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Thema: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

  1. #511
    GS-Liga
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    Nov 2005
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    5.825

    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Zitat Zitat von Bernhard Wienand Beitrag anzeigen
    Aber zu lesen, was im Kopf eines GS-Piloten so hinsichtlich Drachen vor sich geht, fand ich schon aufschlussreich.
    HG wär schon geil, aber dieser Aufwand.
    Ich glaube, so geht es vielen, aber eben nicht allen.
    Denke nicht, dass sich die HG auf diese Argumentation versteifen sollten. Ich persönlich kenne wirklich sehr viele GS-Piloten, insbesondere gute und die Weltelite, aber auch Anfänger und ganz normale aus dem Hausberg- und Vereinsleben. Ich habe die Aussage "HG wär schon geil, aber dieser Aufwand." eher selten gehört. Der Aufwand, den ich fürs GS-Fliegen betreibe ist auch enorm, da könnte ich auch nen Drachen nehmen. Klar sieht man die Jungs schleppen und aufbauen, aber man denkt über den Aufwand gar nicht mal nach, wenn man schon das "HG wär schon geil" gar nicht denkt.

    Ich würde sagen, dass die allermeisten GS Flieger das GS Fliegen geil finden und nicht die Bohne darüber nachdenken, ob das Drachenfliegen noch geiler sein könnte. Das federleichte, weiche, Smoothe mit einem GS möchte man intuitiv nicht unbedingt mit so einem Gestänge tauschen. Dass das Fluggefühl eventuell geiler sein könnte, darüber denken vermutlich 99% der GS-Piloten NIE nach. Es ist auch für einen GS-Piloten, der noch nie HG geflogen ist, sehr abstrakt sich das vorzustellen, da das GS-Fliegen ja schon gut (genug) ist.

    In Gesprächen mit HG-Piloten war das auch noch nie ein Thema. Man redet eher über die Tagesqualität, Wetter, Gelände, Flugvorhaben etc. Allenfalls entschuldigen sich die HG Piloten von sich aus "Ja, ist halt schon ein Aufwand den Drachen aufzubauen, deshalb will man auch nicht absaufen" usw. Dass mal einer wirklich sagt "Hey Jungs, ich würde echt mal HG ausprobieren, weil das Fluggefühl nochmal ganz anders ist als beim GS" oder so, hab ich noch NIE erlebt. Das wird höchstens hier im Forum gesagt, aber nie im Gespräch.

    Eventuell müsste man eine positive Kampagne entwickeln, welche genau dieses angeblich geile Fluggefühl thematisiert (Wording, Bilder, Filme, Interviews...) damit Gleitschirmflieger erst einmal auf die Idee kommen, darüber nachzudenken, ob das geiler sein könnte. Headline z. B. "The dynamic way to fly."

    Wenn wir gerade beim Wording sind, ich finde "Hängegleiter" und "Drachen" total grausam und abturnend. "Delta" wie die Schweizer sagen hingegen geil. Ich würde das einfach übernehmen:

    DELTA - THE DYNAMIC WAY TO FLY

    In diese Richtung müsste eine Awareness-Kampagne gestartet werden, um den zentralen Aspekt (Flugdynamik) überhaupt mal bekannt zu machen. IHR HG-Piloten wisst das - wir GS-Piloten nicht! Leistung an sich ist ja abstrakt, ob ich 200 km weit mit dem GS, 300km mit dem Delta oder 800 mit dem Segelflieger komme, ist ja im unmittelbaren Vergleich innerhalb der Szene völlig egal. (Ok, das mit dem Dreieck im Flachen ist schon ein Argument). Ich würde das aber nicht in den Vordergrund stellen für eine "Abwerb-Kampagne", sondern definitiv das coolere Fluggefühl / Speed / Dynamik (sag ich jetzt mal so, ohne je HG geflogen zu sein ;-) und ich sage das bewusst, obwohl ich ein Strecken- und kein Acroflieger bin.

    Zum Branding ganz generell: Es ist keine gute Idee, sämtliche Vorteile aufzulisten, die Nachteile zu relativieren und everybody's darling sein zu wollen. Der richtige Weg ist es, DAS ZENTRALE ARGUMENT zu definieren, zu thematisieren, zum Leben zu erwecken. Gerne extrem und polarisierend. Damit gewinnt man Fans - und Feinde. Macht aber nichts, weil auf jeden Feind ein Fan kommt und man damit schon gewonnen hat.

    Sorry, jetzt ist mein professioneller Gaul mit mir durchgegangen. Aber im Sinne der Thread-Frage wäre das aus Werbersicht die richtige Vorgehensweise.
    Geändert von DonQuijote (13.03.2019 um 13:03 Uhr)
    Mit der Schwerkraft kann man nicht verhandeln.
    (Sonny Crockett in Miami Vice)

  2. #512
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    @JN, absolut einverstanden.
    Ein paar Videosequenzen mit richtig hohen Turns könnten zB Wunder wirken.
    www.slople.com - Über 10'000 Hänge mit Wind- und Wetterprognosen für Modellsegelflug- und Gleitschirmpiloten!

  3. #513
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Zitat Zitat von DonQuijote Beitrag anzeigen
    Denke nicht, dass sich die HG auf diese Argumentation versteifen sollten. Ich persönlich kenne wirklich sehr viele GS-Piloten, insbesondere gute und die Weltelite, aber auch Anfänger und ganz normale aus dem Hausberg- und Vereinsleben. Ich habe die Aussage "HG wär schon geil, aber dieser Aufwand." eher selten gehört. Der Aufwand, den ich fürs GS-Fliegen betreibe ist auch enorm, da könnte ich auch nen Drachen nehmen. Klar sieht man die Jungs schleppen und aufbauen, aber man denkt über den Aufwand gar nicht mal nach, wenn man schon das "HG wär schon geil" gar nicht denkt.

    Ich würde sagen, dass die allermeisten GS Flieger das GS Fliegen geil finden und nicht die Bohne darüber nachdenken, ob das Drachenfliegen noch geiler sein könnte. Das federleichte, weiche, Smoothe mit einem GS möchte man intuitiv nicht unbedingt mit so einem Gestänge tauschen. Dass das Fluggefühl eventuell geiler sein könnte, darüber denken vermutlich 99% der GS-Piloten NIE nach. Es ist auch für einen GS-Piloten, der noch nie HG geflogen ist, sehr abstrakt sich das vorzustellen, da das GS-Fliegen ja schon gut (genug) ist.

    In Gesprächen mit HG-Piloten war das auch noch nie ein Thema. Man redet eher über die Tagesqualität, Wetter, Gelände, Flugvorhaben etc. Allenfalls entschuldigen sich die HG Piloten von sich aus "Ja, ist halt schon ein Aufwand den Drachen aufzubauen, deshalb will man auch nicht absaufen" usw. Dass mal einer wirklich sagt "Hey Jungs, ich würde echt mal HG ausprobieren, weil das Fluggefühl nochmal ganz anders ist als beim GS" oder so, hab ich noch NIE erlebt. Das wird höchstens hier im Forum gesagt, aber nie im Gespräch.

