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Thema: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

  1. #106
    DHV-Mitglied Avatar von UdoH
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Nein, nicht alle Drachenpiloten sind Streckenpiloten und ich glaube auch nicht dass wir hier irgendwie weiter kommen, wenn wir weiterhin ausschließlich Werbung für das Gleitschirmfliegen machen.
    Die Gleitschirmflieger, die das hier im Thread tun, haben ihre Entscheidung ja schon längst getroffen, kein Wunder dass Ihr es ja schon immer besser gewusst haben wollt. Das geht am Kern der Sache meilenweit vorbei.

    Ihr seid kaum jünger und habt auch keinen hohen Zuwachsraten mehr und ich sehe das Gleitschirmfliegen auch überhaupt nicht als Alternative oder Konkurenz.
    Geändert von UdoH (26.06.2013 um 11:43 Uhr)

  2. #107
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Aus einem gerade aktuellen Thread:
    Zitat Zitat von Armin Harich Beitrag anzeigen
    Die Tube/Softkite Frage ist wie die Frage nach Auto/Mototrrad, Drachen / Gleitschirm oder Ski / Snowboard viel Geschmacksfrage. Jeder ist mehr von seinem System überzeugt das er kennt.
    Das entscheidende Wort ist "Geschmacksfrage". Da ich hauptberuflich Markenstrategien ausarbeite, würde ich mal folgendes in den Raum stellen:

    Man sollte als erstes analysieren, was genau bei denen die sich für Drachen entschieden haben, den besseren "Geschmack" ausmacht.
    Ich sehe da primär "Fluggefühl" (Dynamik, Speed, Liegeposition...). Dann auch noch (zumindest kommt das bei vielen hier so rüber) das "Anderssein als die Masse, Exklusivität". Und dann hat das Ganze auch ein eher "sportliches" Image, im Gegensatz zum Teebeutelfliegen, das kaum einer in seinem Bekanntenkreis als Sport verkauft bekommt, allenfalls als Hobby...
    Man müsste das aber noch genauer analysieren.

    Nun sollte man sich keinesfalls um die Nachteile kümmern (Drachen muss besser zu packen sein, Drachen muss besser zu landen sein usw. = Drachen muss ein besserer Gleitschirm werden). In diese Richtung denken viele in diesem Thread, das ist aber falsch. Nach Marketingtheorie würde das erst dann etwas bringen, wenn der gefühlte Unterschied (im Packaufwand, im Gewicht, im Landen usw.) weniger als ca. 10% betragen würde. Alles darüber wird weiterhin als Nachteil angesehen und der graduelle Unterschied ist nahezu irrelevant. Also kann man den Aufwand in diese Richtung aus marketingstrategischen Gründen vergessen - er ist allenfalls als nettes Zugeständnis an die eh-schon-Drachenflieger zu betreiben.

    Richtig ist die Einstellung, die man auch immer mal wieder erlebt: Betont das, was den "Geschmack" ausmacht: Dynamik, Speed, Feeling, "richtiges" Fliegen, sportlicher usw.
    Die, die dadurch anbeißen und "auf den Geschmack kommen" werden all die Nachteile mit einem Handstreich wegwischen. Diejenigen, die die Nachteile zusammenklauben, werden ohnehin nie Drachenflieger.

    Die große (und ausschließliche) Frage sollte also sein: "Wie betont und vermittelt man die Vorteile des Drachenfliegens?" und nicht "Wie kann man die Nachteile verbessern?" - das ist allenfalls sekundär hilfreich.

    In diesem Sinne stimmt das nicht ganz:
    Zitat Zitat von UdoH Beitrag anzeigen
    Das Thema ist viel emotionaler als irgendwelche vermeintlich rationalen Vor- oder Nachteile der einzelnen Fluggeräte. Diese wurden jetzt schon oft genug aufgezählt, das führt zu nichts.
    Die Beschäftigung mit Nachteilen führt tatsächlich zu nichts. Die mit den Vorteilen aber schon!

    Ich kenne keinen einzigen Motorradfahrer, der ernsthaft ein Dach vermisst. Wenn nun ein Motorradhersteller eine besondere aerodynamische Verkleidung entwerfen würde, bei der der Fahrer im Regen trocken bleibt, so nimmt dieser das dankend an oder bevorzugt sogar das Motorrad gegenüber einem anderen. Aber kein Mensch wird deswegen vom Auto auf das Bike umsteigen!
    Geändert von DonQuijote (26.06.2013 um 12:09 Uhr)
    Mit der Schwerkraft kann man nicht verhandeln.
    (Sonny Crockett in Miami Vice)

  3. #108
    DHV-Mitglied Avatar von UdoH
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    Thumbs up AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Hallo JN,
    auch wenn Du mir widersprichst, möchte ich Dir hier gerne unumwunden recht geben.

