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Thema: Galerieleinen im Notfall selbst spleißen

  1. #31
    DHV-Mitglied Avatar von conny-reith
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    AW: Galerieleinen im Notfall selbst spleißen

    Mit der Nadelspitze voran durch die Leine in das innere dann wieder raus aus der Seele und noch mit ca 2-3 mm Stich vernähen.
    In der Pampa könnte man durch 2-3 X quer stechen das Vernähen umgehen.
    Gruß Conny

  2. #32
    GS-Liga Avatar von svenb
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    AW: Galerieleinen im Notfall selbst spleißen

    wenn ich das richtig gesehen habe spart man sich das Nähen, wenn man es so macht wie es im Video beschrieben ist.

    wieder was dazu gelernt, werde es gleich mal ausprobieren.

    DANKE, hat super geklappt und man spart sich den Sekundenkleber bzw. das vernähen.

  3. #33
    DHV-Mitglied Avatar von Segelohr
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    AW: Galerieleinen im Notfall selbst spleißen

    Zitat Zitat von svenb Beitrag anzeigen
    wenn ich das richtig gesehen habe spart man sich das Nähen, wenn man es so macht wie es im Video beschrieben ist.

    wieder was dazu gelernt, werde es gleich mal ausprobieren.

    DANKE, hat super geklappt und man spart sich den Sekundenkleber bzw. das vernähen.
    Aber das Einspleißen ohne Ausleinen geht doch so nicht, oder hab ichs nicht verstanden ?

  4. #34
    GS-Liga
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    AW: Galerieleinen im Notfall selbst spleißen

    Zitat Zitat von Segelohr Beitrag anzeigen
    Aber das Einspleißen ohne Ausleinen geht doch so nicht, oder hab ichs nicht verstanden ?
    Doch, klar, siehst Du doch im Video.
    Mit der Schwerkraft kann man nicht verhandeln.
    (Sonny Crockett in Miami Vice)

  5. #35
    DHV-Mitglied Avatar von conny-reith
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    AW: Galerieleinen im Notfall selbst spleißen

    @sven,

    kleben ist auf Dauer nicht gut.
    Gruß Conny

  6. #36
    DHV-Mitglied Avatar von Willi Wombat
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    AW: Galerieleinen im Notfall selbst spleißen

    Zitat Zitat von svenb Beitrag anzeigen
    und man spart sich den Sekundenkleber


    Sekundenkleber ist eine ganz üble Sache an Textilien.
    Er zieht sich per Kapillarwirkung rein, kann bei dickeren Geweben durch die Reaktionswärme zum rauchen anfangen und vor allem, versteift den Faserverbund.

    Ein Textil, egal ob Tuch oder Leine wird am Übergang vom geklebten Bereich extrem auf Biegung belastet und ist dort u.U. zusätzlich noch versprödet.
    Der Dauer-Bruch ist vorprogrammiert.
    Geändert von Willi Wombat (04.01.2017 um 09:19 Uhr)

  7. #37
    Registrierter Benutzer Avatar von pipo
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    AW: Galerieleinen im Notfall selbst spleißen

    Hi,

    es gibt eine Sicherungsmöglichkeit für den Spleiß, die mir einmal ein Fallschirm Rigger gezeigt hat. (Ich glaube, sie wurde in diesem Thread noch nicht genannt.)

    Das Video habe ich vor zwei Jahren schnell (und schlecht) mit dem Handy aufgenommen, um einem Piloten in Australien bei einer provisorischen Reparatur zu helfen.
    Bis 1:40 sieht man das gewöhnliche Spleißen der Leinenloops. Dann zeige ich, wie man den Spleiß sichern kann. (Im Video sichere ich nur einen der beiden Loops.)
    https://youtu.be/uG65pHULByU?t=1m40s

    Bei dieser "Durchstecksicherung" muss man darauf achten, einigermaßen mittig durch beide Leinen zu stechen.
    Die entstehende Verdickung kann man halbwegs glatt streichen - wie im Video zu sehen ist.