    Eventuell müsste man eine positive Kampagne entwickeln, welche genau dieses angeblich geile Fluggefühl thematisiert (Wording, Bilder, Filme, Interviews...) damit Gleitschirmflieger erst einmal auf die Idee kommen, darüber nachzudenken, ob das geiler sein könnte. Headline z. B. "The dynamic way to fly."

    Wenn wir gerade beim Wording sind, ich finde "Hängegleiter" und "Drachen" total grausam und abturnend. "Delta" wie die Schweizer sagen hingegen geil. Ich würde das einfach übernehmen:

    DELTA - THE DYNAMIC WAY TO FLY

    In diese Richtung müsste eine Awareness-Kampagne gestartet werden, um den zentralen Aspekt (Flugdynamik) überhaupt mal bekannt zu machen. IHR HG-Piloten wisst das - wir GS-Piloten nicht! Leistung an sich ist ja abstrakt, ob ich 200 km weit mit dem GS, 300km mit dem Delta oder 800 mit dem Segelflieger komme, ist ja im unmittelbaren Vergleich innerhalb der Szene völlig egal. (Ok, das mit dem Dreieck im Flachen ist schon ein Argument). Ich würde das aber nicht in den Vordergrund stellen für eine "Abwerb-Kampagne", sondern definitiv das coolere Fluggefühl / Speed / Dynamik (sag ich jetzt mal so, ohne je HG geflogen zu sein ;-) und ich sage das bewusst, obwohl ich ein Strecken- und kein Acroflieger bin.

    Zum Branding ganz generell: Es ist keine gute Idee, sämtliche Vorteile aufzulisten, die Nachteile zu relativieren und everybody's darling sein zu wollen. Der richtige Weg ist es, DAS ZENTRALE ARGUMENT zu definieren, zu thematisieren, zum Leben zu erwecken. Gerne extrem und polarisierend. Damit gewinnt man Fans - und Feinde. Macht aber nichts, weil auf jeden Feind ein Fan kommt und man damit schon gewonnen hat.

    Sorry, jetzt ist mein professioneller Gaul mit mir durchgegangen. Aber im Sinne der Thread-Frage wäre das aus Werbersicht die richtige Vorgehensweise.
    Interessanter Input. Ich höre z.B. oft von GS Fliegern über den Drachen (das Delta): "Ich würde mich da fürchten unter dem Ding." und ich selbst denke mir beim Beobachten der Gleitschirme: "Ich weiß nicht recht wie es mir unter so einem Schirm ginge. Da kann man sich ja nirgends festhalten an so einem Schirm.." Das heißt im ersten Schritt ist einem das andere Gerät wohl eher unbehaglich..

    Wie ich mich zwischen Drache und GS entschieden habe, war meine Entscheidung ganz simpel getroffen. Als Modellflieger habe ich mich gefragt: "was wäre ferngesteuert wohl lustiger zu fliegen: Drache, oder Gleitschirm" Ohne auch mich nur Ansatzweise mit den Acroeigenschaften von GS und Drache auseinander zu setzen, habe ich mich für den Drachen entschieden. Heute hätte ich vermutlich ein Youtube Video von Speedflyern gefunden und mich für den GS entschieden. Vom Streckenfliegen, was mich heute primär interessiert, wusste ich vor der Ausbildung auch nichts.

    Ob man einen Gleitschirmflieger durch die Dynamik des Drachen überzeugen kann? Ja vielleicht. Vielleicht muss man aber die Gleitschirmflieger die GS nichts als geil finden einfach auslassen. Vielleicht kann man auch nur die abholen, die das "aktive Fliegen" loswerden wollen, und sich doch noch ein bißchen fürchten vor Hammerbärten. Ich kann da jetzt auch nicht zu wenig dazu sagen, weil ich Gleitschirmfliegen nicht kenne. Aber ich kann mich an einen Vortrag von Lex Robe erinnern, wo er gesagt hat, man muss durch die thermikstarke Zeit eben durchbeißen und sich auf die butterweiche Abendthermik freuen. Ich kenne mit dem Starrflügler eher umgekehrt: Ich freu mich auf die Zeit zwischen 14:00 und 17:00 mit der Hammerthermik. Und in der butterweichen schwächeren Abendthermik, werde ich ungeduldig weil nix weitergeht und der Nacken schon schmerzt...

    Ich weiß - das geht jetzt schon wieder in die Richtung was besser/sicherer, ect. sei. Wie gesagt, ich kann es nicht einschätzen und mich nur an Indizien orientieren... Ist der Drache in thermischer Luft tatsächlich stressfreier als ein GS, solange man Anfänger ist?

    lg
    Martin

  4. #514
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    740

    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Interessante Frage...

    Der psychologische Grundansatz vom anderen Don "the dynamic way to fly" ist auch aus meiner sicht der 100% richtige, ABER

    Ich denke um die Delta Szene zu beleben bräucht es geräte die sich wirklich (!) flugzeugähnlich fliegen (sehr dynamisches steigen aus dem speed, echte 3-achs steuerung) aber ähnlichen (boden) handlingkomfort wie PG aufweisen.

    - also maximal 25kg gesamtgewicht in 2 handlichen max. 2m langen paketen a 12 kg
    - leistung mind. wie ein atos
    - sitzende oder zurückgelehnte flughaltung
    - auerodynamisch 3-achs gesteuert
    - Die Kosten dürfen auch nicht wesentlich höher sein und der Wartungsaufwand auch nicht.

    der flexi Delta ist aus meiner sicht ein historischer kompromiss, der mehr oder weniger seine existenzberechtigung (als konzept) verloren hat - entsprechend stellt sich die aktuelle lage ja dar.

    Provokant gesagt könnte man auch versuchen alte waffenräder als mountainbikes zu promoten, wird aber gegen ein modernes fully enduro kaum argumente haben.

    Denn egal wie man es dreht, ein moderner GS gewinnt beim Handling und Flugkomfort (pilotenposition) und bei den Neukauf Initialkosten gegen einen flexi Delta um Welten - und weder steigt der flexi delta besser noch fliegt er im normalflug dramatisch schneller / besser

    Bei den Behaltekosten / wertverlust (zumindest im vergeich zu atos) verliert der GS (darüber denken viel halt nicht nach...

    segelflieger wieder etwas anders, denn einen guten segelflieger kann ich nach 10 jahren fast ohne wertverlust verkaufen, ein GS ist nach 10 jahren auf null - die anfangsinvestition ist aber eine völlg andere liga....