  4. #109
    GS-Liga
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    @ Udo: Ich widerspreche Dir ja nur in einem klitzekleinen Auslegungsdetail. Die große Blickrichtung zählt...
    Mit der Schwerkraft kann man nicht verhandeln.
    (Sonny Crockett in Miami Vice)

  5. #110
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    warum mich - als gleitschirmflieger mit tendenz zur ultraleichtausrüstung - drachenfliegen trotzdem interessiert und ich hoffentlich bald mal mit einem bergfalken den übungshang runterlaufen werde:

    * ich will das Fluggefühl kennenlernen. es muss doch besser gehen, als auf "einem stuhl sitzend" an zwei schnüren zu zupfen.

    * Kompaktheit - ich erhoffe mir ein viel direkteres, unmittelbares erleben der Luft und der Flugzustände. (auch wenn ich tendenziell eher schlechtes zum Kurven-handling und -radius von Hängegleitern gelesen habe .. ich lasse mich überraschen)

    * Klapper ? gibts nicht beim Hängegleiter !

    * SPEED ! Wolke saugt ? egal - wegdüsen und fertig.

    * Performance ! Gleitzahl 9 - 10 "geschenkt" und zwar ohne einen viel zu hoch gestreckten, unberechenbaren fetzen fliegen müssen

    * 3-dimensionales Fliegen: nicht nur links-rechts, sondern auch auf-und-ab :-) das geht vielleicht auch mit dynamischeren Gleitschirmen - z.b. den ungedämpften Akro-Geräten, aber.. um das zu lernen muss man ja eigentlich direkt über dem see wohnen

    * umwerfende videos wie das hier bereits weiter oben gepostete "Hangin' Low Hang Gliding"

  6. #111
    Registrierter Benutzer Avatar von schoepfus
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Ich für meinen Teil würde Drachenfliegen dann anfangen, wenn es beim Drachen endlich mal in der Entwicklung Richtung HLW gehen würde.

    - Hohe Streckung
    - Hohe Leistung
    - praktisch überschlagsrestistent
    ==> Eigentlich alle Vorteile wie beim Atos, außer dass noch
    - günstiger
    - handlicher
    - wendiger als ATOS
    hinzu kommen würde.

    Aktuell ist es jedoch ähnlich wie beim Gleitschirmfliegen. Je mehr Leistung ich will, desto kritischer werden die Maschinen (siehe: Schränkung = Widerstand, also runter damit). Das einzige fußstartfähige Gerät bei dem dies nicht so ist, ist zZ. leider immernoch nur der ATOS und der ist für den Großteil der Piloten schlicht und einfach zu teuer, zu schwer, zu unhandlich...
    Es gibt zZ ja HLW's für Drachen, aber afaik sind die eher für die "Laufruhe" und nicht als Duck-Schutz gedacht. Soll heißen der Druckpunkt bzw. die Druckpunktwanderung am Flügel ist mit und ohne diesen HLW's gleich. Liege ich da richtig?

    Ein Traum:
    Turmloser Drachen mit HLW, um die 40-45 kg, GZ bei 80 Km/h > 10 ... das wär's ...

    lg schöpfus (der das ATOS-Fliegen nur mit sehr viel Wehmut aufgegeben hat ... )

  7. #112
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    @ herc, ich hoffe für dich du meinst nicht den Bergfalken DHV 01-0022-79 Gütesiegel. für die Flugschule.Hoffentlich ist mir niemand böse wenn ich behaupte das es was besser fliegendes gibt.

    Tomas
    Geändert von Ikarus-Pellicci (26.06.2013 um 14:27 Uhr)

  8. #113
    Registrierter Benutzer Avatar von Bernhard Wienand
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Hallo VNe, deltajo und andere 'Frischlinge', Beiträge <98> und <99>,

    warum habt Ihr denn zum Drachenfliegen gefunden und Euch nicht davon abbringen und umpolen lassen?

