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Thema: Bergsteigerausrüstung - Travelausrüstung

  1. #181
    GS-Liga Avatar von UlrichPrinz
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    AW: Bergsteigerausrüstung - Travelausrüstung

    > Rettung sicherlich an den Hauptkarabinern befestigt!?

    Genau! ist ja auch eigentlich das Optimum, denn dann hängst du im
    ernstfall so wie du während des Fliegen hängst. Beim Tandem hängt
    man sie auch in die Zentrale Aufhängung aus diesem Grund.
    Vom Fontkontainer braucht man also nur kurze Verbindungsleinen,
    oft verzichtet man sogar auf eine V-Leine wenn man arg Gewicht
    sparen will.

    > als total-Anfänger, der noch mitten in der Ausbildung steckt

    Ja, dann solltest du wirklich erst mal ein bissel Erfahrungen sammeln, bevor
    du drüber nachdenkst, Retter & Protektor wegzulassen und dann noch mal
    viel mehr Erfahrung sammeln, bevor du es wirklich tust. ;-)
    Mit Erfahrung meine ich hier "böse Erfahrungen".
    Erst wenn du weisst, wie böse wirklich "Böse" ist, dann weisst du auch,
    was du noch ohne Retter fliegen willst / kannst. Ich fliege übrigens nur
    allerseltenst "Ohne" und dann auch nur in Risikolosen Bedingungen.

    Gruss, Ulli

  2. #182
    Registrierter Benutzer Avatar von pipo
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    AW: Bergsteigerausrüstung - Travelausrüstung

    Hi!

    Heute muss ich bei dem Superwetter leider am Boden bleiben, und will dafür ein paar gesammelte Erfahrungen zum Bergflugequipment posten:

    GURTZEUG:
    Ich fliege mittlerweile mit dem Charly Superlight in Größe L. (bei 183cm Körpergröße)
    Sonst kenne ich an Leichtgurten das (alte) SupAir Radicale, das (ebenfalls alte) Thin Red Line, und mein "Nostalgie" von AVA-Sport.

    Der Gurt wiegt ca 700g/1200g (ohne/mit Protektor) und das Packvolumen ist durch das Fehlen von Sitzbrett und sonstigen Verstärkungen sehr klein.
    Der Protektor ist mit einem Reißverschluss leicht zu montieren und dabei deutlich besser befestigt, als z.b. beim Radicale mit dieser Schnürchenlösung.

    Beim Start, zum Laufen, und auch im Flug gefällt mir die Lösung mit den beiden Beinschlaufen sehr gut. Die Gewichtsverlagerung ist natürlich deutlich ineffektiver als mit dem Sitzbrett und auch etwas gewöhnungsbedürftig, aber es funktioniert zumindest halbwegs.

    Sitzposition und Komfort sind für mich auf alle Fälle in Ordnung. (Habe sowohl das "M", als auch das "L" probiert - und saß im "L" deutlich besser.)

    Die Rückenverstellung löst sich beim längeren Fliegen, oder z.b. Spiralen schon mal, weshalb ich sie einfach in einer Position abgenäht habe - ich habe lieber eine Sitzposition, die passt, als dass ich ständig an den Gurten rumspiele.

    Den Aufstiegsrucksack habe ich mir immer einfach mit losen Schultergurten über das Gurtzeug angezoben. Sieht nicht besonders elegant aus, aber die Funktion des Protektors ist dadurch nicht beeinträchtigt - wenn der Rucksack eben nicht eng angeschnallt ist.


    FAZIT:
    Kleines Gewicht & Packmaß bei ordentlichem Sitzkomfort und sicherem Protektor.
    Der Listenpreis von 400€ ist halt nicht ganz wenig für den Gurt, finde ich.


