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Thema: Verein Bodenlos , Aufzeichnung Vortrag Peter Cröninger

  1. #16
    Registrierter Benutzer Avatar von WA
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    AW: Verein Bodenlos , Aufzeichnung Vortrag Peter Cröninger

    Zitat Zitat von Schwip Beitrag anzeigen
    - z.B. "Druckpunktwanderung"
    http://www.youtube.com/watch?v=-ybmR...tu.be#t=19m15s
    19:45 "...wenn ich den Anstellwinkel erhöhe, wandert der Druckpunkt ... nach hinten"

    nö, der wandert nach vorne, vgl.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Druckpu...trömungslehre)
    Zeile 4: "wandert nach vorne, wenn der Anstellwinkel größer wird."

    Sodale, jetzt habe ich mir die Sequenz nochmal angeschaut und mich auch befragt.

    Verstanden habe ich folgendes:

    Ein Profil für sich betrachtet zeigt uns einen nach vorne wandernden Druckpunkt bei Anstellwinkelvergrößerung. (z.B. Gleitschirm)

    Bei einem Gesamtwerk Flugzeug wandert der Druckpunkt bei AW-Vergr. nach hinten (Druckpunkt = wo alle Kräfte angreifen) und dadurch wird das Hinterteil über das Leitwerk angehoben bis der Druckpunkt wieder da ist wo er vorher war. (Und das Ganze auch umgekehrt und somit fliegt ein Flugzeug stabil, in unmerklichen Wellenbewegungen.)

    Man muß genau hinhören bei dem Vortrag, dann wird der Unterschied zwischen Kappe und Flugzeug klar und vor allem das was P.C. meint.

    Edit: Ich schreibe das jetzt extra nicht als PM an Schwip, denn wenn wir offen einen vermeintlichen Fehler im Vortrag bekriteln, dann müssen wir das auch offen berichtigen odrr? Haben ja schließlich Alle was davon!
    Grüßle,
    Wolfgang http://www.dgf-fn.de/

  2. #17
    DHV-Mitglied Avatar von Cowboy
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    AW: Verein Bodenlos , Aufzeichnung Vortrag Peter Cröninger

    Zitat Zitat von WA Beitrag anzeigen
    Sodale, jetzt habe ich mir die Sequenz nochmal angeschaut und mich auch befragt.

    Verstanden habe ich folgendes:

    Ein Profil für sich betrachtet zeigt uns einen nach vorne wandernden Druckpunkt bei Anstellwinkelvergrößerung. (z.B. Gleitschirm)

    Bei einem Gesamtwerk Flugzeug wandert der Druckpunkt bei AW-Vergr. nach hinten (Druckpunkt = wo alle Kräfte angreifen) und dadurch wird das Hinterteil über das Leitwerk angehoben bis der Druckpunkt wieder da ist wo er vorher war. (Und das Ganze auch umgekehrt und somit fliegt ein Flugzeug stabil, in unmerklichen Wellenbewegungen.)

    Man muß genau hinhören bei dem Vortrag, dann wird der Unterschied zwischen Kappe und Flugzeug klar und vor allem das was P.C. meint.

    Edit: Ich schreibe das jetzt extra nicht als PM an Schwip, denn wenn wir offen einen vermeintlichen Fehler im Vortrag bekriteln, dann müssen wir das auch offen berichtigen odrr? Haben ja schließlich Alle was davon!
    Du warst schneller...danke!

    StMoritz lass ich aus denn meine alten Bekannten treff ich 31.12. in Tannheim..sehn wir uns?

  3. #18
    Registrierter Benutzer
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    AW: Verein Bodenlos , Aufzeichnung Vortrag Peter Cröninger

    Apropos Druckpunktwanderung:

    Im ersten Teil seines Vortrags zeigt Peter ein altbekanntes und im Forum heftig diskutiertes Video von einem GS-Flieger im Landeanflug, der in ein paar Metern Höhe einen Heber bekommt, wenige Sekunden später aber mit einem heftigen Frontklapper und schnellem Wegdrehen auf den Boden knallt.