    Hallo kaimartin, Beitrag <101>,

    Du triffst m.E. gut den Punkt, die Unterschiede im Fluggefühl zwischen Drachen und Gleitschirm.
    Und das macht m.E. letztlich die Entscheidung aus, Wo will ich hin, was will ich?
    Will ich aufsteigen und dann auch mal pfeilschnell wie ein Falke durch die Luft jagen können?
    Dann nehme ich auch die Schlepperei in Kauf, nehme sie gar nicht wahr in meiner Vorfreude.
    Dann lasse ich mich durch nichts davon abbringen und will Drachenfliegen (lernen).
    Oder will ich eher gemütlich durch die Luft gondeln und gelegentlich Karussel spielen (spiralen)?
    Und wenn ich's eher gemütlich mag, dann will ich's auch am Boden bequem haben.
    Dann ist der Gleitschirm das Richtige.
    Wer starken Stimmungsschwankungen unterliegt fliegt beides ;-).

    Hallo JN, Beitrag <107>,

    Deine Ansichten teile ich zu 100% und kann auch nur wiederholen: Ich muss den Geschmack, muss Appetit bekommen. Das kann ich aber nur, wenn es auch geschmackvoll und appetitlich präsentiert wird.

    Und schaut Euch unter diesem Gesichtspunkt mal die Drachenflug-Welt auf der DHV-Website an, http://www.dhv.de/web/piloteninfos/drachenflug-welt/, könnte die Neulingen Appetit auf's Drachenfliegen machen? Was für ein Kosmos tut sich da auf? Wovon träumt ein Anfänger?

    Hallo herc, Beitrag <110>,

    Du meinst sicher den Greifvogel Bergfalke nicht den Drachen-Oldtimer 'Bergfalke', oder?

    Hallo schoepfus, Beitrag <111>,

    Du stellst Dir mit dem leichten und preiswerten 'Starren' genau das vor, was ich mit dem 'Semiflexiblen' anstrebe. Mal sehen, ob ich da noch weiter komme.

    Gruß, Bernhard

    PS 27.6.13 zu Schöpfus:
    Ein Traum: Turmloser Drachen mit HLW, um die 40-45 kg, GZ bei 80 Km/h > 10 ... das wär's ...
    Nachdem ich gestern meinen Laptop zugeklappt hatte: War das vielleicht ironische gemeint?
    Ansonsten hat Dich Carsten ja schon aufgeklärt.
    Geändert von Bernhard Wienand (27.06.2013 um 17:20 Uhr) Grund: PS nachgetragen

  9. #114
    DHV-Mitglied Avatar von czuelch
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    AW: OT: alte Lappen in der Übungshang (oder A-Schein) Ausbildung

    @ schoepfus:
    Es gibt zZ ja HLW's für Drachen, aber afaik sind die eher für die "Laufruhe" und nicht als Duck-Schutz gedacht. Soll heißen der Druckpunkt bzw. die Druckpunktwanderung am Flügel ist mit und ohne diesen HLW's gleich. Liege ich da richtig?
    Das Combat-Leitwerk liefert einen erheblichen Beitrag zur Längsstabilität und damit zum Tuck-Schutz. Mit Leitwerk können die Sprogs deutlich niedriger stehen als ohne. Die Combats sind damit (wie die Atosse) eine Art Mischform zwischen Nurflügel und Leitwerksflieger.
    Auch von den Leistungsdaten, die Du Dir wünschst, sind moderne Turmlose nicht weit weg (siehe die Ergebnisse der Anger Open, die gerade die Geschwindigkeit bei Gleitzahl 10 messen: Schon 2008 77 km/h bei GZ 10. Heute dürfte Dein Wunschwert erreicht sein.). Vom Gewicht her sind moderne Turmlose deutlich leichter als die von Dir genannten 40-45 kg. Die neuen CFK-Combats werden richtig leicht (<33kg, mit Leitwerk). Und wenn es klappt, wie angekündigt, das mit einem Kurzpackmaß unter 4m zu kombinieren, dann ist das schon ein interessantes Paket. Jaja, ich weiß, sie werden auch teuer sein, aber da sollte man auch so fair sein, sie mit anderen Voll-CFK-Turmlosen zu vergleichen.
    Will sagen: Es gibt in unserem "Nischensport" erstaunlich vielfältige Angebote. Ich glaube nicht, dass der Sport daran leidet, dass es nicht die richtigen Geräte gibt.

    Gruß
    C.

    P.S. @ JN: Gut gesagt, auch ich bin völlig Deiner Meinung.
    Geändert von czuelch (26.06.2013 um 22:42 Uhr)

  10. #115
    Registrierter Benutzer Avatar von mhusmann
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Jn in #107 und herc in #110 haben es treffend auf den Punkt gebracht.
    Nur, herc, Finger weg von so einer Uraltgurke wie den Bergfalken. Der gehörte schon ins Museum als ich meine Schulung hatte und das ist lange her.

