- Anzeige -
aircross - high performance gliders
- Anzeige -
TURNPOINT - European Brands for Pilots
- Anzeige -
= fly it your way =
- Anzeige -
AUS LEIDENSCHAFT AM FLIEGEM
- Anzeige -
Live your adventure !
Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: Flächenbelastung, Gewichtsbereiche und Überladen von Gleitschirmen

  1. #1
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    Aug 2015
    Beiträge
    182

    Flächenbelastung, Gewichtsbereiche und Überladen von Gleitschirmen

    Hallo!

    ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Kauf eines neuen Gleitschirms und bin bezüglich des Themas "Größenwahl" noch etwas unsicher.

    Idealerweise würde ich gerne einen möglichste großen zertifizierten Gewichtsbereich bei einem Gleitschirm nutzen können. Ich habe mein Abfluggewicht für verschiedene Szenarien berechnet und sehe bei normaler Anwendung bereits eine Bandbreite von 10kg, bei Sonderaktivitäten (z.B. Ski&Fly) bereits 15kg.

    Einige Gleitschirmhersteller zertifizieren einen großen Gewichtbereich, teilweise als Overrange oder mit unterschiedlichen Einstufungen - aber zumindest befindet man sich dann noch innerhalb des Zulassungsfensters.

    Einen Nova Ion bin ich geflogen und am oberen Ende des Gewichtsbereichs gefällt er mir in alpinen Bedingungen recht gut. Leider spezifiziert Nova aber immer nur 20 kg breite Gewichtsbereiche ohne Overrange.
    Außerdem: Vergleicht man die Flächenbelastung eines aktuellen Nova-B-Schirms mit anderen Herstellern, so ist die Flächenbelastung bei Nova deutlich geringer (Epsilon 8 hat z.B. 8% mehr und ein Arcus RS 5% mehr Flächenbelastung als ein Ion 5 jeweils bei maximal zulässiger Beladung).

    Deshalb hier meine Fragen:

    • Wie geht ihr mit den großen unterschiedlichen TakeOff-Weights je nach Aktivität um? Habt ihr verschiedene Schirme, entsprechende Flügel mit großem Gewichtsbereich oder überladet ihr?
    • Kann man allgemein davon ausgehen, dass der Anspruch eines Gleitschirms einigermaßen vorhersagbar mit der Flächenbelastung zunimmt? (d.h. z.B. Linear oder Quadratisch). Oder gibt es Fälle von krass zunehmendem Anspruch bei Überladung?
    • Warum haben Nova-Flügel eine etwas geringere spezifizierte Flächenbelastung als die Flügel manch anderer Hersteller?
    • Hat vielleicht jemand konkrete (negative) Erfahrung mit einem überladenen Ion 4/5?


    Ich weiss, eine Menge Fragen, die sich vermutlich oft nicht so genau beantworten lassen. Ich freue mich aber über eure Gedanken zum Thema :-)
    Geändert von DanMUC (Gestern um 08:45 Uhr) Grund: Überarbeitet für mehr Klarheit

  2. #2
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    2.075
    Ort
    n.a.

    AW: Flächenbelastung, Gewichtsbereiche und Überladen von Gleitschirmen

    Zitat Zitat von DanMUC Beitrag anzeigen
    ... Im konkreten Fall bin ich einen Ion 4 S (80-100kg) mit 90kg geflogen und einen Ion 5 XS (70-90kg) ebenfalls mit 90kg. In alpinen, thermischen Bedingungen sagt mir der 5XS ganz klar sehr viel mehr zu als der 4S. ...
    Vielleicht solltest du zuerst einen direkten Vergleich von Ion 5 S und 5 XS machen, um die Dynamik-Unterschiede der Größen besser erkennen zu können. Bei einem Modelwechsel, hier Ion 4 und Ion 5, können sonst andere Dinge das Flughandling beeinflussen.

    Gruss

  3. #3
    DHV-Mitglied
    Registriert seit
    Oct 2008
    Beiträge
    85
    Ort
    RLP

    AW: Flächenbelastung, Gewichtsbereiche und Überladen von Gleitschirmen

    Hallo,
    ich weiss nicht ob Dir meine Erfahrung hilft. Ich bin den Ion 3 in XS geflogen (70-90kg). Ich hatte ein maximales Startgewicht von knapp 90 kg mit Wasser und viel Klamotten. Nun habe ich aber knapp 10kg abgenommen und noch ein maximales Startgewicht von 80 kg. Aber mit wenig Klamotten wahrscheinlich eher 75kg. Ich war mit meinem Ion 3 immer zufrieden und hätte mir keinen neuen Schirm gekauft, doch nachdem ich abgenommen hatte wurde ich spürbar langsamer (im Vergleich zu den Fliegerkollegen, plötzlich liessen mich die Eps stehen). Ausserdem klappte ständig ein Ohr weg und ich hatte in bockigen Bedingungen oft das Gefühl ich werde geflogen.
    Ich hab mir jetzt den Ion 5 eine Nummer kleiner zugelegt (55-80kg). Und alles wieder wunderbar. Ich bin wieder relativ zügig unterwegs, viel dynamischer und liegt schön satt in der Luft. Das ich bei schwächeren Bedingungen einen Nachteil habe konnte ich nicht feststellen.
    Ich würde aber sagen meine Zuladung schwankt eher im Bereich von 5 kg. Ich fliege immer das gleiche Gurtzeug und habe keine besondere Hike and Fly Ausrüstung.
    Vielleicht überlegst Du Dir mal wann Du mit welchem Gewicht fliegst. Bei thermischen Bedingungen macht es wirklich was aus. Bei reinen Abgleitern wäre es mir völlig egal wo ich im Gewichtsbereich bin. Beim rumhüpfen am Strand oder soaren im Winter fand ich es jezt auch nicht so schlimm, dass ich langsam war. Vielleicht geht man mal etwas zeitiger Landen wenn der Wind strammer wird.
    Es war eigentlich nur beim Thermikfliegen blöd. Da hatte ich oft das Gefühl, dass mich die Ablösungen einfach so hin und her schieben und ich erst mal richtig gegen die Thermik anstehe bis ich rein kam. Und dann ständig diese wackelnden Ohren führten bei mir auch nicht zum wohlfühlen bei.
    Dies sind nur meine persönlichen Eindrücke