    Wer mag kurz die Mechanismen erklären, die da so fatal ineinander gewirkt haben? Peters Erklärungen waren mir - pardon - etwas zu akademisch. Merci.

  4. #19
    Registrierter Benutzer Avatar von Clob
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    AW: Verein Bodenlos , Aufzeichnung Vortrag Peter Cröninger

    ein versuch vom laien (@ experts: seid gnädig mit mir :-) )
    der pilot befindet sich im endanflug. die hände ca. auf brusthöhe als er in eine thermische ablösung knapp über grund einfliegt.
    während der schirm angehoben wird, hätte er die bremsen freigeben müssen, damit der schirm besser beschleunigen kann (um mit weniger ansteigen weiterfliegen zu können).
    hat er nicht gemacht, fliegt also durch den heber mit starkem ansteigen durch, wird relativ langsam und ist deshalb kurz vor dem strömungsabriss - ohne dass er es weiß. der schirm hängt "hinter" dem piloten. shice so knapp über grund, weil der schirm nicken muss, um wieder fahrt auf zu nehmen.

    er fliegt durch die ablösung durch und kassiert beim ausfliegen aus dem starken steigen einen soliden frontklapper (der schirm steigt noch in der ablösung "hinten" und fliegt mit der vorderkante in "stehende" luft ein. das ist wie ein schlag von oben, aus sicht des schirms (hinterkante noch steigen, vorne waagrechte luftschichtung "hält" die eintrittkante auf gleiche höhe fest, schirm klappt ein)

    in dieser situation bremst der pilot noch rechts an.
    folge: helikopter mit nahezu entlüftetem schirm.
    der rest ist konsequenz.

    der schirm versucht anzufahren und das geht über eine rechtsspirale. steuertechnisch ist der schirm m.e. in dieser phase aktiv nicht beeinflussbar, weil zu wenig druck in der kappe ist und der schirm kaum mehr vorwärtsfahrt hat.

    er hätte m.e. 20 bis 30 höhenmeter mehr gebraucht, um wieder effizient steuern / abfangen zu können

    hilfreich ?

  5. #20
    Registrierter Benutzer Avatar von X-Dream Dani
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    AW: Verein Bodenlos , Aufzeichnung Vortrag Peter Cröninger

    Hallo zusammen,

    "Gefährlich ist cool" als Überschrift eines Bildes welches eine Beschleunigungsphase eines Gleitschirmpiloten in einem dynamischen Start zeigt - passend dazu die vulgäre Bemerkung von Peter Cröniger; "das ist scheisse"!

    Es folgt viel Theorie, die Domäne aller Deutschen Piloten. Viel Pauschalisiertes, viel Unbewiesenes, viel Mutmassung, einige Unwahrheiten, viel Bekanntes, offensichtliches Unwissen, viel Ansichtssache, einiges Gutes....

    Peter betont es ausgeprägt: Ziel unserer Flugtechnik soll sein "extreme und unnötige Bewegungen vermeiden" - der Schlüsselsatz schlecht hin. Das ist die Situation die ich an all den Startplätzen erlebe: der Start wird nicht in die drei bekannten Phasen aufgeteilt somit entfällt die Kontroll-PHASE und weil man gerad so schön den Schwung aus der Füll-und Aufstellphase mitnehmen kann wird auch umgehend in die Beschleunigungsphase übergegangen. Wobei energetisch einen wirklichen Unterschied in den einzelnen Phasen nicht festgestellt werden kann, das heisst so lasch wie hochgezogen wurde, so bescheiden wird die Geschwindigkeit in der nicht vorhandenen Beschleunigungsphase weitergeführt. Umso ausgeprägter lässt man sich ins Gurtzeug plumpsen um den Rest über das Ziehen der Bremsen zu bewerkstelligen, so dass das Abheben mit viel Glück doch noch gelingt. Jegliche "extremen und unnötigen Bewegungen" wurden vermieden!

