jahres hierzu ein weiteres virtuelles Meeting mit interessierten Verantwortlichen zum Gedankenaustausch abzuhalten.

                Das wäre schon mal ein Anfang.

                Gruß

                Uli

                Kommentar


                  #53
                  Zitat von marcel1 Beitrag anzeigen
                  Du brauchst dann genug Kunden, die 25-50 EUR pro Schlepp ohne mit der Wimper zu zucken hinlegen. Dann geht es. Übertrieben? Nun, man beschäftigt ein 3er Team für fast 10 Minuten mit einem Schlepp. 10 Schlepps die Stunde ist ein Idealfall, der nicht immer klappt.
                  In dieser Größenordnung würde es sich vermutlich bewegen, da bin ich bei dir. Aber dafür kauft man sich von Verpflichtungen in der Vereinsarbeit frei. Wem es das wert ist oder wer es zeitlich sonst nicht schafft, der wird es sich evtl. leisten. Eine Tageskarte für die Bergbahn bekommt man auch nicht geschenkt. Der Vergleich zwischen einem Jahresbeitrag im Sportverein und Beitrag im Fitnessstudio fällt da noch ungleicher aus. Trotzdem wählen viele das teurere Modell.

                  Gruß

                  Uli

                  Kommentar


                    #54
                    Zitat von Uli Straßer Beitrag anzeigen

                    Aber dafür kauft man sich von Verpflichtungen in der Vereinsarbeit frei. Wem es das wert ist oder wer es zeitlich sonst nicht schafft, der wird es sich evtl. leisten.

                    Sollen doch die Vereinsdeppen die Arbeit machen, wer Geld hat und dem es wert ist kauft sich frei. Super!
                    Eben muss ich mich zurückhalten.....
                    Wolfgang
                    Kaum macht mans richtig, klappts auch
                    http://maier-components.de
                    http://schlepptermine.de

                    Kommentar


                      #55
                      Zitat von marcel1 Beitrag anzeigen
                      Du brauchst dann genug Kunden, die 25-50 EUR pro Schlepp ohne mit der Wimper zu zucken hinlegen.
                      Auf der einen Seite wird propagandiert mehr Windenschlepps zu machen um Fussstartgebiete und Umwelt zu entlasten und dann solche Preise fahren.
                      Bei 25-50€ brauch ich gerade mal 5-10 Windenstarts zu machen um die Kosten einer Sommersaisonkarte in den Alpen drinnen zu haben.
                      Wenn ich rechne, das, wenn's blöd kommt, ich 2 Windenschlepps am Tag brauche um länger in die Luft zu kommen dann ist es günstiger sich mit einem Bayernticket in die Deutschen Voralpen fahren zu lassen und eine Tageskarte an einer Bahn zu lösen.

                      Wohin solche Preise die Piloten dann treibt ist auch klar, oder?
                      Ich bin der Antichrist - inhuman, asozial, unverantwortlich, nicht gesellschaftsfähig, pervers und selbstverliebt.
                      Und ich bin ein Gelegenheitsflieger. Sobald sich eine Gelegenheit bietet, geh ich Fliegen.
                      BGD Cure / Gin Genie Lite II / iPad Air II mit Freeflight und Bräuninger SensBox

                      Kommentar


                        #56
                        Zitat von wfmaier Beitrag anzeigen
                        Sollen doch die Vereinsdeppen die Arbeit machen, wer Geld hat und dem es wert ist kauft sich frei. Super!
                        Eben muss ich mich zurückhalten.....
                        Wolfgang
                        Hallo Wolfgang,

                        das hast du wohl in den falschen Hals bekommen. Es sollte ja keine Werbung sein, sich frei zu kaufen. Ohne Vereinsarbeit geht es sicher nicht, da bin ich voll bei dir. Vereinsmitglieder wären davon auch nicht betroffen. Es war nur eine angedachte Möglichkeit, dass Gäste auch in eigentlich für Gastbetrieb geschlossenen Geländen - gegen einen angemessenen Obolus - in die Luft kommen könnten. Negative Auswirkung könnte in der Tat sein, dass sich dann immer mehr aus dem Vereinsleben samt einhergehenden Verpflichtungen verabschieden und die, die es sich leisten können, die "Dienstleistungen" dann gegen Geld in Anspruch nehmen wollen, weil es bequemer ist. Vermutlich hast du Recht mit deinen Bedenken. Also auch kein guter Plan.

                        Aber ich sehe schon, Ideen und Gedankenspielereien kommen hier in letzter Zeit nur noch von mir, die Antwortenden zerpflücken diese dann. Mag ja sein, dass meine Ideen auf der Suche nach Problemlösung alle bescheiden sind. Neuer, konstruktiver Input ist hier aber eher Fehlanzeige.
                        Darum verabschiede ich mich jetzt mal aus dieser Diskussion und beteilige mich nur noch, wenn hier was Vernünftiges kommt.