    Gleitschirmflieger träumen auch nicht davon mit einem Genair zu fliegen. Wenn doch: lch hab noch einen im Keller ;-)

    Ich staune wie zäh sich der Glaube an irgendwelches Uralt-Equipment bei Drachenfliegern hält. Natürlich halten die Dinger ewig, aber die Entwicklung ist weitergegangen und selbst einen aktuellen Turmlosen zu fliegen ist absolut kein Hexenwerk.

    Versuch mal den Fox und du wirst das Grinsen nicht mehr los.

  11. #116
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Hallo Bernhard,

    Ich wollte Drachenfliegen, seitdem ich als Kind in den Alpen Drachen- und Gleitschirmflieger gesehen habe. Hatte keinen Plan, dass es überhaupt Flugschulen gibt etc. Hatte lange die Vorstellung, mir irgendwann mal nen Drachen zu kaufen und selber rauszufinden, wie das geht.

    Dann bin ich über den Unisport auf die Drachengrundausbildung in Südfrankreich gestoßen, was wunderbar lief. Dadurch stand quasi fest, dass ich Drachenflieger werden möchte. Die ganzen Umpolversuche hier in Deutschland gingen mir einfach nur auf die Nerven.

    Habe inzwischen auch nen Gleitschirmschein, aber bin seit der Ausbildung nicht mehr geflogen, weil mir Drachen einfach mehr Spaß macht. Und die 15 Minuten Auf- und Abbau empfinde ich auch nicht so dramatisch. Gleitschirm wird sicher wieder sehr interessant, wenn man Akrobatik macht oder walk&fly.

    LG, Johannes.

  12. #117
    Registrierter Benutzer Avatar von Bernhard Wienand
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Hallo deltajo,

    Danke für Deine anschaulichen Schilderungen Deiner Drachenflieger-Laufbahn.

    Könntest Du denn noch weiter ausführen, warum Dir 'das Drachenfliegen einfach mehr Spaß macht' als das Gleitschirmfliegen?

    Gruß, Bernhard

  13. #118
    DHV-Mitglied Avatar von Robert Benedek
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Zitat Zitat von deltajo Beitrag anzeigen
    ....Dadurch stand quasi fest, dass ich Drachenflieger werden möchte. Die ganzen Umpolversuche hier in Deutschland gingen mir einfach nur auf die Nerven.
    LG, Johannes.
    Ich musste schon Mitte der 90-er jedes WE ca. 380 km von Karlsruhe an die Hochries pendeln - weil mich damals schon jede angeschriebene Flugschule "bekehren" wollte.
    Bei Spritpreisen unter DM 1,00 ging das gerade noch.

    Jetzt wundern wir uns...

    Andererseits kann ich es irgendwo verstehen - es wird überall verkündet die GS Ausbildung sei lukrativer.
    Hier haben die HG Hersteller m.E. den Zug verschlafen: Sponsoring in Form von Schulungsgeräten zum Selbstkostenpreis sowie deren Wartung hätte sich bei der schon lange stark ausgedünnten FS-Landschaft bestimmt gerechnet. Die mit den guten Ideen waren leider nicht die Marktschwergewichte.

  14. #119
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Hmm... nicht leicht zu formulieren, warum mir Drachenfliegen mehr Spaß macht.

    Am liebsten sage ich abstrakt, das komplette Fluggefühl ist besser, dynamischer, mehr mit dem Fluggerät verbunden. Es kommt meinen Träumen, die ich als Kind vom Fliegen hatte, am nächsten.. und ich fühle mich den mit mir in der Thermik kreisenden Vögeln mehr verbunden, als wenn ich mich in einem Sessel sitzend durch ihr Reich bewegte.

    Ich mag den Start, weil der Drachen flugbereit auf meinen Schultern liegt und ich einfach losgehe und gleichmäßig beschleunige, bis er mich vom Boden weghebt. Einen Gleitschirm muss ich erstmal aufziehen (vorlaufen), dann warten bis er kommt (stehenbleiben oder zurücklaufen), schauen, ob alles in Ordnung ist, weiterlaufen...beschleunigen, starten (geht natürlich auch).

    Ich finde die Flugposition und die Steuerung in der Luft besser. Die Flugposition wohl wegen der Vogelähnlichkeit, und es kommt mir auch dynamischer vor und ich spüre die Geschindigkeit besser. Die Steuerung finde ich einfach genial konzipiert: ich ziehe meinen Schwerpunkt nach vorne, der Drachen nimmt die Nase runter und beschleunigt. Ich verschiebe mein Gewicht nach rechts oder links, der Drachen dreht in eine Rechts- oder Linkskurve. Das vermittelt mir irgendwie mehr das Gefühl vom "echten" Fliegen, als wenn ich an zwei Leinen ziehe.