    Obschon es Peter Eingangs versprochen hat, unterlässt er es das Anfangs gezeigte Bild zu erklären. Er nennt zwar, dass eine aufrechte Beschleunigungsphase die höchste Geschwindigkeit zu lassen würde, erkennt jedoch die auf dem Bild spezielle Technik des dynamischen Startlaufs nicht. Diese Technik hat bei uns in den Anfängen der Neunzigerjahren seinen Anfang gefunden. Die Idee dieser Technik liegt darin, dass durch das dynamische Übergeben des Körpergewichtes an den Schirm die Beschleunigung homogener wird und so die Abhebegeschwindigkeit reduziert werden kann, der Geschwindigkeitsaufbau erfolgt kraftvoller und das frühe, gleichmässige Belasten des Flügels reduziert die Klappanfälligkeit.

    Peters pauschale Aussage ist nicht grundlegend falsch. Sie ist aber auch nicht wirklich neu! Er will zwar wie im Vortrag beschrieben die Vorgänge in der Flugtechnik einfach halten. Nach dem Studium seiner Theorie fällt mir es schwer zu glauben, dass er das Ziel so erreichen wird. Aus meiner Sicht wäre es gerade in diesem Thema wichtig, dass man die Punkte auf die Essentiellen reduziert, die aber ausgeprägt kommuniziert und professionell schult.

    Dass die Ansicht über die Wichtigkeit der einzelnen Punkte kontrovers betrachtet werden kann, liegt auf der Hand. Die aktuelle Situation an den Startplätzen zeigt die Qualität der DHV-Lehrmeinung. Es ist positiv zu werten, dass sich Peter dem Thema widmen will. Schade erachte ich, dass er es unterlässt über den Tellerrand zu schauen. Unbekannte Techniken sind nicht grundsätzlich "scheisse" sondern haben ebenso Vorteile und sind unter Umständen für die breite Masse einfacher und schneller zu erlernen.

    Es war schon seit jeher die Meinung des DHV's die Leute für dumm, unfähig und unmündig zu erklären. Daher ist es einfacher weiterhin alt Bekanntes mit Attributen wie "moderne Flugtechnik" und "neuste Schirmgeneration" zu versetzen, als sich breit abgestützt mit dem Thema auseinander zu setzen. Es war noch nie die Stärke des DHV's Fehler einzugestehen. Die aktuelle Situation ist der pädagogischen und fachlichen Haltung des DHV's der letzten 20 Jahre zu verdanken. Statt sich lustig über die unzählig gezeigten Fehlstarts und Fehler zu machen hätte ich mir zumindest eine Einsicht gewünscht, auf jeden Fall eine Erkenntnis. Schade, einmal mehr am Ziel vorbei geschossen!

    Also, folgt den Erläuterungen von Peter und wir werden auch in ferner Zukunft das Bild an den Startplätzen nicht wirklich ändern.

    Dankend habe ich die Bemerkung bezüglich Frontstall zu Kenntnis genommen. Obschon auf der Verbands-Webseiten der Begriff nach wie vor zahlreich zu finden ist, scheint die fachliche Korrektheit beim Verband angekommen zu sein; Danke!


    Gruss

    Dani

    X-Dream Fly

  6. #21
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    AW: Verein Bodenlos , Aufzeichnung Vortrag Peter Cröninger

    Zitat Zitat von Clob Beitrag anzeigen
    ein versuch vom laien (@ experts: seid gnädig mit mir :-) )
    der pilot befindet sich im endanflug. die hände ca. auf brusthöhe als er in eine thermische ablösung knapp über grund einfliegt.
    während der schirm angehoben wird, hätte er die bremsen freigeben müssen, damit der schirm besser beschleunigen kann (um mit weniger ansteigen weiterfliegen zu können).
    hat er nicht gemacht, fliegt also durch den heber mit starkem ansteigen durch, wird relativ langsam und ist deshalb kurz vor dem strömungsabriss - ohne dass er es weiß. der schirm hängt "hinter" dem piloten. shice so knapp über grund, weil der schirm nicken muss, um wieder fahrt auf zu nehmen.