    SCHIRME:

    RookieXS und Rookie XXS:
    Die meisten meiner Bergflüge diesen Sommer, habe ich mit Vorseriengeräten dieser beidem Schirme gemacht. (bei gut 90kg Gesamtfluggewicht)
    XS klingt vielleicht klein - tatsächlich ist er bis 90kg zugelassen, wodurch ich ihn nur ganz knapp über der Obergrenze fliege. Das Ding bleibt also ein Low-Level 1-2er, wobei er halt besser und dynamischer um´s Eck geht, als wenn man ihn in der Mitte belastet. Man kann den XS mit 90kg aber auch noch sehr gut in schwacher Thermik kreisen.

    Selbiges gilt weitgehend für den XXS, auch wenn man dem Schirm die leichte Überladung anmerkt - er geht bei engen Kurven deutlich mehr auf die Nase und fliegt sich eben nicht mehr ganz so "soft".
    Einseitige Klapper und Frontstalls bleiben aber sehr unspektakulär.

    Syntax-XXXS (17m² projiziert)
    Der Start bleibt sehr gut, wobei kleine Schirme ja ohnehin den Vorteil haben, dass sie beim Start schneller über dem Piloten sind. Bis zum Abheben muss man natürlich etwas schneller sein. Ich würde aber auf alle Fälle gar nicht mehr unbedingt sagen, dass kleine Schirme nennenswerte Startnachteile haben müssen. (mehr dazu weiter unten)
    Im Flug merkt man sofort die hohe Flächenbelastung. Bei beherztem Bremszug geht der kleine Schirm sofort auf die Nase und dreht dadurch recht dynamisch und eng, mit entsprechendem Höhenverlust: Also lustig, wenn man konturennah den Berg runterkurven will. ("Speedriding-light" gewisser Weise )
    Der Schirm hat aber wirklich nichts nervöses; wenn man flach kreisend die Aussicht genießen will, macht er das - mit großer Eigendämpfung - genau so.
    Er lässt sich auch Syntax/Rookie typisch stark angebremst mit geringem Sinken kleinräumig reinlanden.

    Als RookieXXXS mit besserer Leistung und noch weniger Leinen zum sortieren, wäre das für mich im Moment der ideale Bergschirm. (aus dem Skytex27)

    NOVA-Racewing (siehe auch Nova-HP, hier und hier ein Bild)
    Mit gehörigem Respekt habe ich mich dem 12m² Schirm (55Trim, 95Topspeed bei 105kg) genähert und erst am Übungshügel ein paar Aufziehübungen gemacht.
    Die Starteigenschaften sind wirklich verblüffend. Auch bei Rückenwind und flachem Startplatz ist der Schirm nach wenigen Schritten über dem Piloten! Ich habe noch nie was mit ähnlich gutem Aufziehverhalten gestartet.
    Dann heißt´s, vor allem bei Rückenwind, halt laufen, aber ich hatte damit wirklich kein Problem, und man muss sicher kein Sprinter sein, um das Teil auch bei nicht optimalen Bedingungen zu starten.
    Man hebt natürlich deutlich angebremst ab, und gibt dann die Bremse langsam frei.
    Das war schon der erste beeindruckende Moment mit dem Schirm: Die Geschwindigkeitszunahme und der damit verbundene Höhenverlust nach dem Start waren für mich eine neue Liga. Bei 55km/h Trimmspeed ist dann vorerst Schluss.
    Was gleich danach beeindruckt, sind die unglaublich kleinen Steuerinpunts, bzw. die Reaktion darauf:
    Mit einem Steuerinput, bei dem ein Mamboo unbeeindruckt grade aus weiter fliegt, schlägt man mit dem 12er einen Haken!
    Man gewöhnt sich aber schnell an dieses sehr sensible Ansprechverhalten.