    Ich habe das an einigen Kevlar-Leinen getestet, und diese anschließend gerissen. Meist sind die Leinen nicht an der Sicherung gerissen, manchmal schon, allerdings mit für die Leine üblicher Bruchlast.
    Die Festigkeitsminderung durch diese Sicherung ist meiner Erfahrung nach also gering.

    Ich find's eine elegante Sicherungsmöglichkeit, weil man kein zusätzliches Werkzeug braucht und weil die Festigkeit - meiner Erfahrung nach - kaum reduziert wird. (Außerdem sieht's elegant - weil fast unsichtbar - aus)
    Und bei einer Leine, die sicherheitsrelevant ist, (also z.B. keine Bremsgallerieleine) ist mir eine Sicherung lieber, als keine.

    vG,

    P.

    P.S.:
    Irgend einen Kleber würde ich nicht zum Sichern verwenden.
    Ebenso wenig Knoten, wie hier vorgeschlagen wurde. (Bzw. wenn ich irgendwo an der Leine knote, kann ich mir die Arbeit des Spleißens sparen, und gleich beide Loops knoten. Das ist an einer Bremsgallerieleine auch durchaus eine akzeptable Option, weil die Festigkeitsreduktion von oft deutlich über 50% egal ist.)


    P.P.S:
    Ob man diese "Stopfnadeln", wie in meinem Video, oder eine echte "Spleißnadel" verwendet, macht glaube ich nicht den großen Zeitunterschied aus. Wenn's darum geht, zwei drei Leinen selbst zu ersetzen ist der Unterschied wohl irrelevant.
    Geändert von pipo (04.01.2017 um 09:53 Uhr)
    NOVA

  8. #38
    GS-Liga Avatar von UlrichPrinz
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    AW: Galerieleinen im Notfall selbst spleißen

    Ich habe via Google einige Posts (Kite-/Segel-/Angel-/PG-Foren) gefunden die besagen, dass normaler Sekundenkleber / Superglue (de: Cyanacrylate / en: Cyanoacrylate) nicht ideal sei einen Splice zu sichern ("locken"), besonders bei Dyneema.
    Andererseits habe ich schon zahllose geklebte Splices in Kevlar-Leinen an Wettkampfschirmen entfernt: Manche rutschen sehr leicht auf, andere sind sehr hartnäckig verklebt.
    Es muss also Kleber geben, die gut funktionieren, andere weniger gut.
    Manche Hersteller nähen die Splices auch bei relativ dünnen Leinen, andere Kleben auch dickere erfolgreich.

    Anscheinend verwendet nicht jeder GS-Hersteller einen perfekten Kleber - hier ein interessanter Fall mit guter Diskussion dazu: "Splice Slip"
    Normales Cyanoacrylate ist wenig UV-resistent. Das ist auch bei anderen Klebern so. Dies könnte erklären, warum sich manche Splices nach langer Nutzung verschieben können.

    Da wir uns ja kaum einen speziellen Kleber nur fürs Spleissen kaufen wollen, suche ich für meine Reparaturen eine praktikable Lösung.
    Leichte Versteifung oder Versprödung der Leinen durch CA sollte bei uns vermutlich weniger ein Problem sein, da dieser Teil der Leine ja gerade liegt unter Last, und auch sonst kaum gebogen wird. Wenn es ohne ginge wäre es natürlich besser.
    In meinem Kleber-Inventar wähle ich meist Pattex oder Pattex-Extrem, wenn die Klebestelle dauer-flexibel bleiben muss.
    Vermutlich wäre das hier auch eine gute Wahl?
    Einfach das offene Ende der Leine vor dem Rückziehen in die Hülle nochmal in Pattex 'tränken', und danach 'massieren': So bleibt es aussen weniger 'gummiert'.