    er fliegt durch die ablösung durch und kassiert beim ausfliegen aus dem starken steigen einen soliden frontklapper (der schirm steigt noch in der ablösung "hinten" und fliegt mit der vorderkante in "stehende" luft ein. das ist wie ein schlag von oben, aus sicht des schirms (hinterkante noch steigen, vorne waagrechte luftschichtung "hält" die eintrittkante auf gleiche höhe fest, schirm klappt ein)

    in dieser situation bremst der pilot noch rechts an.
    folge: helikopter mit nahezu entlüftetem schirm.
    der rest ist konsequenz.

    der schirm versucht anzufahren und das geht über eine rechtsspirale. steuertechnisch ist der schirm m.e. in dieser phase aktiv nicht beeinflussbar, weil zu wenig druck in der kappe ist und der schirm kaum mehr vorwärtsfahrt hat.

    er hätte m.e. 20 bis 30 höhenmeter mehr gebraucht, um wieder effizient steuern / abfangen zu können

    hilfreich ?
    Ja, das war hilfreich, danke für Deine Mühen! Ich ziehe für mich daraus die (uralte) Erkenntnis des aktiven Fliegens, des Einsseins von Pilot und Gerät.

    @ Dani: Ich schätze Deine Statements sehr und oft, aber in diesem Fall fehlt mir das Wissen um die Hintergründe, um Deinen Post zu verstehen.

    Dem (aus meiner Sicht) zu theoretischen Vortrag von Peter habe ich in der Form eines aufgezeichneten Videos kaum folgen können und bin bald ausgestiegen. Er ist fachlich sicher ein Ass, aber das KISS - Prinzip eines guten Moderators (Keep It Simple and Stupid) hat er nicht verinnerlicht.

  7. #22
    Registrierter Benutzer Avatar von X-Dream Dani
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    AW: Verein Bodenlos , Aufzeichnung Vortrag Peter Cröninger

    Zitat Zitat von Stabilo Beitrag anzeigen
    @ Dani: Ich schätze Deine Statements sehr und oft, aber in diesem Fall fehlt mir das Wissen um die Hintergründe, um Deinen Post zu verstehen.

    Dem (aus meiner Sicht) zu theoretischen Vortrag von Peter habe ich in der Form eines aufgezeichneten Videos kaum folgen können und bin bald ausgestiegen. Er ist fachlich sicher ein Ass, aber das KISS - Prinzip eines guten Moderators (Keep It Simple and Stupid) hat er nicht verinnerlicht.
    ....ja, man muss sich durch die Videos kämpfen. Auch für mich war dies eher anstrengend - ich denke jedoch, dass dies auch an der Tatsache liegt, dass der "Live-Effekt" fehlt. Da jetzt dem Peter ein Strick daraus zu drehen erachte ich als falsch. Trotzdem wundert es mich, dass er bei Lufthansa auch in der Ausbildung tätig war. Das jedoch ist ein anderes Thema.... ;-)

    Gruss

    Dani

  8. Registrierter Benutzer


  9. #23
    GS-Liga Avatar von Segelohr
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    AW: Verein Bodenlos , Aufzeichnung Vortrag Peter Cröninger

    Zitat Zitat von X-Dream Dani Beitrag anzeigen
    Es folgt viel Theorie, die Domäne aller Deutschen Piloten. Viel Pauschalisiertes, viel Unbewiesenes, viel Mutmassung, einige Unwahrheiten, viel Bekanntes, offensichtliches Unwissen, viel Ansichtssache, einiges Gutes....
    Dani, du bist IMO ein Voll[bitte selbst ergänzen]