    Ich denke auch das viele GS Flieger (vor allem jene die noch nie D oder 2-leiner oder sehr kleine schirme geflogen sind sondern nur A oder Low B) auch gar keinen Bedarf an Flugzeugfeeling haben und das auch nicht nachvollziehen können, da sie keine "speedbrains" haben ( = gehirne die auf schnelle abarbeitung dynmaischer ereignisse trainiert sind)

    Die meisten wollen doch einfach ohne allzuviel nachzudenken entspannt fliegen, ohne allzu mühsame lernkurve ein paar gemütliche flüge im jahr / urlaub machen und das wars, sieht man ja gut daran wie schlecht 50 - 70% der piloten ihre geräte beim start oder der landung beherrschen (in der luft sieht mans ja meistens nicht außer an grauenhaften nullskills / unaufmerksamkeit beim ausweichen u.ä.)

    Diese Marketinglüge hat PG als Sport sehr erfolgreich platziert, denn über die enormen gefahren des PG (die vor allem durch das sehr kleine operational window entstehen) wird wenig gesprochen, sondern PG wird als total sicherer einfacher sport vermarket - wenn alles gut geht ist er das auch (es gibt ja sonst kein fluggerät wo du einen kartoffelsack dranbinden kannst und der wird recht ok landen ,-)

    anders gesagt: für 70 bis 80 % der piloten ist schon ein Low B genug stress, die sind mit einem dynamischeren fluggerät ala delta oder gar atos schon beim start auf der rampe BEIM ZUSEHEN komplett überfordert.

    Wenn man flugzeugfeeling will geht das ja auch fast beim PG = ein (offener) 2-leiner bei dem man aus dem gas geht und der dann dynamisch noch ordentlich steigen kann oder ein 15qm miniwing .... das ist fliegen viel viel näher an einem segelflieger als an einem "kartoffelsack passivgerät" ala mittig belasteter Low B.

    Wenn ich also Flugzeugfeeling will dann muss ich nur einen kleinen oder schnellen PG nehmen und bin schon nahe dran am feeling aber mit vergleichsweise null aufwand.

    Also wieder schlechte Karten für Argumente pro (flexi-) Delta

    wenn man echtes flugzeugfeeling -

    und die damit verbundene x-fach höhere anforderung an den piloten im vergleich zu "Normalen" gs - denn nicht vergessen die meisten die einigermaßen ok einen GS fliegen würden einen segelflieger beim ersten einkreisen einer thermik SOFORT abreissen -

    will, dann doch gleich echte 3-achs steuerung und keine "krücke" ala atos wo ich aerodynmische steuerung mit gewichtssteuerung zu einem (aus sicht eines 3-achs piloten) faulen kompromiss verbinde.

    Es sieht also aus meiner sicht ziemlich mau aus für gewichtgesteuerte deltas, denn der vorteil zu einem modernen leistungs GS ist gering, der handlingnachteil aber gewaltig.

    denn mit einem 5-6 kg schweren modernen zweileiner / 3-leiner und einem leichten strecken GS kann ich locker 1000hm gemütlich in 2-3h zu fuss aufsteigen, das geht auch mit einem leichten delta nicht mehr.

    Aus meiner Sicht sind die meisten pro Delta fliegen argumente vor allem durch moderne 2-leiner komplett gekillt.

    Wenn man sich jetzt noch überlegt das sicher in den nächsten jahren EN C zweileiner mit mehr plastik / rast artigen konstruktionen und weniger streckung kommen werden die dann für fast jedermann das segelflugzeug ähnliche fluggefühl ermöglichen, dann sind flexi deltas umso mehr tot.

    Was glaube ich einen enormen impuls geben würde wären kunstflugteugliche 3-achs gesteuerte geräte ala mix aus atos archeopterix ...

    so in richtung swift, aber deutlich leichter, ohne hänger transportierbar und zum preis eines highend sportgeräts (also 10 - 15K statt +30K)

    aktuelle flex deltas können im endeffekt aus meiner beobachter außensicht (bin leider noch nie einen geflogen) fast nichts besser als aktuelle leistungs PG, sind aber wesentlich mühsamer und bei start und vor allem landung deutlich anspruchsvoller ( = wesentlich höhere gefahr sich zu verletzen da viel harte gegenstände in körpernähe und vergleichsweise sehr komplexer, wesentlich fehlerträchtigerer landevorgang ) während zb ein 3-achs gesteuerter swift bei passender landebahn (wiese) so sicher zu landen ist wie ein normaler segelflieger


    PS:

    Ich bin in meinem Leben bisher einiges an heli, etwas motorfläche, viel speedflyer, viel paragleiter, ein wenig segelflieger, einiges an motorfläche als reines transportmittel (usa) - und zwar genau in der historischen reihenfolge - geflogen.

    ich weis also sowohl wie es sich anfühlt mit 200 mit dem segelflieger anzustoffen und dann die energie umzusetzen - oder mit 160 am relief entlangzunageln oder in der welle zu fliegen ...... das ist extrem geiles fliegen ...sehr anders als gs aber saugeil - als auch was es bedeutet mit einem speedflyer mit 120 km/h 2cm über dem schnee einen grat mit barrel rolls abzufliegen - auch extrem geiles fliegen, wieder komplett anders.

    PG ist im vegleich spazierengehen in der luft, luftschach, ein beruhigendes und manchmal aufregendes (starke thermik) 100% ungefiltertes naturerlebnis

    absolut scheisse beim segelfliegen ist aus meiner sicht der dafür notwendige aufwand (flugplatz, vereinsmeierei etc.) wenn man nicht eben mal 200K € für einen guten doppelsitzer motorsegler hinlegen kann / will und der bürokratische aufwand ist im vergleich auch ziemlich unpackbar (in AT)

    beim delta ist für mich die bauchlage (ich bin schlank uns sehr sehr sportlich) und die unnatärliche kopfhaltung schon vom zusehen her ein echtes minus, aber im sitzen mit strecken GZ ala Paragleiter viel eher denkbar.

    der transport und aufbauaufwand beim (semi starren) Delta steht aus meiner (aussen) sicht in keinem verhältnis zum leistungsgewinn - die meisten bei uns bauen gut 1h auf und gut 30 min ab....

    erst beim atos wird das thema leistungsunterschied in summe aus meiner sicht wirklich interessant, der lässt sich aber alleine nicht mehr als ein paar hundert meter vom parkplatz transportieren

    das einzige fußstartbare flieger der mich wirklich interessieren würde ist etwas ala swift oder archeopterix ( = segelflugzeug ohne flugplatzzwang und mit deutlich verringerter bürokratie) aber kunstflugfähig, WENN ich dafür die Zeit hätte, denn das lässt sich nicht mehr mit berggehen / multi sport tagen (skitour + speedly + paragleiten etc.) verbinden

    Warum mich nach wie vor PG / speedflyer mehr faszinieren ist das abolut freie fluggefühl und die Möglichkeit fliegen und bergsteigen / skitouren zu verbinden - also maximaler outdoor erlebniswert statt "technisches" herumgewurstel auf einem Flugplatz / mit ATC etc...

    auch die beim PG sehr geringen windgeräusche - man hört und spürt die natur - sind ein riesen argument pro GS - das fällt beim segelflieger komplett weg und ist schon beim speedflyer (55 bis 75 km/h trim) windgeräusche dominieren - nicht mehr so schön ruhig / entspannend

    soweit meine Gedanken zum Thema...