  4. #4
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    Aug 2015
    Beiträge
    182

    AW: Flächenbelastung, Gewichtsbereiche und Überladen von Gleitschirmen

    Vielen Dank, Nadine Das denkt sich mit meinen Erfahrungen auf dem Ion 4 bzw. 5. Deshalb will ich ihn auch am oberen Gewichtsbereichsende fliegen, wenn ich "normal" in den Alpen unterwegs bin. Das würde aber bedeutet, dass ich z.B. bei Skitour mit Gepack das Dinge um 5 oder sogar 10kg überlade. Und daher kommt meine Frage, wie sich dann so eine Überladung auswirken könnte.

  5. #5
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    Jun 2001
    Beiträge
    257

    AW: Flächenbelastung, Gewichtsbereiche und Überladen von Gleitschirmen

    Kleine Info dazu: Wie sich ein Schirm bei Überladung verhält, hängt von vielen Faktoren ab:
    - Je weniger Leinenanlenkpunkte desto mehr ändert sich das Verhalten, zum Schlechteren
    - Je weiter die A-Loops nach hinten versetzt angebracht sind - ab einer gewissen Überladung kann es sein, dass er aus Sackflug und Frontstall nicht mehr anfährt
    - Je geringer Streckung desto besser verkraftet ein Schirm die Überladung
    - Je leichter gebaut, desto sensibler reagiert er auf Überladung und altert schneller
    -Je größer die Fläche/Zuladung, desto größer die Toleranz

    Zulassungsmäßig ändert sich nicht unbedingt was: Wir haben mal einen L-Schirm mit 115kg max zugelassen und aus Versehen die gleiche Größe nochmal abggeben und mit 137kg vermeitlich als XL zugelassen. Laut Protokoll und Videos gab es keine Unterschiede im Verhalten. Das sin 22kg mehr als die vorgesehene Obergrenze, ohne dass er giftiger wurde.
    Ist allerdings sehr vom Schirm abhängig.

  6. #6
    DHV-Mitglied
    Registriert seit
    Aug 2007
    Beiträge
    2.454

    AW: Flächenbelastung, Gewichtsbereiche und Überladen von Gleitschirmen

    Und daher kommt meine Frage, wie sich dann so eine Überladung auswirken könnte.
    Ich bin zuletzt meinen Schirm vor dem letzten Wechsel eigentlich immer ca. 5 kg, in den Alpen im April auch mal 10kg drüber geflogen. Hat sich so entwickelt. 8-;
    Achtung, das war ein Modell, von dem bekannt war, daß er viel Gewicht verträgt. Inoffiziell wurde gesagt, der Schirm würde auch als Moschi gut gehen (hatte keine Zulassung) und mit geringen Abwandlungen hat der Hersteller den downgesized und als Miniwing verkauft. Es gibt mit Sicherheit Schirme die 10 kg drüber schlechter vertragen.

    Und mein Eindruck war, daß du vor allem im schwachen Steigen verlierst. Spät Abends wenn es fast aus macht und bei Flachlandthermiken hast Du dann einen spürbaren Nachteil.
    Wenn es ballert in den Alpen hängt es davon ab, wie gut du den Schirm beherrscht. Wenn der deutlich innerhalb deines Wohlfühlbereiches ist und keine "Herausforderung" mehr für Dich, dann wird der überladen Dir bei kräftigen Bedingungen umso besser gefallen und von den ggf. etwas schärferen Verhalten merkst Du nix. Da skaliert nix linear oder quadratisch! Wenn man einen Schirm an der Grenze der eigenen Fähigkeiten fliegt, mag das anders aussehen...

    Ansonsten denke ich allerdings auch, daß man das Mantra "oben im Gewicht" / "volle Zuladung" oft überstrapaziert. Wer keine Rennen oder 200 km Strecken fliegt, kann die allermeisten Schirme auch sehr gut in der Mitte fliegen. Das ist grundsätzlich variabler und ich bin vom "volle Zuladung" gerade durch meinen letzten Schirm etwas abgekommen. Der flog übrigens auch 5 kg unter dem Gewichtsbereich noch durchaus agil, wie ein paar andere Piloten leihweise mir bestätigt haben.

    Mal überspitzt ausgedrückt: Schirme, die sich im unteren Gewichtsbereich total träge und teigig fliegen, einfach nicht kaufen. Die haben auch voll belastet nicht viel Reserve. Und wer bei einem mittig belasteten Schirm andauernd Ohrklapper hat - entweder ist der Schirm ne Trümmerkiste oder der Pilot kann es einfach nicht (sicher der häufigere Fall). Seit ich jetzt einen Schirm halbwegs mittig belastet fliege, hab ich jedenfalls keineswegs mehr Ohrwackeler oder Klapper.

    Der Rest hängt von den Vorlieben und den Bedingungen, bei denen man vorwiegend fliegen will, ab. Aber geplant deutlich überladen fliegen würde ich normalerweise nicht.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •