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Thema: Wo geht der Talwind am Ende des Tales hin?

  1. #16
    DHV-Mitglied Avatar von Willi Wombat
    Registriert seit
    Jan 2010
    Beiträge
    1.477

    AW: Wo geht der Talwind am Ende des Tales hin?

    Zitat Zitat von FlyBird Beitrag anzeigen
    Warum genau soll den da ein Hitzetief sein, und was genau ist ein Hitzetief für Dich, wenn das Null mit Thermik zu tun hat
    Das sagen halt viele Leute so und ich habe es geglaubt.
    Wenn sich im Bergland, wie Jürgen Specht schreibt, der Boden durch die schrägen Hänge besser erwärmt und die geringere Luftmasse sich dadurch insgesamt viel mehr erwärmt als im Flachland, dann dehnt sie sich aus und es entsteht ein Bereich mit geringer Teilchendichte, also Tiefdruck.

    Im diesem Artikel wird auch sehr schön unterschieden, zwischen lokalem Hang Auf- und Abwind durch Thermik bzw Bodenabstrahlung (Primärzirkulation) und großflächigem Steigen und Lufteinsaugen durch das Tief über den Alpen (Sekundärzirkulation).
    http://www.geo.fu-berlin.de/met/ag/t...nd_Talwind.pdf

    Trotzdem finde ich den Artikel noch nicht besonders klar.
    Keiner kann erklären, warum der großräumige Ausgleich der Druckunterschiede so scharf abgegrenzt bodennah erfolgt.

  2. #17
    Registrierter Benutzer Avatar von Clob
    Registriert seit
    Dec 2002
    Beiträge
    399

    AW: Wo geht der Talwind am Ende des Tales hin?

    lainvermutung:
    die viskosität von luft könnte ein grund sein, dass eine bodennahe strömung isoliert erhalten bleibt. scheint mit der temperatur der strömenden luft ggü. der umgebungsluft zusammenzuhängen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kinemat....A4t_von_Gasen

    erklärt aber nicht, wohin diese strömung "verschwinded". da müssen meterologen und streckenflieger ran.
    ich vermute, dass die lokalen, termisch bedingten Ansaugeffekte (also aufsteigen am berg und direkte infusion in die höhenwinde) einen größeren anteil z.B. am bayerischen wind haben, als allgemein vermittelt wird.

    Am Hauptkamm könnte es so sein, dass die schon bodennah angehobene, angesaugte luftmasse so abgekühlt ist (durch die ausdehnung bedingt durch das ansteigende bodenniveau), dass sich die viskosität so verändert, dass die "oberfläche" aufgelöst wird und eine stärkere vermischung mit der umgebungsluft erfolgt.

    wäre eine mögliche erklärung. ist aber meine eigene theorie. magisch, weil keine echte kenntnis der materie
    mein mathe reicht nicht, um die formeln rückwärts zu interpretieren.

    anyway... vielleicht hilfts oder unterhälts...

  3. #18
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    Jun 2013
    Beiträge
    95

    AW: Wo geht der Talwind am Ende des Tales hin?

    @Willi Wombat:
    Also der Talk erklärt doch wo der Wind hingeht: Der Anti-Talwind ist das Stichwort.
    Der Anti-Talwind ist kein Bergwind, sondern scheinbar ein dem Talwind entgegengerichteter
    Wind in der Höhe deutlich über Kammniveau. Sieht wohl sehr ähnlich
    aus wie bei dem Land-See-Windsystem.

    Empirische Belege von Rekordstreckenfliegern??? :-)

    Der Grund warum der Talwind relativ bodennah strömt ist möglicherweise,
    dass die treibende Kraft der erwärmte Boden ist. Erwärmte Luft steigt hoch
    wird von nachsteigender Luft weiter angetrieben, muss dem Druck ausweichen
    und fliesst inder Höhe Richtung Alpenvorland. So oder so ähnlich
    stelle ich mir das vor.
    Oder andres betrachtet: Diese Strömung hat die "Aufgabe"
    Temperaturunterschiede zwischen Bergland und Flachland
    auszugleichen und die effektivste Strömung ist evtl diese Art
    der Zirkulation, ähnlich einem Heizkörper im Zimmer.
    Oder einer Herdplatte.
    In diesem Sinne ist das ganze System eben doch ein bisschen
    Wobei ich nicht weiss, ob da die relation zwischen
    vertikal und horizontal Geschwindigkeiten so ist wie in den Alpen.

    Ist keine ganz befriedigende Antwort.