    zum Sachlichen:
    Zitat Zitat von X-Dream Dani Beitrag anzeigen
    "Gefährlich ist cool" als Überschrift eines Bildes welches eine Beschleunigungsphase eines Gleitschirmpiloten in einem dynamischen Start zeigt - passend dazu die vulgäre Bemerkung von Peter Cröniger; "das ist scheisse"!
    ....
    Peter betont es ausgeprägt: Ziel unserer Flugtechnik soll sein "extreme und unnötige Bewegungen vermeiden"
    ....
    erkennt jedoch die auf dem Bild spezielle Technik des dynamischen Startlaufs nicht
    Was ich auf dem Bild erkenne, falls wir das gleiche meinen, sind die nach hinten gestreckten Arme und wenn
    ich das richtig interpretiere geht es genau darum und nicht um die 'spezielle Technik des dynamischen Startlaufs'
    (Den ich wie viele andere anwende und du sicher nicht erfunden hast).
    Auch hier kann man Steuerbewegung ergonomisch entlang des Tragegurts machen und nicht wie ein Papa
    der mit dem Sohnemann grad Düsenflieger spielt.


  10. #24
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    AW: Verein Bodenlos , Aufzeichnung Vortrag Peter Cröninger

    ZITAT: von [QUOTE=X-Dream Dani;399152]
    " Statt sich lustig über die unzählig gezeigten Fehlstarts und Fehler zu machen hätte ich mir zumindest eine Einsicht gewünscht, auf jeden Fall eine Erkenntnis. Schade, einmal mehr am Ziel vorbei geschossen!
    Also, folgt den Erläuterungen von Peter und wir werden auch in ferner Zukunft das Bild an den Startplätzen nicht wirklich ändern."

    sorry, bekomme die Zitierfunktion nicht gebacken.

    am Vortrag von Peter derart rumzukriteln sollte man sich verkneifen, sonst tut es keiner mehr uns in den Hintern zu treten. Seine Frage im Video: "wer hat heute bei dem schönen Wetter GH gemacht? .. z. B. Startabbruch" ( ich meine keine Wortmeldung gehört zu haben). Seine Aussage zum Startfilmvideo vom Col Rodella:" Bergsteiger die nur Schwierigk.grad 4 klettern können, gehen nicht an einen Berg mit Schwierigkeit 8; wir tun das..." ist doch die Hauptbotschaft des Vortrags. Meiner Meinung geht kaum eine Sportlergruppe (im Durschnitt gesehen) so untrainiert los, wie wir das tun.
    Trotzdem schöne Flugsaison 2014!
    Geändert von Hakabli (02.01.2014 um 12:07 Uhr)

  11. #25
    Registrierter Benutzer Avatar von X-Dream Dani
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    AW: Verein Bodenlos , Aufzeichnung Vortrag Peter Cröninger

    Zitat Zitat von Segelohr Beitrag anzeigen
    Dani, du bist IMO ein Voll[bitte selbst ergänzen]
    Andreas, du darfst es ohne dich zu schämen aussprechen: "ich bin ein Vollprofi"
    Damit hast du recht und daher erlaube ich mir hier eine fachkundige Einschätzung... ;-)

    Ich habe nie behauptet den dynamischen Start erfunden zu haben - Tatsache ist, dass wir in den 90er-Jahren die vermutlich erste Flugschule waren die diese Technik unseren Schülern beigebracht haben.

    Zitat Zitat von Sommerflieger Beitrag anzeigen
    Für einen dynamischen Start muss ich mich nicht wie auf dem Bild gezeigt extremst verrenken.
    Nein must du nicht. Dieser Start ist in der richtigen Ausführung eine sehr komfortable, ergonomische und effektive Art die Beschleunigungsphase zu machen.

    Zitat Zitat von Sommerflieger Beitrag anzeigen
    Solchen Piloten geht es nur um den Showeffekt und nicht wirklich um die Vorteile eines dynamischen Starts.
    Nein ist ebenso falsch! Einer der unzähligen Vorteile ist der, dass ich bei extrem flachem Gelände noch starten kann. Dies ist mit der klassischen DHV-Haltung praktisch unmöglich.