    Den nächsten Kick liefert dann der Beschleuniger.
    Ich habe den Schirm bis etwa 2/3 beschleunigt, was grob 80km/h entsprechen dürfte. In Verbindung mit den ganz leichten Hebern, durch die ich durchgerast bin, war mir das genug. Das Rauschen und Pfeifen bei dieser Speed erinnerte mich an Segelfugzeiten, und ist für mich unter´s Schirm was völlig neues.
    Besonders lustig ist´s, andere Schirme, mit 45km/h Speeddifferenz zu überholen.
    Von den ca. 1:8 Gleiten bei Trimmspeed bleibt auch stark beschleunigt noch einiges übrig. (nur grob optisch, ohne jede Messung festgestellt)

    Die Landung macht Spass, weil sich die Geschwindigkeit wunderbar ausflaren lässt. Auch bei Nullwind genügen zwei, drei lockere Schritte zum Auslaufen.

    Für wirkliche Könner (zu denen ich mich definitiv nicht zähle) ist der Schirm ein interessantes Gerät zum Berggehen. Der Schirm passt samt leichtem Gurt (TRL) und leichter Rettung in einen 35l Rucksack. (5kg excl. Rucksack)
    Die große Leistung und v.a. die große Geschwindigkeit erweitern die fliegbaren Bedingungen für den Toppiloten beträchtlich.
    Ein Klapper ist aber auch für einen Toppiloten nicht lustig!
    Wenn´s nicht arg bockt, bzw. bläst, kann man sich auch als routinierte Vielflieger unter den Schirm hängen, aber dann könnte man ja genau so mit einem XXXS-Rookie fliegen.
    Will man das Potential des Racewing (der wohl "Shockwave" heißen wird) ausnutzen, muss man außergewöhnlich gut fliegen.

    So, genug geschrieben - ich wollte den Thread nur um ein paar Schirme abseits von Yeti M & Co bereichern.
    Der 12er wird ein Exot für Könner bleiben.
    Ein 17er Rookie ist aber meiner Einschätzung nach auch, oder gerade für den "Durchschnittsbergpiloten" sehr interessant.

    Vielleicht könnt ihr ja Feedback geben, ob euch sowas interessieren würde.

    Viele Grüße

    Pipo
    Geändert von pipo (28.09.2006 um 19:44 Uhr)
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  5. #183

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    AW: Bergsteigerausrüstung - Travelausrüstung

    Zitat Zitat von Jörg Nuber

    Nun meine Frage: Pipo, meinst Du man kann das mal probieren mit dem um fast 15 kg überladenen Schirm zu fliegen? Oder geht es da gleich megakrass ab. Bin mir nicht so sicher und habe es deshalb noch nie probiert.

    Hat jemand Erfahrung mit 15 kg überladen, vielleicht sogar mit dem Delite?
    Thanx!
    Bin nicht Pipo, aber so eine Frage wundert mich etwas von einem Tatoo Flieger.

    Natürlich kannst Du das machen, warum denn nicht?
    Was sind denn 15 Kilo? Gar nichts!

    Ich bin schon etliche Schirme mit teilweise 30 Kilogramm Übergewicht geflogen, dass ist nun echt kein Problem. Über 15 Kilo würde ich nicht mal nachdenken.
    Darunter war auch ein Golden 22 mit knapp 100 Kilogramm. Der soll ja Baugleich mit dem Delite sein. Klar fliegt der sich dann anders, aber das sollte einem Tatoo Flieger eigentlich keine Probleme bereiten.

    Bei den kleinen Flügeln sagen viele sogar dass es besser ist die etwas zu überladen da die eher sackfluggefährdet sind wegen der neuen DHV Testkriterien.

  6. #184
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    AW: Bergsteigerausrüstung - Travelausrüstung

    Hallo.

    Ich hab mit dem Delite keine Erfahrung. Leider, denn der würde mir gut gefallen. Bin aber schon mit einem VulcanS bei ca 105kg Startgewicht geflogen. Und habe dabei auch noch einen Nomad und einen Omega5 ausgekurbelt. :-)

    Das mit der Überladung ist mM keine Problem, auch nicht beim Thermikfliegen. Du musst den Schirm halt immer schön flach halten. Wenn du zuviel ziehst, geht er sofort auf die Nase und vernichtet schlimm Höhe. Ideal dafür wären also eher Schirme, die beim Kurbeln eher flach bleiben.

    @Pipo interessanter Bericht! Danke. Wäre heute fast mit einem Syntax XXS (hatte damit 102kg auf der Waage!) geflogen, hab mich dann aber doch für den L und mein schweres Impress entschieden. War bei dem bisschen Thermik zwischen den Abschattung die bessere, aber sicher auch die langweiligere Wahl! :-)

    Andi.

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  10. #185

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    AW: Bergsteigerausrüstung - Travelausrüstung

    Zitat Zitat von Jörg Nuber

    Übrigens stimme ich Dir voll zu, ein Tatoo-Flieger muss das wissen. Da ich aber einen Tattoo fliege, darf ich sicher unwissend sein - ein Doppel-T ist nämlich so was wie eine Doppel-Null und die dürfen blöder sein ;-)
    War ja nicht bös oder überheblich gemeint
    Bin ja auch kein toller Flieger. Noch nicht mal Berufsgleitschirmflieger

    Kam mir jetzt nur ein wenig übervorsichtig vor.
    Und bei der Vorstellung "geht voll krass ab" musste ich etwas schmunzeln

    Ja, der Delite geht dann ab wie ein Eurofighter Typhoon
    Aber das ist doch geilll !!!

    Ich denke eh viele sind übergewichtig unterwegs weil sie immer noch diese 17 Kg im Hinterkopf haben. Und die kommen gerade im Winter nicht mehr hin.

    Was mir aber aufgefallen ist:
    Das starten war subjektiv schon etwas schwieriger. (aber der Golden bzw. Delite startet ja fast von alleine) Ich denke das lag aber eher an den Zusatzgewichten die ich dabei hatteund der etwas eingeschränkten Beweglichkeit als an der Verlängerung des Starweges.

  11. Registrierter Benutzer


  12. #186

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    AW: Wampenproblem

    Zitat Zitat von Robi
    Hm. Wenn Du drüberfliegst, dann sicher.

    Aber weil wir grad bei Ausrüstung sind... taugen die hier was für leichtere Touren, auch mit Gleitschirm?
    Meine alten Wehrmachtssteigeisen könnte ich langsam mal ausmustern, schwer, rostig, stumpf, unhandlich... Oder aber zum Schmied bringen .

    Gruß Robi
    Warum nicht?

    Ich mag lieber die Kipphebel, aber dass ist ja Geschmackssache.

    Habe auch schon Leute mit "Grödeln" auf Gletschern herumlaufen sehen. (oder mit Turnpatschen)

  13. #187
    Registrierter Benutzer Avatar von pipo
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    Fliegen mit hoher Flächenbelastung

    Hi!

    Ich denke, das Fliegen mit hoher Flächenbelastung wird von einigen falsch eingeschätzt. Grade sehr gutmütige und gedämpfte Schirme, wie eben der Rookie, bleiben nach meiner Erfahrung sehr gutmütig, wenn man den Schirm z.B. 20% über dem Maximalgewicht fliegt.
    Klar steigt die Dynamik, aber das passiert nicht plötzlich, sondern nur in jenem Maße, in dem man die Flächenbelastung steigert.
    Und wenn sich ein Schirm mit üblicher Flächenbelastung sehr gedämpft und eher undynamisch fliegt, dann würde ich persönlich eben ausschließen, dass "es da gleich megakrass abgeht", wie Jörg gefragt hat, wenn man die Flächenbelastung um 20% erhöht.
    Und bei einem Schirm, wie dem Syntax geht es auch in keinster Weise megakrass ab, wenn ich den mit 90kg bei 17m² belaste. (Selbiges gilt auch für einen Rookie, bloß gibt´s da noch keinen so kleinen Proto)
    Schließlich ist das (relativ zum XS mit 90kg Max.Gewicht) auch nur eine um 25% erhöhte Flächenbelastung.