    LG

    P
    Geändert von DonP (14.03.2019 um 18:57 Uhr)

  5. #515
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Naja, mal so von aussen betrachtet:

    da fragt ein TOP-GS-Pilot nach einer Möglichkeit, Drachenfliegen mal mit einem knallharten Tandemflug kennen zu lernen – der wäre, wenns ihm taugt, für euch ein Multiplikator wie vom Himmel gesandt. Ergebnis: tja, vielleicht geht das da oder dort, warum denn Hochgebirge, das braucht ned, das geht doch auch am Übungshang, uswusf. Der andere hat eine HP, die man für Drachenflieger erweitern könnte. Ergebnis: frag mal jemand anderen, ist mir zuviel Aufwand uswusf.

    Und da wundert ihr euch einerseits, dass bei euch nix weitergeht und andererseits, dass ihr von GS-Fliegern immer häufiger belächelt werdet? Mich nicht.

    Bernd

  6. #516
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Zitat Zitat von DonP Beitrag anzeigen
    Interessante Frage...

    Der psychologische Grundansatz vom anderen Don "the dynamic way to fly" ist auch aus meiner sicht der 100% richtige, ABER

    Ich denke um die Delta Szene zu beleben bräucht es geräte die sich wirklich (!) flugzeugähnlich fliegen (sehr dynamisches steigen aus dem speed, echte 3-achs steuerung) aber ähnlichen (boden) handlingkomfort wie PG aufweisen.

    - also maximal 25kg gesamtgewicht in 2 handlichen max. 2m langen paketen a 12 kg
    - leistung mind. wie ein atos
    - sitzende oder zurückgelehnte flughaltung
    - auerodynamisch 3-achs gesteuert
    - Die Kosten dürfen auch nicht wesentlich höher sein und der Wartungsaufwand auch nicht.

    der flexi Delta ist aus meiner sicht ein historischer kompromiss, der mehr oder weniger seine existenzberechtigung (als konzept) verloren hat - entsprechend stellt sich die aktuelle lage ja dar.

    Provokant gesagt könnte man auch versuchen alte waffenräder als mountainbikes zu promoten, wird aber gegen ein modernes fully enduro kaum argumente haben.

    Denn egal wie man es dreht, ein moderner GS gewinnt beim Handling und Flugkomfort (pilotenposition) und bei den Neukauf Initialkosten gegen einen flexi Delta um Welten - und weder steigt der flexi delta besser noch fliegt er im normalflug dramatisch schneller / besser

    Bei den Behaltekosten / wertverlust (zumindest im vergeich zu atos) verliert der GS (darüber denken viel halt nicht nach...

    segelflieger wieder etwas anders, denn einen guten segelflieger kann ich nach 10 jahren fast ohne wertverlust verkaufen, ein GS ist nach 10 jahren auf null - die anfangsinvestition ist aber eine völlg andere liga....

    Ich denke auch das viele GS Flieger (vor allem jene die noch nie D oder 2-leiner oder sehr kleine schirme geflogen sind sondern nur A oder Low B) auch gar keinen Bedarf an Flugzeugfeeling haben und das auch nicht nachvollziehen können, da sie keine "speedbrains" haben ( = gehirne die auf schnelle abarbeitung dynmaischer ereignisse trainiert sind)

    Die meisten wollen doch einfach ohne allzuviel nachzudenken entspannt fliegen, ohne allzu mühsame lernkurve ein paar gemütliche flüge im jahr / urlaub machen und das wars, sieht man ja gut daran wie schlecht 50 - 70% der piloten ihre geräte beim start oder der landung beherrschen (in der luft sieht mans ja meistens nicht außer an grauenhaften nullskills / unaufmerksamkeit beim ausweichen u.ä.)

    Diese Marketinglüge hat PG als Sport sehr erfolgreich platziert, denn über die enormen gefahren des PG (die vor allem durch das sehr kleine operational window entstehen) wird wenig gesprochen, sondern PG wird als total sicherer einfacher sport vermarket - wenn alles gut geht ist er das auch (es gibt ja sonst kein fluggerät wo du einen kartoffelsack dranbinden kannst und der wird recht ok landen ,-)

    anders gesagt: für 70 bis 80 % der piloten ist schon ein Low B genug stress, die sind mit einem dynamischeren fluggerät ala delta oder gar atos schon beim start auf der rampe BEIM ZUSEHEN komplett überfordert.

    Wenn man flugzeugfeeling will geht das ja auch fast beim PG = ein (offener) 2-leiner bei dem man aus dem gas geht und der dann dynamisch noch ordentlich steigen kann oder ein 15qm miniwing .... das ist fliegen viel viel näher an einem segelflieger als an einem "kartoffelsack passivgerät" ala mittig belasteter Low B.

    Wenn ich also Flugzeugfeeling will dann muss ich nur einen kleinen oder schnellen PG nehmen und bin schon nahe dran am feeling aber mit vergleichsweise null aufwand.

    Also wieder schlechte Karten für Argumente pro (flexi-) Delta

    wenn man echtes flugzeugfeeling -

    und die damit verbundene x-fach höhere anforderung an den piloten im vergleich zu "Normalen" gs - denn nicht vergessen die meisten die einigermaßen ok einen GS fliegen würden einen segelflieger beim ersten einkreisen einer thermik SOFORT abreissen -

    will, dann doch gleich echte 3-achs steuerung und keine "krücke" ala atos wo ich aerodynmische steuerung mit gewichtssteuerung zu einem (aus sicht eines 3-achs piloten) faulen kompromiss verbinde.

    Es sieht also aus meiner sicht ziemlich mau aus für gewichtgesteuerte deltas, denn der vorteil zu einem modernen leistungs GS ist gering, der handlingnachteil aber gewaltig.

    denn mit einem 5-6 kg schweren modernen zweileiner / 3-leiner und einem leichten strecken GS kann ich locker 1000hm gemütlich in 2-3h zu fuss aufsteigen, das geht auch mit einem leichten delta nicht mehr.

    Aus meiner Sicht sind die meisten pro Delta fliegen argumente vor allem durch moderne 2-leiner komplett gekillt.