                        Gruß

                        Uli

                        Kommentar


                          #57
                          Richtig gute Vorschläge, Vereine mehr zum Öffnen ihrer Gelände für Gastflieger zu überreden, habe ich leider auch nicht.

                          Vielleicht kann man das Problem aus einer anderen Richtung besser angehen:
                          Wie bekommt man (bisher vereinslose) Gastflieger vermehrt dazu, Vereinsmitglied zu werden? Welche Anreize kann es geben, hier mehr aktiv tätig zu werden?
                          Danach könnte der nächste Schritt sein, Mitgliedern aus Nachbarvereinen das Mitfliegen in eigenen Geländen zu ermöglichen.

                          Auf diese Weise könnte man "Flugnomaden" etwas ausgrenzen. Gastflieger, die sich nicht benehmen (können?), lassen sich einfacher ausschließen. Auch das Verteilen aktueller Infos zu Fluggebieten ("Startplatz xyz ist gerade wegen hohem Gras nicht benutzbar.") ist einfacher.

                          Das Ganze funktioniert natürlich nur für Fluggebiete in der eigenen Nachbarschaft. Zum Fliegen im Urlaubsgebieten taugt das natürlich nicht mehr.

                          Kommentar


                            #58
                            Bevor ein konstruktiver Vorschlag kommt (ich habe nämlich tatsächlich einen, nur werden den viele nicht leiden können ), gehört erst noch mal klar gestellt, weshalb Geld(umverteilung) als Lösung nie funktioniert:

                            Vereinsarbeit/-engagement mit Geld verrechnen zu wollen, ist immer brandgefährlich. Eine Gemeinschaft fußt auf dem Selbstverständnis, dass sich ihre Mitglieder ähnlich engagiert einbringen. Geld ist aber nicht gleich Engagement: was für den einen einen Monatslohn und entsprechenden Verzicht an anderer Stelle bedeutet, nimmt der andere aus der Portokasse (und kriegt über die Spendenquittung noch einen Teil zurück). Wenn man also die Währung "Geld" - egal zu welchem Kurs - zur Währung "Freizeitverzicht" konvertibel macht, verwandelt man sich jede Gemeinschaft in eine Zweiklassen- bzw. Dienstleistungsgesellschaft.

                            Das finden natürlich all jene attraktiv, die dieses Geld haben und sich die privilegierte Freizeitgestaltung kaufen könnten, weshalb sie es regelmäßig mit Verweis auf den wirtschaftlichen Alltag verteidigen: Der funktioniere schließlich genau so. Was freilich ein gravierender Denkfehler ist, denn besagter Alltag "funktioniert" ja längst nicht mehr. Scheren zwischen arm und reich, weniger und mehr privilegiert, klaffen jedes Jahr weiter auf, was die Gesellschaft spaltet. Auch Vereine - denen man im Gegensatz zur "sozialen" Marktwirtschaft immerhin noch freiwillig beigetreten ist - können daran zerbrechen. Zum Glück sind die mir bekannten Gleitschirmvereine allesamt (noch) achtsam genug, das zu kapieren und Gedankenspielereien wie die von Uli abzulehnen.

                            Sowohl diese Mechanismen als auch der Evergreen "Freizeit gegen Geld" sind im Übrigen alles andere als neu. Schon vor 30 Jahren hatten wir im Reitverein die Studenten, die täglich den Hufschlag schaufelten, und den Herrn Dressurdoktor mit Millionenvermögen, der statt dessen ein paar Hunderter in die Vereinskasse gelegt und von da an die "Arbeiterklasse" beaufsichtigt & kritisiert hat (und auch da hat zum Glück - es war ja ein Verein und nicht der ungebremste Kapitalismus - irgendwann die Selbstreinigung gegriffen und einen Arbeitsdienst für alle etabliert. Der Doktor hat sich dann halt beleidigt eine private Anlage gebaut, aber der Gemeinschaft hat das gut getan).

                            Kurz gesagt: alle Denkansätze, soziale und gesellschaftliche Defizite mit Geld ausgleichen zu wollen, taugen nichts (außer eben für die mit besagtem Geld). Wenn man wirklich konstruktiv sein will, muss man aus einer anderen Richtung kommen:

                            Was treibt die Vereine bzw. Fluggebietsbetreiber um, und was brauchen sie wirklich? Die Antwort ist gar nicht so schwer. Sorgen macht ihnen das vornehmlich durch Fehlverhalten gefährdete Verhältnis zu ihrem Umfeld, und brauchen tun sie alles, was dieses nachhaltig verbessert. Ein wenig Geld dafür, dass sie sich alleine um diesen Bedarf kümmern, kann's nicht sein. Es gäbe aber was Besseres...

                            Wenn ein Verein beliebter werden will, muss er sich statt für seine Bedürfnisse für die seiner "Partner", Nachbarn, Anlieger interessieren. Dann muss er was für die tun - und zwar nicht schon wieder irgendwem Geld überreichen und dafür sammeln (das uralte, halt bequeme Muster), sondern eigene Freizeit opfern und öffentlichkeitswirksam etwas für die größere Gemeinschaft leisten. Das können ein paar Müllsammelwochenenden um die Startplätze, Pacht und Bau einer neuen Parkfläche oder auch nur das Streichen der Ortskapelle sein - egal, Hauptsache es bedeutet den Anliegern was und sie nehmen das Engagement auch wahr.