    Und grade für einen Bergschirm hat man eine Menge Vorteile!
    Ein (bei meinem Gewicht) in der Mitte belasteter Rookie "S", ist um geschätzt 30% schwerer, als der 17² Schirm. Änliches wird für das Packvolumen gelten.
    Der Geschwindigkeitsgewinn ist mit 16% nicht besonders spektakulär, aber doch nennenswert. Immerhin sind das 8km/h mehr bei Vollgas.

    Das dynamische Handling macht eine Menge Spass, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass der viel zitierte "Durchschnittspilot" davon überfordert sein könnte. Und ein Flügel, der satt in der Luft liegt, vermittelt und bietet auch Sicherheit in Turbulenzen.
    Und auch die Sorge vor verschlechterten Starteigenschaften ist absolut unbegründet. Ich kann mir keine Situation vorstellen, in der ich mit dem SyntaxM derstarte, aber mit dem XXXS nicht mehr!
    Das ist einfach ein Gerücht!

    Man fällt mit dem kleinen Schirm auch nicht so runter, dass man nicht mehr kurbeln könnte. Das Minimalsinken erhöht sich schließlich auch nur um 16%. In der Praxis wird das allerdings duch das "Bohren" des kleinen Schirms deutlich verschärft. Mit etwas Übung und Geschick ist´s aber nicht schlimm. Auf alle Fälle lässt sich an stabilen Septembertagen damit auch schwache Herbstthermik kurbeln.

    Naja, für mich ist sowas auf alle Fälle die wesentlich besserer Bergschirmlösung, als mit einem Schirm mit üblicher Flächenbelastung zu fliegen:

    Das Raufgehen macht mehr Spass, das Runterfliegen sowieso, und gefährlich wird´s nach meiner Einschätzung absolut nicht.

    Es wäre halt schön, wenn man sich keine Sorgen, um den rechtlichen Aspekt machen müsste, der ja überhaupt erst dafür verantwortlich ist, dass man sich so viele Gedanken über 10% mehr Flächenbelastung macht.
    In St. Hilaire sind auch Piloten, die nicht grade wie Profis wirkten, mit den 14m² (ausgelegt) Swoops von Nervures problemlos rumgeflogen.

    Da ist man dann mit der doppelten Flächenbelastung unterwegs, und noch immer ist es recht problemlos start-, flieg-, und landbar.

    Wir hier finden´s schon richtig arg, wenn man bei einem gutmütigen 1-2er die Flächenbelastung um 20% erhöht. :-)

    Pipo

    P.S.: Ich bin absichtlich nicht auf den rechtlichen Aspekt eingegangen, weil diese Thematik eh bekannt ist, und weil´s dazu - zumindest von meiner Seite - nichts neues zu sagen gibt.
    Ich denke eben nur, dass es grade für´s Bergfliegen äußerst sinnvoll ist, mit höheren Flächenbelastungen zu fliegen, als es der GüSi Bereich erlaubt.
    Sollte es genügend Piloten geben, die diese Einschätzung teilen dann ließe sich wahrscheinlich ja auch ein so kleiner Bergschirm in irgend einer Weise vom DHV zulassen.
    Darum auch meine Frage vorhin an die Bergflieger unter euch, was ihr denn davon haltet.
    Geändert von pipo (28.09.2006 um 21:33 Uhr)
    NOVA

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  15. #188
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    AW: Bergsteigerausrüstung - Travelausrüstung

    Pipo, ich glaub, Du musst mir mal einen Deiner vielen Schirme leihen

    Ich hab meine Wanderfluege (mangels Alternativen) nun immer mit meinem Mamboo M gemacht. Packmass und Gewicht zum Rauftragen na ja, aber man ist ja keine Schwester. Was ich aber eigentlich sagen will:

    Mit dem Leichtgurtzeug und ohne den ganzen sonstigen Krempel bringe ich nur noch knapp bis eher nicht mehr 90kg (unteres DHV-Limit) auf die Waage. Meine Meinung: das Handling leidet deutlich weniger als dies in allen Gleitschirmforen der Welt immer wieder kolportiert wird. Der Spassfaktor geht auf keinen Fall verloren.