    Wenn man sich jetzt noch überlegt das sicher in den nächsten jahren EN C zweileiner mit mehr plastik / rast artigen konstruktionen und weniger streckung kommen werden die dann für fast jedermann das segelflugzeug ähnliche fluggefühl ermöglichen, dann sind flexi deltas umso mehr tot.

    Was glaube ich einen enormen impuls geben würde wären kunstflugteugliche 3-achs gesteuerte geräte ala mix aus atos archeopterix ...

    so in richtung swift, aber deutlich leichter, ohne hänger transportierbar und zum preis eines highend sportgeräts (also 10 - 15K statt +30K)

    aktuelle flex deltas können im endeffekt aus meiner beobachter außensicht (bin leider noch nie einen geflogen) fast nichts besser als aktuelle leistungs PG, sind aber wesentlich mühsamer und bei start und vor allem landung deutlich anspruchsvoller ( = wesentlich höhere gefahr sich zu verletzen da viel harte gegenstände in körpernähe und vergleichsweise sehr komplexer, wesentlich fehlerträchtigerer landevorgang ) während zb ein 3-achs gesteuerter swift bei passender landebahn (wiese) so sicher zu landen ist wie ein normaler segelflieger


    PS:

    Ich bin in meinem Leben bisher einiges an heli, etwas motorfläche, viel speedflyer, viel paragleiter, ein wenig segelflieger, einiges an motorfläche als reines transportmittel (usa) - und zwar genau in der historischen reihenfolge - geflogen.

    ich weis also sowohl wie es sich anfühlt mit 200 mit dem segelflieger anzustoffen und dann die energie umzusetzen - oder mit 160 am relief entlangzunageln oder in der welle zu fliegen ...... das ist extrem geiles fliegen ...sehr anders als gs aber saugeil - als auch was es bedeutet mit einem speedflyer mit 120 km/h 2cm über dem schnee einen grat mit barrel rolls abzufliegen - auch extrem geiles fliegen, wieder komplett anders.

    PG ist im vegleich spazierengehen in der luft, luftschach, ein beruhigendes und manchmal aufregendes (starke thermik) 100% ungefiltertes naturerlebnis

    absolut scheisse beim segelfliegen ist aus meiner sicht der dafür notwendige aufwand (flugplatz, vereinsmeierei etc.) wenn man nicht eben mal 200K € für einen guten doppelsitzer motorsegler hinlegen kann / will und der bürokratische aufwand ist im vergleich auch ziemlich unpackbar (in AT)

    beim delta ist für mich die bauchlage (ich bin schlank uns sehr sehr sportlich) und die unnatärliche kopfhaltung schon vom zusehen her ein echtes minus, aber im sitzen mit strecken GZ ala Paragleiter viel eher denkbar.

    der transport und aufbauaufwand beim (semi starren) Delta steht aus meiner (aussen) sicht in keinem verhältnis zum leistungsgewinn - die meisten bei uns bauen gut 1h auf und gut 30 min ab....

    erst beim atos wird das thema leistungsunterschied in summe aus meiner sicht wirklich interessant, der lässt sich aber alleine nicht mehr als ein paar hundert meter vom parkplatz transportieren

    das einzige fußstartbare flieger der mich wirklich interessieren würde ist etwas ala swift oder archeopterix ( = segelflugzeug ohne flugplatzzwang und mit deutlich verringerter bürokratie) aber kunstflugfähig, WENN ich dafür die Zeit hätte, denn das lässt sich nicht mehr mit berggehen / multi sport tagen (skitour + speedly + paragleiten etc.) verbinden

    Warum mich nach wie vor PG / speedflyer mehr faszinieren ist das abolut freie fluggefühl und die Möglichkeit fliegen und bergsteigen / skitouren zu verbinden - also maximaler outdoor erlebniswert statt "technisches" herumgewurstel auf einem Flugplatz / mit ATC etc...

    auch die beim PG sehr geringen windgeräusche - man hört und spürt die natur - sind ein riesen argument pro GS - das fällt beim segelflieger komplett weg und ist schon beim speedflyer (55 bis 75 km/h trim) windgeräusche dominieren - nicht mehr so schön ruhig / entspannend

    soweit meine Gedanken zum Thema...

    LG

    P
    Also bei der Pilotenposition täuscht du dich. Mach mal die Augen zu und stell dir vor du würdest fliegen -> das ist Drachenfliegen. Die meisten HG Piloten halten die "Vogelposition" für DAS Argument fürs Drachenfliegen. Und sie haben recht, es ist verdammt geil am Bauch liegend zu fliegen.
    Die Nachteile gibt es aber schon. Man sieht nicht recht wo man hinfliegt, und nach 8h fliegen, schläft man schon lieber am Rücken.

    Die 3 Achsteuerung geht mir glaub ich auch nicht ab. Die Nickachse über Gewichtsverlagerung ist fein. Über die Längsachse würde ich mir mehr Dynamik beim Atos wünschen. Der rollt viel zu langsam.. Aber das ist wohl hauptsächlich der langsamen Fluggeschwindigkeit geschuldet, die sich aus der Fußstartfähigkeit ergibt..

    Der Aufwand am Boden ist mühsam für Leute die Afterwork fliegen wollen. Das ist das Argument, wieso ich angehende Streckenflieger mit GS Erfahrung auch als Zielgruppe sehe. Beim Streckenfliegen, ist sowieso ein Tag geopfert. Da ist es fast egal wie lange man zum Auf/Abbauen braucht. 1h dauerts übrigens nicht.
    Das reine Auf- und Abbauen geht in 20-30min. Der Rest ist Gurtzeug bereit machen, Handy, Geldasche verstauen, alles anziehen, Vario befestigen und einschalten... und diese Dinge die ein GS Flieger auch braucht bis er echt startbereit ist. Ihr seid auch nicht 5min nachdem die Autotür zu ist ready for takeoff...

  7. #517
    Registrierter Benutzer Avatar von Bernhard Wienand
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Hallo DonQuijote,

    vielen Dank für Deine offenen und wohlgesonnenen Worte und konstruktiven Vorschläge.

    Ja genau, Werbekampagne, die die Dynamik (und Ästhetik) des Drachens als sein Markenzeichen herausstellt.

    Da waren wir auch vor 5 Jahren, nach den ersten 247 Beiträgen zu diesem Thema, siehe hier bzw. 'Erste', wo ich die Ergebnisse zusammengefasst habe.

    Über welche Medien, Kanäle?
    Doch wahrscheinlich als Video über die sozialen Medien, die DHV-Seite etc.
    Wer macht es, Drehbuch, Finanzierung, etc.?

