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Kollisionen vermeiden, Welche Ausweichmanöver?

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    #31
    Hallo Bernhard,
    Ich hab Schwierigkeiten mit deinen Grafiken und deinen Aussagen.
    Ich fang mit den Grafiken an:
    Was bedeuten die Winkelfelder? Wenn das...
    ....1. die Bickrichtungen sein sollen ist seltsam , dass sie nicht nach Kurveninnen und auf den anderen HG gerichtet sind.
    ........ und außerdem würd ich einem Piloten schon 180° zutrauen , selbst wenn er dazu den Kopf bewegen muss.
    ....2. der künftige mögliche Aufenthaltsort sein soll , stimmt es nicht mit den Ausweichregeln die du formuliert hast überein.
    Was bedeuten die 4 + 2 Pfeile? Ausweichrichtungen??

    Zu deinen Aussagen speziell zu den Ausweichregeln:
    Ein solches Regelwerk kann grundsätzlich nicht völlig widerspruchsfrei gemacht werden . Beispiel: wann gelten Hangflugregeln, wann Thermikkreisregeln??.
    Wenn man mal das juristische, das ja erst greift wenn was passiert ist, außen vor lässt, bleiben für mich folgende allgemeine Verhaltensregeln:
    ....1. Vermeide Kollisionen
    ....2. Zwinge andere nicht in gefährliche/ausweglose Situationen und flieg auch so, dass du nicht in gefährliche/ausweglose Situationen kommst.
    ....3. Flieg vorhersehbar
    Kann man sicher erweitern und ist sicher auch schon irgendwo so ähnlich fesgehalten worden, dann sei es hier einfach wiederholt.

    Die konkreten Ausweichregeln z.B. " Nach rechts ausweichen " machen großen Sinn in Zusammenhang mit " 3. Flieg vorhersehbar ". Nach Kurveninnen auszuweichen um " Nach rechts ausweichen " zu befolgen kann je nach Enge der Ausgangs- RECHTS-kurve zu gefährlichen Situationen führen einfach weil Innen weniger Platz ist. Bezogen auf deine Grafik würde ich beiden raten die Kurven flacher zu fliegen bzw geradeaus aneinander vorbei zu fliegen und dann, in Opposition einzukurven. Ich geh davon aus, dass die beiden das Thermikzentrum im Kollisionspunkt vermuten???
    Aus den Ausweichregeln ergibt sich für mich eher Thermikkreisen nach links, damit ich einfacher nach rechts ausweichen kann. Meine Instrumente sind deshalb am linken Trapezrohr befestigt und das können andere sehen und entsprechend interpretieren (.3. Flieg vorhersehbar )
    So jetzt wirds zu lang
    LG Bert

    Kommentar


      #32
      Hallo Bert,

      die Kreissektoren bedeuten den Bereich, den ein HG-Pilot beim Kurven einsehen kann. Er ist in Kurvenrichtung durch den Flügel begrenzt, und zwar umso mehr, je steiler die Kurve.
      Deswegen kann man einen anderen (kreisenden) Piloten manchmal nicht oder sehr spät sehen.
      Die Pfeile bedeuten die Ausweichmöglichkeiten, ihre Länge die Einfachheit, ihre Farbe die vorgeschriebene Ausweichrichtung.

      Auf Rechtskreisen sehe ich als Ausweichpflichtiger nach rechts, in die Kurve, schlecht, der Vorfahrtberechtigte sieht mich aber.
      Auf Linkskreisen ist es umgekehrt. Als Ausweichpflichtiger sehe ich nach rechts, aus der Kurve, gut, der Vorfahrtberechtigte sieht mich ggf. nicht. Ich muss aber nach außen aus der Kurve ausweichen, was schwieriger ist, siehe unten.
      Auf gegensinnigen Kreisen sehen sich beide schlecht bzw. sehr spät.

      Mal bedeutet nach rechts, dass ich nach innen in die Kurve ausweichen muss, was ich für einfacher und schneller halte, mal, dass ich nach außen aus der Kurve ausweichen muss, was ich wegen des Kurvenwechsels für schwieriger und langsamer halte (erst Ausleiten, dann Kurve in die andere Richtung einleiten).

      Habe mich auf Begegnungen beim Kreisen beschränkt, weil dort das Risiko von Kollisionen am höchsten ist, speziell für Drachen.

      Konnte ich Dir, und vielleicht auch anderen, weiterhelfen?

      Gruß, Bernhard

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        #33
        Am 11.6. hatte mir Konrad Lüders zum Thema Kollisionen (bei Wettbewerben) per Mail geantwortet.

        Die relativ wenigen Kollisionen bei Wettbewerben erklärt er damit,
        dass die Piloten von vornherein davon ausgehen, dass sie zu vielen im Bart sind,
        dass man die anderen auch wegen des Steigens im Auge hat,
        und dass das Können der Piloten über dem Durchschnitt liegt.
        Außerdem ist die Drehrichtung im Startbereich festgelegt, an geraden Tagen rechts rum, an ungeraden links.

        Bei einer Kollision, die er beobachtet hat, befanden sich die Piloten noch auf Suchkreisen.

        bwing wies am 14.6. darauf hin, dass ein Erhöhen des Anstellwinkels zum Ausweichen in einer Kurve nach innen mit dem Risiko eines einseitigen Strömungsabrisses verbunden ist:
        https://www.gleitschirmdrachenforum....798#post905798

        Am 28.6. bin ich in Greifenburg schon um 13:00 gestartet, statt wie sonst so ab 14:00, und habe mal den beliebten linken Hausbart angeflogen, statt wie sonst rechts zu suchen.
        Dort befand ich mich dann jedoch gleich zwischen 3 Gleitschirmen. Einer kreuzte, von links kommend, meinen Kurs gut 10 m unter mir. Schließlich kam noch ein Turmloser aus Richtung Gaugen dazu.
        Dank meines Atos konnte ich das Treiben jedoch schnell aus größerer Höhe beobachten.
        Während sich alle auf Rechtskreise geeinigt hatten, flog der Turmlose in Linkskreisen zwischen den 3 Schirmen herum.

        Aus gesundheitlichen Gründen habe ich meinen Flug dann abgebrochen, dabei jedoch noch ein Ausweichen in die Kurve ausprobiert:
        Durch Erhöhen des Anstellwinkels konnte ich regelrecht einen Haken in die Kurve schlagen, und zwar ohne in die Nähe eines Strömungsabrisses zu kommen. Allerdings war die Ausgangskurve weder besonders eng noch langsam. Außerdem steht das Trapez beim Atos so weit vorne, dass selbst mit gestreckten Armen kaum ein Strömungsabriss zu provozieren ist.
        Generell bleibt dabei Vorsicht geboten, insbesondere bei niedriger Höhe.
        Verstärkt wurde der starke Richtungswechsel noch, wenn ich mich zusätzlich an der Basis in die Kurve drückte.
        Leider hatte ich die GoPro außen am Flügel, nicht am Kielrohr. Man kann aber gut erkennen, wie sich die Rotationsgeschwindigkeit erhöht.
        Durch Ziehen weitet sich, wie erwartet, der Kurvenradius.

        Alles Gute, Bernhard

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