    Zitat Zitat von Sommerflieger Beitrag anzeigen
    Die Arme sind zwischen Gurtzeug und Tragegurten eingeklemmt, in einem extrem unnatürlichen Winkel vom Körper weggestreckt und für den Piloten ist es somit unmöglich in dieser Phase differenzierte Steuerimpulse.
    Wir befinden uns in diesem Moment in der Beschleunigungsphase. Die Aufzieh- und Füllphase wie auch die Kontroll- und Korrekturphase ist abgeschlossen. In dieser letzten Phase geht es darum den Schirm und Pilot auf die maximal zu erreichende Geschwindigkeit zu bringen um das Abheben so effektiv und sicher über die Bühne zu bringen. In der Beschleunigungsphase wird nichtmehr gesteuert, gelenkt oder korrigiert. Dazu ist die Kontroll- und Korrekturphase da!

    Zitat Zitat von Sommerflieger Beitrag anzeigen
    In diesem Bild ist es zwar nicht der Fall, die einzelnen Ebenen der Tragegurte können sich in dieser Körperhaltung jedoch auch so an den Schultern verhängen, daß der Schirm ungewollt beschleunigt wird. Habe ich schon mehrfach beobachtet. Dem Schirm wird dann förmlich noch schnell "hinterhergesprungen" und sich mit extremsten Nickbewegungen in den Luftraum "geschaukelt".
    Ja, auch bei dieser Technik kann einiges falsch gemacht werden. Das Bild das mir jedoch an den Startplätzen bietet sind verhängte Tragegurten und Leinen, wie auch verknotete Beschleuniger, verdrehte Bremsen und vieles mehr. Und die meisten dieser Vorkomnissse passieren dem ganz normal startenden Piloten die dann dem Schirm "förmlich hinter herspringen und sich so in den Luftraum schaukeln"..... die Jungs die den dynamischen Start beherrschen denen ich so zugeschaut habe die letzten gute 20 Jahre sind in der Regel verdammt sicher in der Technik und souveräne Starter - bist du und ich nicht an den gleichen Startplätzen unterwegs?

    Zitat Zitat von Hakabli Beitrag anzeigen
    sorry, bekomme die Zitierfunktion nicht gebacken.
    ...total OT; zum zitieren vor dem Zitat kommt das "(QUOTE=X-Dream Dani;399152)" und nach dem Zitat das "(/QUOTE)". Jetzt must du nur noch meine runden Klammern ich eckige tauschen und schon funzts....

    Zitat Zitat von Hakabli Beitrag anzeigen
    am Vortrag von Peter derart rumzukriteln sollte man sich verkneifen, sonst tut es keiner mehr uns in den Hintern zu treten.
    Ist ein Argument! Wenn mir am Startplatz drei Fehlstarts in Serie passieren und ich dann noch den Peter brache der mir in den Hintern treten muss um zu realisieren dass ich etwas gegen meine Unfähigkeit tun muss, dann stimmt doch etwas mit mir nicht mehr, oder?
    Mein letzter Fehlstart ist schon einige Zeit her, daher erlaube ich mir am Inhalt von Peters Vortrag zu kritisieren... ;-)

    Zitat Zitat von Hakabli Beitrag anzeigen
    " Bergsteiger die nur Schwierigk.grad 4 klettern können, gehen nicht an einen Berg mit Schwierigkeit 8; wir tun das..." ist doch die Hauptbotschaft des Vortrags.
    Ich habe es auch erwähnt, dass Peter einige gute Passagen und Inputs gebracht hat. Wäre dies jedoch die "Hauptbotschaft" gewesen, dann hätte ich als Vortragender nicht mit dem verbalen verreissen von einem dynamischen Start begonnen..... ;-)


    Gruss

    Dani

    X-Dream Fly

  12. #26
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    AW: Verein Bodenlos , Aufzeichnung Vortrag Peter Cröninger

    Der Peter Cröninger ist ja schon fast ein Grund, in den DHV wieder
    einzutreten. Herzlichen Dank an die Bodenlosen für die Aufnahme und
    die lehrreichen Internet-Video-Guckstunde(n).