    Vielleicht kannst Du ja als Liga-Pilot mal ein gutes Wort beim DHV für uns einlegen ;-)

    Vielleicht kommt ja auch dieses vom DHV für Neulinge angebotene 'Einsteiger-Video' Deinen Vorstellungen schon nahe ;-)

    Damit sich ein Neuling oder GS-Pilot für den HG überhaupt interessiert, muss er ihn, wie Du ja auch meinst,
    a) erst einmal wahrnehmen, und dann muss ihn b) noch etwas am HG reizen.
    Das ist schon einmal nur eine kleine Teilgruppe von Fußgängern, GS-Piloten und anderen (Segelflieger ...).

    Nach meinen Beobachtungen erlangt der HG hauptsächlich am Landeplatz die Aufmerksamkeit von GS-Piloten und Besuchern.
    Dort zeigt sich der Gleit- und Geschwindigkeitsunterschied zum GS aus nächster Nähe besonders deutlich.
    Manche Piloten zelebrieren mit ihren durchgespannten Hochleistern das Einfliegen per mit viel Speed extrem flacher Platzrunde geradezu, zwar riskant, aber schneidig und elegant. Ähnlich wie einschwebende Vögel. Dagegen erinnert das Landen vom GS (mit zu früh gezogenen Bremsen) doch sehr an Fallschirm (sofern man nicht nach einer tiefen rasanten Kurve schön ausflart).
    Das Einbomben vieler HG-Piloten macht diesen tollen Eindruck dann aber oft wieder zunichte.

    Aufmerksamkeit gewinnt auch der aufgebaute schnittige Flügel am Startplatz und am Landeplatz, während der GS am Start zunächst nur als Tuch am Boden ausgebreitet, und nach der Landung zusammengeknüllt daliegt.

    Aber trotz Einbomben habe ich von GS-Piloten gehört, so will ich eigentlich auch fliegen, muss ich doch auch mal angehen.
    Doch wie es mit guten Vorsätzen und dem sich Aufraffen halt so ist, kommt dann die innere Stimme: Wäre ja schön, aber dieser Aufwand. Soll ich mir dafür nochmals eine Ausbildung antun, die Schlepperei um Übungshang, dann später im Gelände, auf's Auto, wo hin mit dem langen Teil, etc.?

    Diese Zweifel sind gut nachzuvollziehen, und so wird die Interessentengruppe nochmals deutlich kleiner. Damit muss der HG halt leben. Der GS ist eben auch ein tolles Flugsportgerät.

    Was ich noch nicht richtig greifen kann, ist der primäre Einstieg in die Fliegerei, wie jeder sein Gerät findet, oder auch nicht, und abbricht oder nicht wirklich glücklich wird.
    Die Wege scheinen da sehr individuell zu sein. Es ist wohl nicht etwa so, dass heutzutage alles über facebook etc. läuft. Da kann es z.B. jemanden geben, der allein deswegen auf HG steht, weil er ein Nurflügel-Purist ist, weil er bei seinem Vater alte Horten-Zeichnungen entdeckt hat.

    Gruß, Bernhard
    Geändert von Bernhard Wienand (15.03.2019 um 11:10 Uhr) Grund: ;-)

  8. #518
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    @ Martin

    Hallo Martin

    also es ist ganz interessant, wenn ich die augen zumache und an fliegen denke dann bin ich mit dem speedflyer unterwegs, aber nicht liegend, wäre ich zB wingsuit flieger wäre das vermutlich anders...

    Ich wollte hier definitiv keinen "Ihr - Wir" ... GS vs HG Konfliktkommunikation lostreten, wir sind alle flieger die fliegen weils uns spaß macht, und ich bezweifle in keinster weise das beim HG fliegen das fliegen selbst großen spass macht.

    genauso wie das fliegen mit einem segelflugzeug oder helikopter großen spass macht, aber mir in beiden fällen der aufwand (zeitlich / indirekt finanziell) in Europa viel zu hoch ist

    Das schwierige am "Salespitch" einen PG zum HG zu bringen ist das man von einem sehr leichten, einfach zu handelnden, sehr mobilen gerät auf ein auch schon optisch / vom zuschauen her "mühsameres" gerät umsteigen würde - das meinte ich auch mit meinem waffenrad vs fully mtb vergleich (der natürlich sehr hinkt)

    bin bisher nur einmal kurz in einem hängegleiter drinnengehangen (am boden) und da war mir die flugposition schon nach 5 minuten unangenehm (genickstarre) - und ich bin sehr fit und habe bestens trainierte Nackenmuskeln (unter anderem vom motorrad).

    unangenehm war mir in meiner erinenrung vor allem die Bauchlage und der im vergleich extrem geringe überblick / sichtfeld, auch der Gedanke mit dem Kopf voran zu fliegen war für mich nicht wirklich prickelnd

    Wie so vieles im Leben ist das halt auch Gewohnheit - und von allen anderen Fluggeräten / motorrad / mtb etc. bin ich es halt gewohnt sitzend oder halb liegend zu steuern und zumindest die Beine als knautschzone zu haben .... auch auf eine rennrodel im winter würde im mich nicht intuitiv mit dem kopf voran drauflegen ,-)

    Aufbauzeiten hast du recht, dauert sicher maximal 30min länger als GS, aber das vom auto 2 pakete hintragen alles müsham wegpacken, auto holen etc. würde mich schwer nerven - einfach zu viel logistik / mühe im vergleich zu einem GS den ich nach dem flug locker in 45 min wieder im rucksack zurück zum auto tragen kann ...

    Streckenflug sehe ich für mich kein potential, den wenn ich ernsthaft ohne motor strecke fliegen will gibts nur eins: doppelsitzer segelflieger (alleine in der luft ist für 8h+ zu langweilig).

    Für hik&fly bzw. hike&climb streckenflug und ggf. biwak combos (und das ist meine aktuelle lieblingsvariante des fliegens) ist ein flex Delta oder atos meist ungeeignet um im hochgebirge einzulanden

    Ich denke wo man mit zb einem atos wirklich vorteile hat ist schleppstart im flachland, da hat man ja auch mit dem GS den ganztages / flugplatz aufwand und profitiert von der wesentlich besseren GZ des atos

    Im gebirge sehe ich es eher recht schwierig einen GS flieger zum mühsameren flexi oder gar starrflügler zu bringen

    Wie gesagt mein ding wäre ein 3-achs gesteuerter swift der basis acro fähig ist (zumindest looping) und der nur 25 kg wiegt und den man kurz (unter 2m länge) zusammenpacken kann und der keine vollverkleidete kabine (open cockpit) hat

    @ Bernhard

    GS hat denke ich auch deshalb so viel zuspruch von einsteigern weil des GS fliegen sehr ruhig und beherrschbar aussehend in outdoor / wandergebieten / ausflugsbergen mit lift direkt vor der nase der fußgänger stattfindet und im vergleich zum HG rampenstart nicht ganz so gefühlt "irre" nach "sich in den tod stürzen" aussieht.

    In meinem Umfeld sind viele von der Idee auf den berg gehen und dann runterfliegen grundsätzlich extrem begeistert, auch wenn 90% das niemals selber machen würden, maximal als tandemflug

    zum thema emotion:

    das von dir verlinkte video spricht mich zb überhaupt nicht an, viel zu schwülstig und pathetisch.

    gutes videomarketing sieht aus meiner sicht eher so aus: https://youtu.be/jMZsFGIOkA0

    ab da wirds dann richtig interessant --> https://youtu.be/jMZsFGIOkA0?t=358

    Das aus meiner sicht noch emotional attraktivere Swoopen hat man mit dem speedflyer auf ski - da kann man quasi endlos in bodennähe eine rolle fliegen und kommt dann mit 140 sachen an .... aufwand vergleichsweise null und man hat das gefühl völlig frei zu fliegen da man das fluggerät selbst kaum wahrnimmt. wegpacken dauert 10 sekunden und man steht schon wieder am lift zum nächsten flug.... im wahrsten sinne des wortes der traum vom fliegen wie ein superheld, man fährt mit ski auf einen felsabgrund zu und fliegt einfach weiter... das hat für mich bisher mit weitem abstand den meisten reiz aller flugsportarten die ich bisher kennengerlent habe.

    Aber eins ist sicher: wenn ich mal unerwartet viel zeit haben sollte, werde ich sicher mal einen flexi UND einen atos fliegen probieren - mit landerädern / kufen an einem geeignet übungshang sollte das ja leicht machbar sein

    LG

    P
    Geändert von DonP (15.03.2019 um 03:20 Uhr)

  9. #519
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    @Don
    Hier noch zwei andere schöne Video-Beispiel dafür, wie man sich das Fliegen (im Traum) vorstellen kann....

    https://www.youtube.com/watch?v=g3-dE7HHJ7k
    https://www.youtube.com/watch?v=eO3v6f-q-B8

    Gruß,
    Mario

  10. #520
    Registrierter Benutzer Avatar von Bernhard Wienand
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    DonP: Genau!

  11. #521
    Registrierter Benutzer Avatar von schoepfus
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Salve Paul,
    nett, dass du den Dinos einen Pluspunkt lässt, aber leider ist ja gerade DER im Vergleich zum PG ein absolutes Killerkriterium.
    Zitat Zitat von DonP Beitrag anzeigen
    Bei den Behaltekosten / wertverlust (zumindest im vergeich zu atos) verliert der GS (darüber denken viel halt nicht nach...
    Speziell der Atos verliert per anno ca. € 2.000,00+ hinzu kommen noch sauteure Reparaturkosten wenn's mal knackst.
    Und einen Check bekommst du auch nicht um € 100,00 nachgeworfen.

    Okok, ein 12 Jahre alter Altos V um ca. € 2.000,00 geschenkt wird schon mehr oder minder seinen Karbonpreis behalten, aber (und das weiß ich aus leidiger Selbsterfahrung) kommen bei diesen Geräten dann doch "kleinere" Wehwehchen hinzu, welches jedes gleich mal € 500 - 1000,00+ kostet. Alleine schon das Segel wird mal nach 10-12 Jahren fällig.

    Und jetzt im Vergleich ein nagelneuer PG? Kostet ca. € 4.000,00 ... kannste 10 Jahre fliegen ... € 400,00 p.a.
    oder du machst es wie ich und kaufst ca. alle 2 Jahre das Vorgängermodell und verkaufst das alte noch halbwegs um die Hälfte. Kostenpunkt ca. .€ 250,00 - € 500,00 pro Jahr.

    Nein, man darf eben die Kosten beim HG-Fliegen - speziell beim Atos-fliegen - nicht außer Acht lass, die sind im Vergleich zum PG enorm. Aber immer noch billiger als Segelfliegen

    LG
    Der frühe Wurm hat einen Vogel. (Michael Niavarani)

    http://www.xcontest.org/world/en/pilots/detail:schoepfus
    www.venetflieger.at

    Vimeo: http://vimeo.com/m/user3204136

  12. #522
    Registrierter Benutzer Avatar von Bernhard Wienand
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    '... leidige Selbsterfahrung'?
    Ein verkrachter ex-HG-Pilot, der jetzt lieber etwas fliegt, was ihm nicht so schnell kaputt geht?

  13. #523
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Servus Florian

    ich hatte das eher so gemeint:

    Da beim HG mangels marktgöße der produktzyklus derzeit extrem langsam ist, wird das gerät nicht so schnell technisch (gefühlt) entwertet - daher kann man auch als guter pilot einen HG "gefühlt" länger "konkurrenzfähig" fliegen als einen PG und ist damit mit weniger wertverlust unterwegs ( = 2 jahre altes gerät gebraucht kaufen, 10 jahre fliegen aber eben mit 10 jahre lang unverändert konkurrenzfähiger performance).

    = Ein ambitionierter Streckenflieger kauft sich seinen PG schirm eher neu (En D oder CCC) um +/- 4000 - 5000 € Streetprice um Leistungmäßig gefühlt / emotional vor dabei zu sein, genau so wie ein guter zB mountainbiker der beim freriden / dowhill vorn dabei sein will auch keine alte gurke fahren will die nur mit viel extra risiko mit einem moderneren gerät bergab mithalten kann.

    Dann wird 2-3 jahre geflogen und das nächste Neugerät steht an, der Schirm ist aber nach 200 - 400 flugstunden vielleicht noch für 1000 an den mann zu bringen da jeder weis das der schirm dann im konkurrenzvergleich nicht mehr die entscheidenden % mehrleistung bringt die es eigentlich gerechtfertigt einen solchen schirm zu fliegen und der gebrauchtmarkt für solche geräte eher klein ist. (im gegensatz zu EN B Geräten die nach 2 Jahren noch sehr gute verkaufspreise erzielen da riesen markt)

    Real macht der pilot beim PG wegen der vergleichsweise (Atos, segelflieger) miesen Gleitzahl taktisch zigfach mehr aus als das gerät, aber das entspricht halt nicht der aktuellen kaufpsychologie - zum glück für die hersteller und uns piloten die immer bessere geräte fliegen wollen / können ,-)

    Wie auch immer, das bessere / einfachere ist der feind des komplizierten / mühsamen und in summe seiner eigenschaften ist ein HG halt kein "ich geh mal eben schnell fliegen" gerät sondern im endeffekt vom zeitaufwand her ähnlich aufwändig wie segelfliegen (aber natürlich duetlich billiger)

    In meinem Umfeld gibt es einige Leute die früher HG / atos flogen und jetzt nur mehr segelfugzeug und PG - ist auch irgendwie logisch, denn wenn ich leistung und strecke will ist der segelfliger erste wahl und wenn ich unkompliziertes fliegen will der PG - der HG als kompromiss aus beiden welten ist da halt nur schwer nachhaltig sinnvoll zu positionieren und wird daher ganz automatisch immer mehr zum exotischen nischenprodukt.