    Ich fühle mich in turbulenter Luft sicherer. Ich fühle mich bei herannahendem Gewitter sicherer, weil ich besser davon fliegen kann (und mit dem Gleitschirm keine Steilspirale beherrsche ;-) ).

    Ich mag die Landung. Insbesondere mag ich - wenn man mit etwas Überfahrt reinkommt - die Ausschwebphase über dem Boden. Ich finde genial, wie ein so schnelles Fluggerät sich vor der Landung so verlangsamen kann, dass man gemütlich mitlaufen kann. Und ich bin der Meinung, dass eine gute Drachenlandung beeindruckender aussieht als eine gute Gleitschirmlandung.

    Und zu guter Letzt mag ich das Aussehen von Drachen. Aber das kann auch daher kommen, weil ich mit ihnen ein schönes Fluggefühl verbinde :-).

  15. #120
    DHV-Mitglied Avatar von Micha0365
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Wenn die komplette Ausrüstung in Form von 1 bis 2 gut tragbaren Gepäckstücken in den Kofferraum meines A5 Sportback passt, maximal 30kg wiegt, sich in maximal 15 Minuten flugfertig Auf- als auch Abbauen/Einpacken lässt, das Teil in jeder Bergbahn mitgenommen werden kann, erheblich besser fliegt als ein moderner EN-C Schirm (z.B. GZ >12 bei 75 km/h), sich ohne Rampe sicher starten und sich genauso einfach wie ein Schirm landen lässt, würde ich wahrscheinlich umsteigen. Selbst wenn es so viel kosten würde, wie ein Atos oder noch mehr.

    Mein heutiges Bild vom typischen Drachenflieger (vielleicht hier und da etwas überspitzt):

    2 Leitern auf einem großen Auto oder Campingbus. Darauf festgezurrt 2 Packwürste a 4 Meter.
    Gefühlt zusätzlich noch 1 Kubikmeter Kleinkram im Kofferraum. Abends kommt das gute Teil runter, damit es nicht am nächsten Tag weg ist oder nachts nass wird. Dauert ja nur jeweils eine halbe Stunde und das muss einem der Spaß schon wert sein.

    Zum Fliegen verabredet man sich am Besten mit "Leidensgenossen", weil man ja Rückholer braucht. Dann fährt man zu einem der relativ wenigen Berge, auf die man erstens mit dem Drachen überhaupt sinnvoll rauf kommt (notfalls mit einem nichtfliegenden Fahrer und dem eigenen Auto) und die zweitens eine Startrampe haben, die gerade zum Wind passt.

    Irgend wann fliegt man und das besser, schöner und weiter als jeder Gleitschirm. Horrido !
    Wenn es ans Landen geht, sucht man sich eine der überall vorhandenen flugplatzgroßen flachen Wiesen aus, weil die höhere Geschwindigkeit und der bessere Gleitwinkel ja nicht unbedingt auch gleich das Augenmaß des Piloten verbessern.
    Dort landet man dann majestätisch mit einem anschließend nur ganz leicht verbogenen Trapez.

    Man genießt das etwa 2 stündige Abbauen und einpacken in der prallen Sonne. Danach haben die Schultern wenigstens wieder die gleiche Farbe wie die Nase. Es ist ja eh keine Eile, weil man alleine sowieso nicht mehr weg kommt. Kaum ein paar Stunden später kommt schon ein Vereinskollege mit irgend einem beleiterten Auto, reißt einen aus seinem Fliegerträumen und hilft einem die Ausrüstung wieder auf die Leitern zu zurren. Gemeinsam bringt man sie noch kurz ins eigens dafür angemietete Zwischenlager, weil die etwas kleinliche Ehefrau immer so seltsam reagiert, wenn die Packwürste daheim im Gang liegen.

    Kurz nach 21 Uhr erreicht man erschöpft aber glücklich die Fliegerkneipe, um endlich das wohl verdiente Landebier zu kippen. Leider ist kein einziger Platz mehr frei, weil schon seit Stunden alles voll ist von Gleitschirmfliegern, die nach dem mittlerweile 6ten Landebier leicht lallend darüber lamentieren, wie viel besser Drachen doch fliegen und wie toll das doch sein muss, wenn man in 4 Stunden nicht nur 100 km fliegen kann, sondern 180...
    ----
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