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Thema: Interessante Wetterlagen

  1. #31
    Registrierter Benutzer Avatar von reinhard may
    Registriert seit
    Jun 2001
    Beiträge
    2.652
    Ort
    ..im Mayerland;-)....

    AW: Interessante Wetterlagen

    Hallo
    Ich hab mal gelernt, bei Föhn fliegt man nicht Gleitschirm. Ich bin selten in den Alpen, aber starker Wind und Wellen etc. sind mit 'nem Schirm unter Umständen lebensgefährlich. Die Welle in Herradura in Spanien geht wirklich super, aber ich bin lieber Schiesser und reite sie nicht. Und wer schon mal mitbekommen hat wie der Wind schlagartig ablandig und unfliegbar dort wird, der weiss ,warum ich lieber ganz vorsichtig in dieser Richtung bin. Einmal bei einer grenzwertigen Wetterlage verschätzt kann den Tod bedeuten! Leider auf tragische Weise selbst erlebt.

    Ich denke, der hier diskutierte Pilot wusste warscheinlich nicht was er tat und wie gefährlich es sein kann. Ich sehe es wie Florian, lieber einmal nicht geflogen.

    Gruss Mayer

  2. #32
    Registrierter Benutzer Avatar von Bruno63
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    Ort
    Zentraleuropa

    AW: Interessante Wetterlagen

    Hallo zäme. Leider hat der Föhn keinen digitalen Wert. Wer sich dabei hauptsächlich an einer Zahl orientiert, könnte sein blaues Wunder erleben. Ich lebe in einem klassischen Föhntal. Der Föhn ist bei uns ein Dauerthema. Doch wer glaubt, bei den Locals herrsche Einigkeit, irrt ebenso. Gestern war wieder ein solch spezieller Tag. Nord Süd Differenz 2Hp. Wer denkt da schon an Föhn. Doch sogar in den Abendnachrichten wurde ein leichter Föhn in den Föhntälern prognostiziert. Auf den Bergspitzen wurde dann auch Geschwindigkeiten von 50km/h gemessen. Der Wind ist jedoch nicht wie vorhergesagt bis in die Alpentäler durchgebrochen.

    Am zuverlässigsten sind die verschiedenen Windmodelle für die jeweilige Region. Diese berücksichtigen neben dem Druckunterschied noch andere Faktoren wie z.B. Temperaturdifferenz.
    Entscheidend für mich ist auch, wie sich die Druckdifferenz im Laufe des Tages verändert. Bin ich bei «föhnigen» Bedingungen in der Luft, weiss aber, dass die Differenz zunimmt, verhalte ich mich defensiver, als umgekehrt.

    Meinen schönsten Flug im Tessin habe ich bei einem Druckdifferenz von 4-6Hp gemacht.
    https://www.xcontest.org/2017/switze....04.2017/09:48

    Muss jedoch gestehen, dass ich mit dem Gleitschirm nicht in die Luft gegangen wäre. Wir haben auch den ganzen Tag keinen gesehen.
    Das Thema Föhn ist sehr komplex. Es lohnt sich Erfahrungen gegenseitig auszutauschen. Wer dabei nicht zu selbstbewusst ist, kann immer etwas lernen. Mit dem Finger auf «Fehlbare» zu zeigen ist nicht die nette Art. Nur sollte jeder einsichtig genug sein einen Fehlentscheid auch zu zugeben.
    In meinem Fliegerleben hatte ich übrigens noch nie schlechte Erlebnisse bezüglich Föhn und ich betrachte mich nicht als überdurchschnittlich vorsichtig.

    Gruss Bruno

  3. #33
    DHV-Mitglied
    Registriert seit
    Feb 2016
    Beiträge
    509

    AW: Interessante Wetterlagen

    Ein sehr hilfreicher Beitrag! Danke! Wenn man nicht im Föhngebiet wohnt, denkt man halt und keinen so langen intensiven Erfahrungskontakt hat, denkt man halt schnell in "Faustregeln".

    Was meinst Du genau mit verschiedenen regionalen Windmodellen?

    Zitat Zitat von Bruno63 Beitrag anzeigen
    Am zuverlässigsten sind die verschiedenen Windmodelle für die jeweilige Region. Diese berücksichtigen neben dem Druckunterschied noch andere Faktoren wie z.B. Temperaturdifferenz.
    Entscheidend für mich ist auch, wie sich die Druckdifferenz im Laufe des Tages verändert. Bin ich bei «föhnigen» Bedingungen in der Luft, weiss aber, dass die Differenz zunimmt, verhalte ich mich defensiver, als umgekehrt.


    Das Thema Föhn ist sehr komplex. Es lohnt sich Erfahrungen gegenseitig auszutauschen. Wer dabei nicht zu selbstbewusst ist, kann immer etwas lernen. Mit dem Finger auf «Fehlbare» zu zeigen ist nicht die nette Art.
    Gruss

    Raschel

  4. #34
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    Jan 2019
    Beiträge
    1

    AW: Interessante Wetterlagen

    Servus zusammen,
    nachdem ich mir die Beiträge zu diesem Flug durchgelesen habe will ich anmerken, dass dieser Flug aus meiner Sicht nichts mit Heldentum oder Vergleichbarem zu tun hat. Ich habe den Track hochgeladen weil er kein gewöhnlicher und daher sicher für viele andere Piloten interessant ist.
    Jedoch stößt die Art mancher Forenmitglieder bei mir auf großes Unverständnis. Weshalb maßen sich Forenmitglieder hier an über mich zu urteilen und mir überdies meteorologische Kenntnisse abzusprechen?
    Hierbei ist definitiv mehr Sachlichkeit und Respekt an den Tag zu legen!
    Dabei sind, teils ohne genaue Kenntnis der Fakten und Rahmenbedingungen, schlichtweg falsche Aussagen gemacht und sich daraus ergebende Schlussfolgerungen gezogen worden.

    Zum Wetter:
    Ich stimme ohne Einschränkungen zu, dass die Bedingungen an diesem Tag grenzwertig waren und es selbstverständlich die sicherere Alternative gewesen wäre am Boden zu bleiben. Ich persönlich habe mich dennoch für den Flug entschieden da:
    - Die maximalen Windspitzen am Patscherkofel unterhalb von 60 km/h waren und ein Abwärtstrend zu verzeichnen war
    - Die Druckdifferenz Lugano-Zürich unterhalb von 4 hPa, sowie die Druckdifferenz zwischen Bozen und Innsbruck ebenfalls knapp unterhalb von 4 hPa war und laut Prognose auch kein weiterer Anstieg mehr erwartet wurde
    - Ich außer mir niemand in Gefahr bringen kann!
    Mir war bewusst, dass föhnige Bedingungen vorherrschen und auch, dass ein etwas stärkerer Höhenwind vorhergesagt war, jedoch ergibt sich aus diesen Infos per se noch kein generelles Start-„Verbot“. Wie gesagt eben grenzwertig. Mich aber deshalb als unfachkundigen und lebensmüden Piloten darzustellen, halte ich für unangemessen.
    Wenn ich dann noch Flüge im DHV-XC von Leuten sehe, die hier mit dem Finger auf mich zeigen, aber selbst bei mehr als föhnigen Bedingungen und stark steigender Druckdifferenz zum Fliegen gehen, stellt sich bei mir ein gewisses Unverständnis ein.
    Aber wie dem auch sei, hier noch einige Details zum Flug:
    Während des Soarens habe ich bereits am Nebelhorn unerwartetes Steigen mitnehmen können, dass zumindest auf Thermik hindeutet. Nachdem ich in das Steigen am Geißfuß eingeflogen bin, habe ich wieder versucht zu zentrieren. Es war zu keinem Zeitpunkt stark turbulent, Klapper gab es nicht. Es war eine bewusste Entscheidung das Steigen mitzunehmen, ich hätte auch Abstiegshilfen benutzen können. Es wurde hier fälschlicherweise so dargestellt als wäre ich hilflos umhergetrieben und wäre froh überlebt zu haben. Dennoch habe ich mich während des Steigens nicht wohl gefühlt, da ich nicht mit Sicherheit sagen konnte, ob ich in den Höhenwind eingeflogen bin oder ob der Wind auch in Bodennähe zugenommen hatte. Anhand der Flugrichtung eines anderen Fliegers konnte ich zumindest abschätzen dass der Wind weiter unten nicht weiter zugenommen hatte.
    Ich entschied mich dann in Richtung Norden zu fliegen. Denn falls der Wind im ganzen unteren Bereich zugenommen hätte wäre es mit Sicherheit besser entfernt von den hohen, lee-erzeugenden Bergen zu landen. Nachdem der Wind dann schnell und stetig wieder abnahm (die Maximalgeschwindigkeit war übrigens mit Beschleuniger), konnte ich den Flug wieder genießen und noch ein bisschen Strecke machen. Wer glaubt mit Sicherheit sagen zu können, weshalb dort ein so starkes Steigen vorzufinden war, offenbart seinen begrenzten fachlichen Überblick. Vielleicht war es eine Schwerewelle, eine Scherungswelle, oder Thermik. Vielleicht war es auch eine Mischung aus allem. Klar ist, man kann diese komplexe Strömungssituation der Luft im Nachhinein nicht mit letzter Sicherheit beschreiben.
    Ich halte es für zumindest Wahrscheinlich, dass Thermik mit im Spiel war. Um diese Zeit war Sonneneinstrahlung vorhanden und auch einige Cumuluswolken zu sehen. Die Thermik würde natürlich bei dem Höhenwind von 50-60 km/h zerrissen. Daraus resultierende Turbulenzen könnten der Grund für das erhöhte anfängliche Sinken sein. Ich habe mir den Track auch im Längsschnitt des Illertals angeschaut und ähnliche Gedanken gehabt, wie sie Harald (einrad) beschreibt. Aber wie gesagt, alles Mutmaßungen.
    Was jedoch nicht zu Debatte steht und daher sinnvollerweise kommuniziert worden ist, ist das föhnige Wetterlagen ein nicht sicher einschätzbares Risiko bergen und man daher immer besser beraten ist bei diesem Wetter nicht in die Luft zu gehen, was natürlich bei Föhn mit teilweise vermeintlich guten Bedingungen noch viel stärker zutrifft.
    Geändert von AEC (06.02.2019 um 10:23 Uhr)