    Grüße,
    Dieter.

  13. #27
    Registrierter Benutzer Avatar von WA
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    AW: Verein Bodenlos , Aufzeichnung Vortrag Peter Cröninger

    Hi allerseits!

    Das ist meine Art des dynamischen Startlauf´s! (Bild 1)

    Immer größer werdende Schrittfolgen, Arme nicht nach hinten gestreckt indem eine Korrektur schwer möglich, hat was mit unserer Gelenkeinschränkung in der im Eingangsfoto gezeigten Stellung zu tun - Peter ging darauf plausibel erklärend ein. Sollte ich stolpern und nach vorne fallen, vielleicht auch durch einen Fronti - viele Male gesehen - dann bringe ich meine Arme zum Abfangen und abrollen noch nach vorne, in der gezeigten verkrampften Haltung eher schwieriger. Vor allem möchte ich in Flugrichtung schauen und nicht Vierblattkleeblätter am Boden suchen.

    Schon mein Fluglehrer bekritelte diese veraltete Ausführung eines Startlaufes aus genannten Gründen. Er sagte immer: "Es muß gut aussehen, dann ist´s auch gut und wenn´s net gut ausgschaut dann ist´s a scheiß" und seien wir doch mal ehrlich, dieser verkrampfte übertriebene Startlauf ist doch wirklich nur a Poserlauf um Fußgänger zu imponieren odrr?

    (Bild 2) ist auch sowas für Fußgänger, aber ist doch auch an scheiß! Allenfalls kann man von "Körperspannung" reden.

    Peters Vortrag zeigte mir einen souveränen Dozenten der sein Metier versteht und mit einem Bayerischem Humor, gepaart mit seinem Wissen um die Dinge, launisch und mit Nochelance dem Auditorium seine Erkenntnisse väterlich hinter die Löffel schiebt, mitunter leiser sprechend seine Pointen lanciert. Das versteht nicht jeder sogleich und da kann es auchmal zum Missverstehen gereichen. Siehe Druckpunkt! Also ein wenig sollte er vielleicht an seiner Vortragstechnik feilen, damit der Unterschied zwischen dem wissenden Vorträger und seinen weniger wissenden Zuhörenden nicht gar so eklatant ausfällt.

    Als BR-Schein Instruktor auf Prüfungstörns war ich damals der Wissende und manch Eine/er verstand meinen leisen Spott/Überlegenheit dem Lernenden gegenüber auch nicht so recht. Man sollte sich frei machen von den Allürchen die sich bei den Lehrenden so einschleichen. Damit meine ich Alle Vollprofis die im GS-Lehrbruf tätig sind.

    Nochmal soo´n (Dani weiß vielleicht wen ich meine - seine Kompetenz fordert meinen Respekt, das was er rüberbringt grenzt mitunter an Arroganz.
    Dani, das schreibe ich als Antwort auf dein Statement, daß es Dich wundert, daß Peter in der Lufthansa Ausbildung tätig ist.

    Das fand ich unverschämt!

    So, das hat mir auf der Seele gebrannt. Dann machen wir halt so weiter, nützt ja nüd - wird höchstens besser hier in zwanzigvierzehn- noch besser!
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    Grüßle,
    Wolfgang http://www.dgf-fn.de/


  14. #28
    GS-Liga Avatar von Segelohr
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    AW: Verein Bodenlos , Aufzeichnung Vortrag Peter Cröninger

    Zitat Zitat von WA Beitrag anzeigen
    Immer größer werdende Schrittfolgen, Arme nicht nach hinten gestreckt
    Da du dieses Foto selbst reingestellt hast erlaube mir folgende Bemerkung:
    Ja, sieht bissel besser aus. Kritik:
    - Handflächen zeigen nach unten
    - Linke Hand zu weit hinten
    - Beidseitig zu weit außen (Steuerleine 'knickt' deutlich an Rolle')
    Tip:
    - Handflächen nach innen->Skistock
    - Ellbogen am Körper

  15. #29
    GS-Liga Avatar von Segelohr
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    AW: Verein Bodenlos , Aufzeichnung Vortrag Peter Cröninger

    Achja, WA, warum streckst deine Haxn auf Foto 2 mit der geringen Höhe in die Luft ?
    Absolut unnötig, wenn auch dank Protektor vielleicht oft nicht so gefährlich....

