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Thema: Welcher Rettungsschirm 2019/2020

  1. #121
    Registrierter Benutzer Avatar von X-Dream Dani
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    AW: Welcher Rettungsschirm 2019/2020

    Zitat Zitat von Sir Vival Beitrag anzeigen
    Kann man die aus den Schlitzen abgeblasene Luft nicht noch nutzen? Die hat doch eine Geschwindigkeit, also nach Bernoulli geringeren statischen Druck. Etwa die Schlitze horizontal in der Nähe der "Kante" des Quadrats anordnen und den Luftstrom über die Kappe lenken. Im Prinzip wie ein Vorflügel (Slat). Man würde die destabilisierenden Wirbelabgänge über der Kappe kanalisieren, das könnte, neben erhötem Widerstand, die Pendelneigung auch beeinflussen.

    Nur so als Idee
    Absolut! Ich glaube, dass wir noch mit sehr rudimentären Rettungsgeräten unterwegs sind und da in Sachen Entwicklung noch lange nicht alle Register gezogen sind. Natürlich ist das Umfeld in dem wir uns bewegen limitiert. Die Anforderungen sind komplex. Aber wenn man mit der simplen Idee von einer Rundkappe zur Kreuzkappe den ganzen Gleitschirm-Retter-Markt Kopf stellen kann, dann ist das schon bemerkenswert. Richtig spannend ist es ja, dass es tatsächlich Hersteller gibt, die dann noch verkrampft an der Rundkappe festhalten oder zumindest die "Vorteile der Rundkappe" nutzen wollen.. ;-)

    Spass bei Seite, das kreative Spielfeld im Retterbau ist aus meiner Sicht immens. Auch ich habe noch viele Ideen die ich gerne angehen möchte. Zur Zeit haben wir aber gerade ein wichtigeres nächstes Projekt und das heisst "die eigene Produktion aufbauen!"...
    Dani

    X-Dream Fly


    "Anderssein ist kein Defekt!", Markku Wilenius

  2. #122
    Registrierter Benutzer
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    AW: Welcher Rettungsschirm 2019/2020

    Zitat Zitat von Sir Vival Beitrag anzeigen
    ....kurze oder lange Leinen sind eine Philosophie bei der Auslegung, keine Innovation.

    -----

    Warum ist das so? Ein Quadrat ist doch auch nur ein Kreis mit Ecken ... und die verhindern pendeln? Warum ist das so?
    Längere Leinen sind bei der Diamondcross einer der 4 Punkte zum Retterfraß Thema. Ein weiterer wichtiger Punkt im Zusammenspiel ist die Packweise. Der lange S-Schlag, der derzeit noch beim Packen aller Kreuzkappen und Rundkappen verwendet wird, entfällt und wird durch getrenntes doppeltes einschlagen der beiden vorsortierten Hälften ersetzt.
    Ähnlich sind die letzten Schritte beim Base-Schirm packen. Grund: absolut verzögerungsfreie Öffnung beim Verlassen der Kappe aus dem Container, trotzdem mit größtmöglicher Schockdämpfung durch das beidseitige doppelte einschlagen der Bahnen.

    Containerbauform und Leinengeometrie, die die Bahnen auffächert sind die Punkte 3 und 4.

    Sehr gutes Beispiel für das Problem bei der Packweise mit langem S-Schlag und gleichen Leinenlängen, ist das Video das Pipo von Pal gepostet hat und die extrem lange "Totzeit" zeigt, wo Leinen gestreckt sind, der Schirm aus dem Container raus ist, dann aber trotz hoher Anströmgeschwindigkeit nicht belüftet wird. (S-Schlag schlägt um Leinenbündel und verhindert die Belüftung)


    Zum Quadrat und der Pendeldämpfung:

    Im nachfolgenden Video, ebenfalls einer der Retterfraß-Tests, ist es zu einem kleinen Zwischenfall gekommen, der aber sehr aufschlussreich war.
    Was ist passiert? Ich hab vergessen, einen Schwimmer am Rettergriff zu montieren und den Innenpacksack am Griff angebunden, in der Hoffnungen, dass der so lange schwimmt, bis die Wasserrettung ihn herausfischt.
    Beim Wurf hat der Container durch den Packsack dran deutlich oszilliert und die Rettung eingetwistet. Durch das rotieren hat es irgendwie auch zwei Leinen in den Twist geklemmt, und zwar die von zwei Ecken der Rettung!
    Beim Trennen hat der Hauptschirm einen Impuls auf den Retter gegeben, der dann zu pendeln begonnen hat. Hauptschirm war getrennt, pendeln setzte sich fort. Ich habe den Twist geöffnet und die Leinen sind aus dem Twist freigegeben worden. In dem Moment wie die Kappe ganz geöffnet war, war das Pendeln ebenfalls sofort beendet.