    LG

    P

    PS:

    Beim PG mache es im übrigen ähnlich wie du, da OLC XContest etc. für mich persönlich keinerlei motivation darstellt fliege ich rein fürs erlebnis und mir "genügen" daher Auslaufmodelle mit minimalen gebrauchsspuren um 1000 bis 1800 €, dafür aber alle 1-2 jahre was neues und behalte sie wenn sie mir taugen meist länger, habe so immer 5-6 geräte parallel und für jeden einsatzzweck das perfekte gerät zur hand (vom speedflyer bis zum 2-leiner) - die meisten meiner Geräte kosten mich im schnitt deutlich unter 100€ p.a wertverlust - das ist für ein komplexes sportgerät (zB im Vergleich zu MTB, Tourenski, Kitesurf Kites o.ä.) ein super wert.

    Ich rechne gerne in kosten pro flugstunde und komme dann so je nach gerät auf unter 5€ (günstig gekaufter neuer aktueller EN D und längere flüge) bis zu 100€ (kleine speedflyer, wenig netto flugzeit) pro Stunde - für fliegen ist das immer noch enorm billig im vergleich, da geht sich bei einem segelflieger tlw. nicht mal der F-schlepp aus und beim motorflieger kann ich im vergleich nicht einmal den motor warmlaufen lassen ,-))

    PPS:

    Behaltekosten von segelfliegern sind tlw. offenbar wirklich wertverlustneutral, die jährlichen wartungskosten, ggf hangar sowie VS sind natürlich x-fach höher...
    marketingtext, aber mit tlw. interessanten ansätzen http://www.glider-manufacturers.de/kapitalanlage.html
    Geändert von DonP (15.03.2019 um 15:07 Uhr)

  14. #524
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    @Paul
    Ja eh, je nachdem wie exzessiv man etwas betreibt schwanken natürlich auch die Kosten

    @Bernhard
    Zitat Zitat von Bernhard Wienand Beitrag anzeigen
    '... leidige Selbsterfahrung'?
    Ein verkrachter ex-HG-Pilot, der jetzt lieber etwas fliegt, was ihm nicht so schnell kaputt geht?
    nana.. verkracht bin ich nicht. Im Gegenteil: hätte ich viel (!) mehr Zeit & Money zur Verfügung, dann würde ich sofort nach Halblech/Buching düßen und mal gescheit investieren Die 2,5 Jahre Atos-Fliegen haben mich schon ziemlich angefixt und das Fluggefühl mit dem Starren war einfach traumhaft, die Leistung unglaublich und alles tippi toppi ... und dann kamen die Reparaturen, private & berufliche Veränderungen, Häuslebaue usw...
    Außerdem fliege ich in der Zwischenzeit doch ganz anständig PG, bin etwas weiser geworden mit meinen Entscheidungen und fühle mich unterm PG pudelwohl - und somit fällt derzeit auch mein damaliger Hauptgrund für den Wechsel auf den Starren vorerst mal flach.
    Der frühe Wurm hat einen Vogel. (Michael Niavarani)

    http://www.xcontest.org/world/en/pilots/detail:schoepfus
    www.venetflieger.at

    Vimeo: http://vimeo.com/m/user3204136

  15. #525
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    AW: Was würde Deiner Meinung nach die Drachenflugszene beleben?

    Zitat Zitat von schoepfus Beitrag anzeigen
    Salve Paul,
    nett, dass du den Dinos einen Pluspunkt lässt, aber leider ist ja gerade DER im Vergleich zum PG ein absolutes Killerkriterium.

    Speziell der Atos verliert per anno ca. € 2.000,00+ hinzu kommen noch sauteure Reparaturkosten wenn's mal knackst.
    Und einen Check bekommst du auch nicht um € 100,00 nachgeworfen.

    Okok, ein 12 Jahre alter Altos V um ca. € 2.000,00 geschenkt wird schon mehr oder minder seinen Karbonpreis behalten, aber (und das weiß ich aus leidiger Selbsterfahrung) kommen bei diesen Geräten dann doch "kleinere" Wehwehchen hinzu, welches jedes gleich mal € 500 - 1000,00+ kostet. Alleine schon das Segel wird mal nach 10-12 Jahren fällig.

    Und jetzt im Vergleich ein nagelneuer PG? Kostet ca. € 4.000,00 ... kannste 10 Jahre fliegen ... € 400,00 p.a.
    oder du machst es wie ich und kaufst ca. alle 2 Jahre das Vorgängermodell und verkaufst das alte noch halbwegs um die Hälfte. Kostenpunkt ca. .€ 250,00 - € 500,00 pro Jahr.

    Nein, man darf eben die Kosten beim HG-Fliegen - speziell beim Atos-fliegen - nicht außer Acht lass, die sind im Vergleich zum PG enorm. Aber immer noch billiger als Segelfliegen

    LG
    Ich kann ein anderes Rechenbeispiel vorweisen: 2008 einen gebrauchten Atos V gekauft. Die wurden damals so um 4000€ gehandelt. Einer der ersten Checks war ein bißchen teurer - so 800€ glaub ich. Da wurden ein paar updates installiert (Umlenkrolle und Umlenkseil) neuer Klett ins Segel genäht und und ein paar Druckstellen nachlaminiert. Alle anderen Checks waren nur standardmäßig ohne Zusatzkosten (keine Schäden). ca. 500€ alle 2 Jahre.
    Sonstige Investitionen:
    2014 neues Segel ca. 4000€ (war damals aber garnicht notwendig das Segel von 2003 zu tauschen - aber irgendwann sicher schoni)
    2 neue Randbögen (die alten schwarzen brechen irgendwann - die weißen halten) 180€
    Regenpacksäcke
    geteilter Packsack hab ich am Gebrauchtmarkt erstanden..
    ich glaube 2 oder 3 Sollbruchstellen...

    Also Mehrkosten durch "Schäden" hatte ich fast garnichts. Leistungsmäßig gleitet der alte V mit den aktuellen Geräten ohne Abstriche. Steigen in schwacher Thermik ist einen Hauch schlechter. Dafür rollt er besser und kann besser in enger Thermik.

    Die alte VR Version wird am Gebrauchtmarkt unter 7000€ gehandelt. Der fliegt aber auch bei Weltmeisterschaften noch mit den aktuellen Geräten mit.

    Eigentlich müsste der Starrflügler den Wert so halten, wie ein Segelflieger. Aber wenn die Nachfrage fehlt, ist es eben wie es ist... Besonders bei Starrflügler war so zwischen 2003 und 2008 ein ziemlicher Boom, der stark zurückgegangen ist..

    lg
    Martin

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