    Was denkt ihr?

    Ulli
    PS: Lösungsmittel in Pattex (Toluol und Äthylacetat) machen Kevlar nichts aus (Siehe Technical Guide) - wer es hat könnte auch Pattex Lösemittelfrei nehmen.
    Geändert von UlrichPrinz (04.01.2017 um 12:21 Uhr) Grund: Letzter Satz nach unten geschoben, um Missverständniss zu vermeiden: Ich suche kein Feedback zu Lösungsmitteln.

  9. #39
    DHV-Mitglied Avatar von Segelohr
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    AW: Galerieleinen im Notfall selbst spleißen

    Zitat Zitat von JN Beitrag anzeigen
    Doch, klar, siehst Du doch im Video.
    Welches denn ? Das von dir verlinkte ? Da wird doch das Auge nochmal durchgezogen ?

  10. #40
    DHV-Mitglied Avatar von Segelohr
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    AW: Galerieleinen im Notfall selbst spleißen

    Zitat Zitat von UlrichPrinz Beitrag anzeigen
    Einfach das offene Ende der Leine vor dem Rückziehen in die Hülle nochmal in Pattex 'tränken', und danach 'massieren': So bleibt es aussen weniger 'gummiert'.
    Lösungsmittel in Pattex (Toluol und Äthylacetat) machen Kevlar nichts aus (Siehe Technical Guide) - wer es hat könnte auch Pattex Lösemittelfrei nehmen.

    Was denkt ihr?
    Ich frag mal den Ligachemiker ;-) und geb dann Bescheid

  11. #41
    GS-Liga Avatar von UlrichPrinz
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    AW: Galerieleinen im Notfall selbst spleißen

    @ Pipo:

    Schön, dass du hier auch mitmachst! :-)
    Mit deinen Möglichkeiten der Zerreiss-Probe-Maschine bist du hier natürlich der König!
    Es wäre toll, wenn du mal einen Sekunden-Kleber-Lock testen könntest: Mich würde interessieren *wo* die Leine dann letztlich bricht.

    Dein Sichern durch durchstecken so wie du es im Video zeigst hat ein Problem: du brauchst hier ein freies Ende.
    Meist reisst jedoch gerade die oberste, dünnste Leinenebene z.B. durch Kontakt mit einer scharfen Kante/Stein.
    Und dann will man nur ungern alles komplett Ausleinen um die neue gespleisste Leine da oben rein zu bekommen.

    Auf Youtube gibt es eine sehenswerte Serie von Videos übers Spleissen von Premium Ropes die sehr schön aufgenommen sind.
    Darunter auch 2 Videos mit "Brummel" im Namen


    Das 2. Video zeigt, wie man dieses Locking auch bei fixiertem Ende machen kann.
    Geht also auch...

    Bei wirklich dünnen Leinen (Ozone verwendet hier krass dünne Dinger) ist so ein Locking aber fummelig.
    Darum würde mich ein guter Kleber eben dennoch interessieren.

    Gruss, Ulli

  12. #42
    DHV-Mitglied Avatar von Segelohr
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    AW: Galerieleinen im Notfall selbst spleißen

    Zitat Zitat von UlrichPrinz Beitrag anzeigen
    Das 2. Video zeigt, wie man dieses Locking auch bei fixiertem Ende machen kann.
    Geht also auch...
    Anscheinend stehe ich wirklich auf der Leitung. Hier ist es doch auch so, daß
    das Auge durchgezogen werden muß. Das Auge ist aber doch bereits durch
    den Aufhängepunkt am Segel bzw. untere Leine fixiert ?!