                            Und hier kann man nun relativ einfach Gastpiloten ins Boot holen. Wenn man nämlich solche Aktionen vorher bekannt macht und alle zum Mithelfen einlädt, egal ob sie sich gerade im Urlaub vor Ort befinden oder ohnehin im Umkreis wohnen. Und dann notiert man alle DHV-Mitgliedsnummern von Gästen und stellt (statt der zunehmend langweiligen "Sportleistung") mal deren Gemeinschaftsbeitrag in eine Art Online-Contest - wohlgemerkt, nur von Gästen, nicht von den eigenen Leuten, denn man will ja gerade das übergreifende Gemeinschftsverständnis fördern, wertschätzen und belohnen (und das Argument entkräften, man würde so die eigenen Leute in der "Wertung" hochloben): Eine Hilfsbereitschafts- statt einer XC-Punktejagd!

                            Das wäre sowas von cool: Bewunderung und Respekt für diejenigen, die tatsächlich was für die Community statt bloß für die Selbstdarstellung tun, Sichtbarmachung von echtem Engagement, das Umlenken des allzu menschlichen Strebens nach Vergleich in etwas für alle Nützliches, die Verwendbarkeit bewährter Plattformen, Technologien und Motivationen für was Gemeinnütziges, alles ohne die Gefahr der Verleitung zu riskanten Flügen, Materialwahlen, Entscheidungen - ganz abgesehen vom Entstehen neuer Freundschaften und Solidargemeinschaften. Die Benefits sind endlos.

                            Bloß diejenigen, die sich im Vergleichen irgendwelcher "Sportleistungen" gefallen und im dazugehörigen System eingerichtet haben, müssen umdenken - aber hallo, das nennt sich Leben und fordert uns auf allerlei Ebenen von Klimaschutz bis Demokratieverständnis

                            Sowas zu organisieren und zu unterstützen, nebst einer jährlichen Ehrung, wäre mal eine zukunftssichernde Aufgabe für den DHV. Der permanente Fokus auf das Ego der Leute, die man längst im Boot hat (die "Sport"-Piloten halt), ist langfristig einfach zu kurzsichtig. Die Community braucht nicht noch mehr "Sportförderung", eher deren Reduzierung, denn sie krankt zunehmend an sozialen Effekten - was sich eben nicht mit einer Geldumverteilung heilen lässt, da muss man ans Selbstverständnis ran.

                            Und nein, Uli, dies herauszustellen ist nicht bloß langweiliges Wiederkäuen bekannter Probleme, sondern der Weg zu deren Lösung. Der allererste Schritt zum Erfolg jeder Therapie ist nun mal die Erkenntnis, dass man ein bestimmtes Problem hat, und der Wille, es zu lösen - alles andere ist Verleugnung, und über diese Stufe sollte man sich doch so schnell wie möglich weiter entwickeln...


                            CU
                            Shoulders
                            Zuletzt geändert von shoulders; 22.11.2020, 19:48.
                            Stefan Ungemach
                            www.kein-held.de

                            ...jetzt mit "gedankenrauschen"-blog

                            Warnung: der Autor ist auch gewerblich in der Branche tätig. Wer seinen Beiträgen unbesehen glaubt oder ihm was abkauft, ist selber schuld. Und wer einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten

                            Kommentar


                              #59
                              Wer will ja "Hilfbereitschaftspunkte" sammeln? Es gehört sich einfach als Grundsatz gefördert, in alles eine diskrete aber positive Spur hinter sich zu lassen.

                              Kommentar


                                #60
                                Ist die Situation - dass in Vereinen kaum jemand (körperliche oder sonstige) Vereinsarbeit übernehmen will so ungewöhnlich?

                                Man vergleiche mit dem DAV. Auch dort werden Aufgaben nur von Einzelnen abgearbeitet.

                                Ich denke der Anteil mithelfender Vereinsmitglieder / passiver Vereinsmitlieder wird in fast jedem Verein bei ca. 1/99 oder geringer liegen.

                                Wer meint mit seinem dauernden Wehklagen die Mehrheit zum Mithelfen zu bewegen lebt imho hinterm Mond.

                                Das mag alles bedauerlich sein, aber so ist es nun mal. Ein "Anreizsystem" - auch innerhalb eines Vereines kann imho dennoch Geld sein.
                                Warum z.b. musst ein mithelfendes Vereinsmitglied den gleichen Vereinsbeitrag (in Geld) bezahlen, wie ein Mitglied, welches nur "profitiert"?

                                Ich hatte so einen Vorschlag in einem thematisch völlig anderen Verein schon mal gebracht - auch da wurde er abgelehnt. Eine nachvollziehbare Begründung gab es nicht.

                                Kommentar

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