    Die Leinen der Ecken waren in etwa auf die Länge der Kantenleinen gezogen, die Pendelstabilität war nicht mehr voll gegeben.
    Dieser Zwischenfall zeigt für mich gut, dass Kreuzkappen mit gleich langen Leinen am Umfang, den Rundkappen nicht wirklich überlegen sind und genauso wieder viel Seitenfläche zur Pendeldämpfung verbaut werden muss um das Problem in den Griff zu bekommen. Es zeigt weiters, dass die langen Leinen das Pendeln hier auch nicht schnell dämpfen konnten und auch wie wichtig und wirkungsvoll der Trimm der Kappe ist, wenn es so ist wie es sein soll.

    Rettungen mit gleich langen Leinen haben vor allem den Vorteil von deutlich geringerem Produktions- und Kontrollaufwand.
    Im Falle der Diamondcross werden sieben unterschiedliche Leinenlängen am Umfang und vier unterschiedliche Längen in der Mitte verbaut. Das ist bei fix vernähten Leinen schon ein erheblicher Mehraufwand in der Produktion und der Qualitätssicherung. Aber es macht Sinn und bringt die gewünschten Effekte.

    Grüße Tom


  3. #123
    Registrierter Benutzer Avatar von mats
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    Winterthur

    AW: Welcher Rettungsschirm 2019/2020

    Zitat Zitat von Thomas Grabner Beitrag anzeigen
    ...Sehr gutes Beispiel für das Problem bei der Packweise mit langem S-Schlag und gleichen Leinenlängen, ist das Video das Pipo von Pal gepostet hat und die extrem lange "Totzeit" zeigt, wo Leinen gestreckt sind, der Schirm aus dem Container raus ist, dann aber trotz hoher Anströmgeschwindigkeit nicht belüftet wird. (S-Schlag schlägt um Leinenbündel und verhindert die Belüftung)
    Zitat Zitat von X-Dream Dani Beitrag anzeigen
    ...Der gesagte Retter war bereits bei einem vorgängigen Testlauf im Wasser gelandet und war somit triefend durchnässt. Die Öffnungsgeschwindigkeit einer nassen Rettung wird endlos erhöht. Dass dabei ein Retterfrass entstehen wird war vorprogrammiert. Dass sich das aneinander klebende Gewebe nicht mehr durch die Gleitschirmleinen durchziehen wird und der Retter sich öffnen wird, war klar...
    Falls der Retter wirklich noch feucht war, lässt sich das genannte Video nicht als typisches Beispiel für den von T.G. vorgebrachten kausalen Zusammenhang anwenden...

  4. #124
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    AW: Welcher Rettungsschirm 2019/2020

    Zitat Zitat von mats Beitrag anzeigen
    Falls der Retter wirklich noch feucht war, lässt sich das genannte Video nicht als typisches Beispiel für den von T.G. vorgebrachten kausalen Zusammenhang anwenden...
    Wenn das so war, geb ich dir recht. Hab auch diesen Kommentar dazu übersehen. Allerdings gibt es genug andere Beispiele für das Nachschleifen des Schirmes in der Rotation mit stark verzögerter Öffnung, die für mich der Grund waren, bereits vor der Zertifizierung der Diamondcross die Packweise dahingehend zu ändern. Ein weiterer Grund war, dass damit die Lage im Innencontainer (vorne/hinten) eindeutig definiert ist, wie eben beim Base-Schirm auch. Das hilft unnötige 180 grad Twists zu vermeiden und bei Beachtung des Manuals zum weiteren Einbau des Innencontainers im Gurtzeug die Twistmöglichkeit auf ein Minimum zu reduzieren.

    Grüße Tom

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