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Ergebnis 16 bis 21 von 21

Thema: Meteowissen: Winterthermik

  1. #16
    DHV-Mitglied Avatar von luaas
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    AW: Meteowissen: Winterthermik

    Winterthermik, zumindest im Flachland, ist selten ein nutzbares Phänomen. Rein von der Sonne reicht die Einstrahlung kaum aus. Es braucht schon ergänzende Faktoren.
    a) zusätzliche große(!) Heizflächen wie zB ein warmer Fluss
    b) ein Impuls, der die von dieser Fläche erwärmte und angefeuchtete (!) Luft anhebt. Das kann ein Prallhang sein oder eine Konvergenz.

    Die große Heizfläche braucht es, um überhaupt ein genügend großes Luftpaket erwärmen zu können. 6° Temperaturvorsprung eines Flusses im Winter klingt nach viel. Tatsächlich ist das aber wenig im Vergleich zur Heizwirkung einer sonnengewärmten Fläche im Frühjahr. Da kann es direkt über dem Boden gemessen Temperaturgradienten von 10° und deutlich mehr geben!

    Die Volumen bezogene Heizwirkung eines Flusses ist da eher schwach. Deshalb: je breiter bzw. Je länger der Anlauf des Windes über den Fluss umso besser.

    Interessanter ist die Anfeuchtung der Luft durchs wärmere Wasser. Feuchtere Luft hat eine geringere Dichte als trockene. Dieser Faktor kann im Winter mehr ausmachen als die Temperatur.

    Wenn diese angefeuchtete Luft dann noch zwangsgehoben wird und in ein trockeneres Umfeld kommt, kann eine nutzbare Blase daraus werden. Dafür braucht es aber einen gewissen Grundwind!

    Gute Bedingungen für nutzbare Flussthermik sind:
    a) nicht extrem kalt. Sonst kann die Luft nicht genügend Feuchte aufnehmen. Besser noch leicht über 0°.
    b) keine Sonne. Sonne sorgt immer für minimale Konvektion. Die zerpflückt dann unsere angefeuchtete Luft in zu viele kleine Bläschen, die wir nicht mehr nutzen können. Also besser bedeckter Himmel
    c) schöne Flussschleifen, in die der Wind steht. Dort bilden sich dann in der Schleife die nötigen Konvergenzen, welche die thermische Ablösung unterstützen.

    Siedlungen sind wieder ein anderer Fall. Im Winter nicht so ergiebig wie Flüsse. In der Regel zuviel Grundturbulenz, wenn der Wind drüber streicht. Wärme wird gleich weg gemischt, ergibt nicht genügend Luftvolumen für nutzbare Thermik. Es kann aber bei bestimmten Topographien Ausnahmen geben.

    Vielleicht hilft das schon mal weiter, um die Fantasie anzuregen.

    Hinweis: all das Beschriebene bezieht sich nicht auf winterliche Hangthermik im Gebirge, da gelten andere Zusammenhänge.
    Der Gleitschirm-Blog:
    www.lu-glidz.blogspot.de

  2. #17
    DHV-Mitglied Avatar von dobo
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    Nürnberger Land

    AW: Meteowissen: Winterthermik

    ... ich hab den Eindruck, dass es auch Wolkenthermik gibt. Manchmal liegt die Basis ja am Startplatz auf bzw. ist nur wenige hundert Meter drüber.
    Auch bei komplett bedeckten Himmel sieht man da manchmal kleine Flusen, unter denen es besser geht oder Nebelfetzen ziehen den Hang rauf.

    Außerdem labilisiert es großflächig vor einem Schneeschauer - alles Eindrücke aus den letzten 3 Wochen.

    winterliche Grüße aus Nordbayern

  3. #18
    DHV-Mitglied Avatar von conny-reith
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    AW: Meteowissen: Winterthermik

    Habe mal am 16 Januar an dieser 50m Böschung 1000 m Startüberhöhung geflogen.
    .
    .
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Weiherkuppe.jpg 
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    Manchmal geht was.
    Gruß Conny

  4. #19
    DHV-Mitglied Avatar von luaas
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    Bonn

    AW: Meteowissen: Winterthermik

    Zitat Zitat von conny-reith Beitrag anzeigen
    Habe mal am 16 Januar an dieser 50m Böschung 1000 m Startüberhöhung geflogen.
    .
    .
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Manchmal geht was.
    Es gibt immer mal besondere Tage, an denen vieles zusammen passt.
    Lag Schnee und die Sonne schien?
    Der Gleitschirm-Blog:
    www.lu-glidz.blogspot.de

  5. #20
    DHV-Mitglied Avatar von conny-reith
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    AW: Meteowissen: Winterthermik

    Davor im Talkessel von Poppenhausen war der Schnee weggetaut, leichter SW Wind. An der Weiherkuppe noch geschlossene Schneedecke und gute Sonneneinstrahlung fast keine Wolken.
    Geändert von conny-reith (07.12.2017 um 09:55 Uhr)
    Gruß Conny

  6. #21
    DHV-Mitglied
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    AW: Meteowissen: Winterthermik

    Letzten Winter wurde in Bremm lange geflogen, obwohl wenig Wind war. Es ging einfach thermisch über der Mosel. Zwar nicht sehr hoch, aber immerhin so, dass man sich halten konnte.
    In Boppard fliegt man halt nur wenn auch Wind ist. Es trägt dann aber auch oft bis weit über den Rhein und man muss bis zum gegenüberliegenden Ufer fliegen um sinkende Luftmasse zu finden.

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