  16. #30
    Registrierter Benutzer Avatar von X-Dream Dani
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    AW: Verein Bodenlos , Aufzeichnung Vortrag Peter Cröninger

    Wolfgang,

    An der Art wie Peter vorträgt habe ich nichts zu kritisieren, abgesehen davon, dass ich der falsche Mann dafür wäre. Auch ich empfand es durchwegs souverän und mit der richtigen Würze an Humor und an gewissen Stellen hat er sogar erstaunlich punktuell und spontan abgeliefert, ich war überrascht!
    Es liegt auf der Hand, dass ich solch einen Vortrag mit anderen Augen betrachte als dies vielleicht der 08/15-Pilot es macht. Es ist ebenso klar, dass man als Fachmann die inhaltlichen Fehler sofort erkennt. Es wäre spannend gewesen wenn mehr Fragen aus dem Publikum gekommen wären. Bei der spontanen Reaktion auf Fragen und Inputs zeigt sich die wahre Souveränität - bis dorthin ist alles vorbereitet und einstudiert.
    Der Grund meiner Überraschung, dass Peter in der Ausbildung bei Lufthansa war, liegt vielleicht daran, dass ich ein ganz anders Bild von solch einer Institution wie der Lufthansa habe, als dies tatsächlich ist.
    Der Berufspilot galt für mich seit je her als Vorbild; gut aus- und permanent weitergebildet , charakterlich selbstsicher, fachlich souverän, im Auftritt professionell, beim Job kontrolliert, in der der Not beherrscht und im Allgemeinen überlegen. Das waren die Attribute die ich mit dem Pilot verband. Dies zu erreichen bedarf einer entsprechenden Schulung. Die Ausbildung zum Linienpilot galt für mich als anspruchsvoll, teuer und aufwändig. Der ausgebildete Pilot galt als angesehen in der Gesellschaft. All dies beruhte vielleicht auch auf der Tatsache, dass zu diesem Zeitpunkt die Swissair, unsere (zu dieser Zeit) nationale Fluggesellschaft als eine der renommiertesten und erfolgreichsten der Welt galt. Es lag auf der Hand, dass man da keine Kosten scheute um die Piloten mittels modernsten Hilfsmittel und durch die besten Instruktoren auszubilden. Dieses Bild komplettierte sich in den späten 80er-Jahren als das Personal der Bergbahnen Flims/Laax anlässlich eines Kurses bei der Swissair gelernt hat sich als Dienstleister zu präsentieren. Ich habe live miterlebt wie wir als Gleitschirmpiloten vom wortwörtlichen "Arschloch" zum Kunden wurden, und dies von einer Saison zur anderen. Der Grund konnte nur bei den aussergewöhnlichen Fähigkeiten einer solchen Ausbildung bei Swissair gesucht werden.

    Nun sehe ich Peter, der mittels einer eher zweitklassigen Powerpoint-Präsentation, einen guten aber auf keinen Fall aussergewöhnlichen Vortrag hält. Dies passt nicht zu meinem Bild eines professionellen Instruktor einer Lufthansa. Ich war der Meinung, dass da die waren Pädagogik-Profis, die ultimativen Didaktik-Experten, die bedeutendsten Fach-Autoritäten und die profiliertesten Rhetorik-Künstler am Werk sind. Vermutlich habe ich eine falsche Meinung über die Ausbildungsqualität unser fliegenden Elite!?!?!

    Gruss

    Dani

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