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    #16
    Laut Meteoblue wird es Freitag am Zeller See stark bewölkt, dürfte die Thermik stören.
    Zwischen 2500 und 3000 nimmt der Wind rapide zu. Ich würde mit starken Turbulenzen rechnen und das Thema genauer beobachten.
    Morgen nochmal mit neuer Modellvorhersage schauen ...

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      #17
      Mal reingrätschen (bewußt ohne vorgekaute Lösung):

      - DHV sagt am Freitag ist Hochdruckeinfluss, nicht besonders gut, aber auch nicht so schlecht
      Bei so was schaue ich immer, wie stark der Hochdruckeinfluß ist und wie lange er schon ohne "Auffrischung durch eine Front" besteht. Starke Hochdrucklage seit mehreren Tagen dämpft die Thermik deutlich, Absinkinversion wahrscheinlich. Hat es viel geregnet die letzten Tage, interessieren die Regenmengen und Luftfeuchte zusätzlich. Zu viel Hochdruck will man gar nicht!

      - Windy sagt kaum Wind bis 3000 meter, danach auf 4200m eindeutig Ostwind mit 27km/h
      - XCTherm sagt irgendwie das gleiche -> bis 3000 fast nix, dann wird es starker ostwind
      Bei so einer Vorhersage schaue ich nach dem Temp und gucke, wo da ggf. eine deutliche Inversionsschicht ist. Wenn zwischen 3000m und 4200m eine deutliche Inversion ist, ist der Wind auf 4200m ziemlich egal, so lange du nicht vor hast, gleich schon über 3000m zu starten. Wenn es hingegen hochreichend labil bis auf 4200m ist, würde ich vorsichtig sein und mit ordentlichen Windböen ggf. rechnen. Dann ist was faul.

      Außerdem sollte man bei Windvorhersagen darauf achten, nicht unter Gradniveau an nem Ort im großflächigen Lee zu schaun, denn da sind teilweise die Wettermodelle schon genau genug, den Windschatten vorherzusagen. Das spielt vor allem bei hochaufgelösten Ortsmodellvorhersagen eine Rolle. Schau auch an nem Wort mit deutlich tieferen Bergen drum rum mal nach, auf welcher Höhe da Ostwind durchkommen soll.

      - Windy verspricht wolkenfrei bis 14:00
      - XCTherm ist da a bissl negativer und sagt ab mittag zu 50% bewölkt.
      Hängt von der Restfeuchte (Spread - Taupunktdifferenz/Temperatur beachten) und der Lage der Inversion ab. 50% bewölkt ist absolut keine schlechte Vorhersage, blau bis 14 Uhr deutet hingegen stark auf eine dicke Inversion unter Kondensationsniveau hin, wenn es grundsätzlich thermisch ist. Unterscheiden sich die Modelle stark in dem Punkt, muß einer dieser Parameter anders vorhergesagt sein. Prüfen, woran es liegt.

      Übrigens ist 0.9° Gradient für alpine Gelände schon recht fett und kann schon sehr gute Thermik mit anspruchsvollen Bedingungen bedeuten, je nachdem was hinzu kommt. Hierbei kann man bei Austorcontrol übrigens auch checken, in welchem Höhenband der Gradient besonders gut / nicht so gut ist und danach den Startplatz auswählen.

      Mit diesen Überlegungen solltest Du Dir die Frage guter Tag schon beantworten können. Wobei es Grenzfälle gibt, z.B. sind Hammertage oft mal sehr anspruchsvoll und nicht immer gleich gut nutzbar bzw. manchmal nur von wenigen Leuten am richtigen Ort gut zu gebrauchen. Bei labiler Lage und mehr Feuchtigkeit kann ein Tag auf der Kante von sehr guter Thermik an einem Ort und bei wenig mehr Feuchte zu viel Abschattung woanders sein.

      Gerade beim Streckenflugpotential kommt es auf relativ viele Dinge an und das ist mit deutlich Vorlauf oft nicht so ganz genau zu sagen, während fliegbar oder nicht schon deutlich früher zu erkennen ist.
      Zuletzt geändert von marcel1; 13.04.2021, 23:29.
      Wenn es piept - eindrehen...

      Kommentar


        #18
        Zitat von Sascha1987 Beitrag anzeigen
        wie seht ihr das?
        Abgesehen von den üblichen Prognose-Unsicherheiten solltest du auch die Randbedingungen beachten: sämtliche Schmitten-Bahnen sind zu, du musst also hoch laufen, es hat relativ viel Schnee da oben. Könnte schwierig werden.

        Da kommen noch bessere Tage.

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          #19
          So, im Endeffekt hat sich Freitag als Super-Flugtag ergeben und ich konnte die Wetterverhältnisse auch zum Glück ausnutzen.

          Marcel1, danke für die detaillierte Erklärungsansätze und fürs nicht "Vorkauen", aber wirklich helfen konnte mir das nicht wirklich.

          Ich geh mal mit deiner Analyse weiter und Versuche daraus die Lösungen zu finden.

          Hochdruck -> nicht zu stark, und seit kurzem -> große Labilität bzw. gute Thermik?

          Mäßiger Wind ab 4000m -> kann mich nicht erinnern ob es eine Inversionsschicht war, aber warum es auf 3000m kein Wind gibt und auf 4000m mäßiger Wind, kann ich mir heute noch nicht erklären.

          Ich glaube es war am Freitag ein labiler Tag mit wenig Restfeuchte, welches es erlaubte starke Thermiken zu haben ohne zu große Abschattung zu haben (das würde auch erklären wie es möglich war dass es Leute gab die fast 8 stunden in der Luft waren).








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