    Deutlich spuerbar ist meiner Meinung nach hingegen das bessere Minimalsinken. Gerade in schwacher Herbstthermik kann es das ausmachen.

    Gruss,

    Marcel

  16. #189
    Registrierter Benutzer Avatar von pipo
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    AW: Bergsteigerausrüstung - Travelausrüstung

    Hi Marcel!
    Zitat Zitat von Cellinski
    Mit dem Leichtgurtzeug und ohne den ganzen sonstigen Krempel bringe ich nur noch knapp bis eher nicht mehr 90kg (unteres DHV-Limit) auf die Waage. Meine Meinung: das Handling leidet deutlich weniger als dies in allen Gleitschirmforen der Welt immer wieder kolportiert wird. Der Spassfaktor geht auf keinen Fall verloren.
    Würde mich interessieren, ob du das auch noch nach einem Flug mit so einem kleinen Bergschirm sagen würdest.

    Wobei Spass natürlich geschmacksabhängig ist - was mir Spass macht, muss nicht für andere gelten.

    Deutlich spuerbar ist meiner Meinung nach hingegen das bessere Minimalsinken. Gerade in schwacher Herbstthermik kann es das ausmachen.
    Findeich echt nicht. Das Minimalsinken erhöht sich ja nur mit der Wurzel aus der erhöhten Flächenbelastung. Da kommt nicht viel zusammen. Das ist aber nur bei laminarem Soaren ausschlaggebend, ansonsten kommt das "Bohren" der kleinen Schirme sicher erschwerend dazu. Aber auch das lässt sich mit etwas Übung gut handeln.

    Für mich ist die Priorität für einen Bergschirm, also für einen Zweitschirm, klar:
    Viele meiner Bergflüge mache ich eh nicht zum Thermikfliegen - da hat die kleine Fläche ausschließlich Vorteile.
    Und wenn ich einmal im Jahr absaufe, wo ich sonst raufgekommen wäre, dann nehme ich das gerne zugunsten der sonstigen Vorteile in Kauf.

    Pipo
    NOVA

  17. #190
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    Viel Fläche oder erhöhtes Sinken?

    Zitat Zitat von Cellinski
    ... Deutlich spuerbar ist meiner Meinung nach hingegen das bessere Minimalsinken. Gerade in schwacher Herbstthermik kann es das ausmachen...
    Genau meine Meinung: Wenn (wie Pipo richtig sagt) das Sinken mit der Wurzel aus der erhöhten Flächenbelastung steigt, dann hat man beim Rookie S (75-100kg) an der unteren Gewichtsgrenze beispielsweise ein minimales Sinken von 1,1 m/s und an der oberen Grenze ca. 1,27 m/s.

    Der Unterschied macht nach 15 Minuten schon 150 m Höhenverlust aus: Während der eine sich (beim Soaren in einem schwachen dynamischen Aufwindband) evtl. noch halten kann, denkt der andere schon ans Landen.

    Gleitschirme sind eben auch Langsamflieger, darin liegt ein entscheidender Vorteil: Kleinräumige, enge Thermik ist so wesentlich einfacher auszukurbeln als beispielsweise mit einem Drachen oder einem Segelflugzeug. Ich möchte kein schnelleres Gerät, mit erhöhtem Sinken und erhöhter Minimalgeschwindigkeit! Aus diesem Grund fliege ich eher an der unteren Grenze als oben, jeder Quadrameter Fläche zählt.
    Und seien wir mal ehrlich: Als Hobbypiloten fliegen wir selten in kräftiger Thermik. Ich zumindest habe die meisten Flüge am Abend (wie beispielweise gestern am Brauneck), oder an thermisch schwächeren Tagen.