  13. #43
    Registrierter Benutzer Avatar von pipo
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    AW: Galerieleinen im Notfall selbst spleißen

    Hi Ulli,
    Zitat Zitat von UlrichPrinz Beitrag anzeigen
    Es wäre toll, wenn du mal einen Sekunden-Kleber-Lock testen könntest: Mich würde interessieren *wo* die Leine dann letztlich bricht.
    Soweit ich das verstanden habe, bringst du den Kleber am Leinenende auf, bevor es in die Leine gesteckt wird.
    Genau dort reißt eine gespleißte Leine aber sowieso meist. Mit dem Kleber ziemlich sicher auch.

    Ich denke, ein Problem des Klebens ist, dass man eine Verhärtung und damit eine "Sollknickstelle" schafft. Knickt eine (Kevlar-)Leine an immer der selben Stelle verliert sie markant Festigkeit.
    Schon die Dickenänderung am Ende des Spleiß reicht als Sollknickstelle. Um diesen Effekt zu reduzieren haben - ich vermute - ziemlich alle gespleißten Gleitschirmleinen einen "Spleißübergang", damit die Dickenänderung nicht plötzlich, sondern auf 10-15mm Länge stattfindet. Wie man das macht, sieht man schön in dem von dir verlinkten Video ab 2:20:
    https://youtu.be/4WW7Qvg3VjI?t=2m19s

    Das beeinflusst weniger die Festigkeit im Neuzustand, als nach einer gewissen Nutzungsdauer. (mit entsprechend vielen Knickzyklen.)
    Wie man im Video sieht, ist das nicht weiter schwierig, es dauert nur etwas.

    Dein Sichern durch durchstecken so wie du es im Video zeigst hat ein Problem: du brauchst hier ein freies Ende.
    Meist reisst jedoch gerade die oberste, dünnste Leinenebene z.B. durch Kontakt mit einer scharfen Kante/Stein.
    Und dann will man nur ungern alles komplett Ausleinen um die neue gespleisste Leine da oben rein zu bekommen.
    Ja klar, wobei das Aus-, und wieder Einleinen einer Stamm-, und Mittelleine auch nicht länger als drei Minuten dauert. Und man hat dann eine sauberere Lösung. (Wobei es wahrscheinlich auch eine ordentliche Kleber-Lösung gibt. Ich hab's noch nie wirklich probiert.)

    vG,

    P.
    NOVA

  14. #44
    GS-Liga
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    AW: Galerieleinen im Notfall selbst spleißen

    Hi Andi,

    nein, ich hab nen Knick in der Optik. Natürlich hast Du recht, die Sicherung geht nicht wenn nicht wenigstens ein Ende frei ist. Dann bleibt wohl nur Kleber. Mir scheint die Pattex Lösung vom Kleberfetischisten Ulli bis jetzt am besten.

    Ciao
    Jörg
    Mit der Schwerkraft kann man nicht verhandeln.
    (Sonny Crockett in Miami Vice)

  15. #45
    DHV-Mitglied Avatar von nikolaus
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    AW: Galerieleinen im Notfall selbst spleißen

    Zitat Zitat von JN Beitrag anzeigen
    Mir scheint die Pattex Lösung vom Kleberfetischisten Ulli bis jetzt am besten.
    https://www.gearaid.com/products/sea...nt=28044147089

    Habe damit bereits diverse Reparaturen durchgeführt:

    Abdichten von Zeltnähten, Flicken von Rissen/Löchern sowie Verstärkungen am Zelt-Stoff
    Risse im Gurtzeug-Stoff
    Loch in Moped-Sitzbank (Kunstleder)
    15! Löcher in einer ThermaRest-Matratze (nach Katzen-Angriff)
    Sohlen von Ski-/Wanderstiefeln (gibt dafür auch noch eine spezielle Variante, aber der Unterschied ist mir nicht klar)

    Nachteile: 12h zum Trocknen/Aushärten (kann durch Erwärmung beschleunigt werden), und eine angebrochene Tube ist nach spätestens 6 Monaten eingetrocknet, wenn man sie nicht in der Tiefkühltruhe lagert.
    ambitionierter Sonntagsflieger

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