  5. #35
    Registrierter Benutzer
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    Apr 2006
    Beiträge
    172

    AW: Interessante Wetterlagen

    Hi AEC,

    erst mal Willkommen im Forum.

    Dein Text ist leider etwas zu kompakt.
    Deshalb hab ich es auch nicht gelesen.

    Etwas mehr Absätze wären für den Lesefluss besser.

    go on
    air----

  6. #36
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    Apr 2014
    Beiträge
    223

    AW: Interessante Wetterlagen

    Zitat Zitat von airline Beitrag anzeigen
    Dein Text ist leider etwas zu kompakt.
    Deshalb hab ich es auch nicht gelesen.
    Ist das dein Ernst? Ich wette du isst deine Erbsen auch nur geschält!?
    Geändert von code5 (06.02.2019 um 16:11 Uhr)

  7. Grund
    habe die Erbsen gegessen


  8. Grund
    keine Wolke mehr da


  9. #37
    DHV-Mitglied Avatar von Dennis_the_menace
    Registriert seit
    Oct 2005
    Beiträge
    1.162

    AW: Interessante Wetterlagen

    ich wage mal eine Prognose: er ist wieder da!
    Das Reh springt hoch, das Reh springt weit
    Warum auch nicht? Es hat ja Zeit!

  10. #38
    Registrierter Benutzer
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    Dec 2009
    Beiträge
    603

    AW: Interessante Wetterlagen

    Hallo AEC, danke für die Richtigstellung. Entschuldige bitte die Übertreibungen.
    Man kann eine gewisse Lehre daraus ziehen, oder wenigstens eine Konfliktlinie:
    Ich denke wir Flieger sollten anderen stets zubilligen, sich in Gefahr zu bringen. Für Außenstehende ist unser Sport überhaupt so leichtsinnig, wie das, was du gemacht hast, hier aussah.

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