    Zitat Zitat von Pipo
    ... Als RookieXXXS mit besserer Leistung und noch weniger Leinen zum sortieren, wäre das für mich im Moment der ideale Bergschirm. (aus dem Skytex27)...
    Eine Frage an Pipo: Wann gibt es den Rookie in einer Leichtversion (quasi ein "Rookie EasyWalking"), gibt es da schon Hinweise? H. Papesh hat sich auf diese Frage an andere Stelle noch nicht geäußert.

    Gruß
    Peter

  18. #191
    Registrierter Benutzer Avatar von Cellinski
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    AW: Bergsteigerausrüstung - Travelausrüstung

    Zitat Zitat von Pipo
    Für mich ist die Priorität für einen Bergschirm, also für einen Zweitschirm, klar: Viele meiner Bergflüge mache ich eh nicht zum Thermikfliegen - da hat die kleine Fläche ausschließlich Vorteile.
    Ich verstehe Dich, Pipo. Aber es kommt halt ein bisschen auf die Einstellung an. Ich ertappe mich dabei, wie ich auch meine Bergflüge so plane, dass thermisch und/oder dynamisch noch ein bisschen was geht. Ich flieg einfach zu gerne...

    In Sachen Flächenbelastung und minimales Sinken: danke Peter fürs Rechnen! Ich habe zuletzt grade 2x nacheinander erlebt, dass der/die anderen in typischen Herbstbedingungen (schwaches Aufwindband) abgesoffen sind, wo ich mich halten konnte. Vielleicht hat es ja auch andere Gründe, aber auf jeden Fall kommt mir die Konfiguration in der ich fliege, sicher entgegen. Minimalsinken wohl in der Gegend von bis knapp unter 1.00m/s, etwas Dynamik geht halt doch verloren (was durchaus hilft) und der Mamboo steigt eh sehr gut.

    Zum Spassfaktor: der wird für mich auch bei einem Bergflug wesentlich erhöht, wenn ich den zu Fuss erklommenen Startplatz noch von oben anschauen kann und den Flug thermisch verlängern kann. Zudem, letzthin ging es dann nach einer Weile so gut, dass ich sogar noch ein bisschen zum Rumturnen kann. Für mein Können passable Wing-Over lassen sich auch am unteren Gewichtslimit noch fliegen, mit minimalem Aufschaukeln geht der Schirm bringt man den Schirm immer noch in einer Halb- bis Dreivierteldrehung in die Spirale, etc. Kurz gesagt, ich weiss nicht wieso man für Abend-, Hausberg- und Herbstflüge zwingend eine hohe Flächenbelastung habe sollte.

    Zweifellos, wenn man den Fokus mehr auf Abstiegshilfe, Runterbohren, Packmass, Gewicht und spannende Flüge in absolut ruhiger Luft legt, ist ein Kleinschirm sicher um Welten spassiger. Habe ich nie bestritten. Ist halt eine Frage der persönlichen Einstellung, was man beim Bergfliegen will.

    Schöne Flüge wünscht Euch,

    Marcel

    PS: Soviel sei noch gesagt, im Wallisundso fliege ich meinen Schirm auch mit 108-110kg. Für den Speed und weil ich es in hämmernder Thermik einfach angenehmer finde.

  19. #192
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    AW: Bergsteigerausrüstung - Travelausrüstung

    Meine Touren richte ich danach ein, dass ich auch Thermik fliegen oder zumindest
    soaren kann. Ich bin mit meinem delite auch gut an der oberen Grenze, was sich
    merkbar in der Agilität und der Geschwindigkeit positiv (gerade, wenn man nahe
    am Hang Achten fliegen muss) bemerkbar macht.

    An einem kleineren Schirm hätte ich kein Interesse.