    T
    Geändert von TobiasG (06.08.2014 um 09:07 Uhr)

  4. #19
    DHV-Mitglied Avatar von Cowboy
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    Oct 2008
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    Ort
    Im schwarzen Wald

    AW: Wo geht der Talwind am Ende des Tales hin?

    [QUOTE=FlyBird;418495]


    Warum genau soll den da ein Hitzetief sein, und was genau ist ein Hitzetief für Dich, wenn das Null mit Thermik zu tun hat?

    QUOTE]

    Hier kurz was auch "Laien" wie ich verstehen:
    Aus Wetterlexikon vom DWD

    Bei Sonneneinstrahlung erwärmt sich die Luft im Gebirge stärker als über der Ebene. Dadurch steigt die Luft nach oben und der Luftdruck sinkt über dem Gebirge. Zum Ausgleich beginnt die Luft unterhalb der Gipfel von außen - also durch die Täler - ins Gebirge einzuströmen. Diese im Tagesgang immer stärker werdende Luftströmung wird als TALWIND bezeichnet. Er setzt meist 2 bis 3 Stunden nach Sonnenaufgang ein und erlischt erst kurz nach Sonnenuntergang.

  5. #20
    Registrierter Benutzer Avatar von fuschertom
    Registriert seit
    Jun 2016
    Beiträge
    256

    AW: Wo geht der Talwind am Ende des Tales hin?

    Zitat Zitat von Willi Wombat Beitrag anzeigen
    Trotzdem finde ich den Artikel noch nicht besonders klar.
    Keiner kann erklären, warum der großräumige Ausgleich der Druckunterschiede so scharf abgegrenzt bodennah erfolgt.
    Zitat:

    "Schlussfolgerungen:

    An Tagen mit hoher Einstrahlung entwickelt sich eine thermisch angetriebene Zirkulation zwischen Alpen und Alpenvorland. Das Phänomen tritt von April bis August an 42 % der Tage in ausgeprägter Form und an weiteren 45 % der Tage von März bis Oktober in mäßiger Ausprägung auf. Die angesaugte Luft wird über den Nordalpen (zwischen Alpenrand und Inntal) konvektiv nach oben gemischt und von der synoptischen Strömung der freien Troposphäre weiter verfrachtet."

    Also einfach ausgedrückt vermischt sich die Luft in der Höhe mit dem Überregionalem Wind.
    Der Ausgleich der Druckunterschiede findet nicht ausschließlich Bodennah statt:

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	pumpe.png 
Hits:	147 
Größe:	299,4 KB 
ID:	27627

    Und jetz kommts! (die Grafik geht ja nur bis zur Zugspitze )
    Zitat:
    "Am Nachmittag besteht zwischen München und Garmisch ein deutlich höherer Druckgradient als zwischen Garmisch und Innsbruck. Der Druckgradient zwischen Alpenvorland und den Nordalpen ist also größer als der Druckgradient in den Alpen, was bedeutet, dass die Luft tags zu den Alpen strömt, aber innerhalb der Alpen selbst nur schwache, druckbedingte Strömungen zu finden sind."

    Bis zu den Nordalpen ist unsere Ausgleichsströmung also schön laminar und außerdem Hochreichend (Bayrischer Wind).
    Geht's dann weiter in die Alpen kommt nur noch die kühlere, schwerere Luft an den Hindernissen (Topografie und eben dem Alpinen Pumpen) vorbei und unserere geliebten Talwindsysteme stellen sich ein.

    Aber auch hier wird der Talwind am Ende auch "konvektiv nach oben gemischt und von der synoptischen Strömung der freien Troposphäre weiter verfrachtet."

    Die Alpen Saugen nicht. Die Luftmassen bewegen sich zum niedrigeren Druck im Bereich der Alpen - werden also dorthin gedrückt... nicht gesaugt.

    Quelle für Bilder/Textzitate http://elib.dlr.de/45955/1/06-wiklPromet_32_1-2-2.pdf

  6. #21
    Registrierter Benutzer
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    Mar 2017
    Beiträge
    7

    AW: Wo geht der Talwind am Ende des Tales hin?

    Zitat Zitat von Jürgen S. Beitrag anzeigen
    Das Grundprinzip dieser großräumigen Zirkulation ist ähnlich dem Land-See-Windsystem. Dort gibt es untenstehende Grafik. Sprich: in den Tälern geht es hin und in größerer Höhe wieder zurück.

    Quelle: wikipedia

    http://de.wikipedia.org/wiki/Land-See-Windsystem und http://de.wikipedia.org/wiki/Talwind
    Super Erklärung

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