    Gruß Michael

  20. #193
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    AW: Bergsteigerausrüstung - Travelausrüstung

    Bzgl. überladenem Schirm, den ich auch schon mal in ruhiger Winterluft geflogen bin (mit Ski, Rucksack etc.) möchte ich folgendes anmerken:

    Ich habe gelesen (ich glaub sogar hier im Forum), dass aus einem DHV 1er schon mal ein DVH 2er werden kann, wenn er mit zu hoher Flächenbelastung gefolgen wird (Klapperverhalten etc.). Also wenn ich zu Fuß am Berg bin, sind Startplatz, Thermik und Windverhältnisse nicht unbedingt leichter als am Hausberg, soll man da einen DHV 2er riskieren? Nur wer sowieso 2er fliegt und das Risiko in Kauf nimmt, sollte das tun, denn wenn ein überladener Schirm mal einklappt (was er zugegeben nicht so schnell tut wegen erhöhter Flächenbelastung), dann geht sicher die Post ab.

    Martin

    PS: Auch bei meinem ST wurde kritisiert, dass fliegen am oberen Gewichtslimit allgemein als völlig problemlos eingestuft wird, wobei bei kritischen Flugsituationen durchaus Unterschiede bestehen.
    Geändert von martin2005 (29.09.2006 um 14:25 Uhr)

  21. #194
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    AW: Bergsteigerausrüstung - Travelausrüstung

    Hi!

    > gefährliche Reaktionen beim Fliegen mit hoher Flächenbelastung

    Das gilt nicht für jeden Schirm.
    Der Speedmax19 beispielsweise, der sehr stark an den RookieXXS angelehnt ist, hat die Motorzulassung bis 150kg und natürlich werden im Zuge der DULV-Zulassung bei diesem Gewicht auch Klapper gezogen.
    Ich kenne leider nicht die genauen Kriterien für die Zulassung, weiß aber z.B., dass der einseitig geklappte Schirm noch einfach gradeaus fliegbar sein muss und sich ohne jedes Zutun selbst öffnen muss.
    Mit diesem Schirm sind also Klapper mit 150kg Gewicht leicht zu handeln. (Mit den 100kg, mit denen ich ihn geklappt habe, sowieso)

    Das erhöhte Gewicht sorgt übrigens dafür, dass die Klapper deutlich schneller öffnen, was natürlich ein Sicherheitsgewinn ist. Der mit 150kg beladene XXS dreht also auch ohne Piloteneingriff nicht arg weg!

    Ein 17m² Rookie ist dagegen ja kaum beladen. Dementsprechend denke ich, dass er auch den Durchschnittspiloten bei einem Klapper nicht überfordert.
    (wobei dieser natürlich deutlich seltener ist, als bei einem größeren Schirm)

    Schließlich kauft sich der Durchschnittsmotorpilot ja auch den kleinen Speedmax und fliegt den mit 150kg!

    Ich will hier keinesfalls pauschal das Fliegen mit hoher Flächenbelastung verharmlosen.
    Ich bin nur davon überzeugt, dass man es keinesfalls pauschal als gefährlich hinstellen kann. Dafür gibt´s zu viele unterschiedliche Schirmkonzepte, und manche von ihnen fliegen sich eben auch mit recht hoher Flächenbelastung sehr sicher.

    Das macht sie eben für mich so reizvoll für die Bergfliegerei.

    Pipo
    Geändert von pipo (29.09.2006 um 19:28 Uhr)
    NOVA

  22. #195
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    AW: Bergsteigerausrüstung - Travelausrüstung

    Hi pipo,

    ich versteh die diskussion bezüglich der kleinen flächen nicht so richtig. warum nicht einfach ein leichgurtzeut ( habe auch das von Charly: montain) und einen der leichten schirme - es gibt doch schon eine ganze menge.
    warum auch noch den schirm klein machen ?
    wenn ich auf den berg rauflaufe solls eine schönes hoch haben, mit schwachen höhenwinden - am besten im herbst. südstartplatz - dann weht dort mittags ein leichtes lüftchen hoch....

    grüße
    antonair

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